O Heiliger Geist, kehr bei uns ein und laß uns Deine Wohnung sein, o komm, Du Herzenssonne.

Bad Wimpfen am Neckar im Kreichgau.

O Heilger Geist, kehr bei uns ein und lass uns Deine Wohnung sein, o komm, Du Herzenssonne. Du Himmelslicht, lass Deinen Schein bei uns und in uns kräftig sein zu steter Freud und Wonne. Sonne, Wonne, himmlisch Leben willst Du geben, wenn wir beten; zu Dir kommen wir getreten.

Du Quell, draus alle Weisheit fließt, die sich in fromme Seelen gießt: lass Deinen Trost uns hören, dass wir in Glaubenseinigkeit auch können alle Christenheit Dein wahres Zeugnis lehren. Höre, lehre, dass wir können Herz und Sinnen Dir ergeben, Dir zum Lob und uns zum Leben.

Steh uns stets bei mit Deinem Rat und führ uns selbst auf rechtem Pfad, die wir den Weg nicht wissen. Gib uns Beständigkeit, dass wir getreu Dir bleiben für und für, auch wenn wir leiden müssen. Schaue, baue, was zerrissen und beflissen, Dich zu schauen und auf Deinen Trost zu bauen.

Lass uns Dein edle Balsamkraft empfinden und zur Ritterschaft dadurch gestärket werden, auf dass wir unter Deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz mit freudigen Gebärden. Lass Dich reichlich auf uns nieder, dass wir wieder Trost empfinden, alles Unglück überwinden.

Michael Schirmer 1640 (LKG 187,1-4)

Gebenedeit sei die Heilige Dreifaltigkeit und ungeteilte Einigkeit. 

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. (Jesaja 6,3) 

Trinitatis 

Ewiger, dreieiniger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Du hast uns erschaffen, erlöst und geheiligt. Wir danken Dir für Deine Gnade, für die Fülle Deiner Gaben und bitten Dich, Du wollest unsere Augen erleuchten, daß wir schauen Deine Geheimnisse, Deine Herrlichkeit anbeten und endlich Bürger werden der himmlischen Stadt, da wir mit neuen Zungen Dich loben und preisen werden, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 138.

Fortlaufende Lesung 

 Ihr aber seid der Leib Christi und jeder Einzelne ein Glied.  28 Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann gab er die Kraft, Wunder zu tun, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede.  29 Sind sie denn alle Apostel? Sind sie alle Propheten? Sind sie alle Lehrer? Haben sie alle die Kraft, Wunder zu tun,  30 haben sie alle Gaben, gesund zu machen? Reden sie alle in Zungen? Können sie alle auslegen?  31 Strebt aber nach den größeren Gaben! Und ich will euch einen noch besseren Weg zeigen. 

1. Korinther 12:27-31

Tageslese

Dies schreibe ich dir und hoffe, bald zu dir zu kommen; 15 wenn ich aber erst später komme, sollst du wissen, wie man sich verhalten soll im Hause Gottes, welches ist die Gemeinde des lebendigen Gottes, ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit. 16 Und groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens: Er[2] ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit. 

1. Timotheus 3,14-16

Morgengebet am Donnerstag

Herr, du Erzhirte und Bischof meiner Seele, zu Beginn dieses Tages rufe ich dich an und bitte um deinen gnädigen Beistand. Mir ist bange, wenn ich auf die Größe meines Dienstes sehe, der mich erwartet, und auf die kleine Kraft, die ich in mir habe. Auch spüre ich den Widerstreit meines natürlichen Herzens, das sich so schwer unter dein Joch beugen will. 

Laß mich deines Beistandes gewiß werden und rüste mich mit einem freudigen Geist aus, daß ich dir heute ein gehorsamer Diener bin ohne Menschenfurcht und Menschengefälligkeit. Dein Bild stelle vor meiner Seele, dein Sieg gebe mir getrosten Mut und barmherzigen Sinn. Dein Erscheinen am Ende der Tage leuchte in alle Dunkelheit der Welt und heilige mein Wirken in meinem Amt, daß ich dir wohlgefalle. Amen. 

Orate fratres S. 52

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Freut Euch, Ihr Christen alle

Kirche zum Heiligen Kreuz (Klöden an der Elbe)

Freut Euch, Ihr Christen alle, Gott schenkt uns seinen Sohn; lobt ihn mit großem Schalle, er sendet auch vom Thron des Himmels seinen Geist, der uns durchs Wort recht lehret, des Glaubens Licht vermehret und uns auf Christus weist.

Er lässet offenbaren als unser höchster Hort uns, die wir Toren waren, das himmlisch Gnadenwort. Wie groß ist seine Güt! Nun können wir ihn kennen und unsern Vater nennen, der uns allzeit behüt’.

Verleih, dass wir Dich lieben, o Gott von großer Huld, durch Sünd Dich nicht betrüben, vergib uns unsre Schuld, führ uns auf ebner Bahn, hilf, dass wir Dein Wort hören und tun nach Deinen Lehren: das ist recht wohlgetan.

Von oben her uns sende den Geist, den edlen Gast; der stärket uns behende, wenn uns drückt Kreuzeslast. Tröst uns in Todespein, mach auf die Himmelstüre, uns miteinander führe zu Deinem Freudenschein.

Georg Werner 1639 (LKG 186)

Gebenedeit sei die Heilige Dreifaltigkeit und ungeteilte Einigkeit. 

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. (Jesaja 6,3) 

Trinitatis 

Ewiger, dreieiniger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Du hast uns erschaffen, erlöst und geheiligt. Wir danken Dir für Deine Gnade, für die Fülle Deiner Gaben und bitten Dich, Du wollest unsere Augen erleuchten, daß wir schauen Deine Geheimnisse, Deine Herrlichkeit anbeten und endlich Bürger werden der himmlischen Stadt, da wir mit neuen Zungen Dich loben und preisen werden, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 138.

Fortlaufende Lesung 

Denn wie der Leib einer ist und hat doch viele Glieder, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus.  13 Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt.  14 Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.  15 Wenn nun der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum gehöre ich nicht zum Leib!, gehört er deshalb etwa nicht zum Leib?  16 Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum gehöre ich nicht zum Leib!, gehört es deshalb etwa nicht zum Leib?  17 Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruch?  18 Nun aber hat Gott die Glieder eingesetzt, ein jedes von ihnen im Leib, so wie er gewollt hat.  19 Wenn aber alle Glieder ein Glied wären, wo bliebe der Leib?  20 Nun aber sind es viele Glieder, aber der Leib ist einer.  21 Das Auge kann nicht sagen zu der Hand: Ich brauche dich nicht; oder wiederum das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht.  22 Vielmehr sind die Glieder des Leibes, die uns schwächer erscheinen, die nötigsten;  23 und die uns weniger ehrbar erscheinen, die umkleiden wir mit besonderer Ehre; und die wenig ansehnlich sind, haben bei uns besonderes Ansehen;  24 denn was an uns ansehnlich ist, bedarf dessen nicht. Aber Gott hat den Leib zusammengefügt und dem geringeren Glied höhere Ehre gegeben,  25 auf dass im Leib keine Spaltung sei, sondern die Glieder einträchtig füreinander sorgen.  26 Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit. 

