Erhalt uns, Herr, Dein Erbe, Dein wertes Heiligtum

Kruzifix in der Alten Lateinschule (ILSW 2.1) hergestellt von Toni Baur (Oberammergau)

Erhalt uns, Herr, Dein Erbe, Dein wertes Heiligtum;
zerreiß, zerschmeiß, verderbe, was wider Deinen Ruhm.
Laß Dein Gesetz uns führen, gönn uns Dein Himmelsbrot,
laß Deinen Schmuck uns zieren, heil uns durch Deinen Tod.

Erhalt und laß uns hören Dein Wort, das selig macht,
den Spiegel Deiner Ehren, das Licht in dieser Nacht;
daß dieser Brunn uns tränke, der Himmelstau uns netz,
daß diese Richtschnur lenke, der Honigseim ergötz.

Erhalt in Sturm und Wellen Dein Häuflein, laß doch nicht
uns Wind und Wetter fällen, steur selbst Dein Schiff und richt
den Lauf, daß wir erreichen, die Anfurt, nach der Zeit
und hilf uns Segel streichen in selger Ewigkeit.

Josua Stegmann (1627) bearbeitet von Andreas Gryphius (1616-1664) LKG 59,4-6

Wochenspruch für den 14. Sonntag nach Trinitatis

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er Dir Gutes getan hat.

Psalm 103,2

Kollekte

Allmächtiger Herr Gott, himmlischer Vater, von dem wir ohne Unterlaß allerlei Gutes im Überfluß empfangen, und durch den wir täglich behütet werden: wir bitten Dich, laß uns das alles von ganzem Herzen erkennen, auf daß wir Deiner milden Güte und Barmherzigkeit hier und dort danken und Dich ewig loben, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.149

Fortlaufende Lese

Und des HERRN Wort geschah zu mir:  2 Geh hin und predige Jerusalem öffentlich und sprich: So spricht der HERR: Ich gedenke der Treue deiner Jugend und der Liebe deiner Brautzeit, wie du mir folgtest in der Wüste, im Lande, da man nicht sät.  3 Da war Israel dem HERRN heilig, die Erstlingsfrucht seiner Ernte. Wer davon essen wollte, machte sich schuldig, und Unheil musste über ihn kommen, spricht der HERR.  4 Hört des HERRN Wort, ihr vom Hause Jakob und alle Geschlechter vom Hause Israel!  5 So spricht der HERR: Was haben doch eure Väter Unrechtes an mir gefunden, dass sie von mir wichen und hingen den nichtigen Götzen an und wurden so zunichte  6 und dachten niemals: Wo ist der HERR, der uns aus Ägyptenland führte und leitete uns in der Wüste, im wilden, ungebahnten Lande, im dürren und finstern Lande, im Lande, das niemand durchwandert und kein Mensch bewohnt?  7 Und ich brachte euch in ein fruchtbares Land, dass ihr äßet seine Früchte und Güter. Aber als ihr hineinkamt, machtet ihr mein Land unrein und mein Eigentum mir zum Gräuel.  8 Die Priester fragten nicht: Wo ist der HERR?, und die Hüter des Gesetzes achteten meiner nicht, und die Hirten wurden mir untreu, und die Propheten weissagten im Namen des Baal und hingen den Götzen an, die nicht helfen können.  9 Darum muss ich noch weiter mit euch und mit euren Kindeskindern rechten, spricht der HERR.  10 Denn geht hin zu den Inseln der Kittäer und schaut, und sendet nach Kedar und gebt genau acht und schaut, ob’s daselbst so zugeht:  11 ob die Heiden ihre Götter wechseln, die doch keine Götter sind. Aber mein Volk hat seine Herrlichkeit eingetauscht gegen einen Götzen, der nicht helfen kann!  12 Entsetze dich, Himmel, darüber, erschrick und erbebe gar sehr, spricht der HERR.  13 Denn mein Volk tut eine zwiefache Sünde: Mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen sich Zisternen, die doch rissig sind und das Wasser nicht halten. 

Jeremia 2,1-13

Tageslese

Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit. 11 So werdet ihr reich sein in allen Dingen, zu geben in aller Lauterkeit, die durch uns wirkt Danksagung an Gott. 12 Denn der Dienst dieser Sammlung füllt nicht allein aus, woran es den Heiligen mangelt, sondern wirkt auch überschwänglich darin, dass viele Gott danken. 13 Um dieses treuen Dienstes willen preisen sie Gott für euren Gehorsam im Bekenntnis zum Evangelium Christi und für die Lauterkeit eurer Gemeinschaft mit ihnen und allen. 14 Und in ihrem Gebet für euch sehnen sie sich nach euch wegen der überschwänglichen Gnade Gottes bei euch. 15 Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe! 

2. Korinther 9,10-15

Abendgebet

Gott, unser Vater, Du vertraust uns einander an als Eltern und Kinder, als Mann und Frau, als Schwestern und Brüder. Unter Deinem Segen teilen wir Glück und Schmerz, Lasten und Freuden, gute und böse Zeiten.

Wir bitten Dich: Vergib, was wir einander schuldig bleiben; gib uns neu Deinen Segen. An Deiner Liebe soll sich unsere Liebe erneuern, Tag für Tag.

Wir denken an die Menschen, die für andere besonders verantwortlich sind, als Erzieher und Lehrer, als Berater und Helfer, als Vorgesetzte und Regierende. Hilf ihnen in den Belastungen, denen sie ausgesetzt sind; mache sie zu Werkzeugen Deines Friedens.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.180

Kollekte

Gott, Du beschützt alle, die auf Dich hoffen. Ohne Dich wird nichts wieder heil und ist nichts heilig. Führe uns in Deinem Erbarmen den rechten Weg und hilf uns, die vergänglichen Güter so zu gebrauchen, daß wir die ewigen nicht verlieren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Ebd. 180

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Erhalt uns Deine Lehre, Herr, zu der letzten Zeit

Damaskustor (Jerusalem)

Erhalt uns Deine Lehre, Herr, zu der letzten Zeit,
erhalt Dein Reich, vermehre Dein edle Christenheit;
erhalt standhaften Glauben, der Hoffnung Leitsternstrahl;
laß uns Dein Wort nicht rauben in diesem Jammertal.

Erhalt Dein Ehr und wehre dem, der Dir widerspricht,
erleucht, Herr, und bekehre, allwissend ewig Licht,
was Dich bisher nicht kennet, entdecke doch der Welt
der Du Dich Licht genennet, was einig Dir gefällt.

