Rev. Benjamin Ball (Vice-President of LCMS) in the castle chapel of Torgau
Und wenn es nun erfüllet ist durch den, der es konnt halten, so lerne jetzt ein frommer Christ des Glaubens recht Gestalte. Nicht mehr denn: »Lieber Herre mein, Dein Tod wird mir das Leben sein, Du hast für mich bezahlet.«
Daran ich keinen Zweifel trag, Dein Wort kann nicht betrügen. Nun sagst Du, dass kein Mensch verzag – das wirst Du nimmer lügen –: »Wer glaubt an mich und wird getauft, demselben ist der Himmel erkauft, daß er nicht werd verloren.«
Es ist gerecht vor Gott allein, der diesen Glauben fasset; der Glaub gibt einen hellen Schein, wenn er die Werk nicht lasset; mit Gott der Glaub ist wohl daran, dem Nächsten wird die Lieb Guts tun, bist Du aus Gott geboren.
Paul Speratus 1524 (LKG 227,6-8)
Donnerstag nach dem 20. Sonntag nach Trinitatis (Das Mahl des Herrn)
Christus spricht: “Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.”
Offenbarung 3,5
Kollekte
HerrJesus Christus, der Du uns für würdig erachtest, Gäste an Deinem Tische zu sein: Laß Deine Gnade Macht über uns gewinnen, daß wir in unserem Leben erneuert, mit allen Vollendeten an Deinem ewigen Freudenmahl teilnehmen mögen, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.155
Fortlaufende Lese
Ich bin der Mann, der Elend sehen muss durch die Rute seines Grimmes. 2 Er hat mich geführt und gehen lassen in die Finsternis und nicht ins Licht. 3 Er hat seine Hand gewendet gegen mich und erhebt sie gegen mich Tag für Tag. 4 Er hat mir Fleisch und Haut alt gemacht und mein Gebein zerschlagen. 5 Er hat mich ringsum eingeschlossen und mich mit Bitternis und Mühsal umgeben. 6 Er hat mich in Finsternis versetzt wie die, die längst tot sind. 7 Er hat mich ummauert, dass ich nicht herauskann, und mich in harte Fesseln gelegt. 8 Und wenn ich auch schreie und rufe, so stopft er sich die Ohren zu vor meinem Gebet. 9 Er hat meinen Weg vermauert mit Quadern und meinen Pfad zum Irrweg gemacht. 10 Er hat auf mich gelauert wie ein Bär, wie ein Löwe im Verborgenen. 11 Er lässt mich den Weg verfehlen, er hat mich zerfleischt und zunichtegemacht. 12 Er hat seinen Bogen gespannt und mich dem Pfeil zum Ziel gegeben. 13 Er hat mir seine Pfeile in die Nieren geschossen. 14 Ich bin ein Hohn für mein ganzes Volk und täglich ihr Spottlied. 15 Er hat mich mit Bitterkeit gesättigt und mit Wermut getränkt. 16 Er hat mich auf Kiesel beißen lassen, er drückte mich nieder in die Asche. 17 Meine Seele ist aus dem Frieden vertrieben; ich habe das Gute vergessen. 18 Ich sprach: Mein Ruhm und meine Hoffnung auf den HERRN sind dahin. 19 Gedenke doch, wie ich so elend und verlassen, mit Wermut und Bitterkeit getränkt bin! 20 Du wirst ja daran gedenken, denn meine Seele sagt mir’s. 21 Dies nehme ich zu Herzen, darum hoffe ich noch: 22 Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, 23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. 24 Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen. 25 Denn der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt. 26 Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen. 27 Es ist ein köstlich Ding für einen Mann, dass er das Joch in seiner Jugend trage. 28 Er sitze einsam und schweige, wenn Gott es ihm auferlegt, 29 und stecke seinen Mund in den Staub; vielleicht ist noch Hoffnung. 30 Er biete die Backe dar dem, der ihn schlägt, und lasse sich viel Schmach antun. 31 Denn der Herr verstößt nicht ewig; 32 sondern er betrübt wohl und erbarmt sich wieder nach seiner großen Güte. 33 Denn nicht von Herzen plagt und betrübt er die Menschen.
Klagelieder 3,1-33
Tageslese
Darum, meine Lieben, flieht den Götzendienst! 15 Ich rede doch zu verständigen Menschen; beurteilt ihr, was ich sage. 16 Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? 17 Denn ein Brot ist’s. So sind wir, die vielen, ein Leib, weil wir alle an einem Brot teilhaben. 18 Seht an das Israel nach dem Fleisch! Welche die Opfer essen, stehen die nicht in der Gemeinschaft des Altars? 19 Was will ich nun damit sagen? Dass das Götzenopfer etwas sei? Oder dass der Götze etwas sei? 20 Nein, sondern was man da opfert, das opfert man den Dämonen und nicht Gott. Ich will aber nicht, dass ihr mit den Dämonen Gemeinschaft habt. 21 Ihr könnt nicht zugleich den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen; ihr könnt nicht zugleich am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen. 22 Oder wollen wir des Herrn Eifersucht wecken? Sind wir stärker als er?
1. Korinther 10,14-22
Morgengebet am Donnerstag
Herr, unser Gott, wir danken Dir für Deine Gnade, die uns für unser Tagewerk neu gestärkt hat. Wir befehlen Dir unseren Leib und unsere Seele, unsere Lieben und unser Haus, unser Gut und unsere Ehre und alles, was wir haben. Nimm unsere Regierung, Volk und Vaterland in Deinen Schutz, breite Deine Gnade aus über Deine Kirche mit all ihren Bischöfen, Pastoren, Evangelisten, Missionaren, Lehren, Kirchenvorstehern und Gehilfen und baue Deine Reich auch in dieser unserer Zeit. Behüte uns vor dem bösen Feind, erfülle uns mit Deinem göttlichen Segen und führe uns durch diese Zeit in die Ewigkeit. Durch Jesum Christum, unseren Herrn. Amen.
Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 8
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Es ist das Heil uns kommen her von Gnad und lauter Güte; die Werk, die helfen nimmermehr, sie können nicht behüten. Der Glaub sieht Jesus Christus an, der hat gnug für uns all getan, er ist der Mittler worden.
Was Gott im Gsetz geboten hat, da man es nicht konnt halten, erhub sich Zorn und große Not vor Gott so mannigfalten; vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, vom Gsetz erfordert allermeist; es war mit uns verloren.
Es war ein falscher Wahn dabei: Gott hätt sein Gsetz drum geben, als ob wir möchten selber frei nach seinem Willen leben; so ist es nur ein Spiegel zart, der uns zeigt an die sündig Art, in unserem Fleisch verborgen.
Nicht möglich war, dieselbig Art aus eigenen Kräften lassen, wiewohl es oft versuchet ward, noch mehret sich Sünd ohn Maßen; denn Gleißners Werk Gott hoch verdammt, und je dem Fleisch der Sünde Schand allzeit war angeboren.
Noch mußt das Gsetz erfüllet sein, sonst wärn wir all verdorben. Drum schickt Gott seinen Sohn herein, der selber Mensch ist worden; das ganz Gsetz hat er erfüllt, damit seins Vaters Zorn gestillt, der über uns ging alle.
Paul Speratus 1524 (LKG 227,1-5)
Mittwoch nach dem 20. Sonntag nach Trinitatis (Das Mahl des Herrn)
Christus spricht: “Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.”
