Dr. Martin Luthers Predigt am 4. Sonntag nach Ostern (Kantate)

Dr. Martin Luther predigt am 4. Sonntag nach Ostern (Kantate) über das hl. Evangelium des hl. Apostels Johannes 16, 5-15(WA 52 S.289-298) nochmals eine “trost predigt” über des verheißenen Trösters Werk, des Heiligen Geistes – über die Sünde, die Gerechtigkeit und das Gericht.

Hier vorgelesen zum hören:

The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon for the 4th Sunday after Easter (Cantate). He preached on John 16,5-15. This is recorded in “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.512-537:

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Die Welt ist mir ein Lachen mit ihrem großen Zorn

Die Welt ist mir ein Lachen mit ihrem großen Zorn, sie zürnt und kann nichts machen, all Arbeit ist verlorn. Die Trübsal trübt mir nicht mein Herz und Angesicht, das Unglück ist mein Glück, die Nacht mein Sonnenblick.

Ich hang und bleib auch hangen an Christus als ein Glied; wo mein Haupt durch ist gangen, da nimmt er mich auch mit. Er reißet durch den Tod, durch Welt, durch Sünd, durch Not, er reißet durch die Höll, ich bin stets sein Gesell.

Er dringt zum Saal der Ehren, ich folg ihm immer nach und darf mich gar nicht kehren an einzig Ungemach. Es tobe, was da kann, mein Haupt nimmt sich mein an, mein Heiland ist mein Schild, der alles Toben stillt.

Er bringt mich an die Pforten, die in den Himmel führt, daran mit güldnen Worten der Reim gelesen wird: »Wer dort wird mit verhöhnt, wird hier auch mit gekrönt; wer dort mit sterben geht, wird hier auch mit erhöht.«

Paul Gerhardt 1647 (LKG 168,6-9)

Donnerstag nach Jubilate

Ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu worden.

2. Korinther 5,17

Kollekte

Herr, allmächtiger Gott, wie Du alljährlich das Angesicht der Erde erneust, so willst Du die Welt erneuern, die der Sünde und dem Tode verfallen war; verleih uns, wir bitten Dich, daß wir den Anbruch des wahren Lebens in Deinem Sohn erkennen und in ihm an dieser neuen Schöpfung teilhaben. Der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.133f

Fortlaufende Lese

Von Weisheit reden wir aber unter den Vollkommenen; doch nicht von einer Weisheit dieser Welt, auch nicht der Herrscher dieser Welt, die vergehen.  7 Sondern wir reden von der Weisheit Gottes, die im Geheimnis verborgen ist, die Gott vorherbestimmt hat vor aller Zeit zu unserer Herrlichkeit,  8 die keiner von den Herrschern dieser Welt erkannt hat; denn wenn sie die erkannt hätten, hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt.  9 Sondern wir reden, wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.«  10 Uns aber hat es Gott offenbart durch den Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen Gottes.  11 Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes.  12 Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, damit wir wissen, was uns von Gott geschenkt ist.  13 Und davon reden wir auch nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen.  14 Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden.  15 Der geistliche Mensch aber beurteilt alles und wird doch selber von niemandem beurteilt.  16 Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen«? Wir aber haben Christi Sinn.  

1. Korinther 2,6-16

Tageselese

Er – unser Herr Jesus Christus – ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. 16 Denn in ihm wurde alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. 17 Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. 18 Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, auf dass er in allem der Erste sei.

Kolosser 1,15-18

Gebet am Donnerstag

HErr JEsu Christe, Du wahrer König Himmels und der Erden! Du hast Deiner Kirche verheißen, daß die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen sollen, und Du lässest noch immer unter uns Dein Wort verkünden und Deine heiligen Sakramente verwalten. Doch ach, o HErr, die Sünden der Deinen verdunkeln die Herrlichkeit Deiner Braut. Dein heiliger Weinberg ist zertreten und Dein gebenedeites Opfer steht verlassen. Viele dünken sich stark und verachten die Speise des Lebens, die Du den Deinen verordnet hast zur Vergebung ihrer Sünden.

Daß Du verschonen wollest allen Übermut und nicht herabfahren im Zorn, den Leuchter Deines Wortes vor unseren Augen umzustoßen – o HErr, wir bitten Dich: Suche dagegen heim den Weinstock, den Du Dir vormals erwählet hast und erneure uns, daß es sei wie vor alters.

Gib einen großen Hunger nach Deiner Speise Deines wahren Leibes und Blutes und laß Deine Gläubigen allezeit erfunden sein in der Apostel Lehre, in der Gemeinschaft, im Brechen Deines Brotes und im Gebet.

Wir bitten Dich, HErr, für unseren Altar, daß er immerdar sei eine Stätte, da die Arzenei des ewigen Lebens uns stärke an Leib und Seele in Vergebung unserer Sünden, daß dagegen Unglaube und Unbußfertigkeit ferne bleiben von allen, die da kommen, auf daß sie nicht essen und trinken sich selbst zum Gericht.

O Du ewiger Hoherpriester, der Du uns immer rufest zum Mahle Deines Opfers, laß in uns wachsen die Frucht Deines Geistes, die da ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut und Keuschheit. Laß uns alle in heiligem Wandel zu Deines Namens Ehre leben hier zeitlich und dort ewiglich. O JEsu Christe, der Du mit dem Vater und eben demselben Heiligen Geist, ein wahrer GOTT, lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.146)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Auf, auf mein Herz, mit Freuden nimm wahr, was heut geschicht (LKG 168)

Erzurum, Yakutiye Medresesi, Lebensbaummotiv am Portal

Auf, auf, mein Herz, mit Freuden nimm wahr, was heut geschicht; wie kommt nach großem Leiden nun ein so großes Licht! Mein Heiland war gelegt da, wo man uns hinträgt, wenn von uns unser Geist gen Himmel ist gereist.

Er war ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei; eh er’s vermeint und denket, ist Christus wieder frei und ruft Viktoria, schwingt fröhlich hier und da sein Fähnlein als ein Held, der Feld und Mut behält.

Der Held steht auf dem Grabe und sieht sich munter um; der Feind liegt und legt abe Gift, Gall und Ungestüm. Er wirft zu Christi Fuß sein Höllenreich und muß selbst in des Siegers Band ergeben Fuß und Hand.