Erhalt, was Du gebauet und durch Dein Blut erkauft,
was Du Dir hast vertrauet, die Kirch, auf die anlauft
der grimmig Sturm des Drachen, sei Du ihr Schutz und Wall,
daß, ob die Welt will krachen, sie nimmermehr verfall.

Josua Stegmann (1627) bearbeitet von Andreas Gryphius (1616-1664) LKG 59,1-3

Dienstag nach dem 14. Sonntag nach Trinitatis (Der dankbare Samariter)

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er Dir Gutes getan hat. 

Psalm 103,2

Kollekte zum 14. Sonntag nach Trinitatis

Allmächtiger Herr Gott, himmlischer Vater, von dem wir ohne Unterlaß allerlei Gutes im Überfluß empfangen, und durch den wir täglich behütet werden: wir bitten Dich, laß uns das alles von ganzem Herzen erkennen, auf daß wir Deiner milden Güte und Barmherzigkeit hier und dort danken und Dich ewig loben, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.149

Fortlaufende Lese

Und es geschah des HERRN Wort zu mir: Jeremia, was siehst du? Ich sprach: Ich sehe einen erwachenden Zweig. 12 Und der HERR sprach zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich will wachen über meinem Wort, dass ich’s tue. 13 Und es geschah des HERRN Wort zum zweiten Mal zu mir: Was siehst du? Ich sprach: Ich sehe einen siedenden Kessel überkochen von Norden her. 14 Und der HERR sprach zu mir: Von Norden her wird das Unheil losbrechen über alle, die im Lande wohnen. 15 Denn siehe, ich will rufen alle Geschlechter der Königreiche des Nordens, spricht der HERR, dass sie kommen sollen und ihre Throne setzen vor die Tore Jerusalems und rings um die Mauern her und vor alle Städte Judas. 16 Und ich will mein Gericht über sie ergehen lassen um all ihrer Bosheit willen, dass sie mich verlassen und andern Göttern opfern und ihrer Hände Werk anbeten. 17 So gürte nun deine Lenden und mache dich auf und predige ihnen alles, was ich dir gebiete. Erschrick nicht vor ihnen, auf dass ich dich nicht erschrecke vor ihnen! 18 Denn ich will dich heute zur festen Stadt, zur eisernen Säule, zur ehernen Mauer machen wider das ganze Land: wider die Könige Judas, wider seine Großen, wider seine Priester, wider das Volk des Landes, 19 dass, wenn sie auch wider dich streiten, sie dir dennoch nichts anhaben können; denn ich bin bei dir, spricht der HERR, dass ich dich errette. 

Jeremia 1,11-19

Tageslese

Ich danke unserm Herrn Christus Jesus, der mich stark gemacht und für treu erachtet hat und in das Amt eingesetzt, 13 mich, der ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein Frevler war; aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren, denn ich habe es unwissend getan, im Unglauben. 14 Es ist aber desto reicher geworden die Gnade unseres Herrn samt dem Glauben und der Liebe, die in Christus Jesus ist. 15 Das ist gewisslich wahr und ein teuer wertes Wort: Christus Jesus ist in die Welt gekommen, die Sünder selig zu machen, unter denen ich der erste bin. 16 Aber darum ist mir Barmherzigkeit widerfahren, dass Christus Jesus an mir als Erstem alle Geduld erweise, zum Vorbild denen, die an ihn glauben sollten zum ewigen Leben. 17 Aber Gott, dem ewigen König, dem Unvergänglichen und Unsichtbaren, der allein Gott ist, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen.

1. Timotheus 1,12-17

Abendgebet

Allmächtiger Gott, Du bist bei uns gewesen und hast uns beschützt. Wir sind bewahrt geblieben in mancher Gefahr. Vergib uns unsere Angst, unsere Sorgen, unseren Unglauben.

Du bist unser Halt, der Grund, der uns trägt, das Dach, unter dem wir wohnen, der Frieden, in dem wir ruhen. Wir danken Dir, Gott, für alle Deine Wohltaten.

Wir bitten Dich für die Menschen, die keinen Frieden finden; für die Verirrten, Verstrickten und Verzweifelten; für die Zerstrittenen, die unfähig sind, sich zu versöhnen; für die Schuldiggewordenen, die an Vergebung nicht glauben können. Überwinde ihre Not durch Deine Güte. Amen.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.175

Kollekte

Gott, Du Ursprung des Friedens. Dich zu kennen heißt ewiges Leben und Dir zu dienen ist wahre Freiheit. Schütze uns gegen alle Angriffe von Feinden, daß wir im Vertrauen auf Deinen Beistand keine Macht der Welt fürchten müssen, sondern der Kraft Christi gewiß werden, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Ebd. S.176

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Christe, Du Beistand Deiner Kreuzgemeine

Christe, Du Beistand Deiner Kreuzgemeine, eile, mit Hilf und Rettung uns erscheine.
Steure den Feinden, ihre Blutgetichte mache zu nichte, mache zu nichte.

Streite doch selber für uns arme Kinder, wehre dem Teufel, seine Macht verhinder,
alles, was kämpfet wider Deine Glieder, stürze darnieder, stürze darnieder.

Frieden bei Kirch und Schule uns beschere, Friede zugleich der Obrigkeit gewähre.
Frieden dem Herzen, Frieden dem Gewissen gib zu genießen, gib zu genießen.

Also wird zeitlich Deine Güt erhoben, also wird ewig und ohn Ende loben
Dich, o Du Wächter Deiner armen Herde, Himmel und Erde, Himmel und Erde.

Matthäus Apelles von Löwenstern 1644 (LKG 58)

Montag nach dem 14. Sonntag nach Trinitatis (Der dankbare Samariter)

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er Dir Gutes getan hat.