Offenbarung 3,5
Kollekte
HerrJesus Christus, der Du uns für würdig erachtest, Gäste an Deinem Tische zu sein: Laß Deine Gnade Macht über uns gewinnen, daß wir in unserem Leben erneuert, mit allen Vollendeten an Deinem ewigen Freudenmahl teilnehmen mögen, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.155
Fortlaufende Lese
Ach, wie liegt die Stadt so verlassen, die voll Volks war! Sie ist wie eine Witwe, die Fürstin unter den Völkern, und die eine Königin in den Ländern war, muss nun dienen. 2 Sie weint des Nachts, dass ihr die Tränen über die Backen laufen. Es ist niemand unter allen ihren Liebhabern, der sie tröstet. Alle ihre Freunde sind ihr untreu und ihre Feinde geworden. 3 Juda ist gefangen in Elend und schwerem Dienst, es wohnt unter den Völkern und findet keine Ruhe; alle seine Verfolger kommen heran in Bedrängnissen. 4 Die Straßen nach Zion liegen wüst, weil niemand auf ein Fest kommt. All ihre Tore stehen öde, ihre Priester seufzen, ihre Jungfrauen sehen jammervoll drein, und sie ist betrübt. 5 Ihre Widersacher sind obenauf, ihren Feinden geht’s gut; denn der HERR hat über sie Jammer gebracht um ihrer großen Sünden willen, und ihre Kinder sind gefangen vor dem Feind dahingezogen. 6 Es ist von der Tochter Zion aller Schmuck dahin. Ihre Fürsten sind wie Hirsche, die keine Weide finden und matt vor dem Verfolger herlaufen. 7 Jerusalem denkt in dieser Zeit, da sie elend und verlassen ist, wie viel Gutes sie von alters her gehabt hat, wie aber all ihr Volk darniedersank unter des Feindes Hand und ihr niemand half. Ihre Feinde sehen auf sie herab und spotten über ihren Untergang. 8 Jerusalem hat sich versündigt; darum muss sie sein wie eine unreine Frau. Alle, die sie ehrten, verschmähen sie jetzt, weil sie ihre Blöße sehen; sie aber seufzt und hat sich abgewendet. 9 Ihr Unflat klebt an ihrem Saum. Sie hätte nicht gemeint, dass es ihr zuletzt so gehen würde. Sie ist ja gräulich heruntergestoßen und hat dazu niemand, der sie tröstet. »Ach, HERR, sieh an mein Elend; denn der Feind triumphiert!« 10 Der Feind hat seine Hand gelegt an alle ihre Kleinode. Ja, sie musste zusehen, dass die Heiden in ihr Heiligtum gingen, während du geboten hast, sie sollten nicht in deine Gemeinde kommen. 11 Alles Volk seufzt und geht nach Brot, es gibt seine Kleinode um Speise, um sein Leben zu erhalten. »Ach, HERR, sieh doch und schau, wie verachtet ich bin!« […] 17 Zion streckt ihre Hände aus, und doch ist niemand da, der sie tröstet; denn der HERR hat gegen Jakob seine Feinde ringsum aufgeboten, sodass Jerusalem zwischen ihnen sein muss wie eine unreine Frau. 18 »Der HERR ist gerecht, denn ich bin seinem Worte ungehorsam gewesen. Höret, alle Völker, und schaut meinen Schmerz! Meine Jungfrauen und Jünglinge sind in die Gefangenschaft gegangen. 19 Ich rief meine Freunde, aber sie ließen mich im Stich. Meine Priester und meine Ältesten sind in der Stadt verschmachtet, sie gehen nach Brot, um ihr Leben zu erhalten. 20 Ach, HERR, sieh doch, wie bange ist mir, dass mir’s im Leibe davon wehtut! Mir dreht sich das Herz im Leibe um, weil ich so ungehorsam gewesen bin. Draußen hat mich das Schwert und im Hause hat mich der Tod meiner Kinder beraubt. 21 Man hört’s wohl, dass ich seufze, und doch habe ich keinen Tröster; alle meine Feinde hören mein Unglück und freuen sich, dass du es gemacht hast. Du hast den Tag kommen lassen, den du verkündet hast, – aber ihnen soll es gehen wie mir. 22 Lass alle ihre Bosheit vor dich kommen und richte sie zu, wie du mich zugerichtet hast um aller meiner Missetat willen; denn meiner Seufzer sind viel, und mein Herz ist betrübt.«
Klagelieder 1,1-22
Tageslese
Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, das Brot zu brechen, predigte ihnen Paulus, und da er am nächsten Tag weiterreisen wollte, zog er die Rede hin bis Mitternacht. 8 Und es waren viele Lampen in dem Obergemach, wo wir versammelt waren. 9 Es saß aber ein junger Mann mit Namen Eutychus in einem Fenster und sank in einen tiefen Schlaf, weil Paulus so lange redete; und vom Schlaf überwältigt fiel er hinunter vom dritten Stock und wurde tot aufgehoben. 10 Paulus aber ging hinab und warf sich über ihn, umfing ihn und sprach: Macht kein Geschrei; denn seine Seele ist in ihm. 11 Dann ging er hinauf und brach das Brot und aß und redete viel mit ihnen, bis der Tag anbrach; und so zog er hinweg. 12 Sie brachten aber den jungen Mann lebend herein und wurden nicht wenig getröstet.
Apostelgeschichte 20,7-12
Morgengebet am Mittwoch
Wir danken Dir, Herr, unser Gott, daß Deine Güte heute über uns neu ist, und bitten Dich um Deinen Schutz für diesen Tag. Gib, daß wir unser Tagewerk mit Freuden angreifen und nicht mit Seufzen, und laß wohlgelingen, was uns befohlen ist. Vor allem aber lehre uns trachten nach Deinem Reich und seiner Gerechtigkeit. Mitten in der Unruhe des äußeren Lebens mach unser Herz still zu Dir. Mitten in der Versuchung der Welt richte unser Auge auf Dich. Wenn die Last uns zu schwer werden will, so mache die Liebe größer und die Treue fester und gib uns neue Kraft aus der Höhe. Laß uns erfahren, daß dem, der nach Deinem Reiche trachtet, alles zufällt. Mache uns frei von Sorgen, treu im Großen wie im Geringen, fröhlich im Aufblick zu Dir. Amen.
Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 8
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Was ich getan hab und gelehrt, das sollst du tun und lehren, damit das Reich Gotts werd gemehrt zu Lob und seinen Ehren; und hüt dich vor der Menschen Satz, davon verdirbt der edle Schatz: das lass ich dir zur Letze.«
Dr. Martin Luther 1523 (LKG 226,10)
Dienstag nach dem 20. Sonntag nach Trinitatis (Das Mahl des Herrn)
Christus spricht: “Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.”
Offenbarung 3,5
Kollekte
HerrJesus Christus, der Du uns für würdig erachtest, Gäste an Deinem Tische zu sein: Laß Deine Gnade Macht über uns gewinnen, daß wir in unserem Leben erneuert, mit allen Vollendeten an Deinem ewigen Freudenmahl teilnehmen mögen, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.155
Fortlaufende Lese
Dies ist das Wort, das der Prophet Jeremia zu Baruch, dem Sohn Nerijas, redete, als er die Worte, wie Jeremia sie ihm sagte, auf eine Schriftrolle schrieb, im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda: 2 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, über dich, Baruch: 3 Du sprichst: Weh mir, wie hat mir der HERR Jammer zu meinem Schmerz hinzugefügt! Ich bin müde vom Seufzen und finde keine Ruhe. 4 Sage ihm: So spricht der HERR: Siehe, was ich gebaut habe, das reiße ich ein, und was ich gepflanzt habe, das reiße ich aus. Das gilt der ganzen Erde. 5 Und du begehrst für dich große Dinge? Begehre es nicht! Denn siehe, ich will Unheil kommen lassen über alles Fleisch, spricht der HERR, aber dein Leben sollst du wie eine Beute davonbringen, an welchen Ort du auch ziehst.
