Today in History of the Lutheran Church: Neuendettelsau Missionsanstalt is founded in 1841

BauerFriedrichRead what the Loehe Forschungsstelle has published to commemorate this significant date for Mission history in the Church: “Im Jahr 1840 tritt Löhe in Kontakt mit dem Nürnberger Theologen, Pädagogen und Germanisten Markus Friedrich Wolfgang Bauer (1812–1874). Nach einer Anfrage Löhes in einem Brief vom 14. Oktober 1841 beginnt Friedrich Bauer von Nürnberg aus mit der Mitarbeit im Neuendettelsauer Traktatverein. Löhe informiert Bauer auch kontinuierlich über den Gang der Nordamerikasache.

Diese verdüstert sich für Löhe und seine Freunde durch die seit 1843 postulierte Absicht der englischsprachigen Mehrheit innerhalb der Ohio-Synode, im Seminar, in der Kirche und Schule auch Englisch reden zu wollen. Als dies auf der Synodalversammlung in Lancaster 1845 beschlossen wird, erklären Löhes Nothelfer im September während der Konferenz in Cleveland ihren Austritt. Ein Jahr später folgen ihnen die Nothelfer nach, die sich der Michigan-Synode angeschlossen haben.

Auch wenn nationale Motive eine Rolle spielen, setzt sich Löhe vor allem wegen des lutherischen Bekenntnisses für den Erhalt der deutschen Sprache ein. Lutherische Literatur gibt es zu diesem Zeitpunkt vorwiegend nur auf Deutsch. Das Konkordienbuch wird erst 1851 ins Englische übersetzt. Zudem nimmt Löhe in der Hinwendung zur englischen Sprache den Einfluss Samuel Simon Schmuckers (1799–1873) wahr, dessen Literatur er kennt und für unionistisch hält. Schmucker setzt sich als Organisator der „American General Synod“ für eine nationale Einigung des amerikanischen Luthertums und eine Annäherung an die anderen protestantischen Kirchen ein. Hierfür entwickelt der Theologieprofessor und Leiter des „Lutheran Theological Seminary“ in Gettysburg, Pennsylvania in seinen Schriften einen „American Lutheranism“, der die konfessionellen Standpunkte an den pluralen und demokratischen Kontext in den Vereinigten Staaten anzupassen gewillt ist.

Mit zwölf sächsischen Pfarrern um Carl Ferdinand Wilhelm Walther (1811–1887) gründen Löhes Nothelfer, ihre Anzahl ist etwa doppelt so hoch, in Chicago 1847 die „Deutsche Lutherische Synode von Missouri, Ohio und angrenzenden Staaten“. Walther wird zum ersten Präses der neu gebildeten Synode gewählt (1847–1850, 1864–1878). Schon zu dieser Zeit stehen der Synode die beiden Predigerseminare in Fort Wayne und Perry County, das 1849 nach St. Louis verlegt wird, zur Verfügung. Den Kontakt mit Walther und die Verhandlungen im Vorfeld hat im  Auftrag von Löhe Adam Ernst in die Wege geleitet, der Walther bereits kannte. Er war auf die sächsischen Lutheraner durch die Lektüre der von Walther herausgegebenen Zeitschrift „Der Lutheraner“ aufmerksam geworden.

Ein Teil der Nothelfer wird seit dem 23. April 1846 in der von Friedrich Bauer gegründeten Nürnberger „Missionsvorbereitungsanstalt“ auf ihre Sendung vorbereitet. Bauer hat dazu ein Haus am Nürnberger Obstmarkt angemietet. 1849 übernimmt die Anstalt unter Bauers Leitung die gesamte Missionsausbildung und zieht in ein Miethaus in die Tetzelgasse um. Die steigende Zahl der Missionsschüler hat Löhe an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht. Fortan wird Bauer zu Löhes engstem Vertrauten in der Nordamerikamission werden.” (Read this under http://www.loehe-forschungsstelle.de/Die-Gruendung-der-Missionsanst.319.0.html)

About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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