Komm, o komm, Du Geist des Lebens

Komm, o komm, Du Geist des Lebens, wahrer Gott von Ewigkeit, Deine Kraft sei nicht vergebens, sie erfüll uns jederzeit; so wird Geist und Licht und Schein in dem dunklen Herzen sein.

Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, dass wir anders nichts beginnen als nur, was Dein Wille sucht; Dein Erkenntnis werde groß und mach uns von Irrtum los.

O Du Geist der Kraft und Stärke, Du gewisser, neuer Geist, fördre in uns Deine Werke, wenn des Satans Macht sich weist; wappne uns in diesem Krieg und erhalt in uns den Sieg.

Herr, bewahr auch unsern Glauben, daß kein Teufel, Tod noch Spott uns denselben möge rauben. Du bist unser Schutz und Gott; sagt das Fleisch gleich immer Nein, lass Dein Wort gewisser sein.

Wenn wir endlich sollen sterben, so versichre uns je mehr als des Himmelreiches Erben jener Herrlichkeit und Ehr, die uns unser Gott erkiest und nicht auszusprechen ist.

Heinrich Held 1658 (LKG 190)

Christus spricht zu seinen Jüngern: “Wer Euch höret, der höret mich, und wer Euch verachtet, der verachtet mich.” (Lukas 10,16) 

Mittwoch nach dem 1. Sonntag nach Trinitatis (Apostel und Propheten) 

Allmächtiger ewiger Gott, der Du uns die Verheißung Deines göttlichen Lebens geschenkt hast, gib uns, wir bitten Dich, Deinen Heiligen Geist, daß wir uns durch Dein Wort aufwecken lassen, durch starken Glauben an Deinen Sohn das ewige Leben ergreifen und in ihm selig werden, um Jesu Christi unseres Herrn willen, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 139.

Fortlaufende Lesung 

Wie ist es nun, Brüder und Schwestern? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Lasst es alles geschehen zur Erbauung!  27 Wenn jemand in Zungen redet, so seien es zwei oder höchstens drei und einer nach dem andern; und einer lege es aus.  28 Ist aber kein Ausleger da, so schweige er in der Gemeinde und rede für sich selber und für Gott.  29 Auch von den Propheten lasst zwei oder drei reden, und die andern lasst darüber urteilen.  30 Wenn aber einem andern, der dabeisitzt, eine Offenbarung zuteilwird, so schweige der Erste.  31 Ihr könnt alle prophetisch reden, doch einer nach dem andern, damit alle lernen und alle ermahnt werden.  32 Die Geister der Propheten sind den Propheten untertan.  33 Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. Wie in allen Gemeinden der Heiligen.

1. Korinther 14,26-33

Tageslese

Aber der Engel des Herrn redete zu Philippus und sprach: Steh auf und geh nach Süden auf die Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt und öde ist. 27 Und er stand auf und ging hin. Und siehe, ein Mann aus Äthiopien, ein Kämmerer[1] und Mächtiger am Hof der Kandake[2], der Königin von Äthiopien, ihr Schatzmeister, war nach Jerusalem gekommen, um anzubeten. 28 Nun zog er wieder heim und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. 29 Der Geist aber sprach zu Philippus: Geh hin und halte dich zu diesem Wagen! 30 Da lief Philippus hin und hörte, dass er den Propheten Jesaja las, und fragte: Verstehst du auch, was du liest? 31 Er aber sprach: Wie kann ich, wenn mich nicht jemand anleitet? Und er bat Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen. 32 Die Stelle aber der Schrift, die er las, war diese: »Wie ein Schaf, das zur Schlachtung geführt wird, und wie ein Lamm, das vor seinem Scherer verstummt, so tut er seinen Mund nicht auf. 33 In seiner Erniedrigung wurde sein Urteil aufgehoben. Wer kann seine Nachkommen aufzählen? Denn sein Leben wird von der Erde weggenommen.« 34 Da antwortete der Kämmerer dem Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem redet der Prophet das, von sich selber oder von jemand anderem? 35 Philippus aber tat seinen Mund auf und fing mit diesem Schriftwort an und predigte ihm das Evangelium von Jesus.

Apostelgeschichte 8,26-35

Morgengebet am Mittwoch

Ich danke Dir, lieber himmlischer Vater, für Angelika und für unsere Kinder – Christoph, Friederike und Oliver, für Isabel, Max und Louis, Ela, Detlev und Biljana, Matthias, Timo, für Karin, Ingrid, Ruth und Walter, Thomas und Liesl, Sophie Ruth Helene; Daniel Wilhelm; Jonathan; , Eckhard und Kirstin (Kiki): Philippa Ruth; Oliver Walter; Luca Erwin; Peter und Sigrid geb Klingenberg, Michaela und Werner Gerrike, Renate und Bosman Strachan, Leiel, Andile Palesa; Zanele Sazza; Renate und Hans, Dittrich und Marilena geb.Flock: Pia Josefine; Romy Antonia, Christian und Kerstin geb Lange: Hans Peter & Oliver Christian;  Werner und  Nadia van Ryneveld: Eli und Liam; Anne und Bernhard (Zion, Hamburg) Bernhard-Daniel (Hessen), Christine, Tobias (LTS), Benjamin und Franziska geb. Voigt, Judith und Charlotte; Gerhard und Carmela, Miriam und Kai; Elisabeth und Manfred, Karin und Werner Meyer: Kl. Katja Karin (Lüneburg), Martin (Wartburg/Dalton Zuckermühle), Christine, Gerhard, Ruth, Angelika; Peter und Simone, Luka, Fynn und  Sara Thandazile; Christoph und Sigrid, Cornelia, David, Lydia und Maria: Magdalene und Kurt, Robert und Sandra geb. Hillermann; Johannes und Thomas; für alle Verwandten und Freunde, die Du mir gegeben hast.

