Tag der Erscheinung des Herrn (Epiphanias)

“Die Anbetung der Heiligen Drei Könige” von Rudolf Schäfer (16.September, 1878 – 25. Oktober, 1961)

Die Finsternis vergehet, und das wahre Licht scheinet jetzt.

1. Johannes 2,8

Introitus

Gott, gib dein Recht dem König und deine Gerechtigkeit dem Königssohn, dass er dein Volk richte in Gerechtigkeit und deine Elenden nach dem Recht. Lass die Berge Frieden bringen für das Volk und die Hügel Gerechtigkeit.

Die Könige von Tarsis und auf den Inseln sollen  Geschenke bringen, die Könige aus Saba und Seba sollen Gaben senden. 11Alle Könige sollen vor ihm niederfallen und alle Völker ihm dienen. 12Denn er wird den Armen erretten, der um Hilfe schreit, und den  Elenden, der keinen Helfer hat.

Sein Name bleibe ewiglich; solange die Sonne währt, blühe sein Name. Und durch ihn sollen gesegnet sein alle Völker, und sie werden ihn preisen. 18 Gelobt sei Gott der Herr, der Gott Israels, der allein Wunder tut! 19Gelobt sei sein herrlicher Name ewiglich, und  alle Lande sollen seiner Ehre voll werden! Amen! Amen!

Psalm 72, 1-3.10-12.17b-19

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du die Erstlinge aus der Völkerwelt durch Deinen Stern zur Krippe geleitet und ihnen Deinen Sohn offenbaret hast: verleihe uns, die wir Dich im Glauben erkannt haben, daß auch wir zum Schauen Deiner Majestät und Herrlichkeit geführet werden. Amen.

Orate fratres S. 118

Alttestamentliche Lesung

Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir! 2Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. 3Und  die Völker werden zu deinem Lichte ziehen und  die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht. 4Hebe deine Augen auf und sieh umher: Diese alle sind versammelt, kommen zu dir. Deine Söhne werden von ferne kommen und deine Töchter auf dem Arm hergetragen werden. 5Dann wirst du es sehen und vor Freude strahlen, und dein Herz wird erbeben und weit werden, wenn sich die Schätze der Völker am Meer zu dir kehren und der Reichtum der Völker zu dir kommt. 6Denn die Menge der Kamele wird dich bedecken, die jungen Kamele aus Midian und Efa. Sie werden aus Saba alle kommen,  Gold und Weihrauch bringen und des Herrn Lob verkündigen.

Jesaja 60,1-5

Epistel

1Deshalb sage ich, Paulus, der Gefangene Christi Jesu für euch Heiden – 2ihr habt ja gehört, worin das Werk der Gnade Gottes besteht, die mir  für euch gegeben wurde:  3Durch Offenbarung ist mir  das Geheimnis kundgemacht worden, wie ich zuvor aufs Kürzeste geschrieben habe. 4Daran könnt ihr, wenn ihr’s lest, meine Einsicht in das Geheimnis Christi erkennen. 5Dies war in früheren Zeiten den Menschenkindern nicht kundgemacht, wie es jetzt offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist; 6nämlich dass  die Heiden Miterben sind und mit zu seinem Leib gehören und Mitgenossen der Verheißung in Christus Jesus sind durch das Evangelium, 7dessen 
Diener ich geworden bin durch die Gabe der Gnade Gottes, die mir nach seiner mächtigen Kraft gegeben wurde.

Epheser 3,1-7

Evangelium

1Da  Jesus geboren war zu Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: 2Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten.

3Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, 4und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. 5Und sie sagten ihm: Zu  Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten (Mi 5,1): 6»Und du, Bethlehem im Lande Juda, bist mitnichten die kleinste unter den Fürsten Judas; denn aus dir wird kommen der  Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.«

7Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, 8und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr’s findet, so sagt mir’s wieder, dass auch ich komme und es anbete. 9Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war. 10Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut 11und gingen in das Haus und sahen das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.

12Und da ihnen im Traum befohlen wurde, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem andern Weg wieder in ihr Land.

Matthäus 2,1-17

Glaubensbekenntnis der Kirche

Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den Einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht,wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die Eine, heilige, christliche, apostolischeKirche. Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden Und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Nizänum

Lied für diesen Feiertag ist ein geistlich Braut-Lied der gläubigen Seelen von Jesu Christo ihrem himmlischen Bräutigam. Gestellet über den 45. Psalm des Propheten David.

Wie schön leuchtet der Morgenstern voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn, die süße Wurzel Jesse! Du Sohn Davids aus Jakobs Stamm, mein König und mein Bräutigam, hast mir mein Herz besessen; lieblich, freundlich, schön und herrlich, groß und ehrlich, reich an Gaben, hoch und sehr prächtig erhaben.

Ei meine Perl, du werte Kron, wahr’ Gottes und Marien Sohn, ein hoch geborner König! Mein Herz heißt dich ein Lilium, Dein süßes Evangelium ist lauter Milch und Honig. Ei mein Blümlein, Hosianna! Himmlisch Manna, das wir essen, Deiner kann ich nicht vergessen.

Geuß sehr tief in das Herz hinein, Du heller Jaspis und Rubin, die Flamme Deiner Liebe und erfreu mich, daß ich durch Dich an Deinem Leibe ewiglich ein lebend´ Rippe bliebe. Nach Dir, ist mir, gratiosa coeli rosa, bis Dichs findet, mein Herz krank, durch Lieb verwundet.

Von Gott kommt mir ein Freudenschein, wenn du mich mit Deinen Augelein mich freundlich tust anblicken. O Herr Jesu, mein trautes Gut, Dein Wort, Dein Geist, Dein Leib und Blut mich innerlich erquicken. Nimm mich freundlich in Dein Arme, daß ich warme werde von Gnaden; auf Dein Wort komm ich geladen.

