Jesu, nun sei gepreiset zu diesem neuen Jahr

Alte Lateinschule in der Wittenberger Jüdenstraße

Jesu, nun sei gepriesen zu diesem neuen Jahr für Deine Güt, uns beweiset in aller Not und Gfahr, daß wir haben erlebet die neu fröhliche Zeit, die voller Gnaden schwebet und ewger Seligkeit, daß wir in guter Stille das alte Jahr han erfüllet. Wir wolln uns Dir ergeben jetz neu und immerdar. Behüt uns Leib und Leben hinfort das ganze Jahr.

Lass uns das Jahr vollbringen zu Lob dem Namen Dein, daß wir demselben singen in der Christen Gemein. Wollst uns das Leben fristen durch Dein allmächtig Hand; erhalt Dein liebe Christen und unser Vaterland; Dein´ Segen zu uns wende, gib Fried an allen Enden; gib unverfälscht im Lande Dein seligmachend Wort, die Teufel mach zuschanden hie und an allem Ort.

Dein ist allein die Ehre, Dein ist allein der Ruhm. Geduld im Kreuz uns lehre, regier all unser Tun, bis wir getrost abscheiden ins ewgen Vaters Reich zum wahren Fried und Freuden den Heilgen Gottes gleich. Indes machs mit uns allen nach Deinem Wohlgefallen. Solchs singtheut ohne Scherzen die christgläubige Schar und wünscht mit Mund und Herzen ein selig neues Jahr.

Johannes Hermann 1591 (LKG 113)

Tag der Beschneidung und Namensgebung des Herrn (Neujahr)

Alles, was Ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesu, und danket Gott dem Vater, durch ihn.

Kolosser 3,17

Fortlaufende Lese

Ein Psalm Davids, vorzusingen, auf der Gittit. 2 HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen, der du zeigst deine Hoheit am Himmel! 3 Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge / hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen, dass du vertilgest den Feind und den Rachgierigen. 4 Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: 5 was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? 6 Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt. 7 Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk, alles hast du unter seine Füße getan: 8 Schafe und Rinder allzumal, dazu auch die wilden Tiere, 9 die Vögel unter dem Himmel und die Fische im Meer und alles, was die Meere durchzieht. 10 HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen!

Psalm 8

Alttestamentliche Lesung

Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! 2 Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, und wenn du durch Ströme gehst, sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du ins Feuer gehst, wirst du nicht brennen, und die Flamme wird dich nicht versengen. 3 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland. Ich gebe Ägypten für dich als Lösegeld, Kusch und Seba an deiner statt. 4 Weil du teuer bist in meinen Augen und herrlich und weil ich dich lieb habe, gebe ich Menschen an deiner statt und Völker für dein Leben. 5 So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir. Ich will vom Osten deine Kinder bringen und dich vom Westen her sammeln, 6 ich will sagen zum Norden: Gib her!, und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring her meine Söhne von ferne und meine Töchter vom Ende der Erde, 7 alle, die mit meinem Namen genannt sind, die ich zu meiner Ehre geschaffen und zubereitet und gemacht habe.

Jesaja 43,1-7

Epistel

Ehe aber der Glaube kam, waren wir unter dem Gesetz verwahrt und eingeschlossen, bis der Glaube offenbart werden sollte. 24 So ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerecht würden.

25 Da nun der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. 26 Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. 27 Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. 28 Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus. 29 Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr ja Abrahams Nachkommen und nach der Verheißung Erben.

Galater 3,23-29

Tagelese

Und als acht Tage um waren und er beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe er im Mutterleib empfangen war.

Lukas 2,21

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, wir danken Dir, daß Du uns Deinen lieben Sohn gegeben hast, um sein Volk zu retten von allen Sünden. Wir bitten Dich, Du wollest Deine Gnade geben, daß wir in diesem neuen Jahr alles, war wir tun, mit Worten und Werken, im Namen Jesu beginnen und Dich, unsern Vater, durch ihn preisen, darin auch alle Tage unseres Lebens beharren und zunehmen, bis wir zuletzt nach dieser Zeit Dich in Ewigkeit loben und anbeten, durch denselben, unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.116f.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 


Friede sei mit Euch + 


AmenAmen

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Sunday after Christmas (St. Simeon)

“Nunc Dimittis” (1505-1510) von Giovanni Bellini (1430-1516)

We beheld His glory, the glory as of the only begotten of the Father, full of grace and truth.

John 1,14b

Introit

In you, O Lord, I have taken shelter. Never let me be humiliated.
Vindicate me by rescuing me. Listen to me. Deliver me.
Be my protector and refuge, a stronghold where I can be safe.
For you are my high ridge and my stronghold.

O God, do not remain far away from me. My God, hurry and help me.

As for me, I will wait continually, and will continue to praise you.
I will tell about your justice, and all day long proclaim your salvation,
though I cannot fathom its full extent.
I will come and tell about the mighty acts of the Sovereign Lord.
I will proclaim your justice—yours alone.
O God, you have taught me since I was young,
and I am still declaring your amazing deeds.
Even when I am old and gray,  O God, do not abandon me,
until I tell the next generation about your strength,
and those coming after me about your power.

Psalm 71,1-3.12.14-18

God’s holy Word from the Old Testament: Isaiah 49,13-16

Sing, O heavens; and be joyful, O earth; and break forth into singing, O mountains: for the Lord hath comforted his people, and will have mercy upon his afflicted. But Zion said, The Lord hath forsaken me, and my Lord hath forgotten me. Can a woman forget her sucking child, that she should not have compassion on the son of her womb? yea, they may forget, yet will I not forget thee. Behold, I have graven thee upon the palms of my hands; thy walls are continually before me.

Isaiah 49,13-16

The Holy Epistle

That which was from the beginning, which we have heard, which we have seen with our eyes, which we have looked upon, and our hands have handled, of the Word of life; (For the life was manifested, and we have seen it, and bear witness, and shew unto you that eternal life, which was with the Father, and was manifested unto us;) That which we have seen and heard declare we unto you, that ye also may have fellowship with us: and truly our fellowship is with the Father, and with his Son Jesus Christ. And these things write we unto you, that your joy may be full.

1. John 1,1-4

The Holy Gospel

Now there was a man in Jerusalem named Simeon who was righteous and devout, looking for the restoration of Israel, and the Holy Spirit was upon him. 26 It had been revealed to him by the Holy Spirit that he would not die before he had seen the Lord’s Christ. 27 So Simeon, directed by the Spirit, came into the temple courts, and when the parents brought in the child Jesus to do for him what was customary according to the law, 28 Simeon took him in his arms and blessed God, saying,

29 “Now, according to your word, Sovereign Lord, permit your servant to depart in peace. 30 For my eyes have seen your salvation 31 that you have prepared in the presence of all peoples: 32 a light, for revelation to the Gentiles, and for glory to your people Israel.”

33 So the child’s father and mother were amazed at what was said about him. 34 Then Simeon blessed them and said to his mother Mary, “Listen carefully: This child is destined to be the cause of the falling and rising of many in Israel and to be a sign that will be rejected. 35 Indeed, as a result of him the thoughts of many hearts will be revealed—and a sword will pierce your own soul as well!”