Ich bitte Dich meine Onkels und Tanten, Neffen und Nichten für Karl-Heinz und Sharon: Patrick, Connor; Heinz und Sharon Kohrs: Kerstin, Andrea und Melanie [?]; Eckart und Vicky; Tomas und Naomi; Heather: Robert und Christian; Gerhard und Heidi; Dieter und Yvonne: Karin, Christian und Christine; Ingrid und Gustav Hellberg: Karl; Marie-Luise und Helmut [+27.12.2005] und Heidilein (Piet Retief, Altenheim); Lothar und Katharina: Peter, Hannah, Christian, Willem & Piet; Wolfgang und Elsmarie: Dieter und Ingrid und Jens Gevers. Magret und Hartmut Albers: Bianca und Linda; Gisela und Günter Heymann: Karsten; Peter und [Christine] Zoya; Linus Nikolaus; Bärbel und Ulf Pontow geb. 2.9.1940 + 25.3.2016 Thorsten und Heidi Pontow; Kerstin und Giovanni, Thomas, Thomas und Innes, Inga, Hanns Gnauk: Betina, Andrea und Michaela; Ruth, Hans-Dieter und Doris; Eckhard und Elisabeth, Hannah; Christian und Johanna: Johannes, Matthias und Christina, Berno und Karin: Matthias und Chantelle, Michaela und Manuela; Armin und Susanne Wenz, Sebastian, Elisabeth und Sebastian; Markus und Gisela Nietzke: Michael, Jochen und Jeremiah; Ernst-Heinrich Johannes und Heidrun: Dittrich, Angelika, Birgit und Matthias, Thomas, Elly, Vivian, Götz & Sylvia.

Laß mich mit Angelika im Glauben an dich verbunden sein. Hilf, daß wir einander beistehen in herzlicher Liebe, in gegenseitiger Achtung und Treue. Lege deinen Segen auf unsere Arbeit und gib uns, was wir für Leib und Leben nötig haben. Wo du nicht unser Haus baust, ist all’ unser Mühen umsonst.

Ich bitte dich für meine Kinder und Patenkinder, laß sie fröhlich aufwachsen – für Lene, Thomas, Alexander, Martin, Matthias Christian 2x, Sara Thandazile; 

Hilf mir, daß ich sie für Dich erziehe in Liebe, Ernst und Zucht. Bewahre sie vor allem Übel, vor Verführung und Ärgernis. Gib, daß sie das Ziel ihres Lebens hier und dort erreichen. Führe Du sie an Deiner Vaterhand auf deinen Wegen und schenke mir die Freude, mit ihnen einst einzugehen in das ewige Leben. Amen. 

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment

Du, Herr, hast selbst in Händen die ganze weite Welt

Du, Herr, hast selbst in Händen die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wenden, wie Dir es wohlgefällt; so gib doch Deine Gnad zu Fried und Liebesbanden, verknüpf in allen Landen, was sich getrennet hat.

Erhebe Dich und steu’re dem Herzleid auf der Erd, bring wieder und erneu’re die Wohlfahrt Deiner Herd. Lass blühen wie zuvor die Länder, so verheeret, die Kirchen, so zerstöret durch Krieg und Feuerszorn.

Beschirm die Obrigkeiten, richt auf des Rechtes Thron, steh treulich uns zur Seiten; schmück wie mit einer Kron die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land.

Erfülle die Gemüter mit reiner Glaubenszier, die Häuser und die Güter mit Segen für und für. Vertreib den bösen Geist, der Dir sich widersetzet und, was Dein Herz ergötzet, aus unsern Herzen reißt.

Gib Freudigkeit und Stärke, zu stehen in dem Streit, den Satans Reich und Werke uns täglich anerbeut. Hilf kämpfen ritterlich, damit wir überwinden und ja zum Dienst der Sünden kein Christ ergebe sich.

Richt unser ganzes Leben allzeit nach Deinem Sinn; und wenn wir’s sollen geben ins Todes Rachen hin, wenn’s mit uns hier wird aus, so hilf uns fröhlich sterben und nach dem Tod ererben des ewgen Lebens Haus.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 189, 8-13)

Christus spricht zu seinen Jüngern: “Wer Euch höret, der höret mich, und wer Euch verachtet, der verachtet mich.” (Lukas 10,16) 

Dienstag nach dem 1. Sonntag nach Trinitatis (Apostel und Propheten) 

Allmächtiger ewiger Gott, der Du uns die Verheißung Deines göttlichen Lebens geschenkt hast, gib uns, wir bitten Dich, Deinen Heiligen Geist, daß wir uns durch Dein Wort aufwecken lassen, durch starken Glauben an Deinen Sohn das ewige Leben ergreifen und in ihm selig werden, um Jesu Christi unseres Herrn willen, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 139.

Fortlaufende Lesung 

So auch ihr: Da ihr euch bemüht um die Gaben des Geistes, so trachtet danach, dass ihr sie im Überfluss habt und so die Gemeinde erbaut.  13 Wer also in Zungen redet, der bete, dass er’s auch auslegen könne.  14 Denn wenn ich in Zungen bete, so betet mein Geist; aber mein Verstand bleibt ohne Frucht.  15 Wie soll es aber sein? Ich will beten mit dem Geist und will auch beten mit dem Verstand; ich will Psalmen singen mit dem Geist und will auch Psalmen singen mit dem Verstand.  16 Wenn du Gott lobst im Geist, wie soll der, der als Unkundiger dabeisteht, das Amen sagen auf dein Dankgebet, da er doch nicht weiß, was du sagst?  17 Dein Dankgebet mag schön sein; aber der andere wird nicht erbaut.  18 Ich danke Gott, dass ich mehr in Zungen rede als ihr alle.  19 Aber ich will in der Gemeinde lieber fünf Worte reden mit meinem Verstand, damit ich auch andere unterweise, als zehntausend Worte in Zungen.  20 Liebe Brüder und Schwestern, seid nicht Kinder, wenn es ums Verstehen geht; sondern seid Kinder, wenn es um Bosheit geht; im Verstehen aber seid erwachsen.  21 Im Gesetz steht geschrieben: »Ich will in andern Zungen und mit andern Lippen reden zu diesem Volk, aber auch so werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr.«  22 Darum ist die Zungenrede ein Zeichen nicht für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen; die prophetische Rede aber ein Zeichen nicht für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen.  23 Wenn nun die ganze Gemeinde an einem Ort zusammenkäme und alle redeten in Zungen, es kämen aber Unkundige oder Ungläubige hinein, würden sie nicht sagen, ihr seid von Sinnen?  24 Wenn aber alle prophetisch redeten und es käme ein Ungläubiger oder Unkundiger hinein, der würde von allen überführt und von allen gerichtet;  25 was in seinem Herzen verborgen ist, würde offenbar, und so würde er niederfallen auf sein Angesicht, Gott anbeten und bekennen, dass Gott wahrhaftig unter euch ist. 

