Auf Dein Zukunft, o Herre Christ (LKG 207)

Auf Dein Zukunft, o Herre Christ, hoffen wir alle Stunden; der Jüngste Tag nicht fern mehr ist, dran werden wir entbunden. Hilf uns, daß wir fein wacker sein, wenn Du mit allen Engelein zu Deim Gericht wirst kommen.

Nikolaus Herman 1566

Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr (Weltgericht)

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.

2.Korinther 5,10

Fortlaufende Lese

Sogleich aber nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. 30 Und dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohns am Himmel. Und dann werden wehklagen alle Stämme der Erde und werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit. 31 Und er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern.

Matthäus 24,29-31

Tageslese

Dem Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe: Das sagt, der da hält die sieben Sterne in seiner Rechten, der da wandelt mitten unter den sieben goldenen Leuchtern: 2 Ich kenne deine Werke und deine Mühsal und deine Geduld und weiß, dass du die Bösen nicht ertragen kannst; und du hast die geprüft, die sagen, sie seien Apostel und sind’s nicht, und hast sie als Lügner befunden 3 und hast Geduld und hast um meines Namens willen die Last getragen und bist nicht müde geworden. 4 Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. 5 Denke nun daran, aus welcher Höhe du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde ich über dich kommen und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Stätte – wenn du nicht Buße tust. 6 Aber das hast du für dich, dass du die Werke der Nikolaïten hassest, die auch ich hasse. 7 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der im Paradies Gottes ist.

Offenbarung 2,1-7

Kollekte für den vorletzten Sonntag im Kirchenjahr

Herr Gott, regiere unsere Herzen und Gedanken durch Deinen Heiligen Geist, daß wir allezeit bedenken mögen unseres Lebens und dieser irdischen Welt Ende und Dein gerechtes Gericht, und erwecke uns dadurch zu einem göttlichen Leben in dieser Zeit, auf daß wir dort mit Dir bleiben mögen, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen

Orate fratres S.160.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen

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Und ob es währt bis in die Nacht… (LKG 213,4-5)

Oberadener Friedhof

Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht noch sorgen. So tu Israel rechter Art, der aus dem Geist erzeuget ward, und seines Gotts erharre.

Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnade; sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen.

Martin Luther 1524 (LKG 213,4-5)

Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr (Weltgericht)

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.

2.Korinther 5,10

Fortlaufende Lese

Wenn ihr nun sehen werdet den Gräuel der Verwüstung stehen an der heiligen Stätte, wovon gesagt ist durch den Propheten Daniel – wer das liest, der merke auf! –, 16 alsdann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist; 17 und wer auf dem Dach ist, der steige nicht hinunter, etwas aus seinem Hause zu holen; 18 und wer auf dem Feld ist, der kehre nicht zurück, seinen Mantel zu holen. 19 Weh aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! 20 Bittet aber, dass eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbat. 21 Denn es wird dann eine große Bedrängnis sein, wie sie nicht gewesen ist vom Anfang der Welt bis jetzt und auch nicht wieder werden wird. 22 Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Mensch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden diese Tage verkürzt. 23 Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus!, oder: Da!, so sollt ihr’s nicht glauben. 24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, sodass sie, wenn es möglich wäre, auch die Auserwählten verführten. 25 Siehe, ich habe es euch vorausgesagt. 26 Wenn sie also zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste!, so geht nicht hinaus; siehe, er ist drinnen im Haus!, so glaubt es nicht. 27 Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein. 28 Wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier.

Matthäus 24,15-28

Tageslese

Und es werden geschehen große Erdbeben und hier und dort Hungersnöte und Seuchen; auch werden Schrecknisse und vom Himmel her große Zeichen geschehen. 12 Aber vor diesem allen werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und werden euch überantworten den Synagogen und Gefängnissen und euch vor Könige und Statthalter führen um meines Namens willen. 13 Das wird euch widerfahren zu einem Zeugnis. 14 So nehmt nun zu Herzen, dass ihr euch nicht sorgt, wie ihr euch verteidigen sollt. 15 Denn ich will euch Mund und Weisheit geben, der alle eure Widersacher nicht widerstehen noch widersprechen können. 16 Ihr werdet aber verraten werden von Eltern und Geschwistern, Verwandten und Freunden; und sie werden einige von euch zu Tode bringen. 17 Und ihr werdet gehasst sein von jedermann um meines Namens willen. 18 Und kein Haar von eurem Haupt soll verloren gehen. 19 Seid standhaft, und ihr werdet euer Leben gewinnen.

