O Vater der Barmherzigkeit, ich falle Dir zu Fuße

Bild von himmlischen Segensbogen aus den Niederladen (Netzfund)

Wenn mein Herz dies bei sich bedenkt, in Stücken möchts zerspringen;
Die große Sicherheit mich kränkt, tut Mark und Bein durchdringen.
Kein Höllenpein so groß mag sein, ich habe sie verschuldet;
Ich bin nicht wert, daß mich die Erd trägt, nährt und auf sich duldet.

O Vater der Barmherzigkeit, ich falle Dir zu Fuße;
Verwirf den nicht, der zu Dir schreit und tut rechtschaffne Buße.
Dein Angesicht mit Gnaden richt auf mich betrübten Sünder;
Gib einen Blick, der mich erquick, so wird mein Angst bald minder.

Eröffne mir Dein freudlich Herz, den Quell der ewgen Liebe,
Vergib die Sünd, heil meinen Schmerz, hilf, daß ich mich stets übe 
In dem, was Dir gefällt an mir, und alles Böse meide,
Bis ich hinfahr zur Engelschar, da nichts, denn lauter Freude.

Johann Heermann 1630 (LKG 221,4-6)

Freitag nach dem 18. Sonntag nach Trinitatis (Das vornehmste Gebot) 

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1. Johannes 4,21

Kollekte

Lieber Vater im Himmel, der Du uns in Jesus Christus, Deinem Sohn, Deine Liebe offenbart hast: Wir bitten Dich, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß wir Dich aus ganzer Seele lieben und unsere Brüder wie uns selbst, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.152

Fortlaufende Lese 

Es hörten aber Schefatja, der Sohn Mattans, und Gedalja, der Sohn Paschhurs, und Juchal, der Sohn Schelemjas, und Paschhur, der Sohn Malkijas, die Worte, die Jeremia zu allem Volk redete.  2 So spricht der HERR: Wer in dieser Stadt bleibt, der wird durch Schwert, Hunger und Pest sterben müssen; wer aber hinausgeht zu den Chaldäern, der soll am Leben bleiben und wird sein Leben wie eine Beute davonbringen.  3 So spricht der HERR: Diese Stadt soll übergeben werden dem Heer des Königs von Babel, und es soll sie einnehmen.  4 Da sprachen die Oberen zum König: Lass doch diesen Mann töten; denn auf diese Weise nimmt er den Kriegsleuten, die noch übrig sind in dieser Stadt, den Mut, desgleichen dem ganzen Volk, weil er solche Worte zu ihnen sagt. Denn der Mann sucht nicht, was diesem Volk zum Heil, sondern was zum Unheil dient.  5 Der König Zedekia sprach: Siehe, er ist in euren Händen; denn der König vermag nichts wider euch.  6 Da nahmen sie Jeremia und warfen ihn in die Zisterne Malkijas, des Königssohnes, die im Wachthof war, und ließen ihn an Seilen hinab. In der Zisterne aber war kein Wasser, sondern Schlamm und Jeremia sank in den Schlamm.  7 Als aber der Kuschiter Ebed-Melech, ein Kämmerer in des Königs Haus, hörte, dass man Jeremia in die Zisterne geworfen hatte, und der König gerade im Benjamintor saß,  8 da ging Ebed-Melech aus des Königs Haus und redete mit dem König und sprach:  9 Mein Herr und König, diese Männer haben übel gehandelt an dem Propheten Jeremia, dass sie ihn in die Zisterne geworfen haben; dort muss er vor Hunger sterben; denn es ist kein Brot mehr in der Stadt.  10 Da befahl der König dem Kuschiter Ebed-Melech: Nimm von hier drei Männer mit dir und zieh den Propheten Jeremia aus der Zisterne, ehe er stirbt.  11 Und Ebed-Melech nahm die Männer mit sich und ging in des Königs Haus unter die Schatzkammer und nahm dort zerrissene, alte Lumpen und ließ sie an Stricken hinab zu Jeremia in die Zisterne.  12 Und der Kuschiter Ebed-Melech sprach zu Jeremia: Lege diese zerrissenen, alten Lumpen unter deine Achseln um die Stricke; und Jeremia tat so.  13 Und sie zogen Jeremia an den Stricken herauf und holten ihn aus der Zisterne. Und so blieb Jeremia im Wachthof. 

Jeremia 38,1-13

Tageslese

Wir tun euch aber kund, Brüder und Schwestern, die Gnade Gottes, die in den Gemeinden Makedoniens gegeben ist. 2 Denn vielfach bewährt in Bedrängnis war ihre Freude doch überschwänglich, und obwohl sie sehr arm sind, haben sie doch reichlich gegeben in aller Lauterkeit. 3 Denn nach Kräften, das bezeuge ich, und sogar über ihre Kräfte haben sie willig gegeben 4 und haben uns mit vielem Zureden gebeten, dass sie mithelfen dürften an der Wohltat und der Gemeinschaft des Dienstes für die Heiligen; 5 und nicht nur das, wie wir hofften, sondern sie gaben sich selbst, zuerst dem Herrn und danach uns, durch den Willen Gottes. 6 So haben wir Titus zugeredet, dass er, wie er zuvor angefangen hatte, nun auch diese Wohltat unter euch vollende. 7 Wie ihr aber in allen Stücken reich seid, im Glauben und im Wort und in der Erkenntnis und in allem Eifer und in der Liebe, die wir in euch erweckt haben, so gebt auch reichlich bei dieser Wohltat. 8 Nicht als Befehl sage ich das; sondern weil andere so eifrig sind, prüfe ich auch eure Liebe, ob sie echt sei. 9 Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, auf dass ihr durch seine Armut reich würdet. 10 Und damit gebe ich einen Rat; denn das ist euch nützlich, die ihr seit vorigem Jahr angefangen habt nicht allein mit dem Tun, sondern auch mit dem Wollen. 11 Nun aber vollendet auch das Tun, damit, wie ihr geneigt seid zu wollen, ihr auch geneigt seid zu vollenden nach dem Maß dessen, was ihr habt. 12 Denn wenn der gute Wille da ist, so ist jeder willkommen nach dem, was er hat, nicht nach dem, was er nicht hat. 13 Nicht, dass die andern Ruhe haben und ihr Not leidet, sondern dass es zu einem Ausgleich komme. 14 Jetzt helfe euer Überfluss ihrem Mangel ab, damit auch ihr Überfluss eurem Mangel abhelfe und so ein Ausgleich geschehe, 15 wie geschrieben steht: »Wer viel sammelte, hatte keinen Überfluss, und wer wenig sammelte, hatte keinen Mangel.«

2. Korinther 8,1-15

Kollekte an Michaelis

Allmächtiger, barmherziger Gott, der Du die heiligen Engel zu Deinem Lobe und zum Dienst der Menschen geschaffen hast, wir bitten Dich: Laß Deine Engel unser Leben und unsere Wege auf Erden bewahren und uns am Ende heimtragen in Deinen Frieden. Durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 153

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen


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Ich armer Sünder komm zu Dir mit demütigem Herzen

Rechter Flügel des Reformationsaltars in unserer lieben Frauen, Lutherstadt Wittenberg von Lucas Cranach d.J. 1547.

Ich armer Sünder komm zu Dir mit demütigem Herzen, o Gott, des Gnad ist für und für, bekenne Dir mit Schmerzen die Sünden all, ein´ jeden Fall, wie ich ihn hab begangen von Jugend auf, mit großem Hauf, drin ich jetzt bin gefangen.

Die Sünden sind, die ich getan, unmöglich zu erzählen; doch ich sie auch nicht bergen kann, weil sie mich immer quälen. Dein liebster Sohn hat mich davon durch seinen Tod entbunden; dennoch hab ich jetzt lassen mich den Satan neu verwunden.

