Fünf Brünnlein sind, daraus mir rinnt Fried, Freud, Heil, Trost und Leben

Flurkreuz am Hochtannbergpass

Fünf Brünnlein sind, daraus mir rinnt Fried, Freud, Heil, Trost und Leben;
in Angst und Not bis in der Tod mir solche Labsal geben.

Der Quell Du bist, Herr Jesu Christ, die Brünnlein Deine Wunden,
daraus ich mich lab inniglich in heißen Kreuzesstunden.

Laß mir stets sein das Leiden Dein ein Regel, Riegel, Spiegel,
daß ich nach Dir mein Fleisch regier und laß ihm nicht den Zügel.

O Gotteslamm, o Liebesflamm, o meiner Seelen Freude!
Nimm hin die Sünd, das Herz entzünd, daß mich von Dir nichts scheide.

So werde ich recht seliglich den Lebenslauf vollbringen,
und fröhlich hier, o Gott, mit Dir das Consummatum singen.

Breslau 1644 (LKG 136)

Freitag nach dem 4. Sonntag in den Fasten (Lätare: Das Brot des Lebens)

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Johannes 12,24

Kollekte

Herr Jesus Christus! Du hast Dich selbst in den Tod gegeben, uns das Leben zu schenken. Wir bitten Dich, speise uns mit dem Brot des Lebens, daß wir, mit dem Reichtum Deiner Gnade gesättigt, Frucht bringen, die ewig bleibt. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebest und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 127

Fortlaufende Lese

Wenn ihr aber sehen werdet den Gräuel der Verwüstung stehen, wo er nicht soll – wer es liest, der merke auf! –, alsdann, wer in Judäa ist, der fliehe auf die Berge. 15 Wer auf dem Dach ist, der steige nicht hinunter und gehe nicht hinein, etwas aus seinem Hause zu holen. 16 Und wer auf dem Feld ist, der wende sich nicht um, seinen Mantel zu holen. 17 Weh aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! 18 Bittet aber, dass es nicht im Winter geschehe. 19 Denn in diesen Tagen wird eine solche Bedrängnis sein, wie sie nie gewesen ist bis jetzt vom Anfang der Schöpfung, die Gott geschaffen hat, und auch nicht wieder werden wird. 20 Und wenn der Herr diese Tage nicht verkürzt hätte, würde kein Mensch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen, die er auserwählt hat, hat er diese Tage verkürzt. 21 Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus; siehe, da ist er!, so glaubt es nicht. 22 Denn es werden sich erheben falsche Christusse und falsche Propheten, die Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, die Auserwählten zu verführen. 23 Ihr aber seht euch vor! Ich habe euch alles zuvor gesagt! 

Markus 13, 14-23

Tageslese

Es waren aber einige Griechen unter denen, die heraufgekommen waren, um anzubeten auf dem Fest. 21 Die traten zu Philippus, der aus Betsaida in Galiläa war, und baten ihn und sprachen: Herr, wir wollen Jesus sehen. 22 Philippus kommt und sagt es Andreas, und Andreas und Philippus sagen’s Jesus. 23 Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. 25 Wer sein Leben lieb hat, der verliert es; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird’s bewahren zum ewigen Leben. 26 Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.

Johannes 12,20-26

Gebet am Freitag

Wir danken Dir, HErr JEsu Christe, wahrer GOTT und Mensch, daß Du uns arme Sünder und verdammte Menschen ohn all unsere Werke, Verdienst und Würdigkeit durch Dein heiliges Leiden, Sterben und Blutvergießen erlöset hast.

O HErr JEsu Christe, wie groß ist Dein Leiden, wie schwer ist Deine Pein, wieviel ist Deiner Marter, wie tief sind Deine Wunden, wie bitter und schmerzlich ist Dein Tod. Wie unaussprechlich ist Deine Liebe, damit Du uns Deinem himmlischen Vater versöhnt hast, da Du am Ölberg blutigen Schweiß vor großer Todesangst geschwitzt hast, daß die Blutstropfen auf die Erde gefallen, und Du daselbst, von allen Deinen Jüngern verlassen, in die Hände der schnöden Juden und Gottlosen Schar Dich willig für uns gegeben, welche Dich hart und grausam gebunden, von einem ungerechten Richter zum anderen unbarmherzig geführt haben. Daselbst bist Du fälschlich verklagt und verurteilt, verspeit, verhöhnt und mit Fäusten ins Angesicht geschlagen worden. Du bist um unserer Missetat willen zerschlagen, gegeißelt, mit Dornen gekrönt und jämmerlich zugerichtet, wie ein armer Wurm, der nicht einem Menschen ähnlich gewesen. Denn Du warst der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit, also daß es auch ein heidnisch Herz erbarmt hat zu sagen: “Sehet, welch ein Mensch ist das !” Du bist von wegen unserer Missetat mitten unter zwei Übeltäter gerechnet und als ein Fluch aufgehängt, an Händen und Füßen mit Nägeln durchgraben, dazu in Deinem höchsten Durst mit Essig und Gallen getränkt, und mit großen Schmerzen hast Du Deinen Geist aufgegeben, auf daß Du unsere Schuld bezahltest, und wir durch Deine Wunden geheilt würden.

O HErr JEsu Christe, für diese und alle andere Deine Marter und Pein sagen wir Dir Lob und Dank und bitten Dich, laß Dein heilig bitter Leiden an uns nicht verloren sein, sondern gib, daß wir uns desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch dasselbe also begehen und betrachten, daß alle böse Lust in uns ausgelöscht und gedämpft, dagegen aber alle Tugend eingepflanzt und gemehrt werde, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben, und Deinem uns gelassenen Vorbilde nachfolgen, in Deine Fußtapfen treten, das Übel mit Geduld ertragen und das Unrecht mit gutem Gewissen leiden. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.147)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Von der liebe und erfüllung des Gesetzs.

Wir lesen weiter in der Apologie Melanchthons wie Justus Jonas sie übersetzt hat und zwar von der Rechtfertigung im 4. Kapitel:

Lucas Cranach d.Ä.: Die zehn Gebote (Rathaus, Wittenberg)

Von der liebe und erfüllung des Gesetzs.

