Gottes Sohn ist kommen uns allen zu Frommen

Gottes Sohn ist kommen uns allen zu Frommen hier auf diese Erden in armen Gebärden, daß er uns von Sünde freiet und entbinde.

Er kommt auch noch heute und lehret die Leute, wie sie sich von Sünden zur Buß sollen wenden, von Irrtum und Torheit treten zu der Wahrheit.

Die sich sein nicht schämen und sein’ Dienst annehmen durch ein’ rechten Glauben mit ganzem Vertrauen, denen wird er eben ihre Sünd vergeben.

Denn er tut ihn’ schenken in den Sakramenten sich selber zur Speisen, sein Lieb zu beweisen, daß sie sein genießen in ihrem Gewissen.

Die also fest glauben und beständig bleiben, dem Herren in allem trachten zu gefallen, die werden mit Freuden auch von hinnen scheiden.

Böhmische Brüder 1544 (LKG 71,1-5)

Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn. Hosianna in der Höhe! 

Matthäus 21,9

Kollekte für den 2. Advent 

Lieber Herre Gott, wecke uns auf: daß wir bereit seien, wenn Dein Sohn kommt, ihn mit Freuden zu empfangen und ri mit reinem Herzen zu dienen. Durch unseren Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Agende für evangelisch-lutherische Kirchen und Gemeinden. Bd.1. Der Hauptgottesdienst mit Predigt und heiligem Abendmahl und die sonstigen Predigt- und Abendmahlsgottesdienste. Ausgabe für den Pfarrer. Lutherisches Verlagshaus: Berlin, 1955. 

Fortlaufende Lese

Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird.  18 Freuet euch und seid fröhlich immerdar über das, was ich schaffe. Denn siehe, ich erschaffe Jerusalem zur Wonne und sein Volk zur Freude,  19 und ich will fröhlich sein über Jerusalem und mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens.  20 Es sollen keine Kinder mehr da sein, die nur einige Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen, sondern als Knabe gilt, wer hundert Jahre alt stirbt, und wer die hundert Jahre nicht erreicht, gilt als verflucht.  21 Sie werden Häuser bauen und bewohnen, sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte essen.  22 Sie sollen nicht bauen, was ein anderer bewohne, und nicht pflanzen, was ein anderer esse. Denn die Tage meines Volks werden sein wie die Tage eines Baumes, und ihrer Hände Werk werden meine Auserwählten genießen.  23 Sie sollen nicht umsonst arbeiten und keine Kinder für einen frühen Tod zeugen; denn sie sind das Geschlecht der Gesegneten des HERRN, und ihre Nachkommen sind bei ihnen.  24 Und es soll geschehen: Ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich hören.  25 Wolf und Lamm sollen beieinander weiden; der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, aber die Schlange muss Erde fressen. Man wird weder Bosheit noch Schaden tun auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der HERR. 

Jesaja 65,17-25

Morgenlese

Als er aber von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes?, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußeren Zeichen; 21 man wird auch nicht sagen: Siehe, hier!, oder: Da! Denn sehet, das Reich Gottes ist mitten unter euch.
22 Er sprach aber zu den Jüngern: Es wird die Zeit kommen, in der ihr begehren werdet, zu sehen einen der Tage des Menschensohns, und werdet ihn nicht sehen. 23 Und sie werden zu euch sagen: Siehe, da!, oder: Siehe, hier! Geht nicht hin und lauft nicht hinterher! 24 Denn wie der Blitz aufblitzt und leuchtet von einem Ende des Himmels bis zum andern, so wird der Menschensohn an seinem Tage sein. 25 Zuvor aber muss er viel leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht. 26 Und wie es geschah in den Tagen Noahs, so wird’s auch sein in den Tagen des Menschensohns: 27 Sie aßen, sie tranken, sie heirateten, sie ließen sich heiraten bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ging und die Sintflut kam und brachte sie alle um. 28 Ebenso, wie es geschah in den Tagen Lots: Sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten; 29 an dem Tage aber, als Lot aus Sodom ging, da regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte sie alle um. 30 Auf diese Weise wird’s auch gehen an dem Tage, wenn der Menschensohn wird offenbar werden.