So ist auch mein Undankbarkeit sehr groß bis auf die Stunde; ich habe Dir zu keiner Zeit gedankt von Herzengrunde für Deine Treu, die täglich neu, für Deine Lieb und Güte, die ich an mir gar reichlich spür und stets trag im Gemüte.

Johann Heermann 1630 (LKG 221,1-3)

Donnerstag nach dem 18. Sonntag nach Trinitatis (Das vornehmste Gebot) 

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1. Johannes 4,21

Kollekte

Lieber Vater im Himmel, der Du uns in Jesus Christus, Deinem Sohn, Deine Liebe offenbart hast: Wir bitten Dich, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß wir Dich aus ganzer Seele lieben und unsere Brüder wie uns selbst, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.152

Fortlaufende Lese 

Und Zedekia, der Sohn Josias, wurde König anstatt Konjas, des Sohnes Jojakims; denn Nebukadnezar, der König von Babel, machte ihn zum König im Lande Juda.  2 Aber er und seine Großen und das Volk des Landes gehorchten nicht den Worten des HERRN, die er durch den Propheten Jeremia redete.  3 Gleichwohl sandte der König Zedekia Juchal, den Sohn Schelemjas, und den Priester Zefanja, den Sohn Maasejas, zum Propheten Jeremia und ließ ihm sagen: Bitte den HERRN, unsern Gott, für uns!  4 Denn Jeremia ging noch unter dem Volk aus und ein, und man hatte ihn noch nicht ins Gefängnis geworfen.  5 Es war aber das Heer des Pharao aus Ägypten aufgebrochen, und als die Chaldäer, die Jerusalem belagerten, davon hörten, zogen sie von Jerusalem ab.  6 Und des HERRN Wort geschah zum Propheten Jeremia:  7 So spricht der HERR, der Gott Israels: Sagt dem König von Juda, der euch zu mir gesandt hat, mich zu befragen: Siehe, das Heer des Pharao, das euch zu Hilfe ausgezogen ist, wird wieder heim nach Ägypten ziehen,  8 und die Chaldäer werden wiederkommen und gegen diese Stadt kämpfen und sie erobern und mit Feuer verbrennen.  9 So spricht der HERR: Betrügt euch nicht damit, dass ihr denkt: »Die Chaldäer werden von uns abziehen.« Sie werden nicht abziehen.  10 Selbst wenn ihr das ganze Heer der Chaldäer schlüget, die gegen euch kämpfen, und es blieben von ihnen nur etliche Verwundete übrig, so würden sie, ein jeder in seinem Zelt, aufstehen und diese Stadt mit Feuer verbrennen.  

11 Als nun der Chaldäer Heer von Jerusalem abgezogen war vor dem Heer des Pharao,  12 wollte Jeremia aus Jerusalem heraus ins Land Benjamin gehen, um mit seinen Verwandten ein Erbe zu teilen.  13 Und als er zum Benjamintor kam, war dort ein Wachhabender mit Namen Jirija, der Sohn Schelemjas, des Sohnes Hananjas; der griff den Propheten Jeremia und sprach: Du willst zu den Chaldäern überlaufen.  14 Jeremia sprach: Das ist nicht wahr, ich will nicht zu den Chaldäern überlaufen. Aber Jirija wollte ihn nicht hören, sondern griff Jeremia und brachte ihn zu den Oberen.  15 Und die Oberen wurden zornig über Jeremia und schlugen ihn und warfen ihn ins Gefängnis im Hause Jonatans, des Schreibers; denn das hatten sie zum Kerker gemacht.  16 So kam Jeremia in das Gewölbe der Zisterne. Dort blieb Jeremia lange Zeit.  

17 Aber der König Zedekia sandte hin und ließ ihn holen. Und der König fragte ihn heimlich in seinem Haus und sprach: Ist wohl ein Wort vom HERRN vorhanden? Jeremia sprach: Ja! Du wirst dem König von Babel in die Hände gegeben werden.  18 Und Jeremia sprach zum König Zedekia: Was hab ich gegen dich, gegen deine Großen und gegen dies Volk gesündigt, dass sie mich in den Kerker geworfen haben?  19 Wo sind nun eure Propheten, die euch weissagten und sprachen: Der König von Babel wird nicht über euch noch über dies Land kommen?  20 Und nun, mein Herr und König, höre mich und lass meine Bitte vor dir gelten! Lass mich nicht wieder in Jonatans, des Schreibers, Haus bringen, dass ich dort nicht sterbe.  21 Da befahl der König Zedekia, dass man Jeremia im Wachthof behalten sollte, und ließ ihm täglich aus der Bäckergasse einen Laib Brot geben, bis alles Brot in der Stadt aufgezehrt war. So blieb Jeremia im Wachthof. 

Jeremia 37,1-21

Tageslese

Denn das Gebot, das ich dir heute gebiete, ist dir nicht zu hoch und nicht zu fern. 12 Es ist nicht im Himmel, dass du sagen müsstest: Wer will für uns in den Himmel fahren und es uns holen, dass wir’s hören und tun? 13 Es ist auch nicht jenseits des Meeres, dass du sagen müsstest: Wer will für uns über das Meer fahren und es uns holen, dass wir’s hören und tun? 14 Denn es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust. 

5. Mose (Deuteronomium) 30,11-14

Bußgebet

Herr Gott himmlischer Vater, der Du nicht Lust hast an der armen Sünder Tod, nässest sie auch nicht gern verderben, sondern willst, daß sie bekehret werden und leben: Wir bitten Dich herzlich, Du wollest die wohlverdiente Strafe unserer Sünden gnädiglich abwenden und uns hinfort zu bessern Deine Barmherzigkeit mildiglich verleihen. Um Jesus Christus unseres Herrn willen. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Uelzen 1956), S. 279

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Dr. Martin Luther predigte am 19. Sonntag nach Trinitatis

Altar in der Herderkirche (Weimar) von Lucas Cranach d.J.

Dr. Martin Luther predigte am neunzehnten Sonntag nach dem Fest der Dreifaltigkeit über das heilige Evangelium unseres Herrn Jesu Christi, wie es aufgezeichnet ist vom Evangelisten Matthäus im 9. Kapitel, Verse 1-8 (WA 52 S. 497-504): “Auß dem heuttigen Euangelio sollen wir fürnemlich mercken die gnadenreichen predigt, welche Gott den menschen geben hat, das wir unter einander hie auff erden sprechen können: Dir sind deine sünde vergeben, Auff das wir mit den frommen leutlein hie uns solches verwundern und Gott darumb von hertzen dancken, das er solche gewalt den menschen geben hat.” (ebd. S.497)

Und zum Hören vorgelesen:

An English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the 19th Sunday after Trinity on the holy Gospel of St.Matthew ninth chapter the first eight verses taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.982-993: 

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Gnad hat Dir zugesagt Gott von wegen Christi Blut und Tod.

Altarraum in der Alten Lateinschule (Lutherstadt Wittenberg)

Gnad hat Dir zugesaget Gott, von wegen Christi Blut und Tod; zusagen hat er nicht gewollt, ob Du bis morgen leben sollt; daß Du mußt sterben, ist Dir kund, verborgen ist des Todes Stund.

Heut lebst Du, heut bekehre Dich! Eh morgen kommt, kanns ändern sich; wer heut ist frisch, gesund und rot, ist morgen krank, ja wohl gar tot. So Du nun stirbest ohne Buß, Dein Seel und Leib dort brennen muss.

Hilf, o Herr Jesu, hilf Du mir, daß ich noch heute komm zu Dir und Buße tu den Augenblick, eh mich der schnelle Tod hinrück, auf daß ich heut und jederzeit zu meiner Heimfahrt sei bereit.

