Dr. Martin Luther predigt über Jesus im Sturm

Rembrandt van Rijn: “Mit Jesus im Schiff bei Wind und Wetter”

Dr. Martin Luthers Predigt zum 4.Sonntag nach Epiphanias (Obersten) über die Schifffahrt mit Jesus bei Wind und Wetter in seiner (WA 52 (S.123-129).

  • Hier geht es nicht über unsere Werke, sondern “was man in Nöten und Widerwärtigkeiten glauben, und wie man sich trösten soll. Darum ists der hohen Predigten eine vom Glauben, welche doch jedermann sich dünken läßt, er könne sie wohl, und es sei ein einfaches, gewöhnliches Ding.” (S.123).
  • Kommt Christus ins Schiff, so wird es nicht lange still bleiben. Es wird Sturm und Unwetter aufkommen. (S.123)
  • Fürchte Dich nicht vor solchem Ungewitter, sondern fürchte Gott, weiche nicht von seinem Wort, sondern halte daran unbeugsam fest. (S.124)
  • Also ist unser Natur und böse Art durch die Erbsünde verdorben, daß Gott es uns nicht recht tun kann, er tue mit uns, was und wie er wolle. (S.125)
  • Der Glaube, wie schwach er auch ist, so hält er sich wie eine Mauer und legt sich wie der kl. David gegen Goliath, daß ist, wieder Tod, Sünde und alle Gefahr, verzagt nicht, sondern sucht Hilfe, da sie zu suchen ist, nämlich bei dem Herrn Christus, weckt ihn auf, schreit ihn an: “Ach Herr, hilf uns, wir verderben!” Also macht der Glaube, ob wohl das Verderben vor Augen ist, daß er dennoch der Hilfe wartet und von seinem Herrn IX erhofft. (S.126)
  • Der Glaube macht allein selig, i.e. der Glaub allein findet Trost, wenn Sünde, Tod und ewige Verdammnis einher dringen und uns zu Boden werfen wollen. (S.127)
  • Also lerne Du auch, daß beides geschehen muß. Willst Du mit Christus in das Schiff, so wird das Unwetter nicht draußen bleiben. Christus wird schlafen wollen, daß wir die Anfechtung recht fühlen. Sonst, wo er nicht schliefe und dem Unwetter zu schnell wehren würde, würden wirs nimmermehr erfahren, was es um einen Christen ist. Und sollten gar meinen, wir hätten es aus eigener Kraft tun können. Hier aber wird der Glaube durch die Versuchung gestärkt, daß man muß sprechen: “Kein menschliche Kraft hat können helfen, allein hat es Gott und sein liebes Wort getan.” (S.128)
  • Wer will sich den über das Kreuz beschweren, wenn es doch so gewiß hilft und so gute Frucht folgt? Aber es tut dem Alten Adam weh. Der rümpft sich wider solchen Trunk und wollte ihm lieber frei springen. (S.129)
  • Darum ist es nötig, daß wir an solche Exempel oft und viel denken und mit dem Wort fleißig umgehen, daß wenn Anfechtung uns erhascht, wir gefaßt sind und uns zu Christo, der bei uns schläft und sich so stellt als nähme er sich unser nicht an, finden und Hilf, Rettung bei ihm durch emsiges Gebet suchen. (ebd)
  • Solches verleihe uns allen unser lieber Vater im Himmel um Christi willen durch seinen Hl. Geist. Amen. (ebd.)

Hier ist eine Kopie der Predigt zum Lesen:

Und hier zum Hören:

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AC III: Über Christus

Den dritten Artikel lassen ihnen die widdersacher gefallen, da wir bekennen, das inn Christo zwo natur sind, nemnlich, das Gottes son die menschliche natur hat angenomen und also Gott und mensch ein person, ein Christus ist und das derselbige fur uns gelitten und gestorben, uns dem Vater zu versünen, und das er aufferstanden ist, das er ein ewig reich besitze, alle gleubigen heilige und gerecht mache etc., wie das Credo der Apostel und Symbolum Nicenum leret.  

Apologia der Confession verdeutscht aus dem Latin durch Justum Jonam: AC III (Die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche hg.v Dingel u.a. i.A. der EKD (V&R: 2014. S.266)
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Der Will ist da, die Kraft ist klein

“Geburt Jesu Christi in Bethlehem” von Lucas Cranach d.Ä. (1472-1553)

Der Will ist da, die Kraft ist klein; doch wird Dir nicht zuwider sein mein armes Herz, und was es kann, wirst Du in Gnaden nehmen an. Halleluja.

Und bin ich gleich der Sünden voll, hab ich gelebt nicht, wie ich soll, ei kommst Du doch deswegen her, dass sich der Sünder zu Dir kehr! Halleluja.

So faß ich Dich nun ohne Scheu, Du machst mich alles Jammer frei. Du trägst den Zorn, Du würgst den Tod, verkehrst in Freud all Angst und Not. Halleluja.

Du bist mein Haupt, hinwiederum, bin ich Dein Glied und Eigentum und will, soviel Dein Geist mir gibt, stets dienen Dir, wie Dirs beliebt. Halleluja.

Ich will Dein Halleluja hier mit Freuden singen für und für, und dort in Deinem Ehrensaal solls schallen ohne Zeit und Zahl: Halleluja!

Paul Gerhardt 1653 (LKG 104,10-14)

Donnerstag nach dem 3. Sonntag nach Epiphanias (Der Heiden Heiland)

Und es werden kommen vom Morgen und vom Abend, von Mitternacht und vom Mittage, die zu Tisch sitzen werden im Reiche Gottes.

Lukas 13,29

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du willst, daß allen Menschen geholfen werde, und daß sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, wir bitten Deine milde Güte, sende die Boten Deiner Barmherzigkeit und laß sie verkündigen Dein Heil allem Volke, das im Dunkeln wohnet, auf daß erfüllet werde das Wort Deiner gnädigen Verheißung, daß die Völker wandeln in Deinem LIchte und die Könige im Glanze Deiner Herrlichkeit, durch Jesus Christus, unsern Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.120

Fortlaufende Lese

Die Ältesten, die der Gemeinde gut vorstehen, die halte man zweifacher Ehre wert, besonders, die sich mühen im Wort und in der Lehre. 18 Denn die Schrift sagt: »Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden«; und: »Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert«. 19 Gegen einen Ältesten nimm keine Klage an ohne zwei oder drei Zeugen. 20 Die da sündigen, die weise zurecht vor allen, damit sich auch die andern fürchten. 21 Ich ermahne dich inständig vor Gott und Christus Jesus und den auserwählten Engeln, dass du dich daran hältst ohne Vorurteil und niemanden begünstigst. 22 Die Hände lege niemandem zu bald auf; habe nicht teil an fremden Sünden! Halte dich selber rein! 23 Trinke nicht mehr nur Wasser, sondern nimm ein wenig Wein dazu um des Magens willen und weil du oft krank bist. 24 Bei einigen Menschen sind die Sünden offenbar und gehen ihnen zum Gericht voran; bei einigen aber folgen sie auch nach. 25 Desgleichen sind auch die guten Werke stets offenbar, und die andern bleiben auch nicht verborgen.