Lukas 21,11-19

Kollekte für den vorletzten Sonntag im Kirchenjahr

Herr Gott, regiere unsere Herzen und Gedanken durch Deinen Heiligen Geist, daß wir allezeit bedenken mögen unseres Lebens und dieser irdischen Welt Ende und Dein gerechtes Gericht, und erwecke uns dadurch zu einem göttlichen Leben in dieser Zeit, auf daß wir dort mit Dir bleiben mögen, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen

Orate fratres S.160.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen

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Luther´s sermon for the 25th Sunday after Trinity

Here´s a sermon by Dr. Martin Luther (1483-1546) on the gospel of the holy evangelist St. Matthew the twenty-fourth chapter the verses 15-28 as found in “A year in the gospels with Martin Luther” (Vol. 2. CPH, St.Louis: 2018. Pages 1063-1073) for the twenty-fifth Sunday after Trinity:

Listen to a reading of this sermon here:

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Buß- und Bettag

“Buß- und Bettag” von Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Aus tiefer Not schrei ich zu Dir, Herr Gott, erhör mein Rufen. Dein gnädig’ Ohren kehr zu mir und meiner Bitt sie öffne; denn so Du willst das sehen an, was Sünd und Unrecht ist getan, wer kann, Herr, vor Dir bleiben?

Bei Dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, die Sünde zu vergeben; es ist doch unser Tun umsonst auch in dem besten Leben. Vor Dir niemand sich rühmen kann, des muss Dich fürchten jedermann und Deiner Gnade leben.

Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf ihn mein Herz soll lassen sich und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort; das ist mein Trost und treuer Hort, des will ich allzeit harren.

Martin Luther 1524 (LKG 213) zu Psalm 130.

Buß- und Bettag

Neige Deine Ohren, mein Gott, und höre, tue Deine Augen auf und siehe, wie wir verstört sind, denn wir liegen vor Dir mit unserem Gebet und hoffen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf Deine große Barmherzigkeit.

Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu Dir. Herr, höre meine Stimme, laß Deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens.

Psalm 130

Kollekte für Buß- und Bettag

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du nicht Lust hast an der armen Sünder Tod, lässest sie auch nicht gerne verderben, sondern willst, daß sie bekehret werden und leben: Wir bitten Dich herzlich, Du wollest die wohlverdiente Strafe unserer Sünde gnädig abwenden und zu unserer Besserung Deine Barmherzigkeit verleihen. Durch Jesus Christus unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 161

Fortlaufende Lese

Und Jesus ging aus dem Tempel fort und seine Jünger traten zu ihm und zeigten ihm die Gebäude des Tempels. 2 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Seht ihr nicht das alles? Wahrlich, ich sage euch: Es wird hier nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde.

3 Und als er auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger zu ihm und sprachen, als sie allein waren: Sage uns, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt? 4 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Seht zu, dass euch nicht jemand verführe. 5 Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen. 6 Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; seht zu und erschreckt nicht. Denn es muss geschehen. Aber es ist noch nicht das Ende. 7 Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden Hungersnöte sein und Erdbeben hier und dort. 8 Das alles aber ist der Anfang der Wehen. 9 Dann werden sie euch der Bedrängnis überantworten und euch töten. Und ihr werdet gehasst werden um meines Namens willen von allen Völkern. 10 Dann werden viele zu Fall kommen und werden sich untereinander verraten und sich untereinander hassen. 11 Und es werden sich viele falsche Propheten erheben und werden viele verführen. 12 Und weil die Missachtung des Gesetzes überhandnehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten. 13 Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig. 14 Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.

Matthäus 24,1-14

Alttestamentliche Lese

Doch auch jetzt noch, spricht der HERR, kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen! 13 Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider und kehrt um zu dem HERRN, eurem Gott! Denn er ist gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte, und es reut ihn bald die Strafe. 14 Wer weiß, ob er nicht umkehrt und es ihn reut und er Segen zurücklässt, sodass ihr opfern könnt Speisopfer und Trankopfer dem HERRN, eurem Gott. 15 Blast die Posaune zu Zion, sagt ein heiliges Fasten an, ruft einen Feiertag aus! 16 Versammelt das Volk, heiligt die Gemeinde, sammelt die Ältesten, bringt zusammen die Kinder und die Säuglinge! Der Bräutigam gehe aus seiner Kammer und die Braut aus ihrem Gemach! 17 Lasst die Priester, des HERRN Diener, weinen zwischen Vorhalle und Altar und sagen: HERR, schone dein Volk und lass dein Erbteil nicht zuschanden werden, dass Völker über sie herrschen! Warum willst du unter den Völkern sagen lassen: Wo ist nun ihr Gott?

Joel 2,12-17

Epistolische Lektion

Darum, o Mensch, kannst du dich nicht entschuldigen, wer du auch bist, der du richtest. Denn worin du den andern richtest, verdammst du dich selbst, weil du ebendasselbe tust, was du richtest. 2 Wir wissen aber, dass Gottes Urteil zu Recht über die ergeht, die solches tun. 3 Denkst du aber, o Mensch, der du die richtest, die solches tun, und tust auch dasselbe, dass du dem Urteil Gottes entrinnen wirst? 4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut? Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet? 5 Du aber, mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen, häufst dir selbst Zorn an für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, 6 der einem jeden geben wird nach seinen Werken: 7 ewiges Leben denen, die in aller Geduld mit guten Werken trachten nach Herrlichkeit, Ehre und unvergänglichem Leben; 8 Zorn und Grimm aber denen, die streitsüchtig sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit; 9 Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die das Böse tun, zuerst der Juden und auch der Griechen; 10 Herrlichkeit aber und Ehre und Frieden allen denen, die das Gute tun, zuerst den Juden und ebenso den Griechen. 11 Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott.