Johann Heermann 1630 (LKG 220,5-7)

Mittwoch nach dem 18. Sonntag nach Trinitatis (Das vornehmste Gebot) 

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1. Johannes 4,21

Kollekte

Lieber Vater im Himmel, der Du uns in Jesus Christus, Deinem Sohn, Deine Liebe offenbart hast: Wir bitten Dich, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß wir Dich aus ganzer Seele lieben und unsere Brüder wie uns selbst, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.152

Fortlaufende Lese 

Sie aber gingen hinein zum König in den Vorhof und ließen die Schriftrolle verwahren in der Kammer Elischamas, des Schreibers, und teilten dem König alle diese Worte mit.  21 Da sandte der König den Jehudi, die Schriftrolle zu holen. Der nahm sie aus der Kammer Elischamas, des Schreibers. Und Jehudi las dem König vor und allen Oberen, die bei dem König standen.  22 Der König aber saß im Winterhause vor dem Kohlenbecken; denn es war im neunten Monat.  23 Sooft nun Jehudi drei oder vier Spalten gelesen hatte, schnitt er sie ab mit einem Schreibmesser und warf sie ins Feuer, das im Kohlenbecken war, bis die ganze Schriftrolle im Feuer verbrannt war.  24 Und niemand entsetzte sich und zerriss seine Kleider, weder der König noch seine Großen, die doch alle diese Worte gehört hatten.  25 Und obwohl Elnatan, Delaja und Gemarja den König baten, er möge die Schriftrolle nicht verbrennen, hörte er nicht auf sie.  26 Dazu gebot der König Jerachmeel, dem Königssohn, und Seraja, dem Sohn Asriëls, und Schelemja, dem Sohn Abdeels, sie sollten Baruch, den Schreiber, und Jeremia, den Propheten, ergreifen. Aber der HERR hatte sie verborgen.  27 Nachdem der König die Schriftrolle verbrannt hatte, auf die Baruch die Worte geschrieben hatte, wie Jeremia sie ihm sagte, geschah des HERRN Wort zu Jeremia:  28 Nimm dir eine neue Schriftrolle und schreibe darauf alle vorigen Worte, die auf der ersten Schriftrolle standen, die Jojakim, der König von Juda, verbrannt hat.  29 Über Jojakim aber, den König von Juda, sollst du sagen: So spricht der HERR: Du hast diese Schriftrolle verbrannt und gesagt: Warum hast du darauf geschrieben, dass der König von Babel kommen und dies Land verderben werde, sodass weder Menschen noch Vieh mehr darin sein werden?  30 Darum, so spricht der HERR über Jojakim, den König von Juda: Es soll keiner von den Seinen auf dem Thron Davids sitzen, und sein Leichnam soll hingeworfen liegen, am Tag in der Hitze und nachts im Frost.  31 Und ich will ihn und seine Nachkommen und seine Großen heimsuchen um ihrer Schuld willen, und ich will über sie und über die Bürger Jerusalems und über die in Juda kommen lassen all das Unheil, von dem ich zu ihnen geredet habe, und sie gehorchten doch nicht.  32 Da nahm Jeremia eine andere Schriftrolle und gab sie Baruch, dem Sohn Nerijas, dem Schreiber. Der schrieb darauf, so wie ihm Jeremia vorsagte, alle Worte, die auf der Schriftrolle standen, die Jojakim, der König von Juda, im Feuer verbrannt hatte; und es wurden zu ihnen noch viele ähnliche Worte hinzugetan. 

Jesaja 36,20-32

Tageslese

Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott. 8 Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe. 9 Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen. 10 Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung[1] für unsre Sünden. 11 Ihr Lieben, hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben. 12 Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen. 13 Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat. 14 Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt. 15 Wer nun bekennt, dass Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er in Gott. 16 Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat: Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. 

1. Johannes 4,7-16a

Morgengebet am Mittwoch

In Geduld und Liebe ist unser Herr Jesus Christus uns Menschen nahe gekommen, die Hilfe zum Leben brauchen: Starken und Schwachen, Gesunden und Behinderten, Klugen und Unberatenen, Freien und Abhängigen, Seßhaften, Fremden und Obdachlosen. Gott, wir bitten Dich: Teile den Liebesdienst Deines Sohnes Jesus Christus denen aus, die in Not, Verfolgung, in Krankheit, in Hunger, in Ausgrenzung und in Verzweiflung sind. Laß uns mit ihnen nach Deinem Willen fragen, nach dem Heil, das uns bereitet ist in Jesus Christus, unserem Bruder und Freund, Herrn und Gott.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.196f

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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“So wahr ich lebe”, spricht Dein Gott, “mir ist nicht lieb des Sünders Tod!”

Sonnenuntergang über der Schloßkirche (Lutherstadt Wittenberg)

»So wahr ich lebe«, spricht Dein Gott, »mir ist nicht lieb des Sünders Tod; vielmehr ist dies mein Wunsch und Will, dass er von Sünden halte still, von seiner Bosheit kehre sich und lebe mit mir ewiglich.«

Dies Wort bedenk, o Menschenkind, verzweifle nicht in Deiner Sünd; hier findest Du Trost, Heil und Gnad, die Gott Dir zugesaget hat, und zwar mit einem teuern Eid. O selig, dem die Sünd ist leid!

Doch hüte Dich vor Sicherheit, denk nicht: »Zur Buß ist noch wohl Zeit, ich will erst fröhlich sein auf Erd; wann ich des Lebens müde werd, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich.«

Wahr ist’s: Gott ist wohl stets bereit dem Sünder mit Barmherzigkeit; doch wer auf Gnade sündigt hin, fährt fort in seinem bösen Sinn und seiner Seele selbst nicht schont, dem wird mit Ungnad abgelohnt.

Johann Heermann 1630 (LKG 220)

Dienstag nach dem 18. Sonntag nach Trinitatis (Das vornehmste Gebot) 

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1. Johannes 4,21

Kollekte

Lieber Vater im Himmel, der Du uns in Jesus Christus, Deinem Sohn, Deine Liebe offenbart hast: Wir bitten Dich, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß wir Dich aus ganzer Seele lieben und unsere Brüder wie uns selbst, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.152