There was also a prophetess, Anna the daughter of Phanuel, of the tribe of Asher. She was very old, having been married to her husband for seven years until his death. 37 She had lived as a widow since then for eighty-four years. She never left the temple, worshiping with fasting and prayer night and day. 38 At that moment, she came up to them and began to give thanks to God and to speak about the child to all who were waiting for the redemption of Jerusalem.

Luke 2,25-38

The Confession of the Church

I believe in one God, the Father Almighty, Maker of heaven and earth, and of all things visible and invisible.

And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of the Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father; by whom all things were made; who for us men, and for our salvation, came down from heaven, and was incarnate by the Holy Ghost of the Virgin Mary, and was made man, and was crucified also for us under Pontius Pilate; He suffered and was buried; and the third day He rose again according to the Scriptures; and ascended into heaven, and sitteth on the right hand of the Father; and He shall come again with glory to judge the quick and the dead; whose kingdom shall have no end.

And I believe in the Holy Ghost, the Lord and Giver of life, who proceedeth from the Father and the Son; who with the Father and the Son together is worshiped and glorified; who spake by the Prophets. And I believe in one holy catholic and apostolic Church. I acknowledge one Baptism for the remission of sins; and I look for the resurrection of the dead, and the life of the world to come. Amen.

Nicene Creed

Sermon text

But Jesus shouted out, “The one who believes in me does not believe in me, but in the one who sent me, 45 and the one who sees me sees the one who sent me. 46 I have come as a light into the world, so that everyone who believes in me should not remain in darkness. 47 If anyone hears my words and does not obey them, I do not judge him. For I have not come to judge the world, but to save the world. 48 The one who rejects me and does not accept my words has a judge; the word I have spoken will judge him at the last day. 49 For I have not spoken from my own authority, but the Father himself who sent me has commanded me what I should say and what I should speak. 50 And I know that his commandment is eternal life. Thus the things I say, I say just as the Father has told me.” The liturgical colour is white.

John 12,44-50

Collect for Sunday after Christmas

O God, our Maker and Redeemer, You wonderfully created us and in the incarnation of Your Son yet more wondrously restored our human nature. Grant that we may ever be alive in Him who made Himself to be like us; through Jesus Christ, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit one God for ever and ever. Amen.

Hymn of the week: 

Hail to the Lord’s Anointed, great David’s greater Son!
Hail in the time appointed, his reign on earth begun!
He comes to break oppression, to set the captive free;
to take away transgression, and rule in equity.

He comes with succor speedy to those who suffer wrong;
to help the poor and needy, and bid the weak be strong;
to give them songs for sighing, their darkness turn to light,
whose souls, condemned and dying, are precious in his sight.

He shall come down like showers upon the fruitful earth;
love, joy, and hope, like flowers, spring in his path to birth.
Before him on the mountains, shall peace, the herald, go,
and righteousness, in fountains, from hill to valley flow.

To him shall prayer unceasing and daily vows ascend;
his kingdom still increasing, a kingdom without end.
The tide of time shall never his covenant remove;
his name shall stand forever; that name to us is love.

Author: James Montgomery (1821)

Prayer of the week

Eternal Lord God, in the fullness of time, You sent forth Your Son, born of a woman, born under the Law, to redeem us and give us the adoption as Your sons and heirs. Hear us, Father, as we call to You in His name. Give us grace to rejoice in Christ’s blessed incarnation, and grant us a glad new year.

Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lead Your Church, Lord, to follow the example of blessed Simeon, that all baptized Christians would embrace the Christ Child by Word and faith, and so be ready to depart whenever they are called.

Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Heavenly Father, from whom all fatherhood on earth is named, bless Christian families with Your promises. Give parents diligence and delight in their work, and grant Your favor on all children, that they may grow in strength and wisdom. Bless widows, orphans and broken families also with Your mercy, and give them joy in the redemption You have won for us in Christ.

Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O worthy Judge, from You proceeds the Spirit of wisdom and understanding, counsel and might, knowledge and the fear of the Lord. Give wisdom to those who make, administer and judge our laws, that they may serve faithfully in their tasks, according to Your good pleasure and for the benefit of our people.

Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Gracious Lord, receive our prayers for those who suffer from loneliness. Comfort them with the sure and certain knowledge that You will never forsake them. Give them family and friends within the household of faith with whom they can find loving companionship. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Blessed Lord, help the sick and suffering, especially those who desire our prayers: June, Karin & Ingrid, Ingrid, Bärbel, Peter und Gerhard, Marie-Luise, Dieter & Cäcilie, Erlo & Val; Matt and Kathy, Hans-Jörg, David & Lucy, Xhotso & Mamohau, Thomas & Markus, Margreth, Thomas & Andreas, Johann, Felix, Mark und Mindy, Armin und Susanne, Sami und Seila, Martti, Christian & Lula, Tim & Annette, Art & Linda, Beverly, Jim & Peggy, Dean, Sara & John, Matt & Christa, Vivian, Götz & Sylvia, Natalia, Kyril & Olga, Mark & Mindy, Abigail, Alex & Andrew, Maria & Tamara, Bernhard, Reinhard, Felix, Vadim, Michael & Janet, Scott & Maryann, Daniel & Linda, Larry & Amy, Alison, Michael, Thomas, Mario, Thomas und Annette, Dietmar, Monika, June, Elisabeth, Mike, Steve, Manuela, Inke, Imke, Christoph, Friederike & Ollie (Charlottchen), Ele, Max & Louis, Detlev und Biljana, Matthias, Bärbel, Inga, Thomas, Peter, Soja und Linus, Maisa & Heidi, Lothar & Katharina, Wolfgang & Elsmarie, Margrit & Hartmut, Gisela und Günther, Karl-Heinz & Sharon, Eckart, Dieter und Yvonne, Gerhard, Walter & Ruth, Hans & Renate, Anne & Bernhard, Gerrie & Carmela, Lisa & Manfred, Piet & Simone, Chris & Sigrid, Lene & Kurt, Thomas & Liesel, Sofie, Daniel, Joni, Eckart & Kirstin, Peter & Sigrid, Michaela & Werner, David, Renate & Bossie, Emma, Andile & Sazza, Dietrich & Marilena (Pia and Romy), Chrissie & Kristin (Hans Peter/Oliver Christian), Werner & Nadia (Eli & Liam); Bernhard-Daniel, Tobias, Benjamin, Christine, Judith, Charlotte; Miriam & Kai; Martin, Gerhard, Karin & Erwin (Katja), Christiane, Ruth & Angelika; Luca, Fynn, Sara Thandazile; Cornelia, David, Lydia, Maria Karin; Robert & Sandra, Johannes Wilhelm, Thomas; Walter & Uta, Christel & Allan, Dieter & Johanna, Gerald & Elsmarie, Manfred & Manuela, Ulrike & Ian, Gisela & William, Lizzy und Sebastian Lübcke, Liz, Heinrich, Lizelle, Heinz, Enoch, Peter, David, Matthias Johannes, Harry & Heidrun, Dietrich,