Lukas 17,20-30

Abendlese

Und ich hob meine Augen auf und sah, und siehe, da waren vier Hörner. 2 Und ich sprach zu dem Engel, der mit mir redete: Wer sind diese? Er sprach zu mir: Es sind die Hörner, die Juda samt Israel und Jerusalem zerstreut haben. 3 Und der HERR zeigte mir vier Schmiede. 4 Da sprach ich: Was wollen die machen? Er sprach: Jene sind die Hörner, die Juda so zerstreut haben, dass niemand mehr sein Haupt erhob; diese aber sind gekommen, jene abzuschrecken und die Hörner der Völker abzuschlagen, die ihr Horn gegen das Land Juda erhoben haben, um es zu zerstreuen.
5 Und ich hob meine Augen auf und sah, und siehe, ein Mann hatte eine Messschnur in der Hand. 6 Und ich sprach: Wo gehst du hin? Er sprach zu mir: Jerusalem auszumessen und zu sehen, wie lang und breit es werden soll. 7 Und siehe, der Engel, der mit mir redete, ging hinaus, und ein anderer Engel kam ihm entgegen 8 und sprach zu ihm: Lauf hin und sage diesem jungen Mann: Jerusalem soll ohne Mauern bleiben wegen der Menge der Menschen und des Viehs, die darin sein werden. 9 Und ich selbst will, spricht der HERR, eine feurige Mauer rings um sie her sein und will mich herrlich darin erweisen.
10 Wehe, wehe! Flieht aus dem Lande des Nordens!, spricht der HERR; denn ich habe euch in die vier Winde unter dem Himmel zerstreut, spricht der HERR. 11 Wehe! Nach Zion rette dich, die du wohnst bei der Tochter Babel! 12 Denn so spricht der HERR Zebaoth, nachdem seine Herrlichkeit mich gesandt hat zu den Völkern, die euch berauben: Wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an. 13 Denn siehe, ich schwinge meine Hand über sie, dass sie ein Raub derer werden, die ihnen dienen. – Und ihr sollt erkennen, dass mich der HERR Zebaoth gesandt hat. 

Sacharia 2,1-13

Bekenntnislese

Der 26. Artikel Vom Unterschied der Speise

Vor Zeiten hat man so gelehrt, gepredigt und geschrieben, daß der Unterschied der Speisen und dergleichen Tradition, von Menschen eingesetzt, dazu diene, daß man dadurch Gnade verdiene und für die Sünde genugtue. Aus diesem Grund hat man täglich neue Fasten, neue Zermonien, neue Orden und dergleichen erdacht und auf solches heftig und hart getrieben, als seien solche Dinge nötige Gottesdienste, dadurch man Gnade verdiene, so man es halte, und große Sunde geschehe, so man es nicht halte. Daraus sind viele schädliche Irrtümer in der Kirche gefolgt.

Erstlich ist dadurch die Gnade Christi und die Lehre vom Glauben verdunkelt, welche uns das Evangelium mit großem Ernst vorhält, und treibt hart dahin, daß man das Verdienst Christi hoch und teuer achte und wisse, daß Glauben an Christus hoch und weit über alle Werke zu setzen sei. Deshalb hat Sankt Paulus heftig gegen das Gesetz des Mose und menschliche Traditionen gefochten, daß wir lernen sollen, daß wir vor Gott nicht fromm werden aus unseren Werken, sondern allein durch den Glauben an Christus, daß wir um Christi willen Gnade erlangen. Solche Lehre ist schier ganz verloschen, dadurch, daß man gelehrt hat, Gnade zu verdienen mit gesetzten Fasten, Unterschied der Speise, Kleidern etc.

Zum anderen haben auch solche Traditionen Gottes Gebot verdunkelt, denn man setzt diese Traditionen weit über Gottes Gebot. Dies hielt man allein für christliches Leben: Wer die Feier so hielte, so betete, so fastete, so gekleidet wäre, das nannte man geistliches, christliches Leben.