Jeremia 45,1-5
Tageslese
Und es murrte die ganze Gemeinde der Israeliten wider Mose und Aaron in der Wüste. 3 Und die Israeliten sprachen: Wollte Gott, wir wären in Ägypten gestorben durch des HERRN Hand, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und hatten Brot die Fülle zu essen. Denn ihr habt uns dazu herausgeführt in diese Wüste, dass ihr diese ganze Gemeinde an Hunger sterben lasst. 4 Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinausgehen und täglich sammeln, was es für den Tag bedarf, dass ich’s prüfe, ob es in meinem Gesetz wandle oder nicht. 5 Am sechsten Tage aber wird’s geschehen, wenn sie zubereiten, was sie einbringen, dass es doppelt so viel sein wird, wie sie sonst täglich sammeln. 6 Mose und Aaron sprachen zu ganz Israel: Am Abend sollt ihr innewerden, dass euch der HERR aus Ägyptenland geführt hat, 7 und am Morgen werdet ihr des HERRN Herrlichkeit sehen, denn er hat euer Murren wider den HERRN gehört. Was sind wir, dass ihr wider uns murrt? 8 Weiter sprach Mose: Der HERR wird euch am Abend Fleisch zu essen geben und am Morgen Brot die Fülle, weil der HERR euer Murren gehört hat, womit ihr wider ihn gemurrt habt. Denn was sind wir? Euer Murren ist nicht wider uns, sondern wider den HERRN. 9 Und Mose sprach zu Aaron: Sage der ganzen Gemeinde der Israeliten: Kommt herbei vor den HERRN, denn er hat euer Murren gehört. 10 Und als Aaron noch redete zu der ganzen Gemeinde der Israeliten, wandten sie sich zur Wüste hin, und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erschien in der Wolke. 11 Und der HERR sprach zu Mose: 12 Ich habe das Murren der Israeliten gehört. Sage ihnen: Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden und sollt innewerden, dass ich, der HERR, euer Gott bin. 13 Und am Abend kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager. Und am Morgen lag Tau rings um das Lager. 14 Und als der Tau weg war, siehe, da lag’s in der Wüste rund und klein wie Reif auf der Erde. 15 Und als es die Israeliten sahen, sprachen sie untereinander: Man hu?[1] Denn sie wussten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Es ist das Brot, das euch der HERR zu essen gegeben hat. 16 Das ist’s aber, was der HERR geboten hat: Ein jeder sammle, so viel er zum Essen braucht, einen Krug voll für jeden nach der Zahl der Leute in seinem Zelte. 17 Und die Israeliten taten’s und sammelten, einer viel, der andere wenig. 18 Aber als man’s nachmaß, hatte der nicht darüber, der viel gesammelt hatte, und der nicht darunter, der wenig gesammelt hatte. Jeder hatte gesammelt, so viel er zum Essen brauchte. 19 Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse etwas davon übrig bis zum nächsten Morgen. 20 Aber sie gehorchten Mose nicht. Und etliche ließen davon übrig bis zum nächsten Morgen; da wurde es voller Würmer und stinkend. Und Mose wurde zornig auf sie. 21 Sie sammelten aber alle Morgen, so viel ein jeder zum Essen brauchte. Wenn aber die Sonne heiß schien, zerschmolz es. 22 Und am sechsten Tage sammelten sie doppelt so viel Brot, je zwei Krüge voll für einen. Und alle Vorsteher der Gemeinde kamen hin und verkündeten’s Mose. 23 Und er sprach zu ihnen: Das ist’s, was der HERR gesagt hat: Morgen ist Ruhetag, heiliger Sabbat für den HERRN. Was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber übrig ist, das legt beiseite, dass es aufgehoben werde bis zum nächsten Morgen. 24 Und sie legten’s beiseite bis zum nächsten Morgen, wie Mose geboten hatte. Da wurde es nicht stinkend und war auch kein Wurm darin. 25 Da sprach Mose: Esst dies heute, denn heute ist der Sabbat des HERRN; ihr werdet heute nichts finden auf dem Felde. 26 Sechs Tage sollt ihr sammeln; aber der siebente Tag ist der Sabbat, an dem wird nichts da sein. 27 Aber am siebenten Tage gingen etliche vom Volk hinaus, um zu sammeln, und fanden nichts. 28 Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote und Weisungen zu halten? 29 Sehet, der HERR hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tage für zwei Tage Brot. So bleibe nun ein jeder, wo er ist, und niemand verlasse seinen Wohnplatz am siebenten Tage. 30 Also ruhte das Volk am siebenten Tage.
2. Mose 16,2-30
Dienstagmorgen
Gelobt seist Du, Gott unser Schöpfer, gelobt Du, Gott unser Heiland, gelobt Du, Gott unser Tröster! Du bist uns Schild und Schutz und schenkst uns Gnade um Gnade; Du hast uns bewahrt bis auf diesen Tag. Herr, laß uns auch heute in Deinem Dienste stehen. Hilf uns alles, was wir tun, ausführen Dir zur Ehre, dem Nächsten zum Nutz und uns zum Heil. Dir möchten wir uns opfern mit Leib und Seele. Darum schenke uns die Liebe, die nicht das Ihre sucht. Herr, von uns selber vermögen wir nichts, aber Du kannst alles. Gib Kraft und Selbstüberwindung, wo wir sie brauchen; gib Rat, wo wir Rats bedürfen; segne uns für Zeit und Ewigkeit. Amen.
Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 8
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Abendmahl. Teil des Altars in St.Marien, Lutherstadt Wittenberg von Lucas Cranach d.J. 1547.
Er sprach zu mir: »Halt Dich an mich, es soll Dir jetzt gelingen; ich geb mich selber ganz für Dich, da will ich für Dich ringen; denn ich bin Dein und Du bist mein, und wo ich bleib, da sollst Du sein, uns soll der Feind nicht scheiden.
Vergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rauben; das leid ich alles Dir zugut, das halt mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein, da bist Du selig worden.
Gen Himmel zu dem Vater mein fahr ich von diesem Leben; da will ich sein der Meister Dein, den Geist will ich Dir geben, der Dich in Trübnis trösten soll und lehren mich erkennen wohl und in der Wahrheit leiten.
Dr. Martin Luther 1523 (LKG 226,7-9)
Montag nach dem 20. Sonntag nach Trinitatis (Das Mahl des Herrn)
Christus spricht: “Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.”
Offenbarung 3,5
Kollekte
HerrJesus Christus, der Du uns für würdig erachtest, Gäste an Deinem Tische zu sein: Laß Deine Gnade Macht über uns gewinnen, daß wir in unserem Leben erneuert, mit allen Vollendeten an Deinem ewigen Freudenmahl teilnehmen mögen, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.155
Fortlaufende Lese
Da antworteten dem Jeremia alle Männer, die sehr wohl wussten, dass ihre Frauen andern Göttern opferten, und alle Frauen, die dabeistanden, eine große Menge, samt allem Volk, das in Ägyptenland und in Patros wohnte, und sprachen: 16 Das Wort, das du uns im Namen des HERRN sagst – wir wollen dir nicht gehorchen. 17 Das Wort, das aus unserm eigenen Munde gekommen ist, das wollen wir halten und der Himmelskönigin opfern und ihr Trankopfer darbringen, wie wir und unsere Väter, unsere Könige und Oberen getan haben in den Städten Judas und auf den Gassen Jerusalems. Da hatten wir auch Brot genug und es ging uns gut, und wir sahen kein Unglück. 18 Seit der Zeit aber, da wir es unterlassen haben, der Himmelskönigin zu opfern und Trankopfer darzubringen, haben wir an allem Mangel gelitten und sind durch Schwert und Hunger umgekommen. 19 Und wenn wir Frauen der Himmelskönigin opfern und Trankopfer darbringen, das tun wir ja nicht ohne den Willen unserer Männer, wenn wir ihr Opferkuchen backen, die sie abbilden, und ihr Trankopfer darbringen. 20 Da sprach Jeremia zu dem ganzen Volk, den Männern und Frauen und allen Leuten, die ihm so geantwortet hatten: 21 Waren es nicht jene Opfer, an die der HERR gedacht hat, die ihr in den Städten Judas und auf den Gassen Jerusalems dargebracht habt, ihr und eure Väter, Könige, Oberen und alles Volk des Landes? Waren nicht sie es, die ihm in den Sinn gekommen sind? 22 So konnte der HERR es nicht mehr ertragen wegen eures bösen Wandels und der Gräuel, die ihr tatet; daher ist auch euer Land zur Wüste, zum Entsetzen und zum Fluch geworden, dass niemand darin wohnt, so wie es heute ist. 23 Weil ihr der Himmelskönigin geopfert habt und wider den HERRN sündigtet und der Stimme des HERRN nicht gehorchtet und in seinem Gesetze, seinen Rechten und Mahnungen nicht gewandelt seid, darum ist euch solches Unheil widerfahren, so wie es heute ist. 24 Und Jeremia sprach zu allem Volk und zu allen Frauen: Höret des HERRN Wort, ihr alle aus Juda, die in Ägyptenland sind! 25 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Ihr und eure Frauen, was ihr mit eurem Munde gelobt habt, vollbringt ihr mit euren Händen. Ihr sagt: »Wir wollen unsere Gelübde halten, die wir der Himmelskönigin gelobt haben, dass wir ihr opfern und Trankopfer darbringen.« Wohlan, erfüllt doch eure Gelübde und haltet eure Gelübde! 26 So höret nun des HERRN Wort, ihr alle aus Juda, die ihr in Ägyptenland wohnt: Siehe, ich schwöre bei meinem großen Namen, spricht der HERR, dass mein Name nicht mehr genannt werden soll durch irgendeines Menschen Mund aus Juda in ganz Ägyptenland, der da sagt: »So wahr Gott der HERR lebt!« 27 Siehe, ich will über sie wachen zum Unheil und nicht zum Heil, dass, wer aus Juda in Ägyptenland ist, durch Schwert und Hunger umkommen soll, bis es ein Ende mit ihnen hat. 28 Die aber dem Schwert entrinnen, werden aus Ägyptenland ins Land Juda zurückkommen als ein geringes Häuflein. So werden dann alle, die übrig geblieben sind von Juda und die nach Ägyptenland gezogen waren, dort zu wohnen, erkennen, wessen Wort wahr geworden ist, meines oder ihres. 29 Und dies sei das Zeichen, spricht der HERR: Ich will euch an diesem Ort heimsuchen, damit ihr wisst, dass mein Wort wahr werden soll über euch zum Unheil. 30 So spricht der HERR: Siehe, ich will den Pharao Hofra, den König von Ägypten, übergeben in die Hände seiner Feinde und derer, die ihm nach dem Leben trachten, gleichwie ich Zedekia, den König von Juda, übergeben habe in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, seines Feindes, der ihm nach dem Leben trachtete.