Herr Gott Vater, mein starker Held, Du hast mich ewig vor der Welt in Deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut, er ist mein Schatz, ich bin sein Braut, sehr hoch in ihm erfreuet. Eia, eia, himmlisch Leben wird er geben mir dort oben; ewig soll mein Herz ihn loben.

Zwingt die Saiten in Cythara und lasst die süße Musica ganz freudenreich erschallen, dass ich möge mit Jesulein, dem wunderschönen Bräutgam mein, in steter Liebe wallen. Singet, springet, jubilieret, triumphieret, dankt dem Herren; groß ist der König der Ehren.

Wie bin ich doch so herzlich froh, dass mein Schatz ist das A und O, der Anfang und das Ende. Er wird mich doch zu seinem Preis aufnehmen in das Paradeis; des klopf ich in die Hände. Amen, Amen, komm Du schöne Freudenkrone, bleib nicht lange; Deiner wart ich mit Verlangen.

Philipp Nicolai 1599 (LKG 123)

Kirchengebet

Die Finsternis vergeht, und das wahre Licht scheint schon. (Erster Johannesbrief 2,8b)

Im Glanz des Lichts,
so scheinst du auf, Gott,
und durchdringst alles, was lebt.
Wahres Licht,
in Christus,
unserem Morgenstern,
lässt du alles Dunkel schwinden.
Was dich verbarg,
klärt sich zur Spieglung deiner Liebe.
Wir singen:
Du Morgenstern, du Licht vom Licht, / das durch die Finsternisse bricht,
du gingst vor aller Zeiten Lauf / in unerschaffner Klarheit auf.

Wahres Licht,
erstrahle in der Welt und erleuchte
die Enttäuschten, dass sie nicht aufgeben,
die Verbitterten, dass sie nicht lieblos werden,
die Gehetzten, dass sie Ruhe finden,
die Gequälten, dass sie Erbarmen erfahren,
die in sich selbst Verhärteten, dass sie sich öffnen
und in deinen ewigen Glanz treten können.
Wir singen:
Du Lebensquell,  wir danken dir, / auf dich, Lebend’ger hoffen wir; /
Denn du durchdrangst des Todes Nacht, / hast Sieg und Leben uns gebracht.

Wahres Licht,
erstrahle in der Welt, 
geh auf und verwandle
Gewalt in Vergebung,
Selbstsucht in Demut,
Profitgier in Friedfertigkeit,
Hass in Verständnis,
Verzweiflung in Sehnsucht.
Wir singen:
Du ewge Wahrheit, Gottes Bild, / der du den Vater uns enthüllt,
du kamst herab ins Erdental / mit deiner Gotterkenntnis Strahl.

Wahres Licht,
lass uns in dir stehen und in dir strahlen,
in dir atmen und in dir lieben,
in dir hoffen und in dir wirken,
in dir treiben und in dir ruhen,
in dir leben und sterben und auferstehen,
lichtgeworden im Licht
in Ewigkeit.
Wir singen:
Bleib bei uns Herr, verlass und nicht, / führ uns durch Finsternis zum Licht, /
Bleib auch am Abend dieser Welt / als Hilf und Hort uns zugesellt.

Amen.

Kirchengebet der VELKD

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich.
Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.
Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden.
4. Mose 6,24-26
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Wir Christenleut habn jetzund Freud

Alte Lateinschule neben St.Marien

Wir Christenleut habn jetzund Freud,
Weil uns zu Trost Christus ist Mensch geboren,
Hat uns erlöst, wer sich des tröst
Und glaubet fest, soll nicht werden verloren.

Ein Wunderfreud: Gott selbst wird heut
Ein wahrer Mensch von Maria geboren;
Ein Jungfrau zart sein Mutter ward
Von Gott dem Herren selbst dazu erkoren.

Die Sünd macht Leid; Christus bringt Freud,
Weil er zu uns in diese Welt ist kommen.
Mit uns ist Gott in dieser Not:
Wer ist, der jetzt uns Christen kann verdammen?

Drum sag ich Dank mit meim Gesang
Christo dem Herrn, der uns zu gut Mensch worden,
Daß wir durch ihn nun all los sein
Der Sünden Last und unträglichen Bürden.

Hallelujah, singen wir all aus unsers Herzens Grunde.
Denn Gott hat heut gemacht solch Freud,
Der´ wir vergessen solln zu keiner Stunde.

Kaspar Füger 1592 (LKG 96)

Freitag nach Neujahr

Alles, was Ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesu, und danket Gott dem Vater, durch ihn.

Kolosser 3,17

Fortlaufende Lese

21Und sie gingen hinein nach Kapernaum; und alsbald am Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte. 22Und  sie entsetzten sich über seine Lehre; denn er lehrte sie mit Vollmacht und nicht wie die Schriftgelehrten.

23Und alsbald war in ihrer Synagoge ein Mensch, besessen von einem unreinen Geist; der schrie: 24 Was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! 25Und Jesus bedrohte ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! 26Und der unreine Geist riss ihn hin und her und schrie laut und fuhr aus von ihm. 27Und sie entsetzten sich alle, sodass sie sich untereinander befragten und sprachen: Was ist das? Eine neue Lehre in Vollmacht! Er gebietet auch den unreinen Geistern, und sie gehorchen ihm! 28Und die Kunde von ihm erscholl alsbald überall in das ganze Land um Galiläa.

Markus 1,21-28

Tagelese

Wohlan nun, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in die oder die Stadt gehen und wollen ein Jahr dort zubringen und Handel treiben und Gewinn machen –, 14und  wisst nicht, was morgen sein wird. Was ist euer Leben? Dunst seid ihr, der eine kleine Zeit bleibt und dann verschwindet. 15Dagegen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will, werden wir leben und dies oder das tun16Nun aber rühmt ihr euch in eurem Übermut. All solches Rühmen ist böse. 17Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut’s nicht, dem ist’s Sünde.