1. Timotheus 5,17-25

Tageslese

Unterdessen kamen seine Jünger, und sie wunderten sich, dass er mit einer Frau redete; doch sagte niemand: Was willst du?, oder: Was redest du mit ihr? 28 Da ließ die Frau ihren Krug stehen und ging hin in die Stadt und spricht zu den Leuten: 29 Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe, ob er nicht der Christus sei! 30 Da gingen sie aus der Stadt heraus und kamen zu ihm. 31 Unterdessen mahnten ihn die Jünger und sprachen: Rabbi, iss! 32 Er aber sprach zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, von der ihr nicht wisst. 33 Da sprachen die Jünger untereinander: Hat ihm jemand zu essen gebracht? 34 Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, dass ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk. 35 Sagt ihr nicht selber: Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte? Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und seht auf die Felder: sie sind schon reif zur Ernte. 36 Wer erntet, empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, auf dass sich miteinander freuen, der da sät und der da erntet. 37 Denn hier ist der Spruch wahr: Der eine sät, der andere erntet. 38 Ich habe euch gesandt zu ernten, wo ihr nicht gearbeitet habt; andere haben gearbeitet, und ihr seid in ihre Arbeit eingetreten. 39 Es glaubten aber an ihn viele der Samariter aus dieser Stadt um des Wortes der Frau willen, die bezeugte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. 40 Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, dass er bei ihnen bleibe; und er blieb dort zwei Tage. 41 Und noch viel mehr glaubten um seines Wortes willen. 42 Und sie sprachen zu der Frau: Nun glauben wir nicht mehr um deiner Rede willen; denn wir haben selber gehört und erkannt: Dieser ist wahrlich der Welt Heiland.

Johannes 4,27-42

Gebet am Donnerstag

HErr JEsu Christe, Du wahrer König Himmels und der Erden! Du hast Deiner Kirche verheißen, daß die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen sollen, und Du lässest noch immer unter uns Dein Wort verkünden und Deine heiligen Sakramente verwalten. Doch ahc, o HErr, die Sünden der Deinen verdunkeln die Herrlichkeit Deiner Braut. Dein heiliger Weinberg ist zertreten und Dein gebenedeites Opfer steht verlassen. Viele dünken sich stark und verachten die Speise des Lebens, die Du den Deinen verordnet hast zur Vergebung ihrer Sünden.

Daß Du verschonen wollest allen Übermut und nicht herabfahren im Zorn, den Leuchter Deines Wortes vor unseren Augen umzustoßen – o HErr,, wir bitten Dich: Suche dagegen heim den Weinstock, den Du Dir vormals erwählet hast und erneure uns, daß es sei wie vor alters.

Gib einen großen Hunger nach Deiner Speise Deines wahren Leibes und Blutes und laß Deine Gläubigen allezeit erfunden sein in der Apostel Lehre, in der Gemeinschaft, im Brechen Deines Brotes und im Gebet.

Wir bitten Dich, HErr, für unseren Altar, daß er immerdar sei eine Stätte, da die Arzenei des ewigen Lebens uns stärke an Leib und Seele in Vergebung unserer Sünden, daß dagegen Unglaube und Unbußfertigkeit ferne bleiben von allen, die da kommen, auf daß sie nicht essen und trinken sich selbst zum Gericht.

O Du ewiger Hoherpriester, der Du uns immer rufest zum Mahle Deines Opfers, laß in uns wachsen die Frucht Deines Geistes, die da ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut und Keuschheit. Laß uns alle in heiligem Wandel zu Deines Namens Ehre leben hier zeitlich und dort ewiglich.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.146)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Wie man fur Gott from und gerecht wird (AC IV)

Rudolf Schäfer: Genesis

In den Artikeln 4,5,6 und 20 verdamnen die widdersacher unser bekentnis, das wir leren, das die gleubigen vergebung der sunde durch Christum one alle verdienst, allein durch den glauben erlangen, und verwerffen gar trötzlich beides. Erstlich, das wir nein dazu sagen, das den menschen durch ihren verdienst sollten die sunde vergeben werden. Zum andern, das wir halten, leren und bekennen, das niemand Gott versünet wird, niemands vergebung der sunde erlanget denn allein durch den glauben an Christum.

Dieweil aber solcher zanck ist uber dem höchsten, furnemsten Artikel der gantzen Christlichen lere, also das an diesem Artikel gantz viel gelegen ist, wilcher auch zu klarem, richtigem verstande der gantzen heiligen schrifft furnemlich dienet und zu dem unaussprechlichen schatz und dem rechten erkenntnis Christi allein den weg weiset, auch inn die gantzen Bibel allein die thür auffthut, one welchen Artikel auch kein arm gewissen ein rechten, bestendigen, gewissen trost haben odder die reichthümer der gnaden Christi erkennen mag, So bitten wir, Keiserlich Maiestat wollen von dieser grossen, tapffern, hochwichtigen sachen nach notturfft und gnediglich uns hören. Denn dieweil die widdersacher gar nicht verstehen noch wissen, was durch diese wort inn der schrifft zu vorstehen, was vergebung der sunde sey, was glaube, was gnade, was gerechtigkeit sey, so haben sie diesen edeln, hochnötigen fürnemsten Artikel, one welchen niemands Christum erkennen wirdet, jemerlich besüddelt und den hohen theren schatz des erkentnis Christi odder was Christus und sein reich und gnade sey gar unterdrückt und den armen gewissen ein solchen, so edelene, grossen schatz und ewigen trost, daran es gar gelegen, jemerlich geraubet. Das wir aber unser bekenntnis bekrefftigen und, was die widdersacher fürbracht, verlegen mügen, so wöllen wir zuvor erst anzeigen grund und ursach beiderley lere, damit jeder teil klerer zu vernemen sey.