Römer 2,1-11

Evangelium

Es waren aber zu der Zeit einige da, die berichteten Jesus von den Galiläern, deren Blut Pilatus mit ihren Opfern vermischt hatte. 2 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer mehr gesündigt haben als alle andern Galiläer, weil sie das erlitten haben? 3 Ich sage euch: Nein; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen. 4 Oder meint ihr, dass die achtzehn, auf die der Turm von Siloah fiel und erschlug sie, schuldiger gewesen seien als alle andern Menschen, die in Jerusalem wohnen? 5 Ich sage euch: Nein; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen.
6 Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Weinberg, und er kam und suchte Frucht darauf und fand keine. 7 Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. So hau ihn ab! Was nimmt er dem Boden die Kraft? 8 Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, lass ihn noch dies Jahr, bis ich um ihn herum grabe und ihn dünge; 9 vielleicht bringt er doch noch Frucht; wenn aber nicht, so hau ihn ab.

Lukas 13,1-9

Tagesgebet

Ewiger, Barmherziger,
vor dir liegt offen, was wir verbergen.
Ewiger, Gerechter,
du schaust auf das Elend, vor dem wir die Augen verschließen.
Ewiger, rettende Liebe,
du löst aus Verstrickung,
du erlöst von Schuld.

Wir bitten dich um Barmherzigkeit
für die Menschen,
die hartherzig sind,
die aus Nachlässigkeit übersehen, wo sie gefordert sind,
die gleichgültig sind, weil sie überfordert sind.
Wir bittend dich um Barmherzigkeit
für die Menschen,
die sich ihrer Verantwortung entziehen,
die Hass zulassen,
die sich von den Schwachen abwenden.
Ewiger, Barmherziger –
deine Barmherzigkeit verwandele ihre Herzen.

Wir bitten dich um Gerechtigkeit
für die Menschen,
die sich mühen und doch versagen,
die leiden und niemand kommt ihnen zu Hilfe,
die klagen und ihre Worte bleiben ohne Wirkung.
Wir bitten dich um Gerechtigkeit
für die Missbrauchten,
für die Überfallenen und Verschleppten,
für die wehrlosen Opfer von Hass, Krieg und Gewalt.
Ewiger, Barmherziger –
deine Gerechtigkeit heile sie.

Wir bitten dich um Rettung und Frieden
für die Menschen,
die guten Willens sind und doch große Fehler machen,
die weinen,
die Angst haben.
Wir bitten dich um Rettung und Frieden
für uns und alle, die zu uns gehören.
Ewiger, Barmherziger – 
dein Friede erfülle uns. 
Wir hoffen auf dich,
Bei dir ist die Vergebung.
Du bist der Friede.
Dir vertrauen wir heute
und alle Tage durch Jesus Christus.
Amen.

Gebet zu Buß- und Bettag (VELKD)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen

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Luthers Predigt zum 25. Sonntag nach Trinitatis

Ilya Repin (1844-1930): Jeremiah bei der Zerstörung Jerusalems (1870)

Hier eine Predigt Dr. Martin Luthers zum 25. Sonntag nach Trinitatis über Jesu Rede vom drohenden Ende in Matthäus 24,15-28:

Und hier diese Predigt vorgelesen:

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Erhalt uns, Herr, Dein Erbe, Dein wertes Heiligtum (LKG 59,4ff)

Erhalt uns, Herr, Dein Erbe, Dein wertes Heiligtum;
zerreiß, zerschmeiß, verderbe, was wider Deinen Ruhm.
Laß Dein Gesetz uns führen, gönn uns Dein Himmelsbrot,
laß Deinen Schmuck uns zieren, heil uns durch Deinen Tod.

Erhalt und laß uns hören Dein Wort, das selig macht,
den Spiegel Deiner Ehren, das Licht in dieser Nacht;
daß dieser Brunn uns tränke, der Himmelstau uns netz,
daß diese Richtschnur lenke, der Honigseim ergötz.

Erhalt in Sturm und Wellen Dein Häuflein, laß doch nicht
uns Wind und Wetter fällen, steur selbst Dein Schiff und richt
den Lauf, daß wir erreichen, die Anfurt, nach der Zeit
und hilf uns Segel streichen in selger Ewigkeit.

Josua Stegmann (1627) bearbeitet von Andreas Gryphius (1616-1664) LKG 59,4-6

Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr (Weltgericht)

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.