1.Korinther 12:12-26

Tageslese

So ermahne ich euch nun, ich, der Gefangene in dem Herrn, dass ihr der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid, 2 in aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Ertragt einer den andern in Liebe 3 und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens: 4 ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; 5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; 6 ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen.

Epheser 4,1-6

Gebet am Mittwoch

Herr, laß uns freudig den Weg deiner Gebote gehen und mach uns stille vor dir, um im stillen Wandel von deiner Gnade zu zeugen und deine Kräfte in diese Welt hineinzutragen. Laß dein Licht durch uns leuchten, daß die Menschen gute Werke an uns sehen und den Vater im Himmel preisen. Richte unser Leben also, daß uns am Ende keiner verklage, dem wir Erbarmen und Liebe schuldig geblieben sind, und wir aufgenommen werden in die ewigen Hütten. Amen. 

Orate fratres S. 44

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Heilger Geist, Du Tröster mein

Heilger Geist, Du Tröster mein, hoch vom Himmel uns erschein mit dem Licht der Gnaden dein.

Komm, Vater der armen Herd, komm mit Deinen Gaben wert, uns erleucht auf dieser Erd.

O Du selig Gnadensonn, füll das Herz mit Freud und Wonn aller, die Dich rufen an.

Ohn Dein Beistand, Hilf und Gunst ist all unser Tun und Kunst vor Gott ganz und gar umsonst.

Lenk uns nach dem Willen Dein, wärm die kalten Herzen fein, bring zurecht, die irrig sein.

Gib uns Herr, wir bitten Dich, die wir glauben festtäglich, Deine Gaben mildiglich,

daß wir leben heiliglich, danach sterben seliglich bei Dir bleiben ewiglich.

Nach der mittelalterlichen Pfingstsequenz “Veni Sancte Spiritus” von Martin Moller 1584. (LKG 185)

Gebenedeit sei die Heilige Dreifaltigkeit und ungeteilte Einigkeit. 

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. (Jesaja 6,3) 

Trinitatis 

Ewiger, dreieiniger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Du hast uns erschaffen, erlöst und geheiligt. Wir danken Dir für Deine Gnade, für die Fülle Deiner Gaben und bitten Dich, Du wollest unsere Augen erleuchten, daß wir schauen Deine Geheimnisse, Deine Herrlichkeit anbeten und endlich Bürger werden der himmlischen Stadt, da wir mit neuen Zungen Dich loben und preisen werden, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 138.

Fortlaufende Lesung 

Über die Gaben des Geistes aber will ich euch, Brüder und Schwestern, nicht in Unwissenheit lassen.  2 Ihr wisst: Als ihr Heiden wart, zog es euch mit Macht zu den stummen Götzen.  3 Darum tue ich euch kund, dass niemand, der durch den Geist Gottes redet, sagt: Verflucht sei Jesus. Und niemand kann sagen: Jesus ist der Herr, außer durch den Heiligen Geist.  4 Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist.  5 Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr.  6 Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen.  7 Durch einen jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller.  8 Dem einen wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben; dem andern ein Wort der Erkenntnis durch denselben Geist;  9 einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist;  10 einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen.  11 Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist, der einem jeden das Seine zuteilt, wie er will. 

1. Korinther 12,1-11

Tageslese

Ich will euch nämlich wissen lassen, welchen Kampf ich für euch und für die in Laodizea und für alle führe, die mich nicht von Angesicht gesehen haben, 2 auf dass ihre Herzen gestärkt und verbunden werden in der Liebe und zu allem Reichtum an der Fülle der Einsicht, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist. 3 In ihm liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis. 4 Ich sage das, damit euch niemand betrüge mit verführerischen Reden. 5 Denn obwohl ich leiblich abwesend bin, so bin ich doch im Geist bei euch und freue mich, wenn ich eure Ordnung und euren festen Glauben an Christus sehe.
6 Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christus Jesus, so lebt auch in ihm, 7 verwurzelt und gegründet in ihm und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und voller Dankbarkeit. 8 Seht zu, dass euch niemand einfange durch die Philosophie und leeren Trug, die der Überlieferung der Menschen und den Elementen der Welt folgen und nicht Christus. 9 Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.

Kolosser 2,1-9

Gebet zu Trinitatis 

Herr Gott Vater: Du hast alles erschaffen und erhältst es in unergründlichem Erbarmen. Herr Jesus Christus: Du trägst die Sünde der Welt und hast uns durch Dein Kreuz und Auferstehen das Leben gebracht. Herr Gott Heiliger Geist: Du erleuchtest und regierst Deine heilige Kirche. Wir beten Dich an!

Heiliger Gott, Du hast uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, Du hast uns erlöst durch das Blut Deines Sohnes und hast uns wissen lassen das Geheimnis Deines Willens, Du hast uns den Geist der Kindschaft gegeben und hast Deine Gemeinde zum Leib gemacht, dessen Haupt Jesus Christus ist. Wir beten Dich an!

Herr, erwecke unter uns Menschen, die Dir dienen in der Kraft des Glaubens und im Gehorsam der Liebe durch Deinen Heiligen Geist.

Herr, wir bitten Dich für die ganze Christenheit: erneuere Deine Kirche; heile, was krank ist; belebe, was tot ist. Segne unser Volk und alle, die uns regieren, und erwecke Dir treue Nachfolger in allen Lebensbereichen. Gib Kraft und Gelingen zum täglichen Werk, gib uns Geduld und Treue; hilf, daß wir uns bewähren als Deine Kinder und als Zeugen Deiner unvergänglichen Wahrheit, damit wir Dich mit Freuden preisen und allezeit Deinen Namen bekennen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen. 

Evangelisch-Lutherische Kirchenagende. Hg.v. der Kirchenleitung der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Bd. 1. 1997: Herder, Freiburg u.a. S. 440 + 461. 

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

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Dr. Martin Luther predigt nochmal an Trinitatis

“Die Figur der Tauff” von Lucas Cranach d.J.