Psalm 103,2

Kollekte zum 14. Sonntag nach Trinitatis

Allmächtiger Herr Gott, himmlischer Vater, von dem wir ohne Unterlaß allerlei Gutes im Überfluß empfangen, und durch den wir täglich behütet werden: wir bitten Dich, laß uns das alles von ganzem Herzen erkennen, auf daß wir Deiner milden Güte und Barmherzigkeit hier und dort danken und Dich ewig loben, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.149

Fortlaufende Lese

Dies sind die Worte Jeremias, des Sohnes Hilkijas, aus dem Priestergeschlecht zu Anatot im Lande Benjamin. 2 Zu ihm geschah das Wort des HERRN zur Zeit Josias, des Sohnes Amons, des Königs von Juda, im dreizehnten Jahr seiner Herrschaft 3 und hernach zur Zeit Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, bis ans Ende des elften Jahres Zedekias, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, bis Jerusalem weggeführt wurde im fünften Monat.
4 Und des HERRN Wort geschah zu mir: 5 Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker. 6 Ich aber sprach: Ach, Herr HERR, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung. 7 Der HERR sprach aber zu mir: Sage nicht: »Ich bin zu jung«, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete. 8 Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der HERR. 9 Und der HERR streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund. 10 Siehe, ich setze dich heute über Völker und Königreiche, dass du ausreißen und einreißen, zerstören und verderben sollst und bauen und pflanzen.

Jeremia 1,1-10

Tageslese

Und es kam zu ihm ein Aussätziger, der bat ihn, kniete nieder und sprach zu ihm: Willst du, so kannst du mich reinigen. 41 Und es jammerte ihn, und er streckte seine Hand aus, rührte ihn an und sprach zu ihm: Ich will’s tun; sei rein! 42 Und alsbald wich der Aussatz von ihm, und er wurde rein. 43 Und Jesus bedrohte ihn und trieb ihn alsbald von sich 44 und sprach zu ihm: Sieh zu, dass du niemandem etwas sagst; sondern geh hin und zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zum Zeugnis. 45 Er aber ging fort und fing an, viel davon zu reden und die Geschichte bekannt zu machen, sodass Jesus hinfort nicht mehr öffentlich in eine Stadt gehen konnte; sondern er war draußen an einsamen Orten; und sie kamen zu ihm von allen Enden. 

Markus 1,40-45

Abendgebet

Von Dir, Gott, gestehen wir uns ein: Nicht alles ist uns möglich, nicht alles nötig, nicht alles wichtig. Wir können wählen, und können es doch nicht. Wir müssen lernen, uns zu entscheiden, immer von neuem. Wir brauchen Deine Hilfe, guter Gott.

Wir hoffen, Du wirst uns helfen durch Deinen Geist, den Geist der Besonnenheit. Wir bitten Dich darum im Vertrauen auf Deinen Sohn Jesus Christus.

Wir denken an die Menschen, die keine Zeit haben für sich selbst, die sich aufreiben in ihrer Arbeit, in Unruhe und Hetze. Gib ihnen Gelegenheit zur Entspannung, zur Stille, zum Gespräch.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.171

Kollekte

Stehe uns bei, Du Gott der Treue, solange dieses unruhige Leben währt, bis die Schatten lang werden und der Abend kommt, die geschäftigte Welt zur Ruhe gelangt, das Fieber des Lebens vorüber und unser Werk getan ist. Dann schenke uns in Deinem Erbarmen Ruhe und endlich den Frieden durch Jesus Christus, unsern Bruder und Herrn.

Ebd. S.172

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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The 14th Sunday after Trinity (The grateful Samaritan)

Darstellung im Codex aureus Epternacensis, ca. 1035

Bless the Lord, O my soul, and forget not all his benefits

Psalm 103,2

Introit

Praise the Lord. Praise the Lord, O my soul. I will praise the Lord as long as I live. I will sing praises to my God as long as I exist. Do not trust in princes, or in human beings, who cannot deliver. Their life’s breath departs, they return to the ground. On that day their plans die. 

How blessed is the one whose helper is the God of Jacob, whose hope is in the Lord his God, the one who made heaven and earth, the sea, and all that is in them, who remains forever faithful, vindicates the oppressed, and gives food to the hungry.

The Lord releases the imprisoned. The Lord gives sight to the blind. The Lord lifts up all who are bent over. The Lord loves the godly. The Lord protects the resident foreigner. He lifts up the fatherless and the widow, but he opposes the wicked. The Lord rules forever, your God, O Zion, throughout the generations to come. Praise the Lord!

Psalm 146,1-10

Old Testament lesson

Meanwhile Jacob left Beer Sheba and set out for Haran. He reached a certain place where he decided to camp because the sun had gone down. He took one of the stones and placed it near his head. Then he fell asleep in that place and had a dream. He saw a stairway erected on the earth with its top reaching to the heavens. The angels of God were going up and coming down itand the Lord stood at its top. He said, “I am the Lord, the God of your grandfather Abraham and the God of your father Isaac. I will give you and your descendants the ground you are lying on. Your descendants will be like the dust of the earth, and you will spread out to the west, east, north, and south. And so all the families of the earth may receive blessings through you and through your descendants. I am with you! I will protect you wherever you go and will bring you back to this land. I will not leave you until I have done what I promised you!” Then Jacob woke up and thought, “Surely the Lord is in this place, but I did not realize it!” He was afraid and said, “What an awesome place this is! This is nothing else than the house of God! This is the gate of heaven!” Early in the morning Jacob took the stone he had placed near his head and set it up as a sacred stone. Then he poured oil on top of it. He called that place Bethel, although the former name of the town was Luz. Then Jacob made a vow, saying, “If God is with me and protects me on this journey I am taking and gives me food to eat and clothing to wear, and I return safely to my father’s home, then the Lord will become my God.Then this stone that I have set up as a sacred stone will be the house of God, and I will surely give you back a tenth of everything you give me.”

Genesis 28,10-22

Epistle

For all who are led by the Spirit of God are the sons of God.For you did not receive the spirit of slavery leading again to fear, but you received the Spirit of adoption, by whom we cry, “Abba, Father.” The Spirit himself bears witness to our spirit that we are God’s children. And if children, then heirs (namely, heirs of God and also fellow heirs with Christ) —if indeed we suffer with him so we may also be glorified with him. For I consider that our present sufferings cannot even be compared to the coming glory that will be revealed to us

Romans 8,14-17

Holy Gospel

Now on the way to Jerusalem, Jesus was passing along between Samaria and Galilee. As he was entering a village, ten men with leprosy met him. They stood at a distance, raised their voices and said, “Jesus, Master, have mercy on us.” When he saw them he said, “Go and show yourselves to the priests.” And as they went along, they were cleansed. Then one of them, when he saw he was healed, turned back, praisingGod with a loud voice. He fell with his face to the ground at Jesus’ feet and thanked him. (Now he was a Samaritan.) Then Jesus said, “Were not ten cleansed? Where are the other nine? Was no one found to turn back and give praise to God except this foreigner?”Then he said to the man, “Get up and go your way. Your faith has made you well.”