Jakobus 4,13-17

Kollekte

Allmächtige ewiger Gott, wir bitten Dich herzlich: Gib uns, daß wir Deinen lieben Sohn erkennen und preisen, wie der heilige Simeon ihn leiblich auf seine Arme genommen und geistlich erkannt hat. Durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.116

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 


Friede sei mit Euch + 


AmenAmen

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Nun ist es Zeit, zu singen hell

Nun ist es Zeit, zu singen hell, geboren ist Immanuel von Maria, der reinen Magd, wie uns Jesaja hat gesagt.

Der Freuden ist kein Maß noch Ziel, geboren ist Immanuel. Gott ist mit uns in gleichem Fleisch, doch ohne Sünde worden Mensch.

Die Welt vergeh nun, wann sie will, geboren ist Immanuel. Bei Gott sollen wir ewig sein, eia, ihm sei der Preis allein.

Ludwig Helmbold 1575 (LKG 95)

Donnerstag nach Neujahr

Alles, was Ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesu, und danket Gott dem Vater, durch ihn.

Kolosser 3,17

Fortlaufende Lese

Nachdem aber Johannes  überantwortet war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes 15und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

16Als er aber am Galiläischen Meer entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, wie sie ihre Netze ins Meer warfen; denn sie waren Fischer. 17Und Jesus sprach zu ihnen: Kommt, folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen! 18Und sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach.

19Und als er ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, wie sie im Boot die Netze flickten. 20Und sogleich rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus im Boot mit den Tagelöhnern und gingen fort, ihm nach.

Markus 1,14-20

Tageslese

Nachdem Mose, der Knecht des Herrn, gestorben war, sprach der Herr zu Josua, dem Sohn Nuns, Moses Diener: 2Mein Knecht  Mose ist gestorben; so mach dich nun auf und zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, gebe. 3Jede Stätte, auf die eure Fußsohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Mose zugesagt habe.

4Von der Wüste bis zum Libanon und von dem großen Strom Euphrat bis an das große Meer gegen Sonnenuntergang, das ganze Land der Hetiter, soll euer Gebiet sein. 5Es soll dir niemand widerstehen dein Leben lang. Wie ich mit Mose gewesen bin, so will ich auch mit dir sein. 

Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen. 6Sei getrost und unverzagt; denn du sollst diesem Volk das Land austeilen, das ich ihnen zum Erbe geben will, wie ich ihren Vätern geschworen habe.

7Sei nur getrost und ganz unverzagt, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, auf dass du es recht ausrichten kannst, wohin du auch gehst. 8Und lass das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern 
betrachte es Tag und Nacht, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen, und du wirst es recht ausrichten.

9Habe ich dir nicht geboten: Sei getrost und unverzagt? Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.

Josua 1,1-9

Kollekte

Allmächtige ewiger Gott, wir bitten Dich herzlich: Gib uns, daß wir Deinen lieben Sohn erkennen und preisen, wie der heilige Simeon ihn leiblich auf seine Arme genommen und geistlich erkannt hat. Durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 116

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 


Friede sei mit Euch + 


AmenAmen

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Das alte Jahr vergangen ist

Wittenberger Schloß mit dem Spruchband: “Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen!”

Das alte Jahr vergangen ist; wir danken Dir, Herr Jesu Christ, dass Du uns in so großer Gfahr so gnädiglich behüt’ dies Jahr.

Wir bitten Dich, ewigen Sohn des Vaters in dem höchsten Thron, Du wollst Dein arme Christenheit bewahren ferner allezeit.

Entzeuch uns nicht Dein heilsam Wort, welchs ist der Seelen Trost und Hort; für Papsts Lehr und Abgötterei behüt uns, Herr, und steh uns bei.

Hilf, dass wir von der Sünd ablan und fromm zu werden fangen an; keinr Sünd im alten Jahr gedenk, ein gnadenreiches Jahr uns schenk,

christlich zu leben, seliglich zu sterben und hernach fröhlich am Jüngsten Tag wiedr aufzustehn, mit Dir in Himmel einzugehn,

zu danken und zu loben Dich mit allen Engeln ewiglich. O Jesu, unsern Glauben mehr zu Deines Namens Ruhm und Ehr.

Johann Steuerlein 1588 (LKG 110)

Mittwoch nach Neujahr

Alles, was Ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesu, und danket Gott dem Vater, durch ihn.

Kolosser 3,17

Fortlaufende Lese

9Und es begab sich zu der Zeit, dass Jesus aus Nazareth in Galiläa kam und ließ sich taufen von Johannes im Jordan. 10Und alsbald, als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass sich der Himmel auftat und der Geist wie eine Taube herabkam auf ihn. 11Und da geschah eine Stimme vom Himmel: 

Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.

12Und alsbald trieb ihn der Geist in die Wüste; 13und er war in der Wüste vierzig Tage und wurde versucht von dem Satan und war bei den Tieren, und die Engel dienten ihm.

Markus 1,9-13

Tageslese

16So spricht der Herr, der im Meer einen Weg und in starken Wassern Bahn macht, 17der 
ausziehen lässt Wagen und Rosse, Heer und Macht – da liegen sie, stehen nicht wieder auf, sind verglüht wie ein Docht, erloschen: 18Gedenkt nicht an das Frühere und achtet nicht auf das Vorige! 19Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und  Wasserströme in der Einöde.

Jesaja 43,16-19

Kollekte

Allmächtige ewiger Gott, wir bitten Dich herzlich: Gib uns, daß wir Deinen lieben Sohn erkennen und preisen, wie der heilige Simeon ihn leiblich auf seine Arme genommen und geistlich erkannt hat. Durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.Orate fratres S. 116

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 


Friede sei mit Euch + 


AmenAmen

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Das neugeborene Kindelein, das herzeliebe Jesulein

Bürgermeisterstraße mit Blick auf St. Marien

Das neugeborne Kindelein, das herzeliebe Jesulein,
bringt abermals ein neues Jahr der auserwählten Christenschar.