1. Korinther 14,12-25

Tageslese

Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, stelle dich auf deine Füße, so will ich mit dir reden. 2 Und als er so mit mir redete, kam der Geist in mich und stellte mich auf meine Füße, und ich hörte dem zu, der mit mir redete. 3 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, ich sende dich zu den abtrünnigen Israeliten und zu den Völkern, die von mir abtrünnig geworden sind. Sie und ihre Väter haben sich bis auf diesen heutigen Tag gegen mich aufgelehnt. 4 Und die Kinder, zu denen ich dich sende, haben harte Köpfe und verstockte Herzen. Zu denen sollst du sagen: »So spricht Gott der HERR!« 5 Sie gehorchen oder lassen es – denn sie sind ein Haus des Widerspruchs –, dennoch sollen sie wissen, dass ein Prophet unter ihnen gewesen ist. 6 Und du, Menschenkind, sollst dich vor ihnen nicht fürchten noch vor ihren Worten fürchten. Es sind wohl widerspenstige und stachlige Dornen um dich, und du wohnst unter Skorpionen; aber du sollst dich nicht fürchten vor ihren Worten und dich vor ihrem Angesicht nicht entsetzen – denn sie sind ein Haus des Widerspruchs –, 7 sondern du sollst ihnen meine Worte sagen, sie gehorchen oder lassen es; denn sie sind ein Haus des Widerspruchs.

Hesekiel 2,1-7

Morgengebet am Dienstag

Lieber himmlischer Vater, du schenkst mir einen neuen Tag. Gib mir neue Kraft und neue Geduld. Laß mich stille Einkehr halten bei dir. Gib mir den Trost deines Wortes. Erquicke mich in meiner Mattigkeit. Hilf mir den Tag vollenden und alles mit getrostem Mute hinnehmen, was du mir auferlegst. Du bist mein Vater, ich bin dein Kind. Mache mit mir, wie es dir wohlgefällt. Amen. 

Orate fratres S.35

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment

Zeuch ein zu Deinen Toren

Kirchenschiff von Ste-Trinité der Abtei Lessay (Manche, Frankreich)

Zeuch ein zu Deinen Toren, sei meines Herzens Gast, der Du, da ich geboren, mich neu geboren hast, o hochgeliebter Geist des Vaters und des Sohnes, mit beiden gleichen Thrones, mit beiden gleich gepreist.

Zeuch ein, lass mich empfinden und schmecken Deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft. Entsünd’ge meinen Sinn, dass ich mit reinem Geiste Dir Ehr und Dienste leiste, die ich Dir schuldig bin.

Ich war ein wilder Reben, Du hast mich gut gemacht; der Tod durchdrang mein Leben, Du hast ihn umgebracht und in der Tauf erstickt als wie in einer Flute mit dessen Tod und Blute, der uns im Tod erquickt.

Du bist das heilig Öle, dadurch gesalbet ist mein Leib und meine Seele dem Herren Jesus Christ zum wahren Eigentum, zum Priester und Propheten, zum König, den in Nöten Gott schützt vom Heiligtum.

Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll; Dein Beten wird erhöret, Dein Singen klinget wohl, es steigt zum Himmel an, es lässt nicht ab und dringet, bis der die Hilfe bringet, der allen helfen kann.

Du bist ein Geist der Freuden, von Trauern hältst Du nichts, erleuchtest uns im Leiden mit Deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches Mal hast Du mit süßen Worten mir aufgetan die Pforten zum güldnen Freudensaal.

Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, dass uns betrübe Zorn, Zank, Hass, Neid und Streit. Der Feindschaft bist Du feind, willst, dass durch Liebesflammen sich wieder tun zusammen, die voller Zwietracht seind.

Paul Gerhardt 1653 (LKG 189,1-7)

Christus spricht zu seinen Jüngern: “Wer Euch höret, der höret mich, und wer Euch verachtet, der verachtet mich.” (Lukas 10,16)

Montag nach dem 1. Sonntag nach Trinitatis (Apostel und Propheten)

Allmächtiger ewiger Gott, der Du uns die Verheißung Deines göttlichen Lebens geschenkt hast, gib uns, wir bitten Dich, Deinen Heiligen Geist, daß wir uns durch Dein Wort aufwecken lassen, durch starken Glauben an Deinen Sohn das ewige Leben ergreifen und in ihm selig werden, um Jesu Christi unseres Herrn willen, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 139.

Fortlaufende Lesung 

Strebt nach der Liebe! Bemüht euch um die Gaben des Geistes, am meisten aber darum, dass ihr prophetisch redet!  2 Denn wer in Zungen redet, der redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht ihn: im Geist redet er Geheimnisse.  3 Wer aber prophetisch redet, der redet zu Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung.  4 Wer in Zungen redet, der erbaut sich selbst; wer aber prophetisch redet, der erbaut die Gemeinde.  5 Ich möchte, dass ihr alle in Zungen reden könnt; aber noch viel mehr, dass ihr prophetisch redet. Denn wer prophetisch redet, ist größer als der, der in Zungen redet; es sei denn, er legt es auch aus, auf dass die Gemeinde erbaut werde.  6 Nun aber, Brüder und Schwestern, wenn ich zu euch käme und redete in Zungen, was würde ich euch nützen, wenn ich nicht mit euch redete in Worten der Offenbarung oder der Erkenntnis oder der Prophetie oder der Lehre?  7 So verhält es sich auch mit leblosen Instrumenten, es sei eine Flöte oder eine Harfe: Wenn sie nicht unterschiedliche Töne von sich geben, wie kann man erkennen, was auf der Flöte oder auf der Harfe gespielt wird?  8 Und wenn die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer wird sich zur Schlacht rüsten?  9 So auch ihr: Wenn ihr in Zungen redet und nicht mit deutlichen Worten, wie kann man wissen, was gemeint ist? Ihr werdet in den Wind reden.  10 Es gibt vielerlei Sprachen in der Welt, und nichts ist ohne Sprache.  11 Wenn ich nun die Bedeutung der Sprache nicht kenne, werde ich ein Fremder sein für den, der redet, und der redet, wird für mich ein Fremder sein. 

1. Korinther 14,1-11

Tageslese

Du aber bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist; du weißt ja, von wem du gelernt hast 15 und dass du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die dich unterweisen können zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus. 16 Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, 17 dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt. 

1. Timotheus 3:14-17

Fürbitte am Montagmorgen

Allmächtiger, barmherziger Gott, der Du durch Jesus Christus zum Heile aller Menschen ein Reich angefangen hast bis an die Enden der Erde, sende Boten in die Völkerwelt, die das Licht Deines Wortes zu denen bringen, die da sitzen in Finsternis und Schatten des Todes. Mache die Gemeinde in der Heimat willig zu Deinem Werk in Gebet und Opfer. 

