Meeting of LWF & ILC delegates in Geneva

Thanks to the update from SELK Info you can read more about this meeting this week in Geneva in the following posting: Vertrauensvolle Gespräche aus Weltebene (LWB und ILC: Treffen in Genf)

Genf, 30.3.2012 – selk –  Vertreter des Internationalen Lutherischen Rates (ILC) und des Lutherischen Weltbundes (LWB) trafen sich vom 27. bis zum 29. März in Genf, Schweiz, wie dies in einem gemeinsamen Memorandum zwischen beiden lutherischen Weltorganisationen aus dem Jahr 2005 vereinbart worden war.

Wegen personeller Wechsel in den Leitungsebenen beider Organisationen war dies die erste Zusammenkunft seit 2008. Das Treffen wurde gemeinsam geleitet von Rev. Martin Junge (Chile), dem Generalsekretär des LWB, und dem Exekutiv-Sekretär des ILC, Rev. Ralph Mayan (Kanada). Außerdem nahmen auf Seiten des ILC Bischof Hans-Jörg Voigt (Deutschland), Bischof der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) und Vorsitzender des ILC, und Rev. Dr. Albert Collver (USA), Direktor für kirchliche Außenbeziehungen der Lutherischen Kirche-Missouri Synode, teil. Vonseiten des LWB nahmen Bischöfin Susan C. Johnson (Kanada), LWB-Vizepräsidentin für Nord-Amerika, und Oberkirchenrat Norbert Denecke ( Deutschland), Generalsekretär des Deutschen Nationalkomitees des LWB an der Begegnung teil. Weitere Gesprächsteilnehmer aus der Mitarbeiterschaft des Lutherischen Weltbundes in Genf waren Rev. Dr. Musa Filibus (Nigeria), Direktor der LWB-Abteilung für Mission und Entwicklung, Rev. Dr. Kenneth Mtata (Simbabwe), Studiensekretär für Theologie, Rev. Dr. Patricia Cuyatti (Peru), Regionalsekretärin für Lateinamerika, und Rev. Dr. Stephen Larson (USA) als Interimssekretär der LWB-Abteilung für Theologie und öffentliches Zeugnis.

Mayan eröffnete die inhaltlichen Berichte mit einer Darstellung der Geschichte des ILC seit 1958, der sich nicht als Opposition zum Lutherischen Weltbund verstehe, sondern als offenes theologisches Gesprächsforum für Kirchen, die sich selbst in besonderer Weise dem lutherischen Bekenntnis verpflichtet sehen. Dabei stellte er die Arbeitsschwerpunkte der ILC-Konferenzen in den Jahren 2007 und 2009 dar. Die für September 2012 geplante ILC-Konferenz in Niagara Falls (Kanada) thematisiere Fragen der Schriftauslegung (Hermeneutik), wie Mayan ausführte. Die Einladung des LWB an den ILC, am Versöhnungsprozess mit dem Weltbund der Mennoniten teilzunehmen, werde ebenso auf dieser Tagung durch den ILC bearbeitet.

Voigt ergänzte diesen Bericht vonseiten des ILC mit einer Zusammenfassung der Gesprächsergebnisse zwischen der Lutherischen Theologischen Hochschule (LThH) der SELK in Oberursel und dem Johann-Adam-Möhler-Institut in Paderborn, einer Forschungseinrichtung für Ökumenik der römisch-katholischen Kirche. Diese Konsultationen wurden im Kontext des ILC geführt, der die Ergebnisse nun auf seiner Mitgliederversammlung rezipieren werde, so der ILC-Vorsitzende.

Collver vervollständigte die Ausführungen, indem er aus Sicht der Lutherischen Kirche-Missouri-Synode über den Entwicklungsstand gemeinsamer Vorhaben in Wittenberg  berichtete.

Für den LWB berichtete Junge und gab eine kurze Einführung in die Geschichte des Weltbundes seit 1947. Der LWB habe sich seit seinen Anfängen die Schwerpunkte Diakonie, Mission, Theologie und Ökumene gestellt. Junge beschrieb zudem die Entwicklung des LWB von einer Föderation zu einer Gemeinschaft. Nach einem mehrjährigen Dialog mit dem Mennonitischen Weltbund sei der Versöhnungsakt zwischen beiden Weltbünden auf der 11. LWB-Vollversammlung in Stuttgart 2010 ein besonders bewegender Akt gewesen. Junge berichtete außerdem über einen mehrere Jahre andauernden Studienprozess des LWB über Familie, Ehe und Sexualität. Seit 2010 gebe es außerdem ein LWB-Komitee für das Reformationsjubiläum im Jahr 2017.

Die Gesprächsteilnehmer diskutierten verschiedene lokale Spannungsfelder. So ist es in den USA zwischen verschiedenen lutherischen Kirchen zu Spannungen über Fragen der menschlichen Sexualität gekommen. Die Gesprächsteilnehmer stellten Überlegungen an, wie der Versöhnungsprozess der Lutherischen Kirche der Philippinen unterstützt werden könne.

Die Vertreter beider Weltorganisationen erklärten, sich als Beobachter zu den jeweiligen Vollversammlungen einzuladen.

Abschließend dankten die Gesprächsteilnehmer von beiden Seiten für die vertrauensvolle und offene Gesprächsatmosphäre. Bischof Voigt überreichte Generalsekretär Junge als Zeichen der Verbundenheit eine Quellensammlung zur Geschichte selbstständiger evangelisch-lutherischer Kirchen, die für die Entstehungsgeschichte etlicher der im ILC zusammengeschlossenen Kirchen relevant sei.

Gegenüber selk_news erklärte Voigt im Anschluss an die Begegnung, dass es gerade wegen mancher offener Fragestellungen und Beurteilungen aus verschiedenen Blickwinkeln keine Alternative zu solch vertrauensvollen Gesprächen auf Weltebene gebe.
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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK – Gesamtkirche /
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auch unter „SELK-Aktuell“ auf http://www.selk.de

About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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