Dr. Martin Luther predigt die “ander Predigt über das Evangelion Johanis 3” am hohen Fest der Trinität (WA 52 S.345-356):

Hier vorgelesen:

An English translation of Dr. Martin Luther´s other sermon on the high Holiday of the Holy Trinity on John 3,1-15 (Nicodemus) recorded in “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 2 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.658-681:


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Durch Dich besteht der neue Bund

Fourneville

Durch Dich besteht der neue Bund, ohn Dich wird Gott niemandem kund, Du neuerst unsre Herzen und rufst darin dem Vater zu, schaffst uns viel Freud und große Ruh und tröstest uns in Schmerzen, daß uns auch Leiden Ehre ist, da Du durch Lieb gegossen bist in unser Herz ohn Klage. Du leitest uns auf ebnem Weg und führst uns hie den rechten Steg, weckst uns am jüngsten Tage.

Du, der lebendge Brunnenquell, der Gottes Stadt durchfließet hell, erquickest das Gemüte. Durch Dich besteht des Vaters Bau; Du willst und gibst, dass man Dir trau, Du bist die Gottesgüte. Irden Geschirr nur sind wir, weich, brechen gar leicht von jedem Streich; Du selbst wollst uns bewahren, uns brennen wohl in Deiner Glut, daß uns der Feind nicht schaden tut, so wir von hinnen fahren.

Lass uns nicht sündgen wider Dich, zum Tempel weih uns ewiglich, lehr uns mit Glauben beten, daß Jesus Christus hie auf Erd durch Dich in uns verkläret werd; all Schwachheit wollst vertreten. Der Welt Art stark noch in uns ist, und unser Fleisch danach gelüst’; drum wollst uns täglich strafen um Sünd und um Gerechtigkeit und um Gericht mit Gütigkeit, daß wir in Gott entschlafen.

Nach Ambrosius Blaurer 1537 (LKG 184,7-9)

Gebenedeit sei die Heilige Dreifaltigkeit und ungeteilte Einigkeit. 

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. (Jesaja 6,3)

Trinitatis

Ewiger, dreieiniger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Du hast uns erschaffen, erlöst und geheiligt. Wir danken Dir für Deine Gnade, für die Fülle Deiner Gaben und bitten Dich, Du wollest unsere Augen erleuchten, daß wir schauen Deine Geheimnisse, Deine Herrlichkeit anbeten und endlich Bürger werden der himmlischen Stadt, da wir mit neuen Zungen Dich loben und preisen werden, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 138.

Fortlaufende Lesung

Wer also unwürdig von dem Brot isst oder von dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn.  28 Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so esse er von diesem Brot und trinke von diesem Kelch.  29 Denn wer isst und trinkt und nicht bedenkt, welcher Leib es ist, der isst und trinkt sich selber zum Gericht.  30 Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter euch, und nicht wenige sind entschlafen.  31 Wenn wir uns selber richteten, so würden wir nicht gerichtet.  32 Wenn wir aber von dem Herrn gerichtet werden, so werden wir gezüchtigt, auf dass wir nicht samt der Welt verdammt werden.  33 Darum, meine Brüder und Schwestern, wenn ihr zusammenkommt, um zu essen, so wartet aufeinander.  34 Hat jemand Hunger, so esse er daheim, auf dass ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Alles andere will ich ordnen, wenn ich komme. 

1. Korinther 11,27-34

    Tageslese

    Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR ist einer. 5 Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. 6 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen 7 und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst. 8 Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sie sollen dir ein Merkzeichen zwischen deinen Augen sein, 9 und du sollst sie schreiben auf die Pfosten deines Hauses und an die Tore. 10 Wenn dich nun der HERR, dein Gott, in das Land bringen wird, von dem er deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, es dir zu geben – große und schöne Städte, die du nicht gebaut hast, 11 und Häuser voller Güter, die du nicht gefüllt hast, und ausgehauene Brunnen, die du nicht ausgehauen hast, und Weinberge und Ölbäume, die du nicht gepflanzt hast –, und wenn du nun isst und satt wirst, 12 so hüte dich, dass du nicht den HERRN vergisst, der dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt hat, 13 sondern du sollst den HERRN, deinen Gott, fürchten und ihm dienen und bei seinem Namen schwören. 

    5. Mose (Deuteronomium) 6,4-13

    Gebet zu Trinitatis

    Gelobt seist Du, Herr Gott, allmächtiger Vater: Du hast alles aus dem Nichts geschaffen durch Dein allmächtiges Wort. Gelobt seist Du, Herr, Gottes Sohn, barmherziger Heiland: Du hast die Welt erlöst durch Dein teures Blut. Gelobt seist Du, Herr Gott, Heiliger Geist: Du baust die heilige Kirche und entzündest in den Herzen der Gläubigen das Feuer Deiner Liebe.

    Heilige Dreifaltigkeit, Dich preisen und loben wir, Dich ehren wir und beten Dich an. Wir rühmen Deine unaussprechliche Macht, durch die Du alle Dinge regierst, und Deine unermeßliche Güte, durch die Du alle Dinge erhältst.

    Du Schöpfer, Heiland und Tröster, gib Gnade, daß wir Deinen Willen recht verstehen und vollbringen, Dir ganz angehören und so im Leben und Sterben Dir Wohlgefallen.

    Herr, wir bitten Dich für die ganze Christenheit: erneuere Deine Kirche; heile, was krank ist; belebe, was tot ist. Segne unser Volk und alle, die uns regieren, und erwecke Dir treue Nachfolger in allen Lebensbereichen. Gib Kraft und Gelingen zum täglichen Werk, gib uns Geduld und Treue; hilf, daß wir uns bewähren als Deine Kinder und als Zeugen Deiner unvergänglichen Wahrheit, damit wir Dich mit Freuden preisen und allezeit Deinen Namen bekennen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

    Evangelisch-Lutherische Kirchenagende. Hg.v. der Kirchenleitung der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Bd. 1. 1997: Herder, Freiburg u.a. S. 439 + 461.

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
    Friede sei mit Euch + 
    AmenAmen

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    Dr. Martin Luther predigt zu Trinitatis

    Das deutsche Tedeum von Dr. Martin Luther

    Dr. Martin Luther predigt am hohen Fest der Trinität über die Heilige Dreifaltigkeit (WA 52 S.335-345):

    Und hier vorgelesen:

    An English translation of Dr. Martin Luther´s sermon on the Holy Trinity recorded in “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 2 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.648-657:


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    Das hohe Fest der Hl. Dreifaltigkeit (Trinitatis)

    “Trinität” von Lucas Cranach d.J. um 1584, Gemäldegalerie Alter Meister Dresden

    Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll.

