Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte! (1. Ko.9,16b)

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Hörversion:

Wochenspruch aus 2. Timotheus 2,5

Und so jemand auch kämpft, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht.

Introitus: Psalm 76. Ein Psalmlied Asafs, vorzusingen, beim Saitenspiel.

Gott ist in Juda bekannt, in Israel ist sein Name herrlich. So erstand in Salem sein Zelt und seine Wohnung in Zion. Dort zerbricht er die Pfeile des Bogens, Schild, Schwert und Streitmacht. Sela. 

Du bist herrlicher und mächtiger als die ewigen Berge. Beraubt sind die Stolzen und in Schlaf gesunken, und allen Kriegern versagen die Hände. Von Deinem Schelten, Gott Jakobs, sinken in Schlaf Roß und Wagen. Furchtbar bist Du! Wer kann vor Dir bestehen, wenn Du zürnest? Wenn Du das Urteil läßest hören vom Himmel, so erschrickt das Erdreich und wird still, wenn Gott sich aufmacht zu richten, daß er helfe allen Elenden auf Erden. Sela. 

Wenn Menschen wider Dich wüten, bringt es Dir Ehre; und wenn sie noch mehr wüten, bist Du auch noch gerüstet. Tut Gelübde dem HERRN, Eurem Gott, und haltet sie! Alle, die Ihr um ihn her seid, bringt Geschenke dem Furchtbaren, der den Fürsten den Mut nimmt und furchtbar ist für die Könige auf Erden. 

Lutherisches Kirchengesangbuch Nr. 317 von Georg Weißel, 1644.

Mein Mund soll fröhlich preisen, mein Herz soll früh und spat dem Herren Ehr erweisen, der uns erschaffen hat. Denn billig jederzeit sein Lob und Ruhm bei allen ganz herrlich soll erschallen in aller Christenheit.

Sein Nam an jedem Orte ist heilig und bekannt, mit seinem Geist und Worte erleucht er Stadt und Land, erneuert uns im Geist und reinigt uns von Sünden, macht uns zu Gottes Kindern, den Weg zum Himmel weist.

Kein Mensch das Leben hätte, könnt auch nicht selig sein, wenns seine Kraft nicht täte. Sein ist die Ehr allein. Wer nicht aus seiner Gnad von Neuem wird geboren, muß ewig sein verloren, kein Teil am Himmel hat.

Erhalt mich, Herr, im Glauben, daß ich an Deinem Leib wie am Weinstock die Trauben fruchtbar und fest verbleib. Mein Herz, Sinn und Gemüt erneure und regiere, mein Zunge selbst auch führe, also zu singen mit:

Ehr sei dem Vater oben im allerhöchsten Thron. Ehr sei mit Dank und Loben seim allerliebsten Sohn. Ehr sei zu aller Zeit dem Heilgen Geist gesungen in allem Volk und Zungen heut und in Ewigkeit.

Titus 2,1-10

Du aber rede, wie sich’s ziemt nach der heilsamen Lehre: Den alten Männern sage, daß sie nüchtern seien, ehrbar, besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld; 

desgleichen den alten Frauen, daß sie sich verhalten, wie es Heiligen ziemt, nicht verleumderisch, nicht dem Trunk ergeben, fähig, Gutes zu lehren, damit sie die jungen Frauen zur Besonnenheit anhalten, daß sie ihre Männer lieben, ihre Kinder lieben, verständig seien, keusch, häuslich, gütig und sich ihren Männern unterordnen, damit nicht das Wort Gottes gelästert werde. 

Desgleichen ermahne die jungen Männer, daß sie besonnen seien in allen Dingen. Dich selbst aber erweise als Vorbild guter Werke, ohne Falsch in der Lehre und ehrbar, mit heilsamem und untadeligem Wort, damit der Widersacher beschämt werde, weil er nichts Schlechtes über uns sagen kann.

Die Sklaven ermahne, daß sie sich ihren Herren in allen Dingen unterordnen, ihnen gefällig seien, nicht widersprechen, nichts veruntreuen, sondern sich stets als gut und treu erweisen, damit sie in allem die Lehre Gottes, unseres Heilands, schmücken. 

1.Korinther 9,13-18

Wisst Ihr nicht, daß, die im Tempel dienen, vom Tempel leben, und die am Altar dienen, vom Altar ihren Anteil bekommen? So hat auch der Herr befohlen, daß, die das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen. 

Ich aber habe von alledem keinen Gebrauch gemacht. Ich schreibe auch nicht deshalb davon, damit es nun mit mir so gehalten werde. Lieber wollte ich sterben – meinen Ruhm soll niemand zunichtemachen! 

Denn daß ich das Evangelium predige, dessen darf ich mich nicht rühmen; denn ich muß es tun. Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte! 

Tue ich’s freiwillig, so wird’s mir gelohnt. Tue ich’s aber unfreiwillig, so ist mir das Amt doch anvertraut. Was ist denn nun mein Lohn? Daß ich das Evangelium predige ohne Entgelt, sodaß ich von meinem Recht am Evangelium nicht Gebrauch mache. 

Schmalkaldische Artikel 2,II,21-2,III,2.

Apostolisches Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.

Und an Jesum Christum, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du eines dieser Gebete dazu sprechen

Luthers Morgensegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Luthers Abendsegen

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen.

Der Friede des Herr sei mit Euch +

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist. Amen.

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About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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