2.Korinther 5,10

Fortlaufende Lese

Ihr aber, meine Lieben, erinnert euch der Worte, die zuvor gesagt sind von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus, 18 da sie euch sagten: Zu der letzten Zeit werden Spötter sein, die nach ihren eigenen gottlosen Begierden leben. 19 Diese sind es, die Spaltungen hervorrufen, irdisch Gesinnte, die den Geist nicht haben.

20 Ihr aber, meine Lieben, baut euer Leben auf eurem allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist 21 und bewahrt euch in der Liebe Gottes und wartet auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben. 22 Und erbarmt euch derer, die zweifeln; 23 andere reißt aus dem Feuer und rettet sie; anderer erbarmt euch in Furcht, wenn ihr auch das Gewand hasst, das befleckt ist vom Fleisch. 24 Dem aber, der euch vor dem Straucheln behüten kann und euch untadelig hinstellen kann vor das Angesicht seiner Herrlichkeit mit Freuden, 25 dem alleinigen Gott, unserm Heiland durch unsern Herrn Jesus Christus, sei Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

Judas 17-25

Tageslese

Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, bleibt hinfort kein Opfer mehr für die Sünden, 27 sondern ein schreckliches Warten auf das Gericht und ein wütendes Feuer, das die Widersacher verzehren wird. 28 Wenn jemand das Gesetz des Mose missachtet, muss er sterben ohne Erbarmen auf zwei oder drei Zeugen hin. 29 Eine wie viel härtere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Bundes für unrein hält, durch das er doch geheiligt wurde, und den Geist der Gnade schmäht? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: »Die Rache ist mein, ich will vergelten«, und wiederum: »Der Herr wird sein Volk richten.« 31 Schrecklich ist’s, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.

Hebräer 10,26-31

Kollekte für den vorletzten Sonntag im Kirchenjahr

Herr Gott, regiere unsere Herzen und Gedanken durch Deinen Heiligen Geist, daß wir allezeit bedenken mögen unseres Lebens und dieser irdischen Welt Ende und Dein gerechtes Gericht, und erwecke uns dadurch zu einem göttlichen Leben in dieser Zeit, auf daß wir dort mit Dir bleiben mögen, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen

Orate fratres S.160.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen

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Erhalte uns Deine Lehre, Herr, zu der letzten Zeit (LKG 59)

Erhalt uns Deine Lehre, Herr, zu der letzten Zeit,
erhalt Dein Reich, vermehre Dein edle Christenheit;
erhalt standhaften Glauben, der Hoffnung Leitsternstrahl;
laß uns Dein Wort nicht rauben in diesem Jammerthal.

Erhalt Dein Ehr und wehre dem, der Dir widerspricht,
erleucht, Herr, und bekehre, allwissend ewig Licht,
was Dich bisher nicht kennet, entdecke doch der Welt
der Du Dich Licht genennet, was einig Dir gefällt.

Erhalt, was Du gebauet und durch Dein Blut erkauft,
was Du Dir hast vertrauet, die Kirch, auf die anlauft
der grimmig Sturm des Drachen, sei Du ihr Schutz und Wall,
daß, ob die Welt will krachen, sie nimmermehr verfall.

Josua Stegmann (1627) bearbeitet von Andreas Gryphius (1616-1664) LKG 59,1-3

Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr (Weltgericht)

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.

2.Korinther 5,10

Fortlaufende Lese

Judas, Knecht Jesu Christi und Bruder des Jakobus, an die Berufenen, die geliebt sind in Gott, dem Vater, und bewahrt für Jesus Christus: 2 Gott gebe euch viel Barmherzigkeit und Frieden und Liebe!

