Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unserer Zeit

Hochwasser aufgenommen von Petr David Josek/AP

Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit; brich in Deiner Kirche an, daß die Welt es sehen kann. Erbarm Dich, Herr.

Weck die tote Christenheit aus dem Schlaf der Sicherheit, mache Deinen Ruhm bekannt überall im ganzen Land. Erbarm Dich, Herr.

Schaue die Zertrennung an, der kein Mensch sonst wehren kann; sammle, großer Menschenhirt, alles, was sich hat verirrt. Erbarm Dich, Herr.

Tu der Völker Türen auf, Deines Himmelreiches Lauf hemme keine List noch Macht. Schaffe Licht in dunkler Nacht. Erbarm Dich, Herr.

Strophe 1 Christian David 1741; Strophe 2 und 4 Christian Gottlob Barth 1827 und Strophe 3 Johann Christian Nehring 1704. LKG 66,1-4

Dienstag nach den 16. Sonntag nach Trinitatis (Der starke Trost) 

Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. 

2. Timotheus 1,10

Kollekte

O allmächtiger Gott, Du Trost der Traurigen und Stärke der Schwachen, laß vor Dein Angesicht kommen die Bitten derer, die in Bekümmernis und Anfechtung vor Dir seufzen und schreien, auf daß jedermann in seiner Not Deiner göttlichen Hilfe empfinden, und Dich ewig lieben und preisen möge, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.151

Fortlaufende Lese 

Und des HERRN Wort geschah zu mir:  2 Du sollst dir keine Frau nehmen und weder Söhne noch Töchter zeugen an diesem Ort.  3 Denn so spricht der HERR von den Söhnen und Töchtern, die an diesem Ort geboren werden, und von ihren Müttern, die sie gebären, und von ihren Vätern, die sie zeugen in diesem Lande:  4 Sie sollen an bösen Krankheiten sterben und nicht beklagt noch begraben werden, sondern sollen Dung werden auf dem Acker. Durch Schwert und Hunger sollen sie umkommen, und ihre Leichname sollen den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes zum Fraß werden.  5 So spricht der HERR: Du sollst in kein Trauerhaus gehen, weder um zu klagen noch um zu trösten; denn ich habe meinen Frieden von diesem Volk weggenommen, die Gnade und die Barmherzigkeit, spricht der HERR.  6 Große und Kleine sollen sterben in diesem Lande und nicht begraben noch beklagt werden, und niemand wird sich ihretwegen wund ritzen oder kahl scheren.  7 Auch wird man keinem das Trauerbrot brechen, um ihn zu trösten wegen eines Toten, und auch nicht den Trostbecher zu trinken geben wegen seines Vaters oder seiner Mutter.  8 Du sollst auch in kein Festhaus gehen, um bei ihnen zu sitzen zum Essen und zum Trinken.  9 Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will an diesem Ort vor euren Augen und zu euren Lebzeiten ein Ende machen dem Jubel der Freude und Wonne, der Stimme des Bräutigams und der Braut.  

10 Und wenn du das alles diesem Volk gesagt hast und sie zu dir sprechen werden: »Warum kündigt uns der HERR all dies große Unheil an? Was ist die Missetat und Sünde, womit wir wider den HERRN, unsern Gott, gesündigt haben?«,  11 so sollst du ihnen sagen: Weil eure Väter mich verlassen haben, spricht der HERR, und andern Göttern nachgelaufen sind, ihnen gedient und sie angebetet, mich aber verlassen und mein Gesetz nicht gehalten haben,  12 ihr aber noch ärger tut als eure Väter; denn siehe, ein jeder wandelt im Starrsinn seines bösen Herzens, sodass er mir nicht gehorcht.  13 Darum will ich euch aus diesem Land stoßen in ein Land, das weder ihr gekannt habt noch eure Väter. Dort werdet ihr andern Göttern dienen Tag und Nacht; denn ich will euch keine Gnade erweisen. 

Jeremia 16,1-13

Tageslese

Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde 5 und habt den Trost vergessen, der zu euch redet wie zu Kindern: »Mein Sohn, achte nicht gering die Zucht des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst. 6 Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.« 7 Es dient zu eurer Erziehung, wenn ihr dulden müsst. Wie mit Kindern geht Gott mit euch um. Denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? 8 Seid ihr aber ohne Züchtigung, die doch alle erfahren haben, so seid ihr Ausgestoßene und nicht Kinder. 9 Wenn unsre leiblichen Väter uns gezüchtigt haben und wir sie doch geachtet haben, sollten wir uns dann nicht viel mehr unterordnen dem Vater der Geister, damit wir leben? 10 Denn jene haben uns gezüchtigt wenige Tage nach ihrem Gutdünken, dieser aber tut es zu unserm Besten, auf dass wir an seiner Heiligkeit Anteil erlangen. 11 Jede Züchtigung aber, wenn sie da ist, scheint uns nicht Freude, sondern Schmerz zu sein; danach aber bringt sie als Frucht denen, die dadurch geübt sind, Frieden und Gerechtigkeit.

Hebräer 12,4-11

Gebet am Dienstag

Ein schnell gesagtes Wort, die rasche Entscheidung zu unseren Gunsten – wie leicht erliegen wir der Versuchung, mit allen Mitteln uns und unsere Ansprüche durchzusetzen. Du, Gott, siehst in das Verborgene. Du erkennst alle Regungen unseres Herzens. Löse Du uns von uns selbst, gib Freiheit und Mut, daß wir uns loslassen und uns Dir anvertrauen. Wir wollen Deine Liebe schauen und sie erfahren, die die Welt überwindet. Dir sei Lob und Dank in Ewigkeit. Amen.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.195

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Ich auch auf der tiefsten Stufen, ich will glauben, reden, rufen, ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, alles sei ihm untertänig; ehret, liebet, lobet ihn. (LKG 65,7)

Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen, klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen, sagt, ihr Armen, ihm die Not. Er kann alle Wunden heilen, Reichtum weiß er auszuteilen, Leben schenkt er nach dem Tod.

Jauchz ihm, Menge heilger Knechte, rühmt, vollendete Gerechte und Du Schar, die Palmen trägt, und Du Blutvolk in der Krone und Du Chor vor seinem Throne, der die Gottesharfen schlägt.

Ich auch auf der tiefsten Stufen, ich will glauben, reden, rufen, ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, alles sei ihm untertänig; ehret, liebet, lobet ihn.

Philipp Friedrich Hiller 1758 (LKG 65,5-7)

Montag nach den 16. Sonntag nach Trinitatis (Der starke Trost)

Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.