Hie werffen uns die widdersacher diesen spruch fur: „Wiltu ewig leben, so halt die gebot Gottes.“ Item, zu den Römern am ii: „Nicht, die das gesetz hören, werden gerecht sein, sondern die das gesetz thuen“, und dergleichen viel vom gesetz und von wercken. Nu, ehe wir darauff antworten, müssen wir sagen von der Liebe und was wir von erfüllung des gesetzs halten. Es stehet geschrieben im Propheten: „Ich will mein gesetz inn ihr hertz geben.“ Und Rom.iii sagt Paulus: „wir heben das gesetz nicht auff durch den glauben, sondern richten das gesetz auff. Item, Christus sagt: „Wiltu ewig leben, so halt die gebot.“ Item, zu den Corinthern sagt Paulus: So ich nicht die liebe habe, bin ich nichts; diese und dergleichen sprüche zeigen an, das wir das gesetz halten sollen, wenn wir durch den glauben gerecht worden sein und also jhe lenger jhe mehr im geist zunemen. Wir reden aber hie nicht von Ceremonien Mosi, sondern von den Zehen gepoten, welche von uns foddern, das wir von hertzengrund Gott recht forchten und lieben sollen. Dieweil nu der glaub mit sich bringet den heiligen geist und ein neu liecht und leben im hertzen wirckt, so ist es gewis und foget von not, das der glaub das hertz vernet und enderet. Und was das fur ein neuerung der hertzen sey, zeigt der Prophet an, da er sagt: „Ich will mein gesetz inn ihre hertzen geben.“

Wenn wir nu durch den glauben neu geporn sein und erkennet haben, das uns Gott will gnedig sein, will unser vater und helffer sein, so heben wir an, Gott zu forchten, zu lieben, ihm zu dancken, ihnen zu preisen, von ihm alle hülffe zu bitten und gewarten, ihm auch nach seinem willen inn trubsaln gehorsam zu sein. Wir heben als denn auch an, den nehisten zu lieben; da ist nu innwendig durch den geist Christi ein neu hertz, syn und mut. Dieses alles kann nicht geschehen, ehe wir durch den glauben gerecht werden, ehe wir neu geborn werden durch den heiligen geist. Denn erstlich kann niemands das gesetz halten ohne Christus erkentnus, so kann auch niemands das gesetz erfüllen one den heiligen geist. Den heiligen geist aber können wir nicht empfahen denn durch den glauben, wie zu den Galatern am iii. Paulus sagt: „Das wir die verheissung des geistes durch den glauben entpfahen.“

Item, Es ist unmüglich, das ein menschen hertz allein durch das gesetz odder sein werck Gott liebe. Denn das gesetz zeigt allein an Gottes zorn und ernst, das gesetz klagt uns an und zeigt an, wie er so schrecklich die sunde straffen wölle, beide mit zeitlichen und ewigen straffen. Darümb, was die Scholastici von der liebe Gottes reden, ist ein traum, und ist unmüglich, Gott zu lieben, ehe wir durch den glauben die barmhertzigkeit erkennen und ergreiffen. Dann, alsdenn erst wird Gott „obiectum amabile“, ein lieblich, selig anblick. Wiewol nu ein erbar leben zu füren und eusserliche werck des gesetzes zu thun, die vernunfft etlichermas one Christo, one den heiligen geist, aus angebornem liecht vermag, so ist es doch gewis, wie oben angezeigt, das die höchste stücke des Göttlichen gesetzes, als das gantz hertz zu Gott zu keren, von gantzem hertzen ihnen gros zu achten niemands vermag one den heiligen geist.

Aber unser widdersacher sind gut, rohe, faule, unerfarne Theologen. Sie sehen allein die ander Taffel Mosi an und die wercke derselbigen. Aber die erste Taffel, da die höhiste Theologey inne stehet, da es alles an gelegen ist, achten sie gar nicht; ja, dasselbige, höchste, heiligest, gröste, furnemste gebot, welches allen menschlichen und Engelischen verstand ubertrifft, welches den höchsten Gottesdienst, die Gottheit selbst und die ehre der ewigen Maiestet belanget, da Gott gebeut, das wir hertzlich ihnen sollenfur einen Herrn und Gott halten, fürchten und lieben, halten sie so gering, so klein, als gehöre es zu der Theologey nicht.

Christus ist uns aber dazu dargestellet, das umb seinetwillen uns sunde vergeben und der heilig geist geschanckt wird, der ein neu liecht und ewiges leben, ewige gerechtigkeit inn uns wirckt, das er uns Christum im hertzen zeigt, wie Johannis am xvi. geschrieben: „Er wird von dem meinem nehmen und euch verkündigen.“ Item, er wircket auch andere gabe, liebe, dancksagung, keuscheit, gedult etc. Darümb vermag das gesetz niemands one den heiligen geist zu erfüllen, darümb sagt Paulus: Wir richten das gesetz auff durch den glauben und thuens nicht ab; denn so können wir erst das gesetz erfüllen und halten, wenn der heilig geist uns gegeben wird.

Und Paulus ii. Corinth. iii. sagt, das die decke des angesichts Mosi könne nicht weggethan werden denn allein durch den glauben an den Herrn Christum, durch welchen geben wird der heilig geist. Denn also sagt er: „Bis auff diesen tag, wenn Moses gelesen wird, ist die decke uber ihrem hertzen. Wenn sie sich aber zum Herrn bekeren, wird die decke weggethan. Denn der Herr ist ein geist; wo aber des Herrn geist ist, da ist freiheit. Die decke nennet Paulus den menschlichen gedancken und wahn von Zehen geboten und Ceremonien, nemlich, das die heuchler wenen wollen, das das gesetz müge erfüllet und gehalten werden durch eusserliche wercke, Und als machen die opffer, Item, allerley Gottesdienst ex opere operato jmands gerecht fur Gott. Denn wirt aber die decke vom hertzen genomen, das ist, der irthumb und wahn wirt weggenomen, wenn Gott im hertzen uns zeigt unsern jamer und lest uns Gottes zorn und unsere sunde fülen, Da mercken wir erst, wie gar fern und weit wir vom gesetz sein. Da erkennen wir erst, wie sicher und verblendet alle menschen dahingehen, wie sie Gott nicht fürchten. Inn Summa, nicht gleuben, das Gott himel, erden und alle Creatur geschaffen hat, unsern odem und leben und die gantze Creatur alle stund erheltet und widder den Satan bewaret. Da erfaren wir erst, das eitel unglaub, sicherheit, verachtung Gottes inn uns so tieff verborgen stecket. Da erfahren wir erst, das wir so schwach odder gar nichts gleuben, das Gott sunde vergebe, das er gebet erhore etc. Wenn wir nu das wort und Evangelium hören und durch den glauben Christum erkennen, empfahen wir den heiligen geist, das wir denn recht von Gott halten, ihnen forchten, ihme gleuben etc.