Dir befehlen wir unsere Brüder und Schwestern, die draußen in der Arbeit stehen. Rüste sie aus mit Deinem Geist, daß sie mit Freudigkeit Zeugnis von Dir ablegen. Laß Dein Wort überalle offene Türen und willige Herzen finden. 

Dir befehlen wir alle Missionsgesellschaften mit ihren Leitern und Lehrern und die jungen Brüder in der Ausbildung.  

Wir bitten dich für Dein altes Bundesvolk Israel: Nimm die Decke von seinen Augen, daß es Jesus Christus als seinen Messias erkenne und annehme.

Erbarme Dich aller, die falsche Propheten anhangen, daß sie sich bekehren zu dem wahren Propheten Jesus Christus. 

Nimm Dich der jungen Kirchen, ihrer Gemeinden, Hirten und Lehrer an, daß sie wachsen in der Erkenntnis der Wahrheit und in der Liebe zu dir und Dich mit glaubwürdigem Wandel unter ihren heidnischen Volksgenossen bezeugen. 

Führe den Tag herauf, da die eine Herde unter dem einen Hirten herrlich in Erscheinung tritt und wir mit allen Deinen Kindern vereint sind in Deinem ewigen Reich. Amen. 

Orate fratres S. 26

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment

1st Sunday after Trinity

John Singer Sargent, Study for “Frieze of Prophets”, Boston Public Library, 1894-95

Our Lord Jesus Christ says: “The one who listens to you listens to me, and the one who rejects you rejects me, and the one who rejects me rejects the one who sent me.”

Luke 10,16

Introitus

I will praise the Lord at all times;  my mouth will continually praise him. 
I will boast in the Lord;  let the oppressed hear and rejoice. 
Magnify the Lord with me. 
Let us praise his name together. 
I sought the Lord’s help and he answered me; he delivered me from all my fears. 
Look to him and be radiant; do not let your faces be ashamed. 
This oppressed man cried out and the Lord heard; he saved him from all his troubles. 
The angel of the Lord camps around  the Lord’s loyal followers and delivers them. 
Taste and see that the Lord is good. 
How blessed is the one who takes shelter in him. 
Fear the Lord, you chosen people of his, For those who fear him lack nothing.  
Even young lions sometimes lack food and are hungry, but those who seek the Lord lack no good thing. 
Come children. Listen to me. I will teach you what it means to fear the Lord. 

Psalm 34

Old Testament

The Lord of Heaven’s Armies says to the people of Jerusalem: “Do not listen to what those prophets are saying to you.  They are filling you with false hopes.  They are reporting visions of their own imaginations, not something the Lord has given them to say.  They continually say to those who reject what the Lord has said, ‘Things will go well for you!’ They say to all those who follow the stubborn inclinations of their own hearts, ‘Nothing bad will happen to you!’  Yet which of them has ever stood in the Lord’s inner circle  so they could see and hear what he has to say? Which of them have ever paid attention or listened to what he has said? 
But just watch! The wrath of the Lord will come like a storm! Like a raging storm it will rage down on the heads of those who are wicked.  The anger of the Lord will not turn back until he has fully carried out his intended purposes. In future days you people will come to understand this clearly. 
I did not send those prophets, yet they were in a hurry to give their message. 
I did not tell them anything, yet they prophesied anyway. 
But if they had stood in my inner circle, they would have proclaimed my message to my people.  They would have caused my people to turn from their wicked ways and stop doing the evil things they are doing. Do you people think that I am some local deity and not the transcendent God?” the Lord asks. 
“Do you really think anyone can hide himself where I cannot see him?” the Lord asks. 
“Do you not know that I am everywhere?” the Lord asks. 

The Lord says, “I have heard what those prophets who are prophesying lies in my name are saying. They are saying, ‘I have had a dream! I have had a dream!’ Those prophets are just prophesying lies. They are prophesying the delusions of their own minds. How long will they go on plotting to make my people forget who I am through the dreams they tell one another? That is just as bad as what their ancestors did when they forgot who I am by worshiping the god Baal. Let the prophet who has had a dream go ahead and tell his dream. Let the person who has received my message report that message faithfully. What is like straw cannot compare to what is like grain! I, the Lord, affirm it! My message is like a fire that purges dross. It is like a hammer that breaks a rock in pieces. I, the Lord, so affirm it! 

Jeremia 23, 16-29 (Sermon)

Epistle

By this we know that we reside in God and he in us: in that he has given us of his Spirit. And we have seen and testify that the Father has sent the Son to be the Savior of the world. If anyone confesses that Jesus is the Son of God, God resides in him and he in God. And we have come to know and to believe the love that God has in us. God is love, and the one who resides in love resides in God, and God resides in him. By this love is perfected with us, so that we may have confidence in the day of judgment, because just as Jesus is, so also are we in this world. There is no fear in love, but perfect love drives out fear, because fear has to do with punishment. The one who fears punishment has not been perfected in love. We love because he loved us first. If anyone says “I love God” and yet hates his fellow Christian, he is a liar, because the one who does not love his fellow Christian whom he has seen cannot love God whom he has not seen. And the commandment we have from him is this: that the one who loves God should love his fellow Christian too.

1. John 4, (13-16a) 16b-21

Gospel

“There was a rich man who dressed in purple and fine linen and who feasted sumptuously every day. But at his gate lay a poor man named Lazarus whose body was covered with sores, who longed to eat what fell from the rich man’s table. In addition, the dogs came and licked his sores.

“Now the poor man died and was carried by the angels to Abraham’s side. The rich man also died and was buried. And in Hades, as he was in torment, he looked up and saw Abraham far off with Lazarus at his side. 

So, he called out, ‘Father Abraham, have mercy on me, and send Lazarus to dip the tip of his finger in water and cool my tongue, because I am in anguish[ca] in this fire.’ But Abraham said, ‘Child, remember that in your lifetime you received your good things and Lazarus likewise bad things, but now he is comforted here, and you are in anguish. Besides all this, a great chasm has been fixed between us, so that those who want to cross over from here to you cannot do so, and no one can cross from there to us.’ 

So the rich man said, ‘Then I beg you, father—send Lazarus to my father’s house (for I have five brothers) to warn them so that they don’t come into this place of torment.’ But Abraham said, ‘They have Moses and the prophets; they must respond to them.’ Then the rich man said, ‘No, father Abraham, but if someone from the dead goes to them, they will repent.’ He replied to him, ‘If they do not respond to Moses and the prophets, they will not be convinced even if someone rises from the dead.’”