Surround them with Your love in Christ and, according to Your gracious will, heal them. Comfort those who mourn and suffer – especially in Israel, Ukraine, but also Christian brethren in Sudan and the rest of Africa and Asia and fill their hearts with the certain hope of the resurrection. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Father of lasting peace, show Your mercy to those who receive the Lord’s Supper this day, that they would behold their salvation in the very body and blood of Christ given for them and, with St. Simeon, be well-prepared to depart in peace according to Your Word. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, heavenly Father, we here remember the sufferings and death of Your dear Son, Jesus Christ, for our salvation. Praising His victorious resurrection from the dead, we draw strength from His ascension before You, where He ever stands for us as our own High Priest. Gather us together, we pray, from the ends of the earth to celebrate with all the faithful the marriage feast of the Lamb in His kingdom, which has no end. Graciously receive our prayers, deliver and preserve us, for to You alone we give all glory, honor and worship, Father, Son and Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Prayer of the LCMS

If you are called to preach this week- month- and yearend, may the triune God give you joy and strength, wisdom, knowledge and insight, that You preach His holy will faithfully and His gracious promises invitingly! His most precious Gospel is “the power of God to save all who believe.” (Rom 1:16)

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless Thee, and keep Thee;

The Lord make His face shine upon Thee, and be gracious unto Thee;

The Lord lift up His countenance upon Thee + give Thee peace.

Numbers 6,24-26
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Den die Hirten lobeten sehre

Schwippbogen aus Seiffen (Erzgebirge)

Den die Hirten lobeten sehre und die Engel noch viel mehre, fürchtet Euch nun nimmermehre, Euch ist geborn ein König der Ehrn. Heut sein die lieben Engelein in hellem Schein erschienen bei der Nachte den Hirten, die ihr’ Schäfelein bei Mondenschein im weiten Feld bewachten: »Große Freud und gute Mär wolln wir euch offenbaren, die Euch und aller Welt soll widerfahren.« Gottes Sohn ist Mensch geborn, ist Mensch geborn, hat versöhnt des Vaters Zorn, des Vaters Zorn.

Zu dem die Könige kamen geritten, Gold, Weihrauch, Myrrhen brachten sie mitte. Sie fielen nieder auf ihre Knie: Gelobet seist Du, Herr, allhie. »Sein’ Sohn die göttlich Majestät euch geben hat, ein’ Menschen lassen werden. Ein Jungfrau ihn geboren hat in Davids Stadt, da ihr ihn finden werdet liegend in eim Krippelein nackend, bloß und elende, dass er all Euer Elend von Euch wende.« Gottes Sohn ist Mensch geborn, ist Mensch geborn, hat versöhnt des Vaters Zorn, des Vaters Zorn.

Freut Euch heute mit Maria in der himmlischen Hierarchia, da die Engel singen alle in dem Himmel hoch mit Schall. Danach sangen die Engelein: »Gebt Gott allein im Himmel Preis und Ehre. Groß Friede wird auf Erden sein, des solln sich freun die Menschen alle sehre und ein Wohlgefallen han: Der Heiland ist gekommen, hat Euch zugut das Fleisch an sich genommen.« Gottes Sohn ist Mensch geborn, ist Mensch geborn, hat versöhnt des Vaters Zorn, des Vaters Zorn.

Lobt, Ihr Menschen alle gleiche, Gottes Sohn vom Himmelreiche; dem gebt jetzt und immermehre Lob und Preis und Dank und Ehr. Die Hirten sprachen: »Nun wohlan, so lasst uns gahn und diese Ding erfahren, die uns der Herr hat kundgetan; das Vieh lasst stahn, er wird’s indes bewahren.« Da fanden sie das Kindelein in Tüchelein gehüllet, das alle Welt mit seiner Gnad erfüllet.

Nikolaus Herman (1560)

Samstag nach Weihnachten

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.Johannes 1,14

Fortlaufende Lese

Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch! 2 Warum zählt ihr Geld dar für das, was kein Brot ist, und euren sauren Verdienst für das, was nicht satt macht? Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen und euch am Köstlichen laben. 3 Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir! Höret, so werdet ihr leben! Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen, euch die beständigen Gnaden Davids zu geben. 4 Siehe, ich habe ihn den Völkern zum Zeugen bestellt, zum Fürsten für sie und zum Gebieter. 5 Siehe, du wirst Völker rufen, die du nicht kennst, und Völker, die dich nicht kennen, werden zu dir laufen um des HERRN willen, deines Gottes, und des Heiligen Israels, der dich herrlich gemacht hat.

Jesaja 55,1-5

Tageslese

Jesus aber rief: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. 45 Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. 46 Ich bin als Licht in die Welt gekommen, auf dass, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. 47 Und wer meine Worte hört und bewahrt sie nicht, den richte ich nicht; denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette. 48 Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht an, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am Jüngsten Tage. 49 Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soll. 50 Und ich weiß: Sein Gebot ist das ewige Leben. Darum: Was ich rede, das rede ich so, wie es mir der Vater gesagt hat.

Johannes 12,44-50

Kollekte für Weihnachten

Hilf, lieber Herre Gott: daß wir der neuen leiblichen Geburt Deines lieben Sohnes teilhaftig werden und bleiben und unserer alten sündlichen Geburt ledig werden. Durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 114

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 


Friede sei mit Euch + 


AmenAmen

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Lobt Gott, Ihr Christen alle gleich

Im Anflug auf Algier über das Atlasgebirge

Lobt Gott, Ihr Christen alle gleich, in seinem höchsten Thron, der heut schließt auf sein Himmelreich und schenkt uns seinen Sohn, und schenkt uns seinen Sohn.

Er kommt aus seines Vaters Schoß und wird ein Kindlein klein, er liegt dort elend, nackt und bloß in einem Krippelein, in einem Krippelein.

Er äußert sich all seiner G’walt, wird niedrig und gering und nimmt an eines Knechts Gestalt, der Schöpfer aller Ding, der Schöpfer aller Ding.

Er wechselt mit uns wunderlich: Fleisch und Blut nimmt er an und gibt uns in seins Vaters Reich die klare Gottheit dran, die klare Gottheit dran.

Er wird ein Knecht und ich ein Herr; das mag ein Wechsel sein! Wie könnt es doch sein freundlicher, das herze Jesulein, das herze Jesulein!

Heut schließt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis; der Cherub steht nicht mehr dafür. Gott sei Lob, Ehr und Preis, Gott sei Lob, Ehr und Preis!

Nikolaus Herman (1480–1561)

Freitag nach Weihnachten

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.