Jeremia 44:15-30
Tageslese
Als nun das Volk sah, dass Jesus nicht da war und seine Jünger auch nicht, stiegen sie in die Boote und kamen nach Kapernaum und suchten Jesus. 25 Und als sie ihn fanden am andern Ufer des Meeres, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hergekommen? 26 Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von dem Brot gegessen habt und satt geworden seid. 27 Müht euch nicht um Speise, die vergänglich ist, sondern um Speise, die da bleibt zum ewigen Leben. Die wird euch der Menschensohn geben; denn auf ihm ist das Siegel Gottes des Vaters. 28 Da fragten sie ihn: Was sollen wir tun, dass wir Gottes Werke wirken? 29 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat. 30 Da sprachen sie zu ihm: Was tust du für ein Zeichen, auf dass wir sehen und dir glauben? Was wirkst du? 31 Unsre Väter haben Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben steht: »Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.« 32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. 33 Denn dies ist das Brot Gottes, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben. 34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot. 35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.
Johannes 6,24-35
Montagsgebet
Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, unter Deinem Beistand beginnen wir von neuem die Arbeit unseres Berufs, und da wir nicht wissen, was uns in dieser Woche begegnen wird, so bitten wir Dich, mache Du den Anfang, regiere die Mitte, segne das Ende. Wenn Du uns leitest, so irren wir nicht; wenn Du uns hältst, so fallen wir nicht; Deine Treue behüte uns Leib und Leben, Hab und Gut. Wende alle Krankheit von uns und unserm Hause. Bewahre uns vor Sünden und leite uns in Deiner Wahrheit. Erhalte unser Herz bei dem Einigen, daß wir Deinen Namen fürchten. Heilige unser Leben und hilf uns zu Deinem himmlischen Reich. Amen.
Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 8
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Lucas Cranach d.J: Jesus nimmt die Kinder an (Mk.10,2-16)
He has showed you, O man, what is good; and what does the Lord require of you but to do justice, and to love kindness, and to walk humbly with your God.
Micah 6,8
Introit
Blessed are those whose way is blameless, who walk in the law of the Lord! Blessed are those who keep his testimonies, who seek him with their whole heart, who also do no wrong, but walk in his ways! Thou hast commanded thy precepts to be kept diligently. O that my ways may be steadfast in keeping thy statutes! Then I shall not be put to shame, having my eyes fixed on all thy commandments. I will praise thee with an upright heart, when I learn thy righteous ordinances. I will observe thy statutes; O forsake me not utterly!
Deal bountifully with thy servant, that I may live and observe thy word. Open my eyes, that I may behold wondrous things out of thy law.
Psalm 119,1-8.17-18
Collect of the Day
O Lord, grant to Your faithful people pardon and peace that they may cleansed from all their sins and serve You with a quiet mind; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.
Altar Book (Lutheran Service Book) Pg.932
Old Testament lesson
So Noah went forth, and his sons and his wife and his sons’ wives with him. 19 And every beast, every creeping thing, and every bird, everything that moves upon the earth, went forth by families out of the ark.
20 Then Noah built an altar to the Lord, and took of every clean animal and of every clean bird, and offered burnt offerings on the altar. 21 And when the Lord smelled the pleasing odor, the Lord said in his heart, “I will never again curse the ground because of man, for the imagination of man’s heart is evil from his youth; neither will I ever again destroy every living creature as I have done. 22 While the earth remains, seedtime and harvest, cold and heat, summer and winter, day and night, shall not cease.”
And God said, “This is the sign of the covenant which I make between me and you and every living creature that is with you, for all future generations: 13 I set my bow in the cloud, and it shall be a sign of the covenant between me and the earth. 14 When I bring clouds over the earth and the bow is seen in the clouds, 15 I will remember my covenant which is between me and you and every living creature of all flesh; and the waters shall never again become a flood to destroy all flesh. 16 When the bow is in the clouds, I will look upon it and remember the everlasting covenant between God and every living creature of all flesh that is upon the earth.” 17 God said to Noah, “This is the sign of the covenant which I have established between me and all flesh that is upon the earth.”
Genesis 8, 18-22; 9,12-17
Gradual
The eyes of all look to You, and You give them their food in due season. You open Your hand; You satisfy the desire of every living thing.
Psalm 145,15-16
Epistle (Sermon)
And you show that you are a letter from Christ delivered by us, written not with ink but with the Spirit of the living God, not on tablets of stone but on tablets of human hearts. 4 Such is the confidence that we have through Christ toward God. 5 Not that we are competent of ourselves to claim anything as coming from us; our competence is from God, 6 who has made us competent to be ministers of a new covenant, not in a written code but in the Spirit; for the written code kills, but the Spirit gives life. 7 Now if the dispensation of death, carved in letters on stone, came with such splendor that the Israelites could not look at Moses’ face because of its brightness, fading as this was, 8 will not the dispensation of the Spirit be attended with greater splendor? 9 For if there was splendor in the dispensation of condemnation, the dispensation of righteousness must far exceed it in splendor.
2. Corinth 3,3-6 (7-9)
Alleluia verse
Alleluia. Out of the depths I cry to You, o Lord! O Lord, hear my voice! Alleluia.
Psalm 130,1-2a
Holy Gospel of our Lord Jesus Christ
And Pharisees came up and in order to test him asked, “Is it lawful for a man to divorce his wife?” 3 He answered them, “What did Moses command you?” 4 They said, “Moses allowed a man to write a certificate of divorce, and to put her away.” 5 But Jesus said to them, “For your hardness of heart he wrote you this commandment. 6 But from the beginning of creation, ‘God made them male and female.’ 7 ‘For this reason a man shall leave his father and mother and be joined to his wife, 8 and the two shall become one flesh.’ So they are no longer two but one flesh. 9 What therefore God has joined together, let not man put asunder.”10 And in the house the disciples asked him again about this matter. 11 And he said to them, “Whoever divorces his wife and marries another, commits adultery against her; 12 and if she divorces her husband and marries another, she commits adultery.” 13 And they were bringing children to him, that he might touch them; and the disciples rebuked them. 14 But when Jesus saw it he was indignant, and said to them, “Let the children come to me, do not hinder them; for to such belongs the kingdom of God. 15 Truly, I say to you, whoever does not receive the kingdom of God like a child shall not enter it.” 16 And he took them in his arms and blessed them, laying his hands upon them.
Mark 10,2-9 (10-12) 13-16
Christian Creed
I believe in one God, the Father Almighty, maker of heaven and earth and of all things visible and invisible.
And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of His Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father, by whom all things were made; who for us men and for our salvation came down from heaven and was incarnate by the Holy Spirit of the virgin Mary and was made man; and was crucified also for us under Pontius Pilate. He suffered and was buried. And the third day He rose again according to the Scriptures and ascended into heaven and sits at the right hand of the Father. And He will come again with glory to judge both the living and the dead, whose kingdom will have no end.
And I believe in the Holy Spirit, the Lord and Giver of Life, who proceeds from the Father and the Son, who with the Father and the Son together is worshiped and glorified, who spoke by the prophets.
And I believe in one holy Christian and apostolic Church, I acknowledge one Baptism for the remission of sins, and I look for the resurrection of the dead and the life of the world to come. Amen.
Nicene Creed
Hymn of the week
Ach Gott vom Himmel, sieh darein und laß dich deß erbarmen: wie wenig sind der Heilgen dein, verlassen sind wir Armen. Dein Wort man läßt nicht haben wahr, der Glaub ist auch verloschen gar bei allen Menschenkindern.
