Lasset uns mit Jesu ziehen, seinem Vorbild folgen nach

“Winderlandschaft” (1811) von Caspar David Friedrich (5. September 1774-7. Mai 1840)

Lasset uns mit Jesus ziehen, seinem Vorbild folgen nach, in der Welt der Welt entfliehen auf der Bahn, die er uns brach, immerfort zum Himmel reisen, irdisch noch schon himmlisch sein, glauben recht und leben rein, in der Lieb den Glauben weisen. Treuer Jesu, bleib bei mir, gehe vor, ich folge Dir.

Lasset uns mit Jesus leiden, seinem Vorbild werden gleich; nach dem Leide folgen Freuden, Armut hier macht dorten reich, Tränensaat, die erntet Lachen; Hoffnung tröste die Geduld: es kann leichtlich Gottes Huld aus dem Regen Sonne machen. Jesu, hier leid ich mit Dir, dort teil Deine Freud mit mir!

Lasset uns mit Jesus sterben; sein Tod uns vom andern Tod rettet und vom Seelverderben, von der ewiglichen Not. Lasst uns töten hier im Leben unser Fleisch, ihm sterben ab, so wird er uns aus dem Grab in das Himmelsleben heben. Jesu, sterb ich, sterb ich Dir, dass ich lebe für und für.

Lasset uns mit Jesus leben. Weil er auferstanden ist, muss das Grab uns wiedergeben. Jesu, unser Haupt Du bist, wir sind Deines Leibes Glieder, wo Du lebst, da leben wir; ach erkenn uns für und für, trauter Freund, als Deine Brüder! Jesu, Dir ich lebe hier, dorten ewig auch bei Dir.

Siegmund von Birken 1653 (LKG 251)

Montag nach dem Sonntag vor dem Fasten (Estomihi)

Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn.

Lukas 18,31

Kollekte

Heiliger, ewiger Gott und Vater, Du lässest uns eintreten in die Gemeinschaft des heiligen Leidens und Sterbens Deines lieben Sohnes Jesu Christi; verleihe uns, daß wir in wahrer Andacht das Gedächtnis seiner Leiden begehen, in seiner Nachfolge das Kreuz auf uns nehmen und also Deinen Willen erfüllen, durch Deinen lieben Sohn Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert ein Gott von nun an bis in Ewigkeit.

Orate fratres S.124

Fortlaufende Lese

Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen 12 und erzieht uns, dass wir absagen dem gottlosen Wesen und den weltlichen Begierden und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben 13 und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilands, Jesus Christus, 14 der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken. 15 Dies rede, und ermahne und weise zurecht mit ganzem Ernst. Niemand soll dich verachten.

Titus 2,11-15

Tageslese

Zu dieser Stunde kamen einige Pharisäer und sprachen zu ihm: Mach dich auf und geh weg von hier; denn Herodes will dich töten. 32 Und er sprach zu ihnen: Geht hin und sagt diesem Fuchs: Siehe, ich treibe Dämonen aus und mache gesund heute und morgen, und am dritten Tage werde ich vollendet. 33 Doch muss ich heute und morgen und am Tag danach wandern, denn es geht nicht an, dass ein Prophet umkomme außerhalb von Jerusalem.
34 Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt! 35 Seht, euer Haus wird euch allein überlassen. Ich sage euch: Ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis die Zeit kommt, da ihr sagen werdet: Gelobt ist, der da kommt im Namen des Herrn!

Lukas 13,31-35

Gebet am Montag

O Herr, wir klagen Dir den Verfall Deiner Kirche. Es ist unsere Schuld, daß man nicht mehr erkennt die Schönheit Deiner Braut. darum bitten wir Dich: Gib und mehre in uns den Glauben, Liebe und Hoffnung in Dich. Reut aus in uns alle Sünd und Laster, alle Zwietracht, allen Unglauben, alle Irrsal und Ketzerei. Strafe die Irrenden, bekehre die Ungläubigen, bringe die Abtrünnigen wieder zur Einigkeit der christlichen Kirche und zeige ihnen das Licht Deiner Wahrheit.

Behüte unseren Hirten vor aller Gefahr des Leibes und der Seele. Segne alle Hirten und Bischöfe, Missionare, Evangelisten, Lehrer, Kirchenvorsteher und Gehilfen im Aufbau Deiner Gemeinde, gib Gedeihen des heiligen Glaubens. Stehe bei Deinen Zeugen unter den Völkern und fördere den Lauf Deines Evangeliums in aller Welt.

Erfülle alle Obrigkeit mit Deiner Furcht und laß ihr Regieren der Welt zum Frieden dienen. Erbarme Dich über unser Volk und Land.

Die Jugend laß auferzogen werden in der Zucht und Ermahnung zu Dir, auf daß sie erkenne Dein Gesetz und den Weg Deines Heils. Verleihe Beständigkeit und Treue allen frommen Lehrern.

Tröste alle Betrübten und Traurigen. Den Kranken teil mit Gesundheit des Leibes und der Seelen. Den schwangeren Frauen schenke nach Deiner Barmherzigkeit einen fröhlichen Anblick in ihrer Geburt. Den armen Dürftigen gib leiblich und geistlich nach Deinem Wohlgefallen. Die unterwegs sind, laß dem Schutz Deiner heiligen Engel befohlen sein, und sei eine starke Hilfe allen, die Dein bedürfen. Um Deiner heiligen Wunden willen, o Jesu! Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.142)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Sonntag vor den Fasten (Estomihi)

Mt Zion (George Williams: 1849)

Wochenspruch

Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn.

