Kommentar zum EKD-Papier: Ehe und Familie

prof-dr-reinhard-slenczkaSehr geehrte Damen und Herren, liebe Brüder und Schwestern,
wahrscheinlich habe Sie auch von dem ethisch-theologischen Desaster des EKD-Familienpapiers gehört. Es hat erfreulich viele sachgerechte und kritische Stimmen dazu gegeben.

Eine etwas ausführlichere und grundsätzlichere Kritik von Prof. Dr. Reinhard Slenczka, Erlangen, möchte ich Ihnen hiermit weiterleiten. In ihr ist die Kritik verbunden mit entscheidenden Überlegungen zum Familienbegriff und zahlreichen historischen und biblischen Bezügen. Man kann sagen, die 17 Seiten von Prof. Slenczka sind ein mehr als hilfreicher Ersatz für die desorientierende EKD-Schrift.

Hier können Sie das pdf-Dokument “Aufklärung zur Ehe – Theologische Stellungnahme zur Orientierungshilfe des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland : „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit. Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken.” einsehen und ggf. herunterladen: http://www.ksbb-bayern.de/downloads/aufklaerungzureheekd2013.pdf Eine Weiterverbreitung ist durch den Autor ausdrücklich gestattet, bzw. erwünscht.
Herzlichst und Gott befohlen,
Ihr Andreas Späth

Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern e.V. (KSBB) Hauptbüro Postfach 1131 91502 Ansbach
Tel.:             0049-9871-444-956      
Fax: 0049-9871-444-954

About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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1 Response to Kommentar zum EKD-Papier: Ehe und Familie

  1. Paul Haverkamp, Lingen says:

    Die Angst der Ewig-Gestrigen und ihre antijesuanische Attitüde

    Es war voraussehbar: Diese Papier der EKD zu Ehe und Familie ist die Hoch-Zeit der Ewig-Gestrigen – sowohl in der kath. als auch in der evang. Kirche. Diese Kirchenvertreter haben Angst vor jeder Art von Veränderung und Reform, die sich jedoch aus unübersehbaren gesellschaftlich-sozialen Veränderungen als zwingend notwendig erweist.

    Wer Menschen allein lässt, nur weil sie eine andere Lebensform gewählt haben, versündigt sich gegen Gott. Jesus hat bewusst und gezielt immer wieder diesen Menschen seine Nähe geschenkt, sie aufgesucht und Mahlgemeinschaft gehalten. Daran sollten sich all diejenigen erinnern, die nun meinen, in „biblischen Zorn“ ihre Hände zum Himmel erheben zu müssen und die Herrschaft des Teufels ankündigen.

    Das in der Bibel formulierte Bild von Ehe und Familie spiegelt die Situation des menschlichen Zusammenlebens im 1. Jahrtausend vor Christus. Die Bibel ist ein Glaubensbuch, das den Glauben von Menschen in ihrer Zeit widerspiegelt. Gott hat sich jedoch nicht nur vor 2000 Jahren den Menschen offenbart, sondern er offenbart sich auch in der Gegenwart jeden Tag und jede Stunde.

    Es gibt nicht eine „einmalige“ göttliche Offenbarung, die dann in Stein gemeißelt worden ist und damit nicht zur Disposition gestellt werden darf.!!!

    Wer diese Form von Schriftgläubigkeit an den Tag legt, der muss auch heute noch der Meinung sein, dass die Erde eine Scheibe ist, die Fledermaus ein Vogel und der Hase ein Wiederkäuer.

    Dass die evangelische Kirche nun Menschen, die sich in Verantwortung, Liebe, Verlässlichkeit und Vertrauen entschlossen haben, zusammen zu leben, eine kirchliche Heimat anbietet, ist – wenn man wirklich den Spuren Jesu folgt – eine Selbstverständlichkeit. Gerade Jesus hat all denjenigen seine Nähe geschenkt, die „anders“ waren und sie somit in seine Nähe gezogen.

    Immer dann, wenn sich Menschen ihre gegenseitige Nähe schenken und sich in göttlichem Vertrauen aufeinander einlassen, hat keine kirchliche Institution das Recht, diese Menschen auszugrenzen und ihnen ihren kirchlichen Segen zu verweigern.

    Wer so denkt und handelt, verstößt gegen das von Jesus immer wieder beschworene und gelehrte Liebesgebot. Auf Jesus können sich jedenfalls alle Reformverweigerer und Bibelfundamentalisten auf jeden Fall nicht berufen. Seine Verhaltensweisen sollten die heutigen „Pharisäer“ sich zur Richtschnur ihrer Stellungnahmen nehmen, um für sich eine jesuanische Legitimation reklamieren zu können.

    Das EKD-Papier stellt die christliche Ehe nicht zur Disposition, sondern sie schenkt nur den Menschen, die eine auf Liebe und Vertrauen gründende andere Lebensform gewählt haben, etwas, was für Jesus selbstverständlich war, nämlich die göttliche Zusage in Form von Segen und Mahlgemeinschaft.

    Paul Haverkamp, Lingen

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