Sie lehren eitel falsche List, was eigen Witz erfindet; ihr Herz nicht Eines Sinnes ist, in Gottes Wort gegründet. Der wählet dies, der andre das, sie trennen uns ohn alle Maaß; und gleißen schön von außen.
Gott wollt ausrotten alle Lehr, die falschen Schein uns lehren, dazu ihr Zung stolz offenbar spricht: trotz! wer will’s uns wehren? Wir haben Recht und Macht allein, was wir setzen, das gilt gemein: wer ist, der uns soll meistern?
Darum, spricht Gott: ich muß auf sein, die Armen sind verstöret; ihr Seufzen dringt zu mir herein, ich hab ihr klag erhöret. Mein heilsam Wort soll auf dem Plan, getrost und frisch sie greifen an, und sein die Kraft der Armen.
Das Silber, durchs Feur siebenmal bewährt, wird lauter funden: an Gottes Wort man warten soll desgleichen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewähret sein. Da wird sein Kraft erkannt und Schein, und leucht stark in die Lande.
Das wollst du, Gott, bewahren rein vor diesem argen G’schlechte; und laß uns dir befohlen sein, daß sich’s in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher findt, wo diese losen Leute sind, in deinem Volk erhaben.
Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.
Holy One of Israel, righteous in all Your works toward us, Your name be glorified. Deal with us not according to our sins, but according to Your great compassion. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Father, send forth Your invitation to the marriage feast of Your Son, Jesus Christ. Overcome the apathy of this world, and draw many from its ways and hedges into Your Church. Bless our president Matt and Cathy, Peter and Marcia, Scott and Mary-Ann, Daniel and Linda, Jonathan and Brenda, Michael and Janet 2x, Jo and Mary-Beth, Mark and Mindy Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Your will be done, O Lord. Bless our homes, that generation after generation may walk not as unwise but as wise, and so redeem these evil days until Your Son’s return. In this foolish world, fill us with Your Spirit, that we would give You thanks and submit to all authorities out of reverence for Christ. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Lord God, give us bread that satisfies and everything needful — not for our sakes, but graciously on account of Christ. Provide, we pray, for every need of body and soul especially for Christoph, Ingrid, Karin, Vivian, Sylvia, Götz, Manuela, Hillary, Annett, Thomas, Ursula, Angelika, Harold, Susan, Brett, Paulina, June, Natalia, Bärbel, Thomas, Marlies, Matthias, Detlev und Biljana, Friederike und Olly, Isabel, Max und Luis, Ele, Berno und Karin. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Heavenly Father, You have wed Your Son to the Church and called all to share in His holy and eternal supper. Bring us and many more through the waters of Holy Baptism, that we may be found worthy to taste His gracious feast already in this life. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
O Lord, You received the praise of harp and psaltery in Your temple of old. Bless the efforts of sacred musicians today to lead the praises of the ascended Lord among us to the edification of Your Church – bless the ministry of Rob Bourassa. Lord, in Your mercy, hear our prayer.
Spare us from all temptations, Lord, and deliver us from evil. In true repentance, lead us to forsake our wicked ways and unrighteous thoughts and return to You for abundant pardon, seeking You while You may be found, that when Christ returns in His glory, we may not be cast into the outer darkness but welcomed into His everlasting wedding hall by grace; through the same Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.
The Lord bless You, and keep You;The Lord make His face shine upon You, and be gracious unto You;The Lord lift up His countenance upon You + give You peace.
Numbers 6,24-26
If you are called to preach this weekend, may the holy, triune God – Father, Son and Holy Spirit – the one true and only God give You His rich measure of faith, hope, love, joy and strength, wisdom, knowledge and insight, clarity of speech, that You preach His holy Will faithfully and His gracious Promises invitingly and faithfully according to His biblical Word recorded by apostles and prophets. His most precious Gospel grants saving grace. It is His “power to save.” (Rom 1:16 cf. 2.Corinthians 12,9).
Da jammert Gott in Ewigkeit mein Elend übermaßen; er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen; er wandt zu mir das Vaterherz, es war bei ihm fürwahr kein Scherz, er ließ’s sein Bestes kosten.
Er sprach zu seinem lieben Sohn: »Die Zeit ist hier zu erbarmen; fahr hin, meins Herzens werte Kron, und sei das Heil dem Armen und hilf ihm aus der Sünden Not, erwürg für ihn den bittern Tod und lass ihn mit Dir leben.«
Der Sohn dem Vater ghorsam ward, er kam zu mir auf Erden von einer Jungfrau rein und zart; er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er sein Gewalt, er ging in meiner armen Gstalt, den Teufel wollt er fangen.
Martin Luther 1523 (LKG 226,4-6)
Samstag nach dem 19. Sonntag nach Trinitatis (Heilung an Leib und Seele)
Heile Du mich, Herr, so werde ich heil; hilf Du mir, so ist mir geholfen.
Jeremia 17,14
Kollekte
Allmächtiger Herr Gott, der Du bist ein Beschützer aller, die auf Dich hoffen, laß uns Deine Barmherzigkeit reichlich widerfahren, auf daß wir, an Leib und Seele geheilt werden und Dir von Herzen danken! Durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.154
Fortlaufende Lese
Dies ist das Wort, das zu Jeremia geschah an alle Judäer, die in Ägyptenland wohnten, nämlich in Migdol, Tachpanhes und Memphis, und die im Lande Patros wohnten. 2 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Ihr habt gesehen all das Unheil, das ich habe kommen lassen über Jerusalem und über alle Städte in Juda; siehe, heutigentags sind sie wüst, und niemand wohnt darin; 3 und das um ihrer Bosheit willen, die sie taten, dass sie mich erzürnten und hingingen und opferten und dienten andern Göttern, die weder sie noch ihr noch eure Väter kannten. 4 Und ich sandte immer wieder zu euch alle meine Knechte, die Propheten, und ließ euch sagen: »Tut doch nicht solche Gräuel, die ich hasse.« 5 Aber sie wollten nicht gehorchen, auch ihr Ohr nicht neigen, dass sie sich von ihrer Bosheit bekehrt und andern Göttern nicht geopfert hätten. 6 Darum ergoss sich auch mein Zorn und Grimm und entbrannte über die Städte Judas und die Gassen Jerusalems, dass sie zur Wüste und Öde geworden sind, so wie es heute ist. 7 Nun, so spricht der HERR, der Gott Zebaoth, der Gott Israels: Warum tut ihr euch selbst ein so großes Unheil an, dass bei euch ausgerottet werden aus Juda Mann und Frau, Kind und Säugling und nichts von euch übrig bleibt, 8 und erzürnt mich so durch eurer Hände Werke und opfert andern Göttern in Ägyptenland, wohin ihr gezogen seid, um dort zu wohnen, auf dass ihr ausgerottet und zum Fluch und zur Schmach werdet unter allen Völkern auf Erden? 9 Habt ihr vergessen all das Böse, das eure Väter und die Könige von Juda und ihre Frauen, dazu ihr selbst und eure Frauen getan haben im Lande Juda und auf den Gassen Jerusalems? 10 Sie haben sich bis auf diesen Tag nicht gedemütigt, fürchten sich auch nicht und wandeln nicht in meinem Gesetz und den Ordnungen, die ich euch und euren Vätern gegeben habe. 11 Darum, so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will mein Angesicht wider euch richten zum Unheil, und ganz Juda soll ausgerottet werden. 12 Und ich will wegraffen, die übrig geblieben sind von Juda, die ihr Angesicht nach Ägyptenland gerichtet haben, um dorthin zu ziehen und dort zu wohnen; es soll ein Ende mit ihnen allen werden in Ägyptenland. Durchs Schwert sollen sie fallen und durch Hunger sollen sie umkommen, Klein und Groß; sie sollen durch Schwert und Hunger sterben und sollen zur Verwünschung, zum Entsetzen, zum Fluch und zur Schmach werden. 13 Ich will auch jene, die in Ägyptenland wohnen, heimsuchen mit Schwert, Hunger und Pest, gleichwie ich an Jerusalem getan habe, 14 sodass von denen, die übrig geblieben sind von Juda und die hierher gekommen sind nach Ägyptenland, um hier zu wohnen, keiner entrinnen und entkommen soll. Sie sollen nicht mehr ins Land Juda zurückkehren, wohin sie gerne wiederkämen und wohnten, sondern es soll keiner dahin zurückkommen außer einigen Entronnenen.
