Dr. Martin Luther predigt über Jesu wunderbare Speisung

Wundersame Brotvermehrung, Darstellung im Codex Egberti, um 980–993 n. Chr. (Stadtbibliothek Trier, Ms. 24, fol. 47v.)

Am 4. Sonntag in den Fasten (Lätare: Kleines Ostern) predigt Dr. Martin Luther über Christi wundersame Speisung im hl. Evangelium des Evangelisten St. Johannes im 6. Kapitel die Verse 1-15 (WA 52 S.192-198):

Und hier zum Hören:

The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the fourth Sunday in Lent (Laetare: Little Easter) on the holy Gospel of St. John 6,1-15 – Jesus Christ provides bread for over five thousand – taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.380-384:

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Jesu Kreuz, Leiden und Pein

Jesu Kreuz, Leiden und Pein, Deins Heilands und Herren, betracht, christliche Gemein, ihm zu Lob und Ehren. Merk, was er gelitten hat, bis er ist gestorben, Dich von Deiner Missetat erlöst, Gnad erworben.

Jesus, wahrer Gottessohn auf Erden erschienen, fing bald in der Jugend an, als ein Knecht zu dienen; äußert sein göttlich Gewalt und verbarg ihr Wesen, lebt in menschlicher Gestalt; daher wir genesen.

Jesus richtet aus sein Amt versorgt seine Schäflein, eh er ward zum Tod aß ers Osterlämmelein, lehrt und rüst die Jünger sein, wusch ihn’ ihre Füße, setzt das heilig Nachtmahl ein, macht ihn’ das Kreuz süße.

Petrus Herbert 1566 (LKG 133,1-3)

Montag nach dem 3. Sonntag in den Fasten (Okuli: Das Lamm Gottes)

Der Menschen Sohn ist nicht kommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Matthäus 20,28

Kollekte

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du für uns Deinen Sohn des Kreuzes Pein hast lassen leiden, auf daß Du des Feindes Gewalt von uns triebest, verleihe uns, sein Leiden also zu begehen, daß wir dadurch Vergebung der Sünden und Erlösung vom ewigen Tode erlangen, durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein wahrer Gott lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S. 126

Fortlaufende Lese

Und als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, bei Betfage und Betanien am Ölberg, sandte er zwei seiner Jünger 2 und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt. Und alsbald wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und führt es her! 3 Und wenn jemand zu euch sagen wird: Was tut ihr da?, so sprecht: Der Herr bedarf seiner, und er sendet es alsbald wieder her. 4 Und sie gingen hin und fanden das Füllen angebunden an einer Tür draußen am Weg und banden’s los. 5 Und einige, die da standen, sprachen zu ihnen: Was tut ihr da, dass ihr das Füllen losbindet? 6 Sie sagten aber zu ihnen, wie ihnen Jesus geboten hatte, und die ließen’s zu. 7 Und sie führten das Füllen zu Jesus und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf. 8 Und viele breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere aber grüne Zweige, die sie auf den Feldern abgehauen hatten. 9 Und die vorangingen und die nachfolgten, schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! 10 Gelobt sei das Reich unseres Vaters David, das da kommt! Hosianna in der Höhe! 11 Und er ging hinein nach Jerusalem in den Tempel und er besah ringsum alles, und spät am Abend ging er hinaus nach Betanien mit den Zwölfen. 

Markus 11,1-11

Tageslese

Darum umgürtet eure Lenden und stärkt euren Verstand, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch dargeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi. 14 Als gehorsame Kinder gebt euch nicht den Begierden hin, in denen ihr früher in eurer Unwissenheit lebtet; 15 sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. 16 Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.« 17 Und da ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet nach seinem Werk, so führt euer Leben in Gottesfurcht, solange ihr hier in der Fremde weilt; 18 denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, 19 sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes. 20 Er ist zwar zuvor ausersehen, ehe der Welt Grund gelegt war, aber offenbart am Ende der Zeiten um euretwillen, 21 die ihr durch ihn glaubt an Gott, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, sodass ihr Glauben und Hoffnung zu Gott habt.

1. Petrus 1,13-21

Gebet am Montag

O Herr, wir klagen Dir den Verfall Deiner Kirche. Es ist unsere Schuld, daß man nicht mehr erkennt die Schönheit Deiner Braut. darum bitten wir Dich: Gib und mehre in uns den Glauben, Liebe und Hoffnung in Dich. Reut aus in uns alle Sünd und Laster, alle Zwietracht, allen Unglauben, alle Irrsal und Ketzerei. Strafe die Irrenden, bekehre die Ungläubigen, bringe die Abtrünnigen wieder zur Einigkeit der christlichen Kirche und zeige ihnen das Licht Deiner Wahrheit.

Behüte unseren Hirten vor aller Gefahr des Leibes und der Seele. Segne alle Hirten und Bischöfe, Missionare, Evangelisten, Lehrer, Kirchenvorsteher und Gehilfen im Aufbau Deiner Gemeinde, gib Gedeihen des heiligen Glaubens. Stehe bei Deinen Zeugen unter den Völkern und fördere den Lauf Deines Evangeliums in aller Welt.

Erfülle alle Obrigkeit mit Deiner Furcht und laß ihr Regieren der Welt zum Frieden dienen. Erbarme Dich über unser Volk und Land.

Die Jugend laß auferzogen werden in der Zucht und Ermahnung zu Dir, auf daß sie erkenne Dein Gesetz und den Weg Deines Heils. Verleihe Beständigkeit und Treue allen frommen Lehrern.

