O Jesu Christ, Dein Kripplein ist mein Paradies

Die Geburt Jesu Christi, Darstellung aus dem Hortus Deliciarum der Herrad von Landsberg (12. Jahrhundert)

O Jesu Christ, Dein Krippe ist mein Paradies, da meine Seele weidet. Hier ist der Ort, hier liegt das Wort mit unserm Fleisch persönlich angekleidet.
Dem Meer und Wind gehorsam sind, gibt sich zum Dienst und wird ein Knecht der Sünder. Du Gottessohn wirst Erd und Ton, gering und schwach wie wir und unsre Kinder.
Du höchstes Gut hebst unser Blut in Deinen Thron hoch über alle Höhen. Du ewge Kraft machst Brüderschaft mit uns, die wie ein Dampf und Rauch vergehen.
Was will uns nun zuwider tun der Seelenfeind mit allem Gift und Gallen? Was wirft er mir und andern für, daß Adam ist und wir in ihm gefallen?
Schweig, arger Feind! Da sitzt mein Freund, mein Fleisch und Blut hoch in dem Himmel droben. Was Du gefällt, das hat der Held aus Jakobs Stamm zu großer Ehr erhoben.
Sein Licht und Heil macht alles heil; der Himmelschatz bringt allen Schaden wieder. Der Freudenquell Immanuel schlägt Teufel, Höll und all ihr Reich darnieder.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 103)

Freitag nach dem 2. Sonntag nach Epiphanias (Der Freudenmeister)

Das Gesetz ist durch Mose gegeben, die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christ geworden.

Johannes 1,17

Fortlaufende Lese

Das ist gewisslich wahr: Wenn jemand ein Bischofsamt erstrebt, begehrt er eine hohe Aufgabe. 2 Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, besonnen, würdig, gastfrei, geschickt im Lehren, 3 kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig, 4 einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat, in aller Ehrbarkeit. 5 Denn wenn jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie soll er für die Gemeinde Gottes sorgen? 6 Er soll kein Neugetaufter sein, damit er sich nicht aufblase und dem Urteil des Teufels verfalle. 7 Er muss aber auch einen guten Ruf haben bei denen, die draußen sind, damit er nicht geschmäht werde und sich nicht fange in der Schlinge des Teufels. 8 Desgleichen sollen die Diakone ehrbar sein, nicht doppelzüngig, keine Säufer, nicht schändlichen Gewinn suchen; 9 sie sollen das Geheimnis des Glaubens mit reinem Gewissen bewahren. 10 Und man soll sie zuvor prüfen, und wenn sie untadelig sind, sollen sie den Dienst versehen. 11 Desgleichen sollen die Frauen ehrbar sein, nicht verleumderisch, nüchtern, treu in allen Dingen. 12 Die Diakone sollen ein jeder der Mann einer einzigen Frau sein und ihren Kindern und ihrem eigenen Haus gut vorstehen. 13 Welche aber ihren Dienst gut versehen, die erwerben sich selbst ein gutes Ansehen und viel Freimut im Glauben an Christus Jesus.

1. Timotheus 3,1-13

Tageslese

Johannes zeugt von ihm und ruft: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich. 16 Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. 17 Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. 18 Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat es verkündigt.

Johannes 1,15-18

Gebet am Freitag

Wir danken Dir, HErr JEsu Christe, wahrer GOTT und Mensch, daß Du uns arme Sünder und verdammte Menschen ohn all unsere Werke, Verdienst und Würdigkeit durch Dein heiliges Leiden, Sterben und Blutvergießen erlöset hast.

O HErr JEsu Christe, wie groß ist Dein Leiden, wie schwer ist Deine Pein, wieviel ist Deiner Marter, wie tief sind Deine Wunden, wie bitter und schmerzlich ist Dein Tod. Wie unaussprechlich ist Deine Liebe, damit Du uns Deinem himmlischen Vater versöhnt hast, da Du am Ölberg blutigen Schweiß vor großer Todesangst geschwitzt hast, daß die Blutstropfen auf die Erde gefallen, und Du daselbst, von allen Deinen Jüngern verlassen, in die Hände der schnöden Juden und Gottlosen Schar Dich willig für uns gegeben, welche Dich hart und grausam gebunden, von einem ungerechten Richter zum anderen unbarmherzig geführt haben. Daselbst bist Du fälschlich verklagt und verurteilt, verspeit, verhöhnt und mit Fäusten ins Angesicht geschlagen worden. Du bist um unserer Missetat willen zerschlagen, gegeißelt, mit Dornen gekrönt und jämmerlich zugerichtet, wie ein armer Wurm, der nicht einem Menschen ähnlich gewesen. Denn Du warst der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit, also daß es auch ein heidnisch Herz erbarmt hat zu sagen: “Sehet, welch ein Mensch ist das !” Du bist von wegen unserer Missetat mitten unter zwei Übeltäter gerechnet und als ein Fluch aufgehängt, an Händen und Füßen mit Nägeln durchgraben, dazu in Deinem höchsten Durst mit Essig und Gallen getränkt, und mit großen Schmerzen hast Du Deinen Geist aufgegeben, auf daß Du unsere Schuld bezahltest, und wir durch Deine Wunden geheilt würden.

O HErr JEsu Christe, für diese und alle andere Deine Marter und Pein sagen wir Dir Lob und Dank und bitten Dich, laß Dein heilig bitter Leiden an uns nicht verloren sein, sondern gib, daß wir uns desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch dasselbe also begehen und betrachten, daß alle böse Lust in uns ausgelöscht und gedämpft, dagegen aber alle Tugend eingepflanzt und gemehrt werde, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben, und Deinem uns gelassenen Vorbilde nachfolgen, in Deine Fußtapfen treten, das Übel mit Geduld ertragen und das Unrecht mit gutem Gewissen leiden. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.147)

Kollekte

Barmherziger Gott, liebreicher Vater, der Du Deinen Sohn zu uns gesandt hast, daß er uns Deine Liebe offenbare, wandle, wir bitten Dich, unser sündhaftes Wesen und erfülle uns, die wir Knechte des Gesetzes waren, mit dem Geiste der Kindschaft durch Deinen Sohn Jesus Christus, unsern Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.119

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Die Ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei Eures Glaubens Hände.