    Jesaja 6,3

    Gebenedeit sei die Heilige Dreifaltigkeit und ungeteilte Einigkeit.

    Ewiger, dreieiniger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Du hast uns erschaffen, erlöst und geheiligt. Wir danken Dir für Deine Gnade, für die Fülle Deiner Gaben und bitten Dich, Du wollest unsere Augen erleuchten, daß wir schauen Deine Geheimnisse, Deine Herrlichkeit anbeten und endlich Bürger werden der himmlischen Stadt, da wir mit neuen Zungen Dich loben und preisen werden, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

    Orate fratres S. 138.

    Introitus

    Halleluja! Lobet, ihr Knechte des HERRN, lobet den Namen des HERRN! 2 Gelobt sei der Name des HERRN von nun an bis in Ewigkeit! 3 Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des HERRN! 4 Der HERR ist hoch über alle Völker; seine Herrlichkeit reicht, so weit der Himmel ist. 5 Wer ist wie der HERR, unser Gott, der oben thront in der Höhe, 6 der niederschaut in die Tiefe, auf Himmel und Erde; 7 der den Geringen aufrichtet aus dem Staube und erhöht den Armen aus dem Schmutz, 8 dass er ihn setze neben die Fürsten, neben die Fürsten seines Volkes; 9 der die Unfruchtbare im Hause wohnen lässt, dass sie eine fröhliche Kindermutter wird. Halleluja! 

    Psalm 113

    Alttestamentliche Lesung

     In dem Jahr, als der König Usija starb, sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron und sein Saum füllte den Tempel. 2 Serafim standen über ihm; ein jeder hatte sechs Flügel: Mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie. 3 Und einer rief zum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll! 4 Und die Schwellen bebten von der Stimme ihres Rufens und das Haus ward voll Rauch. 5 Da sprach ich: Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen. 6 Da flog einer der Serafim zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, 7 und rührte meinen Mund an und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen berührt, dass deine Schuld von dir genommen werde und deine Sünde gesühnt sei. 8 Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich! 9 Und er sprach: Geh hin und sprich zu diesem Volk: Höret und verstehet’s nicht; sehet und merket’s nicht! 10 Verfette das Herz dieses Volks und ihre Ohren verschließe und ihre Augen verklebe, dass sie nicht sehen mit ihren Augen noch hören mit ihren Ohren noch verstehen mit ihrem Herzen und sich nicht bekehren und genesen. 11 Ich aber sprach: Herr, wie lange? Er sprach: Bis die Städte wüst werden, ohne Einwohner, und die Häuser ohne Menschen und das Feld ganz wüst daliegt. 12 Denn der HERR wird die Menschen weit wegführen, sodass das Land sehr verlassen sein wird. 13 Auch wenn nur der zehnte Teil darin bleibt, so wird es abermals kahl gefressen werden, doch wie bei einer Terebinthe oder Eiche, von denen beim Fällen noch ein Stumpf bleibt. Ein heiliger Same wird solcher Stumpf sein. 

    Jesaja 6

    Das deutsche Sanctus

    Jesaia, dem Propheten, das geschah, daß er im Geist den Herren sitzen sah
    auf einem hohen Thron im hellem Glanz seines Kleides Saum den Chor füllet ganz.
    Es stunden zween Seraph bei ihm daran, sechs Flügel sah er einen jeden han;
    mit zween verbargen sie ihr Antlitz klar, mit zween bedeckten sie die Füße gar,
    und mit den andern zween sie flogen frei, gen ander riefen sie mit großem Gschrei:
    “Heilig ist Gott, der Herre Zebaoth! Heilig ist Gott, der Herre Zebaoth! Heilig ist Gott, der Herre Zebaoth! Sein’ Ehr’ die ganze Welt erfüllet hat.” Von dem Gschrei zittern Schwell und Balken gar, das Haus auch ganz voll Rauchs und Nebels war.

    Dr. Martin Luther 1526 (LKG 6)

    Epistolische Lektion

    Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme.
    33 O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! 34 Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen«? 35 Oder »wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass Gott es ihm zurückgeben müsste?« 36 Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen. 

    Römer 11,32-36

    Das heilige Evangelium

    Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster der Juden. 2 Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. 3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. 4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? 5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. 6 Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. 7 Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden. 8 Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist. 9 Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag das zugehen? 10 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du bist Israels Lehrer und weißt das nicht? 11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und ihr nehmt unser Zeugnis nicht an. 12 Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sage? 13 Und niemand ist gen Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn. 

    Johannes 3,1-13

    Das athanasianische Glaubensbekenntnis

    Wer da will selig werden, der muss vor allen Dingen der rechten christlichen Glauben haben. Wer denselben nicht ganz und rein hält, der wird ohne Zweifel ewiglich verloren sein.

    Dies ist aber der rechte christliche Glaube, dass wir einen einigen Gott in drei Personen und drei Personen in einiger Gottheit ehren.
    Und nicht die Personen in einander mengen, noch das göttlich Wesen zertrennen.

    Ein andere Person ist der Vater, eine andere der Sohn, eine andere der heilige Geist. 
    Aber der Vater und Sohn und heiliger Geist ist ein einiger Gott, gleich in der Herrlichkeit, gleich in ewiger Majestät.

    Welcherlei der Vater ist, solcherlei ist der Sohn, solcherlei ist auch der heilige Geist.
    Der Vater ist nicht geschaffen, der Sohn ist nicht geschaffen, der heilige Geist ist nicht geschaffen.
    Der Vater ist unermesslich, der Sohn ist unermesslich, der heilige Geist ist unermesslich.
    Der Vater ist ewig, der Sohn ist ewig, der heilige Geist ist ewig; 
    Und sind doch nicht drei Ewige, sondern es ist ein Ewiger:
    Gleichwie auch nicht drei Ungeschaffene, noch drei Unmessliche, sondern es ist ein Ungeschaffener und ein Unmesslicher.

    Also auch der Vater ist allmächtig, der Sohn ist allmächtig, der heilige Geist ist allmächtig;
    Und sind doch nicht drei Allmächtige, sondern ist ein Allmächtiger.
    Also der Vater ist Gott, der Sohn ist Gott, der heilige Geist ist Gott;
    Und sind doch nicht drei Götter, sondern es ist ein Gott.

    Also der Vater ist der Herr, der Sohn ist der Herr, der heilige Geist ist der Herr;
    Und sind doch nicht drei Herren, sondern es ist ein Herr.
    Denn gleichwie wir müssen nach christlicher Wahrheit eine jegliche Person für sich Gott und Herrn bekennen:

    Also können wir im christlichen Glauben nicht drei Götter oder drei Herren nennen.
    Der Vater ist von niemand weder gemacht, noch geschaffen, noch geboren.
    Der Sohn ist allein vom Vater, nicht gemacht, noch geschaffen, sondern geboren.
    Der heilige Geist ist vom Vater und Sohn, nicht gemacht, nicht geschaffen, nicht geboren, sondern ausgehend.