Fortlaufende Lese 

Im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, geschah dies Wort zu Jeremia vom HERRN:  2 Nimm eine Schriftrolle und schreibe darauf alle Worte, die ich zu dir geredet habe über Israel, über Juda und über alle Völker von der Zeit an, da ich zu dir geredet habe, nämlich von der Zeit Josias an bis auf diesen Tag.  3 Vielleicht wird das Haus Juda, wenn sie hören von all dem Unheil, das ich ihnen zu tun gedenke, sich bekehren, ein jeder von seinem bösen Wege, damit ich ihnen ihre Schuld und Sünde vergeben kann.  4 Da rief Jeremia Baruch, den Sohn Nerijas. Und Baruch schrieb auf eine Schriftrolle alle Worte des HERRN, die er zu Jeremia geredet hatte, wie Jeremia sie ihm sagte.  5 Und Jeremia gebot Baruch und sprach: Mir ist’s verwehrt, ich kann nicht in des HERRN Haus gehen.  6 Du aber geh hin und lies die Schriftrolle, auf die du des HERRN Worte, wie ich sie dir gesagt habe, geschrieben hast, dem Volk vor im Hause des HERRN am Fasttage, und du sollst sie auch lesen vor den Ohren aller Judäer, die aus ihren Städten hereinkommen.  7 Vielleicht werden sie sich mit Beten vor dem HERRN demütigen und sich bekehren, ein jeder von seinem bösen Wege; denn der Zorn und Grimm ist groß, den der HERR diesem Volk angedroht hat.  8 Und Baruch, der Sohn Nerijas, tat alles, wie ihm der Prophet Jeremia befohlen hatte, dass er die Worte des HERRN aus der Schriftrolle vorläse im Hause des HERRN.  9 Es begab sich aber im fünften Jahr Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, im neunten Monat, dass man ein Fasten ausrief vor dem HERRN für alles Volk zu Jerusalem und für alles Volk, das aus den Städten Judas nach Jerusalem kam.  10 Und Baruch las aus der Schriftrolle die Worte Jeremias vor im Hause des HERRN, in der Kammer Gemarjas, des Sohnes Schafans, des Schreibers, im oberen Vorhof bei dem neuen Tor am Hause des HERRN, vor dem ganzen Volk.  11 Als nun Michaja, der Sohn Gemarjas, des Sohnes Schafans, alle Worte des HERRN gehört hatte aus der Schriftrolle,  12 ging er hinab in des Königs Haus in die Kanzlei. Und siehe, dort saßen alle Oberen: Elischama, der Schreiber, Delaja, der Sohn Schemajas, Elnatan, der Sohn Achbors, Gemarja, der Sohn Schafans, und Zidkija, der Sohn Hananjas, samt allen andern Oberen.  13 Und Michaja berichtete ihnen alle Worte, die er gehört hatte, als Baruch dem Volk aus der Schriftrolle vorlas.  14 Da sandten alle Oberen Jehudi, den Sohn Netanjas, des Sohnes Schelemjas, des Sohnes Kuschis, zu Baruch und ließen ihm sagen: Nimm die Schriftrolle, aus der du dem Volk vorgelesen hast, mit dir und komm! Und Baruch, der Sohn Nerijas, nahm die Schriftrolle mit sich und kam zu ihnen.  15 Und sie sprachen zu ihm: Setze dich und lies vor, dass wir’s hören! Und Baruch las ihnen vor.  16 Und als sie alle die Worte hörten, entsetzten sie sich untereinander und sprachen zu Baruch: Wir müssen alle diese Worte dem König anzeigen.  17 Und sie fragten Baruch: Sage uns, wie hast du alle seine Worte niedergeschrieben?  18 Baruch sprach zu ihnen: Jeremia hat mir alle diese Worte vorgesagt, und ich schrieb sie mit Tinte auf die Schriftrolle.  19 Da sprachen die Oberen zu Baruch: Geh hin und verbirg dich mit Jeremia, dass niemand wisse, wo ihr seid! 

Jeremia 36,1-19

Tageslese

Und Adam erkannte seine Frau Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe einen Mann gewonnen mithilfe des HERRN. 2 Danach gebar sie Abel, seinen Bruder. Und Abel wurde ein Schäfer, Kain aber wurde ein Ackermann. 3 Es begab sich aber nach etlicher Zeit, dass Kain dem HERRN Opfer brachte von den Früchten des Feldes. 4 Und auch Abel brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HERR sah gnädig an Abel und sein Opfer, 5 aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an. Da ergrimmte Kain sehr und senkte finster seinen Blick. 6 Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmst du? Und warum senkst du deinen Blick? 7 Ist’s nicht so: Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erheben. Bist du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie. 8 Da sprach Kain zu seinem Bruder Abel: Lass uns aufs Feld gehen! Und es begab sich, als sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot. 9 Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiß nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein? 10 Er aber sprach: Was hast du getan? Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von der Erde. 11 Und nun: Verflucht seist du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und deines Bruders Blut von deinen Händen empfangen. 12 Wenn du den Acker bebauen wirst, soll er dir hinfort seinen Ertrag nicht geben. Unstet und flüchtig sollst du sein auf Erden. 13 Kain aber sprach zu dem HERRN: Meine Schuld ist zu schwer, als dass ich sie tragen könnte. 14 Siehe, du treibst mich heute vom Acker, und ich muss mich vor deinem Angesicht verbergen und muss unstet und flüchtig sein auf Erden. So wird mir’s gehen, dass mich totschlägt, wer mich findet. 15 Aber der HERR sprach zu ihm: Nein, sondern wer Kain totschlägt, das soll siebenfältig gerächt werden. Und der HERR machte ein Zeichen an Kain, dass ihn niemand erschlüge, der ihn fände. 16 So ging Kain hinweg von dem Angesicht des HERRN und wohnte im Lande Nod, jenseits von Eden, gegen Osten. 

1. Mose (Genesis) 4,1-16

Gebet am Dienstag

Wenig richten wir aus – viel richten wir an: Schäden an Seele und Leib; Wunden, die so schnell nicht heilen; Zweifel, die immer wieder kommen; Schuld, die unseren Lebensschritt hemmt. Offen vor Dir, heiliger Gott, liegt unser ganzes Leben. Niemand kann sich selber freisprechen. Wir bitten: Führe uns durch Reue aus der Gefangenschaft in unserem Ich. Hilf Deiner Kirche zu aufrichtiger Buße und Umkehr. Vergib uns allen unsere Schuld, durch Jesus, Deinen Sohn unseren Herrn, der ohne Sünde war und doch all unsere Sünde getragen hat.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.195

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Ach Gott und Herr, wie groß und schwer sind meine begangne Sünden!

Lutherland-Tour 2024 with President Matthew Harrison in our chapel at the Old Latin School (Lutherstadt Wittenberg)

Ach Gott und Herr, wie groß und schwer sind mein begangne Sünden! Da ist niemand, der helfen kann, auf dieser Welt zu finden.

Lief ich gleich weit zu dieser Zeit bis an der Erde Enden, und wollt los sein des Kreuzes mein, würd ich doch solchs nicht wenden.

Zu Dir flieh ich; verstoß mich nicht, wie ichs wohl hab verdienet. Ach Gott, zürn nicht, geh nicht ins Gricht, Dein Sohn hat mich versühnet.

Solls ja so sein, daß Straf und Pein auf Sünde folgen müssen, so fahr hier fort nur schone dort und laß mich hier wohl büßen.

Gib, Herr, Geduld, vergiß die Schuld, verleih ein ghorsam Herze, daß ich nur nicht, wies wohl geschicht, mein Heil murrend verscherze.

Handle mit mir, wies dünket Dir, auf Dein Gnad will ichs leiden nur wollst Du mich nicht ewiglich, mein Gott, dort von Dir scheiden.

Martin Rutilius oder Johann Major (Jena 1613: LKG 219)

Montag nach dem 18. Sonntag nach Trinitatis (Das vornehmste Gebot) 

Dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe.

1. Johannes 4,21

Kollekte

Lieber Vater im Himmel, der Du uns in Jesus Christus, Deinem Sohn, Deine Liebe offenbart hast: Wir bitten Dich, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß wir Dich aus ganzer Seele lieben und unsere Brüder wie uns selbst, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.152

Fortlaufende Lese 

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich das Haus Israel und das Haus Juda besäen will mit Menschen und mit Vieh.  28 Und gleichwie ich über sie gewacht habe, auszureißen und einzureißen, zu verderben und zu zerstören und zu plagen, so will ich über sie wachen, zu bauen und zu pflanzen, spricht der HERR.  29 Zu derselben Zeit wird man nicht mehr sagen: »Die Väter haben saure Trauben gegessen und den Kindern werden die Zähne stumpf«,  30 sondern ein jeder wird um seiner eigenen Schuld willen sterben, und wer saure Trauben isst, dem werden die Zähne stumpf.  

31 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen,  32 nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, mein Bund, den sie gebrochen haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR;  33 sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.  34 Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, denn sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken. 