2. Timotheus 1,10

Kollekte

O allmächtiger Gott, Du Trost der Traurigen und Stärke der Schwachen, laß vor Dein Angesicht kommen die Bitten derer, die in Bekümmernis und Anfechtung vor Dir seufzen und schreien, auf daß jedermann in seiner Not Deiner göttlichen Hilfe empfinden, und Dich ewig lieben und preisen möge, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.151

Fortlaufende Lese 

Weh mir, meine Mutter, dass du mich geboren hast, gegen den jedermann hadert und streitet im ganzen Lande! Ich habe niemandem geliehen, und keiner hat mir geliehen, und doch flucht mir jedermann.  11 Der HERR sprach: Wohlan, ich will etliche von euch übrig lassen, denen es wieder wohlgehen soll, und will euch zu Hilfe kommen in der Not und Angst unter den Feinden.  12 Kann man Eisen zerbrechen, Eisen und Bronze aus dem Norden?  13 Ich will dein Gut und deine Schätze zum Raube geben als Lohn für alle deine Sünden, die du in deinem ganzen Gebiet begangen hast,  14 und will dich zum Knecht deiner Feinde machen in einem Lande, das du nicht kennst; denn ein Feuer ist entbrannt durch meinen Zorn, über euch ist es angezündet.  15 Ach, HERR, du weißt es! Gedenke an mich und nimm dich meiner an und räche mich an meinen Verfolgern! Raffe mich nicht hinweg, indem du deinen Zorn über sie zurückhältst; erkenne, dass ich um deinetwillen geschmäht werde.  16 Dein Wort ward meine Speise, sooft ich’s empfing, und dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost; denn ich bin ja nach deinem Namen genannt, HERR, Gott Zebaoth.  17 Ich saß nicht im Kreis der Fröhlichen und freute mich, sondern saß einsam, gebeugt von deiner Hand; denn du hast mich erfüllt mit Grimm.  18 Warum währt doch mein Leiden so lange und ist meine Wunde so schlimm, dass sie nicht heilen will? Du bist mir geworden wie ein trügerischer Born, der nicht verlässlich Wasser gibt.  19 Darum, so spricht der HERR: Wenn du dich zu mir hältst, so will ich mich zu dir halten, und du sollst mein Prediger bleiben. Und wenn du recht redest und nicht leichtfertig, so sollst du mein Mund sein. Sie sollen sich zu dir kehren, doch du kehre dich nicht zu ihnen!  20 Denn ich mache dich für dies Volk zur festen, ehernen Mauer. Wenn sie auch wider dich streiten, sollen sie dir doch nichts anhaben; denn ich bin bei dir, dass ich dir helfe und dich errette, spricht der HERR,  21 und ich will dich erretten aus der Hand der Bösen und erlösen aus der Hand der Tyrannen. 

Jeremia 15,10-21

Tageslese

Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, 23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. 24 Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen. 25 Denn der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt. 26 Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen. 27 Es ist ein köstlich Ding für einen Mann, dass er das Joch in seiner Jugend trage. 28 Er sitze einsam und schweige, wenn Gott es ihm auferlegt, 29 und stecke seinen Mund in den Staub; vielleicht ist noch Hoffnung. 30 Er biete die Backe dar dem, der ihn schlägt, und lasse sich viel Schmach antun. 31 Denn der Herr verstößt nicht ewig; 32 sondern er betrübt wohl und erbarmt sich wieder nach seiner großen Güte. 33 Denn nicht von Herzen plagt und betrübt er die Menschen. 

Klagelieder 3,22-33

Gebet am Montag

Gott, voller Macht und Gnade. Dir verdanken wir Gesundheit und Kraft zur Arbeit. Wir bitten Dich: Gib, daß wir ungehindert unserem Beruf nachgehen und anderen damit helfen können. Durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.194

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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16th Sunday after Trinity (Strong comfort)

Our Savior Christ Jesus has broken the power of death and brought life and immortality to light through the gospel! 

2.Ti.1,10b

Introit

Listen, O Lord. Answer me. For I am oppressed and needy. Protect me, for I am loyal. You are my God; deliver your servant who trusts in you. Have mercy on me, O Lord, for I cry out to you all day long. Make your servant glad, for to you, O Lord, I pray. Certainly, O Lord, you are kind and forgiving, and show great faithfulness to all who cry out to you. O Lord, hear my prayer. Pay attention to my plea for mercy. In my time of trouble I cry out to you, for you will answer me. None can compare to you among the gods, O Lord. Your exploits are incomparable. All the nations, whom you created, will come and worship you, O Lord. They will honor your name. For you are great and do amazing things. You alone are God. O Lord, teach me how you want me to live. Then I will obey your commands. Make me wholeheartedly committed to you. O Lord, my God, I will give you thanks with my whole heart. I will honor your name continually. For you will extend your great loyal love to me, and will deliver my life from the depths of Sheol. O God, arrogant men attack me; a gang of ruthless men, who do not respect you, seek my life. But you, O Lord, are a compassionate and merciful God. You are patient and demonstrate great loyal love and faithfulness. Turn toward me and have mercy on me. Give your servant your strength. Deliver this son of your female servant. Show me evidence of your favor. Then those who hate me will see it and be ashamed, for you, O Lord, will help me and comfort me.

Psalm 86

Collect of the Day

O Lord, we pray that Your grace may always go before and follow after us, that we may continually be given to all good works; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever.

Lutheran Service Book: Altar Book, Pg. 927

Old Testament

The Lord’s loyal kindness never ceases; his compassions never end. They are fresh every morning; your faithfulness is abundant!“My portion is the Lord,” I have said to myself, so I will put my hope in him. The Lord is good to those who trust in him, to the one who seeks him. It is good to wait patiently for deliverance from the Lord… For the Lord will not reject us forever. Though he causes us grief, he then has compassion on us according to the abundance of his loyal kindness. For he is not predisposed to afflict or to grieve people.

Lamentations 3,22-26.31f

Gradual

Nations will fear the name of the Lord, and all the kings of the earth will fear Your glory. For the Lord builds up Zion; he appears in his glory.

Psalm 102,15-16

Epistle

For God did not give us a Spirit of fear but of power and love and self-control. So do not be ashamed of the testimony about our Lord or of me, a prisoner for his sake, but by God’s power accept your share of suffering for the gospel. He is the one who saved us and called us with a holy calling, not based on our works but on his own purpose and grace, granted to us in Christ Jesus before time began, but now made visible through the appearing of our Savior Christ Jesus. He has broken the power of death and brought life and immortality to light through the gospel!