    So ist’s nun. Ein Vater, nicht drei Väter; ein Sohn, nicht drei Söhne; ein heiliger Geist, nicht drei heilige Geister.
    Und unter diesen drei Personen ist keine die erste, keine die letzte, keine die größte, keine die kleinste; 
    Sondern alle drei Personen sind mit einander gleich ewig, gleich groß: 
    Auf dass also, wie gesagt ist, drei Personen in einer Gottheit und ein Gott in drei Personen geehret werde. 

    Wer nun will selig werden, der muss also von den drei Personen in Gott halten.
    Es nun aber auch not zur ewigen Seligkeit, dass man treulich glaube, dass Jesus Christus unser Herr sei wahrhaftiger Mensch.

    So ist nun dies der rechte Glaube, so wir glauben und bekennen, dass unser Herr Jesus Christus Gottes Sohn, Gott und Mensch ist:
    Gott ist er aus des Vaters Natur vor der Welt geboren, Mensch ist er aus der Mutter Natur in der Welt geboren. 
    Ein vollkommener Gott, ein vollkommener Mensch mit vernünftiger Seele und menschlichem Leibe; 
    Gleich ist er dem Vater nach der Gottheit, kleiner ist er, denn der Vater, nach der Menschheit,
    Und wiewohl er Gott und Mensch ist, so ist er doch nicht zwei, sondern ein Christus, 
    Einer, nicht das die Gottheit in die Menschheit verwandelt sei sondern dass die Gottheit hat die Menschheit an sich genommen.

    Ja, einer ist er, nicht dass die zwei Naturen vermengt sind, sondern dass er eine einige Person ist.
    Denn gleichwie Leib und Seel ein Mensch ist, so ist Gott und Mensch ein Christus, 
    Welcher gelitten hat um unserer Seligkeit willen, zur Hölle gefahren, am dritten Tage auferstanden von den Toten, 
    Aufgefahren gen Himmel, sitzet zur Rechten Gottes des allmächtigen Vaters,
    von dort er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.

    Und zu seiner Zukunft müssen alle Menschen auferstehen mit ihren eigenen Leibern, 
    Und müssen Rechenschaft geben, was sie getan haben, 
    Und welche gutes getan haben, werden ins ewige Leben gehen; welche aber böses getan, ins ewige Feuer.
    Das ist der rechte christliche Glaube; wer denselben nicht fest und treulich glaubt, der kann nicht selig werden.

    Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. Herausgegeben im Gedenkjahr der Augsburgischen Konfession 1930. Berlin: Evangelische Verlagsanstalt, 5., unveränderte Auflage 1960, S. 28-30.

    Das altkirchliche Te Deum Laudamus

    Herr Gott, dich loben wir,
    Dich, Vater in Ewigkeit,
    All Engel und Himmelsheer
    auch Cherubim und Seraphim
    „Heilig ist unser Gott,
    Herr Gott, wir danken dir.
    ehrt die Welt weit und breit.
    und was dienet deiner Ehr,
    singen immer mit hoher Stimm:
    heilig ist unser Gott,
    I und II
    heilig ist unser Gott,
    der Herre Zebaoth.“
    Dein göttlich Macht und Herrlichkeit
    Der heiligen zwölf Boten Zahl
    die teuren Märt’rer allzumal
    Die ganze werte Christenheit
    Dich, Gott Vater im höchsten Thron,
    den Heilgen Geist und Tröster wert

    Du König der Ehren, Jesu Christ,
    der Jungfrau Leib nicht hast verschmäht,
    Du hast dem Tod zerstört sein Macht
    Du sitzt zur Rechten Gottes gleich
    Ein Richter du zukünftig bist

    Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein,
    lass uns im Himmel haben teil
    Hilf deinem Volk, Herr Jesu Christ,
    wart und pfleg ihr’ zu aller Zeit

    Täglich, Herr Gott, wir loben dich
    Behüt uns heut, o treuer Gott,
    Sei uns gnädig, o Herre Gott,
    Zeig uns deine Barmherzigkeit,
    Auf dich hoffen wir, lieber Herr,
    geht über Himmel und Erden weit.
    und die lieben Propheten all,
    loben dich, Herr, mit großem Schall.
    rühmt dich auf Erden allezeit.
    deinen rechten und ein’gen Sohn,
    mit rechtem Dienst sie lobt und ehrt.

    Gott Vaters ewger Sohn du bist;
    zu erlösen das menschlich Geschlecht.
    und all Christen zum Himmel bracht.
    mit aller Ehr ins Vaters Reich.
    alles, das tot und lebend ist.

    die mit deim teu’rn Blut erlöset sein;
    mit den Heilgen in ewgem Heil.
    und segne, das dein Erbteil ist,
    und heb sie hoch in Ewigkeit.

    und ehrn dein’ Namen stetiglich.
    vor aller Sünd und Missetat.
    sei uns gnädig in aller Not.
    wie unsre Hoffnung zu dir steht.
    in Schanden lass uns nimmermehr.
    I und II
    Amen.
    Deutsch von Dr. Martin Luther 1529 (LKG 8)

    Predigttext

    Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus. 4 Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten in der Liebe; 5 er hat uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, 6 zum Lob seiner herrlichen Gnade, mit der er uns begnadet hat in dem Geliebten. 7 In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade, 8 die er uns reichlich hat widerfahren lassen in aller Weisheit und Klugheit. 9 Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Ratschluss, den er zuvor in Christus gefasst hatte, 10 um die Fülle der Zeiten heraufzuführen, auf dass alles zusammengefasst würde in Christus, was im Himmel und auf Erden ist, durch ihn. 11 In ihm sind wir auch zu Erben eingesetzt worden, die wir dazu vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt, nach dem Ratschluss seines Willens, 12 damit wir zum Lob seiner Herrlichkeit leben, die wir zuvor auf Christus gehofft haben. 13 In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Rettung – in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheißen ist, 14 welcher ist das Unterpfand unsres Erbes, zu unsrer Erlösung, dass wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit. 

    Epheser 1,3-14

    Predigt zum Fest der Heiligen Dreifaltigkeit

    Hier ist Dr. Martin Luther´s Predigt über die Hl Dreifaltigkeit zum Lesen und Hören: https://kwaweber.org/2024/05/25/dr-martin-luther-predigt-zu-trinitatis/

    Und hier meine über Epheser 1,3-14:

    Wochengebet

    Heiliger Gott, ewiges Geheimnis,
    du hast uns angerührt und in uns die Sehnsucht nach dir geweckt. 
    So kommen wir zu dir im Vertrauen, dass du uns nahe bist.