Jeremia 31,27-34

Tageslese

Von der brüderlichen Liebe aber ist es nicht nötig, euch zu schreiben. Denn ihr selbst seid von Gott gelehrt, euch untereinander zu lieben. 10 Und das tut ihr ja auch an allen Brüdern und Schwestern in ganz Makedonien. Wir ermahnen euch aber, dass ihr darin noch vollkommener werdet, 11 und eure Ehre darein setzt, dass ihr ein stilles Leben führt und das Eure schafft und mit euren eigenen Händen arbeitet, wie wir euch geboten haben, 12 damit ihr ehrbar wandelt vor denen, die draußen sind, und auf niemanden angewiesen seid. 

1. Thessalonicher 4,9-12

Morgengebet am Montag

Gott: Viele haben ihre Arbeit verloren, sehen keinen Sinn in dem, was sie jeden Tag machen. Menschen werden ausgenützt oder sind überlastet, während einige gut leben auf Kosten anderer. In all dem weist Du uns an den, der für uns gearbeitet und sein Leben geopfert hat. Darum bitten wir Dich: Laß alle, die wir vor Dir nennen, Eltern und Geschwister, Kinder und Enkel, Neffen und Nichten, Verwandte und Bekannte, Freunde und Feinde, Christen hier und in alle Welt, Kirche und Mission, Pastoren, Bischöfe, Lehrer, Missionare und Evangelisten, Kirchenvorsteher und Gehilfen, Diakonissen, Große und Kleine, Alt und Jung, Reich und Arm, Menschen auf allen Kontinenten teilhaben an der Frucht des Lebens und Sterbens Jesu Christi, unseres Bruders und Herrn. Amen.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.194

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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18th Sunday after Trinity (The first commandment)

Lutherland Tour 2024 with President Matthew Harrison at the “95 Theses Door” of Castle Church, Lutherstadt Wittenberg.

He has given us this command: Anyone who loves God must also love their brother and sister. 

1. John 4,21

Introit

Blessed is the one
    who does not walk in step with the wicked
or stand in the way that sinners take
    or sit in the company of mockers,
but whose delight is in the law of the Lord,
    and who meditates on his law day and night.
That person is like a tree planted by streams of water,
    which yields its fruit in season
and whose leaf does not wither—
    whatever they do prospers.

Not so the wicked!
    They are like chaff
    that the wind blows away.
Therefore the wicked will not stand in the judgment,
    nor sinners in the assembly of the righteous.

For the Lord watches over the way of the righteous,
    but the way of the wicked leads to destruction.

Psalm 1

Collect

O God, because without You we are not able to please You, mercifully grant that Your Holy Spirit may in all things direct and rule our hearts; through Jesus Christ, Your Son, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Lutheran Service Book: Altar Book, Pg. 929

Old Testament

And God spoke all these words: “I am the Lord your God, who brought you out of Egypt, out of the land of slavery. “You shall have no other gods before me. “You shall not make for yourself an image in the form of anything in heaven above or on the earth beneath or in the waters below. You shall not bow down to them or worship them; for I, the Lord your God, am a jealous God, punishing the children for the sin of the parents to the third and fourth generation of those who hate me, but showing love to a thousand generations of those who love me and keep my commandments. “You shall not misuse the name of the Lord your God, for the Lord will not hold anyone guiltless who misuses his name. Remember the Sabbath day by keeping it holy. Six days you shall labor and do all your work, but the seventh day is a sabbath to the Lord your God. On it you shall not do any work, neither you, nor your son or daughter, nor your male or female servant, nor your animals, nor any foreigner residing in your towns. For in six days the Lord made the heavens and the earth, the sea, and all that is in them, but he rested on the seventh day. Therefore, the Lord blessed the Sabbath day and made it holy. “Honor your father and your mother, so that you may live long in the land the Lord your God is giving you. You shall not murder. You shall not commit adultery. You shall not steal. You shall not give false testimony against your neighbor. You shall not covet your neighbor’s house. You shall not covet your neighbor’s wife, or his male or female servant, his ox or donkey, or anything that belongs to your neighbor.”

Exodus 20,1-17

Gradual

I was glad when they said to me, “Let us go to the house of the Lord!” Peace be within Your walls and security within Your towers!

Psalm 122,1.7

Epistle

Be very careful, then, how you live—not as unwise but as wise, making the most of every opportunity, because the days are evil. Therefore, do not be foolish, but understand what the Lord’s will is. Do not get drunk on wine, which leads to debauchery. Instead, be filled with the Spirit, speaking to one another with psalms, hymns, and songs from the Spirit. Sing and make music from your heart to the Lord, always giving thanks to God the Father for everything, in the name of our Lord Jesus Christ.

Ephesians 5,15-20

Verse

Alleluia. Praise the Lord, all nations! Extol him, all peoples! Alleluia.

Psalm 117,1

Holy Gospel

As Jesus started on his way, a man ran up to him and fell on his knees before him. “Good teacher,” he asked, “what must I do to inherit eternal life?” “Why do you call me good?” Jesus answered. “No one is good—except God alone. You know the commandments: ‘You shall not murder, you shall not commit adultery, you shall not steal, you shall not give false testimony, you shall not defraud, honor your father and mother.’” “Teacher,” he declared, “all these I have kept since I was a boy.” Jesus looked at him and loved him. “One thing you lack,” he said. “Go, sell everything you have and give to the poor, and you will have treasure in heaven. Then come, follow me.” At this the man’s face fell. He went away sad, because he had great wealth.

Jesus looked around and said to his disciples, “How hard it is for the rich to enter the kingdom of God!” The disciples were amazed at his words. But Jesus said again, “Children, how hard it is to enter the kingdom of God! It is easier for a camel to go through the eye of a needle than for someone who is rich to enter the kingdom of God.” The disciples were even more amazed, and said to each other, “Who then can be saved?” Jesus looked at them and said, “With man this is impossible, but not with God; all things are possible with God.”

Mark 10,17-27

Hymn of the week

Lord, Thee I love with all my heart; I pray Thee, ne’er from me depart,
with tender mercy cheer me. Earth has no pleasure I would share;
yea, heav’n itself were void and bare if Thou, Lord, wert not near me.
And should my heart for sorrow break, my trust in thee can nothing shake.
Thou art the portion I have sought; Thy precious blood my soul has bought.
Lord Jesus Christ, my God and Lord, my God and Lord, forsake me not! I trust thy word.

Yea, Lord, ’twas Thy rich bounty gave my body, soul, and all I have
in this poor life of labor. Lord, grant that I in ev’ry place
may glorify thy lavish grace and help and serve my neighbour.
Let no false doctrine me beguile; let Satan not my soul defile.
Give strength and patience unto me to bear my cross and follow Thee.
Lord Jesus Christ, my God and Lord, my God and Lord, in death Thy comfort still afford.

Lord, let at last Thine angels come, to Abr’ham’s bosom bear me home
that I may die unfearing; and in its narrow chamber keep
my body safe in peaceful sleep until Thy reappearing.
And then from death awaken me that these mine eyes with joy may see,
O Son of God, Thy glorious face, my Savior and my fount of grace.
Lord Jesus Christ, my prayer attend, my prayer attend, and I will praise Thee without end.

Martin Schalling 1532-1609 tr. Catherine Winkworth 1827-1878. (LSB 708)

Christian Creed 

I believe in one God, the Father Almighty, maker of heaven and earth and of all things visible and invisible.

And in one Lord Jesus Christ, the only-begotten Son of God, begotten of His Father before all worlds, God of God, Light of Light, very God of very God, begotten, not made, being of one substance with the Father, by whom all things were made; who for us men and for our salvation came down from heaven and was incarnate by the Holy Spirit of the virgin Mary and was made man; and was crucified also for us under Pontius Pilate. He suffered and was buried. And the third day He rose again according to the Scriptures and ascended into heaven and sits at the right hand of the Father. And He will come again with glory to judge both the living and the dead, whose kingdom will have no end.

