Vater Wilhelms Rundbrief

Eltern Weber

ר י צִ קְ לִ   ם י לִ עֲ   חַ לֹ שְ לִ   ר י צִ קָ הַ   ל עַ בַ ־ ל א   נ נֲ חַ תְ הִ  ן כֵ לָ ׃ ם י לִ עֲ הַ   ם הֵ   ט עַ מ   ר י צִ קָ הַ   ב רַ     י ט
Math. 9:37-38: Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende. – Die oes is wel groot, maar die arbeiders min. Bid dan die Here van die oes, dat Hy arbeiders in sy oes mag uitstuur. – The harvest truly is plenteous, but the labourers are few; pray ye therefore the Lord of the harvest, that he will send forth labourers into his harvest. – ὁ μὲν θερισμὸς πολύς, οἱ ἐργάται ὀλίγοι · δεήθετε ον το κυρίου το θερισμο ὅπως ἐκβάλῃ ἐργάτας εἰς τὸν θερισμὸν αὐτο – Messis quidem multa, operarii autem pauci; rogate ergo Dominum, ut mittat operarios in messem suam. Thobo e kgolo, mme badiri ba a tlhaela. Ka moo he, rapelang Morena wa thobo gore a romele badiri mo thobong ya gagwe.. – Ukuvuna kukhulu, kodwa izisebenzi ziyingcosana; ngakho-ke nxusani eNkosini yokuvuna ukuba ithume izisebenzi, ziye ekuvuneni kwayo. – Herr, wir danken Dir für an Schrift und Lutherisches Bekenntnis gebundene theologische Ausbildungsstätten in unseren Kirchen in vielen Ländern. Herr, sende Arbeiter in Deine Ernte! Herr, lass uns überzeugt sein, dass Du, wenn Du Arbeiter in Deine Ernte sendest, auch für ihre schrift- und bekenntnisgemäße Ausbildung und für spätere Verwendung in deinem Dienst sorgen wirst, auch für den den Umständen entsprechenden Einsatz sorgen und für den zeitgemäßen nötigen Unterhalt für die  Arbeiter die Hände in den unions-, staats und weltbundfreien Lutherischen Kirchen  öffnen wirst. Herr, in Deiner Gnade sorge für eine schrift- und bekenntnismäßige Ausbildung an allen Lutherischen theologischen Ausbildungsstätten, gerade auch am LTS in Tshwane und schenke die nötigen Mittel, dass die Arbeit, die da getan werden muss, auch getan werden kann.
Heute verschickte mein Vater diese Rundbrief aus Welbedacht datiert 6. Februar 2016:
“… Christiane Rencken und Robert Schnackenberg haben ihre Studien in Pretoria angefangen mit mehr und weniger Schwierigkeiten beim Registrieren entsprechend der verschiedenen Verhinderungen durch Leute, die den Studenten den Zugang versperrten. Wie sich das im Einzelnen bei den Enkeln auswirkte, weiß ich nicht, ebenso nicht, was sich Studenten oder Angestellte davon versprechen, wenn sie den Universitätsbetrieb lahm legen, dass z. B. Professoren und Lektoren Examen schreiben lassen, und Studenten ihre Examen gern schreiben wollen, und das unmöglich gemacht wird. Da mögen sie sich versprechen, einige finanzielle Vorteile für sich zu erreichen, dabei bedenken sie nicht, wieviele ihre Examen nicht schreiben können und dadurch nicht weitermachen können, wie sie sich das gedacht haben.
Am 8. Januar haben wir in Pretoria die Hochzeit von Nadia und Werner Straeuli gefeiert. Die Trauung im Garten war gerade vorbei, als es einen schönen Guss Regen gab, dass wir ohne nass zu werden in den Festsaal gehen konnten. Wir freuten uns, dass Christian uns ihren Vortrag über das Erleben der Söhne mit ihren Eltern zum Nachlesen schickte.  