Johannes 1,14

Fortlaufende Lese

Juble, du Unfruchtbare, die du nicht geboren hast! Freue dich und jauchze, die du nicht schwanger warst! Denn die Einsame hat mehr Kinder, als die den Mann hat, spricht der HERR. 2 Mache den Raum deines Zeltes weit und breite aus die Decken deiner Wohnstatt; spare nicht! Spann deine Seile lang und stecke deine Pflöcke fest! 3 Denn du wirst dich ausbreiten zur Rechten und zur Linken, und deine Nachkommen werden Völker beerben und verwüstete Städte neu bewohnen. 4 Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden; schäme dich nicht, denn du sollst nicht zum Spott werden, sondern du wirst die Schande deiner Jugend vergessen und der Schmach deiner Witwenschaft nicht mehr gedenken. 5 Denn der dich gemacht hat, ist dein Mann – HERR Zebaoth heißt sein Name –, und dein Erlöser ist der Heilige Israels, der aller Welt Gott genannt wird. 6 Denn der HERR hat dich zu sich gerufen wie eine verlassene und von Herzen betrübte Frau; und die Frau der Jugendzeit, wie könnte sie verstoßen bleiben!, spricht dein Gott. 7 Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln. 8 Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser. 9 Ich halte es wie zur Zeit Noahs, als ich schwor, dass die Wasser Noahs nicht mehr über die Erde gehen sollten. So habe ich geschworen, dass ich nicht mehr über dich zürnen und dich nicht mehr schelten will. 10 Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer.

Jesaja 54,1-10

Tageslese

Da sprach Jesus zu ihnen: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Wandelt, solange ihr das Licht habt, dass euch die Finsternis nicht überfalle. Wer in der Finsternis wandelt, der weiß nicht, wo er hingeht. 36 Glaubt an das Licht, solange ihr’s habt, auf dass ihr des Lichtes Kinder werdet. Das redete Jesus und ging weg und verbarg sich vor ihnen.

37 Und obwohl er solche Zeichen vor ihren Augen getan hatte, glaubten sie doch nicht an ihn, 38 auf dass erfüllt werde der Spruch des Propheten Jesaja, den er sagte: »Herr, wer glaubt unserm Predigen? Und wem ist der Arm des Herrn offenbart?« 39 Darum konnten sie nicht glauben, denn Jesaja sagte wiederum: 40 »Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstockt, dass sie mit den Augen nicht sehen noch mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich ihnen helfe[1].« 41 Das sagte Jesaja, weil er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete. 42 Doch auch von den Oberen glaubten viele an ihn; aber um der Pharisäer willen bekannten sie es nicht, um nicht aus der Synagoge ausgestoßen zu werden. 43 Denn sie hatten lieber Ehre bei den Menschen als Ehre bei Gott.

Johannes 12,35-43

Kollekte für Weihnachten

Hilf, lieber Herre Gott: daß wir der neuen leiblichen Geburt Deines lieben Sohnes teilhaftig werden und bleiben und unserer alten sündlichen Geburt ledig werden. Durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 114

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 


Friede sei mit Euch + 


AmenAmen

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Gelobet seist Du, Jesus Christ

Rudolf Schäfer 16. September 1878-25. Oktober 1961

Gelobet seist Du, Jesu Christ, dass Du Mensch geboren bist von einer Jungfrau, das ist wahr; des freuet sich der Engel Schar. Kyrieleis.

Des ewgen Vaters einig Kind jetzt man in der Krippen find’t; in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewig Gut. Kyrieleis.

Den aller Welt Kreis nie beschloss, der liegt in Marien Schoß; er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhält allein. Kyrieleis.

Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt ein’ neuen Schein; es leucht’ wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis.

Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Gast in der Welt hier ward und führt uns aus dem Jammertal, macht uns zu Erben in seim Saal. Kyrieleis.

Er ist auf Erden kommen arm, dass er unser sich erbarm und in dem Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Kyrieleis.

Das hat er alles uns getan, sein groß Lieb zu zeigen an. Des freu sich alle Christenheit und dank ihm des in Ewigkeit. Kyrieleis.

Dr. Martin Luther 1524 (LKG 85)

Tag der unschuldigen Kindlein

Der Tod seiner Heiligen wiegt schwer vor dem Herrn. Dir will ich Dankopfer bringen und des Herrn Namen anrufen.

Psalm 116,15-17

Fortlaufende Lese

Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. 7 Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf. 8 Er ist aus Angst und Gericht hinweggenommen. Wen aber kümmert sein Geschick? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat seines Volks geplagt war. 9 Und man gab ihm sein Grab bei Gottlosen und bei Übeltätern, als er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat und kein Betrug in seinem Munde gewesen ist. 10 Aber der HERR wollte ihn also zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und lange leben, und des HERRN Plan wird durch ihn gelingen. 11 Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden. 12 Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben und er soll die Starken zum Raube haben dafür, dass er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist und er die Sünde der Vielen getragen hat und für die Übeltäter gebeten.

Jesaja 53,6-12

Tageslese

Als sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Josef im Traum und sprach: Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und flieh nach Ägypten und bleib dort, bis ich dir’s sage; denn Herodes hat vor, das Kindlein zu suchen, um es umzubringen. 14 Da stand er auf und nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich bei Nacht und entwich nach Ägypten 15 und blieb dort bis nach dem Tod des Herodes, auf dass erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: »Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.«

16 Als Herodes nun sah, dass er von den Weisen betrogen war, wurde er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Knaben in Bethlehem töten und in der ganzen Gegend, die zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er von den Weisen genau erkundet hatte. 17 Da wurde erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, der da spricht: 18 »In Rama hat man ein Geschrei gehört, viel Weinen und Wehklagen; Rahel beweinte ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn es war aus mit ihnen.«

Matthäus 2,13-18

Kollekte am Tag der unschuldigen Kindlein

Allmächtiger Gott, der Du in großen und gewaltigen Werken Deine Herrlichkeit offenbarst und durch die Unmündigen und Geringen noch in ihrem Sterben Wunder tust: mache uns bereit, uns Deinem Willen zu fügen und unser Leben für Deinen Sohn zu opfern. Durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.115

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen

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Christum wir sollen loben schon

Wittenberger Elbhafen zwischen den Jahren 2023

Christum wir sollen loben schon / der reynen magd Marien son.
So weit die liebe sonne leucht / vnnd an aller welt ende reicht.

Der selig schepffer aller ding / zoch an eins knechtes leib gering /
das er das fleisch durch fleisch erworb / vnd seyn geschepff nicht als verdorb.

Die götlich gnad von hymel groß / sych yn die keusche mutter goß
Eyn medlin trug einn heymlich pfand / das der natur war vnbekand.

Das zuchtig haus des hertzen tzart / gar baldt eyn Tempel Gottis wart /
die kein man ruret noch erkand /on gots wort sye man schwanger fand.

Die edle mutter hat geborn / den Gabriel verhyeß zuuorn /
den sanct Johans mit spryngen zeygt / da er noch lag ynn mutter leyb.

Er lag ym hew mit armut groß / die krippen hart yhn nicht verdroß.
Es ward eyn kleyne milch seyn speyß / der nie keyn voglin hungern ließ.

Des hymels Chor sich frewen drob / vnd die engel syngen Got lob /
den armen hyrten wird vermeld / der hirt vnd schepffer aller welt.

Lob ehr vnnd danck sey dir gesagt / Christ geborn von reyner magd.
Mit vater vnd dem heylgen geist / von nu an byß ynn ewigkeit.