Das ist mir anzuschauen ein rechtes Freudenspiel; nun soll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will entnehmen meinen Mut zusamt dem edlen Gut, so mir durch Jesus Christ aus Lieb erworben ist.

Die Höll und ihre Rotten, die krümmen mir kein Haar; der Sünden kann ich spotten, bleib allzeit ohn Gefahr. Der Tod mit seiner Macht wird nichts bei mir geacht’: er bleibt ein totes Bild, und wär er noch so wild.

Paul Gerhardt 1647

Mittwoch nach Jubilate

Ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu worden.

2. Korinther 5,17

Kollekte

Herr, allmächtiger Gott, wie Du alljährlich das Angesicht der Erde erneust, so willst Du die Welt erneuern, die der Sünde und dem Tode verfallen war; verleih uns, wir bitten Dich, daß wir den Anbruch des wahren Lebens in Deinem Sohn erkennen und in ihm an dieser neuen Schöpfung teilhaben. Der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.133f

Fortlaufende Lese

Auch ich, meine Brüder und Schwestern, als ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen Worten oder hoher Weisheit, euch das Geheimnis Gottes zu predigen.  2 Denn ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, ihn, den Gekreuzigten.  3 Und ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern;  4 und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten der Weisheit, sondern im Erweis des Geistes und der Kraft,  5 auf dass euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft. 

  1. Korinther 2,1-5

Tageslese

Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott. 8 Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe. 9 Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen. 10 Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung[1] für unsre Sünden. 11 Ihr Lieben, hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben. 12 Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen. 13 Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat. 14 Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt.

  1. Johannes 4,7-14

Gebet am Mittwoch

Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Christe, erhöre uns.

HErr GOTT Vater im Himmel, erbarme Dich. HErr GOTT Sohn der Welt Heiland, erbarme Dich. HErr GOTT Heiliger Geist, erbarme Dich.

HErr sei gnädig, verschone alle sterbenden Menschen vor Deinem Zorn, vor bösem Tod, vor der Höllen Pein, vor des Teufels Macht, vor des Teufels Trug und List, vor allem Übel behüte sie, lieber HErre GOTT.

Durch Deine heilige Menschwerdung und Geburt, durch Deinen Todeskampf und blutigem Schweiß, durch Dein Kreuz und bittern Tod, durch Dein heilig Auferstehn und Himmelfahrt, durch die Gnade des Heiligen Geistes des Trösters in der Stunde des Todes, im Jüngsten Gericht, hilf ihnen, lieber HErre GOTT.

Wir armen Sünder bitten: Du wollst uns erhören, lieber HErre GOTT. Und alle sterbenden Menschen trösten. Ihnen alle Sünden verzeihen. Sie aus diesem Elend einzuführen zum ewigen Leben. Erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O JEsu Christe, GOTTes Sohn, erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Wünde trägt, verleihe ihnen steten Fried.

Christe, erhöre uns. Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Amen.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht versinken in des bitteren Todes Not. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrieleison.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.144f)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Gott und die Engel liebe mich (LKG 167,18f)

“Die Kathedrale” (1930) von Otto Nebel.

Mein Herz darf nicht entsetzen sich, Gott und die Engel lieben mich; Halleluja, Halleluja; die Freude, die mir ist bereit’, vertreibet Furcht und Traurigkeit. Halleluja, Halleluja.

Für diesen Trost, o großer Held, Herr Jesu, dankt Dir alle Welt. Halleluja, Halleluja. Dort wollen wir mit größerm Fleiß erheben Deinen Ruhm und Preis. Halleluja, Halleluja.

Johann Heermann 1630 (LKG 167,18f)

Dienstag nach Jubilate

Ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu worden.

2. Korinther 5,17

Kollekte

Herr, allmächtiger Gott, wie Du alljährlich das Angesicht der Erde erneust, so willst Du die Welt erneuern, die der Sünde und dem Tode verfallen war; verleih uns, wir bitten Dich, daß wir den Anbruch des wahren Lebens in Deinem Sohn erkennen und in ihm an dieser neuen Schöpfung teilhaben. Der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.133f

Fortlaufende Lese

Seht doch, Brüder und Schwestern, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme sind berufen.  27 Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist;  28 und was gering ist vor der Welt und was verachtet ist, das hat Gott erwählt, was nichts ist, damit er zunichtemache, was etwas ist,  29 auf dass sich kein Mensch vor Gott rühme.  30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der für uns zur Weisheit wurde durch Gott und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung,  31 auf dass gilt, wie geschrieben steht: »Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!« 

  1. Korinther 1,26-31

Tageslese

Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, weil wir untereinander Glieder sind. 26 Zürnt ihr, so sündigt nicht; lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen 27 und gebt nicht Raum dem Teufel. 28 Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit eigenen Händen das nötige Gut, damit er dem Bedürftigen abgeben kann. 29 Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Gnade bringe denen, die es hören. 30 Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung. 31 Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung seien fern von euch samt aller Bosheit. 32 Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus. 

Epheser 4,25-32

Gebet am Dienstag

Allmächtiger Gott, himmlischer Vater!

Wir preisen Deine grundlose Barmherzigkeit, mit der Du Dich über sündige Menschen erbarmst. Alle Propheten und Apostel verkündigen uns das in Deinem Wort.

Laß unsere Hoffnung nicht zu Schanden werden, wenn wir zu Dir beten für alle Leidenden in dieser Zeit. Denn siehe, der böse Feind ist mächtig geworden, und die Großen dieser Welt regieren oft mit Ungerechtigkeit. O GOTT, der Du vormals hast Deinen Heiligen überwinden lassen, stärke auch heute alle, die Deiner Hilfe gegen Unrecht bedürftig sind.

Gib, daß alle Kriegsgefangenen und Geiseln der Terroristen – als Sklaven gehalten und Opfer irdischer Rache – in ihre Heimat zurückkehren. Stehe allen Vertriebenen und Heimatlosen bei und sei Du ihre Gerechtigkeit. Den Witwen und Waisen sei ein Vater mit starkem Schutz.