Jeremia 44,1-14
Tageslese
Aber die Stätte unseres Heiligtums ist der Thron der Herrlichkeit, erhaben von Anbeginn. 13 Denn du, HERR, bist die Hoffnung Israels. Alle, die dich verlassen, müssen zuschanden werden, und die Abtrünnigen müssen auf die Erde geschrieben werden; denn sie verlassen den HERRN, die Quelle des lebendigen Wassers.
14 Heile du mich, HERR, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen; denn du bist mein Ruhm. 15 Siehe, sie sprechen zu mir: »Wo ist denn des HERRN Wort? Soll es doch kommen!« 16 Aber ich habe dich nie gedrängt, Unheil kommen zu lassen; auch hab ich den bösen Tag nicht herbeigewünscht, das weißt du. Was ich gepredigt habe, das liegt offen vor dir. 17 Sei du mir nur nicht schrecklich, meine Zuversicht in der Not!
Jeremia 17,12-17
Fürbitten am Sonnabend
In der Hoffnung auf Gott, daß er alles Stückwerk vollenden und als gnädiger Richter uns die Gerechtigkeit schenken wird – rufen wir ihn an: Halleluja +
Laß uns den Glauben, die Hoffnung und die Liebe, die Du in unser Herz gelegt hast, nicht verlieren. – Schütze uns vor den Angriffen und Täuschungen des Bösen, daß wir beim Guten bleiben. Wir bitten: Herr, erbarme Dich über uns +
Erbarme Dich unserer Kirche in ihrer Schwachheit und mit ihren Fehlern. Laß sie sich ausrichten auf den Tag der Vollendung. Bringe sie mit Israel heim zu Dir. Wir bitten: Herr, erbarme Dich über uns +
Erfülle die Schöpfung mit Deinem Segen. Erhalte den Völkern Gerechtigkeit und Frieden. – Sei mit Deinem Geist bei den Regierenden, daß sie der Gewalt und dem Verbrechen wehren können. Wir bitten: Herr, erbarme Dich über uns +
Laß die Menschen, die Gutes tun, Dank erfahren und schenke ihnen himmlischen Lohn. – Nach aller Unrast des Lebens gib uns Ruhe bei Dir. Wir bitten: Herr, erbarme Dich über uns +
Möge unsere Namen geschrieben sein im Buch des Lebens, wie Du es mit unserer Taufe verheißen hast. – Gib, daß wir das Ziel unseres Lebens erreichen und teilhaben an Deinem himmlischen Hochzeitsmahl. Wir bitten: Herr, erbarme Dich über uns + Halleluja +
Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.201
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Dr. Martin Luther predigte am zwanzigsten Sonntag nach dem Fest der Dreifaltigkeit über das heilige Evangelium unseres Herrn Jesu Christi, wie es aufgezeichnet ist vom Evangelisten Matthäus im 22. Kapitel, Verse 2-14 (WA 52 S. 505-514): “Das also auff gut Deutsch das Hymelreych eben so vil heyst als das Reych Christi, Das Reich des Eunagelii unnd glaubens. Denn wo das Euangelion ist, das ist Christus. Wo Christus ist, das ist der heylig Geyst und.sein Reych, das rechte Hymmel Reych. Darum denn alle, so das Wort und Sacrament haben unnd glauben und durch den glauben inn Christo bleyben, himmlische Fürsten und kinder Gottes sind.” (ebd. S.505)
An English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the 20th Sunday after Trinity on the holy Gospel of St.Matthew ninth chapter the first eight verses taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.994-1005:
Das erste Lied Dr. Martin Luthers im Achtliederbuch, dem ersten lutherischen Gesangbuch von 1524.
Nun freut Euch, lieben Christen gmein, und lasst uns fröhlich springen, daß wir getrost und all in ein mit Lust und Liebe singen, was Gott an uns gewendet hat und seine süße Wundertat; gar teur hat er’s erworben.
Dem Teufel ich gefangen lag, im Tod war ich verloren, mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, darin ich war geboren. Ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein, die Sünd hatt’ mich besessen.
Mein guten Werk, die galten nicht, es war mit ihn’ verdorben; der frei Will haßte Gotts Gericht, er war zum Gutn erstorben; die Angst mich zu verzweifeln trieb, daß nichts denn Sterben bei mir blieb, zur Höllen mußt ich sinken.
Dr. Martin Luther 1523 (LKG 226,1-3)
Freitag nach dem 19. Sonntag nach Trinitatis (Heilung an Leib und Seele)
Heile Du mich, Herr, so werde ich heil; hilf Du mir, so ist mir geholfen.
Jeremia 17,14
Kollekte
Allmächtiger Herr Gott, der Du bist ein Beschützer aller, die auf Dich hoffen, laß uns Deine Barmherzigkeit reichlich widerfahren, auf daß wir, an Leib und Seele geheilt werden und Dir von Herzen danken! Durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.154
Fortlaufende Lese
Als Jeremia dem ganzen Volk alle Worte des HERRN, ihres Gottes, ausgerichtet hatte, wie ihm der HERR, ihr Gott, alle diese Worte an sie befohlen hatte, 2 sprachen Asarja, der Sohn Hoschajas, und Johanan, der Sohn Kareachs, und alle aufsässigen Männer zu Jeremia: Du lügst! Der HERR, unser Gott, hat dich nicht zu uns gesandt und gesagt: »Ihr sollt nicht nach Ägypten ziehen, um dort zu wohnen«, 3 sondern Baruch, der Sohn Nerijas, hetzt dich gegen uns auf, damit wir den Chaldäern übergeben werden und sie uns töten oder nach Babel wegführen. 4 Da gehorchten Johanan, der Sohn Kareachs, und alle Hauptleute des Heeres samt dem ganzen Volk der Stimme des HERRN nicht, dass sie im Lande Juda geblieben wären, 5 sondern Johanan, der Sohn Kareachs, und alle Hauptleute des Heeres nahmen zu sich alle Übriggebliebenen von Juda, die von allen Völkern, wohin sie geflohen, zurückgekommen waren, um im Lande Juda zu wohnen, 6 nämlich Männer, Frauen und Kinder, dazu die Königstöchter und alle Übrigen, die Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, bei Gedalja, dem Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans, gelassen hatte, und auch den Propheten Jeremia und Baruch, den Sohn Nerijas. 7 Und sie zogen nach Ägyptenland, denn sie wollten der Stimme des HERRN nicht gehorchen, und kamen nach Tachpanhes.
8 Aber des HERRN Wort geschah zu Jeremia in Tachpanhes: 9 Nimm große Steine und füge sie mit Lehm in das Ziegelpflaster am Eingang des Hauses des Pharao in Tachpanhes, sodass die Männer aus Juda es sehen, 10 und sprich zu ihnen: So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will hinsenden und meinen Knecht Nebukadnezar, den König von Babel, holen lassen und will seinen Thron oben auf diese Steine setzen, die ich einfügen ließ; und er soll seinen Thronhimmel darüber ausspannen. 11 Er soll kommen und Ägyptenland schlagen und töten, wen es trifft, gefangen führen, wen es trifft, mit dem Schwert erschlagen, wen es trifft. 12 Und er wird die Tempel Ägyptens in Brand stecken und niederbrennen und ihre Götter wegführen. Und er soll Ägyptenland lausen, wie ein Hirt sein Kleid laust, und mit Frieden von dannen ziehen. 13 Er soll die Steinmale von Bet-Schemesch in Ägyptenland zerbrechen und die Tempel der Götter Ägyptens mit Feuer verbrennen.
Jeremia 43,1-13
Tageslese
Und jeder Priester steht Tag für Tag da und versieht seinen Dienst und bringt oftmals die gleichen Opfer dar, die doch niemals die Sünden wegnehmen können. 12 Dieser aber hat ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht, das ewiglich gilt, und hat sich zur Rechten Gottes gesetzt 13 und wartet hinfort, bis seine Feinde zum Schemel unter seine Füße gelegt werden. 14 Denn mit einem einzigen Opfer hat er für immer die vollendet, die geheiligt werden. 15 Das bezeugt uns aber auch der Heilige Geist. Denn nachdem er gesagt hat: 16 »Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen«, spricht der Herr: »Ich will meine Gesetze in ihr Herz geben, und in ihren Sinn will ich sie schreiben, 17 und ihrer Sünden und ihrer Missetaten will ich nicht mehr gedenken.« 18 Wo aber Vergebung der Sünden ist, da geschieht kein Opfer mehr für die Sünde.