Luke 16,19-31

Confession of the church

I believe in one God, the Father Almighty, maker of heaven and earth and of all things visible and invisible.

And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of His Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father, by whom all things were made; who for us men and for our salvation came down from heaven and was incarnate by the Holy Spirit of the virgin Mary and was made man; and was crucified also for us under Pontius Pilate. He suffered and was buried. And the third day He rose again according to the Scriptures and ascended into heaven and sits at the right hand of the Father. And He will come again with glory to judge both the living and the dead, whose kingdom will have no end.

And I believe in the Holy Spirit, the Lord and Giver of Life, who proceeds from the Father and the Son, who with the Father and the Son together is worshiped and glorified, who spoke by the prophets. And I believe in one holy Christian and apostolic Church, I acknowledge one Baptism for the remission of sins, and I look for the resurrection of the dead and the life of the world to come. Amen.

Nicene creed

Hymn of the week

  1. From God can nothing move me; He will not step aside But gently will reprove me And be my constant guide. He stretches out His hand In evening and in morning, My life with grace adorning
  2. Wherever I may stand. When those whom I regarded As trustworthy and sure Have long from me departed, God’s grace shall still endure. He rescues me from sin And breaks the chains that bind me. I leave death’s fear behind me; His peace I have within.
  3. The Lord my life arranges; Who can His work destroy? In His good time He changes All sorrow into joy. So let me then be still: My body, soul and spirit His tender care inherit According to His will.
  4. Each day at His good pleasure God’s gracious will is done. He sent His greatest treasure In Jesus Christ, His son. He every gift imparts The bread of earth and heaven Are by His kindness given, Praise Him with thankful hearts!
  5. Praise God with acclamation And in His gifts rejoice. Each day finds its vocation Responding to His voice. Soon years on earth are past; But time we spend expressing The love of God brings blessing That will forever last. ,
  6. Yet even though I suffer The world’s unpleasantness, And though the days grow rougher And bring me great distress, That day of bliss divine, Which know no end or measure, And Christ, who is my pleasure, Forever shall be mine.
  7. For thus the Father willed it, Who fashioned us from clay; And His own Son fulfilled it And brought eternal day. The Spirit now has come, To us true faith has given; He leads us home to heaven. praise the Three in One!

Ludwig Helmbold 1532-1598

Prayer of the week

Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.

O Lord God, pour out Your Holy Spirit upon us, that like Abraham we may believe Your promises to us in Christ, and it may be counted to us for righteousness. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Give boldness and diligence to all ministers of Your Church, Matthew (our president and ILSW chairman);  Bishop Juhana Pohjola (ILC chairman); Hans-Jörg (SELK Bishop), Torgy, Michael, Stefan (Propst), Rudolf the local superintendent, pastors like Markus, Johann, Felix, Thomas, Armin, Andreij, Vadim, Don, that they may proclaim the faith once delivered to the saints. Be with all vacant congregations and pastors considering calls. Send forth laborers into Your harvest, and sustain those You have sent in Your mission to the people of this world: Peter, David, Martin, Mark. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Be the defender and shield of all in need: the poor, the hungry and those without homes or proper employment. Provide for their needs, and give them hope in the face of their trials. Stir up in us fervent love for one another, that we would be charitable to bring care and comfort to those around us, since You have shown us perfect charity in Your Son. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Perfect us in Your love, that we may not fear Your condemnation but have confidence in Christ for the Day of Judgment. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Give wisdom and patience to all in authority Olaf, Vlodimr, Reiner, Cyril Let them serve with integrity — always for the benefit of those under their leadership, to the maintenance of righteousness, and to the hindrance and punishment of wickedness. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Give to Your servants all that is needed for this body and life. Heal, strengthen and comfort the sick, the suffering, the sorrowing and the dying, and hear the prayers of all who call upon Your saving name especially Ruth, Karin, Ingrid, June, Annette, Christoph, Carmela,  Teach us to pray so that our hearts may not be undone by anxiety and fear but rejoice in Your grace sufficient for our every need. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Give repentance and faith to all who come to Your altar this day. Grant that we would not come seeking sumptuous earthly food, but instead discern Your holy body and precious blood for the forgiveness of sins and receive it in the unity of a true confession. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Loving Father, You have kept Your promise to Abraham and brought forth the Offspring in whom all nations are blessed and counted righteous, even Jesus Christ, our Lord. Give to all people saving faith in this promised Savior, and work in them the love that flows from Your love alone; through the same Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Lutheran Church Missouri Synod

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless Thee, and keep Thee;

The Lord make His face shine upon Thee, and be gracious unto Thee;

The Lord lift up His countenance upon Thee + give Thee peace.Numbers 6,24-27

If you are called to preach this weekend, may the triune God give you joy and strength, wisdom, knowledge and insight, that You preach His holy will faithfully and His gracious promises invitingly. His most precious Gospel is “the power of God to save all who believe.” (Rom 1:16) and His good Word remains forever – just as His one, holy Christian Church + Amen.

Posted in Trinity (The church season after Pentecost) | Tagged , , , , , , , , , | Leave a comment

O Heiliger Geist, o heiliger Gott

Kirchenportal von Saint-Sauveur (Beaumont-en-Auge) im Departement Calvados.

O Heiliger Geist, o heiliger Gott, Du Tröster wert in aller Not, Du bist gesandt vons Himmels Thron von Gott dem Vater und dem Sohn. O Heiliger Geist, o heiliger Gott!

O Heiliger Geist, o heiliger Gott, gib uns die Lieb zu Deinem Wort; zünd an in uns der Liebe Flamm, danach zu lieben allesamt. O Heiliger Geist, o heiliger Gott!

O Heiliger Geist, o heiliger Gott, mehr’ unsern Glauben immerfort; an Christus niemand glauben kann, es sei denn durch Dein Hilf getan. O Heiliger Geist, o heiliger Gott!

O Heiliger Geist, o heiliger Gott, erleucht uns durch Dein göttlich Wort; lehr uns den Vater kennen schon, dazu auch seinen lieben Sohn. O Heiliger Geist, o heiliger Gott!

O Heiliger Geist, o heiliger Gott, Du zeigst den Weg zur Himmelspfort; lass uns hier kämpfen ritterlich und zu Dir dringen seliglich. O Heiliger Geist, o heiliger Gott!

O Heiliger Geist, o heiliger Gott, verlass uns nicht in Not und Tod. Wir sagen Dir Lob, Ehr und Dank allzeit und unser Leben lang. O Heiliger Geist, o heiliger Gott!