O Jesu Christe, der Du Deine Heiligen wunderbar führst: Gehe durch Riegel und Gitter zu denen, die um Deines Namens und um Deiner Kirche willen gefangen sind; stärke sie zu einem guten Zeugnis und laß sie nicht wankend werden im Bekenntnis Deines Namens. Uns aber lehre durch das Beispiel so vieler heiliger Märtyrer, daß wir allezeit wach seien zum Bekenntnis Deines Namens. Laß uns nicht zu Schanden werden, wenn der böse Feind Hand an uns legt, sondern gib, daß wir in aller Anfechtung bestehen. Doch wenn es Dein Wille ist, dann laß uns in Ruhe und Frieden leben der Heiligung Deines Namens.

Um Deines heiligen Opfers willen, o Jesu Christe, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist, ein wahrer GOTT, lebest und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.143)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 

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Wir sind um Christi willen Gott angenehm und gerecht durch den Glauben, nicht von wegen unserer Liebe und Werke. (Apologie IV)

Christus und die Ehebrecherin von Lucas Cranach dem Älteren in der Fränkischen Galerie in Kronach

Darümb, so leren wir nicht allein, wie man das gesetz halte, sondern auch, wie es Gott gefalle, alles, was wir thun, nemlich nicht, das wir inn diesem leben das gesetz so volkömlich und rein halten können, sondern das wir inn Christo sein, wie wir hernach wollen sagen. So ist es nu gewis, das die unsern auch von guten wercken recht leren. Und wir setzen noch dazu, das es unmöglich sey, das rechter glaub, der das hertz tröstet und vergebung der sunden empfehet, on die liebe Gottes sey. Denn durch Christum kompt man zum Vater, und wenn wir durch Christum Gott versunet sein, so gleuben und schliessen wir denn erst recht gewis im hertzen, das ein warer Gott lebe und sey, das wir ein vater im himel haben, der auff uns allzeit sihet, der zu furchten sey, der umb so unsegliche wolthat zu lieben sey, dem wir sollen allzeit hertzlich dancken, ihm lob und preis sagen, welcher unser gebet, auch unser sehnen und seufftzen erhöret, wie denn Johannes inn seiner Ersten Epistel sagt: „Wir lieben ihnen, denn er hat uns zuvor geliebet.“ Uns nemlich, denn er hat sein son fur uns geben und uns sunde vergeben. Da zeigt Johannes gnug an, das der glaube also furgehe und die liebe alsdenn folge.

Item, dieser glaube ist in denen, da rechte bus ist, das ist, da ein erschrocken gewissen Gottes zorn und seine sunde fület, vergebung der sunde und gnade suchet. Und inn solchem schrecken, inn solchen engsten und nöten beweiset sich erst der glaub und mus auch also bewert werden und zunemen. Darümb kann der glaub nicht sein inn fleischlichen, sicheren leuten, wilche nach des fleisches lust und willen dahin leben. Denn also sagt Paulus: „So ist nu nichts verdamlichs an denen, die inn Christo Jhesu sind, die nicht nach dem fleisch wandeln, sondern nach dem geist.“ Item: „so sind wir nu schuldner nicht dem fleisch, das wir nach dem fleisch leben. Denn wo ihr nach dem fleisch lebet, so werdet ihr sterben müssen; wo ihr aber durch den geist des fleisches gescheffte tödtet, so werdet ihr leben.“ Derhalben kann der glaube, welcher allein inn dem hertzen und gewissen ist, denen ihr sunde hertzlich leid sein, nicht zugleich neben einer todtunde sein, wie die widdersacher leren. So kann er auch nicht inn denjhenigen sein, die noch in der welt fleischlich nach des Satans und des fleisches willen leben.

Aus diesen früchten und wercken des glaubens klauben die widdersacher nur ein stücke, nemlich die liebe, und leren, das die liebe fur Gott gerecht mache; also sind sie nichts anders denn werckprediger und gesetzlerer. Sie leren nicht erst, das wir vergebung der sunde erlangen durch den glauben, sie leren nichts von dem mitler Christo, das wir durch denselbigen einen gnedigen Gott erlangen, sondern reden von unser liebe und unsern wercken. Und sie sagen doch nicht, was es vor eine liebe sey, und können es auch nicht sagen. Sie rhümen, sie können das gesetz erfüllen odder halten, so doch die ehre niemands gehöret denn Christo, und haben also ihr eigen werck gegen Gottes urteil, sagen, sie verdienen „de codigno“ gnad ewiges leben. Das ist doch ein gantz vergeblich und Gottlos vertrauen auff eigene werck. Denn inn diesem leben können auch Christen und heiligen selbst Gottes gesetz nicht volkömlich halten, Denn es bleiben immer böse neigung und lust inn uns, wiewol der heilig geist denselbigen widderstehet.

Es möchte aber jmands unter ihnen fragen: So wir selbst bekennen, das die lieb eine frucht des geistes sey, und so die liebe dennoch ein heilig werck und erfüllung des gesetzs genennet wird, warümb wir denn auch nicht leren, das sie fur Gott gerecht mache? Antwort: Erst ist das gewis, das wir vorgebung der sunde nicht entpfahen wider durch die liebe noch umb der liebe wille, sondern allein durch den glauben umb Christus willen. Denn allein der glaub im hertzen sihet auff Gottes verheissung. Und allein der glaube ist die gewisheit, da das hertz gewis drauff stehet, das Gott gnedig ist, das Christus nicht umbsonst gestorben sey etc. Und derselbig glaube uberwindet allein das schrecken des todes und der sunde. Denn wer noch wancket odder zweifelt, ob ihm die sunde vergeben sein, der vertrauet Gott nicht und verzaget an Christo, denn er helt sein sunde fur grösser und stercker denn den tod und blut Christi. So doch Paulus sagt zun Römern am v. Cap., Die gnade sey mechtiger denn die sunde, das ist krefftiger, reicher und stercker.

So nu jemands meinet, das er darümb vorgebung der sunde will erlangen, das er die liebe hat, der schmehet und schendet Christum und wird am letzten ende, wenn er vor Gottes gericht stehen sol, finden, das solch vertrauen vorgeblich ist. Darümb ist es gewis, das allein der glaub gerecht macht. Und gleich wie wir nicht erlangen vergebung der sunde durch andere gute werck und tügende, als umb gedult willen, umb keuscheit, umb gehorsams willen gegen der Oberkeit, und folgen doch die tügende, wo glaub ist, Also entpfahen wir auch nicht umb der liebe Gottes willen vergebung der sunde, wiewol sie nicht aussen bleibt, wo dieser glaube ist.