    Wir bringen vor dich die Welt, die du in deiner Liebe geschaffen hast.
    Wir danken dir für ihre Schönheit, für die Wälder und die Sterne, 
    für die Meere und die Blumen, für alles, was lebt und deinen Namen preist. 
    Wir bitten dich: Bewahre deine Welt. 
    Bewahre sie vor unserer Gier und unserer Zerstörung.

    Wir bitten dich für die Menschen, die unter den Folgen der Klimaveränderungen leiden. 
    Wir denken besonders an die Opfer der Überschwemmungen im Saarland, 
    und an die Menschen im Ahrtal, die noch immer kein normales Leben führen können. 
    Wir bitten dich für alle, die von Dürre und Missernten betroffen sind, 
    deren Lebensraum vernichtet wird, die die Luft nicht mehr atmen
    und das Wasser nicht mehr trinken können. 
    Heile ihr Land. Heile deine Erde.

    Wir bringen vor dich alle Menschen, die deine Rettung und Erlösung brauchen. 
    Alle, deren Leben überschattet ist von Angst und Gewalt; 
    die auf der Flucht sind und die nicht wissen, wohin; 
    deren zuhause zerstört ist; die nicht wissen, wovon sie morgen leben sollen. 
    Lass sie Rettung finden, und ein neues Leben in Frieden.
    Wir bitten dich für alle, die ihr Leben einsetzen für Frieden und Gerechtigkeit,
    die der Gewalt und dem Krieg entgegentreten. 

    Wir bitten für die Menschen in der Ukraine,
    die um ihre Freiheit und ihr Überleben kämpfen. 
    Wir beten für die israelischen Geiseln, die noch immer in Gefangenschaft sind,
    dass sie endlich freikommen. 
    Mache der Gewalt und dem Hass ein Ende, und lass Frieden werden überall.
    Wir bitten dich für alle, deren Leben verdunkelt ist 
    durch Krankheit, durch Erschöpfung, durch Depression, durch Sucht. 
    Umfange sie mit deiner Liebe, berühre ihre Seele, 
    und lass sie heil werden in dir.

    Wir bringen vor dich die Kirche, alle Menschen dieser Welt, 
    die dich als den dreieinigen Gott bekennen und auf deinen Namen getauft sind. 
    Wir bitten dich für alle, die du berufen hast, dir zu dienen mit ihrem Leben, 
    mit ihrer Musik, mit ihrer Verkündigung. 
    Segne ihren Dienst, und lass deine Liebe durch sie leuchten in der Welt.

    Wir bringen uns selbst vor dich, und das, was uns auf dem Herzen liegt. 
    Die Menschen, die wir lieben, und die Sorgen, die uns den Schlaf rauben.  
    Unsere Sehnsucht, und unsere Angst. 
    Dir vertrauen wir uns an.
    Du, ewiger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist, 
    bist unsere Hoffnung und unsere Erfüllung, 
    unsere Hilfe und unsere Freude. 
    Dir sei Ehre in Ewigkeit.
    Amen.

    VELKD

    Der Herr sei mit Euch +

    Der Herr segne und behüte Dich. 

    Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. 

    Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden. 

    4. Mose 6,24-26

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    Dein Wort erschallt schon lange Frist

    Fourneville

    Dein Wort erschallt schon lange Frist, wiewohl es nur ein Anfang ist des Glaubens, der Dich ehret. Dein Feld ist nun gepflanzet wohl, darum man Dich jetzt bitten soll, daß solch Gut werd gemehret und Du den Segen mildiglich von oben reichest gnädiglich und gebest seligs Blühen; daß wir stark werden durch den Geist, sonst sind wir träge, wie Du weißt; der Vater woll uns ziehen.

    Komm, Balsam Gottes, Heilger Geist, erfüll die Herzen allermeist mit Deiner Liebe Brennen. Von Dir allein muss sein gelehrt, wer sich durch Buß zu Gott bekehrt; gib himmlisches Erkennen. Der fleischlich Mensch sich nicht versteht auf göttlich Ding und irregeht; in Wahrheit wollst uns leiten und uns erinnern aller Lehr, die uns gab Christus, unser Herr, daß wir sein Reich ausbreiten.

    Dem Vater und Sohn bist gemein, in Dir sie kommen überein, Du bist ihr ewig Bande. Also mach uns auch alle eins, daß sich absondre unser keins, nimm fort der Trennung Schande und halt zusammen Gottes Kind, die in der Welt zerstreuet sind durch falsche Gwalt und Lehre, daß sie am Haupt fest halten an, loben Christum mit jedermann, suchen allein sein Ehre.

    Nach Ambrosius Blaurer 1537 (LKG 184,4-6)

    Gott, der Herr spricht: “Ich will ausgießen meinen Geist über alles Fleisch” (Joel 3,1)  

    Samstag nach Pfingsten 

    Allmächtiger Gott, wir bitten Dich, Du wollest Deinen Heiligen Geist in unsere Herzen geben, daß er uns nach Deinem Willen regiere und führe, in aller Anfechtung tröste und wider allen Irrtum zu Deiner Wahrheit leite, auf daß wir im Glauben fest bestehen, in der Liebe und allen guten Werken zunehmen und endlich selig werden, durch unseren Herrn Jesum Christum, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

    Orate fratres S. 137

    Fortlaufende Lesung

    Dies aber gebiete ich euch: Ich kann’s nicht loben, dass ihr nicht zum Besseren, sondern zum Schlechteren zusammenkommt.  18 Zum Ersten höre ich: Wenn ihr in der Gemeinde zusammenkommt, sind Spaltungen unter euch; und zum Teil glaube ich’s.  19 Denn es müssen ja Spaltungen unter euch sein, auf dass die unter euch offenbar werden, die bewährt sind.  20 Wenn ihr nun zusammenkommt, so hält man da nicht das Abendmahl des Herrn.  21 Denn ein jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, und der eine ist hungrig, der andere ist betrunken.  22 Habt ihr denn nicht Häuser, wo ihr essen und trinken könnt? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschämt die, die nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? Hierin lobe ich euch nicht.  23 Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich euch weitergegeben habe: Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot,  24 dankte und brach’s und sprach: Das ist mein Leib für euch; das tut zu meinem Gedächtnis.  25 Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.  26 Denn sooft ihr von diesem Brot esst und von dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. 

    1. Korinther 11,17-26

    Tageslese

    Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! 20 Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen. 21 Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. 22 Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist! 23 Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. 