2. Timothy 1,7-10

Alleluia Verse

Alleluia. You who fear the Lord, trust in the Lord. He is their help and their shield. Alleluia.

Gospel

Now a certain man named Lazarus was sick. He was from Bethany, the village where Mary and her sister Martha lived… So the sisters sent a message to Jesus, “Lord, look, the one you love is sick.” … When Jesus arrived, he found that Lazarus had been in the tomb four days already. (Now Bethany was less than two miles from Jerusalem, so many of the Jewish people of the region had come to Martha and Mary to console them[al] over the loss of their brother.) So when Martha heard that Jesus was coming, she went out to meet him, but Mary was sitting in the house. Martha said to Jesus, “Lord, if you had been here, my brother would not have died. But even now I know that whatever you ask from God, God will grant you.” Jesus replied, “Your brother will come back to life again.”Martha said, “I know that he will come back to life again in the resurrection at the last day.” Jesus said to her, “I am the resurrection and the life. The one who believes in me will live even if he dies, and the one who lives and believes in me will never die. Do you believe this?” She replied, “Yes, Lord, I believe that you are the Christ, the Son of God who comes into the world.”… Jesus, intensely moved again, came to the tomb. (Now it was a cave, and a stone was placed across it.) Jesus said, “Take away the stone.” Martha, the sister of the deceased, replied, “Lord, by this time the body will have a bad smell, because he has been buried four days.” Jesus responded, “Didn’t I tell you that if you believe, you would see the glory of God?” So they took away the stone. Jesus looked upward and said, “Father, I thank you that you have listened to me. I knew that you always listen to me, but I said this for the sake of the crowd standing around here, that they may believe that you sent me.” When he had said this, he shouted in a loud voice, “Lazarus, come out!” The one who had died came out, his feet and hands tied up with strips of cloth, and a cloth wrapped around his face. Jesus said to them, “Unwrap him and let him go.” Then many of the people, who had come with Mary and had seen the things Jesus did, believed in him.

John 11,1.3.17-27.38b-45

Christian Creed 

I believe in one God, the Father Almighty, maker of heaven and earth and of all things visible and invisible.

And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of His Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father, by whom all things were made; who for us men and for our salvation came down from heaven and was incarnate by the Holy Spirit of the virgin Mary and was made man; and was crucified also for us under Pontius Pilate. He suffered and was buried. And the third day He rose again according to the Scriptures and ascended into heaven and sits at the right hand of the Father. And He will come again with glory to judge both the living and the dead, whose kingdom will have no end.

And I believe in the Holy Spirit, the Lord and Giver of Life, who proceeds from the Father and the Son, who with the Father and the Son together is worshiped and glorified, who spoke by the prophets. 

And I believe in one holy Christian and apostolic Church, I acknowledge one Baptism for the remission of sins, and I look for the resurrection of the dead and the life of the world to come. Amen.

Nicene Creed

Hymn of the week

The will of God is always best and shall be done forever;
And they who trust in Him are blest; He will forsake them never.
He helps indeed in time of need; He chastens with forbearing,
They who depend on God, their friend, shall not be left despairing.

God is my comfort and my trust, my hope and life abiding;
And to His counsel, wise and just, I yield, in Him confiding.
The very hairs,  His Word declares, upon my head He numbers.
By night and day  God is my stay; He never sleeps nor slumbers.

Lord, this I ask, O hear my plea, deny me not this favor: When Satan sorely troubles me,
Then do not let me waver. O guard me well,  My fear dispel, fulfill Your faithful saying:
All who believe by grace receive an answer to their praying.

When life’s brief course on earth is run and I this world am leaving,
Grant me to say, “Your will be done,” Your faithful Word believing. My dearest Friend, I now commend my soul into Your keeping; From sin and hell, and death as well, by You the vict’ry reaping.

Albrecht von Preussen (1490-1568) tr The Lutheran Hymnal 1941 (LSB 758)

Sermon on Psalm 16, 5-11

Lord, you give me stability and prosperity; you make my future secure. It is as if I have been given fertile field or received a beautiful tract of land. I will praise the Lord who guides me: yes, during the night I reflect and learn. I constantly trust in the Lord; because he is at my right hand, I will not be shaken. So my heart rejoices and I am happy; my life is safe. You will not abandon me to Sheol; you will not allow your faithful follower to see the Pit. You lead me in the path of life. I experience absolute joy in your presence; you always give me sheer delight.

Dr. Martin Luther preaches on the gospel for the 16th Sunday after Trinity

My sermon on Psalm 16,5-11

Prayer of the church

Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.

Almighty God, You sent Your Son into the world to put an end to death. Keep us from losing heart in the face of sorrow, strengthen us with power through Your Holy Spirit, and help us to know the love of Christ, that through Him we may no longer weep. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

O Great Physician, lend Your own power to the works of mercy done in the name of Your Son, that they may increase faith in the words Your servants speak. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Faithful Father, when loss and heartache invade our homes and tempt us to doubt Your divine care, hear our cries and renew our faith and life in You. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Lord of life and death, You have given all things into the hands of Your Son. Inspire those who bear the sword in His stead to do so in faithfulness and love for their fellow man. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Holy Comforter, You gave aid to the widows of Zarephath and Nain so they would not be left alone. Provide faithful friends and companions to our shut-ins and those who live alone, that they may be encouraged in faith toward You and in love toward one another. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Great Physician, You lead us, as St. Paul before us, through many tribulations to know the fullness of Your love. Strengthen Karin, Ingrid, Christoph, Anette, Paulina, Sylvia, Walter, Matt, Hilary, Detlev und Biljana, Friederike und Olli, Isabel, Eli, Max und Louis, and all who suffer, that they may praise You for Your faithfulness. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Ever-present God, as You once visited Your people in the person of Your Son, so Christ continues to visit Your people now with His body and blood in the Holy Supper. Grant that those who receive the Sacrament this day would receive these gifts in true faith, trusting Your Word that, in this meal, the forgiveness of all sins is delivered to them by the Savior’s own divine promise. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Into Your hands, we commend all for whom we pray, trusting in Your mercy; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Lutheran Church Missouri Synod

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless You, and keep You; The Lord make His face shine upon You, and be gracious unto You; The Lord lift up His countenance upon You + give You peace.