3 Ihr Lieben, da es mich drängt, euch zu schreiben von unser aller Heil, halte ich’s für nötig, euch in meinem Brief zu ermahnen, dass ihr für den Glauben kämpft, der ein für alle Mal den Heiligen anvertraut ist. 4 Denn es haben sich einige Menschen eingeschlichen, über die schon längst das Urteil geschrieben ist: Gottlose sind sie, verkehren die Gnade unseres Gottes ins Gegenteil, in Ausschweifung, und verleugnen unsern alleinigen Herrscher und Herrn Jesus Christus. 5 Ich will euch, die ihr alles ein für alle Mal wisst, aber daran erinnern, dass der Herr, der das Volk aus Ägypten gerettet hatte, das andere Mal die umbrachte, die nicht glaubten. 6 Auch die Engel, die ihren hohen Rang nicht bewahrten, sondern ihre Wohnstatt verließen, hat er für das Gericht des großen Tages aufbewahrt mit ewigen Banden in der Finsternis. 7 So sind auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die gleicherweise wie sie Unzucht getrieben haben und anderem Fleisch nachgegangen sind, zum Beispiel gesetzt und leiden des ewigen Feuers Pein. 8 Ebenso sind auch diese Träumer, die ihr Fleisch beflecken, die Macht des Herrn verachten und himmlische Mächte lästern. 9 Als aber Michael, der Erzengel, mit dem Teufel stritt und mit ihm rechtete um den Leichnam des Mose, wagte er nicht, ihn für die Lästerung zu verurteilen, sondern sprach: Der Herr strafe dich! 10 Diese aber lästern, was sie nicht kennen; was sie aber von Natur aus verstehen wie die unvernünftigen Tiere, daran gehen sie zugrunde. 11 Weh ihnen! Denn sie gehen den Weg Kains und fallen in den Irrtum des Bileam um Gewinnes willen und kommen um in dem Aufruhr Korachs. 12 Sie sind Schandflecken bei euren Liebesmahlen, prassen mit euch ohne Scheu; sie weiden sich selbst; sie sind Wolken ohne Wasser, vom Wind umhergetrieben, kahle, unfruchtbare Bäume, zweimal abgestorben und entwurzelt, 13 wilde Wellen des Meeres, die ihre eigene Schande ausschäumen, umherirrende Sterne, für die dunkelste Finsternis aufbewahrt ist in Ewigkeit. 14 Es hat aber auch von diesen geweissagt Henoch, der Siebente von Adam an, und gesprochen: Siehe, der Herr kommt mit seinen vielen tausend Heiligen, 15 Gericht zu halten über alle und zu strafen alle Gottlosen für alle Werke ihres gottlosen Wandels, mit denen sie gottlos gewesen sind, und für all das Harte, das die gottlosen Sünder gegen ihn geredet haben. 16 Diese murren und hadern mit ihrem Geschick; sie leben nach ihren Begierden, und ihr Mund redet stolze Worte, und um ihres Nutzens willen schmeicheln sie den Leuten.

Judas

Tageslese

Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut in gleicher Weise auch der Sohn. 20 Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er tut, und wird ihm noch größere Werke zeigen, sodass ihr euch verwundern werdet. 21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. 22 Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben, 23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.

Johannes 5,19-24

Kollekte für den vorletzten Sonntag im Kirchenjahr

Herr Gott, regiere unsere Herzen und Gedanken durch Deinen Heiligen Geist, daß wir allezeit bedenken mögen unseres Lebens und dieser irdischen Welt Ende und Dein gerechtes Gericht, und erwecke uns dadurch zu einem göttlichen Leben in dieser Zeit, auf daß wir dort mit Dir bleiben mögen, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen

Orate fratres S.160.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen

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Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr

Gebhard Fugel (1863-1939): Bilder zur Apokalypse: Endkampf (1933)

Antiphone

Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit seiner Wahrheit.

Psalm 96,13

Kollekte

Herr Gott, regiere unsere Herzen und Gedanken durch Deinen Heiligen Geist, daß wir allzeit bedenken mögen unseres Lebens und dieser irdischen Welt Ende und Dein gerechtes Gericht, und erwecke uns dadurch zu einem göttlichen Leben in dieser Zeit, auf daß wir dort mit Dir bleiben mögen, durch unsern Herrn Jesus Christus, der mit Dir und und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 160f.

Introitus

Schaffe mir Recht, Gott, und führe meine Sache wider das treulose Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten! 2 Denn du bist der Gott meiner Stärke: Warum hast du mich verstoßen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt? 3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung, 4 dass ich hineingehe zum Altar Gottes, / zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott. 5 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Psalm 43

Alttestamentliche Lese

Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe, 2 geht auf wie eine Blume und welkt, flieht wie ein Schatten und bleibt nicht. 3 Doch du tust deine Augen über einen solchen auf, dass du mich vor dir ins Gericht ziehst. 4 Kann wohl ein Reiner kommen von Unreinen? Auch nicht einer! 5 Sind seine Tage bestimmt, steht die Zahl seiner Monde bei dir und hast du ein Ziel gesetzt, das er nicht überschreiten kann: 6 so blicke doch weg von ihm, damit er Ruhe hat, bis sein Tag kommt, auf den er sich wie ein Tagelöhner freut. 7 Denn ein Baum hat Hoffnung, auch wenn er abgehauen ist; er kann wieder ausschlagen, und seine Schösslinge bleiben nicht aus. 8 Ob seine Wurzel in der Erde alt wird und sein Stumpf im Staub erstirbt, 9 so grünt er doch wieder vom Geruch des Wassers und treibt Zweige wie eine junge Pflanze. 10 Stirbt aber ein Mann, so ist er dahin; kommt ein Mensch um – wo ist er? 11 Wie Wasser ausläuft aus dem See, und wie ein Strom versiegt und vertrocknet, 12 so ist ein Mensch, wenn er sich niederlegt, er wird nicht wieder aufstehen; er wird nicht aufwachen, solange der Himmel bleibt, noch von seinem Schlaf erweckt werden. 13 Ach dass du mich im Totenreich verwahren und verbergen wolltest, bis dein Zorn sich legt, und mir eine Frist setzen und dann an mich denken wolltest! 14 Meinst du, einer stirbt und kann wieder leben? Alle Tage meines Dienstes wollte ich harren, bis meine Ablösung kommt. 15 Du würdest rufen und ich dir antworten; es würde dich verlangen nach dem Werk deiner Hände. 16 Dann würdest du meine Schritte zählen und nicht achtgeben auf meine Sünde. 17 Du würdest meine Übertretung in ein Bündlein versiegeln und meine Schuld übertünchen. 18 Doch ein Berg kann zerfallen und vergehen und ein Fels von seiner Stätte weichen, 19 Wasser wäscht Steine weg, und seine Fluten schwemmen die Erde weg: so machst du die Hoffnung des Menschen zunichte. 20 Du überwältigst ihn für immer, dass er davon muss, entstellst sein Antlitz und lässt ihn dahinfahren. 21 Sind seine Kinder in Ehren, das weiß er nicht, oder ob sie verachtet sind, das wird er nicht gewahr. 22 Nur sein eigenes Fleisch macht ihm Schmerzen, und nur um ihn selbst trauert seine Seele.