“Anbetung der drei Könige” vom Meister des Aachener Altars (1480-1520)

Die Ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände. Hier sind alle guten Gaben und das Gold, da Ihr sollt euer Herz mit laben.

Süßes Heil, lass Dich umfangen, lass mich Dir, meine Zier, unverrückt anhangen. Du bist meines Lebens Leben; nun kann ich mich durch Dich wohl zufrieden geben.

Meine Schuld kann mich nicht drücken, denn Du hast meine Last all auf Deinem Rücken. Kein Fleck ist an mir zu finden, ich bin gar rein und klar aller meiner Sünden.

Ich bin rein um Deinetwillen: Du gibst g’nug Ehr und Schmuck, mich darein zu hüllen. Ich will Dich ins Herze schließen, o mein Ruhm! Edle Blum, lass Dich recht genießen.

Ich will Dich mit Fleiß bewahren; ich will Dir leben hier, Dir will ich hinfahren; mit Dir will ich endlich schweben voller Freud ohne Zeit dort im andern Leben.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 101,11-15)

Donnerstag nach dem 2. Sonntag nach Epiphanias (Der Freudenmeister)

Das Gesetz ist durch Mose gegeben, die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christ geworden.

Johannes 1,17

Fortlaufende Lese

So will ich nun, dass die Männer beten an allen Orten und aufheben heilige Hände ohne Zorn und Zweifel. 9 Desgleichen, dass die Frauen in schicklicher Kleidung sich schmücken mit Anstand und Besonnenheit, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarem Gewand, 10 sondern, wie sich’s ziemt für Frauen, die ihre Frömmigkeit bekunden wollen, mit guten Werken. 11 Eine Frau lerne in der Stille mit aller Unterordnung. 12 Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie über den Mann herrsche, sondern sie sei still. 13 Denn Adam wurde zuerst gemacht, danach Eva. 14 Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber wurde verführt und übertrat das Gebot. 15 Sie wird aber gerettet werden dadurch, dass sie Kinder zur Welt bringt, wenn sie bleiben mit Besonnenheit im Glauben und in der Liebe und in der Heiligung.

1. Timotheus 2,8-15

Tageslese

Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. 18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. 19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. 20 Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Matthäus 5,17-26

Gebet am Donnerstag

HErr JEsu Christe, Du wahrer König Himmels und der Erden! Du hast Deiner Kirche verheißen, daß die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen sollen, und Du lässest noch immer unter uns Dein Wort verkünden und Deine heiligen Sakramente verwalten. Doch ahc, o HErr, die Sünden der Deinen verdunkeln die Herrlichkeit Deiner Braut. Dein heiliger Weinberg ist zertreten und Dein gebenedeites Opfer steht verlassen. Viele dünken sich stark und verachten die Speise des Lebens, die Du den Deinen verordnet hast zur Vergebung ihrer Sünden.

Daß Du verschonen wollest allen Übermut und nicht herabfahren im Zorn, den Leuchter Deines Wortes vor unseren Augen umzustoßen – o HErr,, wir bitten Dich: Suche dagegen heim den Weinstock, den Du Dir vormals erwählet hast und erneure uns, daß es sei wie vor alters.

Gib einen großen Hunger nach Deiner Speise Deines wahren Leibes und Blutes und laß Deine Gläubigen allezeit erfunden sein in der Apostel Lehre, in der Gemeinschaft, im Brechen Deines Brotes und im Gebet.

Wir bitten Dich, HErr, für unseren Altar, daß er immerdar sei eine Stätte, da die Arzenei des ewigen Lebens uns stärke an Leib und Seele in Vergebung unserer Sünden, daß dagegen Unglaube und Unbußfertigkeit ferne bleiben von allen, die da kommen, auf daß sie nicht essen und trinken sich selbst zum Gericht.

O Du ewiger Hoherpriester, der Du uns immer rufest zum Mahle Deines Opfers, laß in uns wachsen die Frucht Deines Geistes, die da ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut und Keuschheit. Laß uns alle in heiligem Wandel zu Deines Namens Ehre leben hier zeitlich und dort ewiglich.

O JEsu Christe, der Du mit dem Vater und eben demselben Heiligen Geist, ein wahrer GOTT, lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.146)

Kollekte

Barmherziger Gott, liebreicher Vater, der Du Deinen Sohn zu uns gesandt hast, daß er uns Deine Liebe offenbare, wandle, wir bitten Dich, unser sündhaftes Wesen und erfülle uns, die wir Knechte des Gesetzes waren, mit dem Geiste der Kindschaft durch Deinen Sohn Jesus Christus, unsern Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.119

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
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Von der Erbsunde (Erbjammer)

“Gesetz und Gnade”: Lucas Cranach der Ältere (1472-1553) im Herzöglichen Museum, Gotha.

Darüber sagen sie dazu, das kein mensch ewig verdampt werde allein umb der Erbsunde odder Erbjammers willen, sondern, gleich wie von einer leibeigenen magd leibeigen leut und erbknecht geborn werden, nicht ihr eigen schuld halben, sondern, das sie der mutter unglucks und elends entgelten und tragen müssen – so sie doch an ihn selbst wie ander menschen ohne wandel geborn werden – , So sey die Erbsunde auch nicht ein angeborn ubel, sondern allein ein gebrechen und last, die wir von Adam tragen, aber vor uns selbst, darümb nicht inn sunden und erbungnaden stecken.