Die gantze schrifft, beide, alts und neues Testaments, wird inn die zwey stück geteilet und leret diese zwey stück, nemlich gesetz und Göttliche verheissungen. Denn an etlichen örten helt sie uns für das gesetz, an etlichen beut sie gnad an durch die herlichen verheissung von Christo, als wenn im alten Testament die schrifft verheisset den zukünfftigen Christum und beutet ewigen segen, benedeiung, ewiges heil, gerechtickeit und ewiges leben durch ihn an oder im neuen Testament, wenn Christus, sieder (seitdem) er komen ist auff erden, im Evangelio vorheisset vergebung der sunden, ewige gerechtickeit, ewiges leben. Hie aber an dem ort nennen wir das gesetze die zehen gepot Gottes, wo dieselbigen inn der schrifft gelesen werden. Von den Ceremonien und den gesetzen der gerichtshendel wöllen wir hie nicht reden.

Von diesen zweien stücken nehmen nu die widdersacher das gesetz für sich; denn dieweil das natürlich gesetz welchs mit dem gesetz Mosi odder zehen gepoten ubereinstimmet, inn aller menschen hertzen angeporn und geschrieben ist und also die vernunfft etlichermass die zehen gepot fassen und verstehen kann, will sie wehnen, sie habe gnug am gesetz und durch gesetze könne man vergebung der sunden erlangen. Die Zehen gepot aber erfoddern nicht allein ein eusserlich erbar leben odder gute werck, welche die vernunfft etlichermass vormag zu thuen, sondern erfoddern etwas viel höhers, welchs uber alle menschliche krefft, uber alle vermügen der vernunfft ist, nemlich, will das gesetz von uns haben, das wir Gott sollen mit gantzem ernst, von hertzengrund fürchten und lieben, ihnen in allen nöten allein anruffen und sonst auff nichts einigen trost setzen. Item, das gesetz wil haben, das wir nicht weiche noch wancken sollen, sondern auffs allergewisseste im hertzen schliessen, das Gott bey uns sey, unser gebet erhöret und das unser seufftzen und bitten Ja sey, Item, das wir von Gott noch leben und allerley troste erwarten sollen mitten im tode, in allen anfechtungen seinem willen uns gentzlich heimgeben, im tod und trübsal nicht von ihm fliehen, sondern ihm gehorsam sein, gerne alles tragen und leiden, wie es uns gehet.

Hie haben die Scholastici den Philosophis gefolget, und wenn sie wöllen sagen, wie man für Gott frum wird, leren sie allein ein gerechtickeit und frömkeit, da ein mensch eusserlich für der welt ein erbar leben füret und gute werck thut, und ertichten diesen traum dazu, das die menschliche vernunfft one den heiligen geist vermüge, Gott uber alles zu lieben. Denn wol ists war, wenn ein menschenhertz müssig ist und nicht inn anfechtungen, und dieweil es Gottes zorn und gericht nicht fület, so mag es ein solchen traum ihm ertichten, als liebe es Gott uber alles und thue viel gutes, viel werck umb Gottes willen, aber es ist eitel heucheley. Und auff die weis doch haben die widdersacher geleret, das die menschen vergebung der sunde verdienen, wenn sie so viel thun, als an ihnen ist, das ist, wenn die vernunfft ihr lest die sunde leid sein und ertichtet ein willen dazu, Gott zu lieben. Und diese meinung und irrige lere, dieweil die leute natürlich dazu geneigt sind, das ihr verdienst und werck für Gott etwas geachtet und verdienen mochten, hat unzelich viel missbreuchlich Gottsdienst inn der kirchen angericht und geursacht, als sind die Clöstergelübde, misbreuche der Messen, wie denn solchs unzelich immer ein Gottesdinest uber den andern aus diesem irthumb erdacht ist, und das nur solch vertrauen auff unser verdienst und wercke immer weiter ausgebreitet worden, haben sie unvorschempt dürffen sagen und schliessen, Gott der Herr müsse von not gnade geben denjhenigen, die also gute werck thun, nicht das er gezwungen were, sondern das dis die ordnung also sey, die Gott night ubergehe noch endere.

Apologia der Confession verdeutscht aus dem Latin durch Justum Jonam: AC III (Die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche hg.v Dingel u.a. i.A. der EKD (V&R: 2014. S.266+268+270)
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Wir singen Dir, Immanuel…

“Die Jungfrau Maria mit dem kleinen Jesulein” Lucas Cranach d.Ä. 1472-1553 (Wien)

Wir singen dir, Immanuel, Du Lebensfürst und Gnadenquell, Du Himmelsblum und Morgenstern, Du Jungfraunsohn, Herr aller Herrn. Halleluja.

Wir singen Dir in Deinem Heer aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, daß Du, o lang gewünschter Gast, Dich nunmehr eingestellet hast. Halleluja.

Von Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch Herz nach Dir gewacht, Dich hat gehofft so lange Jahr der Väter und Propheten Schar. Halleluja.

„Ach, daß der Herr aus Zion käm und unsre Bande von uns nähm! Ach, dass die Hilfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich sein!“ Halleluja.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 104)

Dienstag nach dem 3. Sonntag nach Epiphanias (Der Heiden Heiland)

Und es werden kommen vom Morgen und vom Abend, von Mitternacht und vom Mittage, die zu Tisch sitzen werden im Reiche Gottes.

Lukas 13,29

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du willst, daß allen Menschen geholfen werde, und daß sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, wir bitten Deine milde Güte, sende die Boten Deiner Barmherzigkeit und laß sie verkündigen Dein Heil allem Volke, das im Dunkeln wohnet, auf daß erfüllet werde das Wort Deiner gnädigen Verheißung, daß die Völker wandeln in Deinem LIchte und die Könige im Glanze Deiner Herrlichkeit, durch Jesus Christus, unsern Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.120

Fortlaufende Lese

Niemand verachte dich wegen deiner Jugend; du aber sei den Gläubigen ein Vorbild im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Glauben, in der Reinheit. 13 Fahre fort mit Vorlesen, mit Ermahnen, mit Lehren, bis ich komme. 14 Lass nicht außer Acht die Gabe in dir, die dir gegeben ist durch Weissagung mit Handauflegung des Rates der Ältesten. 15 Dies lass deine Sorge sein, damit gehe um, auf dass dein Fortschreiten allen offenbar sei. 16 Hab acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken! Denn wenn du das tust, wirst du dich selbst retten und die, die dich hören.