Hiob 14

Versikel

Siehe, es kommt der Herr, der Herrscher, Halleluja, und in seiner Hand ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit. Halleluja.

1. Chronik 29,11f

Epistolische Lektion

Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. 8 Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn. 9 Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebende Herr sei. 10 Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden. 11 Denn es steht geschrieben: »So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir sollen sich alle Knie beugen, und alle Zungen sollen Gott bekennen.« 12 So wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben. 13 Darum lasst uns nicht mehr einer den andern richten; sondern richtet vielmehr darauf euren Sinn, dass niemand seinem Bruder einen Anstoß oder Ärgernis bereite.

Römer 14,7-13

Hallelujavers

Die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkünden; denn Gott selbst ist Richter.

Psalm 50,6

Evangelium (Predigt)

Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er sich setzen auf den Thron seiner Herrlichkeit, 32 und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, 33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken. 34 Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! 35 Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. 36 Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen. 37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben? Oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? 38 Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen? Oder nackt und haben dich gekleidet? 39 Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? 40 Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. 41 Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! 42 Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. 43 Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich nicht gekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen und ihr habt mich nicht besucht. 44 Dann werden auch sie antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? 45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. 46 Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.

Matthäus 25,31-46

Wochenlied

Es ist gewisslich an der Zeit, dass Gottes Sohn wird kommen in seiner großen Herrlichkeit, zu richten Bös und Fromme. Da wird das Lachen werden teur, wenn alles wird vergehn im Feur, wie Petrus davon schreibet.

Posaunen wird man hören gehn an aller Welten Ende, darauf bald werden auferstehn die Toten all behende; die aber noch das Leben han, die wird der Herr von Stunde an verwandeln und erneuen.

Danach wird man ablesen bald ein Buch, darin geschrieben, was alle Menschen, jung und alt, auf Erden je getrieben; da denn gewiss ein jedermann wird hören, was er hat getan in seinem ganzen Leben.

O weh dem Menschen, welcher hat des Herren Wort verachtet und nur auf Erden früh und spat nach großem Gut getrachtet! Er wird fürwahr gar schlecht bestehn und mit dem Satan müssen gehn von Christus in die Hölle.

O Jesu, hilf zur selben Zeit von wegen Deiner Wunden, dass ich im Buch der Seligkeit werd angezeichnet funden. Daran ich denn auch zweifle nicht, denn Du hast ja den Feind gericht’ und meine Schuld bezahlet.

Derhalben mein Fürsprecher sei, wenn Du nun wirst erscheinen, und lies mich aus dem Buche frei, darinnen stehn die Deinen, auf dass ich samt den Brüdern mein mit Dir geh in den Himmel ein, den Du uns hast erworben.

O Jesu Christ, Du machst es lang mit Deinem Jüngsten Tage; den Menschen wird auf Erden bang von wegen vieler Plage. Komm doch, komm doch, Du Richter groß, und mach uns bald in Gnaden los von allem Übel. Amen.

Bartholomäus Ringwaldt 1582 nach der lateinischen Sequenz “Dies irae, dies illa” (12.Jhd) des Thomas von Celano (LKG 208)

Das Nizänische Glaubensbekenntnis

Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den Einen Herrn Jesus Christus,  Gottes eingeborenen Sohn,  der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt,  Gott von Gott, Licht vom Licht,wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die Eine, heilige, christliche, apostolische Kirche.  Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden Und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Kirchengebet

Jesus Christus, du Barmherziger und Gerechter, du Trost und Leben.

In den Kriegen dieser Tage suchen wir bei dir Frieden
Wir bitten dich für dein verwundetes Heiliges Land, für die verschleppten Geiseln, für die Mütter und Väter in Angst um ihre Kinder.
Wir bitten dich  für die Ukraine in ihrer Furcht, alleingelassen zu werden, für die an Leib und Seele Verwundeten, für die politisch und militärisch Verantwortlichen, für die Kinder.
Jesus Christus, du Friede, komm!