Lukas 18,31

Introitus

Herr, auf dich traue ich, lass mich nimmermehr zuschanden werden, errette mich durch deine Gerechtigkeit! Neige deine Ohren zu mir, hilf mir eilends. Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest! Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen. Du wollest mich aus dem Netze ziehen, das sie mir heimlich stellten, denn du bist meine Stärke. In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.

Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte, dass du mein Elend ansiehst und kennst die Not meiner Seele und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes; du stellst meine Füße auf weiten Raum.

Meine Zeit steht in deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen. Lass leuchten dein Antlitz über deinem Knecht; hilf mir durch deine Güte!

Ps 31,2-6.8-9.16-17

Altes Testament

Ich hasse und verachte eure Feste und mag eure Versammlungen nicht riechen – es sei denn, ihr bringt mir rechte Brandopfer dar –, und an euren Speisopfern habe ich kein Gefallen, und euer fettes Schlachtopfer sehe ich nicht an. Tu weg von mir das Geplärr deiner Lieder; denn ich mag dein Harfenspiel nicht hören! Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.

Amos 5,21-24 (Predigttext)

Kollekte

Heiliger, ewiger Gott und Vater, Du lässest uns eintreten in die Gemeinschaft des heiligen Leidens und Sterbens Deines lieben Sohnes Jesu Christi; verleihe uns, daß wir in wahrer Andacht das Gedächtnis seiner Leiden begehen, in seiner Nachfolge das Kreuz auf uns nehmen und also Deinen Willen erfüllen, durch Deinen lieben Sohn Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert ein Gott von nun an bis in Ewigkeit.

Orate fratres S.124

Epistolische Lektion

Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe höret nimmer auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

1. Korinther 13 (Das Hohelied der Liebe)

Hallelujavers

Halleluja. Ich freue mich und bin frö­hlich über Deiner Güte. Das du mein elend ansiehst und erkenneſt meine Seele in der Not. Halleluja.

Psalm 31,8

Evangelium

Und er fing an, sie zu lehren: Der Menschensohn muss viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen. Und er redete das Wort frei und offen. Und Petrus nahm ihn beiseite und fing an, ihm zu wehren. Er aber wandte sich um, sah seine Jünger an und bedrohte Petrus und sprach: Geh hinter mich, du Satan! Denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist. Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben behalten will, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird’s behalten. Denn was hilft es dem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und Schaden zu nehmen an seiner Seele? Denn was kann der Mensch geben, womit er seine Seele auslöse? Wer sich aber meiner und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.

Markus 8,31-38

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den Einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht,wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die Eine, heilige, christliche, apostolischeKirche. Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden Und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Nizänum

Wochenlied

Lasset uns mit Jesus ziehen, seinem Vorbild folgen nach, in der Welt der Welt entfliehen auf der Bahn, die er uns brach, immerfort zum Himmel reisen, irdisch noch schon himmlisch sein, glauben recht und leben rein, in der Lieb den Glauben weisen. Treuer Jesu, bleib bei mir, gehe vor, ich folge Dir.

Lasset uns mit Jesus leiden, seinem Vorbild werden gleich; nach dem Leide folgen Freuden, Armut hier macht dorten reich, Tränensaat, die erntet Lachen; Hoffnung tröste die Geduld: es kann leichtlich Gottes Huld aus dem Regen Sonne machen. Jesu, hier leid ich mit Dir, dort teil Deine Freud mit mir!

Lasset uns mit Jesus sterben; sein Tod uns vom andern Tod rettet und vom Seelverderben, von der ewiglichen Not. Lasst uns töten hier im Leben unser Fleisch, ihm sterben ab, so wird er uns aus dem Grab in das Himmelsleben heben. Jesu, sterb ich, sterb ich Dir, dass ich lebe für und für.

Lasset uns mit Jesus leben. Weil er auferstanden ist, muss das Grab uns wiedergeben. Jesu, unser Haupt Du bist, wir sind Deines Leibes Glieder, wo Du lebst, da leben wir; ach erkenn uns für und für, trauter Freund, als Deine Brüder! Jesu, Dir ich lebe hier, dorten ewig auch bei Dir.

Siegmund von Birken 1653 (LKG 251)

Kirchengebet

Du Ursprung der Gerechtigkeit,
du Quelle des Friedens,
du Gott voller Liebe,
wir hoffen auf dich.

Du liebst die Gerechten.
Hilf ihnen,
damit ihre Taten denen helfen,
die wehrlos sind,
die bedroht und geschlagen werden,
die verschleppt wurden,
denen gerechter Lohn verweigert wird.
Du Ursprung der Gerechtigkeit,
wir bitten dich:
Erbarme dich.

Du liebst die Friedensstifter.
Hilf ihnen,
damit sie Frieden bringen,
wo sich der Tod ausbreitet,
wo Krieg herrscht,
wo das Böse die Schwachen bedrängt,
wo die Lüge das Leben zerstört.
Du Quelle des Friedens,
wir bitten dich:
Erbarme dich.

Du liebst deine Schöpfung.
Hilf ihr,
damit deine Liebe zur Kraft wird
für die Kranken,
für die Enttäuschten,
für die Mutlosen,
für die Hoffenden,
Du Anfang der Liebe,
wir bitten dich:
Erbarme dich.