Damit ich nu anzeigete, das uns solche unchristliche meinung nicht gefiele, hab ich dieser wort gebraucht: „alle menschen von mutterleib an sind alle vol böser lust und neigung“. Und nenne die Erbsunde auch darümb ein seuche, anzuzeigen, das nicht ein stücke, sondern der gantz mensche mit seiner gantzen natur mit einer Erbseuche von art inn sunden geborn wird; darümb nennen wir es auch nicht allein ein böse lust, sondern sagen auch, das alle menschen inn sunden, ohne Gottesforcht, ohne glauben geborn werden; dasselbig setzen wir nic hat ohne ursach dazu. Die Schulzencker odder Scholastici, die reden von der Erbsunde, als sey es allein ein leiderlich, gering gebrech, und verstehen nicht, was die Erbsunde sey odder wie es die andern heiligen Veter gemeint haben.

Wenn die Sophisten schreiben, was Erbsunde sey, was der fomes odder böse neigung sey, reden sie unter andern davon, als sey es ein gebrech am leib, wie sie denn wunder kindisch von sachen zu reden pflegen, und geben fragen fur: Ob derselbige gebrech aus vergifftung des verboten Apfels im paradis oder aus anblasen der Schlangen Adam erst ankomen sey, Item, Ob es mit dem gebrechen die Artznei jhe lenger jhe erger macht. Mit solchen zenckischen fragen haben sie diese gantze hauptsachen und die furnemste frage, was die Erbsunde doch sey, gar verwirret und unterdrücket.

Darümb, wenn sie von der Erbsunde reden, lassen sie das gröste und nöttigeste aussen, und unsers rechten, grösten jammers gedencken sie gar nicht, nemlich, das wir menschen alle also von art geboren werden, das wir Gott odder Gottes werck nicht kennen, nicht sehen noch mercken, Gott verachten, Gott nicht ernstlich fürchten noch vertrauen, seinem gerichte oder urteil feind sein, Item, das wir alle von natur vor Gott als einem Tyrannen flihen, widder seinen willen zörnen und murren, Item, uns auff Gottes güte gar nicht lassen noch wagen, sondern allzeit mehr auff gelt, gut, freund verlassen; diese geschwinde Erbseuche, durch welche die gantze natur verderbt, durch welche wir alle solch hertz, syn und gedancken von Adam ererben, welches stracks widder Gott und das erste höchste gebot Gottes ist, ubergehen die Scholastici.

Und reden davon, als sey die menschlich natur unverterbet, vormüge Gott gros zu achten, zu lieben uber alles, Gottes gebot zu halten etc., und sehen nicht, das sie widder sich selbs sind. Denn solchs aus eigen krefften vernmügen, nämlich Gott gros zu achten, hertzlich zu lieben, sein gebot halten, was were das anders denn ein neu Creatur im Paradis, gar rein und heilig sein? So wir nu aus unsern krefften so grosses vermöchten, Gott uber alles zu lieben, seine gebote zu halten, wie die Scholastici tapffer dörffen heraus sagen, was were denn die Erbsunde? Und so wir aus eigen krefften gerecht worden, so ist die gnade Christi vergeblich? was dürffen wir auch des heiligen Geistes, so wir aus menschlichen krefften Gott ueber alles lieben und seine gebot halten können?

Hie sicht jhe jdermann, wie ungeschickt die widdersacher von diesem hohen handel reden. Sie bekennen die kleinen gebrechen an der sündlichen natur, und des allergrössten Erbjammers und elends gedencken sie nicht, da doch die Apostel alle uber klagen, das die gantze schrifft allenthalben meldet, da alle Propheten uber schreien, wie der xiii Psalm und etlich ander Psalm sagen: „Da ist nicht, der gerecht sey, auch nicht einer.“  „Da ist nicht, der nach Gott fraget.“ „Da ist nicht, der guttes thut, auch nicht einer.“ „Ihr schlund ist ein offens grab.“ „Otterngifft ist unter ihren lippen.“ Es ist keine forcht Gottes fur ihren augen, so doch auch die schrifft klar sagt, das uns solchs alles nicht angeflohen, sondern angeborn sey.

Dieweil aber die Scholastici unter die Christliche lehre viel Philosophy gemengt und viel von dem liecht der vernunfft und den actibus elicitis reden, halten sie zu viel vom freien willen und unsern wercken. Darüber haben sie geleret, das die menschen durch ein eusserlich erbar leben fur Gott from werden, und haben nicht gesehen die angeborne unreinigkeit inwendig der hertzen, welche niemands gewar wird denn allein durch das wort Gottes, welchs die Scholastici inn ihren büchern fast sperlich und selten handeln.

Apologia der Confession verdeutscht aus dem Latin durch Justum Jonam: AC II (Die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche hg.v Dingel u.a. i.A. der EKD (V&R: 2014. S.248+250
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Er nimmt auf sich, was auf Erden wir getan

Winterlandschaft mit Dorfkirche bei Holmstrup 1927 (Peder Mørk Moensted, 1859 -1941)

Er nimmt auf sich, was auf Erden wir getan, gibt sich dran, unser Lamm zu werden, unser Lamm, das für uns stirbet und bei Gott für den Tod Gnad und Fried erwirbet.

Nun er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und dich, spricht mit süßen Lippen: »Lasset fahrn, o liebe Brüder, was euch quält, was euch fehlt; ich bring alles wieder.«

Ei so kommt und lasst uns laufen, stellt euch ein, groß und klein, eilt mit großen Haufen! Liebt den, der vor Liebe brennet; schaut den Stern, der euch gern Licht und Labsal gönnet.

Die ihr schwebt in großem Leide, sehet, hier ist die Tür zu der wahren Freude; fasst ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren.

Wer sich fühlt beschwert im Herzen, wer empfind’t seine Sünd und Gewissensschmerzen, sei getrost: hier wird gefunden, der in Eil machet heil die vergift’ten Wunden.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 101, 6-10)

Mittwoch nach dem 2. Sonntag nach Epiphanias (Der Freudenmeister)

Das Gesetz ist durch Mose gegeben, die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christ geworden.

Johannes 1,17

Fortlaufende Lese

So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, 2 für die Könige und für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit. 3 Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland, 4 welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. 5 Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, 6 der sich selbst gegeben hat als Lösegeld für alle, als Zeugnis zur rechten Zeit. 7 Dazu bin ich eingesetzt als Prediger und Apostel – ich sage die Wahrheit und lüge nicht –, als Lehrer der Heiden im Glauben und in der Wahrheit.