Hebräer 10,11-18
Fürbitte am Freitag
Zu Christus, der gestorben ist, um uns von der Macht des Bösen zu erlösen, zu ihm, der bis zuletzt Trauernde getröstet hat – rufen wir: Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Du hast den bitteren Tod am Kreuz auf Dich genommen. Gedenke unser in Deinem Reich. – Wende unser Geschick, die wir durch unsere Eigensucht von Gott getrennt sind, und öffne uns die Tür zum Vater. Wir rufen: Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Wo wir zu verzagen drohen, sieh uns an, daß wir Dich nicht verleugnen. – Wer ein Kreuz zu tragen hat, den laß erkennen, daß es zum Heile dient. Wir rufen: Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Wandle das Weinen der Niedergeschlagenen in Zuversicht; gib den Leidenden Geduld und Kraft. – Die Vertriebenen, Verbannten, Terrorisierten, Geflohenen und Heimatlosen laß in ihre Heimat zurückfinden. Wir rufen: Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Höre das Seufzen der Sterbenden, sei bei ihnen in ihrer letzten Stunde, daß sie ihren Geist in Gottes Hand befehlen. – Denen, die Deinen Namen bekennen bis in den Tod, gib die Krone des Lebens. Wir rufen: Dir sei Ehre in Ewigkeit. Amen.
Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.200
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Kirche mit Birnbaum (Ribbeck im Havelland, Brandenburg)
Ich Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden; laß, mein Heiland, mich bei Dir Gnade zur Vergebung finden, daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an.
Ich bin ganz getrosten Muts: ob die Sünden blutrot wären, müssen sie kraft Deines Bluts dennoch sich in schneeweiß kehren, da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an.
Mein Gewissen quält mich nicht, will mich das Gesetz verklagen; der mich frei und ledig spricht, hat die Schulden abgetragen, daß mich nichts verdammen kann: Jesus nimmt die Sünder an.
Jesus nimmt die Sünder an; mich hat er auch angenommen und den Himmel aufgetan, daß ich selig zu ihm kommen und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an.
Erdmann Neumeister 1718 (LKG 225,5-8)
Donnerstag nach dem 19. Sonntag nach Trinitatis (Heilung an Leib und Seele)
Heile Du mich, Herr, so werde ich heil; hilf Du mir, so ist mir geholfen.
Jeremia 17,14
Kollekte
Allmächtiger Herr Gott, der Du bist ein Beschützer aller, die auf Dich hoffen, laß uns Deine Barmherzigkeit reichlich widerfahren, auf daß wir, an Leib und Seele geheilt werden und Dir von Herzen danken! Durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.154
Fortlaufende Lese
Da traten herzu alle Hauptleute des Heeres und Johanan, der Sohn Kareachs, und Asarja, der Sohn Hoschajas, samt dem ganzen Volk, Klein und Groß, 2 und sprachen zum Propheten Jeremia: Lass doch unsere Bitte vor dir gelten und bete für uns zum HERRN, deinem Gott, für alle diese Übriggebliebenen – denn leider sind wir von vielen nur wenige übrig geblieben, wie du mit eigenen Augen siehst –, 3 dass der HERR, dein Gott, uns kundtun wolle, wohin wir ziehen und was wir tun sollen. 4 Und der Prophet Jeremia sprach zu ihnen: Wohlan, ich will gehorchen. Siehe, ich will zum HERRN, eurem Gott, beten, wie ihr gesagt habt, und alles, was euch der HERR antworten wird, das will ich euch kundtun und will euch nichts vorenthalten. 5 Und sie sprachen zu Jeremia: Der HERR sei ein zuverlässiger und wahrhaftiger Zeuge wider uns, wenn wir nicht alles tun werden, was uns der HERR, dein Gott, durch dich befehlen wird. 6 Es sei Gutes oder Böses, so wollen wir gehorchen der Stimme des HERRN, unseres Gottes, zu dem wir dich senden, auf dass es uns wohlgehe, wenn wir der Stimme des HERRN, unseres Gottes, gehorchen. 7 Und nach zehn Tagen geschah des HERRN Wort zu Jeremia. 8 Da rief er Johanan, den Sohn Kareachs, und alle Hauptleute des Heeres, die bei ihm waren, und alles Volk, Klein und Groß, 9 und sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels, zu dem ihr mich gesandt habt, dass ich euer Gebet vor ihn bringen sollte: 10 Werdet ihr in diesem Lande bleiben, so will ich euch bauen und nicht einreißen; ich will euch pflanzen und nicht ausreißen; denn es hat mich gereut das Unheil, das ich euch angetan habe. 11 Fürchtet euch nicht vor dem König von Babel, vor dem ihr euch fürchtet! Fürchtet euch nicht vor ihm, spricht der HERR; denn ich will bei euch sein, dass ich euch helfe und von seiner Hand errette. 12 Ich will euch Barmherzigkeit erweisen und mich über euch erbarmen und euch wieder in euer Land bringen. 13 Werdet ihr aber sagen: »Wir wollen nicht in diesem Lande bleiben«, und so der Stimme des HERRN, eures Gottes, nicht gehorchen 14 und werdet ihr sagen: »Nein, wir wollen nach Ägyptenland ziehen, wo wir weder Krieg sehen noch den Schall der Posaune hören noch Hunger nach Brot leiden müssen; dort wollen wir bleiben« –, 15 nun, so höret des HERRN Wort, ihr Übriggebliebenen von Juda! So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Werdet ihr euer Angesicht nach Ägyptenland richten, um dorthin zu ziehen und dort zu wohnen, 16 so soll euch das Schwert, vor dem ihr euch fürchtet, in Ägyptenland treffen, und der Hunger, vor dem ihr euch sorgt, soll stets hinter euch her sein in Ägypten, und ihr sollt dort sterben. 17 Denn sie seien, wer sie wollen: Wer sein Angesicht nach Ägypten richtet, um dorthin zu ziehen und dort zu wohnen, der soll sterben durch Schwert, Hunger und Pest, und es soll keiner übrig bleiben noch dem Unheil entrinnen, das ich über sie kommen lassen will. 18 Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Gleichwie sich mein Zorn und Grimm über die Einwohner Jerusalems ergossen hat, so soll er sich auch über euch ergießen, wenn ihr nach Ägypten zieht; ihr sollt zum Fluch, zum Entsetzen, zur Verwünschung und zur Schande werden und diese Stätte nicht mehr sehen. 19 Der HERR hat zu euch gesprochen, die ihr übrig geblieben seid von Juda: Zieht nicht nach Ägypten! So wisset, dass ich euch heute gewarnt habe. 20 Ihr setzt euer Leben aufs Spiel, weil ihr mich gesandt habt zum HERRN, eurem Gott, und gesagt: Bete zum HERRN, unserm Gott, für uns, und alles, was der HERR, unser Gott, sagen wird, tu uns kund, so wollen wir danach tun. 21 Das habe ich euch heute kundgetan; aber ihr wollt der Stimme des HERRN, eures Gottes, nicht gehorchen noch allem, womit er mich zu euch gesandt hat. 22 So sollt ihr nun wissen, dass ihr durch Schwert, Hunger und Pest sterben müsst an dem Ort, wohin ihr zu ziehen gedenkt, um dort zu wohnen.
Jeremia 42,1-22
Tageslese
Denn das Gesetz hat den Schatten von den zukünftigen Gütern, nicht die Gestalt der Dinge selbst. Deshalb kann es die, die opfern, niemals vollkommen machen durch die Jahr für Jahr gleichen Opfer, welche man immer wieder darbringt. 2 Hätte nicht sonst das Opfern aufgehört, wenn die, die Gott dienen, ein für alle Mal rein geworden wären und kein von Sünden beschwertes Gewissen mehr hätten? 3 Vielmehr geschieht durch die Opfer alle Jahre eine Erinnerung an die Sünden. 4 Denn es ist unmöglich, durch das Blut von Stieren und Böcken Sünden wegzunehmen. 5 Darum spricht er[1], wenn er in die Welt kommt: »Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir bereitet. 6 Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht. 7 Da sprach ich: Siehe, ich komme – im Buch steht von mir geschrieben –, dass ich tue, Gott, deinen Willen.« 8 Zuerst hatte er gesagt: »Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt und sie gefallen dir nicht«, welche doch nach dem Gesetz geopfert werden. 9 Dann aber sprach er: »Siehe, ich komme, zu tun deinen Willen.« Da hebt er das Erste auf, damit er das Zweite einsetze. 10 Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für alle Mal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi.