Inn diesem ist nut gnugsam angezeigt, das wir Gottes gesetz one den glauben, on Christum, one den heiligen geist nicht halten können. Darümb sagen wir auch, das man mus das gesetz halten, und ein jeder gleubiger fehet es an zu halten und nimpt jhe lenger jhe mehr zu inn liebe und forcht Gottes, welchs ist recht Gottes gebot erfüllet. Und wenn wir vom gesetzhalten reden odder von guten wercken, begreiffen wir beides, das gut hertz inwendig und die wercke auswendig. Darümb thun uns die widdersacher unrecht, da sie uns schuld geben, wir leren nicht von guten wercken, so wir nicht allein sagen, man müsse gute werck thuen, sondern sagen auch eigentlich, wie das hertz müsse dabey sein, damit es nicht lose, taube, kalte heuchlerwercke sein. Es leret die erfarung, das die heuchler, wiewol sie sich unterstehen, aus ihren krefften das gesetz zu halten, das sie es nicht vermügen, noch mit der that beweisen. Denn wie fein sein sie one has, neid, zangk, grim, zorn, one geitz, ehebruch etc., also das nirgent die laster grösser sein denn inn Klöstern, Stifften. Es sind alle menschliche kreffte viel zu schwach dem Teuffel, das sie seiner list und stercke aus eigenem vermügen widderstehen, sollten, welcher alle diejhenigen gefencklich heltet, die nicht durch Christum erlöset werden. Es mus Gottliche stercke sein und Christus aufferstehung, die den Teuffel uberwinde. Und so wir wissen, das wir Christi stercke, seines siegs durch den glauben teilhafftig werden, können wir auff die verheissung, die wir haben, Gott bitten, das er uns durch seines geists stercke beschirme und regire, das uns der Teuffel nicht felle odder stürtze, sonst fielen wir alle stunde inn irthumb und greulich laster. Darümb sagt Paulus nicht von uns, sondern von Christo: „Er hat das gefengknis gefangen gefürt.“ Denn Christus hat den Teuffel uberwunden und durch Evangelium verheissen den heiligen geist, das wir durch hülff desselbigen auch alles ubel uberwunden. Und i. Joh. am iii. Capit. ist geschrieben: „Dazu ist erschienen der son Gottes, das er aufflöse die wercke des Teuffels.“

Apologia der Confession verdeutscht aus dem Latin durch Justum Jonam: AC IV (Die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche hg.v Dingel u.a. i.A. der EKD (V&R: 2014. S.316-322)
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Ich werde Dir zu Ehren alles wagen

Alsdann so werd ich Deine Huld betrachten, aus Lieb zu Dir die Welt für nichtes achten; bemühen werd ich mich, Herr, Deinen Willen stets zu erfüllen.

Ich werde Dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz nicht achten, keine Schmach und Plagen, nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen nehmen zu Herzen.

Dies alles, obs für schlecht zwar ist zu schätzen, wirst Du es doch nicht gar beiseite setzen; zu Gnaden wirst Du dies von mir annehmen, mich nicht beschämen.

Wann, o Herr Jesu, dort vor Deinem Throne wird stehn auf meinem Haupt die Ehrenkrone, da will ich Dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Dank singen.

Johann Heermann 1630 (LKG 135:12-15)

Donnerstag nach dem 4. Sonntag in den Fasten (Lätare: Das Brot des Lebens)

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Johannes 12,24

Kollekte

Herr Jesus Christus! Du hast Dich selbst in den Tod gegeben, uns das Leben zu schenken. Wir bitten Dich, speise uns mit dem Brot des Lebens, daß wir, mit dem Reichtum Deiner Gnade gesättigt, Frucht bringen, die ewig bleibt. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebest und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 127

Fortlaufende Lese

Und als er aus dem Tempel ging, sprach zu ihm einer seiner Jünger: Meister, siehe, was für Steine und was für Bauten! 2 Und Jesus sprach zu ihm: Siehst du diese großen Bauten? Hier wird nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde.

3 Und als er auf dem Ölberg saß gegenüber dem Tempel, fragten ihn Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas, als sie allein waren: 4 Sage uns, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein, wann das alles vollendet werden soll? 5 Jesus fing an und sagte zu ihnen: Seht zu, dass euch nicht jemand verführe! 6 Es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin’s, und werden viele verführen. 7 Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Kriegsgeschrei, so erschreckt nicht: Es muss geschehen. Aber das Ende ist noch nicht da. 8 Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; es werden Erdbeben geschehen hier und dort, es werden Hungersnöte sein: Das ist der Anfang der Wehen. 9 Ihr aber seht euch vor! Sie werden euch den Gerichten überantworten, und in den Synagogen werdet ihr geschlagen werden, und vor Statthalter und Könige werdet ihr geführt werden um meinetwillen, ihnen zum Zeugnis. 10 Und das Evangelium muss zuvor gepredigt werden unter allen Völkern. 11 Und wenn sie euch hinführen und überantworten werden, so sorgt euch nicht vorher, was ihr reden sollt; sondern was euch in jener Stunde gegeben wird, das redet. Denn ihr seid’s nicht, die da reden, sondern der Heilige Geist. 12 Und es wird ein Bruder den andern zum Tod überantworten und der Vater das Kind, und die Kinder werden sich empören gegen die Eltern und werden sie zu Tode bringen. 13 Und ihr werdet gehasst sein von jedermann um meines Namens willen. Wer aber beharrt bis an das Ende, der wird selig.

Markus 13,1-13

Tageslese

Viele nun seiner Jünger, die das hörten, sprachen: Das ist eine harte Rede; wer kann sie hören? 61 Da Jesus aber bei sich selbst merkte, dass seine Jünger darüber murrten, sprach er zu ihnen: Nehmt ihr daran Anstoß? 62 Wie, wenn ihr nun sehen werdet den Menschensohn auffahren dahin, wo er zuvor war? 63 Der Geist ist’s, der da lebendig macht; das Fleisch[1] ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben. 64 Aber es sind etliche unter euch, die glauben nicht. Denn Jesus wusste von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde. 65 Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn vom Vater gegeben.

Johannes 6,60-65

Gebet am Donnerstag

HErr JEsu Christe, Du wahrer König Himmels und der Erden! Du hast Deiner Kirche verheißen, daß die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen sollen, und Du lässest noch immer unter uns Dein Wort verkünden und Deine heiligen Sakramente verwalten. Doch ahc, o HErr, die Sünden der Deinen verdunkeln die Herrlichkeit Deiner Braut. Dein heiliger Weinberg ist zertreten und Dein gebenedeites Opfer steht verlassen. Viele dünken sich stark und verachten die Speise des Lebens, die Du den Deinen verordnet hast zur Vergebung ihrer Sünden.

Daß Du verschonen wollest allen Übermut und nicht herabfahren im Zorn, den Leuchter Deines Wortes vor unseren Augen umzustoßen – o HErr,, wir bitten Dich: Suche dagegen heim den Weinstock, den Du Dir vormals erwählet hast und erneure uns, daß es sei wie vor alters.

Gib einen großen Hunger nach Deiner Speise Deines wahren Leibes und Blutes und laß Deine Gläubigen allezeit erfunden sein in der Apostel Lehre, in der Gemeinschaft, im Brechen Deines Brotes und im Gebet.