Das aber Christus Luce am vii. Ca. spricht: „Ihr werden viele sunde vorgeben werden, denn sie hat viel geliebet“, da legt Christus sein wort selbst aus, da er sagt: „Dein glaub hat dir geholffen.“ Und Christus will nicht, das die frau durch das werck der liebe vordienet habe vorgebung der sunde, darümb sagt er klar: „Dein glaub hat dir geholffen.“ Nu ist das der glaub, Welcher sich verlesset auf Gottes barmhertzigkeit und wort, nicht auff eigen werck. Und meinet jmands, das glaube sich zugleich auff Gott und eigen werck verlassen könne, der verstehet gewislich nicht, was glauben sey. Denn das erschrocken gewissen wird nicht zufriedet durch eigene werck, sondern mus nach barmhertzigkeit schreien und lesst sich allein durch Gottes wort trösten und auffrichten. Und die Historien selbs zeigt an dem ort wol an, was Christus liebe nennet. Die frau kömpt inn der zuvorsicht zu Christo, das sie wölle vergebung der sunde bey ihm erlangen, das heist recht Christum erkennen und ehren, denn grösser ehre kann man Christo nicht thun. Denn das heist Messiam odder Christum warlich erkennen: bey ihm suchen vergebung der sunde; dasselbige von Christo halten, Also Christum erkennen und annemen, das heist recht an Christum gleuben.

Christus aber hat dieses wort, da er sagt: „Sie hat viel geliebt“ nicht gebraucht, als er mit der frauen redet, sondern als er mit dem Phariseer redet. Denn der Herr Christus heltet gegenader die gantze ehre, die ihm der Phariseer gethan hat, mit dem erbieten und wercken, so die fraue ihm erzeiget hat. Er straffet den Phariseer, das er ihnen nicht hat erkent fur Christum, wie wol er ihnen eusserlich geehret als einen gast und fromen heiligen man. Aber den Gottesdienst der frauen, das sie ihre sunde erkennet und bey Christuo vergebung der sunde suchet, diesen dienst lobet Christus. Und es ist ein gros Exempel, wilchs Christum billich beweget hat, das er den Pharisser als ein weisen, ehrlichen man, der doch nicht an ihnen gleubet, straffet. Den unglauben wirfft er ihm fu und vermanet ihnen durch das Exempel, als solt er sagen: Billich soltu dich schemen, du Phariseer, das du so blind bist, mich vor Christum und Messiam nicht erkennest, so du ein lerer des gesetzes bist, und das weib, das ein ungelert, arm weib ist, mich erkennet.

Darümb lobet er da nicht allein die liebe, sondern den gantzen Cultum odder Gottesdienst, den glauben mit den früchten, und nennet doch fur dem Phariseo die frucht. Denn man kann den glauben im hertzen andern nicht weisen und anzeigen denn durch die früchte, die beweisen fur den menschen den glauben im hertzen. Darümb wil Christus nicht, das die liebe und die werck sollen der schatz sein, daduch die sunden bezalt werden, welchs Christus blut ist. Derhalben ist dieser streit uber einer hohen, wichtigen sache, da den fromen hertzen und gewissen ihr höchster, gewister, ewiger trost an gelegen ist, nemlich von Christo, ob wir sollen vertrauen auff den verdienst Christi odder auff unser wercke. Denn so wir auff usere wercke vertrauen, so wird Christo sein ehre genomen, so ist Christus nicht der versüner noch der mitler und werden doch entlich erfahren, das solch vertrauen vergeblich sey und das die gewissen dadurch nur inn verzweiflung fallen. Denn so wir vergebung der sunde und versünung Gottes nicht one verdienst erlangen durch Christum, so wird niemands vergebung der sunde haben, er hab denn das gantz gesetz gehalten. Denn das gesetz macht niemands gerecht fur Gott, so lange es uns anklaget. Nu kan sich ja niemands rhümen, das er dem gesetz gnug gethan habe. Darümb müssen wir sonst trost suchen, nemlich an Christo.

Nu wöllen wir antworten auff die frage, welche wir oben angezeigt: Warümb die liebe oder dilectio niemands fur Gott gerecht mache. Die widdersacher dencken also, die liebe sey erfüllung des gesetzs, darümb were es wol war, das liebe uns gerecht macht, wenn wir das gesetz hielten. Wer darff aber mit warheit sagen odder rhümen, das er das gesetz halte und Gott liebe, wie das gesetz gebeut? Wir haben oben angezeigt, das darümb Gott die verheissung der gnaden gethan hat, das wir das gesetz nicht halten können, darümb sagt auch allenthalben Paulus, das wir durch das gesetz nicht können fur Gott gerecht werden.

Die widdersacher müssen hie wol weit feilen und der heuptfrage irre gehen, Denn sie sehen inn diesem handel allein das gesetz an; denn alle menschliche vernufft und weisheit kan nicht anders urteilen, denn das man durch gesetz müsse from werden, und wer eusserlich das gesetze halte, der sey heilig und from. Aber das Evangelium rücket uns herümb und wiset uns von dem gesetz zu den Göttlichen verheissungen und leret, das wir nicht gerecht werden durchs gesetz, denn niemand kann es halten, sondern dadurch,d as ums umb Christus willen versünung geschenckt ist, und die entpfahen wir allein durch den glauben. Denn ehe wir ein tittel am gesetz erfüllen, so mus erst da sein der glaub an Christum, durch wilchen wir Gotte versünet werden und erst vergebung der sunde erlangen. Lieber Herr Gott, wie dörffen doch die leute sich Christen nennen odder sagen, das sie auch die bücher des Evangelii einmal jhe ansehen odder gelesen haben, die noch dieses anfechten, Das wir vergebung der sunde durch den glauben an Christum erlangen? Ist es doch einem Christenmenschen schrecklich allein zu hören.