Hebräer 10,1-10
Fürbitte am Donnerstag
Im Vertrauen, daß Gott sein Volk erlöst hat, daß Christus seine Kirche liebt, daß Gottes Geist in ihr gegenwärtig ist und sie in die Wahrheit leitet – rufen wir zu Gott: Dein Reich komme!
Richtet unser Denken und Fühlen auf das, was wahr und heilig ist. – Laß uns gerne zusammenkommen, um Deine großen Taten fröhlich zu feiner und zu verkündigen. Wir rufen: Dein Reich komme!
Alle Glaubenden laß eines Sinnes sein und die Vielfalt ihrer Gaben nutzen, um Dich zu bezeugen. – Sende Arbeiter in Deine Ernte, damit alle Menschen zum Glauben an Christus versammelt werden. Wir rufen: Dein Reich komme!
Denen, die in der Kirche zu besonderen Aufgaben berufen sind, gib Liebe zu ihrem Amt und Aufmerksamkeit für das Notwendige. – Denen, die in den Schulen unterrichten, gib Sachverstand, Autorität und Phantasie. Wir rufen: Dein Reich komme!
Führe zur Gemeinschaft des Glaubens zurück, die sich von Dir abgewandt haben. Rufe die Sünder zur Umkehr. – Laß uns verbunden bleiben mit denen, die uns durch den Tod zur himmlischen Vollendung vorangegangen sind. Wir rufen: Dein Reich komme!
Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.197
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen
Jesus nimmt die Sünder an. Saget doch dies Trostwort allen, welche von der rechten Bahn auf verkehrten Weg verfallen. Hier ist, was sie retten kann: Jesus nimmt die Sünder an.
Keiner Gnade sind wir wert; doch hat er in seinem Worte eidlich sich dazu erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an.
Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergisst, suchet treulich das Verirrte, dass es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an.
Kommet alle, kommet her, kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes Kinder. Glaubets doch und denket dran: Jesus nimmt die Sünder an.
Erdmann Neumeister 1718 (LKG 225,1-4)
Mittwoch nach dem 19. Sonntag nach Trinitatis (Heilung an Leib und Seele)
Heile Du mich, Herr, so werde ich heil; hilf Du mir, so ist mir geholfen.
Jeremia 17,14
Kollekte
Allmächtiger Herr Gott, der Du bist ein Beschützer aller, die auf Dich hoffen, laß uns Deine Barmherzigkeit reichlich widerfahren, auf daß wir, an Leib und Seele geheilt werden und Dir von Herzen danken! Durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.154
Fortlaufende Lese
Aber im siebenten Monat kam Jischmael, der Sohn Netanjas, des Sohnes Elischamas, aus königlichem Geschlecht und zehn Männer mit ihm zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, nach Mizpa und sie aßen dort in Mizpa miteinander. 2 Und Jischmael, der Sohn Netanjas, erhob sich samt den zehn Männern, die bei ihm waren, und sie erschlugen Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans, mit dem Schwert, weil ihn der König von Babel über das Land gesetzt hatte. 3 Auch alle Judäer, die bei Gedalja waren in Mizpa, und die Chaldäer, die sich dort fanden, sämtliche Kriegsleute, erschlug Jischmael. 4 Am andern Tage, nachdem Gedalja erschlagen war und es noch niemand wusste, 5 kamen achtzig Männer von Sichem, von Silo und von Samaria und hatten die Bärte abgeschoren und ihre Kleider zerrissen und sich wund geritzt und trugen Speisopfer und Weihrauch mit, um es zum Hause des HERRN zu bringen. 6 Und Jischmael, der Sohn Netanjas, ging heraus von Mizpa ihnen entgegen, ging und weinte. Als er nun an sie herankam, sprach er zu ihnen: Ihr sollt zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, kommen. 7 Als sie aber mitten in die Stadt kamen, ermordete sie Jischmael, der Sohn Netanjas, er und die Männer, die bei ihm waren, und warfen sie in die Zisterne. 8 Aber es waren zehn Männer darunter, die sprachen zu Jischmael: Töte uns nicht; wir haben Vorrat im Acker verborgen liegen an Weizen, Gerste, Öl und Honig. Da ließ er ab und tötete sie nicht mit den andern. 9 Die Zisterne aber, in die Jischmael die Leichname der Männer warf, die er erschlagen hatte, war eine große Zisterne, welche der König Asa hatte anlegen lassen im Krieg gegen Bascha, den König von Israel. Die füllte Jischmael, der Sohn Netanjas, mit den Erschlagenen. 10 Und Jischmael, der Sohn Netanjas, führte das Volk, das in Mizpa übrig geblieben war, gefangen weg: die Königstöchter samt allem Volk, über das Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, Gedalja, den Sohn Ahikams, gesetzt hatte; und er zog hin und wollte hinüber zu den Ammonitern. 11 Als aber Johanan, der Sohn Kareachs, und alle Hauptleute des Heeres, die bei ihm waren, von all dem Bösen erfuhren, das Jischmael, der Sohn Netanjas, begangen hatte, 12 nahmen sie zu sich alle Männer und zogen hin, um mit Jischmael, dem Sohn Netanjas, zu kämpfen, und trafen auf ihn an dem großen Wasser bei Gibeon. 13 Als nun alles Volk, das bei Jischmael war, den Johanan, den Sohn Kareachs, erblickte samt allen Hauptleuten des Heeres, die bei ihm waren, da wurde es froh. 14 Und das ganze Volk, das Jischmael von Mizpa weggeführt hatte, wandte sich von ihm ab und ging zu Johanan, dem Sohn Kareachs, über. 15 Aber Jischmael, der Sohn Netanjas, entrann mit acht Männern dem Johanan und zog zu den Ammonitern. 16 Und Johanan, der Sohn Kareachs, samt allen Hauptleuten des Heeres, die bei ihm waren, nahm zu sich das übrig gebliebene Volk, das Jischmael, der Sohn Netanjas, aus Mizpa weggeführt hatte, nachdem er Gedalja, den Sohn Ahikams, erschlagen hatte, nämlich die Kriegsleute, die Frauen und Kinder und Hofleute, die er aus Gibeon zurückgebracht hatte. 17 Und sie zogen hin und kehrten ein in der Herberge Kimhams bei Bethlehem, um von dort nach Ägypten zu ziehen 18 aus Furcht vor den Chaldäern. Denn sie fürchteten sich vor ihnen, weil Jischmael, der Sohn Netanjas, Gedalja, den Sohn Ahikams, erschlagen hatte, den der König von Babel über das Land gesetzt hatte.
Jeremia 41,1-18
Tageslese
So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; 13 und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! 14 Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. 15 Und der Friede Christi, zu dem ihr berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar. 16 Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. 17 Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.
Koloser 3,12-17
Fürbitten am Mittwoch
Durch Christus, unsern Bruder, sind wir zu Kindern Gottes und einander zu Schwestern und Brüder geworden. Laßt uns darum bitten, daß wir einander lieben, wie Christus uns geliebt hat. Rufen wir zu Gott: Stärke uns den Glauben +
Lege Dein Lob in unseren Mund und laß ihn verschlossen sein für alles böse Reden. – Lehre uns erkennen, wie wir Christus dienen sollen in den Schwachen und Geringen. Wir rufen: Stärke uns den Glauben +
Die Verheirateten bewahren in der Treue; den Familien gib Harmonie und herzliche Gemeinschaft; die Alleinlebenden behüte vor Einsamkeit. Wir rufen: Stärke uns den Glauben +
Beschütze alle, die unterwegs sind. Gib gutes Wetter denen, die es brauchen. Gib uns Dankbarkeit für alles, was wir durch unseren Staat an Gutem haben und laß den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft nicht schwinden. Wir rufen Dich an: Stärke uns den Glauben +
Bewahre alle, deren Einsatz für das allgemeine Wohn nicht gewürdigt wird, vor Resignation oder Verbitterung. – Schenke der Völkergemeinschaft friedliche Beziehungen und gib, daß wir die Güter der Erde gerecht unter uns verteilen. Wir rufen Dich an: Stärke uns den Glauben +
Erinnere alle Menschen, daß sie dazu bestimmt sind, über Arbeit und Freizeit hinaus ihr Ziel zu finden in Dir. Wir rufen: Stärke uns den Glauben +
Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.197
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist + Friede sei mit Euch + Amen. Amen