Einen Älteren fahre nicht an, sondern ermahne ihn wie einen Vater, die jüngeren Männer wie Brüder, 2 die älteren Frauen wie Mütter, die jüngeren wie Schwestern, mit allem Anstand.

1. Timotheus 4,12-16; 5,1-2

Tageslese

Deshalb sage ich, Paulus, der Gefangene Christi Jesu für euch Heiden – 2 ihr habt ja gehört, worin das Werk der Gnade Gottes besteht, die mir für euch gegeben wurde: 3 Durch Offenbarung ist mir das Geheimnis kundgemacht worden, wie ich zuvor aufs Kürzeste geschrieben habe. 4 Daran könnt ihr, wenn ihr’s lest, meine Einsicht in das Geheimnis Christi erkennen. 5 Dies war in früheren Zeiten den Menschenkindern nicht kundgemacht, wie es jetzt offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist; 6 nämlich dass die Heiden Miterben sind und mit zu seinem Leib gehören und Mitgenossen der Verheißung in Christus Jesus sind durch das Evangelium, 7 dessen Diener ich geworden bin durch die Gabe der Gnade Gottes, die mir nach seiner mächtigen Kraft gegeben wurde. 8 Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist die Gnade gegeben worden, den Heiden zu verkündigen den unausforschlichen Reichtum Christi 9 und für alle ans Licht zu bringen, wie Gott sein Geheimnis ins Werk setzt, das von Ewigkeit her verborgen war in ihm, der alles geschaffen hat, 10 damit jetzt kundwerde die mannigfaltige Weisheit Gottes den Mächten und Gewalten im Himmel durch die Gemeinde. 11 Diesen ewigen Vorsatz hat Gott ausgeführt in Christus Jesus, unserm Herrn, 12 durch den wir Freimut und Zugang haben in aller Zuversicht durch den Glauben an ihn. 13 Darum bitte ich, nicht zu verzagen wegen meiner Bedrängnisse, die ich für euch erleide, die für euch eine Ehre sind.

Epheser 3,1-13

Gebet am Dienstag

Allmächtiger Gott, himmlischer Vater!

Wir preisen Deine grundlose Barmherzigkeit, mit der Du Dich über sündige Menschen erbarmst. Alle Propheten und Apostel verkündigen uns das in Deinem Wort.

Laß unsere Hoffnung nicht zu Schanden werden, wenn wir zu Dir beten für alle Leidenden in dieser Zeit. Denn siehe, der böse Feind ist mächtig geworden, und die Großen dieser Welt regieren oft mit Ungerechtigkeit. O GOTT, der Du vormals hast Deinen Heiligen überwinden lassen, stärke auch heute alle, die Deiner Hilfe gegen Unrecht bedürftig sind.

Gib, daß alle Kriegsgefangenen und Geiseln der Terroristen – als Sklaven gehalten und Opfer irdischer Rache – in ihre Heimat zurückkehren. Stehe allen Vertriebenen und Heimatlosen bei und sei Du ihre Gerechtigkeit. Den Witwen und Waisen sei ein Vater mit starkem Schutz.

O Jesu Christe, der Du Deine Heiligen wunderbar führst: Gehe durch Riegel und Gitter zu denen, die um Deines Namens und um Deiner Kirche willen gefangen sind; stärke sie zu einem guten Zeugnis und laß sie nicht wankend werden im Bekenntnis Deines Namens. Uns aber lehre durch das Beispiel so vieler heiliger Märtyrer, daß wir allezeit wach seien zum Bekenntnis Deines Namens. Laß uns nicht zu Schanden werden, wenn der böse Feind Hand an uns legt, sondern gib, daß wir in aller Anfechtung bestehen. Doch wenn es Dein Wille ist, dann laß uns in Ruhe und Frieden leben der Heiligung Deines Namens.

Um Deines heiligen Opfers willen, o Jesu Christe, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist, ein wahrer GOTT, lebest und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.143)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Dr. Martin Luther predigt am 3. Sonntag nach Epiphanias

Der Herr IX und der Hauptmann von Kapernaum (Codex Egberti)

Dr. Martin Luthers Predigt zum 3.Sonntag nach Epiphanias (Obersten) in seiner Hauspostille (WA 52 (S.116-122): Matthäus 8,1-13

Und hier zum hören:

The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the 3nd Sunday after Epiphany and on the holy Gospel of St. Matthew 8,1-13 taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.313-328:

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Wirst Du geplagt? Sei unverzagt…

Bugenhagen auf unserem Kirchplatz von St.Marien, Lutherstadt Wittenberg

Wirst Du geplagt? Sei unverzagt, Dein Bruder wird Dein Unglück nicht verschmähen. Sein Herz ist weich und gnadenreich, kann unser Leid nicht ohne Tränen sehen.

Tritt zu ihm zu, such Hilf und Ruh. Er wirds so machen, dass Du ihm wirst danken. Er weiß und kennt, was beißt und brennt, versteht wohl, wie zumute sei dem Kranken.

Denn eben drum hat er den Grimm des Kreuzes auch am Leibe wollen tragen, daß seine Pein ihm möge sein ein unverrückt Erinnerung unserer Plagen.

Mit einem Wort: er ist die Pfort zu dieses und des andern Lebens Freuden. Er macht behend ein selig End an alle dem, was fromme Herzen leiden.

Laß aller Welt ihr Gut und Geld und siehe nur, dass dieser Schatz Dir bleibe. Wer den hier fest hält und nicht läßt, den ehrt und krönt er dort an Seel und Leibe.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 103, 11-15)

Montag nach dem 3. Sonntag nach Epiphanias (Der Heiden Heiland)

Und es werden kommen vom Morgen und vom Abend, von Mitternacht und vom Mittage, die zu Tisch sitzen werden im Reiche Gottes.

Lukas 13,29

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du willst, daß allen Menschen geholfen werde, und daß sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, wir bitten Deine milde Güte, sende die Boten Deiner Barmherzigkeit und laß sie verkündigen Dein Heil allem Volke, das im Dunkeln wohnet, auf daß erfüllet werde das Wort Deiner gnädigen Verheißung, daß die Völker wandeln in Deinem LIchte und die Könige im Glanze Deiner Herrlichkeit, durch Jesus Christus, unsern Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.120

Fortlaufende Lese

Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und Lehren von Dämonen anhängen, 2 verleitet durch Heuchelei der Lügenredner, die ein Brandmal in ihrem Gewissen haben. 3 Sie gebieten, nicht zu heiraten und Speisen zu meiden, die Gott geschaffen hat, dass sie mit Danksagung empfangen werden von den Gläubigen und denen, die die Wahrheit erkannt haben. 4 Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird; 5 denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet.