1. Timotheus 2,1-7

Tageslese

Da traten Pharisäer zu ihm und versuchten ihn und sprachen: Ist’s erlaubt, dass sich ein Mann aus irgendeinem Grund von seiner Frau scheidet? 4 Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer sie am Anfang schuf als Mann und Frau 5 und sprach: »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein«? 6 So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch[1]. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden! 7 Sie sprachen zu ihm: Warum hat dann Mose geboten, ihr einen Scheidebrief zu geben und sich von ihr zu scheiden? 8 Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt, euch zu scheiden von euren Frauen, eures Herzens Härte wegen; von Anfang an aber ist’s nicht so gewesen. 9 Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Unzucht, und heiratet eine andere, der bricht die Ehe.

Matthäus 19,3-9

Gebet am Mittwoch

Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Christe, erhöre uns.

HErr GOTT Vater im Himmel, erbarme Dich. HErr GOTT Sohn der Welt Heiland, erbarme Dich. HErr GOTT Heiliger Geist, erbarme Dich.

HErr sei gnädig, verschone alle sterbenden Menschen vor Deinem Zorn, vor bösem Tod, vor der Höllen Pein, vor des Teufels Macht, vor des Teufels Trug und List, vor allem Übel behüte sie, lieber HErre GOTT.

Durch Deine heilige Menschwerdung und Geburt, durch Deinen Todeskampf und blutigem Schweiß, durch Dein Kreuz und bittern Tod, durch Dein heilig Auferstehn und Himmelfahrt, durch die Gnade des Heiligen Geistes des Trösters in der Stunde des Todes, im Jüngsten Gericht, hilf ihnen, lieber HErre GOTT.

Wir armen Sünder bitten: Du wollst uns erhören, lieber HErre GOTT. Und alle sterbenden Menschen trösten. Ihnen alle Sünden verzeihen. Sie aus diesem Elend einzuführen zum ewigen Leben. Erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O JEsu Christe, GOTTes Sohn, erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Wünde trägt, verleihe ihnen steten Fried.

Christe, erhöre uns. Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Amen.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht versinken in des bitteren Todes Not. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrieleison.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.144f)

Kollekte

Barmherziger Gott, liebreicher Vater, der Du Deinen Sohn zu uns gesandt hast, daß er uns Deine Liebe offenbare, wandle, wir bitten Dich, unser sündhaftes Wesen und erfülle uns, die wir Knechte des Gesetzes waren, mit dem Geiste der Kindschaft durch Deinen Sohn Jesus Christus, unsern Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.Orate fratres S.119

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Von der Erbsunde

Adam und Eva werden aus dem Paradies vertrieben. Fresko von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle, 16Jhd.

Den andern Artikel, von der Erbsunde, lassen ihnen auch die widdersacher gefallen, doch fechten sie an, als haben wirs nicht recht troffen, da wir gesagt, was die Erbsunde sey, so wir doch zufellig allein des orts davon gered. Da wird alsbald im eingang die Keiserliche maiestat befinden, das unser widderwertigen inn dieser hochwichtigen sachen offte gar nichts mercken noch verstehen, widerümb auch offte unser wort böslich und mit fleis uns verkeren oder jhe zu misverstand deuten. Denn so wir auffs allereinfeltigest und klerest davon geredet, was die Erbsunde sey odder nicht sey, so haben sie aus eitel gifft und bitterkeit die wort, so an ihnen selbs recht und schlecht geredt, mit fleis ubel und unrecht deutet. Denn also sagen sie: ihr sprecht, die Erbsunde sey dieses, das uns ein solch syn und hertz angeboren ist, darinnen kein forcht Gottes, kein vertrauen gegen Gott ist, das ist jhe ein wirchlich schuld und selbst ein werck oder actualis culpa; darümb ists nicht Erbsunde.

Es ist leichtlich zu mercken und abzunemen, das solch cavillatio (spitzfindiges Gerede) von Theologen, nicht von des Keisers Radt herkömt. Wiewol wir nu solche neidische, geferliche, mutwilliche deutungen wol wissen zu verlegen, doch das alle redliche und erbare leute verstehen mügen, das wir in dieser sache nichts ungeschickts leren, so bitten wir, sie wollen unser vorig deudsch Confession, so zu Augspurgk uberantwortet, ansehen; die wird gnug anzeigen, wie wir nichts neues odder ungehörtes leren; denn inn derselbigen ist also geschrieben:

“Weitter wird geleret, das nach dem fall Adae alle menschen, so natürlich geborn werden, inn sunden entpfangen und geboren werden, das ist, das sie alle von mutterleibe an vol böser lust und neigung sind, keine ware Gottesforcht, keinen waren glauben an Gott von natur haben können”

CAII o.S. 94,17-96-1.

Inn diesem erscheinet gnug, das wir von allen, so aus fleisch geboren sind, sagen, das sie untüchtig sind zu allen Gottessachen, Gott nicht hertzlich fürchten, ihme nicht glauben noch vertrauen können. Da reden wir von angeborner böser art des hertzen, nicht allein von actuale culpa odder von wircklicher schuld und sunden, denn wir sagen, das inn allen Adamskiindern ein bös neigung und lust sey und das niemands ihme selbs ein hertz könne odder vermüge zu machen, das Gott erkenne odder Gott hertzlich vertraue, hertzlich fürchte. Ich wolt doch gern hören, was sie da schelten wollen oder möchten. Denn frome redliche leute, den die warheit lieb, sehen on allen zweifel, das dieses recht und war ist; denn auff die meinung sagen wir inn unser Latinischen bekentnis, das inn einem natürlichen menschen nicht potentia, das ist nicht so viel tügens, vormügens sey – auch nicht an unschuldigen kindlin, wilche auch aus Adam untüchtig sein -, immer hertzlich Gott zu förchten und hertzlich Gott zu lieben. In den alten aber und erwachsenen sind noch uber die angeborn böse art des herzens auch noch actus und wirckliche sunde. Darümb, wenn wir angeborn böse lust nennen, meinen wir nicht allein die actus, böse werck oder frucht, sondern inwendig die böse neigung, welche nicht auffhöret, solang wir nicht neu geboren werden durch geist und glauben.