Wir bitten Dich, HErr, für unseren Altar, daß er immerdar sei eine Stätte, da die Arzenei des ewigen Lebens uns stärke an Leib und Seele in Vergebung unserer Sünden, daß dagegen Unglaube und Unbußfertigkeit ferne bleiben von allen, die da kommen, auf daß sie nicht essen und trinken sich selbst zum Gericht.

O Du ewiger Hoherpriester, der Du uns immer rufest zum Mahle Deines Opfers, laß in uns wachsen die Frucht Deines Geistes, die da ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut und Keuschheit. Laß uns alle in heiligem Wandel zu Deines Namens Ehre leben hier zeitlich und dort ewiglich. O JEsu Christe, der Du mit dem Vater und eben demselben Heiligen Geist, ein wahrer GOTT, lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.146)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße

O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die Dich gebracht auf diese Marterstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, und Du musst leiden.

Ach großer König, groß zu allen Zeiten, wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten? Keins Menschen Herz vermag es auszudenken, was Dir zu schenken.

Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen, womit doch Dein Erbarmung zu vergleichen; wie kann ich Dir denn Deine Liebestaten im Werk erstatten?

Doch ist noch etwas, das Dir angenehme: wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme, daß sie aufs neu mein Herze nicht entzünden mit alten Sünden.

Weil’s aber nicht besteht in eignen Kräften, fest die Begierden an das Kreuz zu heften, so gib mir Deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe.

Johann Heermann 1630 (LKG 135,7-11)

Mittwoch nach dem 4. Sonntag in den Fasten (Lätare: Das Brot des Lebens)

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Johannes 12,24

Kollekte

Herr Jesus Christus! Du hast Dich selbst in den Tod gegeben, uns das Leben zu schenken. Wir bitten Dich, speise uns mit dem Brot des Lebens, daß wir, mit dem Reichtum Deiner Gnade gesättigt, Frucht bringen, die ewig bleibt. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebest und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 127

Fortlaufende Lese

Und Jesus setzte sich dem Gotteskasten gegenüber und sah zu, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten. Und viele Reiche legten viel ein. 42 Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; das ist ein Heller. 43 Und er rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben. 44 Denn sie haben alle von ihrem Überfluss eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte.

Markus 12,41-44

Tageslese

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben. 48 Ich bin das Brot des Lebens. 49 Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. 50 Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, damit, wer davon isst, nicht sterbe. 51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch – für das Leben der Welt. 52 Da stritten die Juden untereinander und sprachen: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben? 53 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht esst das Fleisch des Menschensohns und trinkt sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. 54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. 55 Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank. 56 Wer mein Fleisch isst und trinkt mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm. 57 Wie mich gesandt hat der lebendige Vater und ich lebe um des Vaters willen, so wird auch, wer mich isst, leben um meinetwillen. 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist. Es ist nicht wie bei den Vätern, die gegessen haben und gestorben sind. Wer dies Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. 59 Das sagte er in der Synagoge, als er in Kapernaum lehrte.

Johannes 6,47-59

Gebet am Mittwoch

Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Christe, erhöre uns.

HErr GOTT Vater im Himmel, erbarme Dich. HErr GOTT Sohn der Welt Heiland, erbarme Dich. HErr GOTT Heiliger Geist, erbarme Dich.

HErr sei gnädig, verschone alle sterbenden Menschen vor Deinem Zorn, vor bösem Tod, vor der Höllen Pein, vor des Teufels Macht, vor des Teufels Trug und List, vor allem Übel behüte sie, lieber HErre GOTT.

Durch Deine heilige Menschwerdung und Geburt, durch Deinen Todeskampf und blutigem Schweiß, durch Dein Kreuz und bittern Tod, durch Dein heilig Auferstehn und Himmelfahrt, durch die Gnade des Heiligen Geistes des Trösters in der Stunde des Todes, im Jüngsten Gericht, hilf ihnen, lieber HErre GOTT.

Wir armen Sünder bitten: Du wollst uns erhören, lieber HErre GOTT. Und alle sterbenden Menschen trösten. Ihnen alle Sünden verzeihen. Sie aus diesem Elend einzuführen zum ewigen Leben. Erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O JEsu Christe, GOTTes Sohn, erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Wünde trägt, verleihe ihnen steten Fried.

Christe, erhöre uns. Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Amen.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht versinken in des bitteren Todes Not. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrieleison.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.144f)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe?

Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe, die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für seine Knechte.

Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt, der Böse lebt, der wider Gott gehandelt; der Mensch verdient den Tod und ist entgangen, Gott wird gefangen.

Ich war von Fuß auf voller Schand und Sünden, bis zu dem Scheitel war nichts Guts zu finden; dafür hätt ich dort in der Höllen müssen ewiglich büßen.

Johann Heermann 1630

Dienstag nach dem 4. Sonntag in den Fasten (Lätare: Das Brot des Lebens)

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Johannes 12,24

Kollekte

Herr Jesus Christus! Du hast Dich selbst in den Tod gegeben, uns das Leben zu schenken. Wir bitten Dich, speise uns mit dem Brot des Lebens, daß wir, mit dem Reichtum Deiner Gnade gesättigt, Frucht bringen, die ewig bleibt. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebest und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 127

Fortlaufende Lese

Und Jesus fing an und sprach, als er im Tempel lehrte: Wieso sagen die Schriftgelehrten, der Christus sei Davids Sohn? 36 David selbst hat durch den Heiligen Geist gesagt: »Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße lege.« 37 David selbst nennt ihn ja »Herr«. Woher ist er dann sein Sohn? Und die große Menge hörte ihn gern.

38 Und er lehrte sie und sprach: Seht euch vor vor den Schriftgelehrten, die gern in langen Gewändern umhergehen und sich auf dem Markt grüßen lassen 39 und sitzen gern obenan in den Synagogen und beim Gastmahl; 40 sie fressen die Häuser der Witwen und verrichten zum Schein lange Gebete. Die werden ein umso härteres Urteil empfangen.

Markus 12,35-40

Tageslese

Und Ahab sagte Isebel alles, was Elia getan hatte und wie er alle Propheten Baals mit dem Schwert umgebracht hatte. 2 Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ ihm sagen: Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn ich nicht morgen um diese Zeit dir tue, wie du diesen getan hast! 3 Da fürchtete er sich, machte sich auf und lief um sein Leben und kam nach Beerscheba in Juda und ließ seinen Diener dort. 4 Er aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte sich unter einen Ginster und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm nun, HERR, meine Seele; ich bin nicht besser als meine Väter. 5 Und er legte sich hin und schlief unter dem Ginster. Und siehe, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss! 6 Und er sah sich um, und siehe, zu seinen Häupten lag ein geröstetes Brot und ein Krug mit Wasser. Und als er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen. 7 Und der Engel des HERRN kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir. 8 Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes, dem Horeb.