Numbers 6,24-26

If you are called to preach this weekend, may the holy, triune God – Father, Son and Holy Spirit – the one true and only God give You His rich measure of faith, hope, love, joy and strength, wisdom, knowledge and insight, clarity of speech, that You preach His holy Will faithfully and His gracious Promises invitingly and faithfully according to His biblical Word recorded by apostles and prophets. His most precious Gospel grants saving grace. It is His “power to save.” (Rom 1:16 cf. 2.Corinthians 12,9). 

God´s Word and Luther´s teaching remain forever just as His holy Christian Church does. Alleluia +

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Jesus Christus herrscht als König

Christus Pantokrator, Ikone im Katharinenkloster auf dem Sinai, 6. Jahrhundert

Jesus Christus herrscht als König, alles wird ihm untertänig, alles legt ihm Gott zu Fuß. Aller Zunge soll bekennen, Jesus sei der Herr zu nennen, dem man Ehre geben muß.

Gleicher Macht und gleicher Ehren sitzt er unter lichten Chören über allen Cherubim; in der Welt und Himmel Enden hat er alles in den Händen, denn der Vater gab es ihm.

Gott ist Herr, der Herr ist Einer, und demselben gleichet keiner, nur der Sohn, der ist ihm gleich; dessen Stuhl ist unumstößlich, dessen Leben unauflöslich, dessen Reich ein ewig Reich.

Nur in ihm, o Wundergaben, können wir Erlösung haben, die Erlösung durch sein Blut. Hörts: das Leben ist erschienen, und ein ewiges Versühnen kommt in Jesus uns zugut.

Philipp Friedrich Hiller 1758 (LKG 65)

Samstag nach den 15. Sonntag nach Trinitatis

Alle Eure Sorge werfet auf ihn, denn er sorget für Euch. 

1. Petrus 5,7

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, Beschützer aller, die auf Dich hoffen, mehre über uns Deine Barmherzigkeit und regiere uns, auf daß wir also durch die zeitlichen Güter wandeln, daß wir die ewigen nicht verlieren, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.150

Fortlaufende Lese 

Dies ist das Wort, das der HERR zu Jeremia sagte über die große Dürre:  2 Juda liegt jämmerlich da, seine Städte verschmachten. Sie sinken trauernd zu Boden, und Jerusalems Wehklage steigt empor.  3 Die Großen schicken ihre Diener nach Wasser; aber wenn sie zum Brunnen kommen, finden sie kein Wasser und bringen ihre Gefäße leer zurück. Sie sind traurig und betrübt und verhüllen ihre Häupter.  4 Die Erde ist rissig, weil es nicht regnet auf das Land. Darum sind die Ackerleute traurig und verhüllen ihre Häupter.  5 Selbst die Hirschkühe, die auf dem Felde werfen, verlassen die Jungen, weil kein Gras wächst.  6 Die Wildesel stehen auf den kahlen Höhen und schnappen nach Luft wie die Schakale; ihre Augen erlöschen, weil nichts Grünes wächst.  7 Ach, HERR, wenn unsre Sünden uns verklagen, so hilf doch um deines Namens willen! Denn unser Ungehorsam ist groß, womit wir wider dich gesündigt haben.  8 Du bist der Trost Israels und sein Nothelfer. Warum stellst du dich, als wärst du ein Fremdling im Lande und ein Wanderer, der nur über Nacht bleibt?  9 Warum bist du wie einer, der verzagt ist, und wie ein Held, der nicht helfen kann? Du bist ja doch unter uns, HERR, und wir heißen nach deinem Namen; verlass uns nicht!  10 So spricht der HERR von diesem Volk: Sie laufen gern hin und her und schonen ihre Füße nicht. Darum hat der HERR kein Gefallen an ihnen, sondern er denkt nun an ihre Missetat und will ihre Sünden heimsuchen.  11 Und der HERR sprach zu mir: Du sollst nicht für das Wohl dieses Volkes bitten.  12 Denn wenn sie auch fasten, so will ich doch ihr Flehen nicht erhören; und wenn sie auch Brandopfer und Speisopfer bringen, so gefallen sie mir doch nicht, sondern ich will sie durch Schwert, Hunger und Pest aufreiben.  13 Da sprach ich: Ach, Herr HERR! Siehe, die Propheten sagen ihnen: Ihr werdet das Schwert nicht sehen und keine Hungersnot bei euch haben, sondern ich will euch beständigen Frieden geben an diesem Ort.  14 Aber der HERR sprach zu mir: Die Propheten weissagen Lüge in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen und nicht zu ihnen geredet. Sie predigen euch falsche Offenbarungen, nichtige Wahrsagung und ihres Herzens Trug.  15 Darum spricht der HERR: Wider die Propheten, die in meinem Namen weissagen, obgleich ich sie nicht gesandt habe, und die dennoch predigen, es werde weder Schwert noch Hungersnot in dies Land kommen: Solche Propheten sollen sterben durch Schwert und Hunger.  16 Und die Leute, denen sie weissagen, sollen auf den Gassen Jerusalems liegen, vom Schwert und Hunger hingestreckt, und niemand wird sie begraben, sie und ihre Frauen, Söhne und Töchter; und ich will ihre Bosheit über sie ausschütten. 

Jeremia 14,1-16

Tageslese

Und er hob seine Augen auf über seine Jünger und sprach: Selig seid ihr Armen; denn das Reich Gottes ist euer. 21 Selig seid ihr, die ihr jetzt hungert; denn ihr sollt satt werden. Selig seid ihr, die ihr jetzt weint; denn ihr werdet lachen. 22 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und euch ausstoßen und schmähen und verwerfen euren Namen als böse um des Menschensohnes willen. 23 Freut euch an jenem Tage und tanzt; denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel. Denn das Gleiche haben ihre Väter den Propheten getan.

24 Aber dagegen: Weh euch Reichen; denn ihr habt euren Trost schon gehabt. 25 Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet weinen und klagen. 26 Wehe, wenn jedermann gut über euch redet; denn das Gleiche haben ihre Väter den falschen Propheten getan. 

Lukas 6,20-26

Gebet

Gott, Du Lenker aller Zeit und Welt. Du bist für uns da, und das verwandelt die dahinfließende Zeit in ein erhebendes Jetzt und Hier, immer festlich und erwartungsvoll, in den Anfang Deines ewigen Tages. Doch wir erfahren gestundete Zeit, die uns gesetzte Frist läuft ab, und beim Warten dehnt sich uns die Zeit in unendliche Länge. Halte Du, Gott, uns fest in der Flüchtigkeit dieser Erdenzeit. Lehre uns Morgen, Mittag und Abend schätzen, den Sonntag, die Woche, das Jahr in neuer Wiederkehr. Unsere zeit steht in Deinen Händen, Herr.