Luke 17,11-19

Hymn of the week

From God can nothing move me; He will not step aside
But gently will reprove me And be my constant guide.
He stretches out His hand In evening and in morning,
My life with grace adorning Wherever I may stand.

When those whom I regarded As trustworthy and sure
Have long from me departed, God’s grace shall still endure.
He rescues me from sin And breaks the chains that bind me.
I leave death’s fear behind me; His peace I have within.

The Lord my life arranges; Who can His work destroy?
In His good time He changes All sorrows into joy.
So let me then be still My body. Soul, and spirit
His tender care inherit According to His will.

Each day at His good pleasure God’s gracious will is done.
He sent His greatest treasure In Jesus Christ, His Son.
He ev’ry gift imparts. The bread of earth and heaven
Are by His kindness given. Praise Him with thankful hearts!

Praise God with acclamation And in His gifts rejoice.
Each day finds its vocation Responding to His voice.
Soon years on earth are past; But time we spend expressing
The love of God brings blessing That will forever last!

Yet even though I suffer The world’s unpleasantness,
And though the day’s grow rougher And bring me great distress,
That day of bliss divine, Which knows no end or measure,
And Christ, who is my pleasure, Forever shall be mine.

For thus the Father willed it, Who fashioned us from clay;
And His own Son fulfilled it And brought eternal day.
The Spirit now has come, To us true faith has given;
He leads us home to heaven. O praise the Three in One!

Ludwig Helmbold 1532-1598 tr Gerald Thorson 1921-2001

Christian Creed

I believe in one God, the Father Almighty, maker of heaven and earth and of all things visible and invisible.

And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of His Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father, by whom all things were made; who for us men and for our salvation came down from heaven and was incarnate by the Holy Spirit of the virgin Mary and was made man; and was crucified also for us under Pontius Pilate. He suffered and was buried. And the third day He rose again according to the Scriptures and ascended into heaven and sits at the right hand of the Father. And He will come again with glory to judge both the living and the dead, whose kingdom will have no end.

And I believe in the Holy Spirit, the Lord and Giver of Life, who proceeds from the Father and the Son, who with the Father and the Son together is worshiped and glorified, who spoke by the prophets. 

And I believe in one holy Christian and apostolic Church, I acknowledge one Baptism for the remission of sins, and I look for the resurrection of the dead and the life of the world to come. Amen.

Nicene Creed

Dr. Martin Luther´s sermon on the Gospel Lk 17,11-19.

Dr. Matthew Harrison (President of LCMS)

Church prayer for this Sunday

Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.

Heavenly Father, You have had mercy upon us by sending Your only begotten Son to atone for our sins on the cross. Grant that we may receive Your forgiveness, life and salvation with thanksgiving. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord of hosts, You have prepared the Church of Christ to be a lovely court in the midst of a troubled world. Form our hearts to long for the place where Your glory dwells, that we may find healing and peace at His feet. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Father of all, hear us on behalf of the fathers in Your Church. Impart to them the boldness of Solomon to exhort their sons in wisdom and justice, that they would persist in the way of salvation. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Almighty God, grant Your protection upon our land and people. Deliver us from violence and discord. Grant safety to all who work to bring peace to our land, including those in law enforcement and members of the armed forces. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

God of comfort, heal the sick, hospitalized and recovering, especially Ingrid, Karin, Christoph, Annette, Paulina, Hilary and strengthen them to endure their afflictions. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Good Lord, Your Son instituted the salutary gift of the Lord’s Supper. Send Your blessing upon all who receive the body and blood of Jesus for their forgiveness. Grant thankful hearts that praise Your name to all who receive the Sacrament this day. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Gracious God, Your Son once healed 10 lepers, only one of whom returned to give thanks. As we celebrate the harvest and Your blessings to us, forgive our shallow gratitude and our lack of humility before Your generosity, and create right hearts within us to give You all glory, honor and praise. In the name and for the sake of Jesus Christ, our Lord. Amen.

Lutheran Church Missouri Synod

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless You, and keep You; The Lord make His face shine upon You, and be gracious unto You; The Lord lift up His countenance upon You + give You peace.

Numbers 6,24-27

If you are called to preach this weekend, may the holy, triune God – Father, Son and Holy Spirit – the one true and only God give You His rich measure of faith, hope, love, joy and strength, wisdom, knowledge and insight, clarity of speech, that You preach His holy Will faithfully and His gracious Promises invitingly and faithfully according to His biblical Word recorded by apostles and prophets. His most precious Gospel grants saving grace. It is His “power to save.” (Rom 1:16 cf. 2.Corinthians 12,9). 

God´s Word and Luther´s teaching remain forever just as His, holy Christian Church. Hallelujah + Amen. Amen. 

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Du bist mir stets vor den Augen

Erfurt in der Morgensonne

Ja wenn Du gleich möchtest finden einen solchen Muttersinn,
Da die Liebe kann verschwinden, so bleib ich doch, der ich bin.
Meine Treue bleibt Dir, Zion, o Du meine Zier.
Mein Herz hast Du mir besessen, Deiner kann ich nicht vergessen.

Laß Dich nicht den Satan blenden, der sonst nichts als schrecken kann;
Siehe, hier in meinen Händen hab ich Dich geschrieben an.
Wie mag es denn anders sein? Ich muß ja gedenken Dein,
Deine Mauern will ich bauen, und Dich fort und fort anschauen.

Du bist mir stets für den Augen, Du liegst mir in meine Schoß
Wie die Kindlein, die noch saugen; meine Treu zu Dir ist groß.
Dich und mich kann keine Zeit, keine Not, Gefahr und Streit,
Ja, der Satan selbst nicht scheiden, bleib getreu in allen Leiden.

Johann Heermann 1636 (LKG 57,4-6)

Sonnabend nach dem 13. Sonntag nach Trinitatis (Der gute Samariter)

Christus spricht: Was Ihr getan habt einem unter meinen geringsten Brüdern, das habt Ihr mir getan. 

Matthäus 25,40

Kollekte zum 13. Sonntag nach Trinitatis

Barmherziger Gott, wir bitten Dich, entzünde in unseren Herzen das Feuer Deiner Liebe, daß wir Dir und unserem Nächsten nach Deinem Wohlgefallen dienen mögen, durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.149

Fortlaufende Lese

Da fing Petrus an und sagte zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.  29 Jesus sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Äcker verlässt um meinetwillen und um des Evangeliums willen,  30 der nicht hundertfach empfange: jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker mitten unter Verfolgungen – und in der kommenden Welt das ewige Leben.  31 Viele aber werden die Letzten sein, die die Ersten sind, und die Ersten sein, die die Letzten sind. 