Daneben hielt man andere nötige gute Werke für ein weltliches, ungeistliches Wesen, nämlich diese, die jeder nach seinem Beruf zu tun schuldig ist, nämlich daß der Hausvater arbeite, um Weib und Kind zu ernähren und zu Gottesfurcht aufzuziehen, die Hausmutter Kinder gebäre und sie pflege, ein Fürst und Obrigkeit Land und Leute regiere etc. Solche Werke, von Gott geboten, mußten ein weltliches und unvollkommenes Wesen sein; aber die Traditionen mußten den prächtigen Namen haben, daß sie allein heilige, vollkommene Werke hießen. Deshalb war kein Maß noch Ziel, solche Traditionen zu machen.

Zum dritten, solche Traditionen sind zu großer Beschwerung der Gewissen geraten. Denn es war nicht möglich, alle Traditionen zu halten; und doch waren die Leute der Meinung, als wäre solches ein nötiger Gottesdienst. Gerson schreibt, daß viele hiermit in Verzweiflung gefallen seien, etlich haben sich auch selbst umgebracht, weil sie keinen Trost von der Gnade Christi gehört haben. Dann sieht man bei den Summisten und Theologen, welche sich unterstanden haben, die Traditionen zusammenzuziehen und die freie Erfüllung zu suchen, daß sie den Gewissen hülfen, wie sie den Gewissen Fallstricke hingeworfen haben. Sie haben so viel damit zu tun gehabt, daß alle heilsame christliche Lehre von nötigen Sachen, als vom Glauben, vom Trost in hohen Anfechtungen und dergleichen darnieder gelegen ist. Darüber haben auch viele fromme, gelehrte Leute vor dieser Zeit sehr geklagt, daß solche Traditionen viel Zank in der Kirche anrichten, und daß fromme Leute damit verhindert und zur rechten Erkenntnis Christi nicht kommen mochten. Gerson und etliche mehr haben heftig darüber geklagt. Ja, es hat auch Augustin mißfallen, daß man die Gewissen mit so vielen Traditionen beschwert. Deshalb gibt er dabei Unterricht, daß man es nicht für ein nötig Ding halten soll.

Darum haben die Unsern nicht aus Frevel oder Verachtung geistlicher Gewalt von diesen Sachen gelehrt, sondern es hat die hohe Not gefordert, von den obangezeigten Irrtümern zu unterrichten, welche aus dem Mißverstand der Tradition erwachsen sind. Denn das Evangelium erzwingt, daß man die Lehre vom Glauben in der Kirche treiben soll und muß, welche doch nicht verstanden werden mag, wenn man vermeint, durch eigene gewählte Werke Gnade zu verdienen. Und davon ist also gelehret, daß man durch das Halten erdachter menschlicher Traditionen nicht Gnade verdienen oder Gott versöhnen oder fur die Sünde genugtun kann. Deshalb soll kein notwendiger Gottesdienst daraus gemacht werden. 

Dazu werden Zeugnisse aus der Schrift angeführt. Christus entschuldigt in Matth. 15 die Apostel, da sie gewöhnliche Traditionen nicht gehalten haben, und spricht dabei: „Sie ehren mich vergeblich mit Menschengeboten.“ So er nun dies einen vergeblichen Dienst nennt, muß er nicht nötig sein. Und bald hernach: „Was zum Munde eingehet, verunreinigt den Menschen nicht.“