6 Wenn du die Brüder und Schwestern dies lehrst, so wirst du ein guter Diener Christi Jesu sein, genährt durch die Worte des Glaubens und der guten Lehre, der du gefolgt bist. 7 Die ungeistlichen Altweiberfabeln aber weise zurück; übe dich selbst aber in der Frömmigkeit! 8 Denn die leibliche Übung ist wenig nütze; aber die Frömmigkeit ist zu allen Dingen nütze und hat die Verheißung dieses und des zukünftigen Lebens. 9 Das ist gewisslich wahr und wert, dass man es beherzigt. 10 Denn dafür arbeiten und kämpfen wir, weil wir unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen. 11 Dies gebiete und lehre. 

1. Timotheus 4,1-11

Tageslese

Und sie gaben alle Zeugnis von ihm und wunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Munde kamen, und sprachen: Ist das nicht Josefs Sohn? 23 Und er sprach zu ihnen: Ihr werdet mir freilich dies Sprichwort sagen: Arzt, hilf dir selber! Denn wie große Dinge haben wir gehört, die in Kapernaum geschehen sind! Tu so auch hier in deiner Vaterstadt! 24 Er sprach aber: Wahrlich, ich sage euch: Kein Prophet ist willkommen in seinem Vaterland. 25 Aber wahrhaftig, ich sage euch: Es waren viele Witwen in Israel zur Zeit des Elia, als der Himmel verschlossen war drei Jahre und sechs Monate und eine große Hungersnot herrschte im ganzen Lande, 26 und zu keiner von ihnen wurde Elia gesandt als allein nach Sarepta im Gebiet von Sidon zu einer Witwe. 27 Und viele Aussätzige waren in Israel zur Zeit des Propheten Elisa, und keiner von ihnen wurde rein als allein Naaman, der Syrer. 28 Und alle, die in der Synagoge waren, wurden von Zorn erfüllt, als sie das hörten. 29 Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn hinabzustürzen. 30 Aber er ging mitten durch sie hinweg.

Lukas 4,22-30

Gebet am Montag

O Herr, wir klagen Dir den Verfall Deiner Kirche. Es ist unsere Schuld, daß man nicht mehr erkennt die Schönheit Deiner Braut. darum bitten wir Dich: Gib und mehre in uns den Glauben, Liebe und Hoffnung in Dich. Reut aus in uns alle Sünd und Laster, alle Zwietracht, allen Unglauben, alle Irrsal und Ketzerei. Strafe die Irrenden, bekehre die Ungläubigen, bringe die Abtrünnigen wieder zur Einigkeit der christlichen Kirche und zeige ihnen das Licht Deiner Wahrheit.

Behüte unseren Hirten vor aller Gefahr des Leibes und der Seele. Segne alle Hirten und Bischöfe, Missionare, Evangelisten, Lehrer, Kirchenvorsteher und Gehilfen im Aufbau Deiner Gemeinde, gib Gedeihen in allen Dingen und rüste Deine ganze Kirche aus mit Kraft und Bewährung des heiligen Glaubens. Stehe bei Deinen Zeugen unter den Völkern und fördere den Lauf Deines Evangeliums in aller Welt.

Erfülle alle Obrigkeit mit Deiner Furcht und laß ihr Regieren der Welt zum Frieden dienen. Erbarme Dich über unser Volk und Land.

Die Jugend laß auferzogen werden in der Zucht und Ermahnung zu Dir, auf daß sie erkenne Dein Gesetz und den Weg Deines Heils. Verleihe Beständigkeit und Treue allen frommen Lehrern.

Tröste alle Betrübten und Traurigen. Den Kranken teil mit Gesundheit des Leibes und der Seelen. Den schwangeren Frauen schenke nach Deiner Barmherzigkeit einen fröhlichen Anblick in ihrer Geburt. Den armen Dürftigen gib leiblich und geistlich nach Deinem Wohlgefallen. Die unterwegs sind, laß dem Schutz Deiner heiligen Engel befohlen sein, und sei eine starke Hilfe allen, die Dein bedürfen. Um Deiner heiligen Wunden willen, o Jesu! Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.142)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Healing of Naaman (3rd Sunday in Epiphany)

“Elisha refusing gift from Naaman” (1630) by Pieter de Grebber

Watchword

Then people will come from east and west, and from north and south, and take their places at the banquet table in the kingdom of God.

Luke 13,29

Introit

Listen, O Lord. Answer me. For I am oppressed and needy.
Protect me, for I am loyal.
You are my God; deliver your servant who trusts in you.

O Lord, hear my prayer.
Pay attention to my plea for mercy.
In my time of trouble I cry out to you, for you will answer me.
None can compare to you among the gods, O Lord.
Your exploits are incomparable.
All the nations, whom you created, will come and worship you, O Lord.
They will honor your name.
For you are great and do amazing things.
You alone are God.
O Lord, teach me how you want me to live.
Then I will obey your commands.
Make me wholeheartedly committed to you.
O Lord, my God, I will give you thanks with my whole heart.
I will honor your name continually.

Psalm 86,1-2.6-12

Old Testament lesson (Sermon)

Now Naaman, the commander of the king of Syria’s army, was esteemed and respected by his master, for through him the Lord had given Syria military victories. But this great warrior had a skin disease. Raiding parties went out from Syria and took captive from the land of Israel a young girl, who became a servant to Naaman’s wife. She told her mistress, “If only my master were in the presence of the prophet who is in Samaria! Then he would cure him of his skin disease.”

Naaman went and told his master what the girl from the land of Israel had said. The king of Syria said, “Go! I will send a letter to the king of Israel.” So Naaman went, taking with him  talents of silver, 6,000 shekels of gold, and 10 suits of clothes. He brought the letter to the king of Israel. It read: “This is a letter of introduction for my servant Naaman, whom I have sent to be cured of his skin disease.” When the king of Israel read the letter, he tore his clothes and said, “Am I God? Can I kill or restore life? Why does he ask me to cure a man of his skin disease? Certainly you must see that he is looking for an excuse to fight me!”