Markus 10:28-31

Tageslese

Weh dem, der sein Haus mit Sünden baut und seine Gemächer mit Unrecht, der seinen Nächsten umsonst arbeiten lässt und gibt ihm seinen Lohn nicht 14 und denkt: »Wohlan, ich will mir ein großes Haus bauen und weite Gemächer«, und lässt ihm Fenster einsetzen und es mit Zedern täfeln und rot malen. 15 Meinst du, du seist König, weil du mit Zedern prangst? Hat dein Vater nicht auch gegessen und getrunken und hielt dennoch auf Recht und Gerechtigkeit, und es ging ihm gut? 16 Er half dem Elenden und Armen zum Recht, und es ging ihm gut. Heißt dies nicht, mich recht erkennen?, spricht der HERR. 17 Aber deine Augen und dein Herz sind auf nichts anderes aus als auf unrechten Gewinn und darauf, unschuldiges Blut zu vergießen, zu unterdrücken und zu misshandeln. 18 Darum, so spricht der HERR über Jojakim, den Sohn Josias, den König von Juda: Man wird ihn nicht beklagen: »Ach, Bruder! Ach, Schwester!« Man wird ihn nicht beklagen: »Ach, Herr! Ach, Edler!« 19 Er soll wie ein Esel begraben werden, fortgeschleift und hinausgeworfen vor die Tore Jerusalems. 

Jeremia 22,13-19

Gebet – Fürbitte

Herr, Du hast uns verliehen, unter Deinem Schutz diese Woche zu vollenden. Wir danken Dir für alles, was Du hast geraten lassen in unserem Werk. Wir bitten Dich: Wandle in Segen, was in unserer Hand verdorben ist. Wir rufen zu Dir: Herr, stärke uns den Glauben!

Du kennst die dunklen Stunden, die wir verbergen möchten, und ist doch nichts verborgen vor Dir. Lehre uns stillhalten Deinem Gericht. Du bist unser Heiland und Erlöser. Wir rufen zu Dir: Herr, stärke uns den Glauben!

Wir gedenken vor Dir der Menschen, denen wir begegnet sind. Halte sie in Deinem Schutz. Alle Kinder, die in der vergangenen Woche geboren wurden, laß in Geborgenheit aufwachsen. Die geheiratet haben, laß in Liebe und Treue verbunden bleiben. Für die Heimgerufenen hoffen wir auf Deinen Frieden, für die Leidtragenden erbitten wir Deinen Trost. Wir rufen zu Dir: Herr, stärke uns den Glauben!

Hilf uns, unser Leben in Verantwortung vor Dir zu führen. Erfülle unsere Tage mit Zuversicht und Sinn. Mache uns bereit für die Stunde, in der Du uns abrufst. Gewähre uns ein gnädiges Ende. Wir rufen zu Dir: Herr, stärke uns den Glauben!

Erfülle den Sonntag mit Freude und österlichem Glanz. Versammle, die an Dich glauben, zur Feier Deines Heils. Laß uns zu einer Gemeinde der Liebe und der Hoffnung werden. Stehe denen bei, die Deine Frohe Botschaft verkündigen. Segne allen Dienst, der zu Deiner Ehre geschieht. Wir rufen zu Dir: Herr, stärke uns den Glauben!

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.162

Kollekte

Bleibe bei uns Herr, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt. Bleibe bei uns und bei Deiner ganzen Kirche. Bleibe bei uns am Abend des Tages, am Abend des Lebens, am Abend der Welt. Bleibe bei uns mit Deiner Gnade und Güte, mit Deinem heiligen Wort und Sakrament, mit Deinem Trost und Segen. Bleibe bei uns, wenn über uns kommt die Nacht der Trübsal und Angst, die Nacht des Zweifels und der Anfechtung, die Nacht des bitteren Todes. Bleibe bei uns und bei allen Deinen Gläubigen in Zeit und Ewigkeit. Amen.

Ebd. S. 163

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Luther predigt am 14. Sonntag nach Trinitatis

Dr. Martin Luther predigt am vierzehnten Sonntag nach dem Fest der Dreifaltigkeit über das heilige Evangelium des St. Lukas im 17. Kapitel, Verse 11-19 (WA 52 S. 463-468): 

Hier vorgelesen zum mithören:

The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the 14th Sunday after Trinity on the holy Gospel of St. Luke 17,11-19 taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.911-936:

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Zion klagt mit Angst und Schmerzen

Zion klagt mit Angst und Schmerzen, Zion, Gottes werte Stadt,
Die er trägt in seinem Herzen, die er sich erwählet hat.
“Ach”, spricht sie, “wie hat mein Gott mich verlassen in der Not
und läßt mich so harte pressen, meiner hat er ganz vergessen.

Der Gott, der mir hat versprochen seinen Beistand jederzeit,
der läßt sich vergebens suchen jetzt in meiner Traurigkeit.
Ach, will er denn für und für grausam zürnen über mir?
Kann und will er sich der Armen jetzt nicht wie vorhin erbarmen?”

“Zion, o Du Vielgeliebte”, sprach zu ihr des Herren Mund,
“zwar Du bist jetzt die Betrübte, Seel und Geist ist Dir verwundt,
doch stell alles Trauern ein. Wo mag eine Mutter sein,
die ihr eigen Kind kann hassen und aus ihrer Sorge lassen?

Johann Heermann 1536 (LKG 57)

Freitag nach dem 13. Sonntag nach Trinitatis (Der gute Samariter)

Christus spricht: Was Ihr getan habt einem unter meinen geringsten Brüdern, das habt Ihr mir getan. 

Matthäus 25,40

Kollekte zum 13. Sonntag nach Trinitatis

Barmherziger Gott, wir bitten Dich, entzünde in unseren Herzen das Feuer Deiner Liebe, daß wir Dir und unserem Nächsten nach Deinem Wohlgefallen dienen mögen, durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.149

Fortlaufende Lese

Und als er hinausging auf den Weg, lief einer herbei, kniete vor ihm nieder und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe?  18 Aber Jesus sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als der eine Gott.  19 Du kennst die Gebote: »Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst niemanden berauben; du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.«  20 Er aber sprach zu ihm: Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf.  21 Und Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eines fehlt dir. Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach!  22 Er aber wurde betrübt über das Wort und ging traurig davon; denn er hatte viele Güter.  23 Und Jesus sah um sich und sprach zu seinen Jüngern: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen!  24 Die Jünger aber entsetzten sich über seine Worte. Aber Jesus antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Liebe Kinder, wie schwer ist’s, ins Reich Gottes zu kommen!  25 Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme.  26 Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann dann selig werden?  27 Jesus sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist’s unmöglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott. 