Johann Niedling 1602-1668 (Altenburg 1651) LKG 188

Gebenedeit sei die Heilige Dreifaltigkeit und ungeteilte Einigkeit. 

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. (Jesaja 6,3) 

Sonnabend nach Trinitatis 

Ewiger, dreieiniger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Du hast uns erschaffen, erlöst und geheiligt. Wir danken Dir für Deine Gnade, für die Fülle Deiner Gaben und bitten Dich, Du wollest unsere Augen erleuchten, daß wir schauen Deine Geheimnisse, Deine Herrlichkeit anbeten und endlich Bürger werden der himmlischen Stadt, da wir mit neuen Zungen Dich loben und preisen werden, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 138.

Fortlaufende Lesung 

Die Liebe höret nimmer auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird.  9 Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk.  10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören.  11 Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war.  12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.  13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

1. Korinther 13,8-13

Tageslese

Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke auch. 18 Darum trachteten die Juden noch mehr danach, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat brach, sondern auch sagte, Gott sei sein Vater, und machte sich selbst Gott gleich.
19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut in gleicher Weise auch der Sohn. 20 Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er tut, und wird ihm noch größere Werke zeigen, sodass ihr euch verwundern werdet. 21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. 22 Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben, 23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.

Johannes 5,17-23

Fürbitte am Sonnabend

Lieber himmlischer Vater! Ich bitte Dich für alle, die heute ihre Last für zwei Tage ablegen können. Laß sie ihres Lebens froh werden! Laß in das Herz der Menschen Ruhe und Frieden einkehren. Ich bitte Dich für alle, die unterwegs sind über das Wochenende; behüte sie allenthalben.

Ich bitte Dich für alle Kranken und Sterbenden: Sei ihnen nahe und öffne ihne die Tür zu Deinem Heil. Ich bitte Dich für alle, die mit schweren Erlebnissen nicht fertig werden können: Richte ihren Blick auf den, der ihre Last am Kreuz getragen hat. Mache den Schwermütigen ihre Seele leicht. Amen. 

Orate fratres S. 70

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , | Leave a comment

Dr. Martin Luther predigt am Sonntag nach Trinitatis

Abendmahlskelch Iber. Bild: Ulrich Ahrensmeier

Dr. Martin Luther predigt am ersten Sonntag nach Trinitatis über die große Einladung unseres Gottes beim Evangelisten St. Lukas im vierzehnten Kapitel, die verse 16-24 (Fronleichnam: WA 52 S.357-368):

Und hier zum hören:

An English translation of a sermon by Dr. Martin Luther on the 2nd Sunday after the high Holiday of the Holy Trinity on St.Luke´s gospel chapter 16, 16-24 recorded in “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 2 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.694-707:

Posted in Dr. Martin Luthers Predigten, Trinitatis, Trinity (The church season after Pentecost), Uncategorized | Tagged , , , , | Leave a comment

O starker Fels und Lebenshort, laß uns Dein himmelsüßes Wort in unsern Herzen brennen.

O starker Fels und Lebenshort, lass uns Dein himmelsüßes Wort in unsern Herzen brennen, dass wir uns mögen nimmermehr von Deiner weisheitsreichen Lehr und treuen Liebe trennen. Fließe, gieße Deine Güte ins Gemüte, dass wir können Christus unsern Heiland nennen.

Du süßer Himmelstau, lass Dich in unsre Herzen kräftiglich und schenk uns Deine Liebe, dass unser Sinn verbunden sei dem Nächsten stets mit Liebestreu und sich darinnen übe. Kein Neid, kein Streit Dich betrübe, Fried und Liebe müssen schweben, Fried und Freude wirst Du geben.

Gib, dass in reiner Heiligkeit wir führen unsre Lebenszeit, sei unsers Geistes Stärke, dass uns forthin sei unbewusst die Eitelkeit, des Fleisches Lust und seine toten Werke. Rühre, führe unser Sinnen und Beginnen von der Erden, dass wir Himmelserben werden.

Michael Schirmer 1640 (LKG 187,5-7)

Gebenedeit sei die Heilige Dreifaltigkeit und ungeteilte Einigkeit. 

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. (Jesaja 6,3) 

Freitag nach Trinitatis 

Ewiger, dreieiniger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Du hast uns erschaffen, erlöst und geheiligt. Wir danken Dir für Deine Gnade, für die Fülle Deiner Gaben und bitten Dich, Du wollest unsere Augen erleuchten, daß wir schauen Deine Geheimnisse, Deine Herrlichkeit anbeten und endlich Bürger werden der himmlischen Stadt, da wir mit neuen Zungen Dich loben und preisen werden, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 138.

Fortlaufende Lesung 

Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.  2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts.  3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze.  4 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf,  5 sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu,  6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit;  7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. 

1. Korinther 13,1-7

Tageslese

Und der HERR redete mit Mose und sprach: 23 Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet: 24 Der HERR segne dich und behüte dich; 25 der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; 26 der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. 27 So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne. 

4. Mose 6,22-27

Fürbitte am Freitagmorgen

Wir loben und preisen Dich, Herr, am Kreuz, daß Du alles Leid und alle Not der Welt für uns getragen hast und uns von Sünde, Tod und Teufel errettet hast.

Laß die Botschaft von deiner Vergebung über die Welt ausgehen, und laß uns selig werden im Gedenken an deine heilige Hilfe.

Wir bitten Dich, Herr, für alle, die da leiden um Deines Namens willen; für alle, die um ihrer eigenen Schuld willen leiden; für alle, die unter der Last ihres Lebens und der Not der Welt leiden; für die Kranken und Sterbenden, für die Bedrückten und Entrechteten, für die Einsamen, Witwen und Waisen; für alle, die in Versuchung, Anfechtung oder Sorge sind und alle, die Deiner Hilfe bedürfen.

Verlaß uns nicht, zeige Dich uns als der Herr über Sünde, Tod und Teufel. Amen.

Orate fratres S.60

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , , , , , | Leave a comment

O Heiliger Geist, kehr bei uns ein und laß uns Deine Wohnung sein, o komm, Du Herzenssonne.

Bad Wimpfen am Neckar im Kreichgau.

O Heilger Geist, kehr bei uns ein und lass uns Deine Wohnung sein, o komm, Du Herzenssonne. Du Himmelslicht, lass Deinen Schein bei uns und in uns kräftig sein zu steter Freud und Wonne. Sonne, Wonne, himmlisch Leben willst Du geben, wenn wir beten; zu Dir kommen wir getreten.