When Elisha the prophet heard that the king of Israel had torn his clothes, he sent this message to the king, “Why did you tear your clothes? Send him to me so he may know there is a prophet in Israel.” So Naaman came with his horses and chariots and stood in the doorway of Elisha’s house. Elisha sent out a messenger who told him, “Go and wash seven times in the Jordan; your skin will be restored and you will be healed.” Naaman went away angry. He said, “Look, I thought for sure he would come out, stand there, invoke the name of the Lord his God, wave his hand over the area, and cure the skin disease. The rivers of Damascus, the Abana and Pharpar, are better than any of the waters of Israel! Could I not wash in them and be healed?” So he turned around and went away angry. His servants approached and said to him, “O master, if the prophet had told you to do some difficult task, you would have been willing to do it. It seems you should be happy that he simply said, ‘Wash and you will be healed.’ So he went down and dipped in the Jordan seven times, as the prophet had instructed. His skin became as smooth as a young child’s and he was healed.

He and his entire entourage returned to the prophet. Naaman came and stood before him. He said, “For sure I know that there is no God in all the earth except in Israel! Now, please accept a gift from your servant.” But Elisha replied, “As certainly as the Lord lives (whom I serve) I will take nothing from you.” Naaman insisted that he take it, but he refused. Naaman said, “If not, then please give your servant a load of dirt, enough for a pair of mules to carry, for your servant will never again offer a burnt offering or sacrifice to a god other than the Lord. May the Lord forgive your servant for this one thing: When my master enters the temple of Rimmon to worship, and he leans on my arm and I bow down in the temple of Rimmon, may the Lord forgive your servant for this.” Elisha said to him, “Go in peace.”

2. Kings 8,1-19

Collect

Give us grace, O Lord, to answer readily the call of our Savior Jesus Christ and proclaim to all people the Good News of his salvation, that we and the whole world may perceive the glory of his marvelous works; who lives and reigns with you and the Holy Spirit, one God, for ever and ever. Amen.

Collect for the 3rd Sunday in the Epiphany

Epistle

I do not want you to be unaware, brothers and sisters, that I often intended to come to you (and was prevented until now), so that I may have some fruit even among you, just as I already have among the rest of the Gentiles. I am a debtor both to the Greeks and to the barbarians, both to the wise and to the foolish. Thus I am eager also to preach the gospel to you who are in Rome. For I am not ashamed of the gospel, for it is God’s power for salvation to everyone who believes, to the Jew first and also to the Greek. For the righteousness of God is revealed in the gospel from faith to faith, just as it is written, “The righteous by faith will live.”

Romans 1,13-17

Gospel

When he entered Capernaum, a centurion came to him asking for help:“Lord, my servant is lying at home paralyzed, in terrible anguish.” Jesussaid to him, “I will come and heal him.” But the centurion replied, “Lord, I am not worthy to have you come under my roof! Instead, just say the word and my servant will be healed. For I too am a man under authority, with soldiers under me. I say to this one, ‘Go!’ and he goes, and to another ‘Come!’ and he comes, and to my slave ‘Do this!’ and he does it.”When Jesus heard this he was amazed and said to those who followed him, “I tell you the truth, I have not found such faith in anyone in Israel!I tell you, many will come from the east and west to share the banquet with Abraham, Isaac, and Jacob in the kingdom of heaven, but the sons of the kingdom will be thrown out into the outer darkness, where there will be weeping and gnashing of teeth.” Then Jesus said to the centurion, “Go; just as you believed, it will be done for you.” And the servant was healed at that hour.

Matthew 8, 5-13

The Confession of the Church

I believe in one God, the Father Almighty, Maker of heaven and earth, and of all things visible and invisible.

And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of the Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father; by whom all things were made; who for us men, and for our salvation, came down from heaven, and was incarnate by the Holy Ghost of the Virgin Mary, and was made man, and was crucified also for us under Pontius Pilate; He suffered and was buried; and the third day He rose again according to the Scriptures; and ascended into heaven, and sitteth on the right hand of the Father; and He shall come again with glory to judge the quick and the dead; whose kingdom shall have no end.

And I believe in the Holy Ghost, the Lord and Giver of life, who proceedeth from the Father and the Son; who with the Father and the Son together is worshiped and glorified; who spake by the Prophets. And I believe in one holy catholic and apostolic Church. I acknowledge one Baptism for the remission of sins; and I look for the resurrection of the dead, and the life of the world to come. Amen.

Nicene Creed

Hymn of the week

Sing praise to God, our highest good,
profound respect expressing.
God give us health, life, livelihood,
with every needed blessing.
To God, who wondrous works performs,
creating life and calming storms,
to God give praise and glory!

2 Creation thanks you, Holy One:
you made us and renew us.
Delighted at what you have done,
you show your greatness through us.
So may all living things proclaim
the wonders of their Maker’s name:
to God give praise and glory!

3 What God has made, God will preserve,
with righteousness unfailing.
Regardless what we may deserve,
we see this good prevailing.
To God who governs evermore
with justice serving rich and poor,
to God give praise and glory!

4 I cry to God, in pain and grief,
“Please, God of mercy, hear me!”
My certain help provides relief,
faith, hope, and love to cheer me.
So let me sing, joyful and free:
ah, thankful Christians, sing with me:
to God give praise and glory!

5 Forever with us, God is here,
Nor ever will desert us.
So dearly loved, we shall not fear;
there’s nothing that can hurt us.
We place our trust in God’s command,
who leads us with a mother’s hand:
to God give praise and glory!

6 Dear Christian friends, we bear the name
of Christ, our sure salvation.
Let us recall Christ Jesus came,
most holy incarnation,
Came from the one God we adore,
came with new life forevermore:
to God give praise and glory!

Johann J. Schütz translated by Madeleine Forell Marshall

Prayer of the church

  1. Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.