Des freuen sich die Engelein, die gerne um und bei uns sein;
und singen in den Lüften frei, daß Gott mit uns versöhnet sei.

Ist Gott versöhnt und unser Freund, was kann uns tun der arge Feind?
Trotz Türken, Teufel und Hölle Pfort, das Jesulein ist unser Hort.

Er bringt das rechte Jubeljahr. was trauren wir denn immerdar!
Frisch auf, jetzt ist es Singens Zeit, das Jesulein wendt alles Leid!

Cyriakus Schneegaß 1597 (LKG 114)

Dienstag nach Neujahr

Alles, was Ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesu, und danket Gott dem Vater, durch ihn.

Kolosser 3,17

Fortlaufende Lese

Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes.

2Wie geschrieben steht im Propheten Jesaja: »Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bereiten soll.«

3»Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Steige eben!«, 4so war Johannes in der Wüste, taufte und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. 5Und es ging zu ihm hinaus das ganze judäische Land und alle Leute von Jerusalem und ließen sich von ihm taufen im Jordan und bekannten ihre Sünden. 6Und Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen  ledernen Gürtel um seine Lenden und aß Heuschrecken und wilden Honig. 7Und er predigte und sprach: Nach mir kommt der, der stärker ist als ich; ich bin nicht wert, dass ich mich vor ihm bücke und die Riemen seiner Schuhe löse. 8Ich habe euch mit Wasser getauft; aber  er wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.

Markus 1,1-8

Tageslese

Und er kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und stand auf, um zu lesen. 17Da wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und als er das Buch auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben steht (Jes 61,1-2): 18»Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat und gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen,  zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und die Zerschlagenen zu entlassen in die Freiheit 19und zu verkündigen das  Gnadenjahr des Herrn.«

20Und als er das Buch zutat, gab er’s dem Diener und setzte sich. Und aller Augen in der Synagoge sahen auf ihn. 21Und er fing an, zu ihnen zu reden: Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren.

Lukas 4,16-21

Kollekte

Allmächtige ewiger Gott, wir bitten Dich herzlich: Gib uns, daß wir Deinen lieben Sohn erkennen und preisen, wie der heilige Simeon ihn leiblich auf seine Arme genommen und geistlich erkannt hat. Durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 116

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 


Friede sei mit Euch + 


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Jesu, nun sei gepreiset zu diesem neuen Jahr

Alte Lateinschule in der Wittenberger Jüdenstraße

Jesu, nun sei gepriesen zu diesem neuen Jahr für Deine Güt, uns beweiset in aller Not und Gfahr, daß wir haben erlebet die neu fröhliche Zeit, die voller Gnaden schwebet und ewger Seligkeit, daß wir in guter Stille das alte Jahr han erfüllet. Wir wolln uns Dir ergeben jetz neu und immerdar. Behüt uns Leib und Leben hinfort das ganze Jahr.

Lass uns das Jahr vollbringen zu Lob dem Namen Dein, daß wir demselben singen in der Christen Gemein. Wollst uns das Leben fristen durch Dein allmächtig Hand; erhalt Dein liebe Christen und unser Vaterland; Dein´ Segen zu uns wende, gib Fried an allen Enden; gib unverfälscht im Lande Dein seligmachend Wort, die Teufel mach zuschanden hie und an allem Ort.

Dein ist allein die Ehre, Dein ist allein der Ruhm. Geduld im Kreuz uns lehre, regier all unser Tun, bis wir getrost abscheiden ins ewgen Vaters Reich zum wahren Fried und Freuden den Heilgen Gottes gleich. Indes machs mit uns allen nach Deinem Wohlgefallen. Solchs singtheut ohne Scherzen die christgläubige Schar und wünscht mit Mund und Herzen ein selig neues Jahr.

Johannes Hermann 1591 (LKG 113)

Tag der Beschneidung und Namensgebung des Herrn (Neujahr)

Alles, was Ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesu, und danket Gott dem Vater, durch ihn.

Kolosser 3,17

Fortlaufende Lese

Ein Psalm Davids, vorzusingen, auf der Gittit. 2 HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen, der du zeigst deine Hoheit am Himmel! 3 Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge / hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen, dass du vertilgest den Feind und den Rachgierigen. 4 Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: 5 was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? 6 Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt. 7 Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk, alles hast du unter seine Füße getan: 8 Schafe und Rinder allzumal, dazu auch die wilden Tiere, 9 die Vögel unter dem Himmel und die Fische im Meer und alles, was die Meere durchzieht. 10 HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen!

Psalm 8

Alttestamentliche Lesung

Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! 2 Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, und wenn du durch Ströme gehst, sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du ins Feuer gehst, wirst du nicht brennen, und die Flamme wird dich nicht versengen. 3 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland. Ich gebe Ägypten für dich als Lösegeld, Kusch und Seba an deiner statt. 4 Weil du teuer bist in meinen Augen und herrlich und weil ich dich lieb habe, gebe ich Menschen an deiner statt und Völker für dein Leben. 5 So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir. Ich will vom Osten deine Kinder bringen und dich vom Westen her sammeln, 6 ich will sagen zum Norden: Gib her!, und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring her meine Söhne von ferne und meine Töchter vom Ende der Erde, 7 alle, die mit meinem Namen genannt sind, die ich zu meiner Ehre geschaffen und zubereitet und gemacht habe.

Jesaja 43,1-7

Epistel

Ehe aber der Glaube kam, waren wir unter dem Gesetz verwahrt und eingeschlossen, bis der Glaube offenbart werden sollte. 24 So ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerecht würden.

25 Da nun der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. 26 Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. 27 Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. 28 Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus. 29 Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr ja Abrahams Nachkommen und nach der Verheißung Erben.

Galater 3,23-29

Tagelese

Und als acht Tage um waren und er beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe er im Mutterleib empfangen war.