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.200

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Ach, daß die Hilf aus Zion käme!

Ach daß die Hilf aus Zion käme! O daß Dein Geist, so wie Dein Wort verspricht, Dein Volk aus dem Gefängnis nähme! O würd es doch nur bald vor Abend licht! Ach reiß, o Herr, den Himmel bald entzwei und komm herab zur Hilf und mach uns frei!

Ach lass Dein Wort recht schnelle laufen, es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein. Ach führe bald dadurch mit Haufen der Heiden Füll zu allen Toren ein! Ja wecke Dein Volk Israel bald auf, und also segne Deines Wortes Lauf!

Dein Sohn hat ja mit klaren Worten uns diese Bitt in unsern Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten sich Deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, Dich herzinbrünstig hierum anzuflehn; drum hör, o Herr, und sprich: »Es soll geschehn.«

Karl Heinrich von Bogatzky 1750 LKG 64,4-6

Freitag nach den 15. Sonntag nach Trinitatis

Alle Eure Sorge werfet auf ihn, denn er sorget für Euch. 

1. Petrus 5,7

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, Beschützer aller, die auf Dich hoffen, mehre über uns Deine Barmherzigkeit und regiere uns, auf daß wir also durch die zeitlichen Güter wandeln, daß wir die ewigen nicht verlieren, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.150

Fortlaufende Lese 

So sprach der HERR zu mir: Geh hin und kaufe dir einen leinenen Gürtel und gürte damit deine Lenden, aber lass ihn nicht nass werden!  2 Und ich kaufte einen Gürtel nach dem Wort des HERRN und gürtete ihn um meine Lenden.  3 Da geschah des HERRN Wort ein zweites Mal zu mir:  4 Nimm den Gürtel, den du gekauft und um deine Lenden gegürtet hast, und mache dich auf und geh hin an den Euphrat und verstecke ihn dort in einer Felsspalte!  5 Ich ging hin und versteckte ihn am Euphrat, wie mir der HERR geboten hatte.  6 Nach langer Zeit aber sprach der HERR zu mir: Mache dich auf und geh hin an den Euphrat und hole den Gürtel wieder, den ich dir dort zu verstecken gebot!  7 Ich ging hin an den Euphrat und grub nach und nahm den Gürtel von dem Ort, wo ich ihn versteckt hatte; und siehe, der Gürtel war verdorben, sodass er zu nichts mehr taugte.  8 Da geschah des HERRN Wort zu mir:  9 So spricht der HERR: Ebenso will ich verderben den großen Hochmut Judas und Jerusalems.  10 Dies böse Volk, das meine Worte nicht hören will, sondern im Starrsinn seines Herzens wandelt und andern Göttern folgt, um ihnen zu dienen und sie anzubeten: Es soll werden wie der Gürtel, der zu nichts mehr taugt.  11 Denn gleichwie der Gürtel um die Lenden des Mannes gebunden wird, so habe ich das ganze Haus Israel und das ganze Haus Juda um mich gegürtet, spricht der HERR, dass sie mein Volk sein sollten, mir zum Ruhm, zu Lob und Ehren; aber sie haben nicht gehört. 

Jeremia 13,1-11

Tageslese

Wir gebieten euch aber im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr euch zurückzieht von allen Brüdern und Schwestern, die unordentlich leben und nicht nach der Überlieferung, die ihr von uns empfangen habt. 7 Denn ihr wisst, wie ihr unserm Vorbild folgen sollt. Denn wir haben nicht unordentlich bei euch gelebt, 8 haben auch nicht umsonst Brot von jemandem genommen, sondern mit Mühe und Plage haben wir Tag und Nacht gearbeitet, um keinem von euch zur Last zu fallen. 9 Nicht, dass wir dazu nicht das Recht hätten, sondern wir wollten uns selbst euch zum Vorbild geben, damit ihr uns folgt. 10 Denn schon als wir bei euch waren, geboten wir euch: Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen. 11 Denn wir hören, dass einige unter euch unordentlich wandeln und arbeiten nichts, sondern treiben unnütze Dinge. 12 Solchen aber gebieten wir und ermahnen sie in dem Herrn Jesus Christus, dass sie still ihrer Arbeit nachgehen und ihr eigenes Brot essen. 

2. Thessalonicher 3,6-12

Abendgebet

Herr Jesus Christus, Du hast den Sündern Freiheit geschenkt und denen, die im Schatten des Todes gefangen saßen, das ewige Leben gebracht. Wir loben Deine Hingabe für das Leben der Welt. Wir beten an Deine göttliche Liebe. Wir rufen zu Dir: Herr, erbarme Dich.

Gib uns die Gnade, das Geheimnis Deines Kreuzes zu erkennen. Laß uns im Glauben gestärkt, in der Hoffnung ermutigt, in der Liebe entzündet, in der Geduld ermuntert und im Gehorsam willig und beständig werden. Wir rufen zu Dir: Herr, erbarme Dich.

Laß uns der Sünde absterben. Hilf uns, Dir zu dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit. Stehe uns bei, daß an unserem letzten Ende Dein Tod uns tröstet und wir durch Deine Kraft zur Auferstehung gelangen. Wir rufen zu Dir: Herr, erbarme Dich.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.189

Kollekte

Halte Du Wacht, lieber Herr, über alle, die in dieser Nacht wirken oder wachen oder weinen. Und nimm durch Deine Engel einen jeden in Obhut, der schläft. Wende Dich den Kranken zu. Schenke Rast allen, die erschöpft und müde sind. Segne die Sterbenden. Laß die Leidenden Ruhe finden. Sei den Betrübten nahe und beschirme die Fröhlichen. Um Deiner Liebe willen bitten wir Dich, Jesus Christus, Du unser Bruder und Herr.

Ebd.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Wach auf, Du Geist der ersten Zeugen (LKG 64)

Ikone des Propheten Elija aus der Zeit um 1200 im Katharinenkloster im Sinai

Wach auf, Du Geist der ersten Zeugen, die auf der Maur als treue Wächter stehn, die Tag und Nächte nimmer schweigen und die getrost dem Feind entgegengehn, ja deren Schall die ganze Welt durchdringt und aller Völker Scharen zu Dir bringt.

O daß Dein Feuer bald entbrennte, o möcht es doch in alle Lande gehn! Ach Herr, gib doch in Deine Ernte viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn. O Herr der Ernte, siehe doch darein: die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte klein.