Ebenso spricht Paulus in Röm. 14: „Das Himmelreich steht nicht in Speise oder Trank.“ Kol. 2: „Niemand soll euch richten in Speise, Trank, Sabbat etc.“ Apg. 15 spricht Petrus: „Warum versucht ihr Gott mit Auflegung des Jochs auf der Jünger Hälse, welches weder unsere Väter noch wir haben tragen mögen? Sondern wir glauben durch die Gnade unsers Herrn Jesu Christi selig zu werden, gleicherweise wie auch sie.“ Da verbietet Petrus, daß man die Gewissen beschweren soll mit mehr äußerlichen Zeremonien, es sei von Moses oder anderen. Und 1. Timoth. 4 werden solche Verbote, wie Speise verbieten, Ehe verbieten etc. Teufelslehre genannt. Denn dies ist stracks dem Evangelium entgegen, solche Werke einzusetzen oder zu tun, daß man damit Vergebung der Sünde verdiene, oder als möge niemand Christ sein ohne solchen Dienst. Daß man aber den Unsern die Schuld gibt, sie verböten Kasteiung und Zucht, wie Jovinianus, wird sich ganz anders aus deren Schriften entnehmen lassen. Denn sie haben allzeit gelehret vom heiligen Kreuz, daß Christen zu leiden schuldig sind, und dieses ist rechte, ernstliche und nicht erdichte Kasteiung.

Daneben wird auch gelehret, daß ein jeglicher schuldig ist, sich mit leiblicher Übung, wie Fasten und anderer Arbeit, so zu halten, daß er nicht Ursache zu Sündigen gebe, nicht, daß er mit solchen Werken Gnade verdiene. Diese leibliche Übung soll nicht allein etliche bestimmte Tage, sondern stets getrieben werden. Davon redet Christus in Luk. 21: „Hütet euch, daß euer Herzen nicht beschwert werden mit Völlerei.“ Ebenso: „Die Teufel werden nicht ausgeworfen dann durch Fasten und Gebet.“ Und Paulus spricht, er kasteie seinen Leib und bringe ihn zu Gehorsam; damit zeigt er an, daß Kasteiung dienen soll, nicht damit gnad zu verdienen, sonder den Leib geschickt zu halten, daß er nicht verhindere, was einem iglichen nach seinem Beruf zu schaffen befohlen ist. Und wird also nicht das Fasten verworfen, sondern daß man ein notigen Dienst daraus auf bestimmte Tage und Speisen, zu Verwirrung der Gewissen, gemacht hat. Auch werden dieses Teils viele Zeremonien und Traditionen gehalten, als Ordnung der Messe und andere Gesänge, Feste etc., welche dazu dienen, daß in der Kirche Ordnung gehalten werde. Daneben aber wird das Volk unterrichtet, daß solcher äußerlicher Gottesdienst nicht fromm mache vor Gott, und daß man ohne Beschwerung des Gewissens halten soll, so daß, wenn man es läßt ohne Ärgernis, nicht daran gesündigt wird. Diese Freiheit in äußerlichen Zeremonien haben auch die alten Väter gehalten. Denn im Orient hat man das Osterfest zu einer anderen Zeit als in Rom gehalten. Und da etliche diese Ungleichheit für eine Trennung in der Kirche halten wollten, sind sie von anderen vermahnt worden, daß es nicht not sei, in solchen Gewohnheiten Gleichheit zu halten. Und Irenaeus spricht: „Ungleichheit im Fasten trennet nicht die Einigkeit des Glaubens“, wie auch Dist. 12. von solcher Ungleichheit in menschlichen Ordnungen geschrieben ist, daß sie der Einigkeit der Christenheit nicht zuwider sei. Und Tripartita Hist. lib. 9, zieht viele ungleiche Kirchengewohnheiten zusammen und setzt einen nützlichen christlichen Spruch: „Der Apostel Meinung ist nicht gewesen, Feiertage einzusetzen, sondern Glaube und Liebe zu lehren.“

Tagesgebet im Advent. 

Allmächtiger ewiger Gott, wir danken Dir, daß Du Deinen eingeborenen Sohn, Jesum Christum, der Welt zum Heiland gesandt hast. 

Wir bitten Dich, lieber Herre Gott: hilf, daß wir seiner Ankunft im Fleisch uns allezeit getrösten und zuversichtlich glauben, daß er auch uns zugut gekommen ist. 