Du liebst deine Gemeinde. Matt & Kathy, Scott & Maryann, Ulrich & Erika, Larry, Hans-Jörg, Markus, Felix, Armin & Susanne; Thomas & Annette; Götz & Sylvia; Vivian; Elly; Vaclav & Paulina; Bob & Pauline; Dietmar; Mark & Mindy; Berno & Karin;
Präge uns dein Wort ein,
damit wir gerecht leben,
damit wir dem Frieden dienen,
damit an uns deine Liebe erkannt wird.
Du liebst unsere Kinder Christoph, Friederike & Oliver und Isabel, Detlev und Biljana, Matthias und alle, die zu uns gehören: Karin, Ingrid, Walter und Ruth, Renate und Hans, Bernhard und Anne, Gerhard und Carmela, Manfred und Elisabeth, Peter und Simone, Christoph und Sigrid, Kurt und Lene und ihre Kinder.
Segne sie,
geh mit uns durch diese Zeit.
Auf dich trauen wir,
errette uns durch deine Gerechtigkeit
heute und morgen und an jedem kommenden Tag.
In Jesu Namen.
Amen.

VELKD (Wochengebet)

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich.
Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.
Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden.
4. Mose 6,24-26
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Wir danken Dir, Herr, insgemein für Deines lieben Wortes Schein (LKG 125)

Rudolf Schäfer lebte vom16. September 1878 bis 25. Oktober 1961

Wir danken Dir, Herr, insgemein für Deines lieben Wortes Schein,
damit Du uns hast angeblickt und unser mattes Herz erquickt.

Wir saßen in des Todes Tal sehr tief gefangen allzumal.
Hab Dank, Du liebstes Jesulein, daß wir durch Dich erlöset sein.

Hilf, daß Dein Licht uns leuchten mag bis an den lieben Jüngsten Tag,
und wir auch wandeln jederzeit den rechten Weg zur Seligkeit.

Du wahrer Mensch und Gottes Sohn, Du König aller Ehren schon,
Niemand von uns verdienet hat solch eine Lieb und große Gnad.

Dein guter Geist uns immer führ, daß wir von Herzen dienen Dir,
Du weißt, o großer Menschenfreund wie wir so unvermögend seind.

Nimm an zum Opfer Deiner Ehr die Herzensseufzer lieber Herr,
damit wir armen Heiden Dich mit Andacht rühmen stetiglich.

Peter Hagen 1642

Samstag nach dem 2.Sonntag vor dem Fasten (Sexagesimae)

Heute, so Ihr seine Stimme hört, so verstockt Euer Herz nicht.

Psalm 95,7f

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, wir danken Dir, daß Du Dein Wort durch Deinen Sohn Jesus Christus unter uns reichlich aussäest; wir bitten Dich, bereite unsere Herzen durch Deinen Heiligen Geist, daß wir Dein Wort im Glauben aufnehmen, in einem feinen, guten Herzen behalten und in Geduld Frucht bringen, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres, S. 123f.

Fortlaufende Lese

Du aber rede, wie sich’s ziemt nach der heilsamen Lehre: 2 Den alten Männern sage, dass sie nüchtern seien, ehrbar, besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld; 3 desgleichen den alten Frauen, dass sie sich verhalten, wie es Heiligen ziemt, nicht verleumderisch, nicht dem Trunk ergeben, fähig, Gutes zu lehren, 4 damit sie die jungen Frauen zur Besonnenheit anhalten, dass sie ihre Männer lieben, ihre Kinder lieben, 5 verständig seien, keusch, häuslich, gütig und sich ihren Männern unterordnen, damit nicht das Wort Gottes gelästert werde. 6 Desgleichen ermahne die jungen Männer, dass sie besonnen seien 7 in allen Dingen. Dich selbst aber erweise als Vorbild guter Werke, ohne Falsch in der Lehre und ehrbar, 8 mit heilsamem und untadeligem Wort, damit der Widersacher beschämt werde, weil er nichts Schlechtes über uns sagen kann. 9 Die Sklaven ermahne, dass sie sich ihren Herren in allen Dingen unterordnen, ihnen gefällig seien, nicht widersprechen, 10 nichts veruntreuen, sondern sich stets als gut und treu erweisen, damit sie in allem die Lehre Gottes, unseres Heilands, schmücken. 

Titus 2,1-10

Tageslese

Darum wollen wir jetzt lassen, was am Anfang über Christus zu lehren ist, und uns zum Vollkommenen wenden. Wir wollen nicht abermals den Grund legen mit der Umkehr von den toten Werken und dem Glauben an Gott, 2 mit der Lehre vom Taufen[1], vom Händeauflegen, von der Auferstehung der Toten und vom ewigen Gericht. 3 Das wollen wir tun, wenn Gott es zulässt. 4 Denn es ist unmöglich, die, die einmal erleuchtet worden sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und Anteil bekommen haben am Heiligen Geist 5 und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt 6 und dann abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, da sie für sich selbst den Sohn Gottes abermals kreuzigen und zum Spott machen. 7 Denn die Erde, die den Regen trinkt, der oft auf sie fällt, und nützliche Frucht trägt denen, die sie bebauen, empfängt Segen von Gott. 8 Wenn sie aber Dornen und Disteln trägt, bringt sie keinen Nutzen und ist dem Fluch nahe, sodass man sie zuletzt abbrennt.

Hebräer 6,1-8

Gebet am Samstag

Herr Gott, himmlischer Vater, wiederum geht eine Woche zu Ende. Wir bitten Dich mit allen Sündern: Siehe nicht an, Herr, unsere Schuld. Wir bitten Dich, vergib, daß wir auch in dieser Woche wieder gesündigt haben mit Gedanken, Worten und Werken, mit innerlicher Blindheit, Unglauben, Zweifel, Kleinmütigkeit, Ungeduld, Hoffart, bösen Lüsten, Geiz, heimlichem Neid, Haß, Mißgunst und anderen Sünden.