So gib Dein Wort mit großen Scharen, die in der Kraft Evangelisten sein; laß eilend Hilf uns widerfahren und brich in Satans Reich mit Macht hinein. O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis Dein Reich bald aus zu Deines Namens Preis!

Karl Heinrich von Bogatzky 1750 (LKG 64)

Donnerstag nach den 15. Sonntag nach Trinitatis

Alle Eure Sorge werfet auf ihn, denn er sorget für Euch. 

1. Petrus 5,7

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, Beschützer aller, die auf Dich hoffen, mehre über uns Deine Barmherzigkeit und regiere uns, auf daß wir also durch die zeitlichen Güter wandeln, daß wir die ewigen nicht verlieren, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.150

Fortlaufende Lese 

HERR, wenn ich auch mit dir rechten wollte, so behältst du doch recht; dennoch muss ich vom Recht mit dir reden. Warum geht’s doch den Gottlosen so gut, und die Abtrünnigen haben alles in Fülle?  2 Du pflanzt sie ein, sie schlagen Wurzeln und wachsen und bringen Frucht. Nahe bist du ihrem Munde, aber ferne von ihrem Herzen.  3 Mich aber, HERR, kennst du und siehst mich und prüfst mein Herz vor dir. Reiß sie weg wie Schafe zum Schlachten, und sondere sie aus, dass sie getötet werden!  4 Wie lange soll das Land so trocken stehen und das Gras überall auf dem Felde verdorren? Wegen der Bosheit der Bewohner schwinden Vieh und Vögel dahin; denn sie sagen: Er sieht nicht, wie es uns gehen wird.  5 Wenn es dich müde macht, mit Fußgängern zu gehen, wie willst du mit Rossen wetteifern? Und wenn du nur im friedlichen Lande sicher bist, was willst du tun im Dickicht des Jordans?  6 Denn auch deine Brüder und deines Vaters Haus sind treulos gegen dich, sie schreien hinter dir her aus vollem Halse. Trau ihnen nicht, auch wenn sie freundlich mit dir reden. 

Jeremia 12,1-6

Tageslese

Und es sprach Elia, der Tischbiter, aus Tischbe in Gilead zu Ahab: So wahr der Herr, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.

2Da kam das Wort des Herrn zu ihm: 3Geh weg von hier und wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krit, der zum Jordan fließt. 4Und du sollst aus dem Bach trinken, und ich habe den Raben geboten, dass sie dich dort versorgen sollen. 5Er aber ging hin und tat nach dem Wort des Herrn und setzte sich nieder am Bach Krit, der zum Jordan fließt. 6Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends, und er trank aus dem Bach.

1. Könige 17,1-6

Abendgebet

Barmherziger Gott, Dein Sohn hat Menschen gerufen, ihm nachzufolgen. In seinem Namen beten wir zu Dir: Herr, erbarme Dich +

Führe alle, die auf der Suche sind, zum Licht der Wahrheit. Mache unsere Gemeinden und Gemeinschaften zu Orten, an denen Deine Liebe erfahrbar wird.

Hilf, daß bei uns und unter allen Völkern die Freiheit und Würde der Menschen geachtet werden.

Rufe immer neu Menschen in Deinen Dienst, daß sie Christus nachfolgen und mit ihrem Leben bezeugen.

Du hast uns verschiedene Gaben verliehen. Gib, daß wir mit ihnen unseren Nächsten dienen.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.184

Kollekte

Gott, Du verbindest alle, die an Dich glauben, zu Gemeinschaft und Dienst. Gib, daß wir lieben, was Du uns sagst, und ersehnen, was Du verheißen hast, damit in der Unbeständigkeit dieses Lebens unsere Herzen dort verankert sind, wo die wahre Freude ist. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn und Bruder, der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und wirkt in Ewigkeit. Amen.

Ebd.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Jesus ist kommen, sagts aller Welt Enden

Globus (NASA)

Jesus ist kommen, sagt’s aller Welt Enden. Eilet, ach eilet zum Gnadenpanier! Schwöret die Treue mit Herzen und Händen. Sprechet: “Wir leben und sterben mit Dir.” Herzensfreund, gürte mit Wahrheit die Lenden! Jesus ist kommen, sagte aller Welt Enden.

Johann Ludwig Konrad Allendorf 1736 (LKG 63,7)

Mittwoch nach den 15. Sonntag nach Trinitatis

Alle Eure Sorge werfet auf ihn, denn er sorget für Euch. 

1. Petrus 5,7

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, Beschützer aller, die auf Dich hoffen, mehre über uns Deine Barmherzigkeit und regiere uns, auf daß wir also durch die zeitlichen Güter wandeln, daß wir die ewigen nicht verlieren, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.150

Fortlaufende Lese 

So spricht der HERR: Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums.  23 Sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, dass er klug sei und mich kenne, dass ich der HERR bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden; denn solches gefällt mir, spricht der HERR. 

Jeremia 9,22-23

Tageslese

Ein jeder bleibe in der Berufung, in der er berufen wurde. 21 Bist du als Knecht berufen, so sorge dich nicht; doch kannst du frei werden, so nutze es umso lieber. 22 Denn wer im Herrn als Knecht berufen ist, der ist ein Freigelassener des Herrn; desgleichen wer als Freier berufen ist, der ist ein Knecht Christi. 23 Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte. 24 Brüder und Schwestern, bleibt alle vor Gott, worin ihr berufen seid. 

1. Korinther 7,20-24

Abendgebet

Du, Gott, trägst alles, was lebt, mit Deiner Gegenwart. Doch wir sind fern und abgewandt von Dir. Unsere Augen sind gehalten, daß wir Deinen Glanz nicht sehen. Öffne unseren Blick für Deine Wunder. Wir rufen zu Dir: Herr, erbarme Dich über uns und alle Welt +

Erleuchte uns durch Deinen Heiligen Geist. Füge zu neuer Gemeinschaft, was unter uns zerrissen ist. Heile, was krank ist. Belebe, was tot ist und keine Frucht mehr bringt. Wir rufen zu Dir: Herr, erbarme Dich über uns und alle Welt +

Dein Licht siegt über alle Finsternis. Deine Wahrheit endet allen Irrtum und allen Wahn. Deine Liebe befreit von aller Furcht. Sende uns in diesen Tag unter dem Geleit Deiner guten Mächte. Wir rufen zu Dir: Herr, erbarme Dich über uns und alle Welt +

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.180

Kollekte

Gott, Du beschützt alle, die auf Dich hoffen. Ohne Dich wird nichts wieder heil und ist nichts heilig. Führe uns in Deinem Erbarmen den rechten Weg und hilf uns, die vergänglichen Güter so zu gebrauchen, daß wir die ewigen nicht verlieren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Ebd.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Dr. Martin Luther predigte am 16. Sonntag nach Trinitatis

“Auferweckung des Jünglings zu Main” (Lucas Cranach d.J 1573. Epitaphgemälde für Franziskus Oldehorst St.Marien LW.