    Johannes 20,19-23

    Morgengebet am Samstag

    Herr, mein Gott, erwecke mein Herz, laß es wach sein, dir zu dienen. Laß es wach sein für dein Gebot. Du hast uns voll Unruhe geschaffen. Du hast uns zu Fremdlingen gemacht in dieser Welt. Laß mich unruhig sein über mein geringes Werk. Laß mich unruhig sein über die Größe deines Befehls. Laß mich unruhig sein, daß ich unheilig bin und ungeschickt zum Gehorsam. Laß mich unruhig sein über die zerrinnende Zeit und jede verlorene Stunde. Laß mich unruhig sein über meine Sünde und über die Sündennot aller Menschen. Laß mich unruhig sein und dein Gericht erwarten in jedem Augenblick. Laß mich unruhig sein und in der Unruhe Glauben halten. 

    Laß mich vorwärts schreiten im Verlangen nach dem Anbruch deiner Herrschaft. Laß mich vorwärtsschreiten im Verlangen nach dem Anbruch deiner Herrschaft. Laß mich vorwärtsschreiten, denn deine Herrlichkeit wird sich offenbaren. 

    Ich danke dir, daß mein Werk endet und dein Werk beginnt. Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben. Amen. 

    Orate fratres S.69

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
    Friede sei mit Euch + 
    AmenAmen

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    Jauchz, Erd und Himmel, juble hell

    Jauchz, Erd, und Himmel, juble hell, die Wunder Gotts mit Freud erzähl, die er heut hat begangen an seim trostlosen Häuflein klein, das saß in friedsamer Gemein und betet’ mit Verlangen, daß es mit Geist getaufet werd. Der kam mit Feuers Glut zu Erd, mit starkem Sturmestoben; das Haus erfüllt’ er überall, zerteilt man Zungen sah im Saal und all den Herren loben.

    Auf tat sich ganz des Himmels Schrein; man wähnt, sie wären voller Wein, all Welt sich drob verwundert. In fremden Zungen reden sie, bezeugen Gottes Großtat hie, von seinem Geist ermuntert. So machen sie sich auf den Plan, Christum zu lehren fangn sie an, daß er der Herr sei worden und daß man soll von Sünd abstahn, auf seinen Nam’n sich taufen lan: das sei der christlich Orden.

    Ach Herr, nun gib, dass uns auch find in Fried und Flehn Dein selger Wind; weh rein vom Sündenstaube ganz das Gemüt und füll das Haus Deiner Gemeind, dein Werk richt aus, daß aufgeh rechter Glaube und unsre Zung ganz Feuer werd, red nichts denn Dein Lob hie auf Erd und was den Nächsten bauet. Brenn rein die sündige Natur, mach uns ein neue Kreatur, ob’s Fleisch darob auch grauet.

    Nach Ambrosius Blaurer 1537 (LKG 184)

    Gott, der Herr spricht: “Ich will ausgießen meinen Geist über alles Fleisch” (Joel 3,1)  

    Freitag nach Pfingsten 

    Allmächtiger Gott, wir bitten Dich, Du wollest Deinen Heiligen Geist in unsere Herzen geben, daß er uns nach Deinem Willen regiere und führe, in aller Anfechtung tröste und wider allen Irrtum zu Deiner Wahrheit leite, auf daß wir im Glauben fest bestehen, in der Liebe und allen guten Werken zunehmen und endlich selig werden, durch unseren Herrn Jesum Christum, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

    Orate fratres S. 137

    Fortlaufende Lesung

    Ich lobe euch, weil ihr in allen Stücken an mich denkt und an den Überlieferungen festhaltet, wie ich sie euch gegeben habe.  3 Ich will aber, dass ihr wisst, dass Christus das Haupt eines jeden Mannes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Christi.  4 Ein jeder Mann, der betet oder prophetisch redet und hat etwas auf dem Haupt, der schändet sein Haupt.  5 Jede Frau aber, die betet oder prophetisch redet mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt; denn es ist gerade so, als wäre sie geschoren.  6 Will sie sich nicht bedecken, so soll sie sich doch das Haar abschneiden lassen! Wenn es aber für die Frau eine Schande ist, dass sie das Haar abgeschnitten hat oder geschoren ist, soll sie sich bedecken.  7 Der Mann aber soll das Haupt nicht bedecken, denn er ist Gottes Bild und Abglanz; die Frau aber ist des Mannes Abglanz.  8 Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern die Frau von dem Mann.  9 Und der Mann wurde nicht geschaffen um der Frau willen, sondern die Frau um des Mannes willen.  10 Darum soll die Frau eine Macht auf dem Haupt haben um der Engel willen.  11 Doch im Herrn ist weder die Frau ohne den Mann noch der Mann ohne die Frau;  12 denn wie die Frau von dem Mann, so ist auch der Mann durch die Frau; aber alles von Gott.  13 Urteilt bei euch selbst: Steht es einer Frau wohl an, dass sie unbedeckt vor Gott betet?  14 Lehrt euch nicht die Natur selbst, dass es für einen Mann eine Unehre ist, wenn er langes Haar trägt,  15 aber für eine Frau eine Ehre, wenn sie langes Haar hat? Das Haar ist ihr als Schleier gegeben.  16 Ist aber jemand unter euch, der darüber streiten will, so soll er wissen, dass wir diese Sitte nicht haben – und die Gemeinden Gottes auch nicht. 

    1.Korinther 11,2-16

    Tageslese

    Und er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren. 18 Denn durch ihn haben wir alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater. 19 So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, 20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, 21 auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. 22 Durch ihn werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist. 

    Epheser 2,17-22

    Morgengebet am Freitag

    Heiliger Gott. Du willst, daß das Bild Jesu in mein Herz geprägt werde. Vergib, wo ich dir widerstanden habe. Laß nicht ab, du treuer Herr, mein Inneres zu gestalten und zu formen. Bewahre mich heute vor jeder Trägheit und vor falscher Sicherheit. Laß alles, was mir begegnet, dazu dienen, daß durch Demütigung und Leiden, durch Vollbringen und Gelingen Christus in mir Gestalt gewinne. Gib, daß der Glaube wachse in deiner Gemeinde und das Zeugnis der Wahrheit laut werde mitten im Unglauben unserer Zeit. Amen. 

    Orate fratres S. 68

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
    Friede sei mit Euch + 
    AmenAmen

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    Nun bitten wir den Heiligen Geist um den rechten Glauben allermeist (LKG 183)

    Erlöserkirche in Beaumont-en-Auge

    Nun bitten wir den Heiligen Geist um den rechten Glauben allermeist, dass er uns behüte an unserm Ende, wenn wir heimfahrn aus diesem Elende. Kyrieleis.