Martin Luther 1524 nach einem Hymnus des Bischofs Caelius Sedulius (5.Jhd): “A solix ortus cordine”

Tag des Apostels und Evangelisten Johannes

Freuet Euch des Herrn, Ihr Gerechten; die Frommen sollen ihn recht preisen.

Psalm 33,1

Fortlaufende Lese

Siehe, meinem Knecht wird’s gelingen, er wird erhöht und sehr hoch erhaben sein. 14 Wie sich viele über ihn entsetzten – so entstellt sah er aus, nicht mehr wie ein Mensch und seine Gestalt nicht wie die der Menschenkinder –, 15 so wird er viele Völker in Staunen versetzen, dass auch Könige ihren Mund vor ihm zuhalten. Denn was ihnen nie erzählt wurde, das werden sie nun sehen, und was sie nie gehört haben, nun erfahren.

Jesaja 52,13-15

Aber wer glaubt dem, was uns verkündet wurde, und an wem ist der Arm des HERRN offenbart? 2 Er schoss auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte. 3 Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet. 4 Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. 5 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.

Jesaja 53,1-5

Tageslese

Das sagte er aber, um anzuzeigen, mit welchem Tod er Gott preisen würde. Und als er das gesagt hatte, spricht er zu ihm: Folge mir nach! 20 Petrus aber wandte sich um und sah den Jünger folgen, den Jesus lieb hatte, der auch beim Abendessen an seiner Brust gelegen und gesagt hatte: Herr, wer ist’s, der dich verrät? 21 Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was wird aber mit diesem? 22 Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach! 23 Da kam unter den Brüdern die Rede auf: Dieser Jünger stirbt nicht. Aber Jesus hatte nicht zu ihm gesagt: Er stirbt nicht, sondern: Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? 24 Dies ist der Jünger, der das bezeugt und aufgeschrieben hat, und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist.

Johannes 21,19-24

Kollekte am Tag des Apostels und Evangelisten Johannes.

Allmächtiger, barmherziger Vater, der Du das wahrhaftige Licht, unsern Herrn Jesus Christus, in der Welt hast aufgehen und durch Deine Apostel treulich bezeugen lassen: verleihe uns, daß wir durch dieses Licht erleuchtet werden im rechten Glauben zum ewigen Leben durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.115

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 

Friede sei mit Euch + AmenAmen

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Vom Himmel kam der Engel Schar

Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an (Offenbarung 14,13)

Vom Himmel kam der Engel Schar, erschien den Hirten offenbar; sie sagten ihn’: »Ein Kindlein zart, das liegt dort in der Krippen hart

zu Bethlehem, in Davids Stadt, wie Micha das verkündet hat, es ist der Herre Jesus Christ, der Euer aller Heiland ist.«

Des sollt Ihr alle fröhlich sein, dass Gott mit Euch ist worden ein. Er ist geborn Eur Fleisch und Blut, Eur Bruder ist das ewig Gut.

Was kann euch tun die Sünd und Tod? Ihr habt mit euch den wahren Gott; lasst zürnen Teufel und die Höll, Gotts Sohn ist worden Eur Gesell.

Er will und kann Euch lassen nicht, setzt Ihr auf ihn Eur Zuversicht; es mögen Euch viel fechten an: dem sei Trotz, der’s nicht lassen kann.

Zuletzt müsst Ihr doch haben recht, Ihr seid nun worden Gotts Geschlecht. Des danket Gott in Ewigkeit, geduldig, fröhlich allezeit.

Martin Luther 1543 (LKG 87)

Tag des Märtyrers Stephanus

Der Tod seiner Heiligen wiegt schwer vor dem Herrn. Dir will ich Dankopfer bringen und des Herrn Namen anrufen.

Psalm 116,15.17

Fortlaufende Lese

Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; 30 denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, 31 das Heil, das du bereitet hast vor allen Völkern, 32 ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zum Preis deines Volkes Israel.

Lukas 2,29-32

Tageslese

Darum: Siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; von ihnen werdet ihr einige töten und kreuzigen, und einige werdet ihr geißeln in euren Synagogen und werdet sie verfolgen von einer Stadt zur andern, 35 auf dass über euch komme all das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, vom Blut Abels, des Gerechten, bis zum Blut Secharjas, des Sohnes Berechjas, den ihr getötet habt zwischen Tempel und Altar. 36 Wahrlich, ich sage euch: Das alles wird über dieses Geschlecht kommen.

37 Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! 38 Siehe, »euer Haus soll euch wüst gelassen werden« 39 Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!

Matthäus 23,34-39

Kollekte zum Stephanustag

Barmherziger Gott und Vater, der Du Deinen Sohn in unser Fleisch gesandt hast, um durch sein Leiden und Sterben uns zu versöhnen: gib uns, daß wir in seiner Nachfolge Kraft und Freudigkeit zum Leiden haben und dereinst mit Stephanus seine Herrlichkeit schauen. Durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen

Orate fratres S.115

Gebet der Kirche

Über deiner Krippe leuchtet bereits das Kreuz,
du neugeborenes Christuskind.
Du rettest die Welt.
Du gehst durch das Leiden,
damit sich Frieden und Gerechtigkeit küssen.

In dieser Zeit der Festfreude bitten wir dich 
für alle,
die dir folgen und leiden:
für die kleinen Gemeinden, 
die sich im Verborgenen versammeln,
denen die Mächtigen nachstellen,
die bedrängt und verfolgt werden.
Erbarme dich.

In dieser Zeit der Lichter bitten wir dich
für alle,
die dir folgen und verschleppt sind:
für die inhaftierten Gemeindeleiterinnen und 
Gemeindeleiter und ihre Familien,
für die, die gefoltert werden,
denen aller Besitz geraubt wird. 
Erbarme dich.

In dieser Zeit der Familienbesuche und Freundschaft bitten wir dich
für alle, 
die dir folgen und von sich vergessene fühlen:
für die Einsamen und Isolierten,
für die  Gemeinden, die auf Unterstützung angewiesen sind, 
für die, zu denen niemand Kontakt hat
Erbarme dich. 

In dieser Zeit des Singens und Lobens bitten wir dich
für deine weltweite Kirche
um Einheit,
um Mut, 
um Liebe zu dir und untereinander,
um Demut und
um Glaubwürdigkeit.
Du  rettest die Welt.
Höre unser Singen und Loben.
Auf dich hofft deine Gemeinde in diesen weihnachtlichen Tagen
und an jedem neuen Tag.
Amen.

Wochengebete der VELKD

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 


Friede sei mit Euch + 


AmenAmen

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Ein Jahresrückblick auf 2023.