Dr. Martin Luther predigt am sechzehnten Sonntag nach dem Fest der Dreifaltigkeit über das heilige Evangelium des St. Lukas im 7. Kapitel, Verse 11-17 (WA 52 S. 478-484): “Vom heutigen Euangelio wer vil zu predigen, Wir wollen aber nur bey den zweyen stucken bleyben. Das erst, wie wir uns wider den todt trösten sollen, Denn an solchem trost und lehr ist am meysten gelegen. Und das andere von Christlicher barmherzigkeyt und mitleiden, das wir unter einander haben sollen.”

Und hier vorgelesen:

The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the 16th Sunday after Trinity on the holy Gospel of St.Luke chapter 7,11-17 taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.952-964: 

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Jesus ist kommen, der König der Ehren

Isenheimer Altar (Colmar, Elsaß) von Matthias Grünewald (c. 1470 – 31 August 1528)

Jesus ist kommen, der König der Ehren; Himmel und Erde, rühmt seine Gewalt! Dieser Beherrscher kann Herzen bekehren; öffnet ihm Tore und Türen fein bald! Denkt doch, er will Euch die Krone gewähren. Jesus ist kommen, der König der Ehren.

Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden, Sünden der ganzen Welt träget dies Lamm. Sündern die ewge Erlösung zu finden, stirbt es aus Liebe am blutigen Stamm. Abgrund der Liebe, wer kann Dich ergründen? Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden.

Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden: komme, wen dürstet, und trinke, wer will! Holet für Euren so giftigen Schaden Gnade aus dieser unendlichen Füll! Hier kann das Herze sich laben und baden. Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden.

Johann Ludwig Konrad Allendorf 1736 (LKG 63,4-6)

Dienstag nach den 15. Sonntag nach Trinitatis

Alle Eure Sorge werfet auf ihn, denn er sorget für Euch. 

1. Petrus 5,7

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, Beschützer aller, die auf Dich hoffen, mehre über uns Deine Barmherzigkeit und regiere uns, auf daß wir also durch die zeitlichen Güter wandeln, daß wir die ewigen nicht verlieren, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.150

Fortlaufende Lese 

Du aber sollst für dies Volk nicht bitten und sollst für sie weder Klage noch Gebet vorbringen, sollst auch nicht in mich dringen; denn ich will dich nicht hören.  17 Siehst du nicht, was sie tun in den Städten Judas und auf den Gassen Jerusalems?  18 Die Kinder lesen Holz, die Väter zünden das Feuer an, und die Frauen kneten den Teig, dass sie der Himmelskönigin Kuchen backen, und fremden Göttern spenden sie Trankopfer mir zum Verdruss.  19 Aber machen sie denn mir Verdruss, spricht der HERR, und nicht vielmehr sich selbst zu ihrer eigenen Schande?  20 Darum spricht Gott der HERR: Siehe, mein Zorn und mein Grimm ist ausgeschüttet über diese Stätte, über Menschen und über Vieh, über die Bäume auf dem Felde und über die Früchte des Landes; der wird brennen, dass niemand löschen kann.  21 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Tut eure Brandopfer zu euren Schlachtopfern und fresst Fleisch!  22 Denn ich habe euren Vätern an dem Tage, als ich sie aus Ägyptenland führte, nichts gesagt noch geboten von Brandopfern und Schlachtopfern;  23 sondern dies Wort habe ich ihnen geboten: Gehorcht meiner Stimme, so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein; wandelt ganz auf dem Wege, den ich euch gebiete, auf dass es euch wohlgehe.  24 Aber sie wollten nicht hören noch ihr Ohr neigen, sondern wandelten nach ihrem eignen Rat und nach ihrem verstockten und bösen Herzen und kehrten mir den Rücken zu und nicht das Angesicht.  25 Ja, von dem Tage an, da eure Väter aus Ägyptenland zogen, bis auf diesen Tag habe ich immer wieder zu euch gesandt alle meine Knechte, die Propheten.  26 Aber sie wollten mich nicht hören noch ihr Ohr neigen, sondern waren halsstarrig und trieben es ärger als ihre Väter.  27 Und wenn du schon ihnen dies alles sagst, so werden sie doch nicht auf dich hören; rufst du sie, so werden sie dir nicht antworten.  28 Darum sprich zu ihnen: Dies ist das Volk, das auf die Stimme des HERRN, seines Gottes, nicht hören noch sich bessern will. Die Wahrheit ist dahin und ausgerottet aus ihrem Munde. 

Jeremia 7:16-28

Tageslese

Ein großer Gewinn aber ist die Frömmigkeit zusammen mit Genügsamkeit. 7 Denn wir haben nichts in die Welt gebracht; darum können wir auch nichts hinausbringen. 8 Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so wollen wir uns damit begnügen. 9 Denn die reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Verstrickung und in viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen versinken lassen in Verderben und Verdammnis. 10 Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen. 11 Aber du, Mensch Gottes, fliehe das! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Frömmigkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut! 12 Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen. 

1. Timotheus 6,6-12

Abendgebet

Herr, unser Gott, Du Hirte und Hüter Deines Volkes. Du schläfst nicht und wachst über uns allezeit. Du segnest uns beim Ausgang und beim Eingang. Wir bitten und rufen: Herr, stärke uns den Glauben +

Wir danken Dir, daß Du uns den Tag über in aller Not und Gefahr bewahrt hast. Gib uns nun, da der Tag zu Ende geht, Ruhe für Leib und Seele. Wir bitten und rufen: Herr, stärke uns den Glauben +

Gib, daß wir diese Nacht geborgen sind in Deiner Gnade. Vollende das Werk, das Du in uns begonnen hast, und erwecke uns mit der Morgensonne gestärkt im Glauben, daß wir Dich alle Tage loben und preisen. Wir bitten und rufen: Herr, stärke uns den Glauben +

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.176

Kollekte

Gott, Du Ursprung des Friedens. Dich zu kennen heißt ewiges Leben und Dir zu dienen ist wahre Freiheit. Schütze uns gegen alle Angriffe von Feinden, daß wir im Vertrauen auf Deinen Beistand keine Macht der Welt fürchten müssen, sondern der Kraft Christi gewiß werden, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und wirkt in Ewigkeit. Amen.