1. Könige 19,1-8

Gebet am Dienstag

Allmächtiger Gott, himmlischer Vater!

Wir preisen Deine grundlose Barmherzigkeit, mit der Du Dich über sündige Menschen erbarmst. Alle Propheten und Apostel verkündigen uns das in Deinem Wort.

Laß unsere Hoffnung nicht zu Schanden werden, wenn wir zu Dir beten für alle Leidenden in dieser Zeit. Denn siehe, der böse Feind ist mächtig geworden, und die Großen dieser Welt regieren oft mit Ungerechtigkeit. O GOTT, der Du vormals hast Deinen Heiligen überwinden lassen, stärke auch heute alle, die Deiner Hilfe gegen Unrecht bedürftig sind.

Gib, daß alle Kriegsgefangenen und Geiseln der Terroristen – als Sklaven gehalten und Opfer irdischer Rache – in ihre Heimat zurückkehren. Stehe allen Vertriebenen und Heimatlosen bei und sei Du ihre Gerechtigkeit. Den Witwen und Waisen sei ein Vater mit starkem Schutz.

O Jesu Christe, der Du Deine Heiligen wunderbar führst: Gehe durch Riegel und Gitter zu denen, die um Deines Namens und um Deiner Kirche willen gefangen sind; stärke sie zu einem guten Zeugnis und laß sie nicht wankend werden im Bekenntnis Deines Namens. Uns aber lehre durch das Beispiel so vieler heiliger Märtyrer, daß wir allezeit wach seien zum Bekenntnis Deines Namens. Laß uns nicht zu Schanden werden, wenn der böse Feind Hand an uns legt, sondern gib, daß wir in aller Anfechtung bestehen. Doch wenn es Dein Wille ist, dann laß uns in Ruhe und Frieden leben der Heiligung Deines Namens.

Um Deines heiligen Opfers willen, o Jesu Christe, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist, ein wahrer GOTT, lebest und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.143)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Dr. Martin Luther predigt Judika über Johannes 8

Kurfürstenbibel von 1652

Am 5. Sonntag in den Fasten (Judika) predigt Dr. Martin Luther über unseres Herrn Jesu Christi Ermahnung, Gottes Wort hoch und heilig zu halten nach dem dem hl. Evangelium des Evangelisten St. Johannes im 8. Kapitel die Verse 46-59 (WA 52 S.199-205):

Und hier zum Hören:

The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the fifth Sunday in Lent (Judica) on the holy Gospel of St. John 8,46-59 taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.385-390:

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Herzliebster Jesu, was hast Du verbrochen?

Herzliebster Jesu, was hast Du verbrochen, daß man ein solch scharf Urteil hat gesprochen? Was ist die Schuld, in was für Missetaten bist Du geraten?

Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Angesicht geschlagen und verhöhnet, Du wirst mit Essig und mit Gall getränket, ans Kreuz gehenket.

Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen? Ach, meine Sünden haben Dich geschlagen; ich, mein Herr Jesu, habe dies verschuldet, was Du erduldet.

Johann Heermann 1630 (LKG 135)

Montag nach dem 4. Sonntag in den Fasten (Lätare: Das Brot des Lebens)

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Johannes 12,24

Kollekte

Herr Jesus Christus! Du hast Dich selbst in den Tod gegeben, uns das Leben zu schenken. Wir bitten Dich, speise uns mit dem Brot des Lebens, daß wir, mit dem Reichtum Deiner Gnade gesättigt, Frucht bringen, die ewig bleibt. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebest und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 127

Fortlaufende Lese

Und es trat zu ihm einer der Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das höchste Gebot von allen? 29 Jesus antwortete: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, 30 und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft« 31 Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« Es ist kein anderes Gebot größer als diese. 32 Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Ja, Meister, du hast recht geredet! Er ist einer, und ist kein anderer außer ihm; 33 und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. 34 Da Jesus sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.

Markus 12,28-34

Tageslese

Am nächsten Tag sah das Volk, das am andern Ufer des Meeres stand, dass kein anderes Boot da war als das eine und dass Jesus nicht mit seinen Jüngern in das Boot gestiegen war, sondern seine Jünger waren allein weggefahren. 23 Es kamen aber andere Boote von Tiberias nahe zu der Stätte, wo sie das Brot gegessen hatten, nachdem der Herr die Danksagung gesprochen hatte. 24 Als nun das Volk sah, dass Jesus nicht da war und seine Jünger auch nicht, stiegen sie in die Boote und kamen nach Kapernaum und suchten Jesus. 25 Und als sie ihn fanden am andern Ufer des Meeres, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hergekommen? 26 Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von dem Brot gegessen habt und satt geworden seid. 27 Müht euch nicht um Speise, die vergänglich ist, sondern um Speise, die da bleibt zum ewigen Leben. Die wird euch der Menschensohn geben; denn auf ihm ist das Siegel Gottes des Vaters. 28 Da fragten sie ihn: Was sollen wir tun, dass wir Gottes Werke wirken? 29 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

Johannes 6,22-29

Gebet am Montag

O Herr, wir klagen Dir den Verfall Deiner Kirche. Es ist unsere Schuld, daß man nicht mehr erkennt die Schönheit Deiner Braut. darum bitten wir Dich: Gib und mehre in uns den Glauben, Liebe und Hoffnung in Dich. Reut aus in uns alle Sünd und Laster, alle Zwietracht, allen Unglauben, alle Irrsal und Ketzerei. Strafe die Irrenden, bekehre die Ungläubigen, bringe die Abtrünnigen wieder zur Einigkeit der christlichen Kirche und zeige ihnen das Licht Deiner Wahrheit.

Behüte unseren Hirten vor aller Gefahr des Leibes und der Seele. Segne alle Hirten und Bischöfe, Missionare, Evangelisten, Lehrer, Kirchenvorsteher und Gehilfen im Aufbau Deiner Gemeinde, gib Gedeihen des heiligen Glaubens. Stehe bei Deinen Zeugen unter den Völkern und fördere den Lauf Deines Evangeliums in aller Welt.

Erfülle alle Obrigkeit mit Deiner Furcht und laß ihr Regieren der Welt zum Frieden dienen. Erbarme Dich über unser Volk und Land.

Die Jugend laß auferzogen werden in der Zucht und Ermahnung zu Dir, auf daß sie erkenne Dein Gesetz und den Weg Deines Heils. Verleihe Beständigkeit und Treue allen frommen Lehrern.

Tröste alle Betrübten und Traurigen. Den Kranken teil mit Gesundheit des Leibes und der Seelen. Den schwangeren Frauen schenke nach Deiner Barmherzigkeit einen fröhlichen Anblick in ihrer Geburt. Den armen Dürftigen gib leiblich und geistlich nach Deinem Wohlgefallen. Die unterwegs sind, laß dem Schutz Deiner heiligen Engel befohlen sein, und sei eine starke Hilfe allen, die Dein bedürfen. Um Deiner heiligen Wunden willen, o Jesu! Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.142)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Wir danken Dir, Herr Jesu Christ

Wir danken Dir, Herr Jesu Christ, daß Du für uns gestorben bist
und hast uns durch Dein teures Blut gemacht vor Gott gerecht und gut.