Zum andern ists gewis, das auch diejhenigen, so durch den glauben und heiligen geist neu geborn sind, doch gleichwol noch, solang dis leben weret, nicht gar rein sein, auch das gesetz nicht volkömlich halten. Denn wiewol sie die erstling des geists entpfahen und wiewol sich inn ihnen das neu, ja, das ewige leben angefangen, so bleibt doch noch etwas da von der sunde und böser lust und findet das gesetz noch viel, das es uns anzuklagen hat. Darümb, ob schon die liebe Gottes und gute werck inn Christen sollen und müssen sein, sind sie dennoch fur Gott nicht gerecht umb solcher ihrer werck willen, sondern um Christus willen durch den glauben. Und vertrauen auff eigene erfüllung des gesetzes ist eitel Abgötterey und lesterung Christi und fellet doch zuletzt weg und macht, das die gewissen verzweifeln.

Derhalben sol dieser grund fest stehenbleiben, das wir umb Christuus willen Gott angenem und gerecht sind durch glauben, nicht von wegen unser lieb und wercke. Das wollen wir also klar und gewis machen, das mans greiffen möge. Solange das hertz nicht fride fur Gott hat, kann es nicht gerecht sein, denn es fleucht fur Gottes zorn und verzweifelt und wolt, das Gott nicht richtet. Darümb kann das hetz nicht gerecht und Gott angenem sein, dieweil es nicht fride mit Gott hat.

Apologia der Confession verdeutscht aus dem Latin durch Justum Jonam: AC IV (Die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche hg.v Dingel u.a. i.A. der EKD (V&R: 2014. S.322-332)

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Lebt Christus, was bin ich betrübt?

Und daß der Herr erstanden sei, das ist von allem Zweifel frei; Halleluja, Halleluja; der Engel selbst bezeugt es klar, das leere Grab machts offenbar. Halleluja, Halleluja.

Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, dass er mich herzlich liebt; Halleuluja, Halleluja; wenn mir gleich alle Welt stürb ab, g’nug, dass ich Christus bei mir hab. Halleluja, Halleluja.

Er nährt, er schützt, er tröstet mich; sterb ich, so nimmt er mich zu sich. Halleluja, Halleluja. Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, weil ich ein Glieb seines Leibes bin. Halleluja, Halleluja.

Durch seiner Auferstehung Kraft komm ich zur Engelbrüderschaft. Halleluja, Halleluja. Durch ihn bin ich mit Gott versöhnt, die Feindschaft ist ganz abgelehnt. Halleluja, Halleluja.

Johann Heermann 1630 (LKG 167,14-17)

Montag nach Jubilate

Ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu worden.

2. Korinther 5,17

Kollekte

Herr, allmächtiger Gott, wie Du alljährlich das Angesicht der Erde erneust, so willst Du die Welt erneuern, die der Sünde und dem Tode verfallen war; verleih uns, wir bitten Dich, daß wir den Anbruch des wahren Lebens in Deinem Sohn erkennen und in ihm an dieser neuen Schöpfung teilhaben. Der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.133f

Fortlaufende Lese

Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es Gottes Kraft.  19 Denn es steht geschrieben: »Ich will zunichtemachen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.«  20 Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?  21 Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die da glauben.  22 Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit,  23 wir aber predigen Christus, den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis und den Heiden eine Torheit;  24 denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit.  25 Denn die göttliche Torheit ist weiser, als die Menschen sind, und die göttliche Schwachheit ist stärker, als die Menschen sind. 

  1. Korinther 1,18-25

Tageslese

So sage ich nun und bezeuge in dem Herrn, dass ihr nicht mehr leben dürft, wie die Heiden leben in der Nichtigkeit ihres Sinnes. 18 Ihr Verstand ist verfinstert, und sie sind entfremdet dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, die in ihnen ist, und durch die Verstockung ihres Herzens. 19 Sie sind abgestumpft und haben sich der Ausschweifung ergeben, um allerlei unreine Dinge zu treiben in Habgier. 20 Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt; 21 ihr habt doch von ihm gehört und seid in ihm unterwiesen, wie es Wahrheit in Jesus ist: 22 Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. 23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn 24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.

Epheser 4,25-32

Gebet am Montag

O Herr, wir klagen Dir den Verfall Deiner Kirche. Es ist unsere Schuld, daß man nicht mehr erkennt die Schönheit Deiner Braut. darum bitten wir Dich: Gib und mehre in uns den Glauben, Liebe und Hoffnung in Dich. Reut aus in uns alle Sünd und Laster, alle Zwietracht, allen Unglauben, alle Irrsal und Ketzerei. Strafe die Irrenden, bekehre die Ungläubigen, bringe die Abtrünnigen wieder zur Einigkeit der christlichen Kirche und zeige ihnen das Licht Deiner Wahrheit.

Behüte unseren Hirten vor aller Gefahr des Leibes und der Seele. Segne alle Hirten und Bischöfe, Missionare, Evangelisten, Lehrer, Kirchenvorsteher und Gehilfen im Aufbau Deiner Gemeinde, gib Gedeihen des heiligen Glaubens. Stehe bei Deinen Zeugen unter den Völkern und fördere den Lauf Deines Evangeliums in aller Welt.

Erfülle alle Obrigkeit mit Deiner Furcht und laß ihr Regieren der Welt zum Frieden dienen. Erbarme Dich über unser Volk und Land.

Die Jugend laß auferzogen werden in der Zucht und Ermahnung zu Dir, auf daß sie erkenne Dein Gesetz und den Weg Deines Heils. Verleihe Beständigkeit und Treue allen frommen Lehrern.