Lukas 2,21

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, wir danken Dir, daß Du uns Deinen lieben Sohn gegeben hast, um sein Volk zu retten von allen Sünden. Wir bitten Dich, Du wollest Deine Gnade geben, daß wir in diesem neuen Jahr alles, war wir tun, mit Worten und Werken, im Namen Jesu beginnen und Dich, unsern Vater, durch ihn preisen, darin auch alle Tage unseres Lebens beharren und zunehmen, bis wir zuletzt nach dieser Zeit Dich in Ewigkeit loben und anbeten, durch denselben, unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.116f.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 


Friede sei mit Euch + 


AmenAmen

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Sunday after Christmas (St. Simeon)

“Nunc Dimittis” (1505-1510) von Giovanni Bellini (1430-1516)

We beheld His glory, the glory as of the only begotten of the Father, full of grace and truth.

John 1,14b

Introit

In you, O Lord, I have taken shelter. Never let me be humiliated.
Vindicate me by rescuing me. Listen to me. Deliver me.
Be my protector and refuge, a stronghold where I can be safe.
For you are my high ridge and my stronghold.

O God, do not remain far away from me. My God, hurry and help me.

As for me, I will wait continually, and will continue to praise you.
I will tell about your justice, and all day long proclaim your salvation,
though I cannot fathom its full extent.
I will come and tell about the mighty acts of the Sovereign Lord.
I will proclaim your justice—yours alone.
O God, you have taught me since I was young,
and I am still declaring your amazing deeds.
Even when I am old and gray,  O God, do not abandon me,
until I tell the next generation about your strength,
and those coming after me about your power.

Psalm 71,1-3.12.14-18

God’s holy Word from the Old Testament: Isaiah 49,13-16

Sing, O heavens; and be joyful, O earth; and break forth into singing, O mountains: for the Lord hath comforted his people, and will have mercy upon his afflicted. But Zion said, The Lord hath forsaken me, and my Lord hath forgotten me. Can a woman forget her sucking child, that she should not have compassion on the son of her womb? yea, they may forget, yet will I not forget thee. Behold, I have graven thee upon the palms of my hands; thy walls are continually before me.

Isaiah 49,13-16

The Holy Epistle

That which was from the beginning, which we have heard, which we have seen with our eyes, which we have looked upon, and our hands have handled, of the Word of life; (For the life was manifested, and we have seen it, and bear witness, and shew unto you that eternal life, which was with the Father, and was manifested unto us;) That which we have seen and heard declare we unto you, that ye also may have fellowship with us: and truly our fellowship is with the Father, and with his Son Jesus Christ. And these things write we unto you, that your joy may be full.

1. John 1,1-4

The Holy Gospel

Now there was a man in Jerusalem named Simeon who was righteous and devout, looking for the restoration of Israel, and the Holy Spirit was upon him. 26 It had been revealed to him by the Holy Spirit that he would not die before he had seen the Lord’s Christ. 27 So Simeon, directed by the Spirit, came into the temple courts, and when the parents brought in the child Jesus to do for him what was customary according to the law, 28 Simeon took him in his arms and blessed God, saying,

29 “Now, according to your word, Sovereign Lord, permit your servant to depart in peace. 30 For my eyes have seen your salvation 31 that you have prepared in the presence of all peoples: 32 a light, for revelation to the Gentiles, and for glory to your people Israel.”

33 So the child’s father and mother were amazed at what was said about him. 34 Then Simeon blessed them and said to his mother Mary, “Listen carefully: This child is destined to be the cause of the falling and rising of many in Israel and to be a sign that will be rejected. 35 Indeed, as a result of him the thoughts of many hearts will be revealed—and a sword will pierce your own soul as well!”

There was also a prophetess, Anna the daughter of Phanuel, of the tribe of Asher. She was very old, having been married to her husband for seven years until his death. 37 She had lived as a widow since then for eighty-four years. She never left the temple, worshiping with fasting and prayer night and day. 38 At that moment, she came up to them and began to give thanks to God and to speak about the child to all who were waiting for the redemption of Jerusalem.

Luke 2,25-38

The Confession of the Church

I believe in one God, the Father Almighty, Maker of heaven and earth, and of all things visible and invisible.

And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of the Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father; by whom all things were made; who for us men, and for our salvation, came down from heaven, and was incarnate by the Holy Ghost of the Virgin Mary, and was made man, and was crucified also for us under Pontius Pilate; He suffered and was buried; and the third day He rose again according to the Scriptures; and ascended into heaven, and sitteth on the right hand of the Father; and He shall come again with glory to judge the quick and the dead; whose kingdom shall have no end.

And I believe in the Holy Ghost, the Lord and Giver of life, who proceedeth from the Father and the Son; who with the Father and the Son together is worshiped and glorified; who spake by the Prophets. And I believe in one holy catholic and apostolic Church. I acknowledge one Baptism for the remission of sins; and I look for the resurrection of the dead, and the life of the world to come. Amen.

Nicene Creed

Sermon text

But Jesus shouted out, “The one who believes in me does not believe in me, but in the one who sent me, 45 and the one who sees me sees the one who sent me. 46 I have come as a light into the world, so that everyone who believes in me should not remain in darkness. 47 If anyone hears my words and does not obey them, I do not judge him. For I have not come to judge the world, but to save the world. 48 The one who rejects me and does not accept my words has a judge; the word I have spoken will judge him at the last day. 49 For I have not spoken from my own authority, but the Father himself who sent me has commanded me what I should say and what I should speak. 50 And I know that his commandment is eternal life. Thus the things I say, I say just as the Father has told me.” The liturgical colour is white.

John 12,44-50

Collect for Sunday after Christmas

O God, our Maker and Redeemer, You wonderfully created us and in the incarnation of Your Son yet more wondrously restored our human nature. Grant that we may ever be alive in Him who made Himself to be like us; through Jesus Christ, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit one God for ever and ever. Amen.

