Das Gesetz ist durch Mose gegeben, die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden.
Johannes 1,17
Introitus
Alles Land bete Dich an und lobsinge Dir, lobsinge Deinem Namen.
Psalm 66,4
Der HERR ist groß und sehr zu loben, und seine Größe ist unausforschlich. Kindeskinder werden Deine Werke preisen und Deine gewaltigen Taten verkündigen.
Sie sollen reden von Deiner hohen, herrlichen Pracht; Deinen Wundern will ich nachsinnen. Sie sollen reden von Deinen mächtigen Taten, und ich will erzählen von Deiner Herrlichkeit; sie sollen preisen Deine große Güte und Deine Gerechtigkeit rühmen.
Psalm 145,3-7
Kollekte
Herr Gott, himmlischer Vater, Du hast die Herrlichkeit Deines Sohnes in seiner Erdenzeit durch Zeichen und Wunder offenbart: wir bitten Dich, gib, daß wir seiner Macht und Güte vertrauen, die unser Leben mit Freude erfüllt. Durch ihn, unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Evangelisch-Lutherische Kirchenagende (SELK). Bd.1. Herder: Freiburg u.a. 1997. S.43
Alttestamentliche Lesung
Der HERR sprach zu Mose: Du hast Gnade vor meinen Augen gefunden, und ich kenne dich mit Namen. Und Mose sprach: Lass mich deine Herrlichkeit sehen! Und er sprach: Ich will vor deinem Angesicht all meine Güte vorübergehen lassen und will ausrufen den Namen des HERRN vor dir: Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.
Und er sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht. Und der HERR sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir, da sollst du auf dem Fels stehen. Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felskluft stellen und meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen bin. Dann will ich meine Hand von dir tun, und du darfst hinter mir her sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen.
2. Mose 33,17b-23
Epistel
Die Liebe sei ohne Falsch. Hasst das Böse, hängt dem Guten an. Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn. Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft.
Segnet, die euch verfolgen; segnet, und verflucht sie nicht. Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. Seid eines Sinnes untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch zu den niedrigen. Haltet euch nicht selbst für klug. Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Ist’s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.
Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben: »Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.« Vielmehr, »wenn deinen Feind hungert, so gib ihm zu essen; dürstet ihn, so gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln« Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.
Römer 12,9-16 (17-21)
Graduallied

Er kommt auch noch heute und lehret die Leute wie sie sich von Sünden zur Buß sollen wenden, von Irrtum und Torheit treten zu der Wahrheit.
Die sich sein nicht schämen und sein’ Dienst annehmen durch ein’ rechten Glauben mit ganzem Vertrauen, denen wird er eben ihre Sünd vergeben.
Denn er tut ihn’ schenken in den Sakramenten sich selber zur Speisen, sein Lieb zu beweisen, daß sie sein genießen in ihrem Gewissen.
Die also fest glauben und beständig bleiben, dem Herren in allem trachten zu gefallen, die werden mit Freuden auch von hinnen scheiden.
Denn bald und behände kommt ihr letztes Ende; da wird er vom Bösen ihre Seel erlösen und sie mit sich führen zu der Engel Chören.
Wird von dannen kommen, wie dann wird vernommen, wenn die Toten werden erstehn von der Erden und zu seinen Füßen sich darstellen müssen.
Da wird er sie scheiden: die Frommen zur Freuden, die Bösen zur Höllen in peinliche Stellen, wo sie ewig müssen ihr Untugend büßen.
Ei nun, Herre Jesu, schicke unsre Herzen zu, daß wir, alle Stunden rechtgläubig erfunden, darinnen verscheiden zur ewigen Freuden.
Böhmische Brüder 1544 (LKG 71)
Hallelujavers
Meine Seele soll sich rühmen des Herrn, daß es die Elenden hören und sich freuen.
Psalm 34,3
Evangelium
Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen. Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus spricht zu ihr: Frau, was habe ich mit Dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.
Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er Euch sagt, das tut. Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maß. Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt’s dem Speisemeister! Und sie brachten’s ihm.
Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten’s, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie trunken sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten.
Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.
Johannes, 2,1-11
Das Evangelium von Jesus Christus ist eine Kraft Gottes selig zu machen alle, die daran glauben.
Römer 1,16
Das Glaubensbekenntnis der Christenheit
Glaubensbekenntnis
Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat, Himmel und Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserm Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, hat gelitten und ist begraben worden, ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater (und dem Sohn) hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten, und die eine, heilige, allgemeine und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt.
Amen.
Nizänum
+ Der Herr sei mit Euch +
Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Friede
4. Mose 6,24-26.