Aber darnach wollen wir mit mehr worten anzeigen, das wir von der Erbsunde, nemlich, was dieselbig sey odder nicht, auch auff geübte, alte weise der Scholasticen und nicht so ungewönlich gered haben. Ich mus aber erst anzeigen, aus was ursachen ich an dem ort fornemlich solcher und nicht ander wort habe brauchen wollen. Die widdersacher selbst reden also davon in ihren schulen und bekennen , das die materien odder materiale der Erbsunde sey böse lust. Darümb, so ich habe wollen sagen, was Erbsunde sey, ist das nicht zu ubergehen gewest, sonderlich dieser zeit, da etliche von derselbigen angeborn bösen lust mehr Heidnisch aus der Philosophy denn nach dem Göttlichen wort oder nach der heiligen schrifft reden. Denn etliche reden also davon, das die Erbsunde an der menschlichen natur nicht sey ein angeborne böse art, sondern allein ein gebrechen und auffgelegte last odder bürde, die alle Adamskinder umb frembder sunde willen, nemlich Adams sunde halben, tragen müssen und darümb alle sterblich sein, nicht das sie selbst alle von art und aus mutterleib sunde ererbeten.

Apologia der Confession verdeutscht aus dem Latin durch Justum Jonam: AC II (Die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche hg.v Dingel u.a. i.A. der EKD (V&R: 2014. S.244+246+248)
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Von Gott

Den ersten Artikel unsers Bekentnis lassen ihnen die widdersacher gefallen, inn welchem angezeigt wird, wie wir gleuben und leren, das do sey ein ewiges, einiges, unzerteilt Göttlich wesen und doch drey unterschiedene personen inn einem Göttlichen wesen, gleich mechtig, gleich ewig: Gott Vater, Gott Son, Gott heiliger Geist.

Diesen Artikel haben wir allzeit also rein geleret und verfochten, halten auch und sein gewis, das derselbig so starcken, guten, gewissen grund inn der heiligen schrifft hat, das niemands müglich, den zu tadeln odder umbzustossen.

Darümb schliessen wir frey, das alle diejhenigen abgöttisch, Gotteslesterer und ausserhalb der Kirchen Christi sein, die da anders halten odder leren.

Apologia der Confession verdeutscht aus dem Latin durch Justum Jonam. (Die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche hg.v Dingel u.a. i.A. der EKD (V&R: 2014. S.244)
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Fröhlich soll mein Herze springen

Rudolf Schäfer (1878-1961)

Fröhlich soll mein Herze springen dieser Zeit, da vor Freud alle Engel singen. Hört, hört, wie mit vollen Chören alle Luft laute ruft: Christus ist geboren!

Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch Dir, Mensch, zugute, Gottes Kind, das verbindt sich mit unserm Blute.

Sollt uns Gott nun können hassen, der uns gibt, was er liebt über alle Maßen? Gott gibt, unserm Leid zu wehren, seinen Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren.

Sollte von uns sein gekehret, der sein Reich und zugleich sich selbst uns verehret? Sollt uns Gottes Sohn nicht lieben, der jetzt kömmt, von uns nimmt, was uns will betrüben.

Hätte vor der Menschen Orden unser Heil einen Greul, wär er nicht Mensch worden; hätt er Lust zu unserem Schaden, ei so würd unsere Bürd er nicht auf sich laden.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 101)

Dienstag nach dem 2. Sonntag nach Epiphanias (Der Freudenmeister)

Das Gesetz ist durch Mose gegeben, die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christ geworden.

Johannes 1,17

Fortlaufende Lese

Ich danke unserm Herrn Christus Jesus, der mich stark gemacht und für treu erachtet hat und in das Amt eingesetzt, 13 mich, der ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein Frevler war; aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren, denn ich habe es unwissend getan, im Unglauben. 14 Es ist aber desto reicher geworden die Gnade unseres Herrn samt dem Glauben und der Liebe, die in Christus Jesus ist. 15 Das ist gewisslich wahr und ein teuer wertes Wort: Christus Jesus ist in die Welt gekommen, die Sünder selig zu machen, unter denen ich der erste bin. 16 Aber darum ist mir Barmherzigkeit widerfahren, dass Christus Jesus an mir als Erstem alle Geduld erweise, zum Vorbild denen, die an ihn glauben sollten zum ewigen Leben. 17 Aber Gott, dem ewigen König, dem Unvergänglichen und Unsichtbaren, der allein Gott ist, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen. 18 Dieses Gebot gebe ich dir, mein Sohn Timotheus, nach den Weissagungen, die früher über dich ergangen sind, damit du in ihrer Kraft einen guten Kampf kämpfst 19 und den Glauben und ein gutes Gewissen hast. Das haben einige von sich gestoßen und am Glauben Schiffbruch erlitten. 20 Unter ihnen sind Hymenäus und Alexander, die ich dem Satan übergeben habe, damit sie in Zucht genommen werden und nicht mehr lästern.

1. Timotheus 1,12-20

Tageslese

Und er ging abermals in die Synagoge. Und es war da ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. 2 Und sie gaben acht, ob er ihn am Sabbat heilen würde, damit sie ihn verklagen könnten. 3 Und er sprach zu dem Menschen mit der verdorrten Hand: Steh auf und tritt in die Mitte! 4 Und er sprach zu ihnen: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes tun oder Böses tun, Leben retten oder töten? Sie aber schwiegen still. 5 Und er sah sie ringsum an mit Zorn, betrübt über ihr erstarrtes Herz, und sprach zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und seine Hand wurde wieder gesund. 6 Und die Pharisäer gingen hinaus und hielten alsbald Rat über ihn mit den Anhängern des Herodes[1], dass sie ihn umbrächten.

Markus 3,1-6

Gebet am Dienstag

Allmächtiger Gott, himmlischer Vater!