Erschienen ist uns der Tag, den Gott geheiligt. Kommt herzu, Ihr Völker, und betet an den Herrn; denn heute steigt herab das große Licht auf die Erde. Halleluja

Altkirchlich

In diesem Jahr schreibe ich meinen Jahresrückblick unrasiert und fern der Heimat. Die Gottesdienste in der Christuskirche sind wie schon in meiner Schul- und Vikarszeit besonders festlich. Der alte Lucht saß wie gewohnt an der Orgel. Nur die schmetternde Oberstimme von GT fehlte. Wir übrigen mühten uns mit dem hohen Stimmsatz ab, andere gaben bald auf und brummten ihren Bass dazu. Heute Abend soll die Christvesper schon eine Stunde früher stattfinden. Das soll den Familien das Teilnehmen erleichtern. Komisch. Ich fand 18h00 immer eine geeignete Zeit. So habe ich auch noch eine Stunde weniger Zeit für dieses Schreiben. Vielleicht dauert es noch in die Christtage hinein.

Christuskirche 2023 (Kirchdorf, KZN)

Meine Planung ist so und so durcheinandergeraten. Zu Beginn der Woche habe ich nicht mit meinem familiären Rückblick begonnen, sondern gehört, daß ich noch was Besinnliches für die anstehende Hochzeit hersagen sollte. Das war genug, um diese Woche umzukratzen. Naja, die Hochzeit ist Geschichte und das Aufgeschriebene abgelesen. Nicht gerade meine Idee von Weihnachtsvorbereitung und noch weniger von gemächlicher Erinnerung an das vergangene Jahr. Dazu müssen jetzt die nächsten Tage reichen, obwohl ich dann schon wieder die Koffer packe und gen Norden ziehe. Mal sehen, ob der Rückflug so beeindruckend wird wie der Hinflug mit Algier Airline. Da bin ich kurz vor Mittag von der algerischen Küste los und über die weite Wüstenlandschaft der Sahara und den grünen Urwäldern des Kongo ehe die weiten Wolkenbänke mich in ihre luftigen Kissen aufnahmen und meine Blicke den afrikanischen Tiefen entzog. Unterwegs hörte ich die Novelle „Kein guter Mann“ von Andreas Izquierdo und von Uve Teschner vorgelesen. Das hat mich vortrefflich unterhalten. Das fast leere Flugzeug war wie eine Zeitmaschine über den zeitlosen Weiten Afrikas. Nur eine algerische Flugmannschaft teilte die Kabine mit mir. In Johannesburg holte mich Matzi ab. Wir waren zwei Stunden früher als angesagt angekommen. Da hatte ich Zeit mich an dem Bodenpersonal zu freuen und an den vielen Touristen sowieso. Draußen bin ich nicht erfroren, sondern genoss den Trubel auf dem Bürgersteig, wo eine bunte Menge ihre Straße zog. Irgendwann ist mein Sohn dann auch aufgekreuzt und wir sind nach Hause in die Rubida Straße. Dort habe ich mich erstmal richtig breitgemacht.

Schwester Renate lud mich gleich am ersten Abend ein zum Abendbrot mit ihren Kindern und einiger unserer Neffen und Nichten. Heinrich Voges erkannte mich sofort beim Eintreten und erzählte wie gehabt eine Geschichte nach der anderen, denn obwohl er schon 94 ist und kaum mehr hören kann, kann er doch noch erstaunlich klar berichten aus lang vergangenen Zeiten. Sie passen ihn gut auf. Wir hatten eine gemütliche Stunde zusammen ehe sie ihn zum Mittagessen abholten. Bei Matzi hat außer Timo und Sigubudu, jetzt noch Dieter M. eine Bleibe gefunden. So haben wir in den folgenden Tagen oft ihre hektischen Arbeitstage ruhig ausklingen lassen. Matzi mit zusätzlicher Zigarette und wir begnügt mit Windhoek. Der Woodlands Kingfisher, Cape Robin und Olive Trush wechseln sich ab Zuhörer zu begeistern. Die Bushbabies sind auch noch heimisch in unserem lauschigen Garten, aber nur abends unterwegs. Die alten Bäume sind herrlich grün. Einige die zu nahe an der Straßenmauer gepflanzt sind, wurden schlimm verbrannt als die Stadt die Grasflächen an der Straße gebrannt hat. Das hätte viel schlimmer werden können. Ich habe drei Bananenstauden, einen Maulbeerbaum und eine Akazie rausgesägt. Mehr habe ich an dem einen Tag, den ich die  Kettensäge ausgeliehen habe, nicht geschafft. Den Rest an Witstinkhout, Palmensträngen, Sereng und anderen Wucherern habe ich mit der Handsäge und der großen Gartenschere entfernt. Sigubudu hat sie auf den großen Komposthaufen getragen. Darum ist dort jetzt auf Monate erst kein Platz mehr. Hoffentlich bricht dort nicht mal ein Feuer aus.

Am ersten Wochenende bin ich nach St.Paulus. Dort fiel das Ende des Kinderlagers mit dem 2.Adventssonntag zusammen. Wir sahen viele Freunde und Bekannte, aber auch Familie wie die von Dieter Weber, Dietmar Dedekind und Thomas Beneke. Da Timo in Deutschland war, durfte ich mit seinem neuen Auto (Jimmy/Suzuki) fahren. Da war die weite Fahrt in den Krügerpark ein wunderbarer Ausflug. Online habe ich Platz in Berg-en-Dal gebucht  und dann auch noch in Pretoriuskop. In der ersten Stelle hatten sich unsere Kinder Detlev und Biljana kürzlich verlobt und in der zweiten wollte Matzi mich dann fürs Wochenende vom 3. Advent besuchen ehe ich zu meiner Mutter in Welbedacht weiterfuhr.

Die Fahrt nach Krüger war schon ganz besonders, aber nichts im Vergleich mit den abwechslungsreichen Tagen in unserem schönsten Nationalpark. Es war alles so grün wie es eben nur im Hochsommer ist und nach ertragreichstem Regen. Die vielen Zugvögel, die prächtigen Bäume und vielen, vielen kleinen Nachkommen – nicht nur bei den Impalas, sondern auch bei Elefanten, Rhinozerossen, Löwen und Büffeln war es so. Wir sahen Leoparden, wilde Hunde, Rappenantilopen, Njalas, Wasserböcke, Gnus und vieles mehr. Ich habe Schildkröten, Koggelmanders, Duiker, Steenbokkies, Puffottern, Bushbabies, Eichhörnchen, Käfer und Spinnen fotografiert – und zig Vögel, aber nur eine Eule gehört. Vielleicht bin ich zu früh ins Bett. Wer bereits um 4h00 aufsteht, ist abends nicht mehr so lange aktiv. Oft regnete es. Das kühlte gehörig ab. Es war nie zu heiß. Im Gegenteil, am ersten rief ich Matzi an, er solle mir bloß einen Pullover und so weiter mitbringen, weil ich sonst frieren würde. So zog ich dann ab und zu meinen Pyjamatop an und sah deswegen sicher noch verschlafener als sonst aus. An einem Morgen habe ich einen „guided walk“ mit dem Richter Willie von Koster (W. Transvaal) mitgemacht. Die anderen Teilnehmer waren junge Leute, die vor zwanzig Jahren nach Australien ausgewandert waren und nun ihr Vaterland erkunden wollten. Eine andere Mitläuferin war aus der Kap. Well, Willie hat seine Sache hervorragend gemacht. Wir haben auf dem Weg vieles gelernt und manches aus nächster Nähe schätzen gelernt. Die Hyänen, Zebras und Elefanten waren sicher die größten Säugetiere, die wir zu Gesicht bekommen haben. Ohne Matz bin ich dann am Montag über Skukuza über den Erdweg N’watimhiri nach Lower Sabie. Das war ein besonders schöner und an diesem Regentag besonders einsamer Weg. Außer Elefanten und Büffeln waren die eindrücklichsten Bäume zu sehen, aber auch Felsformationen und fast leere Flußläufe, die nur ab und zu mehr Wasser stauten. Vor Mittag bin ich dann bei Crocodile Bridge raus und über Malelane und Kap Muiden nach Barberton, wo ich Chicken Wings von KFC und einen gerösteten Mealis von einer Mami am Straßenrand kaufte. Dann ging es weiter durch die grüne Welt nach Badplaas (eManzana) bis nach Piet Retief (Mkhonda) und Paulpietersburg (eDumbe) und endlich zu meiner Mutter auf der Benekeschen Farm: „Welbedacht“.