Markus 10,17-27

Tageslese

Du sollst das Recht des Fremdlings und der Waise nicht beugen und sollst der Witwe nicht das Kleid zum Pfand nehmen. 18 Denn du sollst daran denken, dass du Knecht in Ägypten gewesen bist und der HERR, dein Gott, dich von dort erlöst hat. Darum gebiete ich dir, dass du solches tust. 19 Wenn du auf deinem Acker geerntet und eine Garbe vergessen hast auf dem Acker, so sollst du nicht umkehren, sie zu holen, sondern sie soll dem Fremdling, der Waise und der Witwe zufallen, auf dass dich der HERR, dein Gott, segne in allen Werken deiner Hände. 20 Wenn du deine Ölbäume geschüttelt hast, so sollst du nicht die Zweige absuchen; es soll dem Fremdling, der Waise und der Witwe zufallen. 21 Wenn du deinen Weinberg abgelesen hast, so sollst du nicht nachlesen; es soll dem Fremdling, der Waise und der Witwe zufallen. 22 Denn du sollst daran denken, dass du Knecht in Ägyptenland gewesen bist. Darum gebiete ich dir, dass du solches tust. 

Deuteronomium (5. Mose) 24,17-21

Abendgebet am Freitag

Wir danken Dir, Gott, daß Du das Kreuz über uns aufgerichtet hast, daß Du uns suchst mit unwiderstehlicher Liebe. Wir bitten Dich: Zerbrich, was Dir nicht angehört und gegen Dich streitet in unserem Herzen. Zerschlagen allen Trotz, wehre aller Schwäche und mache der Feigheit ein Ende. Demütige unseren Stolz und nimm unseren Willen in Zucht. Unter dem Kreuz Deines Sohnes gib uns Zuversicht und Kraft zum Überwinden. Wir rufen Dich an: Herr, erbarme Dich.

Wir befehlen Dir, Herr, Deine Kirche hier auf Erden, die noch im Kampfe steht, aber Frieden hat unter den Armen des Kreuzes. Wir bitten Dich Dich für die Brüder und Schwestern, die um des Glaubens willen Verfolgung leiden. Laß das Blut der Märtyrer zu einem Zeugnis Deiner Wahrheit werden. Wir rufen Dich an: Herr, erbarme Dich.

Erbarme Dich über das Elend der Menschen und das Leiden der Kreatur. Tröste und stärke, die geplagt und geschlagen sind. Erquicke die Sterbenden durch das Kreuz Christi. Wir rufen Dich an: Herr, erbarme Dich.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.188

Kollekte

Halte Du Wacht, lieber Herr, über alle, die in dieser Nacht wirken oder wachen oder weinen. Und nimm durch Deine Engel einen jeden in Obhut, der schläft. Wende Dich den Kranken zu. Schenke Rast allen, die erschöpft und müde sind. Segne die Sterbenden. Laß die Leidenden Ruhe finden. Sei den Betrübten nahe und beschirme die Fröhlichen. Um Deiner Liebe willen bitten wir Dich, Jesus Christus, Du unser Bruder und Herr.

Ebd. 189

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Verzage nicht, Du Häuflein klein

Verzage nicht, Du Häuflein klein, obschon die Feinde willens sein, Dich gänzlich zu verstören, und suchen Deinen Untergang, davon Dir wird recht angst und bang: es wird nicht lange währen.

Tröste Dich nur, daß Deine Sach ist Gottes, dem befiehl die Rach und laß es ihn nur walten. Er wird durch einen Gideona, den er wohl weiß, Dir helfen schon, Dich und sein Wort erhalten.

So wahr Gott Gott ist und sein Wort, muß Teufel, Welt und Höllenpfort und was dem tut anhangen endlich werden zu Hohn und Spott; Gott ist mit uns und wir mit Gott, den Sieg wolln wir erlangen.

Jakob Fabricius um 1635 (LKG 56)

Donnerstag nach dem 13. Sonntag nach Trinitatis (Der gute Samariter)

Christus spricht: Was Ihr getan habt einem unter meinen geringsten Brüdern, das habt Ihr mir getan. 

Matthäus 25,40

Kollekte zum 13. Sonntag nach Trinitatis

Barmherziger Gott, wir bitten Dich, entzünde in unseren Herzen das Feuer Deiner Liebe, daß wir Dir und unserem Nächsten nach Deinem Wohlgefallen dienen mögen, durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.149

Fortlaufende Lese

Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an.  14 Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes.  15 Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.  16 Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie. 

Markus 10,13-16

Tageslese

Paulus, Gefangener Christi Jesu, und Timotheus, der Bruder, an den lieben Philemon, unsern Mitarbeiter, 2 und an Aphia, die Schwester, und Archippus, unsern Mitstreiter, und an die Gemeinde in deinem Hause: 3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
4 Ich danke meinem Gott allezeit, wenn ich deiner gedenke in meinen Gebeten – 5 denn ich höre von der Liebe und dem Glauben, die du hast an den Herrn Jesus und zu allen Heiligen –, 6 dass dein Glaube, den wir miteinander haben, kräftig werde in Erkenntnis all des Guten bei uns, auf Christus hin. 7 Denn ich hatte große Freude und Trost durch deine Liebe, weil die Herzen der Heiligen erquickt sind durch dich, lieber Bruder.
8 Darum, obwohl ich in Christus alle Freiheit habe, dir zu gebieten, was zu tun ist, 9 will ich um der Liebe willen eher bitten, so wie ich bin: Paulus, ein alter Mann, nun aber auch ein Gefangener Christi Jesu. 10 So bitte ich dich wegen meines Kindes Onesimus[1], den ich gezeugt habe in der Gefangenschaft, 11 der dir früher unnütz war, jetzt aber dir und mir sehr nützlich ist. 12 Den sende ich dir wieder zurück und damit mein eigenes Herz. 13 Ich wollte ihn gern bei mir behalten, damit er mir an deiner statt diene in der Gefangenschaft um des Evangeliums willen. 14 Aber ohne deinen Willen wollte ich nichts tun, damit das Gute dir nicht abgenötigt wäre, sondern freiwillig geschehe. 15 Denn vielleicht war er darum eine Zeit lang von dir getrennt, damit du ihn auf ewig wiederhast, 16 nicht mehr als einen Sklaven, sondern als einen, der mehr ist als ein Sklave: ein lieber Bruder, besonders für mich, wie viel mehr aber für dich, sowohl im leiblichen Leben wie auch im Herrn. 17 Wenn du mich nun für deinen Freund hältst, so nimm ihn auf wie mich selbst. 18 Wenn er aber dir geschadet hat oder etwas schuldig ist, das rechne mir an. 19 Ich, Paulus, schreibe es mit eigener Hand: Ich will’s bezahlen; ich schweige davon, dass du dich selbst mir schuldest. 20 Ja, mein Bruder, gönne mir, dass ich mich an dir erfreue in dem Herrn; erquicke mein Herz in Christus. 21 Im Vertrauen auf deinen Gehorsam schreibe ich dir; denn ich weiß, du wirst mehr tun, als ich sage. 22 Zugleich bereite mir eine Herberge; denn ich hoffe, dass ich durch eure Gebete euch geschenkt werde.
23 Es grüßt dich Epaphras, mein Mitgefangener in Christus Jesus, 24 Markus, Aristarch, Demas, Lukas, meine Mitarbeiter. 25 Die Gnade des Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist! 