Wir bitten Dich, erlöse uns durch Deine Barmherzigkeit. Wir wissen, daß eine einzige Sünde unsere Gemeinschaft mit Dir auf ewig zerstört. Wir wissen, daß wir Deinen Zorn auf ewig verdient haben. Wir wissen, wir sind es nicht wert, Deine Kinder zu heißen; doch wir hoffen auf Deine Gnade, o Gott. Wir bitten Dich, daß Du uns vergeben mögest um Jesu Christi, Deines lieben Sohnes, willen. Durch ihn schenke uns Kraft, unsere Sünde zu hassen, auf daß wir ein Dir wohlgefälliges Leben führen in wahrer Demut und in der Erkenntnis Deines heiligen Willens. O Herr, lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. Amen.

Zuletzt bitte ich Dich, himmlischer Vater, daß Du mir und allen Christen den morgigen Sonntag zu einem Segen gereichen lassen wollest! Wecke in uns allen den Hunger nach Deinem Wort und Sakrament und laß uns hier auf Erden mit bereitetem Herzen in der Gemeinschaft Deiner Heiligen teilhaben an der ewigen Liturgie, die vor dem Throne des Lammes von allen Engeln und Auserwählten gesungen wird.

Erhöre unser Gebet um eben des Lammes, um Deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.148)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Dr. Luther predigt vom alten Simeon im Tempel

Hl. Simeon mit Christuskind von José de Ribera (1591-1652)

Dr. Martin Luthers von des heiligen Simeons tröstlicher Predigt im Tempel St. Lukas 2,25-32 (WA 52 S.154-164):

Und hier vorgelesen:

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Herr Jesu, Licht der Heiden, der Frommen Schatz

Heures de Notre-Dame de Pitié à l’usage de Toul (Bibliothèques de Nancy)

Herr Jesu, Licht der Heiden, der Frommen Schatz und Lieb,
wir kommen jetzt mit Freuden, durch Deines Geistes Trieb,
in diesen Deinen Tempel und suchen mit Begier,
nach Simeons Exempel, Dich, großen Gott, allhier.

Du wirst von uns gefunden, o Herr, an jedem Ort,
dahin Du Dich verbunden durch Dein Verheißungswort;
vergönnst noch heutzutage, daß man Dich gleicherweis
auf Glaubensarmen trage, wie hier der fromme Greis.

Sei unser Glanz in Wonne, ein helles Licht in Pein,
im Schrecken unsre Sonne, im Kreuz ein Gnadenschein,
in Zagheit, Glut und Flamme, in Not ein Freudenstrahl,
in Krankheit Arzt und Amme, ein Stern in Todesqual!

Herr, laß uns auch gelingen, daß letzt wie Simeon
ein jeder Christ kann singen den schönen Schwanenton:
“Mir werden nun mit Frieden mein Augen zugedrückt,
nachdem ich schon hienieden den Heiland hab erblickt.”

Ja, ja ich hab im Glauben, mein Jesu, Dich geschaut;
kein Feind kann Dich mir rauben, wie heftig er auch dräut,
Ich wohn in Deinem Herzen, und in dem meinen Du;
uns scheiden keine Schmerzen, kein Angst, kein Tod dazu.

Hier blickst Du zwar die Deinen oft streng und strafend an,
daß ich vor Angst und Weinen Dich nicht erkennen kann;
dort aber wirds geschehen, daß ich von Angesicht
zu Angesicht soll sehen Dein immer klares Licht.

Johann Franck 1667 (LKG 197)

Freitag nach dem 2.Sonntag vor dem Fasten (Sexagesimae)

Heute, so Ihr seine Stimme hört, so verstockt Euer Herz nicht.

Psalm 95,7f

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, wir danken Dir, daß Du Dein Wort durch Deinen Sohn Jesus Christus unter uns reichlich aussäest; wir bitten Dich, bereite unsere Herzen durch Deinen Heiligen Geist, daß wir Dein Wort im Glauben aufnehmen, in einem feinen, guten Herzen behalten und in Geduld Frucht bringen, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres, S. 123f.

Fortlaufende Lese

Denn es gibt viele, die sich nicht unterordnen, Schwätzer und Verblendete, besonders solche aus der Beschneidung, 11 denen man das Maul stopfen muss, die ganze Häuser verwirren und lehren, was nicht sein darf, um schändlichen Gewinns willen. 12 Es hat einer von ihnen gesagt, ihr eigener Prophet: Die Kreter sind immer Lügner, böse Tiere und faule Bäuche. 13 Dieses Zeugnis ist wahr. Aus diesem Grund weise sie scharf zurecht, damit sie gesund werden im Glauben 14 und nicht achten auf die jüdischen Fabeln und die Gebote von Menschen, die sich von der Wahrheit abwenden. 15 Den Reinen ist alles rein; den Unreinen aber und Ungläubigen ist nichts rein, sondern unrein ist beides, ihr Sinn und ihr Gewissen. 16 Sie beteuern, Gott zu kennen, aber mit den Werken verleugnen sie ihn; ein Gräuel sind sie und ungehorsam und zu allem guten Werk untüchtig. 

Titus 1,10-16

Tageslese

Auch ich, meine Brüder und Schwestern, als ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen Worten oder hoher Weisheit, euch das Geheimnis Gottes zu predigen. 2 Denn ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, ihn, den Gekreuzigten. 3 Und ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern; 4 und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten der Weisheit, sondern im Erweis des Geistes und der Kraft, 5 auf dass euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft.

1. Korinther 2,1-5

Gebet am Freitag

Wir danken Dir, HErr JEsu Christe, wahrer GOTT und Mensch, daß Du uns arme Sünder und verdammte Menschen ohn all unsere Werke, Verdienst und Würdigkeit durch Dein heiliges Leiden, Sterben und Blutvergießen erlöset hast.