Hymn of the week: 

Hail to the Lord’s Anointed, great David’s greater Son!
Hail in the time appointed, his reign on earth begun!
He comes to break oppression, to set the captive free;
to take away transgression, and rule in equity.

He comes with succor speedy to those who suffer wrong;
to help the poor and needy, and bid the weak be strong;
to give them songs for sighing, their darkness turn to light,
whose souls, condemned and dying, are precious in his sight.

He shall come down like showers upon the fruitful earth;
love, joy, and hope, like flowers, spring in his path to birth.
Before him on the mountains, shall peace, the herald, go,
and righteousness, in fountains, from hill to valley flow.

To him shall prayer unceasing and daily vows ascend;
his kingdom still increasing, a kingdom without end.
The tide of time shall never his covenant remove;
his name shall stand forever; that name to us is love.

Author: James Montgomery (1821)

Prayer of the week

Eternal Lord God, in the fullness of time, You sent forth Your Son, born of a woman, born under the Law, to redeem us and give us the adoption as Your sons and heirs. Hear us, Father, as we call to You in His name. Give us grace to rejoice in Christ’s blessed incarnation, and grant us a glad new year.

Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lead Your Church, Lord, to follow the example of blessed Simeon, that all baptized Christians would embrace the Christ Child by Word and faith, and so be ready to depart whenever they are called.

Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Heavenly Father, from whom all fatherhood on earth is named, bless Christian families with Your promises. Give parents diligence and delight in their work, and grant Your favor on all children, that they may grow in strength and wisdom. Bless widows, orphans and broken families also with Your mercy, and give them joy in the redemption You have won for us in Christ.

Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O worthy Judge, from You proceeds the Spirit of wisdom and understanding, counsel and might, knowledge and the fear of the Lord. Give wisdom to those who make, administer and judge our laws, that they may serve faithfully in their tasks, according to Your good pleasure and for the benefit of our people.

Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Gracious Lord, receive our prayers for those who suffer from loneliness. Comfort them with the sure and certain knowledge that You will never forsake them. Give them family and friends within the household of faith with whom they can find loving companionship. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Blessed Lord, help the sick and suffering, especially those who desire our prayers: June, Karin & Ingrid, Ingrid, Bärbel, Peter und Gerhard, Marie-Luise, Dieter & Cäcilie, Erlo & Val; Matt and Kathy, Hans-Jörg, David & Lucy, Xhotso & Mamohau, Thomas & Markus, Margreth, Thomas & Andreas, Johann, Felix, Mark und Mindy, Armin und Susanne, Sami und Seila, Martti, Christian & Lula, Tim & Annette, Art & Linda, Beverly, Jim & Peggy, Dean, Sara & John, Matt & Christa, Vivian, Götz & Sylvia, Natalia, Kyril & Olga, Mark & Mindy, Abigail, Alex & Andrew, Maria & Tamara, Bernhard, Reinhard, Felix, Vadim, Michael & Janet, Scott & Maryann, Daniel & Linda, Larry & Amy, Alison, Michael, Thomas, Mario, Thomas und Annette, Dietmar, Monika, June, Elisabeth, Mike, Steve, Manuela, Inke, Imke, Christoph, Friederike & Ollie (Charlottchen), Ele, Max & Louis, Detlev und Biljana, Matthias, Bärbel, Inga, Thomas, Peter, Soja und Linus, Maisa & Heidi, Lothar & Katharina, Wolfgang & Elsmarie, Margrit & Hartmut, Gisela und Günther, Karl-Heinz & Sharon, Eckart, Dieter und Yvonne, Gerhard, Walter & Ruth, Hans & Renate, Anne & Bernhard, Gerrie & Carmela, Lisa & Manfred, Piet & Simone, Chris & Sigrid, Lene & Kurt, Thomas & Liesel, Sofie, Daniel, Joni, Eckart & Kirstin, Peter & Sigrid, Michaela & Werner, David, Renate & Bossie, Emma, Andile & Sazza, Dietrich & Marilena (Pia and Romy), Chrissie & Kristin (Hans Peter/Oliver Christian), Werner & Nadia (Eli & Liam); Bernhard-Daniel, Tobias, Benjamin, Christine, Judith, Charlotte; Miriam & Kai; Martin, Gerhard, Karin & Erwin (Katja), Christiane, Ruth & Angelika; Luca, Fynn, Sara Thandazile; Cornelia, David, Lydia, Maria Karin; Robert & Sandra, Johannes Wilhelm, Thomas; Walter & Uta, Christel & Allan, Dieter & Johanna, Gerald & Elsmarie, Manfred & Manuela, Ulrike & Ian, Gisela & William, Lizzy und Sebastian Lübcke, Liz, Heinrich, Lizelle, Heinz, Enoch, Peter, David, Matthias Johannes, Harry & Heidrun, Dietrich,

Surround them with Your love in Christ and, according to Your gracious will, heal them. Comfort those who mourn and suffer – especially in Israel, Ukraine, but also Christian brethren in Sudan and the rest of Africa and Asia and fill their hearts with the certain hope of the resurrection. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Father of lasting peace, show Your mercy to those who receive the Lord’s Supper this day, that they would behold their salvation in the very body and blood of Christ given for them and, with St. Simeon, be well-prepared to depart in peace according to Your Word. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, heavenly Father, we here remember the sufferings and death of Your dear Son, Jesus Christ, for our salvation. Praising His victorious resurrection from the dead, we draw strength from His ascension before You, where He ever stands for us as our own High Priest. Gather us together, we pray, from the ends of the earth to celebrate with all the faithful the marriage feast of the Lamb in His kingdom, which has no end. Graciously receive our prayers, deliver and preserve us, for to You alone we give all glory, honor and worship, Father, Son and Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Prayer of the LCMS

If you are called to preach this week- month- and yearend, may the triune God give you joy and strength, wisdom, knowledge and insight, that You preach His holy will faithfully and His gracious promises invitingly! His most precious Gospel is “the power of God to save all who believe.” (Rom 1:16)

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless Thee, and keep Thee;

The Lord make His face shine upon Thee, and be gracious unto Thee;

The Lord lift up His countenance upon Thee + give Thee peace.

