Laß sich nicht über mich freuen, die mir zu Unrecht feind sind, noch mit den Augen spotten, die mich ohne Grund hassen! Denn sie reden nicht, was dem Frieden dient, und ersinnen falsche Anklagen wider die Stillen im Lande. Sie sperren das Maul weit auf wider mich und sprechen: »Da, da, wir sehen’s mit eigenen Augen!«
HERR, du hast es gesehen, schweige nicht; HERR, sei nicht ferne von mir! Wach auf, werde wach für mein Recht und meine Sache, mein Gott und Herr! HERR, mein Gott, schaffe mir Recht nach Deiner Gerechtigkeit, daß sie sich nicht über mich freuen.
Laß sie nicht sagen in ihrem Herzen: »Da! Das wollten wir.« Laß sie nicht sagen: »Wir haben ihn verschlungen.« Sie sollen sich schämen und zuschanden werden, alle, die sich meines Unglücks freuen; sie sollen in Schmach und Schande sich kleiden, die sich wider mich rühmen.
Jubeln und freuen sollen sich, die Gefallen haben an meiner Gerechtigkeit, und immer sagen: Der HERR sei hochgelobt, der seinem Knecht so wohl will! Und meine Zunge soll reden von Deiner Gerechtigkeit und Dich täglich preisen.
Psalm 38,19-28. Von David.
Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Apostolische Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.
Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre.
1.Johannes 3,8b
Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Fröhlich wir nun all fangen an den Gottesdienst mit Schalle, weil Gott ihn ja will von uns han und läßt sich’s wohlgefallen. Zu jeder Stund an allem Ort, da wir jemals gehört sein Wort, will ers mit Freud uns lohnen.
O selig über selig sind, die in seim Dienst sich üben; Gotts treue Diener, Erbn und Kind sie sind, die er tut lieben, will sie auch in seins Himmels Thron mit der Freuden- und Lebenskron beschenken und begnaden.
O Gott, nimm an zu Lob und Preis das Beten und das Singen, in unser Herz Dein´ Geist ausgieß, daß es viel Früchte bringe des Glaubens aus Deim heilgen Wort, daß wir Dich preisen hier und dort. Fröhlich wir nun anfangen.
Zachäus Faber 1601 (LKG 9)
Morgenlese
Und gedenke des ganzen Weges, den Dich der HERR, Dein Gott, geleitet hat diese vierzig Jahre in der Wüste, auf daß er Dich demütigte und versuchte, damit kundwürde, was in Deinem Herzen wäre, ob Du seine Gebote halten würdest oder nicht. Er demütigte Dich und ließ Dich hungern und speiste Dich mit Manna, das Du und Deine Väter nie gekannt hatten, auf daß er Dir kundtäte, daß der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN geht. Deine Kleider sind nicht zerrissen an Dir, und Deine Füße sind nicht geschwollen diese vierzig Jahre. So erkennst Du ja in Deinem Herzen, daß der HERR, Dein Gott, Dich erzogen hat, wie ein Mann seinen Sohn erzieht.
So hüte Dich nun davor, den HERRN, Deinen Gott, zu vergessen, sodaß Du seine Gebote und seine Gesetze und Rechte, die ich Dir heute gebiete, nicht hältst. Wenn Du nun gegessen hast und satt bist und schöne Häuser erbaust und darin wohnst und Deine Rinder und Schafe und Silber und Gold und alles, was Du hast, sich mehrt, dann hüte Dich, daß Dein Herz sich nicht überhebt und Du den HERRN, Deinen Gott, vergisst, der Dich aus Ägyptenland geführt hat, aus der Knechtschaft, und Dich geleitet hat durch die große und furchtbare Wüste, wo feurige Schlangen und Skorpione und lauter Dürre und kein Wasser war, und ließ Dir Wasser aus dem harten Felsen hervorgehen und speiste Dich mit Manna in der Wüste, von dem Deine Väter nichts gewusst haben, auf daß er Dich demütigte und versuchte, damit er Dir hernach wohltäte. Du könntest sonst sagen in Deinem Herzen: Meine Kräfte und meiner Hände Stärke haben mir diesen Reichtum gewonnen. Sondern gedenke an den HERRN, Deinen Gott; denn er ist’s, der Dir Kräfte gibt, Reichtum zu gewinnen, auf daß er hielte seinen Bund, den er Deinen Vätern geschworen hat, so wie es heute ist.
5.Mose 8,2-5.11-18
Abendlese
Zieht nicht unter fremdem Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat Gerechtigkeit zu schaffen mit Gesetzlosigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus überein mit Beliar? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen? Was hat der Tempel Gottes gemein mit den Götzen?
Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott sprach: »Ich will unter ihnen wohnen und wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.« Darum »geht weg von ihnen und sondert Euch ab«, spricht der Herr; »und rührt nichts Unreines an, so will ich Euch annehmen und Euer Vater sein und Ihr sollt meine Söhne und Töchter sein«, spricht der allmächtige Herr.
Weil wir nun solche Verheißungen haben, Ihr Lieben, so laßt uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes.
2.Korinther 6,14-7,1