Bei meiner Mutter habe ich eine knappe Woche besucht. Das war natürlich viel zu kurz, aber dennoch eine besonders schöne Zeit. Wer hätte gehofft, daß es ihr wieder so gut gehen würde nach dem Schrecken des Schlaganfalls vor einigen Monaten. Sie hat mich morgens bis abends bekocht – und außer deutschen Klösen, gab es natürlich auch adventliche Plätzchen und viele altbekannte Leckereien aus der Ziegenhagenschen Küche plus den zusätzlichen südafrikanischen Spezialitäten, die Mama sich so selbstverständlich zu eigen gemacht hat. Wenn ich schon Deutscher bin dank ihrer Mutterschaft, so ist sie doch schon viel länger Südafrikanerin. Sie würde sagen – das ganze liebe Leben lang.

Im neuen Jahr erwartet unsere Tochter unser erstes Enkelkind – und das wieder in der alten Heimat Deutschland. Damit wären wir dann auch mit einem Schlag Großeltern und in diesen begnadeten Zustand versetzt – ohne eigen Verdienst und Würdigkeit, allein Dank der göttlichen Güte und Barmherzigkeit. Seit der Wende in Deutschland und im südlichen Afrika, die bekanntlich eng verknüpft ist und jeweils von der sowjetischen Implosion damals abhing (und Gottes unergründlichem Wirken zur Linken und mit unbegrenzter Allmacht und Alleinwirksamkeit) ist unsere doppelte Staatsbürgerschaft näher gerückt als je zuvor. In unserer Familie bin ich der letzte, der offiziell nur Südafrikaner ist, aber da meine Mutter Deutsche war als ich damals bei der Republikwerdung 1961 geboren bin, steht mir diese Staatsbürgerschaft rechtlich zu. Es ist m.E. nur noch eine Frage der Zeit – und die bürokratischen Mühlen mahlen bekanntlich noch langsamer und längst nicht so fein wie es die altbewährten und göttlichen tun. Thomas, der Sohn meines Cousins Eckart in Jersey/England, versucht es jetzt sogar durch die Mutterschaft meiner Großmutter Maria Friedericke Elisabeth Charlotte geborene Eisenberg genannt Lieselotte aus Dreihausen. Alle Wege führen nach Rom und wir werden wohl endlich wieder als Deutsche anerkannt werden, obwohl wir unser ganzes Leben als solche tituliert und gehalten wurden. So hat Eksteen Botes in Boekenhout (UP) mich mit meinem Freund Matthias schon damals „donker Duitser“ genannt, aber ich selber fühlte mich schon früh als solcher. Gerade als mein Vater vom Hauptlehrer in Uelzen bei Glencoe den Auftrag bekam mit mir Englisch üben zu sollen und ich mich dagegen wehrte: „Ich bin ein Deutscher!“ Fast wie der alte Hendrik Biebouw, der meinte: “Ik ben een Afrikaner” (17.März 1707) Diese Heimatverbundenheit mit Deutschland wurde sicher durch die monatelangen Besuche in 1967 und 1976 bestärkt, aber noch mehr durch das Studium von 1986 bis 1992. Inzwischen bin ich ja schon wieder fünf Jahre ansäßig in Deutschland und meine Aufenthaltsgenehmigung (Aufenthaltstitel) gilt bis 2031. Da habe ich schon Grund genug anzunehmen, daß ich berechtigterweise in sowohl Südafrika als auch in Deutschland daheim bin und mich entsprechend zuhause fühle.

Es ist ein großes Vorrecht weltweit so willkommen zu sein. Selbst die N.Amerikaner haben uns dieses Jahr mit offenen Armen begrüßt als wir unseren Sohn Detlev in Seattle und dann unseren Pastor Mark Loest im Norden Wisconsins und dann noch in unserer Immanuelsgemeinde in Frankentrost besucht haben. Präsident Harrison läßt sich ja niemals lumpen, sondern tut so viel mehr als man erwarten könnte. Daß Angelika und ich zusammen den LCMS Convention mitmachen konnten, war ein tief bewegendes Erlebnis. Besonders die synodalen Gottesdienste haben gerade Angelika tief beeindruckt. Ich hatte ähnliches ja schon vorher mitgemacht, aber für meine Frau war es ein unerwarteter Höhepunkt. Sie meinte sogar, daß sei ja fast schon himmlisch. Mehr geht diesseits wohl kaum.

In der Passionszeit und bis in die stille Woche flogen wir in den Osterferien Angelikas nach Israel und haben in kurzer Zeit Nazareth, Bethlehem und Jerusalem, aber auch Tel Aviv, Masada und Jericho besucht. Von allen Orten dieser Welt hat mich Jerusalem am meisten angesprochen. Dort würde ich gerne länger verweilen. Vielleicht im Österreichischen Hospiz oder in diesem oder jenem Kloster oder der Herberge des deutschen Ritterordens.

Wir hatten in diesem Jahr viel vor. Gott sei Lob und Dank haben wir das gut überstanden. Inzwischen beschreiben wir das tägliche Ergehen in personalisierten Botschaften auf “Whatsapp” und nicht mehr auf FB. Dort beschränke ich mich auf das Mitteilen einer einfachen Andacht mit fortlaufender und einer Tageslese.

Mal sehen, was das nächste Jahr des Herrn 2024 mit sich bringt. Wir wissen schon jetzt, daß der liebe Gott derselbe ist und bleibt, wie er gestern war und heute ist und morgen sein wird. Er, der in Jesus Christus Mensch wurde, um uns heim zum Vater zu bringen, teilte er uns seinen Geist mit, der uns zum wahren Glauben führt und darin erhält – aus Gnaden und um Jesu Christi willen. Er unser Herr und unser Gott – Vater, Sohn und Heiliger Geist – jetzt und in Ewigkeit. Er führet alles wohl + Das tut er über Bitten und Verstehen, um seiner Güte und Freundlichkeit willen – an uns und unseren Kindern des sind wir fröhlich. Heute und allzeit. Euch wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest und ein friedliches neues Jahr. Der Herr bleibe bei Euch und gebe Euch seinen Frieden. Amen.