Und bitten Dich, wahr Mensch und Gott, durch Dein heilig fünf Wunden rot:
erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not.

Behüt uns auch vor Sünd und Schand, und reich uns Dein allmächtig Hand,
daß wir im Kreuz geduldig sein, uns trösten Deiner schweren Pein.

Und schöpfen draus die Zuversicht, daß Du uns werdst verlassen nicht,
sondern ganz treulich bei uns stehn, bis wir durchs Kreuz ins Leben gehn.

Christoph Fischer 1589 (LKG 134)

Samstag nach dem 3. Sonntag in den Fasten (Okuli: Das Lamm Gottes)

Der Menschen Sohn ist nicht kommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Matthäus 20,28

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du für uns Deinen Sohn des Kreuzes Pein hast lassen leiden, auf daß Du des Feindes Gewalt von uns triebest, verleihe uns, sein Leiden also zu begehen, daß wir dadurch Vergebung der Sünden und Erlösung vom ewigen Tode erlangen, durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein wahrer Gott lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 126

Fortlaufende Lese

Da traten die Sadduzäer zu ihm, die sagen, es gebe keine Auferstehung; die fragten ihn und sprachen: 19 Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: »Wenn jemandes Bruder stirbt und hinterlässt eine Frau, aber keine Kinder, so soll sein Bruder sie zur Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken.« 20 Nun waren sieben Brüder. Der erste nahm eine Frau; der starb und hinterließ keine Kinder. 21 Und der zweite nahm sie und starb und hinterließ auch keine Kinder. Und ebenso der dritte. 22 Und alle sieben hinterließen keine Kinder. Zuletzt nach allen starb die Frau auch. 23 Nun in der Auferstehung, wenn sie auferstehen: Wessen Frau wird sie sein? Denn alle sieben haben sie zur Frau gehabt. 24 Da sprach Jesus zu ihnen: Irrt ihr nicht darum, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes? 25 Denn wenn sie von den Toten auferstehen, so werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie die Engel im Himmel. 26 Aber von den Toten, dass sie auferstehen, habt ihr nicht gelesen im Buch des Mose, bei dem Dornbusch, wie Gott zu ihm sagte und sprach: »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«? 27 Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr irrt sehr. 

Markus 12,18-27

Tageslese

Hört mir zu, ihr Inseln, und ihr Völker in der Ferne, merkt auf! Der HERR hat mich berufen von Mutterleibe an; er hat meines Namens gedacht, als ich noch im Schoß der Mutter war. 2 Er hat meinen Mund wie ein scharfes Schwert gemacht, mit dem Schatten seiner Hand hat er mich bedeckt. Er hat mich zum spitzen Pfeil gemacht und mich in seinem Köcher verwahrt. 3 Und er sprach zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, durch den ich mich verherrlichen will. 4 Ich aber dachte, ich arbeitete vergeblich und verzehrte meine Kraft umsonst und unnütz. Doch mein Recht ist bei dem HERRN und mein Lohn bei meinem Gott. 5 Und nun spricht der HERR, der mich von Mutterleib an zu seinem Knecht bereitet hat, dass ich Jakob zu ihm zurückbringen soll und Israel zu ihm gesammelt werde – und ich bin vor dem HERRN wert geachtet und mein Gott ist meine Stärke –, 6 er spricht: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels wiederzubringen, sondern ich habe dich auch zum Licht der Völker gemacht, dass mein Heil reiche bis an die Enden der Erde.

Jesaja 49,1-6

Gebet am Samstag

Herr Gott, himmlischer Vater, wiederum geht eine Woche zu Ende. Wir bitten Dich mit allen Sündern: Siehe nicht an, Herr, unsere Schuld. Wir bitten Dich, vergib, daß wir auch in dieser Woche wieder gesündigt haben mit Gedanken, Worten und Werken, mit innerlicher Blindheit, Unglauben, Zweifel, Kleinmütigkeit, Ungeduld, Hoffart, bösen Lüsten, Geiz, heimlichem Neid, Haß, Mißgunst und anderen Sünden.

Wir bitten Dich, erlöse uns durch Deine Barmherzigkeit. Wir wissen, daß eine einzige Sünde unsere Gemeinschaft mit Dir auf ewig zerstört. Wir wissen, daß wir Deinen Zorn auf ewig verdient haben. Wir wissen, wir sind es nicht wert, Deine Kinder zu heißen; doch wir hoffen auf Deine Gnade, o Gott. Wir bitten Dich, daß Du uns vergeben mögest um Jesu Christi, Deines lieben Sohnes, willen. Durch ihn schenke uns Kraft, unsere Sünde zu hassen, auf daß wir ein Dir wohlgefälliges Leben führen in wahrer Demut und in der Erkenntnis Deines heiligen Willens. O Herr, lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. Amen.

Zuletzt bitte ich Dich, himmlischer Vater, daß Du mir und allen Christen den morgigen Sonntag zu einem Segen gereichen lassen wollest! Wecke in uns allen den Hunger nach Deinem Wort und Sakrament und laß uns hier auf Erden mit bereitetem Herzen in der Gemeinschaft Deiner Heiligen teilhaben an der ewigen Liturgie, die vor dem Throne des Lammes von allen Engeln und Auserwählten gesungen wird.

Erhöre unser Gebet um eben des Lammes, um Deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.148)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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4th Sunday in Lent (Laetare)

The Denial of Saint Peter (Gerard Seghers 1620–25) in the North Carolina Museum of Art

Watchword

Our good Lord says: I tell you the solemn truth, unless a kernel of wheat falls into the ground and dies, it remains by itself alone. But if it dies, it produces much grain.

John 12,24

Introit

How lovely is the place where you live, O Lord of Heaven’s Armies! I desperately want to be in the courts of the Lord’s temple. My heart and my entire being shout for joy to the living God. Even the birds find a home there, and the swallow builds a nest, where she can protect her young near your altars, O Lord of Heaven’s Armies, my King and my God. How blessed are those who live in your temple and praise you continually. (Selah)

How blessed are those who find their strength in you, and long to travel the roads that lead to your temple. As they pass through the Baca Valley, he provides a spring for them. The rain even covers it with pools of water. They are sustained as they travel along; each one appears before God in Zion. O Lord God of Heaven’s Armies, hear my prayer. Listen, O God of Jacob. (Selah)

O God, take notice of our shield. Show concern for your chosen king. Certainly spending just one day in your temple courts is better than spending a thousand elsewhere. I would rather stand at the entrance to the temple of my God than live in the tents of the wicked. For the Lord God is our sovereign protector. The Lord bestows favor and honor; he withholds no good thing from those who have integrity. O Lord of Heaven’s Armies, how blessed are those who trust in you.