Tröste alle Betrübten und Traurigen. Den Kranken teil mit Gesundheit des Leibes und der Seelen. Den schwangeren Frauen schenke nach Deiner Barmherzigkeit einen fröhlichen Anblick in ihrer Geburt. Den armen Dürftigen gib leiblich und geistlich nach Deinem Wohlgefallen. Die unterwegs sind, laß dem Schutz Deiner heiligen Engel befohlen sein, und sei eine starke Hilfe allen, die Dein bedürfen. Um Deiner heiligen Wunden willen, o Jesu! Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.142)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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3. Sonntag nach Ostern (Jubilate)

Wochenspruch

Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

2. Korinther 5,17

Introitus

Jauchzet Gott, alle Lande! / 2 Lobsinget zur Ehre seines Namens; rühmet ihn herrlich! 3 Sprecht zu Gott: Wie wunderbar sind deine Werke! Deine Feinde müssen sich beugen vor deiner großen Macht. 4 Alles Land bete dich an und lobsinge dir, lobsinge deinem Namen. Sela. 5 Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern. 6 Er verwandelte das Meer in trockenes Land, / sie gingen zu Fuß durch den Strom; dort wollen wir uns seiner freuen. 7 Er herrscht mit seiner Gewalt ewiglich, / seine Augen schauen auf die Völker. Die Abtrünnigen können sich nicht erheben. Sela. 8 Lobet, ihr Völker, unsern Gott, lasst seinen Ruhm weit erschallen, 9 der unsre Seelen am Leben erhält und lässt unsere Füße nicht gleiten. 

Psalm 66

Alttestamentliche Lesung

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. 2 Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. 3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. 4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 

Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. 27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau[1]. 28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht.

Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.

So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. 2 Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. 3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte. 

Genesis (1. Mose) 1,1-4.26-28.31a

Versikel

Christus hat dem Tode die Macht genommen, Halleluja, und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. Halleluja.

2. Timotheus 1,10

Epistel Lese

Paulus aber stand mitten auf dem Areopag und sprach: Ihr Männer von Athen, ich sehe, dass ihr die Götter in allen Stücken sehr verehrt. 23 Denn ich bin umhergegangen und habe eure Heiligtümer angesehen und fand einen Altar, auf dem stand geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch, was ihr unwissend verehrt. 24 Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darinnen ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind. 25 Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt. 26 Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen, 27 dass sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns. 28 Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts. 29 Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht. 30 Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun. 31 Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er richten will den Erdkreis mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat und den er vor allen Menschen bestätigt hat, indem er ihn von den Toten auferweckt hat. 32 Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, begannen die einen zu spotten; die andern aber sprachen: Wir wollen dich darüber ein andermal weiterhören. 33 So ging Paulus weg aus ihrer Mitte. 34 Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig; unter ihnen war auch Dionysius, einer aus dem Rat[3], und eine Frau mit Namen Damaris und andere mit ihnen. 

Apostelgeschichte 17,22-34

Hallelujavers

Lobt Gott in seinem Heiligtum. Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.

Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja, Halleluja.

Psalm 150,1a.6; Lukas 24,6a.34

Das heilige Evangelium

Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner. 2 Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; und eine jede, die Frucht bringt, reinigt er, dass sie mehr Frucht bringe. 3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. 4 Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an mir bleibt. 5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. 6 Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt die Reben und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. 7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. 8 Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger. 

Johannes 15,1-9

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an den einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die eine, heilige, christliche, apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Nizänische Glaubensbekenntnis

Wochenlied

Mit Freuden zart zu dieser Fahrt lasst uns zugleich fröhlich singen, beid, groß und klein, von Herzen rein mit hellem Ton frei erklingen. Das ewig Heil wird uns zuteil, denn Jesus Christ erstanden ist, welchs er lässt reichlich verkünden.

Er ist der Erst, der stark und fest all unsre Feind hat bezwungen und durch den Tod als wahrer Gott zum neuen Leben gedrungen, auch seiner Schar verheißen klar durch sein rein Wort, zur Himmelspfort desgleichen Sieg zu erlangen.

Singt Lob und Dank mit freiem Klang unserm Herrn zu allen Zeiten und tut sein Ehr je mehr und mehr mit Wort und Tat weit ausbreiten: so wird er uns aus Lieb und Gunst nach unserm Tod, frei aller Not, zur ewgen Freude geleiten.

Georg Vetter 1566 (LKG 161,1-3)

Text zur Predigt

Denn wir wissen, dass der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, wird uns auch auferwecken mit Jesus und wird uns vor sich stellen samt Euch. 15 Denn es geschieht alles um Euretwillen, auf dass die Gnade durch viele wachse und so die Danksagung noch reicher werde zur Ehre Gottes. 16 Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert. 17 Denn unsre Bedrängnis, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, 18 uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig. 

2. Korinther 4,14-18

Meine Predigt dazu:

Predigt Dr. Martin Luther´s zu Jubilate

Dr. Martin Luther predigt am 3. Sonntag nach Ostern anhand des hl. Evangeliums des hl. Apostels Johannes 16, 16-23 (WA 52 S.283-289) eine “schöne trost predigt nicht allein für die Jünger, Sonder für alle Christen, das sie an dem wörtlein Modicum (über ein kleines) lernen sollen, das sie es in aller anfechtung können practicirn und sich trösten, es sey nur umb ein kleines zuthun, Darnach müsse das leyd verschwinden unnd aller trost und freude sich finden. Auff das nun solcher trost dest baß mög gefasset werden, wollen wir jetzund in gemein vom Creüz und leyden reden” (S.284):

Wochengebet

Christus, du Lebendiger,
du Auferstandener.
Du bist der Atem des Lebens.
Du bist der Friede,
den die Schöpfung ersehnt.
Komm und heile diese Welt.

Christus, du Lebendiger,
der Tod wütet weiter.
Mächtige schicken Bomben und Drohnen.
Wehrlose sterben.
Kinder verhungern.
Verschleppte warten auf ihre Befreiung. 
Das Böse feiert seine Siege.
Rette diese Welt.
Wir bitten dich:
Komm mit deinem Frieden.

Christus, du Lebendiger,
Die Schmerzen hören nicht auf.
Kranke leiden.
Bis zur Erschöpfung sorgen pflegende Angehörige für ihre Lieben.
Angst belagert die Seelen.
Wir können die Schmerzen nicht bekämpfen.
Heile diese Welt.
Wir bitten dich:
Komm mit deinem Frieden.

Christus, du Lebendiger,
die Natur blüht.
Kinder werden geboren.
Paare finden sich.
Die Liebe bleibt stark wie der Tod.
Dein Volk Israel feiert das Pessachfest.
Befreie diese Welt.
Wir bitten dich:
Komm mit deinem Frieden.