O HErr JEsu Christe, wie groß ist Dein Leiden, wie schwer ist Deine Pein, wieviel ist Deiner Marter, wie tief sind Deine Wunden, wie bitter und schmerzlich ist Dein Tod. Wie unaussprechlich ist Deine Liebe, damit Du uns Deinem himmlischen Vater versöhnt hast, da Du am Ölberg blutigen Schweiß vor großer Todesangst geschwitzt hast, daß die Blutstropfen auf die Erde gefallen, und Du daselbst, von allen Deinen Jüngern verlassen, in die Hände der schnöden Juden und Gottlosen Schar Dich willig für uns gegeben, welche Dich hart und grausam gebunden, von einem ungerechten Richter zum anderen unbarmherzig geführt haben. Daselbst bist Du fälschlich verklagt und verurteilt, verspeit, verhöhnt und mit Fäusten ins Angesicht geschlagen worden. Du bist um unserer Missetat willen zerschlagen, gegeißelt, mit Dornen gekrönt und jämmerlich zugerichtet, wie ein armer Wurm, der nicht einem Menschen ähnlich gewesen. Denn Du warst der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit, also daß es auch ein heidnisch Herz erbarmt hat zu sagen: “Sehet, welch ein Mensch ist das !” Du bist von wegen unserer Missetat mitten unter zwei Übeltäter gerechnet und als ein Fluch aufgehängt, an Händen und Füßen mit Nägeln durchgraben, dazu in Deinem höchsten Durst mit Essig und Gallen getränkt, und mit großen Schmerzen hast Du Deinen Geist aufgegeben, auf daß Du unsere Schuld bezahltest, und wir durch Deine Wunden geheilt würden.

O HErr JEsu Christe, für diese und alle andere Deine Marter und Pein sagen wir Dir Lob und Dank und bitten Dich, laß Dein heilig bitter Leiden an uns nicht verloren sein, sondern gib, daß wir uns desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch dasselbe also begehen und betrachten, daß alle böse Lust in uns ausgelöscht und gedämpft, dagegen aber alle Tugend eingepflanzt und gemehrt werde, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben, und Deinem uns gelassenen Vorbilde nachfolgen, in Deine Fußtapfen treten, das Übel mit Geduld ertragen und das Unrecht mit gutem Gewissen leiden. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.147)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Was der glaub sey, der fur Gott from und gerecht macht (Apologie IV)

König David im Egbert Psalter (Erzbischof von Trier 977-993 AD)

Die widdersacher wöllen wehnen, der glaub sey dieses, das ich wisse odder gehört habe die Historien von Christo; darümb leren sie, Ich könne wol gleuben, ob ich gleich inn todsunden sey. Darümb von dem rechten Christlichem glauben, davon Paulus an allen orten so offen redet, das wir durch den glauben fur Gott from werden, da wissen odder reden sie garnichts von. Denn wilche fur Gott heilig und gerecht geacht werden, die sind jhe nicht in todsunden. Darümb der glaub, wilcher fur Gott from und gerecht macht, ist nicht allein dieses, das ich wisse die Historien, wie Christus geporn, gelieden etc. – das wissen die Teuffel auch – , Sondern ist die gewisheit oder das gewisse, starcke vertrauen im hertzen, da ich mit gantzem hertzen die zusag Gottes fur gewis und war halte, durch wilche mir angeboten wird one mein verdienst vergebung der sunde, gnade und alles heil durch den mitler Christum. Und damit das niemands wehne, es sey allein ein blos wissen der Historien, so setze ich das darzu: Der glaub ist, das sich mein gantz hertz desselbigen schatzes annimpt, und ist nicht mein thun, nicht mein schencken noch geben, nicht mein wercke odder bereiten, sondern das ein hertz sich des tröstet und gantz darauff verlesset, das Gott uns schenckt, uns gibt und wir ihme nicht, das er uns mit allem schatz der gnaden inn Christo uberschüt.

Aus diesem ist leicht zu mercken unterscheid zwischen dem glauben und zwischen der frömkeit, die durch gesetz kömpt. Denn der glaub ist ein solcher Gottesdienst und latria, da ich mir schencken und geben lasse. Die gerechtigkeit aber des gesetzs ist ein solcher Gottesdienst, der da Gott anbeutet unser wercke. So will Gott nu durch den glauben also geehret sin, das wir von ihm entpfahen, was er verheisset und anbeutet.

Das aber der glaub nicht allein sey die Historien wissen, sondern der da fest helt die Göttlich verheissungen, zeiget Paulus gnugsam an, der da saget zu den Römern am iiii: „Derhalben mus die gerechtigkeit durch den glauben komen, auff das die verheissung fest bleibe.“ Da hefftet und verbindet Paulus die zwey also zusamen, das, wo verheissung ist, da mus auch glaub sein etc., und widderümb correlative, wo verheissung ist, da foddert Gott auch glauben. Wiewol nock klerer und schlechter zu zeigen ist, was der glaub , der da gerecht macht, sey, wenn wir unser eigen Credo und glauben ansehen. Denn im symbolo stehet jhe dieser Artikel: vergebung der sunde. Darümb ists nicht genug, das ich wisse odder gleube, das Christus geborn ist, gelieden hat, aufferstanden ist, wenn wir nicht auch diesen Artikel, darümb das alles entlich geschehen, gleuben. Nemlich, ich gleube, das mir die sunde vergeben sein; auff den Artiel mus das ander alles gezogen werden, nemlich, das umb Christus willen, nicht umb meins verdiensts willen uns die sunde vergeben werden. Denn was wer not, das Gott Christum fur unser sunde gebe, wenn unser verdienst fur unser sunde könnte gnugthun? Derhaben soofte wir reden von dem glauben, der gerecht macht odder „fide iustificante“, so sind allzeit diese drey stücke odder obiecta beieinander: Erstlich, die Göttliche verheissung, zum andern, das dieselbige umbsonst one verdienst gnade anbeutet, fur das drit, das Christi blut und verdienst der schatz ist, durch wilchen die sunde bezalet ist. Die verheissung wird durch den glauben entpfangen; das sie aber one verdienst gnade anbeut, da gehet all unser wirdigkeit und verdienst unter und zu boden und wird gepreiset die gnad und gros barmhertzigkeit. Der Verdienst Christi aber ist der schatz; denn es mus jhe ein schatz und edels pfand sein, dadurch die sunde aller welt bezalt sein.