Psalm 84,2-13

Old Testament lesson

For a short time I abandoned you, but with great compassion I will gather you. In a burst of anger I rejected you momentarily, but with lasting devotion I will have compassion on you,” says your Protector, the Lord. “As far as I am concerned, this is like in Noah’s time, when I vowed that the waters of Noah’s flood would never again cover the earth. In the same way I have vowed that I will not be angry at you or shout at you. Even if the mountains are removed and the hills displaced, my devotion will not be removed from you, nor will my covenant of friendship be displaced,” says the Lord, the one who has compassion on you.

Isaiah 54,7-10

Collect for this fourth Sunday in Lent (Laetare)

Almighty God, our heavenly Father, Your mercies are new every morning; and though we deserve only punishment, You receive us as Your children and provide for all our needs of body and soul. Grant that we may heartily acknowledge Your merciful goodness, give thanks for all Your benefits, and serve You in willing obedience; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Lutheran Service Book Altar Book Pg. 874

Epistle

Blessed is the God and Father of our Lord Jesus Christ, the Father of mercies and God of all comfort, who comforts us in all our troubles so that we may be able to comfort those experiencing any trouble with the comfort with which we ourselves are comforted by God. For just as the sufferings of Christ overflow toward us, so also our comfort through Christ overflows to you. But if we are afflicted, it is for your comfort and salvation; if we are comforted, it is for your comfort that you experience in your patient endurance of the same sufferings that we also suffer. And our hope for you is steadfast because we know that as you share in our sufferings, so also you will share in our comfort.

2. Corinthians 1,3-7

Gradual

I was glad when they said to me, “Let us go to the house of the Lord!” Peace be within Your walls and security within Your towers!

Psalm 122,1.7

Tract

Those who trust in the Lord are like Mount Zion, which cannot be moved, but abides forever. As the mountains surround Jerusalem, so the Lord surrounds his people, from this time forth and forevermore. Peace be upon Israel!

Psalm 125,1-2.5b

Holy Gospel

Now some Greeks were among those who had gone up to worship at the feast. So these approached Philip, who was from Bethsaida in Galilee, and requested, “Sir, we would like to see Jesus.” Philip went and told Andrew, and they both went and told Jesus. Jesus replied, “The time has come for the Son of Man to be glorified. I tell you the solemn truth, unless a kernel of wheat falls into the ground and dies, it remains by itself alone. But if it dies, it produces much grain.

John 12,20-24

Christian Creed

I believe in one God, the Father Almighty, maker of heaven and earth and of all things visible and invisible.

And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of His Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father, by whom all things were made; who for us men and for our salvation came down from heaven and was incarnate by the Holy Spirit of the virgin Mary and was made man; and was crucified also for us under Pontius Pilate. He suffered and was buried. And the third day He rose again according to the Scriptures and ascended into heaven and sits at the right hand of the Father. And He will come again with glory to judge both the living and the dead, whose kingdom will have no end.

And I believe in the Holy Spirit, the Lord and Giver of Life, who proceeds from the Father and the Son, who with the Father and the Son together is worshiped and glorified, who spoke by the prophets. And I believe in one holy Christian and apostolic Church, I acknowledge one Baptism for the remission of sins, and I look for the resurrection of the dead and the life of the world to come. Amen.

Nicene Creed

Hymn of the week

1 Jesus, priceless treasure, source of purest pleasure,
friend most sure and true: long my heart was burning,
fainting much and yearning, thirsting, Lord, for you.
Yours I am, O spotless Lamb, so will I let nothing hide you,
seek no joy beside you!

Let your arms enfold me: those who try to wound me
cannot reach me here. Though the earth be shaking,
every heart be quaking, Jesus calms my fear.
Fires may flash and thunder crash; yea, though sin and hell assail me,
Jesus will not fail me.

Hence, all worldly treasure! Jesus is my pleasure,
Jesus is my choice. Hence, all empty glory!
What to me your story told with tempting voice?
Pain or loss or shame or cross shall not from my Savior move me,
since he chose to love me.

Banish thoughts of sadness, for the Lord of gladness,
Jesus, enters in; though the clouds may gather,
those who love the Savior still have peace within.
Though I bear much sorrow here, still in you lies purest pleasure,
Jesus, priceless treasure!

Johann Franck 1618-1677 tr. Catherine Winkworth 1827-1878.

Sermon text

Having arrested our Lord Jesus Christ, they led Him and brought Him into the high priest’s house. But Peter followed at a distance. Now when they had kindled a fire in the midst of the courtyard and sat down together, Peter sat among them. And a certain servant girl, seeing him as he sat by the fire, looked intently at him and said, “This man was also with Him.”But he denied Him, saying, “Woman, I do not know Him.”And after a little while another saw him and said, “You also are of them.”But Peter said, “Man, I am not!” Then after about an hour had passed, another confidently affirmed, saying, “Surely this fellow also was with Him, for he is a Galilean.”But Peter said, “Man, I do not know what you are saying!” Immediately, while he was still speaking, the rooster crowed. And the Lord turned and looked at Peter. Then Peter remembered the word of the Lord, how He had said to him, “Before the rooster crows, you will deny Me three times.” So Peter went out and wept bitterly.

Luke 22,54-62

Prayer of the church

Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.

Blessed Lord, You give sight to the blind, You open the ears of the deaf and You make the lame to walk. In the darkness of sin, we cry to You, O Lord. Open our ears by Your Word, our minds by Your Spirit and our hearts by Your grace, that we may know You and give You thanks for all Your benefits to us in Christ. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, heavenly Father, through Your Church You nourish and sustain our faith. Give peace to Your Church during the turmoil and warfare of this world, and cause us to rejoice in Your goodness despite every cross and trial. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Heavenly Father, restore to all Christian hearts the joy of Your salvation by the blood of Christ, and make us eager to hear the voice of the Gospel in the forgiveness of sins. So, in turn, lead every Christian household — husbands, wives and children — to speak the truth with our neighbors and to forgive one another as Christ has forgiven us. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Almighty God, send Your Holy Spirit and sustain our hope while in this world, that though we cannot see the heavenly Jerusalem, yet we may know her to be our true mother and come at last to dwell in that eternal city. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O God, our Shepherd, protect, comfort and guide all who call upon You in need especially Ingrid, Karin, Vivian, Isabel, Christoph, Friederike & Olly, Max & Louis, Elle, Detlev & Biljana, Matthias, Timo, Matt & Cathy, Scott & Maryann, Daniel & Linda, Rudolf & Cornelia, Markus, Grace, June, Vazlav, Thomas & Annette, Mario, Eleonore, Harriet, Dietmar & Angela, Klaus, Thomas, Jochen, Götz & Sylvia, Thomas & Nancy, Mark & Mindy, Abigail, Emma, Grant healing and peace, that they may continue to serve You with joy in this life and finally come to that good land in Your eternal kingdom. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord God, heavenly Father, by Your Son You fed 5,000 men in the wilderness with five loaves and two fish. Graciously abide with us also in the fullness of Your blessing. Preserve us from greed and the cares of this life. Grant that we would seek first Your kingdom and Your righteousness and perceive Your fatherly goodness in all things; through the same Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

LCMS Prayers

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless Thee, and keep Thee;

The Lord make His face shine upon Thee, and be gracious unto Thee;

The Lord lift up His countenance upon Thee + give Thee peace.

