Wohl dem, der den HERRN fürchtet und auf seinen Wegen geht! (Psalm 128)

Kapelle am 14. Sonntag nach Trinitatis (Dankbare Samariter)

Wohl dem, der den HERRN fürchtet und auf seinen Wegen geht! Du wirst Dich nähren von Deiner Hände Arbeit; wohl Dir, Du hast’s gut. 

Deine Frau wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock drinnen in Deinem Hause, Deine Kinder wie junge Ölbäume um Deinen Tisch her. Siehe, so wird gesegnet der Mann, der den HERRN fürchtet. 

Der HERR wird Dich segnen aus Zion, daß Du siehst das Glück Jerusalems Dein Leben lang und siehst Kinder Deiner Kinder. Friede über Israel! 

Psalm 128. Ein Wallfahrtslied.

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolisches Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Abendsegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Alsdann flugs und fröhlich geschlafen. 

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er Dir Gutes getan hat.

Psalm 103,2

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Wär Gott nicht mit uns diese Zeit, so soll Israel sagen,
Wär Gott nicht mit uns diese Zeit, wir hätten mußt verzagen,
Die so ein armes Häuflein sind, veracht von so viel Menschenkind,
Die an uns setzen alle.

Auf uns ist so zornig ihr Sinn, wo Gott hätt das zugeben,
Verschlungen hätten sie uns hin mit ganzem Leib und Leben;
Wir wärn als die ein Flut ersäuft und über die groß Wasser läuft
Und mit Gewalt verschwemmet.

Gott Lob und Dank, der nicht zugab, daß ihr Schlund uns möcht fangen.
Wie ein Vogel des Stricks kommt ab, ust unser Seel entgangen,
Strick ist entzwei und wir sind frei! Des Herren Namen steht uns bei,
Des Gotts Himmels und Erden.

Martin Luther 1524 (LKG 45)

Morgenlese

Und als Nathan nach all diesen Worten und diesem Gesicht mit David geredet hatte, kam der König David, setzte sich vor dem HERRN nieder und sprach: Wer bin ich, HERR, Gott, und was ist mein Haus, daß Du mich bis hierher gebracht hast? 

Aber das war Dir noch zu wenig, Gott, und Du hast über das Haus Deines Knechtes auch von ferner Zukunft geredet. Du hast mich ausersehen inmitten des Menschengeschlechts und hast mich hoch erhöht, HERR, Gott. 

Was kann David noch mehr zu Dir sagen, da Du Deinen Knecht so herrlich machst? Du kennst Deinen Knecht. HERR, um Deines Knechtes willen hast Du nach Deinem Herzen all diese großen Dinge getan, daß Du kundtätest alle Herrlichkeit. 

HERR, keiner ist Dir gleich, und es ist kein Gott außer Dir, nach allem, was wir mit unsern Ohren gehört haben. Und wo ist ein Volk auf Erden wie Dein Volk Israel, um dessentwillen Gott hingegangen ist, sich ein Volk zu erlösen, sich selbst einen Namen zu machen durch große und schreckliche Dinge und Völker auszutreiben vor Deinem Volk her, das Du aus Ägypten erlöst hast? 

Du hast Dir Dein Volk Israel zum Volk gemacht für ewig, und Du, HERR, bist ihr Gott geworden. Nun, HERR, das Wort, das Du über Deinen Knecht und über sein Haus geredet hast, werde wahr in Ewigkeit, und tu, wie Du geredet hast! 

Und Dein Name werde wahr und groß ewiglich, daß man sage: Der HERR Zebaoth, der Gott Israels, ist Gott in Israel; und das Haus Deines Knechtes David sei beständig vor Dir. Denn Du, mein Gott, hast das Ohr Deines Knechtes geöffnet und gesagt, daß Du ihm ein Haus bauen willst.

Darum hat Dein Knecht den Mut gefunden, daß er vor Dir betet. Nun, HERR, Du bist Gott und hast Deinem Knecht dies Gute zugesagt. Und Du hast angefangen, zu segnen das Haus Deines Knechtes, daß es ewiglich vor Dir sei; denn was Du, HERR, segnest, das ist gesegnet ewiglich. 

1.Chronik 17,15-27

Abendlese

Darum danken wir auch Gott ohne Unterlaß dafür, daß Ihr das Wort der göttlichen Predigt, das Ihr von uns empfangen habt, nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Wort Gottes, der in Euch wirkt, die Ihr glaubt. 

Denn Ihr, Brüder und Schwestern, seid Nachfolger geworden der Gemeinden Gottes in Judäa, die in Christus Jesus sind; denn Ihr habt dasselbe erlitten von Euren Landsleuten, was jene von ihren erlitten haben, den Juden, die den Herrn Jesus getötet haben und die Propheten und die uns verfolgt haben und die Gott nicht gefallen und allen Menschen feind sind, indem sie uns hindern, den Heiden zu predigen zu ihrem Heil, um das Maß ihrer Sünden allenthalben voll zu machen.

Aber der Zorn Gottes ist schon bis zum Ende über sie gekommen. Wir aber, Brüder und Schwestern, nachdem wir eine Weile von Euch getrennt waren – von Angesicht, nicht im Herzen –, haben wir uns desto mehr bemüht, Euch von Angesicht zu sehen mit großem Verlangen. 

Darum wollten wir zu Euch kommen, ich, Paulus, einmal und noch einmal, doch der Satan hat uns gehindert. Denn wer ist unsre Hoffnung oder Freude oder unser Ruhmeskranz – seid nicht auch Ihr es vor unserm Herrn Jesus, wenn er kommt? Ihr seid ja unsre Ehre und Freude. 

1.Thessalonicher 2,13-20

Augsburgische Konfession XXI-XXII

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + AmenAmen.

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About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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