Numbers 6,24-26
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Den die Hirten lobeten sehre

Schwippbogen aus Seiffen (Erzgebirge)

Den die Hirten lobeten sehre und die Engel noch viel mehre, fürchtet Euch nun nimmermehre, Euch ist geborn ein König der Ehrn. Heut sein die lieben Engelein in hellem Schein erschienen bei der Nachte den Hirten, die ihr’ Schäfelein bei Mondenschein im weiten Feld bewachten: »Große Freud und gute Mär wolln wir euch offenbaren, die Euch und aller Welt soll widerfahren.« Gottes Sohn ist Mensch geborn, ist Mensch geborn, hat versöhnt des Vaters Zorn, des Vaters Zorn.

Zu dem die Könige kamen geritten, Gold, Weihrauch, Myrrhen brachten sie mitte. Sie fielen nieder auf ihre Knie: Gelobet seist Du, Herr, allhie. »Sein’ Sohn die göttlich Majestät euch geben hat, ein’ Menschen lassen werden. Ein Jungfrau ihn geboren hat in Davids Stadt, da ihr ihn finden werdet liegend in eim Krippelein nackend, bloß und elende, dass er all Euer Elend von Euch wende.« Gottes Sohn ist Mensch geborn, ist Mensch geborn, hat versöhnt des Vaters Zorn, des Vaters Zorn.

Freut Euch heute mit Maria in der himmlischen Hierarchia, da die Engel singen alle in dem Himmel hoch mit Schall. Danach sangen die Engelein: »Gebt Gott allein im Himmel Preis und Ehre. Groß Friede wird auf Erden sein, des solln sich freun die Menschen alle sehre und ein Wohlgefallen han: Der Heiland ist gekommen, hat Euch zugut das Fleisch an sich genommen.« Gottes Sohn ist Mensch geborn, ist Mensch geborn, hat versöhnt des Vaters Zorn, des Vaters Zorn.

Lobt, Ihr Menschen alle gleiche, Gottes Sohn vom Himmelreiche; dem gebt jetzt und immermehre Lob und Preis und Dank und Ehr. Die Hirten sprachen: »Nun wohlan, so lasst uns gahn und diese Ding erfahren, die uns der Herr hat kundgetan; das Vieh lasst stahn, er wird’s indes bewahren.« Da fanden sie das Kindelein in Tüchelein gehüllet, das alle Welt mit seiner Gnad erfüllet.

Nikolaus Herman (1560)

Samstag nach Weihnachten

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.Johannes 1,14

Fortlaufende Lese

Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch! 2 Warum zählt ihr Geld dar für das, was kein Brot ist, und euren sauren Verdienst für das, was nicht satt macht? Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen und euch am Köstlichen laben. 3 Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir! Höret, so werdet ihr leben! Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen, euch die beständigen Gnaden Davids zu geben. 4 Siehe, ich habe ihn den Völkern zum Zeugen bestellt, zum Fürsten für sie und zum Gebieter. 5 Siehe, du wirst Völker rufen, die du nicht kennst, und Völker, die dich nicht kennen, werden zu dir laufen um des HERRN willen, deines Gottes, und des Heiligen Israels, der dich herrlich gemacht hat.

Jesaja 55,1-5

Tageslese

Jesus aber rief: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. 45 Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. 46 Ich bin als Licht in die Welt gekommen, auf dass, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. 47 Und wer meine Worte hört und bewahrt sie nicht, den richte ich nicht; denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette. 48 Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht an, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am Jüngsten Tage. 49 Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soll. 50 Und ich weiß: Sein Gebot ist das ewige Leben. Darum: Was ich rede, das rede ich so, wie es mir der Vater gesagt hat.

Johannes 12,44-50

Kollekte für Weihnachten

Hilf, lieber Herre Gott: daß wir der neuen leiblichen Geburt Deines lieben Sohnes teilhaftig werden und bleiben und unserer alten sündlichen Geburt ledig werden. Durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 114

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 


Friede sei mit Euch + 


AmenAmen

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Lobt Gott, Ihr Christen alle gleich

Im Anflug auf Algier über das Atlasgebirge

Lobt Gott, Ihr Christen alle gleich, in seinem höchsten Thron, der heut schließt auf sein Himmelreich und schenkt uns seinen Sohn, und schenkt uns seinen Sohn.

Er kommt aus seines Vaters Schoß und wird ein Kindlein klein, er liegt dort elend, nackt und bloß in einem Krippelein, in einem Krippelein.

Er äußert sich all seiner G’walt, wird niedrig und gering und nimmt an eines Knechts Gestalt, der Schöpfer aller Ding, der Schöpfer aller Ding.

Er wechselt mit uns wunderlich: Fleisch und Blut nimmt er an und gibt uns in seins Vaters Reich die klare Gottheit dran, die klare Gottheit dran.

Er wird ein Knecht und ich ein Herr; das mag ein Wechsel sein! Wie könnt es doch sein freundlicher, das herze Jesulein, das herze Jesulein!

Heut schließt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis; der Cherub steht nicht mehr dafür. Gott sei Lob, Ehr und Preis, Gott sei Lob, Ehr und Preis!

Nikolaus Herman (1480–1561)

Freitag nach Weihnachten

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.