Gib, Du getreuer Gott, daß er durch sein Wort und Sakrament beständig zu uns komme und durch den Glauben in unsern Herzen wohne. Hilf uns auch, daß wir seinem letzten Kommen zum Gericht allzeit mit Wachen und Beten entgegenharren und mit ihm eingehen in das Reich seiner ewigen Herrlichkeit. 

Das bitten wir durch ihn unseren Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert ein Gott hochgelobt in Ewigkeit. Amen. 

Agende s.o. S. 355f. 

Wochengebet im Advent. 

Allmächtigher, ewiger Gott: wir danken Dir von Herzen, daß Du Deinen eingeborenen Sohn Jesum Christum in die Welt gesandt und durch eine ewige Erlösung vollbracht hast. Hilf uns, daß wir uns seiner Ankunft zuversichtlich getrösten und auf sein Kommen zum Gericht bereiten. 

Erhalte uns und unseren Nachkommen die reine Predigt Deines Wortes und den rechten Brauch der heiligen Sakramente. Segne unseren Bischof und alle, die zur Leitung der Kirche berufen sind, gib uns Hirten und Lehrer nach Deinem Herzen. Stärke und schütze die Sendboten des Evangeliums unter den Völkern und laß gedeihen die Werke barmherziger Liebe in der Christenheit. 

Siehe an die Zerstreuung Deiner Kirche, die Verwirrung Deiner Gläubigen durch Irrtum und falsche Lehre, die Bedrängnis und Verfolgung durch Deine Widersacher, und erbarme Dich unser, auf daß wir auf dem Wege der Wahrheit bleiben, an Deinen Verheißungen uns aufrichten und in aller Versuchung bewahret werden. Gib Du den verwaisten Gemeinden, Deiner Kinder in der Diaspora und dem armen verlorenen Volk in aller Welt rechte Pfarrer, christliche Lehrer und treue Hirten, die Deine Christenheit leiten auf Deinem Wege zum ewigen Heil. Laß alle Welt Deinen heiligen Namen erkennen und preisen. 

Beschirme unser Vaterland und verleihe aller Obrigkeit Weisheit und Gerechtigkeit, daß wir unter ihnen Regierung nach Deinem Willen und Gebot in Frieden leben mögen. 

Lenke die Herzen derer, denen Du Macht gegeben hast über die Völker, daß sie den Frieden fördern und erhalten und wende die Schrecken des anhaltenden Krieges in der Ukraine und im heiligen Land aus Gnaden. 

Siehe an die Not unseres Landes, das mit schlechter Regierung, korrupten Machthabern und selbstherrlichen Tyrannen böse heimgesucht wird, auch von Dürre geplagt und unter der zunehmenden Hitze leidet, in Gnaden an und schaffe Du Hilfe und Rettung. 

Walte mit Deinem Frieden in unseren Häusern, heilige die Ehen, gib Gnade zur Erziehung der Jugend, fördere alle ehrliche Arbeit in Haus und Beruf. Schenke die nötigen Mittel, die Kraft und die Freudigkeit, daß die Arbeit, die getan werden muß, getan werden kann in Haus, Gemeinde und Mission, Kirche. 

Gib gute Witterung für die Saat auf den Feldern und laß die Früchte der Erde wohl geraten, auf daß ein jeder sein Teil an täglicher Nahrung empfange. 

Schicke, o Herr, nach Deiner Barmherzigkeit unseren Feldern milden und durchdringenden Regen, daß wir durch Deine Güte unser täglich haben und Dich als unsern gnädigen Gott erkennen und preisen. 

Tröste alle Witwen und Waisen, alle Armen, Kranken und Angefochtenen. Hilf einem jeden in seiner Not. 

Gib, daß wir leben in Deiner Furcht, sterben in Deiner Gnade, ruhen in Deinem Frieden, auferstehen durch Deine Kraft und darauf ererben das ewige Leben. Um Deines lieben Sohnes, unseres Herrn Jesu Christi willen, welchem mit Dir und dem Heiligen Geiste sei Lob und Preis, Ehre und Herrlichkeit jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Agende s.o. S. 315

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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