Heavenly Father, bless Your Holy Church throughout the world, that she would rejoice in You with a thankful heart. Strengthen Your Church so that she would not be ashamed of the Gospel, but confess it, preach it and cling to it as Your power for salvation to everyone who believes. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, bless the congregations of our Synod, that they would be faithful to Your Word and motivated by Your love and compassion in all they do. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

We thank You, dear Father, for the gift of Holy Baptism, by which You heal the corruption of our sinful nature and save us by Christ’s power. With Your great Word and name, plain water becomes a life-giving stream. Do not let us forget our Baptism, nor withhold it from our children, but treasure it as Christ’s trustworthy promise and arise daily to newborn life, cleansed by Your grace. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Heavenly Father, You have raised up civil authorities over Your people, including Olaf, our president; Reiner, our governor; and all who make, administer and judge our laws. Grant that they would serve with integrity and honor, having the welfare of all in mind. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

God of all comfort, look with compassion on the sick and suffering, especially Christoph, June,  that they would know Your peace and receive healing and relief according to Your gracious will. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Holy God, as we approach Your holy altar to receive Christ’s very body and blood, give us humility and faith to confess with the centurion that, though we are unworthy to have Your Son come under our roof, nevertheless, at His Word, we shall be healed. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, heavenly Father, You have actually spoken Your great Word by Your prophets and apostles. Do not let us despise this Word but, in spite of all appearances, gladly receive its wisdom and promises, doing as Christ commands; through the same Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

LCMS Prayers

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless Thee, and keep Thee;

The Lord make His face shine upon Thee, and be gracious unto Thee;

The Lord lift up His countenance upon Thee + give Thee peace.

Numbers 6,24-27

If you are called to preach this weekend, may the triune God give you joy and strength, wisdom, knowledge and insight, that You preach His holy will faithfully and His gracious promises invitingly. His most precious Gospel is “the power of God to save all who believe.” (Rom 1:16) and His Word remains forever – just as His one, holy Christian Church + Amen.

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Drum, frommer Christ, wer Du auch bist sei gutes Muts

Drum, frommer Christ, wer Du auch bist, sei gutes Muts und laß Dich nicht betrüben. Weil Gottes Kind Dich ihm verbindt, so kanns nicht anders sein, Gott muß Dich lieben.

Gedenke doch, wie herrlich hoch er über allen Jammer Dich geführet. Der Engel Heer ist selbst nicht mehr als eben Du mit Seligkeit gezieret.

Du siehest ja vor Augen da Dein Fleisch und Blut die Luft und Wolken lenken; was will doch sich, ich frage Dich, erheben, Dich in Angst und Furcht zu senken?

Dein blöder Sinn geht oft dahin, ruft ach und weh, läßt allen Trost verschwinden. Komm her und richt Dein Angesicht zum Kripplein Christi: Da, da wirst Du´s finden.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 103,7-10)

Samstag nach dem 2. Sonntag nach Epiphanias (Der Freudenmeister)

Das Gesetz ist durch Mose gegeben, die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christ geworden.

Johannes 1,17

Kollekte

Barmherziger Gott, liebreicher Vater, der Du Deinen Sohn zu uns gesandt hast, daß er uns Deine Liebe offenbare, wandle, wir bitten Dich, unser sündhaftes Wesen und erfülle uns, die wir Knechte des Gesetzes waren, mit dem Geiste der Kindschaft durch Deinen Sohn Jesus Christus, unsern Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.119

Fortlaufende Lese

Dies schreibe ich dir und hoffe, bald zu dir zu kommen; 15 wenn ich aber erst später komme, sollst du wissen, wie man sich verhalten soll im Hause Gottes, welches ist die Gemeinde des lebendigen Gottes, ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit. 16 Und groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens: Er ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit. 

1. Timotheus 3,14-16

Tageslese

Diesen Mose, den sie verleugnet hatten, als sie sprachen: »Wer hat dich als Aufseher und Richter eingesetzt?«, den sandte Gott als Anführer und Befreier durch den Engel, der ihm im Dornbusch erschienen war. 36 Dieser Mose führte sie heraus und tat Wunder und Zeichen in Ägypten, im Roten Meer und in der Wüste vierzig Jahre lang. 37 Dies ist der Mose, der zu den Israeliten gesagt hat: »Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern.« 38 Dieser ist’s, der in der Gemeinde in der Wüste stand zwischen dem Engel, der mit ihm redete auf dem Berge Sinai, und unsern Vätern. Er empfing Worte des Lebens, um sie uns weiterzugeben. 39 Ihm wollten unsre Väter nicht gehorsam werden, sondern sie stießen ihn von sich und wandten sich in ihrem Herzen wieder Ägypten zu 40 und sprachen zu Aaron: »Mache uns Götter, die vor uns hergehen; denn wir wissen nicht, was diesem Mose, der uns aus dem Lande Ägypten geführt hat, widerfahren ist.« … 50 Hat nicht meine Hand das alles gemacht?« 51 Ihr, halsstarrig und unbeschnitten an Herzen und Ohren, ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist, wie eure Väter, so auch ihr. 52 Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Und sie haben getötet, die zuvor verkündigten das Kommen des Gerechten, dessen Verräter und Mörder ihr nun geworden seid. 53 Ihr habt das Gesetz empfangen durch Weisung von Engeln und habt’s nicht gehalten.

Apostelgeschichte 7,35-40. 51-53

Gebet am Sonnabend

Herr Gott, himmlischer Vater, wiederum geht eine Woche zu Ende. Wir bitten Dich mit allen Sündern: Siehe nicht an, Herr, unsere Schuld. Wir bitten Dich, vergib, daß wir auch in dieser Woche wieder gesündigt haben mit Gedanken, Worten und Werken, mit innerlicher Blindheit, Unglauben, Zweifel, Kleinmütigkeit, Ungeduld, Hoffart, bösen Lüsten, Geiz, heimlichem Neid, Haß, Mißgunst und anderen Sünden.

Wir bitten Dich, erlöse uns durch Deine Barmherzigkeit. Wir wissen, daß eine einzige Sünde unsere Gemeinschaft mit Dir auf ewig zerstört. Wir wissen, daß wir Deinen Zorn auf ewig verdient haben. Wir wissen, wir sind es nicht wert, Deine Kinder zu heißen; doch wir hoffen auf Deine Gnade, o Gott. Wir bitten Dich, daß Du uns vergeben mögest um Jesu Christi, Deines lieben Sohnes, willen. Durch ihn schenke uns Kraft, unsere Sünde zu hassen, auf daß wir ein Dir wohlgefälliges Leben führen in wahrer Demut und in der Erkenntnis Deines heiligen Willens. O Herr, lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. Amen.

Zuletzt bitte ich Dich, himmlischer Vater, daß Du mir und allen Christen den morgigen Sonntag zu einem Segen gereichen lassen wollest! Wecke in uns allen den Hunger nach Deinem Wort und Sakrament und laß uns hier auf Erden mit bereitetem Herzen in der Gemeinschaft Deiner Heiligen teilhaben an der ewigen Liturgie, die vor dem Throne des Lammes von allen Engeln und Auserwählten gesungen wird.