Johannes 1,14

Fortlaufende Lese

Juble, du Unfruchtbare, die du nicht geboren hast! Freue dich und jauchze, die du nicht schwanger warst! Denn die Einsame hat mehr Kinder, als die den Mann hat, spricht der HERR. 2 Mache den Raum deines Zeltes weit und breite aus die Decken deiner Wohnstatt; spare nicht! Spann deine Seile lang und stecke deine Pflöcke fest! 3 Denn du wirst dich ausbreiten zur Rechten und zur Linken, und deine Nachkommen werden Völker beerben und verwüstete Städte neu bewohnen. 4 Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden; schäme dich nicht, denn du sollst nicht zum Spott werden, sondern du wirst die Schande deiner Jugend vergessen und der Schmach deiner Witwenschaft nicht mehr gedenken. 5 Denn der dich gemacht hat, ist dein Mann – HERR Zebaoth heißt sein Name –, und dein Erlöser ist der Heilige Israels, der aller Welt Gott genannt wird. 6 Denn der HERR hat dich zu sich gerufen wie eine verlassene und von Herzen betrübte Frau; und die Frau der Jugendzeit, wie könnte sie verstoßen bleiben!, spricht dein Gott. 7 Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln. 8 Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser. 9 Ich halte es wie zur Zeit Noahs, als ich schwor, dass die Wasser Noahs nicht mehr über die Erde gehen sollten. So habe ich geschworen, dass ich nicht mehr über dich zürnen und dich nicht mehr schelten will. 10 Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer.

Jesaja 54,1-10

Tageslese

Da sprach Jesus zu ihnen: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Wandelt, solange ihr das Licht habt, dass euch die Finsternis nicht überfalle. Wer in der Finsternis wandelt, der weiß nicht, wo er hingeht. 36 Glaubt an das Licht, solange ihr’s habt, auf dass ihr des Lichtes Kinder werdet. Das redete Jesus und ging weg und verbarg sich vor ihnen.

37 Und obwohl er solche Zeichen vor ihren Augen getan hatte, glaubten sie doch nicht an ihn, 38 auf dass erfüllt werde der Spruch des Propheten Jesaja, den er sagte: »Herr, wer glaubt unserm Predigen? Und wem ist der Arm des Herrn offenbart?« 39 Darum konnten sie nicht glauben, denn Jesaja sagte wiederum: 40 »Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstockt, dass sie mit den Augen nicht sehen noch mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich ihnen helfe[1].« 41 Das sagte Jesaja, weil er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete. 42 Doch auch von den Oberen glaubten viele an ihn; aber um der Pharisäer willen bekannten sie es nicht, um nicht aus der Synagoge ausgestoßen zu werden. 43 Denn sie hatten lieber Ehre bei den Menschen als Ehre bei Gott.

Johannes 12,35-43

Kollekte für Weihnachten

Hilf, lieber Herre Gott: daß wir der neuen leiblichen Geburt Deines lieben Sohnes teilhaftig werden und bleiben und unserer alten sündlichen Geburt ledig werden. Durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 114

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 


Friede sei mit Euch + 


AmenAmen

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Gelobet seist Du, Jesus Christ

Rudolf Schäfer 16. September 1878-25. Oktober 1961

Gelobet seist Du, Jesu Christ, dass Du Mensch geboren bist von einer Jungfrau, das ist wahr; des freuet sich der Engel Schar. Kyrieleis.

Des ewgen Vaters einig Kind jetzt man in der Krippen find’t; in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewig Gut. Kyrieleis.

Den aller Welt Kreis nie beschloss, der liegt in Marien Schoß; er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhält allein. Kyrieleis.

Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt ein’ neuen Schein; es leucht’ wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis.

Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Gast in der Welt hier ward und führt uns aus dem Jammertal, macht uns zu Erben in seim Saal. Kyrieleis.

Er ist auf Erden kommen arm, dass er unser sich erbarm und in dem Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Kyrieleis.

Das hat er alles uns getan, sein groß Lieb zu zeigen an. Des freu sich alle Christenheit und dank ihm des in Ewigkeit. Kyrieleis.

Dr. Martin Luther 1524 (LKG 85)

Tag der unschuldigen Kindlein

Der Tod seiner Heiligen wiegt schwer vor dem Herrn. Dir will ich Dankopfer bringen und des Herrn Namen anrufen.

Psalm 116,15-17

Fortlaufende Lese

Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. 7 Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf. 8 Er ist aus Angst und Gericht hinweggenommen. Wen aber kümmert sein Geschick? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat seines Volks geplagt war. 9 Und man gab ihm sein Grab bei Gottlosen und bei Übeltätern, als er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat und kein Betrug in seinem Munde gewesen ist. 10 Aber der HERR wollte ihn also zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und lange leben, und des HERRN Plan wird durch ihn gelingen. 11 Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden. 12 Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben und er soll die Starken zum Raube haben dafür, dass er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist und er die Sünde der Vielen getragen hat und für die Übeltäter gebeten.

Jesaja 53,6-12

Tageslese

Als sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Josef im Traum und sprach: Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und flieh nach Ägypten und bleib dort, bis ich dir’s sage; denn Herodes hat vor, das Kindlein zu suchen, um es umzubringen. 14 Da stand er auf und nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich bei Nacht und entwich nach Ägypten 15 und blieb dort bis nach dem Tod des Herodes, auf dass erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: »Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.«

16 Als Herodes nun sah, dass er von den Weisen betrogen war, wurde er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Knaben in Bethlehem töten und in der ganzen Gegend, die zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er von den Weisen genau erkundet hatte. 17 Da wurde erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, der da spricht: 18 »In Rama hat man ein Geschrei gehört, viel Weinen und Wehklagen; Rahel beweinte ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn es war aus mit ihnen.«

Matthäus 2,13-18

Kollekte am Tag der unschuldigen Kindlein

Allmächtiger Gott, der Du in großen und gewaltigen Werken Deine Herrlichkeit offenbarst und durch die Unmündigen und Geringen noch in ihrem Sterben Wunder tust: mache uns bereit, uns Deinem Willen zu fügen und unser Leben für Deinen Sohn zu opfern. Durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.115

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen

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