Philemon 1-25

Abendgebet am Donnerstag

Herr, wir danken Dir für Deine Wunder und Geheimnisse, für die Offenbarung Deines göttlichen Geistes. Du bist den Deinen das Brot des Lebens. Du bist der lebendige Weinstock. Herr, wir wissen: Dein Licht siegt über alle Finsternis. Deine Wahrheit endet allen Wahn. Deine Liebe befreit von aller Furcht. Wir danken Dir für Deine Nähe und rufen Dich an: Herr, erbarme Dich.

Wir bitten Dich: Vollende Deine Offenbarung. Mache uns zu Erben Deines Reiches. Herr, wir warten auf Dich: Herr, erbarme Dich.

Füge zu neuer Gemeinschaft, was unter uns zerrissen ist, heile, was krank ist, belebe, was tot ist und unfruchtbar. Füge uns zusammen zu dem heiligen Bau Deiner Kirche; mache sie zur Stätte des Friedens, zum Haus der Gnade, bei uns und in aller Welt. Wir danken Dir für Deine Nähe und rufen Dich an: Herr, erbarme Dich.

Schaffe den Verlorenen Rettung, den Gebundenen Freiheit, den bedrängten Herzen Heilung und Frieden. Gib uns offene Augen für die Brüder und Schwestern und Hände, die zum Helfen bereit sind. Stärke in uns den Geist der Kundschaft, daß wir alles von Dir erwarten und Dir die Ehre geben. Wir danken Dir für Deine Nähe und rufen Dich an: Herr, erbarme Dich.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.183f

Kollekte

Gott, Du verbindest alle, die an Dich glauben, zu Gemeinschaft und Dienst. Gib, daß wir lieben, was Du uns sagst, und ersehnen, was Du verheißen hast, damit in der Unbeständigkeit dieses Lebens unsere Herzen dort verankert sind, wo die wahre Freude ist. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn und Bruder, der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und wirkt in Ewigkeit. Amen.

Ebd.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Ach bleib mit Deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ (LKG 55)

Unterwegs an Ulm vorbei

Ach bleib mit Deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ, daß uns hinfort nicht schade des bösen Feindes List.

Ach bleib mit Deinem Worte bei uns, Erlöser wert, daß uns – beid, hier und dorte – sei Güt und Heil beschert.

Ach bleib mit Deinem Glanze bei uns, Du wertes Licht; Dein Wahrheit uns umschanze, damit wir irren nicht.

Ach bleib mit Deinem Segen bei uns, Du reicher Herr; Dein Gnad und alls Vermögen in uns reichlich vermehr.

Ach bleib mit Deinem Schutze bei uns, Du starker Held, daß uns der Feind nicht trutze noch fäll die böse Welt.

Ach bleib mit Deiner Treue bei uns, mein Herr und Gott; Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Not.

Josua Stegmann 1627 (LKG 55)

Mittwoch nach dem 13. Sonntag nach Trinitatis (Der gute Samariter)

Christus spricht: Was Ihr getan habt einem unter meinen geringsten Brüdern, das habt Ihr mir getan. 

Matthäus 25,40

Kollekte zum 13. Sonntag nach Trinitatis

Barmherziger Gott, wir bitten Dich, entzünde in unseren Herzen das Feuer Deiner Liebe, daß wir Dir und unserem Nächsten nach Deinem Wohlgefallen dienen mögen, durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.149

Fortlaufende Lese

Und er machte sich von dort auf und kam in das Gebiet von Judäa und jenseits des Jordans. Und abermals lief das Volk in Scharen bei ihm zusammen, und wie es seine Gewohnheit war, lehrte er sie abermals.  2 Und Pharisäer traten hinzu und fragten ihn, ob es einem Mann erlaubt sei, sich von seiner Frau zu scheiden, und versuchten ihn damit.  3 Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Was hat euch Mose geboten?  4 Sie sprachen: Mose hat zugelassen, einen Scheidebrief zu schreiben und sich zu scheiden.  5 Jesus aber sprach zu ihnen: Um eures Herzens Härte willen hat er euch dieses Gebot geschrieben;  6 aber von Anfang der Schöpfung an hat Gott sie geschaffen als Mann und Frau.  7 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird an seiner Frau hängen,  8 und die zwei werden ein Fleisch sein. So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch.  9 Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.  10 Und im Haus fragten ihn die Jünger abermals danach.  11 Und er sprach zu ihnen: Wer sich scheidet von seiner Frau und heiratet eine andere, der bricht ihr gegenüber die Ehe;  12 und wenn die Frau sich scheidet von ihrem Mann und heiratet einen andern, bricht sie die Ehe. 

Markus 10,1-12

Tageslese

Die Leute von Ninive werden auftreten beim Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Buße nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr als Jona. Die Königin vom Süden wird auftreten beim Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen; denn sie kam vom Ende der Erde, Salomos Weisheit zu hören. Und siehe, hier ist mehr als Salomo. Wenn der unreine Geist von einem Menschen ausgefahren ist, so durchstreift er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht. Dann spricht er: Ich will wieder zurückkehren in mein Haus, aus dem ich fortgegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er’s leer, gekehrt und geschmückt.