Erhöre unser Gebet um eben des Lammes, um Deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.148)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Von der Erbsünde (3)

“Adam und Eva mit Gott im Paradies” von Lucas Cranach d. Ä (1472-1553)

Wir sagen auch wol, das eusserlich erbar zu leben etlichermas inn unserm vermügen stehe, aber fur Gott from und heilig zu werden, ist nicht unsers vermügens.

Das sind die ursachen, warümb ich des ortes, als ich hab wöllen sagen, was die Erbsunde sey, der angeboren bösen lust gedacht habe und gesagt, das aus natürlichen krefften kein mensch vermag Gott zu förchten odder ihm zu vertrauen. Denn ich hab wöllen anzeigen, das die Erbsunde auch diesen jamer inn sich begreiffe, nemlich, das kein mensch Gott kennet odder achtet, keiner ihnen hertzlich fürchten odder lieben odder ihm vertrauen kan. Das sind die grösten stück der Erbseuche, durch welche wir alle aus Adam stracks widder Gott, widder Gott, widder die ersten Taffel Mosi und das gröste, höchste Götlich gebot gesinnet und geartet sind.

Und wir haben da nichts neues gesagt, die alten Scholastici, so man sie recht verstehet, haben gleich dasselbige gesagt. Denn sie sagen, die Erbsunde sey ein mangel der ersten reinigkeit und gerechtigkeit im Paradis. Was ist aber „iustitia originalis“ odder die erste gerechtigkeit im Paradis? Gerechtigkeit und heiligkeit inn der schrifft hest jhe nicht allein, wenn ich die ander Taffel Mosi halte, gute werck thu und dem nehisten diene, Sondern denjhenigen nennet die schrifft from, heilig und gerecht, der die ersten Tafel, der das erste gebot helt, das ist, der Gott von hertzen fürchtet, ihnen liebet und sich auff Gott verlesset.

Darümb ist Adams reinigkeit und unverrückt wesen nicht allein ein fein, volkomene gesundheit und allenthalben rein geblüt, unverterbte kreffte des leibs gewesen, wie sie davon reden, Sondern das gröst an solcher edeler erster creatur ist gewesen ein helles liecht im hertzen, Gott und sein werck zu kennen, ein rechte Gottesfurcht, ein recht hertzlich vertrauen gegen Gott und allenthalben ein rechtschaffen, gewisser verstand, ein fein, gut, frölich hertz gegen Gott und allen Göttlichen sachen. Und das bezeugt auch die heilige schrifft, da sie sagt, das der mensch nach Gottes bilde und gleichnis geschaffen sey. Denn was ist das anders denn das Göttliche weisheit und gerechtigkeit, die aus Gott ist, sich im menschen bildet? dadurch wir Gott erkennen, durch welche Gottes klarheit sich inn uns spiegelt, das ist, das dem menschen ersten, als er geschaffen, diese gaben gegen sein: recht, klar erkenntnis Gottes, rechte forcht, recht vertrauen und dergleichen.

Denn also legen auch solchs aus vom bilde und gleichnis Gottes Ireneus und Ambrosius, so er allerley auff die meinung redet, sagt unter andern: die seele ist nicht nach dem bilde Gottes geschaffen, inn welcher Gott allzeit ist; und Paulus zu den Ephesern und Colossern zeigt gnug an, das Gottes bilde inn der schrifft nicht anders heisse denn erkentnis Gottes und rechtschaffen wesen und gerechtigkeit fur Gott. Und Longodardus sagt frey heraus, das die erst geschaffene gerechtigkeit in Adam sey das bilde und die gleichnis Gottes, welcs an dem menschen von Gott gebildet ist. Ich erzele die meinung und sprüche der alten, wilche an der Auslegung Augustini, wie derselbige vom bilde Gottes redet, nichts hindern.

Darümb die alten, da sie sagen, was die Erbsunde sey, und sprechen, Es sey ein mangel der ersten angeschaffenen gerechtigkeit, Da ist ir meinung, das der mensch nicht allein am leib odder geringsten, nidersten krefften verterbet sey, sondern das er auch dadurch verloren habe diese gaben: recht erkentnis Gottes, rechte liebe und vertrauen gegen Gott und die krafft, das liecht im hertzen, so ihm zu dem allen liebe und lust macht. Denn die Scholastici odder Theologen selbst inn schulen leren, das dieselbige angeborne gerechtigkeit uns nicht müglich were gewesen one sonderliche gaben und one hülffe der gnaden. Und dieselbigen gaben nennen wir Göttesforcht, Gotteserkentnis und vertrauen gegen Gott, damit, das man es verstehen müge. Aus diesem allem erscheinet gnugsam, das die alten, da sie sagen, was die Erbsunde sey, gleich mit uns stimmen und auch ihr meinung ist, das wir durch die Erbsunde inn den jamer komen geborn, das wir kein gut hertz, welchs Gott recht liebet, gegen Gott haben, nicht allein kein rein guttes werck zu thun odder volbringen vermügen.

Gleich dasselbig meinet auch Augustinus, da er auch will sagen, was die Erbsunde sey, und pflegt die Erbsunde ein böse lust zu nennen, denn er will anzeigen, das nach Adams falle anstat der gerechtickkeit böse lust uns angeborn wird. Denn von dem falle an, dieweil wir, als von art sundlich geborn, Gott nicht fürchten, lieben noch im vertrauen, so thun wir nichts anders, denn das wir uns auff uns selbst verlassen, verachten Gott oder erschrecken und flihen von Gott. Und also ist inn Augustinus worten auch die meinung gefasset und begriffen derjhenigen, die da sagen, die Erbsunde sey ein mangel der ersten gerechtigkeit, das ist die böse lust, welche anstad derselbigen gerechtigkeit uns anhengt. Und ist die böse lust nicht allein ein verterbung odder verrückung der ersten reinen leibsgesundheit Adams im Paradis, sondern auch ein böse lust und neigung, da wir nach den allerbesten, höchsten krefften und liecht der vernunfft dennoch fleischlich widder Gott geneigt und gesynnet sind. Und diejhenigen wissen nicht, was sie sagen, die da leren, der mensch vermüg aus seinen krefften, Gott uber alles zu lieben, und müssen doch zugleich bekennen, es bleibe, solange dis leben were, noch böse lust, sofern sie vom heiligen geist nicht gentzlich getödtet ist.

Apologia der Confession verdeutscht aus dem Latin durch Justum Jonam: AC II (Die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche hg.v Dingel u.a. i.A. der EKD (V&R: 2014. S.252+254)
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