And I believe in the Holy Spirit, the Lord and Giver of Life, who proceeds from the Father and the Son, who with the Father and the Son together is worshiped and glorified, who spoke by the prophets. 

And I believe in one holy Christian and apostolic Church, I acknowledge one Baptism for the remission of sins, and I look for the resurrection of the dead and the life of the world to come. Amen.

Nicene Creed

Dr. Martin Luther´s sermon for the 18th Sunday after Trinity

Today´s sermon text

For the culmination of all things is near. So be self-controlled and sober-minded for the sake of prayer. Above all keep your love for one another fervent, because love covers a multitude of sins. Show hospitality to one another without complaining. Just as each one has received a gift, use it to serve one another as good stewards of the varied grace of God. Whoever speaks, let it be with God’s words. Whoever serves, do so with the strength that God supplies, so that in everything God will be glorified through Jesus Christ. To him belong the glory and the power forever and ever. Amen.

1. Peter 4,7-11

My sermon for this Sunday:

Prayer of the church

Let us pray for the whole Church of God in Christ Jesus and for all people according to their needs.

Remember, Lord, Your Holy Church. May Your holy angels watch over her and guard her. Grant her peace and unity throughout the world. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Remember Matthew, our Synod president; our district presidents; and all pastors, missionaries, evangelists, teachers, deaconesses and servants of Your Church. Strengthen them in the true faith, and enable them to teach it well. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Remember our chancellor Olaf, minister president Rainer, our public servants and all in our armed forces. Guide, bless, protect and uphold them in honor. We ask especially for Joe, Cyril, Vladimir Zelensky, Benjamin. Bring all nations into the ways of peace and justice. Stop terror, tyranny, despotism, fanaticism, misuse of power and grant righteousness, loving kindness, sympathy and care. In Your kindness and love, grant us seasonable weather and an abundance of the fruits of the earth. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Remember all who suffer for Your name, all who are in prison, the hungry and ill-clad, the poor and the lonely, those who travel, and all who cry out to You in their time of need, especially all who have asked for our prayers [including Christoph, Annette, Paulina, Hillary, Karin, Bärbel, Peter, Ingrid, Sylvia, Vivian, Manuela, Angelika, Carolla, June, Fläming, Jochen, Helmut, Isabel, Friederike & Oly, Ele, Max und Louis, Matz und Timo, Thomas, Mario, Christoph, Daniel, Ele, Berno und Karin, Mark und Mindy, Margareth, Friedel. Grant that Your holy angel may be with them always, that the evil foe may have no power over them. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Father in heaven, Your Son instituted His Holy Supper for the forgiveness of our sins. Give us humble hearts to receive this blessed Sacrament with thanksgiving, and strengthen us through the same for our daily lives of faith. Lord, in Your mercy, hear our prayer.

Everlasting God, You have ordained and constituted the service of angels and men in a wonderful order. Mercifully grant that as Your holy angels always serve and worship You in heaven, so by Your appointment they may also help and defend us here on earth; through Your Son, Jesus Christ, our Lord, who lives and reigns with You and the Holy Spirit, one God, now and forever. Amen.

Lutheran Church Missouri Synod

+ Dominum vobiscum +

The Lord bless You, and keep You; The Lord make His face shine upon You, and be gracious unto You; The Lord lift up His countenance upon You + give You peace.

Numbers 6,24-26

If you are called to preach this weekend, may the holy, triune God – Father, Son and Holy Spirit – the one true and only God give You His rich measure of faith, hope, love, joy and strength, wisdom, knowledge and insight, clarity of speech, that You preach His holy Will faithfully and His gracious Promises invitingly and faithfully according to His biblical Word recorded by apostles and prophets. His most precious Gospel grants saving grace. It is His “power to save.” (Rom 1:16 cf. 2.Corinthians 12,9). 

God´s Word and Luther´s teaching remain forever. Alleluia +

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O Gott Vater in Ewigkeit, voller Gnade und Barmherzigkeit

Stadtkirche unserer lieben Frau St. Marien, Lutherstadt Wittenberg

O Gott Vater in Ewigkeit, voll Gnade und Barmherzigkeit:  Sei mir gnädig durch Deinen Sohn, den Du für mich hast sterben lan.

Sieh an sein Leid und Marter groß, mach mich dadurch von Sünden los; sein Wunden, Schmerzen, Angst und Pein laß Dir meine Versöhnung sein.

Ach, Herr, mein Sünd vergib aus Gnad, daß mir dieselb zum Tod nicht schad; erzeig mir Dein Barmherzigkeit, leg allen Zorn und Straf beiseit.

Sieh an die Wunden Deines Sohns und mach mich würdig seines Lohns. Sieh nicht an die Sünde mein, vielmehr die Meng der Wunden sein.

Dein beleidigt Majestät gänzlich dadurch versöhnt er hat. Was ich nicht bin, findst Du bei ihm, sein Tod ist und bleibt mein Gewinn.

Sein rosinfarben teuer Blut ist mein Erbteil und höchstes Gut. Verleih, daß ich von ganzem Herz all mein Vertrauen darauf setz

und in dem bittern Leiden sein stets hab die höchste Freude mein. So will ich, Herr, stets danken Dir für Deine Gnade für und für.

Melchior Eccard 1599

Sonnabend nach den 17. Sonntag nach Trinitatis (Von der Freiheit eines Christenmenschen) 

Es ist Dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von Dir fordert: nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor Deinem Gott. 

Micha 6,8

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, wir bitten Dich, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß wir Dein Wort hören, gerne tun nach Deinen Geboten und uns ganz auf Deine Verheißungen verlassen, daß unsere Seele dadurch geheiligt und unser Wandel erneuert werde, und wir Dir vertrauensvoll leben in Zeit und Ewigkeit, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.152

Fortlaufende Lese 

Zu derselben Zeit, spricht der HERR, will ich der Gott aller Geschlechter Israels sein, und sie sollen mein Volk sein.  2 So spricht der HERR: Das Volk, das dem Schwert entronnen ist, hat Gnade gefunden in der Wüste; Israel zieht hin zu seiner Ruhe.  3 Der HERR ist mir erschienen von ferne: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.  4 Ich will dich wiederum bauen, dass du gebaut sein sollst, du Jungfrau Israel; du sollst dich wieder schmücken und mit Pauken ausziehen im fröhlichen Tanz.  5 Du sollst wiederum Weinberge pflanzen an den Bergen Samarias; pflanzen wird man sie und ihre Früchte genießen.  6 Denn es wird die Zeit kommen, dass die Wächter auf dem Gebirge Ephraim rufen: Wohlauf, lasst uns hinaufziehen nach Zion zum HERRN, unserm Gott!  7 Denn so spricht der HERR: Jubelt über Jakob mit Freuden und jauchzet über das Haupt unter den Völkern. Ruft laut, rühmt und sprecht: HERR, hilf deinem Volk, dem Rest Israels!  8 Siehe, ich will sie aus dem Lande des Nordens bringen und will sie sammeln von den Enden der Erde, unter ihnen Blinde und Lahme, Schwangere und junge Mütter, dass sie als große Gemeinde wieder hierher kommen sollen.  9 Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. Ich will sie zu Wasserbächen führen auf ebenem Wege, auf dem sie nicht straucheln; denn ich bin Israels Vater und Ephraim ist mein erstgeborener Sohn.  10 Höret, ihr Völker, des HERRN Wort und verkündet’s fern auf den Inseln und sprecht: Der Israel zerstreut hat, der wird’s auch wieder sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde;  11 denn der HERR wird Jakob erlösen und von der Hand des Mächtigen erretten.  12 Sie werden kommen und auf der Höhe des Zion jauchzen und vor Freude strahlen über die Gaben des HERRN, über Getreide, Wein, Öl und junge Schafe und Rinder, dass ihre Seele sein wird wie ein wasserreicher Garten und sie nicht mehr verschmachten sollen.  13 Alsdann werden die Jungfrauen fröhlich beim Reigen sein, die junge Mannschaft und die Alten miteinander; denn ich will ihr Trauern in Freude verwandeln und sie trösten und sie erfreuen nach ihrer Betrübnis.  14 Und ich will die Priester mit Fett vom Opfer laben, und mein Volk soll meiner Gaben die Fülle haben, spricht der HERR. 

