Für solch Dein tröstlich Abendmahl, Herr Christ, sei hochgelobet.

Herr Jesu Christ, Du hast bereit für unsre matten Seelen Dein Leib und Blut zu einr Mahlzeit, tust uns zu Gästen wählen. Wir tragen unsre Sündenlast, drum kommen wir zu Dir zu Gast und suchen Rat und Hilfe.

Du sprichst: “Nehmt hin, das ist mein Leib, den sollt Ihr mündlich essen; trinkt all mein Blut, bei Euch ich bleib, mein sollt Ihr nicht vergessen.” Du hasts geredt, drum ist es wahr; Du bist allmächtig, drum ist gar kein Ding bei Dir unmöglich.

Und ob mein Herz hier nicht versteht, wie Dein Leib an vielen Orten zugleich sein kann, und wie’s zugeht, so trau ich doch Dein´ Worten; wie das sein kann, befehl ich Dir, an Deinem Wort genüget mir, dem stehet nur zu glauben.

Für solch Dein tröstlich Abendmahl, Herr Christ, sei hochgelobet. Erhalt uns das, weil überall die Welt dawider tobet. Hilf, daß Dein Leib und Blut allein mein Trost und Labsal möge sein im letzten Stündlein, Amen.

Samuel Kinner 1644 (LKG 40)

Freitag nach dem 9. Sonntag nach Trinitatis (Der kluge Haushalter) 

So sehet nun wohl zu, wie Ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise. 

Epheser 5,15

Kollekte für diesen 9. Sonntag nach Trinitatis 

O Herr, wir bitten Dich, gib uns allezeit Deinen Geist, zu denken und zu tun, was recht ist, auf daß wir, die wir ohne Dich nicht sein können, Kraft empfangen, nach Deinem Willen zu leben. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, welcher mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 146

Fortlaufende Lese

Und sie kamen ans andre Ufer des Meeres in die Gegend der Gerasener.  2 Und als er aus dem Boot stieg, lief ihm alsbald von den Gräbern her ein Mensch entgegen mit einem unreinen Geist.  3 Der hatte seine Wohnung in den Grabhöhlen. Und niemand konnte ihn mehr binden, auch nicht mit einer Kette;  4 denn er war oft mit Fesseln an den Füßen und mit Ketten gebunden gewesen und hatte die Ketten zerrissen und die Fesseln zerrieben; und niemand konnte ihn bändigen.  5 Und er war allezeit, Tag und Nacht, in den Grabhöhlen und auf den Bergen, schrie und schlug sich mit Steinen.  6 Da er aber Jesus sah von ferne, lief er hinzu und fiel vor ihm nieder,  7 schrie laut und sprach: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, du Sohn des höchsten Gottes? Ich beschwöre dich bei Gott: Quäle mich nicht!  8 Denn er hatte zu ihm gesagt: Fahre aus, du unreiner Geist, von dem Menschen!  9 Und er fragte ihn: Wie heißt du? Und er sprach zu ihm: Legion heiße ich; denn wir sind viele.  10 Und er bat Jesus sehr, dass er sie nicht aus der Gegend vertreibe.  11 Es war aber dort am Berg eine große Herde Säue auf der Weide.  12 Und die unreinen Geister baten ihn und sprachen: Lass uns in die Säue fahren!  13 Und er erlaubte es ihnen. Da fuhren sie aus und fuhren in die Säue, und die Herde stürmte den Abhang hinunter ins Meer, etwa zweitausend, und sie ersoffen im Meer.  14 Und die Sauhirten flohen und verkündeten das in der Stadt und auf dem Lande. Und die Leute gingen, um zu sehen, was da geschehen war,  15 und kamen zu Jesus und sahen den Besessenen, der den Geist »Legion« gehabt hatte, wie er dasaß, bekleidet und vernünftig, und sie fürchteten sich.  16 Und die es gesehen hatten, erzählten ihnen, was dem Besessenen widerfahren war und das von den Säuen.  17 Und sie fingen an und baten Jesus, aus ihrem Gebiet fortzugehen.  18 Und als er in das Boot stieg, bat ihn, der zuvor besessen war, dass er bei ihm bleiben dürfe.  19 Aber er ließ es ihm nicht zu, sondern sprach zu ihm: Geh hin in dein Haus zu den Deinen und verkünde ihnen, welch große Dinge der Herr an dir getan und wie er sich deiner erbarmt hat.  20 Und er ging hin und fing an, in den Zehn Städten auszurufen, wie viel Jesus an ihm getan hatte; und jedermann verwunderte sich. 

Markus 5,1-20

Tageslese

Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. 17 Hütet euch aber vor den Menschen; denn sie werden euch den Gerichten überantworten und werden euch geißeln in ihren Synagogen. 18 Und man wird euch vor Statthalter und Könige führen um meinetwillen, ihnen und den Heiden zum Zeugnis. 19 Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorgt nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es wird euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. 20 Denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet. 21 Es wird aber ein Bruder den andern zum Tod überantworten und der Vater das Kind, und die Kinder werden sich empören gegen ihre Eltern und werden sie zu Tode bringen. 22 Und ihr werdet gehasst werden von jedermann um meines Namens willen. Wer aber bis an das Ende beharrt, der wird selig. 23 Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so flieht in eine andere. Wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen, bis der Menschensohn kommt.

Matthäus 10,16-23

Morgengebet am Freitag

Wir loben Dich, Herr Jesus Christus, und beten Dich an – hier und an allen Orten Deiner Herrschaft, denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst. Du hast unsere Krankheit und Schmerzen auf Dich genommen und unsere Sünde getragen. Wir rufen Dich an: Kyrieleison +

Wir danken Dir für Deine Liebe, Deine Angst und Deinen Tod. Hilf, daß wir heilig leben und in Gerechtigkeit Dir dienen. Laß uns im Glauben stärker, in der Hoffnung fröhlicher werden, in der Geduld getroster und im Gehorsam williger werden. Wir rufen Dich an: Kyrieleison +

Segne uns heute und an allen Tagen unseres Lebens. Behüte und bewahre uns vor allem Übel, bis Du uns bringen wirst zur Freude und Seligkeit. Wir rufen Dich an: Kyrieleison +

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S. 185

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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