Markus 12:41-44

Abendgebet am Mittwoch

Herr, wir danken Dir in dieser Abendstunde, daß Du uns Kraft gegeben hast zu unserer Arbeit und uns trägst mit Deinem Erbarmen. Wir bitten Dich: Wandle in Segen, was uns ängstigt und beschwert. Wir rufen: Herr, erbarme Dich!

Wie die Früchte des Feldes gedeihen unter Sonne, Wind und Wolken, laß auch uns reifen für Deine Ernte. Dein sind wir im Licht und im Dunkel der Zeit. Du segnest unseren Ausgang und Eingang in Ewigkeit. Wir rufen: Herr, erbarme Dich!

Wir bitten Dich für die Familien in unserer Gemeinde und für die Alleinlebenden. Verbinde uns in gegenseitiger Liebe und Achtung. Walte mit Deinem Segen in Häusern, Schulen und Arbeitsstätten und erwecke Dir treue Diener und Bekenner in allen Lebensbereichen. Wir rufen: Herr, erbarme Dich!

Wir bitten Dich für das Leben und die Zukunft unseres Volkes, für seine Freiheit und seinen Frieden. Gib den Regierenden Weisheit und Kraft, daß sie ihr Amt führen Dir zum Wohlgefallen und uns zum Segen. Erhalte den Frieden unter den Völkern, bewahre uns und alle Welt vor Krieg und Blutvergießen. Wir rufen: Herr, erbarme Dich!

Überwinde, was uns trennt. Wehre allen, die Zwietracht säen. Wecke in uns den Mut zur Wahrheit und den Sinn für Gerechtigkeit. Stärke unsere Bereitschaft, einander zu dienen. Sachaffe unter uns ein Volk zu Deinem Eigentum. Wir rufen: Herr, erbarme Dich!

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.179

Kollekte

Gott, Du beschützt alle, die auf Dich hoffen. Ohne Dich wird nichts wieder heil und ist nichts heilig. Führe uns in Deinem Erbarmen den rechten Weg und hilf uns, die vergänglichen Güter so zu gebrauchen, daß wir die ewigen nicht verlieren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Ebd. 180

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Herr Gott, erhalt uns für und für die reine Katechismuslehr (LKG 54)

Herr Gott, erhalt uns für und für die reine Katechismuslehr,
der jungen einfältigen Welt  durch Deinen Luther vorgestellt:

Daß wir lernen die zehn Gebot, beweinen unsre Sünd und Not,
und doch an Dich und Deinen Sohn glauben, im Geist erleuchtet schon.

Dich, unsern Vater rufen an, der allen helfen will und kann,
daß wir als Kinder nach der Tauf christlich vollbringen unsern Lauf,

So jemand fällt, nicht liegen bleib, sondern zur Beichte komm und gläub,
zur Stärkung nehm das Sakrament. Amen, Gott geb ein selig End.

Ludwig Helmbold 1594 (LKG 54)

Dienstag nach dem 13. Sonntag nach Trinitatis (Der gute Samariter)

Christus spricht: Was Ihr getan habt einem unter meinen geringsten Brüdern, das habt Ihr mir getan. 

Matthäus 25,40

Kollekte zum 13. Sonntag nach Trinitatis

Barmherziger Gott, wir bitten Dich, entzünde in unseren Herzen das Feuer Deiner Liebe, daß wir Dir und unserem Nächsten nach Deinem Wohlgefallen dienen mögen, durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.149

Fortlaufende Lese

Und wer einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, dass ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt und er ins Meer geworfen würde.  Wenn dich aber deine Hand verführt, so haue sie ab! Es ist besser für dich, dass du verkrüppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei Hände hast und fährst in die Hölle, in das Feuer, das nie verlöscht.  Und wenn dich dein Fuß verführt, so haue ihn ab! Es ist besser für dich, dass du lahm zum Leben eingehst, als dass du zwei Füße hast und wirst in die Hölle geworfen.  Und wenn dich dein Auge verführt, so wirf’s von dir! Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Reich Gottes eingehst, als dass du zwei Augen hast und wirst in die Hölle geworfen,  wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht.  Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden.  Das Salz ist gut; wenn aber das Salz nicht mehr salzt, womit werdet ihr’s würzen? Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander! 

Markus 9,42-50

Tageslese

Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.
41 Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, der wird den Lohn eines Propheten empfangen; und wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, der wird den Lohn eines Gerechten empfangen.
42 Und wer einem dieser Kleinen auch nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch: Er wird nicht um seinen Lohn kommen.

Matthäus 10,40-42

Fürbitten am Montagabend

Herr, höre unser Gebet, neige Dich unserem Rufen, Mächte der Finsternis und Gewalten der Bosheit, Geister der Lüge bedrängen uns. Von allen Seiten gehen sie wieder uns an, daß sie uns verschlingen. Aber Du, Herr, bist mächtig in der Höhe. Zu Dir nehmen wir Zuflucht und rufen: Herr, erbarme Dich.

Du bist unsere Burg, ein starker Schutz gegen unsere Feinde. Laß unsere Seele frei hindurchgehen und Trost haben in Dir. Zu Dir nehmen wir Zuflucht und rufen: Herr, erbarme Dich.

Wir bitten Dich für alle, die im Kampf stehen; für alle, die wider die Welt und ihr eigenes Wesen streiten für Deine Ehre und Dein ewiges Reich; für alle, die um Deines Namens willen angefochten sind und Verfolgung leiden. Erhalte sie in der Gewissheit, daß Du den Sieg für uns errungen hast und daß uns nichts aus Deiner Hand reißen kann. Zu Dir nehmen wir Zuflucht und rufen: Herr, erbarme Dich.

Bewahre Deine ganze Christenheit, daß sie der List des Satans nicht erliege. Zeige uns allen Deine Macht, daß wir nicht verzagen, sondern den Sieg behalten. Zu Dir nehmen wir Zuflucht und rufen: Herr, erbarme Dich.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.171

Kollekte

Gott, Du Ursprung des Friedens. Dich zu kennen heißt ewiges Leben und Dir zu dienen ist wahre Freiheit. Schütze uns gegen alle Angriffe von Feinden, daß wir im Vertrauen auf Deinen Beistand keine Macht der Welt fürchten müssen, sondern der Kraft Christi gewiß werden, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und wirkt in Ewigkeit. Amen.

Ebd. 176

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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