Numbers 6,24-27

If you are called to preach this weekend, may the triune God give you joy and strength, wisdom, knowledge and insight, that You preach His holy will faithfully and His gracious promises invitingly. His most precious Gospel is “the power of God to save all who believe.” (Rom 1:16) and His good Word remains forever – just as His one, holy Christian Church + Amen.

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Jesus ist das Weizenkorn

Votivkirche (Wien)

Jesus ist das Weizenkorn, das im Tod erstorben und uns, die wir warn verlorn, das Leben erworben; bringt viel Frücht zu Gottes Preis, der´ wir stets genießen, gibt sein’ Leib zu einer Speis, sein Blut zum Trank süße.

Jesu, weil Du bist erhöht zu ewigen Ehren: unsern alten Adam töt, den Geist tu ernähren; zieh uns allesamt zu Dir, dass empor wir schweben; begnad unsers Geists Begier mit Deim neuen Leben.

Petrus Herbert 1566 (LKG 133,12-13)

Freitag nach dem 3. Sonntag in den Fasten (Okuli: Das Lamm Gottes)

Der Menschen Sohn ist nicht kommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Matthäus 20,28

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du für uns Deinen Sohn des Kreuzes Pein hast lassen leiden, auf daß Du des Feindes Gewalt von uns triebest, verleihe uns, sein Leiden also zu begehen, daß wir dadurch Vergebung der Sünden und Erlösung vom ewigen Tode erlangen, durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein wahrer Gott lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 126

Fortlaufende Lese

Und sie sandten zu ihm einige von den Pharisäern und von den Anhängern des Herodes, dass sie ihn fingen in seinen Worten. 14 Und sie kamen und sprachen zu ihm: Meister, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und fragst nach niemand; denn du siehst nicht auf das Ansehen der Menschen, sondern du lehrst den Weg Gottes recht. Ist’s recht, dass man dem Kaiser Steuern zahlt, oder nicht? Sollen wir sie zahlen oder nicht zahlen? 15 Er aber merkte ihre Heuchelei und sprach zu ihnen: Was versucht ihr mich? Bringt mir einen Silbergroschen, dass ich ihn sehe! 16 Und sie brachten einen. Da sprach er zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. 17 Da sprach Jesus zu ihnen: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Und sie wunderten sich über ihn.

Markus 12,13-17

Tageslese

Denn ich meine, Gott hat uns Apostel als die Allergeringsten hingestellt, wie zum Tode Verurteilte. Denn wir sind ein Schauspiel geworden der Welt und den Engeln und den Menschen. 10 Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr herrlich, wir aber verachtet. 11 Bis auf diese Stunde leiden wir Hunger und Durst, sind nackt und werden geschlagen und haben keine sichere Stätte 12 und mühen uns ab mit unsrer Hände Arbeit. Schmäht man uns, so segnen wir; verfolgt man uns, so dulden wir’s; 13 verlästert man uns, so reden wir freundlich. Wir sind geworden wie der Abschaum der Menschheit, jedermanns Kehricht, bis heute.

14 Nicht um euch zu beschämen, schreibe ich dies; sondern ich ermahne euch als meine lieben Kinder. 15 Denn wenn ihr auch zehntausend Erzieher hättet in Christus, so habt ihr doch nicht viele Väter; denn ich habe euch gezeugt in Christus Jesus durch das Evangelium. 16 Darum ermahne ich euch: Folgt meinem Beispiel!

1. Korinther 4,9-16

Gebet am Freitag

Wir danken Dir, HErr JEsu Christe, wahrer GOTT und Mensch, daß Du uns arme Sünder und verdammte Menschen ohn all unsere Werke, Verdienst und Würdigkeit durch Dein heiliges Leiden, Sterben und Blutvergießen erlöset hast.

O HErr JEsu Christe, wie groß ist Dein Leiden, wie schwer ist Deine Pein, wieviel ist Deiner Marter, wie tief sind Deine Wunden, wie bitter und schmerzlich ist Dein Tod. Wie unaussprechlich ist Deine Liebe, damit Du uns Deinem himmlischen Vater versöhnt hast, da Du am Ölberg blutigen Schweiß vor großer Todesangst geschwitzt hast, daß die Blutstropfen auf die Erde gefallen, und Du daselbst, von allen Deinen Jüngern verlassen, in die Hände der schnöden Juden und Gottlosen Schar Dich willig für uns gegeben, welche Dich hart und grausam gebunden, von einem ungerechten Richter zum anderen unbarmherzig geführt haben. Daselbst bist Du fälschlich verklagt und verurteilt, verspeit, verhöhnt und mit Fäusten ins Angesicht geschlagen worden. Du bist um unserer Missetat willen zerschlagen, gegeißelt, mit Dornen gekrönt und jämmerlich zugerichtet, wie ein armer Wurm, der nicht einem Menschen ähnlich gewesen. Denn Du warst der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit, also daß es auch ein heidnisch Herz erbarmt hat zu sagen: “Sehet, welch ein Mensch ist das !” Du bist von wegen unserer Missetat mitten unter zwei Übeltäter gerechnet und als ein Fluch aufgehängt, an Händen und Füßen mit Nägeln durchgraben, dazu in Deinem höchsten Durst mit Essig und Gallen getränkt, und mit großen Schmerzen hast Du Deinen Geist aufgegeben, auf daß Du unsere Schuld bezahltest, und wir durch Deine Wunden geheilt würden.

O HErr JEsu Christe, für diese und alle andere Deine Marter und Pein sagen wir Dir Lob und Dank und bitten Dich, laß Dein heilig bitter Leiden an uns nicht verloren sein, sondern gib, daß wir uns desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch dasselbe also begehen und betrachten, daß alle böse Lust in uns ausgelöscht und gedämpft, dagegen aber alle Tugend eingepflanzt und gemehrt werde, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben, und Deinem uns gelassenen Vorbilde nachfolgen, in Deine Fußtapfen treten, das Übel mit Geduld ertragen und das Unrecht mit gutem Gewissen leiden. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.147)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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