In den Feindseligkeiten dieser Tage suchen wir bei dir Versöhnung.
Wir bitten dich für alle, die der Gewalt Einhalt gebieten, für die, die andere mit ihrem Leben schützen, für alle, die Lügen entlarven und der Wahrheit dienen.
Jesus Christus, du Heil der Welt, komm!

Im Hass dieser Tage, suchen wir bei dir Liebe.
Wir bitten dich für unsere jüdischen Nachbarinnen und Nachbarn.
Jesus Christus, du Sohn Davids, komm!

In der Angst dieser Tage suchen wir bei dir Hoffnung.
Wir bitten dich für die Kranken und alle, die für sie sorgen, für unsere Kinder in einer Welt voller Krisen, für deine leidende Schöpfung.
Jesus Christus, du Trost und Leben, komm!

In der Dunkelheit dieser Tage suchen wir bei dir Licht.
Wir bitten dich  für die, die verzweifeln, für die, denen das Leben eine Last ist, für die, die nicht wissen, wovon sie morgen leben werden.
Jesus Christus, du Licht der Welt, komm!

In den Sorgen dieser Tage suchen wir bei dir Halt.
Wir bitten dich für die Trauernden, für alle, die an dich glauben, für deine Gemeinde in ihrem Vertrauen zu dir.
Jesus Christus, du Auferstandener, komm!

Jesus Christus, du Barmherziger und Gerechter, dir vertrauen wir.
Deinem liebenden Herzen halten wir unsere Angst, unsere Sorge und unsere Trauer hin.
Höre unsere Bitten.
Komm!
Amen.

Wochengebet VELKD

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich.
Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.
Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden.
4. Mose 6,24-26
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Christe, Du Beistand Deiner Kreuzgemeine (LKG 58)

Christe, Du Beistand Deiner Kreuzgemeine, eile, mit Hilf und Rettung uns erscheine.
Steure den Feinden, ihre Blutgetichte mache zunichte.

Streite doch selber für uns arme Kinder, wehre dem Teufel, seine Macht verhinder,
Alles was kämpfet wider Deine Glieder, stürze darnieder.

Frieden bei Kirch und Schulen uns beschere, Frieden zugleich der Obrigkeit gewähre,
Frieden dem Herzen, Frieden dem Gewissen, gib zu genießen.

Also wird zeitlich Deine Güt erhoben, also wird ewig und ohn Ende loben
Dich, o Du Wächter Deiner armen Herde, Himmel und Erde.

Matthäus Apelles von Löwenstern 1644 (LKG 58)

Drittletzter Sonntag im Kirchenjahr (Die Zeichen des Endes)

Wer beharret bis ans Ende, der wird selig.

Matthäus 24:13

Fortlaufende Lese

Als nun der HERR diese Worte mit Hiob geredet hatte, sprach er zu Elifas von Teman: Mein Zorn ist entbrannt über dich und über deine beiden Freunde; denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob. 8 So nehmt euch nun sieben junge Stiere und sieben Widder und geht hin zu meinem Knecht Hiob und opfert Brandopfer für euch; aber mein Knecht Hiob soll für euch bitten; denn ihn will ich erhören, dass ich euch nichts Schlimmes antue. Denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob. 9 Da gingen hin Elifas von Teman, Bildad von Schuach und Zofar von Naama und taten, wie der HERR ihnen gesagt hatte. Und der HERR erhörte Hiob. 10 Und der HERR wandte das Geschick Hiobs, als er für seine Freunde bat. Und der HERR gab Hiob doppelt so viel, wie er gehabt hatte. 11 Und es kamen zu ihm alle seine Brüder und alle seine Schwestern und alle, die ihn früher gekannt hatten, und aßen mit ihm in seinem Hause und sprachen ihm zu und trösteten ihn über alles Unglück, das der HERR über ihn hatte kommen lassen. Und ein jeder gab ihm ein Goldstück und einen goldenen Ring. 12 Und der HERR segnete Hiob fortan mehr als zuvor, er besaß vierzehntausend Schafe und sechstausend Kamele und tausend Joch Rinder und tausend Eselinnen. 13 Und er bekam sieben Söhne und drei Töchter 14 und nannte die erste Jemima, die zweite Kezia und die dritte Keren-Happuch. 15 Und es fanden sich so schöne Frauen wie die Töchter Hiobs im ganzen Land nicht. Und ihr Vater gab ihnen Erbteil unter ihren Brüdern. 16 Und Hiob lebte danach hundertvierzig Jahre und sah seine Kinder und Kindeskinder bis in das vierte Glied. 17 Und Hiob starb alt und lebenssatt.