Die gantze schrifft, alts und neues Testaments, wenn sie von Gott und glauben redet, brauchet viel dieses worts, güte, barmhertzigkeit, misericordia. Und die heiligen Veter in allen ihren büchern sagen alle, das wir durch gnade, durch güte, durch vergebung selig werden. Soofte wir nu das wort barmhertzigkeit inn der schrifft odder in den Vetern finden, sollen wir wissen, das da vom glauben geleret wird, der die verheissung solcher barmhertzigkeit fasset. Widderümb, soofft die schrifft vom glauben redet, meinet sie den glauben, der auff lauter gnade bauet; denn der glaube nicht darümb fur Gott from und gerecht macht, das er an ihm selbst unser werck und unser ist, Sondern allein darümb, das er die verhissen, angeboten gnade one verdienst aus reichem schatze geschanckt nimpt.

Und solcher glaub und vertrauen auff Gottes barmhertzigkeit wird als der gröste, heiligste Gottesdienst gepreiset, sondern inn Propheten und Psalmen. Denn wiewol das gesetz nicht vornemlich predigt gnade und vergebung der sunde wie das Evangelium, so sind doch die verheissung von dem künfftigen Christo von einem Patriarchen auff den andern geerbet, und haben gewust, auch gegleubt, das Gott durch den benedeieten samen, durch Christum, wolt segen, gnad, heil und trost geben. Darümb, so ist verstunden, das Christus solt der schatz sein, dadurch unser sunde bezalt werden, haben sie gewust, das unsere wercke ein solch gros schuld nicht bezalen konten. Darümb haben sie vergebung der sunde, gnade und heil one alle verdienst entpfangen und durch den glauben an die Göttlich verheissung, an das Evangelium von Christo, selig worden als wol als wir odder die heiligen im neuen Testament.

Daher kömpts, das diese wort barmhertzigkeit, güte, glaube, so offt inn Psalmen und Propheten widerholet werden. Als im cxxx. Psalm: „So du wilt, Herr, acht haben auff missethat, Herre, wer wird bestehen?“ Da bekennet David seine sunde, rhümet nicht viele verdienst, sagt auch weiter: „Denn bey dir ist die vergebung, das man dich fürchte“; da fület er widder trost und verlest sich auff gnade und barmhertzigkeit, verlest sich auff die Göttliche zusage und spricht: „Meine seele harret des Herrn, und ich warte auff sein wort.“ Und: aber „meine seele wartet doch auff den Herren.“ i.e. dieweil du verheissen hast vergebung der sunde, so halt ich mich an die zusage, so verlasse und wage ich mich auff die gnedige verheissung.

Darümb werden die heiligen Patriarchen fur Gott from und heilig auch nicht durchs gesetz, sondern durch Gottes zusage und den glauben. Und solt warlich jdermann sich hoch verwundern, warümb die widdersacher doch so wenig odder garnichts vom glauben leren, so sie doch sehen gar nahe inn allen sillaben der Bibel, das der glaube fur den allerhöchsten, edelsten, heiligsten, grösten, angenemesten, besten Gottesdienst gelobt und bepreiset wird. Also sagt er im xlix. Psalm: „Ruff mich an inn der zeit der not, und ich will dich erretten“, Also nu und durch diese weis will Gott uns bekannt werden. Also will er geeret sein, das wir von ihm gnade, heil, alles gut nehmen und entpfahen sollen, und nemlich aus gnaden, nicht umb unsers verdiensts willen. Dieses erkentnis ist gar ein edel erkentnis und ein grosmechtiger trost in allen anfechtung, leiplichen, geistlichen, es kom zu sterben odder zu leben, wie frome hertzen wissen. Und denselbigen edelen, teuren, gewissen trost rauben und nehmen die widdersacher den armen gewissen, wenn sie vom glauben so kalt, so vorechtlich reden und leren und dagegen mit Gotte der hohen Maiestat durch unser elend, bettelisch werck und verdienst handeln.


Apologia der Confession verdeutscht aus dem Latin durch Justum Jonam: AC IV (Die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche hg.v Dingel u.a. i.A. der EKD (V&R: 2014. S.286-292)
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Dr. Luther predigt zu Maria Reinigung

“Darstellung Jesu Christi im Tempel” von Andrea Mantegna (1431-1506)

Dr. Martin Luthers Predigt zum Mariä Reinigung am Lichtmeß Fest zum Evangelium St. Lukas 2,22-24 (WA 52 S.148-154):

Und hier zum hören:

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Mit Fried und Freud ich fahr dahin

Beschneidung Jesu vom Meister der Heiligen Sippe (der Jüngere) 1450-1516 Alte Pinakothek, München

Mit Fried und Freud ich fahr dahin in Gotts Wille; getrost ist mir mein Herz und Sinn, sanft und stille, wie Gott mir verheißen hat: der Tod ist mein Schlaf worden.