Am neunten feierten wir noch die Verlobung von Marielena und Dietrich bei Straeulis mit, bevor wir mit Benekes hierher nach Hause fuhren. Übernachtet hatten wir in der Rubidastraße, wo uns wie gewöhnlich das elterliche Schlafzimmer mit Badezimmer nebenan  zur Verfügung stand. Dort habe ich einen höheren Hocker ausprobiert, dass ich ihn in der Dusche benutzen kann, den wir uns auch erbaten, dass ich seitdem nun fast ohne Hilfe duschen kann, hier kann ich mich an einem Griff, den Manfred mir in der Dusche angebracht hat, sogar sehr bequem festhalten zum Einsteigen in die Dusche, mich auf den Hocker hinsetzen, aufstehen und auch wieder aus der Dusche aussteigen, dass ich mich inzwischen in der Dusche ohne Beistand von Karin, wieder waschen kann. Zum Abtrocknen und Anziehen ist ihre Hilfe mir immer noch sehr willkommen. Vor allem habe ich es noch nicht gewagt, selber Strümpfe anzuziehen. Wenigstens braucht sie sich nicht mehr mit den langen Gummistrümpfen zu plagen, die nach der Operation nötig waren zur Verhütung von Trombosen. Da genügt es, dass ich die Beine beim Schlafen hochlege.
Eine besondere Freude war es, dass Anne zur Hochzeit gekommen war und auch in der Woche nach Neujahr bis zur Hochzeit hier in Welbedacht besuchte. Auch  einige ihrer Kinder und Heickes aus Dreihausen hatten die Einladung zur Hochzeit erfreulicherweise zu einem Südafrikabesuch genutzt. Von Heickes hörten wir wieder manches aus Dreihausen. Sie brachten auch Bildchen von einem Schulkameraden mit und erzählten von Bekannten, denen es noch gut geht und von einer Schulkameradin, die gestorben ist. 2011 hatten wir sie noch besucht.
Vor einigen Wochen brachte uns Walter die Nachricht, dass sein Patenjunge, der Sohn seiner Schwester, versucht hat, sich am Abend vorher das Leben zu nehmen und in Newcastle im Krankenhaus lag. Bei allem Schrecken, sind wir dankbar dass er lebt. Inzwischen konnte er schon nach Hause. Dabei habe ich vor allem an Thomas gedacht, der ihn in Newcastle betreuen musste. Pastor Bunge von Klein Süstedt sprach seine Dankbarkeit aus an seinem 25. Ordinationsgedenken, dass er in seiner Amtszeit keinen Selbstmord in der Gemeinde erlebte. Dazu sagte Pfr. Hopf, dass es heilsam sein kann für Pastor und Gemeinde. Dazu erzählte er aus Widdershausen, wie die Kirchenvorsteher – sicher sprach er von Senioren – zu Pfarrer Riegel gekommen seien mit einer Bitte: Nach der damaligen Gewohnheit und Ordnung würden sie den Toten mit einem Vaterunser beerdigen, aber sie baten, dass die Gemeinde zu einem Bußgottesdienst in die Kirche kommen, den ihnen der Pfarrer halten möchte. Der Tote ist in Gottes Hand. Gott ist Herr über Leben und Tod. Dieses Recht dürfen wir ihm nicht streitig machen, weder durch Selbstmord noch “Gnadentod”. Den Toten können wir nicht mehr fragen oder zur Umkehr rufen und zur Vergebung einladen. Die Aufgabe bleibt uns an den Hinterbliebenen und an der ganzen Gemeinde.  Aber an dem Vetter unserer Enkel musste und konnte mit einem dankbaren Herzen Thomas im ersten Jahr  nach seiner Ordination diesen Dienst erfüllen. Jedem, der solch einen Dienst zu tun hat, erbitte ich die nötige Kraft und Einsicht, das rechte Wort zur Buße/Umkehr und zum echt evangelischen Trost zu finden und zu sagen.
Ruth hatte zu Montag und Dienstag Elisabeth gebeten, uns zu betreuen, als sie mit Walter, der zu einer Untersuchung unter Narkose nach Newcastle musste. Karin wird ganz großartig mit meiner Pflege allein fertig. Dankbar sind wir, wie selbstverständlich die Kinder so für uns da sind. So konnten auch Andile und Zanele gut hier zu Hause bleiben.
In den beiden vergangenen Wochen sind nun endlich Weihnachtsbriefe, -karten und -grüße, die zu Weihnachten per Luftpost aus Deutschland und Amerika losgeschickt wurden, hier angekommen. Da freuen  wir uns über  Internetverbindung, aber auch dass Schneckenpost- sendungen in gutem Zustand ans Ziel kommen, wenn man auch kirchliche Blätter und Zeitungen aus Deutschland vom Oktober erst Mitte Januar lesen kann.” Bis dahin mein Vater aus Welbedacht.

About Wilhelm Weber jr

Rector of the Lutheran Theological Seminary in Tshwane
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