Eure Webers aus Wittenberg

Wilhelm und Angelika.

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Der 4. Sonntag im Advent (Die nahende Freude)

Freuet Euch in dem Herrn allewege. Und abermal sage ich: Freuet Euch. Der Herr ist nahe.

Philipper 4,4.5b

Introitus

Du aber, Herr, bleibst ewiglich und Dein Name für und für. Du wollest Dich aufmachen und über Zion erbarmen; denn es ist Zeit, dass Du ihm gnädig seist, und die Stunde ist gekommen dass die Völker den Namen des Herrn fürchten und alle Könige auf Erden Deine Herrlichkeit, wenn der Herr Zion wieder baut und erscheint in seiner Herrlichkeit. Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmäht ihr Gebet nicht. Denn er schaut von seiner heiligen Höhe, der Herr sieht vom Himmel auf die Erde, dass er das Seufzen der Gefangenen höre und losmache die Kinder des Todes, dass sie in Zion verkünden den Namen des Herrn und sein Lob in Jerusalem, wenn die Völker zusammenkommen und die Königreiche, dem Herrn zu dienen

Psalm 102,13f.16ff.20ff

Kollekte

Wir bitten Dich, lieber Herr Gott, bereite in dieser Gnadenzeit unsere Herzen durch Deinen Frieden zu einer Wohnung Deines Sohnes, auf daß wir in seiner Gemeinschaft Dich allezeit mit fröhlichem Munde rühmen und preisen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Orate fratres S.113

Alttestamentliche Lesung (Predigt)

Um Zions willen will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen will ich nicht innehalten, bis seine Gerechtigkeit aufgehe wie ein Glanz und sein Heil brenne wie eine Fackel, dass die Völker sehen deine Gerechtigkeit und alle Könige deine Herrlichkeit. Und du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen des Herrn Mund nennen wird. Und du wirst sein eine schöne Krone in der Hand des Herrn und ein königlicher Reif in der Hand deines Gottes. Man soll dich nicht mehr nennen »Verlassene« und dein Land nicht mehr »Einsame«, sondern du sollst heißen »Meine Lust« und dein Land »Liebe Frau«; denn der Herr hat Lust an dir, und dein Land hat einen lieben Mann. Denn wie ein junger Mann eine Jungfrau freit, so wird dich dein Erbauer freien, und wie sich ein Bräutigam freut über die Braut, so wird sich dein Gott über dich freuen.

Jesaja 62,1-5

Epistolische Lektion

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe! Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus.

Philipper 4,4-7

Evangelium

Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir! Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Manne weiß? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, sie, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.

Maria aber machte sich auf in diesen Tagen und ging eilends in das Gebirge zu einer Stadt in Juda und kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt und rief laut und sprach: Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! Und wie geschieht mir, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, als ich die Stimme deines Grußes hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leibe. Ja, selig ist, die da geglaubt hat! Denn es wird vollendet werden, was ihr gesagt ist von dem Herrn.

Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist. Und seine Barmherzigkeit währet für und für bei denen, die ihn fürchten. Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen. Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf, wie er geredet hat zu unseren Vätern, Abraham und seinen Nachkommen in Ewigkeit. Und Maria blieb bei ihr etwa drei Monate; danach kehrte sie wieder heim.

Lukas 1,26-56

Glaubensbekenntnis der Kirche

Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den Einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht,wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die Eine, heilige, christliche, apostolischeKirche. Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden Und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Nizänum

Wochenlied

Nun jauchzet, all ihr Frommen, zu dieser Gnadenzeit, weil unser Heil ist kommen, der Herr der Herrlichkeit, zwar ohne stolze Pracht, doch mächtig, zu verheeren und gänzlich zu zerstören des Teufels Reich und Macht.

Er kommt zu uns geritten auf einem Eselein und stellt sich in die Mitten für uns zum Opfer ein. Er bringt kein zeitlich Gut, er will allein erwerben durch seinen Tod und Sterben, was ewig währen tut.

Kein Zepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt; im hohen Himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht und Majestät verhüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat vollbracht.

Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an, wollt ihr beraten werden und gehn die rechte Bahn, die zu dem Himmel führt; sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten Zorn euch rührt.

Ihr Armen und Elenden zu dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden müsst haben Angst und Leid, seid dennoch wohlgemut, lasst eure Lieder klingen, dem König Lob zu singen, der ist eu’r höchstes Gut.

Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit und all eu’r Klag und Weinen verwandeln ganz in Freud. Er ist’s, der helfen kann; halt’ eure Lampen fertig und seid stets sein gewärtig, er ist schon auf der Bahn.

Michael Schirmer 1640 (LKG 75)

Kirchengebet

Du Morgenstern,
Du hast verheißen,
dass du kommst,
dass es wieder hell wird 
und gerecht,
dass die Angst aufhört,
dass die Tränen versiegen,
dass die Kriege enden,
dass du die Gefangenen wiederbringst,
dass die Schöpfung aufatmet,
dass du Großes tust.

Friedensbringer, Sohn aus Davids Stamm,
wir warten mit Sehnsucht.
Wir warten und bitten dich 
für die Kinder,
die sich ungeduldig auf die Bescherung freuen.
Komm heute!
Wir warten und bitten dich 
für die Kinder,
die in Angst leben,
mitten im Krieg,
auf der Flucht.
Komm heute!
Wir warten und bitten dich 
für die Kinder, 
die in diesen Tagen geboren werden – 
in unserer Stadt,
in Bethlehem,
in Gaza,
Sohn Davids,
komm heute, du Friedensbringer, 
dass es hell wird und gerecht.

Du Weisheit,
wir warten mit Sehnsucht.
Wir warten und bitten dich
für die Menschen,
die zu uns gehören,
mit denen wir dein Kommen feiern,
die uns Freude schenken.
Komm heute!
Wir warten und bitten dich 
Für die Menschen,
die sich vor den kommenden Tagen fürchten,
die krank sind,
die trauern.
Komm heute!
Wir warten und bitten dich 
für die Menschen,
die Macht haben,
die über Waffen herrschen,
die Brücken bauen.
Du Weisheit.
du machst es hell.
Komm heute,
dass es Friede wird.

O komm, Immanuel,
wir warten mit Sehnsucht.
Wir warten mit deiner Schöpfung –
die uns ernährt,
die uns erfreut,
die uns Angst macht,
die seufzt und mit uns zusammen wartet.
Komm heute,
zu deiner Schöpfung,
zu den Kindern,
zu uns,
zu allen, die dich loben.
Wir warten und bereiten dir ein Fest.
O komm, Immanuel. 
Amen.

VELKD Wochengebete

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich.
Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.
Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden.
4. Mose 6,24-26
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Dr. Martin Luther´s Sermon for the 4th Sunday in Advent

Hier die Predigt Dr. Martin Luthers zum 4. Sonntag im Advent über in seiner Hauspostille (WA 52 (S.30-36): Johannes 1,19-28

The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the 4th Sunday in Advent and on the holy Gospel of St. John 1,19-28 taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 2 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.75-89

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