Das macht Christus, wahr’ Gottes Sohn, der treu Heiland, den Du mich, Herr, hast sehen lan und g’macht bekannt, dass er sei das Leben mein und Heil in Not und Sterben.

Den hast Du allen vorgestellt mit groß’ Gnaden, zu seinem Reich die ganze Welt heißen laden durch Dein teuer heilsam Wort, an allem Ort erschollen.

Er ist das Heil und selig Licht für die Heiden, zu ‘rleuchten, die Dich kennen nicht, und zu weiden. Er ist Deins Volks Israel Preis, Ehre, Freud und Wonne.

Der Lobgesang des Simeons (das Nunc dimittis), deutsch Martin Luther 1524

Donnerstag nach dem 2.Sonntag vor dem Fasten (Sexagesimae)

Heute, so Ihr seine Stimme hört, so verstockt Euer Herz nicht.

Psalm 95,7f

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, wir danken Dir, daß Du Dein Wort durch Deinen Sohn Jesus Christus unter uns reichlich aussäest; wir bitten Dich, bereite unsere Herzen durch Deinen Heiligen Geist, daß wir Dein Wort im Glauben aufnehmen, in einem feinen, guten Herzen behalten und in Geduld Frucht bringen, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres, S. 123f.

Fortlaufende Lese

Paulus, Knecht Gottes und Apostel Jesu Christi, nach dem Glauben der Auserwählten Gottes und der Erkenntnis der Wahrheit, die der Frömmigkeit gemäß ist, 2 in der Hoffnung auf das ewige Leben, das Gott, der nicht lügt, verheißen hat vor den Zeiten der Welt; 3 aber zu seiner Zeit hat er sein Wort offenbart durch die Predigt, die mir anvertraut ist nach dem Befehl Gottes, unseres Heilands; 4 an Titus, mein rechtes Kind nach unserm gemeinsamen Glauben: Gnade und Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserm Heiland!

5 Deswegen ließ ich dich in Kreta, dass du vollends ausrichten solltest, was noch fehlt, und Stadt für Stadt Älteste einsetzt, wie ich dir befohlen habe: 6 wenn einer untadelig ist, Mann einer einzigen Frau, der gläubige Kinder hat, denen man nicht vorwirft, liederlich oder ungehorsam zu sein. 7 Denn ein Bischof soll untadelig sein als ein Haushalter Gottes, nicht eigensinnig, nicht jähzornig, kein Säufer, nicht gewalttätig, nicht schändlichen Gewinn suchen; 8 sondern gastfrei, gütig, besonnen, gerecht, heilig, beherrscht; 9 er halte sich an das Wort, das verlässlich ist und der Lehre entspricht, auf dass er die Kraft habe, zu ermahnen mit der heilsamen Lehre und zurechtzuweisen, die widersprechen.

Titus 1,1-19

Tageslese

Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft 27 und schläft und steht auf, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst – er weiß nicht wie. 28 Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, danach den vollen Weizen in der Ähre. 29 Wenn aber die Frucht reif ist, so schickt er alsbald die Sichel hin; denn die Ernte ist da.

Markus 4,26-29

Gebet am Donnerstag

HErr JEsu Christe, Du wahrer König Himmels und der Erden! Du hast Deiner Kirche verheißen, daß die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen sollen, und Du lässest noch immer unter uns Dein Wort verkünden und Deine heiligen Sakramente verwalten. Doch ahc, o HErr, die Sünden der Deinen verdunkeln die Herrlichkeit Deiner Braut. Dein heiliger Weinberg ist zertreten und Dein gebenedeites Opfer steht verlassen. Viele dünken sich stark und verachten die Speise des Lebens, die Du den Deinen verordnet hast zur Vergebung ihrer Sünden.

Daß Du verschonen wollest allen Übermut und nicht herabfahren im Zorn, den Leuchter Deines Wortes vor unseren Augen umzustoßen – o HErr,, wir bitten Dich: Suche dagegen heim den Weinstock, den Du Dir vormals erwählet hast und erneure uns, daß es sei wie vor alters.

Gib einen großen Hunger nach Deiner Speise Deines wahren Leibes und Blutes und laß Deine Gläubigen allezeit erfunden sein in der Apostel Lehre, in der Gemeinschaft, im Brechen Deines Brotes und im Gebet.

Wir bitten Dich, HErr, für unseren Altar, daß er immerdar sei eine Stätte, da die Arzenei des ewigen Lebens uns stärke an Leib und Seele in Vergebung unserer Sünden, daß dagegen Unglaube und Unbußfertigkeit ferne bleiben von allen, die da kommen, auf daß sie nicht essen und trinken sich selbst zum Gericht.

O Du ewiger Hoherpriester, der Du uns immer rufest zum Mahle Deines Opfers, laß in uns wachsen die Frucht Deines Geistes, die da ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut und Keuschheit. Laß uns alle in heiligem Wandel zu Deines Namens Ehre leben hier zeitlich und dort ewiglich. O JEsu Christe, der Du mit dem Vater und eben demselben Heiligen Geist, ein wahrer GOTT, lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.146)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Dr. Martin Luther predigt über des Herrn Jesu Christi Gleichnis zum vierfachen Acker

“Einen anderen Grund kann niemand legen als der, der gelegt ist: IX” Lukas Cranach d.J. 1564 (St.Marien, Wittenberg)

Dr. Martin Luthers Predigt zum 2. Sonntag vor den Fasten (Sexagesimae) über des Herrn Gleichnis zum vierfachen Acker aus Lukas 8,4-15 (WA 52 (S.142-148):

Und hier zum Hören:

The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the 2nd Sunday before Lent and on our Lord´s parable of the four types of soil in the holy Gospel of St. Luke 8,4-15 taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.343-350:

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Was fürchst Du, Feind Herodes, sehr, daß uns geborn kommt Christ der Herr?