Du Quell, draus alle Weisheit fließt, die sich in fromme Seelen gießt: lass Deinen Trost uns hören, dass wir in Glaubenseinigkeit auch können alle Christenheit Dein wahres Zeugnis lehren. Höre, lehre, dass wir können Herz und Sinnen Dir ergeben, Dir zum Lob und uns zum Leben.

Steh uns stets bei mit Deinem Rat und führ uns selbst auf rechtem Pfad, die wir den Weg nicht wissen. Gib uns Beständigkeit, dass wir getreu Dir bleiben für und für, auch wenn wir leiden müssen. Schaue, baue, was zerrissen und beflissen, Dich zu schauen und auf Deinen Trost zu bauen.

Lass uns Dein edle Balsamkraft empfinden und zur Ritterschaft dadurch gestärket werden, auf dass wir unter Deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz mit freudigen Gebärden. Lass Dich reichlich auf uns nieder, dass wir wieder Trost empfinden, alles Unglück überwinden.

Michael Schirmer 1640 (LKG 187,1-4)

Gebenedeit sei die Heilige Dreifaltigkeit und ungeteilte Einigkeit. 

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. (Jesaja 6,3) 

Trinitatis 

Ewiger, dreieiniger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Du hast uns erschaffen, erlöst und geheiligt. Wir danken Dir für Deine Gnade, für die Fülle Deiner Gaben und bitten Dich, Du wollest unsere Augen erleuchten, daß wir schauen Deine Geheimnisse, Deine Herrlichkeit anbeten und endlich Bürger werden der himmlischen Stadt, da wir mit neuen Zungen Dich loben und preisen werden, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 138.

Fortlaufende Lesung 

 Ihr aber seid der Leib Christi und jeder Einzelne ein Glied.  28 Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann gab er die Kraft, Wunder zu tun, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede.  29 Sind sie denn alle Apostel? Sind sie alle Propheten? Sind sie alle Lehrer? Haben sie alle die Kraft, Wunder zu tun,  30 haben sie alle Gaben, gesund zu machen? Reden sie alle in Zungen? Können sie alle auslegen?  31 Strebt aber nach den größeren Gaben! Und ich will euch einen noch besseren Weg zeigen. 

1. Korinther 12:27-31

Tageslese

Dies schreibe ich dir und hoffe, bald zu dir zu kommen; 15 wenn ich aber erst später komme, sollst du wissen, wie man sich verhalten soll im Hause Gottes, welches ist die Gemeinde des lebendigen Gottes, ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit. 16 Und groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens: Er[2] ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit. 

1. Timotheus 3,14-16

Morgengebet am Donnerstag

Herr, du Erzhirte und Bischof meiner Seele, zu Beginn dieses Tages rufe ich dich an und bitte um deinen gnädigen Beistand. Mir ist bange, wenn ich auf die Größe meines Dienstes sehe, der mich erwartet, und auf die kleine Kraft, die ich in mir habe. Auch spüre ich den Widerstreit meines natürlichen Herzens, das sich so schwer unter dein Joch beugen will. 

Laß mich deines Beistandes gewiß werden und rüste mich mit einem freudigen Geist aus, daß ich dir heute ein gehorsamer Diener bin ohne Menschenfurcht und Menschengefälligkeit. Dein Bild stelle vor meiner Seele, dein Sieg gebe mir getrosten Mut und barmherzigen Sinn. Dein Erscheinen am Ende der Tage leuchte in alle Dunkelheit der Welt und heilige mein Wirken in meinem Amt, daß ich dir wohlgefalle. Amen. 

Orate fratres S. 52

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

Posted in Trinitatis, Trinity (The church season after Pentecost) | Tagged , , , , , | Leave a comment

Freut Euch, Ihr Christen alle

Kirche zum Heiligen Kreuz (Klöden an der Elbe)

Freut Euch, Ihr Christen alle, Gott schenkt uns seinen Sohn; lobt ihn mit großem Schalle, er sendet auch vom Thron des Himmels seinen Geist, der uns durchs Wort recht lehret, des Glaubens Licht vermehret und uns auf Christus weist.

Er lässet offenbaren als unser höchster Hort uns, die wir Toren waren, das himmlisch Gnadenwort. Wie groß ist seine Güt! Nun können wir ihn kennen und unsern Vater nennen, der uns allzeit behüt’.

Verleih, dass wir Dich lieben, o Gott von großer Huld, durch Sünd Dich nicht betrüben, vergib uns unsre Schuld, führ uns auf ebner Bahn, hilf, dass wir Dein Wort hören und tun nach Deinen Lehren: das ist recht wohlgetan.

Von oben her uns sende den Geist, den edlen Gast; der stärket uns behende, wenn uns drückt Kreuzeslast. Tröst uns in Todespein, mach auf die Himmelstüre, uns miteinander führe zu Deinem Freudenschein.

Georg Werner 1639 (LKG 186)

Gebenedeit sei die Heilige Dreifaltigkeit und ungeteilte Einigkeit. 

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. (Jesaja 6,3) 

Trinitatis 

Ewiger, dreieiniger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Du hast uns erschaffen, erlöst und geheiligt. Wir danken Dir für Deine Gnade, für die Fülle Deiner Gaben und bitten Dich, Du wollest unsere Augen erleuchten, daß wir schauen Deine Geheimnisse, Deine Herrlichkeit anbeten und endlich Bürger werden der himmlischen Stadt, da wir mit neuen Zungen Dich loben und preisen werden, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 138.

Fortlaufende Lesung 

Denn wie der Leib einer ist und hat doch viele Glieder, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus.  13 Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt.  14 Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.  15 Wenn nun der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum gehöre ich nicht zum Leib!, gehört er deshalb etwa nicht zum Leib?  16 Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum gehöre ich nicht zum Leib!, gehört es deshalb etwa nicht zum Leib?  17 Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruch?  18 Nun aber hat Gott die Glieder eingesetzt, ein jedes von ihnen im Leib, so wie er gewollt hat.  19 Wenn aber alle Glieder ein Glied wären, wo bliebe der Leib?  20 Nun aber sind es viele Glieder, aber der Leib ist einer.  21 Das Auge kann nicht sagen zu der Hand: Ich brauche dich nicht; oder wiederum das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht.  22 Vielmehr sind die Glieder des Leibes, die uns schwächer erscheinen, die nötigsten;  23 und die uns weniger ehrbar erscheinen, die umkleiden wir mit besonderer Ehre; und die wenig ansehnlich sind, haben bei uns besonderes Ansehen;  24 denn was an uns ansehnlich ist, bedarf dessen nicht. Aber Gott hat den Leib zusammengefügt und dem geringeren Glied höhere Ehre gegeben,  25 auf dass im Leib keine Spaltung sei, sondern die Glieder einträchtig füreinander sorgen.  26 Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit. 