Wir preisen Deine grundlose Barmherzigkeit, mit der Du Dich über sündige Menschen erbarmst. Alle Propheten und Apostel verkündigen uns das in Deinem Wort.

Laß unsere Hoffnung nicht zu Schanden werden, wenn wir zu Dir beten für alle Leidenden in dieser Zeit. Denn siehe, der böse Feind ist mächtig geworden, und die Großen dieser Welt regieren oft mit Ungerechtigkeit. O GOTT, der Du vormals hast Deinen Heiligen überwinden lassen, stärke auch heute alle, die Deiner Hilfe gegen Unrecht bedürftig sind.

Gib, daß alle Kriegsgefangenen und Geiseln der Terroristen – als Sklaven gehalten und Opfer irdischer Rache – in ihre Heimat zurückkehren. Stehe allen Vertriebenen und Heimatlosen bei und sei Du ihre Gerechtigkeit. Den Witwen und Waisen sei ein Vater mit starkem Schutz.

O Jesu Christe, der Du Deine Heiligen wunderbar führst: Gehe durch Riegel und Gitter zu denen, die um Deines Namens und um Deiner Kirche willen gefangen sind; stärke sie zu einem guten Zeugnis und laß sie nicht wankend werden im Bekenntnis Deines Namens. Uns aber lehre durch das Beispiel so vieler heiliger Märtyrer, daß wir allezeit wach seien zum Bekenntnis Deines Namens. Laß uns nicht zu Schanden werden, wenn der böse Feind Hand an uns legt, sondern gib, daß wir in aller Anfechtung bestehen. Doch wenn es Dein Wille ist, dann laß uns in Ruhe und Frieden leben der Heiligung Deines Namens.

Um Deines heiligen Opfers willen, o Jesu Christe, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist, ein wahrer GOTT, lebest und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.143)

Kollekte

Barmherziger Gott, liebreicher Vater, der Du Deinen Sohn zu uns gesandt hast, daß er uns Deine Liebe offenbare, wandle, wir bitten Dich, unser sündhaftes Wesen und erfülle uns, die wir Knechte des Gesetzes waren, mit dem Geiste der Kindschaft durch Deinen Sohn Jesus Christus, unsern Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.119

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Freuet Euch, Ihr Christen alle

Rudolf Schäfer (1878-1961)

Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja. 

Freuet Euch, Ihr Christen alle, freue sich, wer immer kann; Gott hat viel an uns getan. Freuet Euch mit großem Schalle, dass er uns so hoch geacht’, sich mit uns befreund’t gemacht. Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die Gnadensonne.

Siehe, siehe, meine Seele, wie Dein Heiland kommt zu Dir, brennt in Liebe für und für, dass er in der Krippen Höhle harte lieget Dir zugut, Dich zu lösen durch sein Blut. Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die Gnadensonne.

Jesu, wie soll ich Dir danken? Ich bekenne, dass von Dir meine Seligkeit herrühr, so lass mich von Dir nicht wanken. Nimm mich Dir zu eigen hin, so empfindet Herz und Sinn Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die Gnadensonne.

Jesu, nimm Dich Deiner Glieder ferner noch in Gnaden an; schenke, was man bitten kann, und erquick uns alle wieder; gib der ganzen Christenschar Frieden und ein seligs Jahr. Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die Gnadensonne.

Christian Keimann 1646 (LKG 100)

Montag nach dem 2. Sonntag nach Epiphanias (Der Freudenmeister)

Das Gesetz ist durch Mose gegeben, die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christ geworden.

Johannes 1,17

Fortlaufende Lese

Paulus, Apostel Christi Jesu nach dem Befehl Gottes, unseres Heilands, und Christi Jesu, der unsere Hoffnung ist, 2 an Timotheus, mein rechtes Kind im Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und unserm Herrn Christus Jesus!

3 Wie habe ich dich ermahnt, in Ephesus zu bleiben, als ich nach Makedonien zog, damit du einigen gebietest, dass sie nicht anders lehren, 4 auch nicht achthaben auf die Fabeln und Geschlechtsregister, die kein Ende haben und eher Fragen aufbringen, als dass sie dem Ratschluss Gottes im Glauben dienen. 5 Das Ziel der Unterweisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungeheucheltem Glauben. 6 Davon sind einige abgeirrt und haben sich hingewandt zu unnützem Geschwätz, 7 wollen das Gesetz lehren und verstehen selber nicht, was sie sagen oder was sie so fest behaupten. 8 Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn es jemand recht gebraucht, 9 weil er weiß, dass dem Gerechten kein Gesetz gegeben ist, sondern den Ungerechten und Ungehorsamen, den Gottlosen und Sündern, den Unheiligen und Ruchlosen, den Vatermördern und Muttermördern, den Totschlägern, 10 den Unzüchtigen, den Knabenschändern, den Menschenhändlern, den Lügnern, den Meineidigen und wenn noch etwas anderes der heilsamen Lehre entgegensteht, 11 nach dem Evangelium von der Herrlichkeit des seligen Gottes, das mir anvertraut ist.

1. Timotheus 1,1-11

Tageslese

Und die Jünger des Johannes und die Pharisäer fasteten viel. Und es kamen etliche, die sprachen zu ihm: Warum fasten die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer, aber deine Jünger fasten nicht? 19 Und Jesus sprach zu ihnen: Wie können die Hochzeitsgäste fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten. 20 Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen genommen ist; dann werden sie fasten, an jenem Tage. 21 Niemand flickt einen Lappen von neuem Tuch auf ein altes Kleid; sonst reißt der neue Lappen vom alten ab und der Riss wird ärger. 22 Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißt der Wein die Schläuche, und der Wein ist verloren und die Schläuche auch; sondern man füllt neuen Wein in neue Schläuche.