Hans Baldung (1507): “Dreikönigs Altar” Gemäldegalerie Berlin.

Was fürchtst Du, Feind Herodes, sehr, daß uns geborn kommt Christ der Herr?
Er sucht kein sterblich Königreich, der zu uns bringt sein Himmelreich.

Dem Stern die Weisen folgen nach, solch Licht zum rechten Licht sie bracht.
Sie zeigen mit den Gaben drei, dies Kind Gott, Mensch und König sei.

Die Tauf im Jordan an sich nahm das himmelische Gotteslamm,
Dadurch, der nie kein Sünde tat, von Sünden uns gewaschen hat.

Ein Wunderwerk da neu geschah: sechs steinern Krüge man da sah
Voll Wassers, das verlor sein Art, roter Wein durch sein Wort draus ward.

Lob, Ehr und Dank sei Dir gesagt, Christ geborn von der reinen Magd,
Mit Vater und dem Heilgen Geist von nun an bis in Ewigkeit.

Altkirchlicher Hymnus des Bischofs Caelius Sedulius (5Jhd): Hostis Herodes impie), deutsch von Dr. Martin Luther 1541 (LKG 122).

Mittwoch nach dem 2.Sonntag vor dem Fasten (Sexagesimae)

Heute, so Ihr seine Stimme hört, so verstockt Euer Herz nicht.

Psalm 95,7f

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, wir danken Dir, daß Du Dein Wort durch Deinen Sohn Jesus Christus unter uns reichlich aussäest; wir bitten Dich, bereite unsere Herzen durch Deinen Heiligen Geist, daß wir Dein Wort im Glauben aufnehmen, in einem feinen, guten Herzen behalten und in Geduld Frucht bringen, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres, S. 123f.

Fortlaufende Lese

Beeile dich, bald zu mir zu kommen. 10 Denn Demas hat mich verlassen und diese Welt lieb gewonnen und ist nach Thessalonich gezogen, Kreszens nach Galatien, Titus nach Dalmatien. 11 Lukas ist allein bei mir. Markus nimm zu dir und bringe ihn mit dir; denn er ist mir nützlich zum Dienst. 12 Tychikus habe ich nach Ephesus gesandt. 13 Den Mantel, den ich in Troas ließ bei Karpus, bringe mit, wenn du kommst, und die Bücher, besonders die Pergamente. 14 Alexander, der Schmied, hat mir viel Böses angetan; der Herr wird ihm vergelten nach seinen Werken. 15 Vor dem hüte du dich auch; denn er hat sich unsern Worten sehr widersetzt. 16 Bei meinem ersten Verhör stand mir niemand bei, sondern sie verließen mich alle. Es sei ihnen nicht zugerechnet. 17 Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich, damit durch mich die Botschaft ausgebreitet würde und alle Heiden sie hörten, so wurde ich erlöst aus dem Rachen des Löwen. 18 Der Herr aber wird mich erlösen von allem Übel und mich retten in sein himmlisches Reich. Ihm sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 19 Grüße Priska und Aquila und das Haus des Onesiphorus. 20 Erastus blieb in Korinth, Trophimus aber ließ ich krank in Milet. 21 Beeile dich, vor dem Winter zu kommen. Es grüßen dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und alle Brüder und Schwestern. 22 Der Herr sei mit deinem Geist! Die Gnade sei mit euch!

2. Timotheus 4,9-22

Tageslese

Und er ging von dort weg und kam in seine Vaterstadt, und seine Jünger folgten ihm nach. 2 Und als der Sabbat kam, fing er an zu lehren in der Synagoge. Und viele, die zuhörten, verwunderten sich und sprachen: Woher hat er dies? Und was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist? Und solche Taten geschehen durch seine Hände? 3 Ist der nicht der Zimmermann, Marias Sohn und der Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern hier bei uns? Und sie ärgerten sich an ihm. 4 Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland[1] und bei seinen Verwandten und in seinem Hause. 5 Und er konnte dort nicht eine einzige Tat tun, außer dass er wenigen Kranken die Hände auflegte und sie heilte. 6 Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Und er zog rings umher in die Dörfer und lehrte.

Markus 6,1-6

Gebet am Mittwoch

Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Christe, erhöre uns.

HErr GOTT Vater im Himmel, erbarme Dich. HErr GOTT Sohn der Welt Heiland, erbarme Dich. HErr GOTT Heiliger Geist, erbarme Dich.

HErr sei gnädig, verschone alle sterbenden Menschen vor Deinem Zorn, vor bösem Tod, vor der Höllen Pein, vor des Teufels Macht, vor des Teufels Trug und List, vor allem Übel behüte sie, lieber HErre GOTT.

Durch Deine heilige Menschwerdung und Geburt, durch Deinen Todeskampf und blutigem Schweiß, durch Dein Kreuz und bittern Tod, durch Dein heilig Auferstehn und Himmelfahrt, durch die Gnade des Heiligen Geistes des Trösters in der Stunde des Todes, im Jüngsten Gericht, hilf ihnen, lieber HErre GOTT.

Wir armen Sünder bitten: Du wollst uns erhören, lieber HErre GOTT. Und alle sterbenden Menschen trösten. Ihnen alle Sünden verzeihen. Sie aus diesem Elend einzuführen zum ewigen Leben. Erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O JEsu Christe, GOTTes Sohn, erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Wünde trägt, verleihe ihnen steten Fried.

Christe, erhöre uns. Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Amen.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht versinken in des bitteren Todes Not. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrieleison.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.144f)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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