    Du wertes Licht, gib uns Deinen Schein, lehr uns Jesus Christ kennen allein, dass wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, der uns bracht hat zum rechten Vaterland. Kyrieleis.

    Du süße Lieb, schenk uns Deine Gunst, lass uns empfinden der Lieb Inbrunst, dass wir uns von Herzen einander lieben und im Frieden auf einem Sinn bleiben. Kyrieleis.

    Du höchster Tröster in aller Not, hilf, dass wir nicht fürchten Schand noch Tod, dass in uns die Sinne nicht verzagen, wenn der Feind wird das Leben verklagen. Kyrieleis.

    Strophe 1: Weise des 12. Jhd und Strophe 2-4: Martin Luther 1524 (LKG 183)

    Gott, der Herr spricht: “Ich will ausgießen meinen Geist über alles Fleisch” (Joel 3,1)  

    Pfingstdonnerstag 

    Allmächtiger Gott, wir bitten Dich, Du wollest Deinen Heiligen Geist in unsere Herzen geben, daß er uns nach Deinem Willen regiere und führe, in aller Anfechtung tröste und wider allen Irrtum zu Deiner Wahrheit leite, auf daß wir im Glauben fest bestehen, in der Liebe und allen guten Werken zunehmen und endlich selig werden, durch unseren Herrn Jesum Christum, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

    Orate fratres S. 137

    Fortlaufende Lesung

    Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf.  24 Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient.  25 Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, das esst, und prüft es nicht um des Gewissens willen.  26 Denn »die Erde ist des Herrn und was darinnen ist«  27 Wenn euch einer von den Ungläubigen einlädt und ihr wollt hingehen, so esst alles, was euch vorgesetzt wird, und prüft es nicht um des Gewissens willen.  28 Wenn aber jemand zu euch sagen würde: Das ist Opferfleisch, so esst nicht davon, um desjenigen willen, der es gesagt hat, und um des Gewissens willen.  29 Ich rede aber nicht von deinem eigenen Gewissen, sondern von dem des andern. Denn warum sollte ich meine Freiheit beurteilen lassen vom Gewissen eines andern?  30 Wenn ich mit Danksagung am Mahl teilnehme, warum sollte ich mich Lästerer nennen lassen wegen etwas, wofür ich danke?  31 Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre.  32 Erregt keinen Anstoß, weder bei den Juden noch bei den Griechen noch bei der Gemeinde Gottes,  33 so wie auch ich jedermann in allem zu Gefallen lebe und suche nicht, was mir, sondern was vielen dient, damit sie gerettet werden. 

    1. Korinther 10,23-33

    Tageslese

    Als nun der Morgen kam, versammelten sich ihre Oberen und Ältesten und Schriftgelehrten in Jerusalem, 6 auch Hannas, der Hohepriester, und Kaiphas und Johannes und Alexander und alle, die vom Geschlecht der Hohenpriester waren; 7 und sie stellten sie in die Mitte und fragten sie: Aus welcher Kraft oder in welchem Namen habt ihr das getan? 8 Petrus, voll des Heiligen Geistes, sprach zu ihnen: Ihr Oberen des Volkes und ihr Ältesten! 9 Wenn wir heute wegen der Wohltat an dem kranken Menschen verhört werden, wodurch er gesund geworden ist, 10 so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel kundgetan: Im Namen Jesu Christi von Nazareth[1], den ihr gekreuzigt habt, den Gott von den Toten auferweckt hat; durch ihn steht dieser hier gesund vor euch. 11 Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist. 12 Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden. 13 Sie sahen aber den Freimut des Petrus und Johannes und wunderten sich; denn sie merkten, dass sie ungelehrte und einfache Leute waren, und wussten auch von ihnen, dass sie mit Jesus gewesen waren. 14 Sie sahen aber den Menschen, der gesund geworden war, bei ihnen stehen und wussten nichts dagegen zu sagen. 15 Da hießen sie sie hinausgehen aus dem Hohen Rat und berieten miteinander 16 und sprachen: Was wollen wir mit diesen Menschen tun? Denn dass ein offenkundiges Zeichen durch sie geschehen ist, ist allen bekannt, die in Jerusalem wohnen, und wir können’s nicht leugnen. 17 Aber damit es nicht weiter einreiße unter dem Volk, wollen wir ihnen drohen, dass sie hinfort zu keinem Menschen in diesem Namen reden. 18 Und sie riefen sie und geboten ihnen, keinesfalls zu verkünden oder zu lehren in dem Namen Jesu. 19 Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen: Urteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, dass wir euch mehr gehorchen als Gott. 20 Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben. 21 Da drohten sie ihnen und ließen sie gehen um des Volkes willen, weil sie nicht wussten, wie man sie hätte bestrafen können; denn alle lobten Gott für das, was geschehen war. 22 Denn der Mensch war über vierzig Jahre alt, an dem dieses Zeichen der Heilung geschehen war.
    23 Und als man sie hatte gehen lassen, kamen sie zu den Ihren und berichteten, was die Hohenpriester und Ältesten zu ihnen gesagt hatten. 24 Als sie das hörten, erhoben sie ihre Stimme einmütig zu Gott und sprachen: Herr, du hast Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht, 25 du hast durch den Mund unseres Vaters David, deines Knechtes, durch den Heiligen Geist gesagt: »Warum toben die Heiden, und die Völker nehmen sich vor, was vergeblich ist? 26 Die Könige der Erde treten zusammen, und die Fürsten versammeln sich wider den Herrn und seinen Christus.« 27 Wahrhaftig, sie haben sich versammelt in dieser Stadt gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und den Stämmen Israels, 28 zu tun, was deine Hand und dein Ratschluss zuvor bestimmt haben, dass es geschehen sollte. 29 Und nun, Herr, sieh an ihr Drohen und gib deinen Knechten, mit allem Freimut zu reden dein Wort. 30 Strecke deine Hand aus zur Heilung und lass Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus. 31 Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren; und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimut. 

    Apostelgeschichte 4,6-31

    Tagesgebet an Pfingsten 

    Herr Gott, himmlischer Vater, der Du am Tag der heiligen Pfingsten die Herzen Deiner Gläubigen durch den Heiligen Geist erleuchtet und gelehrt hast, laß auch uns durch Deinen Heiligen Geist zu rechter Wahrheit gelangen und uns an seinem Troste und seiner Kraft allezeit erfreuen, durch Deinen lieben Sohn, Jesus Christus, unsern Herrn. Amen. 

    Orate fratres S. 137

    Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
    Friede sei mit Euch + 
    AmenAmen

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