Christus, du Lebendiger,
wir hören deine Worte.
Wir brauchen dich und deinen Heiligen Geist,
damit wir Gutes tun,
damit wir glaubwürdig sind,
damit wir deine Liebe weitergeben.
Wir glauben an dich.
Ohne dich können wir nichts tun.
Bleibe in uns. 
Wir bitten dich 
für die Welt und
für deine Gemeinde,
für die Jugendlichen, die in diesen Tagen konfirmiert werden,
und für unsere Kinder.
für uns und alle, die zu uns gehören.
Komm mit deinem Frieden,
heute und 
morgen und 
bis zum Ende der Welt.
Amen.

VELKD

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich.
Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.
Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden.

4. Mose 6,24-26

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Dr. Martin Luther predigte am 3. Sonntag nach Ostern (Jubilate)

“Luther und Melanchthon im Gespräch” von Karl Friedrich Hampe (1821). Alte Nationalgalerie, Berlin.

Dr. Martin Luther predigt am 3. Sonntag nach Ostern anhand des hl. Evangeliums des hl. Apostels Johannes 16, 16-23 (WA 52 S.283-289) eine “schöne trost predigt nicht allein für die Jünger, Sonder für alle Christen, das sie an dem wörtlein Modicum (über ein kleines) lernen sollen, das sie es in aller anfechtung können practicirn und sich trösten, es sey nur umb ein kleines zuthun, Darnach müsse das leyd verschwinden unnd aller trost und freude sich finden. Auff das nun solcher trost dest baß mög gefasset werden, wollen wir jetzund in gemein vom Creüz und leyden reden” (S.284):

Und vorgelesen zum mithören:

The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon for the 3rd Sunday after Easter (Jubilate). He preached on John 16,16-23). This is recorded in “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.502-511:

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Der Jüngste Tag wirds zeigen an

Der Jüngste Tag wird’s zeigen an, was er für Taten hat getan, Halleluja, Halleluja, wie er der Schlangen Kopf zerknickt, die Höll zerstört, den Tod erdrückt. Halleluja, Halleluja.

Da werd ich Christi Herrlichkeit anschauen ewig voller Freud, Halleluja, Halleluja, ich werde sehn, wie alle Feind zur Höllenpein gestürzet seind. Halleluja, Halleluja.

Der Herr den Tod zu Boden schlägt, da er selbst tot und sich nichts regt, Halleluja, Halleluja, geht aus de, Grab in eigener Kraft, Tod, Teufel, Höll nichts an ihm schafft. Halleluja, Halleluja

O Wunder groß, o starker Held! Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Halleluja, Halleluja, Kein Angststein liegt so schwer auf mir, er wälzt ihn von des Herzens Tür. Halleluja, Halleluja.

Wie tief Kreuz, Trübsal oder Pein: mein Heiland greift allmächtig drein, Halleluja, Halleluja, führt mich heraus mit seiner Hand. Wer mich will halten, wird zuschand’. Halleluja, Halleluja.

Johann Heermann 1630

Samstag nach Miserikordias Domini

Christus spricht: “Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir, und ich gebe ihnen das ewige Leben.

Johannes 10:12.27f

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du von den Toten ausgeführt hast den großen Hirten der Schafe, und durch sein Wort uns zu seiner Herde rufst. Wir bitten Dic h, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß wir die Stimme des guten Hirten erkennen und ihm von Herzen nachfolgen, daß uns weder Welt, Sünde noch Tod aus seiner Hand reißen bis zu Deinem Tage, da ein Hirte und eine Herde sein werden, der Du, dreieiniger Gott, lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.133

Fortlaufende Lese

Ich ermahne euch aber, Brüder und Schwestern, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle mit einer Stimme redet; und lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung.  11 Denn es ist mir bekannt geworden über euch, meine Brüder und Schwestern, durch die Leute der Chloë, dass Streit unter euch ist.  12 Ich meine aber dies, dass unter euch der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere: Ich zu Apollos, der Dritte: Ich zu Kephas, der Vierte: Ich zu Christus.  13 Wie? Ist Christus etwa zerteilt? Wurde denn Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft?  14 Ich danke Gott, dass ich niemanden unter euch getauft habe außer Krispus und Gaius,  15 damit nicht jemand sagen kann, ihr wäret auf meinen Namen getauft.  16 Ich habe aber auch Stephanas und sein Haus getauft; sonst weiß ich nicht, ob ich noch jemanden getauft habe.  17 Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen – nicht mit weiser Rede, auf dass nicht das Kreuz Christi zunichtewerde. 

  1. Korinther 1,10-17

Tageslese

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; 28 und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. 29 Was mir mein Vater gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann es aus des Vaters Hand reißen. 30 Ich und der Vater sind eins. 

Johannes 10,27-30

Gebet am Samstag

Herr Gott, himmlischer Vater, wiederum geht eine Woche zu Ende. Wir bitten Dich mit allen Sündern: Siehe nicht an, Herr, unsere Schuld. Wir bitten Dich, vergib, daß wir auch in dieser Woche wieder gesündigt haben mit Gedanken, Worten und Werken, mit innerlicher Blindheit, Unglauben, Zweifel, Kleinmütigkeit, Ungeduld, Hoffart, bösen Lüsten, Geiz, heimlichem Neid, Haß, Mißgunst und anderen Sünden.

Wir bitten Dich, erlöse uns durch Deine Barmherzigkeit. Wir wissen, daß eine einzige Sünde unsere Gemeinschaft mit Dir auf ewig zerstört. Wir wissen, daß wir Deinen Zorn auf ewig verdient haben. Wir wissen, wir sind es nicht wert, Deine Kinder zu heißen; doch wir hoffen auf Deine Gnade, o Gott. Wir bitten Dich, daß Du uns vergeben mögest um Jesu Christi, Deines lieben Sohnes, willen. Durch ihn schenke uns Kraft, unsere Sünde zu hassen, auf daß wir ein Dir wohlgefälliges Leben führen in wahrer Demut und in der Erkenntnis Deines heiligen Willens. O Herr, lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. Amen.

Zuletzt bitte ich Dich, himmlischer Vater, daß Du mir und allen Christen den morgigen Sonntag zu einem Segen gereichen lassen wollest! Wecke in uns allen den Hunger nach Deinem Wort und Sakrament und laß uns hier auf Erden mit bereitetem Herzen in der Gemeinschaft Deiner Heiligen teilhaben an der ewigen Liturgie, die vor dem Throne des Lammes von allen Engeln und Auserwählten gesungen wird.