1.Korinther 12:12-26

Tageslese

So ermahne ich euch nun, ich, der Gefangene in dem Herrn, dass ihr der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid, 2 in aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Ertragt einer den andern in Liebe 3 und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens: 4 ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; 5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; 6 ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen.

Epheser 4,1-6

Gebet am Mittwoch

Herr, laß uns freudig den Weg deiner Gebote gehen und mach uns stille vor dir, um im stillen Wandel von deiner Gnade zu zeugen und deine Kräfte in diese Welt hineinzutragen. Laß dein Licht durch uns leuchten, daß die Menschen gute Werke an uns sehen und den Vater im Himmel preisen. Richte unser Leben also, daß uns am Ende keiner verklage, dem wir Erbarmen und Liebe schuldig geblieben sind, und wir aufgenommen werden in die ewigen Hütten. Amen. 

Orate fratres S. 44

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

Posted in Trinitatis | Tagged , , , , , , , , | Leave a comment

Heilger Geist, Du Tröster mein

Heilger Geist, Du Tröster mein, hoch vom Himmel uns erschein mit dem Licht der Gnaden dein.

Komm, Vater der armen Herd, komm mit Deinen Gaben wert, uns erleucht auf dieser Erd.

O Du selig Gnadensonn, füll das Herz mit Freud und Wonn aller, die Dich rufen an.

Ohn Dein Beistand, Hilf und Gunst ist all unser Tun und Kunst vor Gott ganz und gar umsonst.

Lenk uns nach dem Willen Dein, wärm die kalten Herzen fein, bring zurecht, die irrig sein.

Gib uns Herr, wir bitten Dich, die wir glauben festtäglich, Deine Gaben mildiglich,

daß wir leben heiliglich, danach sterben seliglich bei Dir bleiben ewiglich.

Nach der mittelalterlichen Pfingstsequenz “Veni Sancte Spiritus” von Martin Moller 1584. (LKG 185)

Gebenedeit sei die Heilige Dreifaltigkeit und ungeteilte Einigkeit. 

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. (Jesaja 6,3) 

Trinitatis 

Ewiger, dreieiniger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Du hast uns erschaffen, erlöst und geheiligt. Wir danken Dir für Deine Gnade, für die Fülle Deiner Gaben und bitten Dich, Du wollest unsere Augen erleuchten, daß wir schauen Deine Geheimnisse, Deine Herrlichkeit anbeten und endlich Bürger werden der himmlischen Stadt, da wir mit neuen Zungen Dich loben und preisen werden, durch unseren Herrn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres S. 138.

Fortlaufende Lesung 

Über die Gaben des Geistes aber will ich euch, Brüder und Schwestern, nicht in Unwissenheit lassen.  2 Ihr wisst: Als ihr Heiden wart, zog es euch mit Macht zu den stummen Götzen.  3 Darum tue ich euch kund, dass niemand, der durch den Geist Gottes redet, sagt: Verflucht sei Jesus. Und niemand kann sagen: Jesus ist der Herr, außer durch den Heiligen Geist.  4 Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist.  5 Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr.  6 Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen.  7 Durch einen jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller.  8 Dem einen wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben; dem andern ein Wort der Erkenntnis durch denselben Geist;  9 einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist;  10 einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen.  11 Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist, der einem jeden das Seine zuteilt, wie er will. 

1. Korinther 12,1-11

Tageslese

Ich will euch nämlich wissen lassen, welchen Kampf ich für euch und für die in Laodizea und für alle führe, die mich nicht von Angesicht gesehen haben, 2 auf dass ihre Herzen gestärkt und verbunden werden in der Liebe und zu allem Reichtum an der Fülle der Einsicht, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist. 3 In ihm liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis. 4 Ich sage das, damit euch niemand betrüge mit verführerischen Reden. 5 Denn obwohl ich leiblich abwesend bin, so bin ich doch im Geist bei euch und freue mich, wenn ich eure Ordnung und euren festen Glauben an Christus sehe.
6 Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christus Jesus, so lebt auch in ihm, 7 verwurzelt und gegründet in ihm und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und voller Dankbarkeit. 8 Seht zu, dass euch niemand einfange durch die Philosophie und leeren Trug, die der Überlieferung der Menschen und den Elementen der Welt folgen und nicht Christus. 9 Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.

Kolosser 2,1-9

Gebet zu Trinitatis 

Herr Gott Vater: Du hast alles erschaffen und erhältst es in unergründlichem Erbarmen. Herr Jesus Christus: Du trägst die Sünde der Welt und hast uns durch Dein Kreuz und Auferstehen das Leben gebracht. Herr Gott Heiliger Geist: Du erleuchtest und regierst Deine heilige Kirche. Wir beten Dich an!

Heiliger Gott, Du hast uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, Du hast uns erlöst durch das Blut Deines Sohnes und hast uns wissen lassen das Geheimnis Deines Willens, Du hast uns den Geist der Kindschaft gegeben und hast Deine Gemeinde zum Leib gemacht, dessen Haupt Jesus Christus ist. Wir beten Dich an!

Herr, erwecke unter uns Menschen, die Dir dienen in der Kraft des Glaubens und im Gehorsam der Liebe durch Deinen Heiligen Geist.

Herr, wir bitten Dich für die ganze Christenheit: erneuere Deine Kirche; heile, was krank ist; belebe, was tot ist. Segne unser Volk und alle, die uns regieren, und erwecke Dir treue Nachfolger in allen Lebensbereichen. Gib Kraft und Gelingen zum täglichen Werk, gib uns Geduld und Treue; hilf, daß wir uns bewähren als Deine Kinder und als Zeugen Deiner unvergänglichen Wahrheit, damit wir Dich mit Freuden preisen und allezeit Deinen Namen bekennen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen. 

Evangelisch-Lutherische Kirchenagende. Hg.v. der Kirchenleitung der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Bd. 1. 1997: Herder, Freiburg u.a. S. 440 + 461. 

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
Friede sei mit Euch + 
AmenAmen

Posted in Trinitatis, Uncategorized | Tagged , , , , , , , , , | Leave a comment