Markus 2,18-22

Gebet am Montag

O Herr, wir klagen Dir den Verfall Deiner Kirche. Es ist unsere Schuld, daß man nicht mehr erkennt die Schönheit Deiner Braut. darum bitten wir Dich: Gib und mehre in uns den Glauben, Liebe und Hoffnung in Dich. Reut aus in uns alle Sünd und Laster, alle Zwietracht, allen Unglauben, alle Irrsal und Ketzerei. Strafe die Irrenden, bekehre die Ungläubigen, bringe die Abtrünnigen wieder zur Einigkeit der christlichen Kirche und zeige ihnen das Licht Deiner Wahrheit.

Behüte unseren Hirten vor aller Gefahr des Leibes und der Seele. Segne alle Hirten und Bischöfe, Missionare, Evangelisten, Lehrer, Kirchenvorsteher und Gehilfen im Aufbau Deiner Gemeinde, gib Gedeihen in allen Dingen und rüste Deine ganze Kirche aus mit Kraft und Bewährung des heiligen Glaubens. Stehe bei Deinen Zeugen unter den Völkern und fördere den Lauf Deines Evangeliums in aller Welt.

Erfülle alle Obrigkeit mit Deiner Furcht und laß ihr Regieren der Welt zum Frieden dienen. Erbarme Dich über unser Volk und Land.

Die Jugend laß auferzogen werden in der Zucht und Ermahnung zu Dir, auf daß sie erkenne Dein Gesetz und den Weg Deines Heils. Verleihe Beständigkeit und Treue allen frommen Lehrern.

Tröste alle Betrübten und Traurigen. Den Kranken teil mit Gesundheit des Leibes und der Seelen. Den schwangeren Frauen schenke nach Deiner Barmherzigkeit einen fröhlichen Anblick in ihrer Geburt. Den armen Dürftigen gib leiblich und geistlich nach Deinem Wohlgefallen. Die unterwegs sind, laß dem Schutz Deiner heiligen Engel befohlen sein, und sei eine starke Hilfe allen, die Dein bedürfen. Um Deiner heiligen Wunden willen, o Jesu! Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.142)

Kollekte

Barmherziger Gott, liebreicher Vater, der Du Deinen Sohn zu uns gesandt hast, daß er uns Deine Liebe offenbare, wandle, wir bitten Dich, unser sündhaftes Wesen und erfülle uns, die wir Knechte des Gesetzes waren, mit dem Geiste der Kindschaft durch Deinen Sohn Jesus Christus, unsern Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.119

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Wedding at Cana (2nd Sunday in Epiphany)

“Wedding at Cana” (Paolo Veronese 1528-1588)

Watchword

For we have all received from his fullness one gracious gift after another.

John 1,16

Introit

Give thanks to the Lord.
Call on his name.
Make known his accomplishments among the nations.
Sing to him.
Make music to him.
Tell about all his miraculous deeds.
Boast about his holy name.
Let the hearts of those who seek the Lord rejoice.
Seek the Lord and the strength he gives.
Seek his presence continually.
Recall the miraculous deeds he performed,
his mighty acts and the judgments he decreed,
O children of Abraham, God’s servant,
you descendants of Jacob, God’s chosen ones.
He is the Lord our God;
he carries out judgment throughout the earth.
He always remembers his covenantal decree,
the promise he made to a thousand generations.

Psalm 105,1-8

Old Testament lesson

“And the Lord said unto Moses, I will do this thing also that thou hast spoken: for thou hast found grace in my sight, and I know thee by name. And he said, I beseech thee, shew me thy glory. And he said, I will make all my goodness pass before thee, and I will proclaim the name of the Lord before thee; and will be gracious to whom I will be gracious, and will shew mercy on whom I will shew mercy. And he said, Thou canst not see my face: for there shall no man see me, and live. And the Lord said, Behold, there is a place by me, and thou shalt stand upon a rock: And it shall come to pass, while my glory passeth by, that I will put thee in a clift of the rock, and will cover thee with my hand while I pass by: And I will take away mine hand, and thou shalt see my back parts: but my face shall not be seen.”

Exodus 33,18-23

Collect

Almighty and everlasting God, who governs all things in heaven and on earth, mercifully hear the prayers of Your people and grant us Your peace through all our days; through Thy Son, Jesus Christ our Lord, who lives and reigns with Thee and the Holy Spirit, one God for ever and ever.

LSB Pastoral Care Companion Pg. 543

Epistle

When I came to you, brothers and sisters, I did not come with superior eloquence or wisdom as I proclaimed the testimony of God. 2 For I decided to be concerned about nothing among you except Jesus Christ, and him crucified. 3 And I was with you in weakness and in fear and with much trembling. 4 My conversation and my preaching were not with persuasive words of wisdom, but with a demonstration of the Spirit and of power, 5 so that your faith would not be based on human wisdom but on the power of God. 6 Now we do speak wisdom among the mature, but not a wisdom of this age or of the rulers of this age, who are perishing. 7 Instead we speak the wisdom of God, hidden in a mystery, that God determined before the ages for our glory. 8 None of the rulers of this age understood it. If they had known it, they would not have crucified the Lord of glory. 9 But just as it is written, “Things that no eye has seen, or ear heard, or mind imagined, are the things God has prepared for those who love him.” 10 God has revealed these to us by the Spirit. For the Spirit searches all things, even the deep things of God.

1. Corinthians 2,1-10

Gospel

And the third day there was a marriage in Cana of Galilee; and the mother of Jesus was there: And both Jesus was called, and his disciples, to the marriage. And when they wanted wine, the mother of Jesus saith unto him, They have no wine. Jesus saith unto her, Woman, what have I to do with thee? mine hour is not yet come. His mother saith unto the servants, Whatsoever he saith unto you, do it. And there were set there six waterpots of stone, after the manner of the purifying of the Jews, containing two or three firkins apiece. Jesus saith unto them, Fill the waterpots with water. And they filled them up to the brim. And he saith unto them, Draw out now, and bear unto the governor of the feast. And they bare it. When the ruler of the feast had tasted the water that was made wine, and knew not whence it was: (but the servants which drew the water knew;) the governor of the feast called the bridegroom, And saith unto him, Every man at the beginning doth set forth good wine; and when men have well drunk, then that which is worse: but thou hast kept the good wine until now. This beginning of miracles did Jesus in Cana of Galilee, and manifested forth his glory; and his disciples believed on him.