Hiob 42,7-17

Tageslese

Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausherr wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, so würde er ja wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. 44 Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr’s nicht meint. 45 Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den der Herr über sein Gesinde gesetzt hat, dass er ihnen zur rechten Zeit Speise gebe? 46 Selig ist der Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, das tun sieht. 47 Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen. 48 Wenn aber der böse Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr kommt noch lange nicht, 49 und fängt an, seine Mitknechte zu schlagen, isst und trinkt mit den Betrunkenen, 50 dann wird der Herr dieses Knechts kommen an einem Tage, an dem er’s nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, 51 und er wird ihn in Stücke hauen lassen und ihm seinen Platz geben bei den Heuchlern; da wird sein Heulen und Zähneklappern.

Matthäus 24,43-51

Kollekte für den 22. Sonntag nach Trinitatis

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du uns reichlich und täglich alle unsere Sünden vergibst, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß er Deine Barmherzigkeit in unsere Herzen schreibe, damit auch wir unseren Brüdern willig vergeben, durch unsern Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen

Orate fratres S. 156

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen

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Christe, Du Beistand Deiner Kreuzgemeine, eile, mit Hilf und Rettung uns erscheine.
Steure den Feinden, ihre Blutgetichte mache zunichte.

Streite doch selber für uns arme Kinder, wehre dem Teufel, seine Macht verhinder,
Alles was kämpfet wider Deine Glieder, stürze darnieder.

Frieden bei Kirch und Schulen uns beschere, Frieden zugleich der Obrigkeit gewähre,
Frieden dem Herzen, Frieden dem Gewissen, gib zu genießen.

Also wird zeitlich Deine Güt erhoben, also wird ewig und ohn Ende loben
Dich, o Du Wächter Deiner armen Herde, Himmel und Erde.

Matthäus Apelles von Löwenstern 1644 (LKG 58)

Drittletzter Sonntag im Kirchenjahr (Die Zeichen des Endes)

Wer beharret bis ans Ende, der wird selig.

Matthäus 24:13

Fortlaufende Lese

Als nun der HERR diese Worte mit Hiob geredet hatte, sprach er zu Elifas von Teman: Mein Zorn ist entbrannt über dich und über deine beiden Freunde; denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob. 8 So nehmt euch nun sieben junge Stiere und sieben Widder und geht hin zu meinem Knecht Hiob und opfert Brandopfer für euch; aber mein Knecht Hiob soll für euch bitten; denn ihn will ich erhören, dass ich euch nichts Schlimmes antue. Denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob. 9 Da gingen hin Elifas von Teman, Bildad von Schuach und Zofar von Naama und taten, wie der HERR ihnen gesagt hatte. Und der HERR erhörte Hiob. 10 Und der HERR wandte das Geschick Hiobs, als er für seine Freunde bat. Und der HERR gab Hiob doppelt so viel, wie er gehabt hatte. 11 Und es kamen zu ihm alle seine Brüder und alle seine Schwestern und alle, die ihn früher gekannt hatten, und aßen mit ihm in seinem Hause und sprachen ihm zu und trösteten ihn über alles Unglück, das der HERR über ihn hatte kommen lassen. Und ein jeder gab ihm ein Goldstück und einen goldenen Ring. 12 Und der HERR segnete Hiob fortan mehr als zuvor, er besaß vierzehntausend Schafe und sechstausend Kamele und tausend Joch Rinder und tausend Eselinnen. 13 Und er bekam sieben Söhne und drei Töchter 14 und nannte die erste Jemima, die zweite Kezia und die dritte Keren-Happuch. 15 Und es fanden sich so schöne Frauen wie die Töchter Hiobs im ganzen Land nicht. Und ihr Vater gab ihnen Erbteil unter ihren Brüdern. 16 Und Hiob lebte danach hundertvierzig Jahre und sah seine Kinder und Kindeskinder bis in das vierte Glied. 17 Und Hiob starb alt und lebenssatt.

Hiob 42,7-17

Tageslese

Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausherr wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, so würde er ja wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. 44 Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr’s nicht meint. 45 Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den der Herr über sein Gesinde gesetzt hat, dass er ihnen zur rechten Zeit Speise gebe? 46 Selig ist der Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, das tun sieht. 47 Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen. 48 Wenn aber der böse Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr kommt noch lange nicht, 49 und fängt an, seine Mitknechte zu schlagen, isst und trinkt mit den Betrunkenen, 50 dann wird der Herr dieses Knechts kommen an einem Tage, an dem er’s nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, 51 und er wird ihn in Stücke hauen lassen und ihm seinen Platz geben bei den Heuchlern; da wird sein Heulen und Zähneklappern.

Matthäus 24,43-51

Kollekte für den 22. Sonntag nach Trinitatis

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du uns reichlich und täglich alle unsere Sünden vergibst, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß er Deine Barmherzigkeit in unsere Herzen schreibe, damit auch wir unseren Brüdern willig vergeben, durch unsern Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen

Orate fratres S. 156

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen

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