Erhöre unser Gebet um eben des Lammes, um Deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.148)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Mein Ostertag ist schon im Lauf

 In kurzem wach ich fröhlich auf, mein Ostertag ist schon im Lauf; Halleluja, Halleluja; ich wach auf durch des Herren Stimm, veracht den Tod mit seinem Grimm. Halleluja, Halleluja.

Am Kreuz läßt Christus öffentlich vor allem Volke töten sich; Halleluja, Halleluja; da er durchs Todes Kerker bricht, läßt ers die Menschen sehen nicht. Halleluja, Halleluja.

Sein Reich ist nicht von dieser Welt, kein groß Gepräng ihm hier gefällt; Halleluja, Halleluja; was schlecht und niedrig geht herein, soll ihm das Allerliebste sein. Halleluja, Halleluja.

Hier ist noch nicht ganz kund gemacht, was er aus seinem Grab gebracht, Halleluja, Halleluja; der große Schatz, die reiche Beut, drauf sich ein Christ so herzlich freut. Halleluja, Halleluja.

Johann Heermann 1630

Freitag nach Miserikordias Domini

Christus spricht: “Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir, und ich gebe ihnen das ewige Leben.

Johannes 10:12.27f

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du von den Toten ausgeführt hast den großen Hirten der Schafe, und durch sein Wort uns zu seiner Herde rufst. Wir bitten Dic h, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß wir die Stimme des guten Hirten erkennen und ihm von Herzen nachfolgen, daß uns weder Welt, Sünde noch Tod aus seiner Hand reißen bis zu Deinem Tage, da ein Hirte und eine Herde sein werden, der Du, dreieiniger Gott, lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.133

Fortlaufende Lese

Paulus, berufen zum Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und der Bruder Sosthenes  2 an die Gemeinde Gottes in Korinth, an die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen samt allen, die den Namen unsres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, bei ihnen und bei uns:  3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus! 

4 Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus,  5 dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in allem Wort und in aller Erkenntnis.  6 Denn die Predigt von Christus ist unter euch kräftig geworden,  7 sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus.  8 Der wird euch auch fest machen bis ans Ende, dass ihr untadelig seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus.  9 Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn. 

  1. Korinther 1,1-9

Tageslese

Als Jesus das geredet hatte, ging er hinaus mit seinen Jüngern über den Bach Kidron; da war ein Garten, in den gingen er und seine Jünger. 2 Judas aber, der ihn verriet, kannte den Ort auch, denn Jesus versammelte sich oft dort mit seinen Jüngern. 3 Als nun Judas die Schar der Soldaten mit sich genommen hatte und Knechte der Hohenpriester und Pharisäer, kommt er dahin mit Fackeln, Lampen und mit Waffen. 4 Da nun Jesus alles wusste, was ihm begegnen sollte, ging er hinaus und sprach zu ihnen: Wen sucht ihr? 5 Sie antworteten ihm: Jesus von Nazareth. Er spricht zu ihnen: Ich bin’s! Judas aber, der ihn verriet, stand auch bei ihnen. 6 Als nun Jesus zu ihnen sprach: Ich bin’s!, wichen sie zurück und fielen zu Boden. 7 Da fragte er sie abermals: Wen sucht ihr? Sie aber sprachen: Jesus von Nazareth. 8 Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt: Ich bin’s. Sucht ihr mich, so lasst diese gehen! 9 Damit sollte das Wort erfüllt werden, das er gesagt hatte: Ich habe keinen von denen verloren, die du mir gegeben hast. 

Johannes 18,1-9

Gebet am Freitag

Wir danken Dir, HErr JEsu Christe, wahrer GOTT und Mensch, daß Du uns arme Sünder und verdammte Menschen ohn all unsere Werke, Verdienst und Würdigkeit durch Dein heiliges Leiden, Sterben und Blutvergießen erlöset hast.

O HErr JEsu Christe, wie groß ist Dein Leiden, wie schwer ist Deine Pein, wieviel ist Deiner Marter, wie tief sind Deine Wunden, wie bitter und schmerzlich ist Dein Tod. Wie unaussprechlich ist Deine Liebe, damit Du uns Deinem himmlischen Vater versöhnt hast, da Du am Ölberg blutigen Schweiß vor großer Todesangst geschwitzt hast, daß die Blutstropfen auf die Erde gefallen, und Du daselbst, von allen Deinen Jüngern verlassen, in die Hände der schnöden Juden und Gottlosen Schar Dich willig für uns gegeben, welche Dich hart und grausam gebunden, von einem ungerechten Richter zum anderen unbarmherzig geführt haben. Daselbst bist Du fälschlich verklagt und verurteilt, verspeit, verhöhnt und mit Fäusten ins Angesicht geschlagen worden. Du bist um unserer Missetat willen zerschlagen, gegeißelt, mit Dornen gekrönt und jämmerlich zugerichtet, wie ein armer Wurm, der nicht einem Menschen ähnlich gewesen. Denn Du warst der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit, also daß es auch ein heidnisch Herz erbarmt hat zu sagen: “Sehet, welch ein Mensch ist das !” Du bist von wegen unserer Missetat mitten unter zwei Übeltäter gerechnet und als ein Fluch aufgehängt, an Händen und Füßen mit Nägeln durchgraben, dazu in Deinem höchsten Durst mit Essig und Gallen getränkt, und mit großen Schmerzen hast Du Deinen Geist aufgegeben, auf daß Du unsere Schuld bezahltest, und wir durch Deine Wunden geheilt würden.

O HErr JEsu Christe, für diese und alle andere Deine Marter und Pein sagen wir Dir Lob und Dank und bitten Dich, laß Dein heilig bitter Leiden an uns nicht verloren sein, sondern gib, daß wir uns desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch dasselbe also begehen und betrachten, daß alle böse Lust in uns ausgelöscht und gedämpft, dagegen aber alle Tugend eingepflanzt und gemehrt werde, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben, und Deinem uns gelassenen Vorbilde nachfolgen, in Deine Fußtapfen treten, das Übel mit Geduld ertragen und das Unrecht mit gutem Gewissen leiden. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.147)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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