Jeremia 31,1-14

Tageslese

Es ist also noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes. 10 Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch von seinen Werken so wie Gott von den seinen. 11 So lasst uns nun bemüht sein, in diese Ruhe einzugehen, damit nicht jemand zu Fall komme wie in diesem Beispiel des Ungehorsams. 12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. 13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft geben müssen. 

Hebräer 4,9-13

Gebet am Sonnabend

Gedenke, Gott, der alten Zeit und der vergangenen Tage,

Gedenke, Gott des Volkes, das Du Dir erwählt hast, und segne Israel in Treue zu Deinem Bund.

Gedenke, Gott, der Fülle der Zeiten, da Du den Retter sandtest, Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens.

Gedenke, Gott, Deiner Kirche, sie zu erlösen aus Schuld und Bösem.

Gedenke, Gott, der Menschen vor uns, die dahingegangen über diese Erde und Dich bezeugten.

Gedenke, Gott, der Sterbenden, daß kein Leben verloren werde.

Es vergehe die Welt und es komme Dein Reich.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.200

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Stärke mich mit Deinem Freudengeist

Schloßkirche Wittenbergs unter dem himmlischen Segensbogen

Und weil ich denn in meinem Sinn, wie ich zuvor geklaget, auch ein betrübter Sünder bin, den sein Gewissen naget, und gerne möcht im Blute Dein  von Sünden absolvieret sein, wie David und Manasse,

so komm auch ich zu Dir allhie in meiner Angst geschritten, und tu Dich mit gebeugtem Knie von ganzem Herzen bitten: Verzeihe mir doch gnädiglich,  was ich mein Lebtag wider Dich auf Erden hab begangen.

O Herr, vergib, vergib mirs doch  um Deines Namens willen; Du wollst abtun das schwere Joch, der Sünden Jammer stillen, daß sich mein Herz zufrieden geb und Dir hinfort zu Ehren leb mit kindlichem Gehorsam.

Stärk mich mit Deinem Freudengeist, heil mich mit Deinen Wunden, tröst mich mit Deinem Todesschweiß  in meiner letzten Stunden, und nimm mich einst, wann Dirs gefällt, im rechten Glauben von der Welt zu Deinen Auserwählten.

Bartholomäus Ringwald 1588 (LKG 217,5-8)

Freitag nach den 17. Sonntag nach Trinitatis (Von der Freiheit eines Christenmenschen) 

Es ist Dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von Dir fordert: nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor Deinem Gott. 

Micha 6,8

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, wir bitten Dich, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß wir Dein Wort hören, gerne tun nach Deinen Geboten und uns ganz auf Deine Verheißungen verlassen, daß unsere Seele dadurch geheiligt und unser Wandel erneuert werde, und wir Dir vertrauensvoll leben in Zeit und Ewigkeit, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.152

Fortlaufende Lese 

Dies sind die Worte des Briefes, den der Prophet Jeremia von Jerusalem sandte an den Rest der Ältesten, die weggeführt waren, an die Priester und Propheten und an das ganze Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem nach Babel weggeführt hatte –  2 nachdem der König Jechonja und die Königinmutter mit den Kämmerern und Oberen in Juda und Jerusalem samt den Zimmerleuten und Schmieden aus Jerusalem weggeführt waren –,  3 durch Elasa, den Sohn Schafans, und Gemarja, den Sohn Hilkijas, die Zedekia, der König von Juda, nach Babel sandte zu Nebukadnezar, dem König von Babel:  4 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, zu allen Weggeführten, die ich von Jerusalem nach Babel habe wegführen lassen:  5 Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte;  6 nehmt euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt für eure Söhne Frauen und gebt eure Töchter Männern, dass sie Söhne und Töchter gebären; mehrt euch dort, dass ihr nicht weniger werdet.  7 Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s euch auch wohl.  8 Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Lasst euch durch die Propheten, die bei euch sind, und durch die Wahrsager nicht betrügen, und hört nicht auf die Träume, die sie träumen!  9 Denn sie weissagen euch Lüge in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR.  10 Denn so spricht der HERR: Wenn für Babel siebzig Jahre voll sind, so will ich euch heimsuchen und will mein gnädiges Wort an euch erfüllen, dass ich euch wieder an diesen Ort bringe.  11 Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.  12 Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören.  13 Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet,  14 so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR, und will eure Gefangenschaft wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, wohin ich euch verstoßen habe, spricht der HERR, und will euch wieder an diesen Ort bringen, von wo ich euch habe wegführen lassen. 

Jeremia 29

Tageslese

Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! 2 Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wenn ihr euch beschneiden lasst, so wird euch Christus nichts nützen. 3 Ich bezeuge abermals einem jeden, der sich beschneiden lässt, dass er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist. 4 Ihr habt Christus verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, aus der Gnade seid ihr herausgefallen. 5 Denn wir warten im Geist durch den Glauben auf die Gerechtigkeit, auf die wir hoffen. 6 Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe tätig ist. 7 Ihr lieft so gut. Wer hat euch gehindert, der Wahrheit weiter zu gehorchen? 8 Solches Überreden kommt nicht von dem, der euch berufen hat. 9 Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig. 10 Ich habe das Vertrauen zu euch in dem Herrn, ihr werdet nicht anders gesinnt sein. Wer euch aber irremacht, der wird sein Urteil tragen, er sei, wer er wolle. 11 Ich aber, liebe Brüder, wenn ich die Beschneidung noch predige, warum leide ich dann Verfolgung? Dann wäre ja das Ärgernis des Kreuzes aufgehoben! 12 Sollen sie sich doch gleich verschneiden lassen, die euch aufhetzen! 13 Ihr aber, Brüder und Schwestern, seid zur Freiheit berufen. Allein seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch[1] Raum gebt, sondern durch die Liebe diene einer dem andern. 14 Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!« 15 Wenn ihr euch aber untereinander beißt und fresst, so seht zu, dass ihr nicht einer vom andern aufgefressen werdet. 

Galater 5,1-15

Gebet am Freitag

Nicht der edelste persönliche Wille, weder die wirksamste politische Maßnahme noch die besten Eigeninitiativen schaffen die Angst, den Jammer und das Elend aus der Welt. Das ist es, was wir erleben: eine Welt, die Dich, Gott nicht braucht und ohne Dich auskommen will. Berge von Versäumnissen, von unbereinigter Schuld türmen sich um uns auf. Das Kreuz Christi überragt und überwindet sie alle. Schenke den Gequälten Kraft und neues Leben aus dem Opfer seines Lebens, Sterbens und siegreichen Auferstehens. Erbarme Dich unser. Amen.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.199

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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Herr Jesu Christ, Du höchstes Gut, Du Brunnquell aller Gnaden

Wittenberger Schloßkirche von St. Marien.

Herr Jesu Christ, Du höchstes Gut, Du Brunnquell aller Gnaden, sieh doch, wie ich in meinem Mut mit Schmerzen bin beladen und in mir hab der Pfeile viel, die im Gewissen ohne Ziel  mich armen Sünder drücken.