Ebd.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude

Kruzifix von Paul und Robert Eder (Oberammergau) hängt in der Alten Lateinschule (Jüdenstraße 39: 2.1)

Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude; A und O, Anfang und Ende steht da. Gottheit und Menschheit vereinen sich beide; Schöpfer, wie kommst Du uns Menschen so nah! Himmel und Erde, erzählet’s den Heiden: Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden.

Jesus ist kommen, nun springen die Bande, Stricke des Todes, die reißen entzwei. Unser Durchbrecher ist nunmehr vorhanden; er, der Sohn Gottes, der machet recht frei, bringet zu Ehren aus Sünde und Schande; Jesus ist kommen, nun springen die Bande.

Jesus ist kommen, der starke Erlöser, bricht dem gewappneten Starken ins Haus, sprenget des Feindes befestigte Schlösser, führt die Gefangenen siegend heraus. Fühlst du den Stärkeren, Satan, du Böser? Jesus ist kommen, der starke Erlöser.

Jesus ist kommen, der König der Ehren; Himmel und Erde, rühmt seine Gewalt! Dieser Beherrscher kann Herzen bekehren; öffnet ihm Tore und Türen fein bald! Denkt doch, er will euch die Krone gewähren. Jesus ist kommen, der König der Ehren.

Johann Ludwig Konrad Allendorf 1736 (LKG 63)

Montag nach den 15. Sonntag nach Trinitatis

Alle Eure Sorge werfet auf ihn, denn er sorget für Euch.

1. Petrus 5,7

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, Beschützer aller, die auf Dich hoffen, mehre über uns Deine Barmherzigkeit und regiere uns, auf daß wir also durch die zeitlichen Güter wandeln, daß wir die ewigen nicht verlieren, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.150

Fortlaufende Lese 

Dies ist das Wort, das vom HERRN geschah zu Jeremia:  2 Tritt ins Tor am Hause des HERRN und predige dort dies Wort und sprich: Höret des HERRN Wort, ihr alle von Juda, die ihr zu diesen Toren eingeht, den HERRN anzubeten!  3 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Bessert euer Leben und euer Tun, so will ich euch wohnen lassen an diesem Ort.  4 Verlasst euch nicht auf Lügenworte, wenn sie sagen: Hier ist des HERRN Tempel, hier ist des HERRN Tempel, hier ist des HERRN Tempel!  5 Sondern bessert euer Leben und euer Tun, dass ihr recht handelt einer gegen den andern  6 und gegen Fremdlinge, Waisen und Witwen keine Gewalt übt und nicht unschuldiges Blut vergießt an diesem Ort und nicht andern Göttern nachlauft zu eurem eigenen Schaden,  7 so will ich euch immer und ewiglich wohnen lassen an diesem Ort, in dem Lande, das ich euren Vätern gegeben habe.  8 Aber nun verlasst ihr euch auf Lügenworte, die zu nichts nütze sind.  9 Ihr seid Diebe, Mörder, Ehebrecher und Meineidige und opfert dem Baal und lauft fremden Göttern nach, die ihr nicht kennt.  10 Und dann kommt ihr und tretet vor mich in diesem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, und sprecht: Wir sind geborgen, – und tut weiter solche Gräuel.  11 Haltet ihr denn dies Haus, das nach meinem Namen genannt ist, für eine Räuberhöhle? Siehe, ich sehe es wohl, spricht der HERR.  12 Geht hin an meine Stätte zu Silo, wo früher mein Name gewohnt hat, und schaut, was ich dort getan habe wegen der Bosheit meines Volks Israel.  13 Weil ihr denn lauter solche Dinge treibt, spricht der HERR, und weil ich immer wieder zu euch redete und ihr nicht hören wolltet und ich euch rief und ihr nicht antworten wolltet,  14 so will ich mit dem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, auf das ihr euch verlasst, und mit der Stätte, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, ebenso tun, wie ich mit Silo getan habe,  15 und will euch von meinem Angesicht verstoßen, wie ich verstoßen habe alle eure Brüder, das ganze Geschlecht Ephraim. 

Jeremia 7,1-15

Tageslese

Wer ist hinaufgefahren zum Himmel und wieder herab? Wer hat den Wind in seine Hände gefasst? Wer hat die Wasser in ein Kleid gebunden? Wer hat alle Enden der Welt bestimmt? Wie heißt er? Und wie heißt sein Sohn? Weißt du das? 5 Alle Worte Gottes sind im Feuer geläutert; er ist ein Schild denen, die auf ihn trauen. 6 Tu nichts zu seinen Worten hinzu, dass er dich nicht zurechtweise und du als Lügner dastehst. 7 Zweierlei bitte ich von dir, das wollest du mir nicht verweigern, ehe denn ich sterbe: 8 Falschheit und Lüge lass ferne von mir sein; Armut und Reichtum gib mir nicht; lass mich aber mein Teil Speise dahinnehmen, das du mir beschieden hast. 9 Ich könnte sonst, wenn ich zu satt würde, verleugnen und sagen: Wer ist der HERR? Oder wenn ich zu arm würde, könnte ich stehlen und mich an dem Namen meines Gottes vergreifen. 

Sprüche 30,4-9

Abendgebet

Du Gott der Barmherzigkeit, wir danken Dir. Du läßt uns den Tag, der nun zu Ende geht, in Frieden vollenden. Du hast uns unter seiner Mühe und Last bestehen lassen. Wir rufen Dich an: Herr, erbarme Dich über uns und alle Welt +

Wir danken Dir für alles Gute, das wir aus Deiner Hand empfangen haben. Wir danken Dir, daß wir unter Deinem Schutz vor Unglück bewahrt geblieben sind. Wir rufen Dich an: Herr, erbarme Dich über uns und alle Welt +

Segne uns, Gott, daß Dein Name und das Gedächtnis Deines Wirkens in unserem Herzen bleibe. Erfülle diesen Abend und alle unsere Tage mit Deinem Nahesein. Wir rufen Dich an: Herr, erbarme Dich über uns und alle Welt +

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.172

Kollekte

Stehe uns bei, Du Gott der Treue, solange dieses unruhige Leben währt, bis die Schatten lang werden und der Abend kommt, die geschäftigte Welt zur Ruhe gelangt, das Fieber des Lebens vorüber und unser Werk getan ist. Dann schenke uns in Deinem Erbarmen Ruhe und endlich den Frieden durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.

Ebd.

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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