John 2,1-11

The Confession of the Church

I believe in one God, the Father Almighty, Maker of heaven and earth, and of all things visible and invisible.

And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of the Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father; by whom all things were made; who for us men, and for our salvation, came down from heaven, and was incarnate by the Holy Ghost of the Virgin Mary, and was made man, and was crucified also for us under Pontius Pilate; He suffered and was buried; and the third day He rose again according to the Scriptures; and ascended into heaven, and sitteth on the right hand of the Father; and He shall come again with glory to judge the quick and the dead; whose kingdom shall have no end.

And I believe in the Holy Ghost, the Lord and Giver of life, who proceedeth from the Father and the Son; who with the Father and the Son together is worshiped and glorified; who spake by the Prophets. And I believe in one holy catholic and apostolic Church. I acknowledge one Baptism for the remission of sins; and I look for the resurrection of the dead, and the life of the world to come. Amen.

Nicene Creed

Hymn of the week

In you is gladness amid all sadness, Jesus, sunshine of my heart.
By you are given the gifts of heaven, you the true Redeemer are.
Our souls are waking, our bonds are breaking; who trusts you surely has built securely and stands forever. Alleluia!
Our hearts are pining to see your shining, dying or living to you are clinging now and forever. Alleluia!

If he is ours, we fear no powers, not of earth or sin or death.
He sees and blesses in worst distresses; he can change them with a breath.
Wherefore the story tell of his glory with heart and voices; all heav’n rejoices
in him forever. Alleluia!
We shout for gladness, win over sadness, love him and praise him and still shall raise him glad hymns forever. Alleluia!

Johann Lindemann 1549-1631 tr. Catherine Winkworth 1827-1878 (LSB 818)

Lesson for today´s sermon

Therefore, strengthen your listless hands and your weak knees, 13 and make straight paths for your feet, so that what is lame may not be put out of joint but be healed.14 Pursue peace with everyone, and holiness, for without it no one will see the Lord. 15 See to it that no one comes short of the grace of God, that no one be like a bitter root springing up and causing trouble, and through it many become defiled. 16 And see to it that no one becomes an immoral or godless person like Esau, who sold his own birthright for a single meal. 17 For you know that later when he wanted to inherit the blessing, he was rejected, for he found no opportunity for repentance, although he sought the blessing with tears. 18 For you have not come to something that can be touched, to a burning fire and darkness and gloom and a whirlwind 19 and the blast of a trumpet and a voice uttering words such that those who heard begged to hear no more. 20 For they could not bear what was commanded: “If even an animal touches the mountain, it must be stoned.” 21 In fact, the scene was so terrifying that Moses said, “I shudder with fear.” 22 But you have come to Mount Zion, the city of the living God, the heavenly Jerusalem, and to myriads of angels, to the assembly 23 and congregation of the firstborn, who are enrolled in heaven, and to God, the judge of all, and to the spirits of the righteous, who have been made perfect, 24 and to Jesus, the mediator of a new covenant, and to the sprinkled blood that speaks of something better than Abel’s does.25 Take care not to refuse the one who is speaking!

Hebrews 12,12-18 (19-21) 22-25a

Prayer of the church

Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.

Lord, You manifested Your glory in the sign at Cana. As You restored creation through the shedding of Christ’s blood, pour out Your grace in abundance. Give us joy and gladness in the revelation of Your truth in the person of Your Son. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Raise, O Lord, the fallen churches of our fellowship. Repair the breaches thereof. Rebuild a firm faith and a holy resolve. Cause Your Holy Word to flourish, and bring forth fruit according to Your good and gracious will. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Heavenly Father, lead all pastors and church leaders to imitate the servants at Cana and do as Christ instructs. Give them boldness to preach the Law and the Gospel rightly, and graciously provide for all their earthly needs. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, You have forged the human family in a wonderful pattern and blessed the sacred vocations of husband and wife. Inspire us to stand out in this world, faithful to this biblical institution, and so show forth the glory of Christ and His Church. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord Almighty, You promise that Your meek ones will inherit the earth and not the wicked who seem to possess it now. Turn the rulers of this world toward the obedience of faith. Draw all nations under the cover of Your Church, that they may receive the abundance of the fruits of salvation. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Heavenly Father, remember those in need [especially _____________]. Be the Father of the lonely and forsaken, the Helper of the sick and needy, and the Comforter of the distressed and sorrowful. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Merciful Lord, grant Your Holy Spirit to those who approach the altar this day, that they would receive the Holy Sacrament of Christ’s very body and blood in faithful repentance and to their abundant blessing. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, heavenly Father, we thank You that of Your grace You have instituted holy matrimony, in which You keep us from unchastity and other offenses. We implore You, send Your blessing on every husband and wife. Do not let them provoke one another to anger and strife, but let them live peaceably together in love and godliness. Strengthen them with Your gracious help in all temptations, and help them to rear their children in accordance with Your will. Grant us all to walk before You in purity and holiness, putting our trust in You and leading such lives on earth that, in the world to come, we may have everlasting life; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Prayers of the church (LCMS)

If you are called to preach this week- month- and yearend, may the triune God give you joy and strength, wisdom, knowledge and insight, that You preach His holy will faithfully and His gracious promises invitingly! His most precious Gospel is “the power of God to save all who believe.” (Rom 1:16)

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless Thee, and keep Thee;

The Lord make His face shine upon Thee, and be gracious unto Thee;

The Lord lift up His countenance upon Thee + give Thee peace.

Numbers 6,24-27
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Dr. Martin Luther predigt über die Hochzeit zu Kana

Die Hochzeit zu Kana (Unter den Linden, Colmar)

Dr. Martin Luthers Predigt zum 2.Sonntag nach Epiphanias (Obersttag) in seiner Hauspostille (WA 52 (S.110-116): Johannes 2,1-11.

Und hier zum Zuhören:

The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the 2nd Sunday after Epiphany and on the holy Gospel of St. John 2,1-11 taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.302-312:

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