Erbarm Dich mein in solcher Last, nimm sie aus meinem Herzen, dieweil Du sie gebüßet hast am Holz mit Todesschmerzen, auf daß ich nicht vor großem Weh  in meinen Sünden untergeh und ewiglich verzage.

Fürwahr, wenn mir das kommet ein, was ich mein Tag begangen, so fällt mir auf mein Herz ein Stein und bin mit Furcht umfangen; ja, ich weiß weder aus noch ein und müßte stracks verloren sein, wenn ich Dein Wort nicht hätte.

Aber Dein heilsam Wort das macht mit seinem süßen Singen, daß mir das Herze wieder lacht und neu beginnt zu springen, dieweil es alle Gnad verheißt  denen, die mit zerknirschtem Geist zu Dir, o Jesu, kommen.

Bartholomäus Ringwald 1588 (LKG 217,1-4)

Donnerstag nach den 17. Sonntag nach Trinitatis (Von der Freiheit eines Christenmenschen) 

Es ist Dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von Dir fordert: nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor Deinem Gott. 

Micha 6,8

Kollekte

Herr Gott, himmlischer Vater, wir bitten Dich, gib uns Deinen Heiligen Geist, daß wir Dein Wort hören, gerne tun nach Deinen Geboten und uns ganz auf Deine Verheißungen verlassen, daß unsere Seele dadurch geheiligt und unser Wandel erneuert werde, und wir Dir vertrauensvoll leben in Zeit und Ewigkeit, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.152

Fortlaufende Lese 

 In demselben Jahr, im Anfang der Herrschaft Zedekias, des Königs von Juda, im fünften Monat des vierten Jahrs, sprach Hananja, der Sohn Asurs, ein Prophet von Gibeon, zu mir im Hause des HERRN in Gegenwart der Priester und des ganzen Volks:  2 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Ich habe das Joch des Königs von Babel zerbrochen!  3 Ehe zwei Jahre um sind, will ich alle Geräte des Hauses des HERRN, die Nebukadnezar, der König von Babel, von diesem Ort weggenommen und nach Babel geführt hat, wieder an diesen Ort bringen;  4 auch Jechonja, den Sohn Jojakims, den König von Juda, samt allen Weggeführten aus Juda, die nach Babel gekommen sind, will ich wieder an diesen Ort bringen, spricht der HERR, denn ich will das Joch des Königs von Babel zerbrechen.  5 Da sprach der Prophet Jeremia zu dem Propheten Hananja in Gegenwart der Priester und des ganzen Volks, die im Hause des HERRN standen,  6 und sagte: Amen! Der HERR tue so; der HERR bestätige dein Wort, das du geweissagt hast, dass er die Geräte aus dem Hause des HERRN von Babel wiederbringe an diesen Ort und alle Weggeführten.  7 Doch höre dies Wort, das ich vor deinen Ohren rede und vor den Ohren des ganzen Volks:  8 Die Propheten, die vor mir und vor dir gewesen sind von alters her, die haben gegen viele Länder und große Königreiche geweissagt von Krieg, von Unheil und Pest.  9 Wenn aber ein Prophet von Heil weissagt – ob ihn der HERR wahrhaftig gesandt hat, wird man daran erkennen, dass sein Wort erfüllt wird.  10 Da nahm der Prophet Hananja das Joch vom Nacken des Propheten Jeremia und zerbrach es.  11 Und Hananja sprach in Gegenwart des ganzen Volks: So spricht der HERR: Ebenso will ich zerbrechen das Joch Nebukadnezars, des Königs von Babel, ehe zwei Jahre um sind, und es vom Nacken aller Völker nehmen. Und der Prophet Jeremia ging seines Weges.  12 Aber des HERRN Wort geschah zu Jeremia, nachdem der Prophet Hananja das Joch auf dem Nacken des Propheten Jeremia zerbrochen hatte:  13 Geh hin und sage Hananja: So spricht der HERR: Du hast hölzerne Jochstangen zerbrochen; so hast du nun eiserne Jochstangen an ihre Stelle gesetzt.  14 Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Ein eisernes Joch habe ich allen diesen Völkern auf den Nacken gelegt, dass sie untertan sein sollen Nebukadnezar, dem König von Babel, und ihm dienen, und auch die wilden Tiere habe ich ihm gegeben.  15 Und der Prophet Jeremia sprach zum Propheten Hananja: Höre doch, Hananja! Der HERR hat dich nicht gesandt; aber du machst, dass dies Volk sich auf Lügen verlässt.  16 Darum, so spricht der HERR: Siehe, ich will dich vom Erdboden nehmen; dies Jahr sollst du sterben, denn du hast sie mit deiner Rede vom HERRN abgewendet.  17 Und der Prophet Hananja starb im selben Jahr im siebenten Monat. 

Jeremia 28,1-17

Tageslese

Denn im Gesetz des Mose steht geschrieben: »Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden.« Sorgt sich Gott etwa um die Ochsen? 10 Oder redet er nicht überall um unsertwillen? Denn um unsertwillen ist es geschrieben. Wer pflügt, soll auf Hoffnung pflügen; und wer drischt, soll in der Hoffnung dreschen, dass er seinen Teil empfangen wird. 11 Wenn wir für euch Geistliches säen, ist es dann zu viel, wenn wir Leibliches von euch ernten wollen? 12 Wenn andere dieses Recht an euch haben, warum nicht viel mehr wir? Aber wir haben von diesem Recht nicht Gebrauch gemacht, sondern wir ertragen alles, dass wir nicht dem Evangelium Christi ein Hindernis bereiten. 13 Wisst ihr nicht, dass, die im Tempel dienen, vom Tempel leben, und die am Altar dienen, vom Altar ihren Anteil bekommen? 14 So hat auch der Herr befohlen, dass, die das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen. 15 Ich aber habe von alledem keinen Gebrauch gemacht. Ich schreibe auch nicht deshalb davon, damit es nun mit mir so gehalten werde. Lieber wollte ich sterben – meinen Ruhm soll niemand zunichtemachen! 16 Denn dass ich das Evangelium predige, dessen darf ich mich nicht rühmen; denn ich muss es tun. Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte! 17 Tue ich’s freiwillig, so wird’s mir gelohnt. Tue ich’s aber unfreiwillig, so ist mir das Amt doch anvertraut. 18 Was ist denn nun mein Lohn? Dass ich das Evangelium predige ohne Entgelt, sodass ich von meinem Recht am Evangelium nicht Gebrauch mache. 19 Denn obwohl ich frei bin von jedermann, habe ich doch mich selbst jedermann zum Knecht gemacht, auf dass ich möglichst viele gewinne. 20 Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne. Denen unter dem Gesetz bin ich wie einer unter dem Gesetz geworden – obwohl ich selbst nicht unter dem Gesetz bin –, damit ich die unter dem Gesetz gewinne. 21 Denen ohne Gesetz bin ich wie einer ohne Gesetz geworden – obwohl ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin im Gesetz vor Christus –, damit ich die ohne Gesetz gewinne. 22 Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise etliche rette. 23 Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, auf dass ich an ihm teilhabe.

1. Korinther 9,19-23

Gebet am Donnerstag

Gott, lieber Vater Jesu Christi. Durch die Taufe sind wir zu Deinen Kindern und zu Erben Deines Reiches geworden. Erneuere uns, Deine Kirche, mit der Kraft Deines Geistes, in Buße und Umkehr, durch Vergebung und Versöhnung. Laß uns erkennen, was zum Frieden dient für alle Menschen. Darum bitten wir im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Amen.

Evangelisches Tagzeitenbuch (6.Aufl. 2020) S.198

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist  + Friede sei mit Euch +  Amen. Amen

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