Tröste alle Betrübten und Traurigen. Den Kranken teil mit Gesundheit des Leibes und der Seelen. Den schwangeren Frauen schenke nach Deiner Barmherzigkeit einen fröhlichen Anblick in ihrer Geburt. Den armen Dürftigen gib leiblich und geistlich nach Deinem Wohlgefallen. Die unterwegs sind, laß dem Schutz Deiner heiligen Engel befohlen sein, und sei eine starke Hilfe allen, die Dein bedürfen. Um Deiner heiligen Wunden willen, o Jesu! Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.142)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
+ Friede sei mit Euch + 
Amen. Amen

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Sonntag in den Fasten (Okuli)

Wochenspruch

Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes

Lukas 9,62

Introitus

Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien. Das Antlitz des HERRN steht wider alle, die Böses tun, dass er ihren Namen ausrotte von der Erde. Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie aus all ihrer Not. Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. Der Gerechte muss viel leiden, aber aus alledem hilft ihm der HERR. Er bewahrt ihm alle seine Gebeine, dass nicht eines von ihnen zerbrochen wird.  Den Frevler wird das Unglück töten, und die den Gerechten hassen, fallen in Schuld. Der HERR erlöst das Leben seiner Knechte, und alle, die auf ihn trauen, werden frei von Schuld.

Psalm 34,16-23

Altes Testament

Und Ahab sagte Isebel alles, was Elia getan hatte und wie er alle Propheten Baals mit dem Schwert umgebracht hatte. Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ ihm sagen: Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn ich nicht morgen um diese Zeit dir tue, wie du diesen getan hast! 3 Da fürchtete er sich, machte sich auf und lief um sein Leben und kam nach Beerscheba in Juda und ließ seinen Diener dort. 4 Er aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte sich unter einen Ginster und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm nun, HERR, meine Seele; ich bin nicht besser als meine Väter. 5 Und er legte sich hin und schlief unter dem Ginster. Und siehe, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss! 6 Und er sah sich um, und siehe, zu seinen Häupten lag ein geröstetes Brot und ein Krug mit Wasser. Und als er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen. 7 Und der Engel des HERRN kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir. 8 Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes, dem Horeb. 9 Und er kam dort in eine Höhle und blieb dort über Nacht. Und siehe, das Wort des HERRN kam zu ihm: Was machst du hier, Elia? 10 Er sprach: Ich habe geeifert für den HERRN, den Gott Zebaoth; denn die Israeliten haben deinen Bund verlassen und deine Altäre zerbrochen und deine Propheten mit dem Schwert getötet und ich bin allein übrig geblieben, und sie trachten danach, dass sie mir mein Leben nehmen. 11 Der Herr sprach: Geh heraus und tritt hin auf den Berg vor den HERRN! Und siehe, der HERR ging vorüber. Und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, kam vor dem HERRN her; der HERR aber war nicht im Winde. Nach dem Wind aber kam ein Erdbeben; aber der HERR war nicht im Erdbeben. 12 Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen. 13 Als das Elia hörte, verhüllte er sein Antlitz mit seinem Mantel und ging hinaus und trat in den Eingang der Höhle.

1. Könige 19,1-8 (9-13a)

Kollekte

Barmherziger, gnädiger Gott, wir bitten Dich: Höre das Gebet Deines Volkes, das in seiner Bedrängnis zu Dir ruft und strecke Deine allmächtige Hand aus über uns, daß wir bewahrt werden vor dem Bösen. Durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Agende der SELK

Epistolische Lektion

So ahmt nun Gott nach als geliebte Kinder 2 und wandelt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch. (3 Von Unzucht aber und jeder Art Unreinheit oder Habsucht soll bei euch nicht einmal die Rede sein, wie es sich für die Heiligen gehört, 4 auch nicht von schändlichem Tun und von närrischem oder losem Reden, was sich nicht ziemt, sondern vielmehr von Danksagung. 5 Denn das sollt ihr wissen, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger – das ist ein Götzendiener – ein Erbteil hat im Reich Christi und Gottes. 6 Lasst euch von niemandem verführen mit leeren Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams. 7 Darum seid nicht ihre Mitgenossen.) 8 Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts; 9 die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Epheser 5,1-2 (3-7) 8-9

Versikel

Christus hat geliebt die Gemeinde und hat sich selbst für sie gegeben.

Epheser 5,25b

Heiliges Evangelium

Und als sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dir folgen, wohin du gehst. Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege. Und er sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. Er aber sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes! Und ein andrer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, dass ich Abschied nehme von denen, die in meinem Hause sind. Jesus aber sprach zu ihm: Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

Lukas 9,57-62

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an den Einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar und unsichtbar ist.

Und an den Einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alles geschaffen ist; welcher um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel gekommen ist und leibhaft geworden durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und Mensch geworden; auch für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, gelitten und begraben und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten; dessen Reich kein Ende haben wird.

Und an den Herrn, den Heiligen Geist, der da lebendig macht, der von dem Vater und dem Sohn ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat.

Und die Eine, heilige, christliche, apostolischeKirche. Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden Und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt.

Nizänum

Wochenlied

Christe, Du Beistand Deiner Kreuzgemeine, eile mit Hilf und Rettung uns erscheine.
Steure den Feinden, ihre Blutgerichte mache zunichte.

Streite doch selber für uns arme Kinder, wehre dem Teufel, seine Macht verhinder,
alles, was kämpfet wider Deine Glieder, stürze darnieder.

Frieden bei Kirch und Schulen uns beschere, Frieden zugleich der Obrigkeit gewähre.
Frieden dem Herzen, Friede dem Gewissen, gib zu genießen.

Also wird zeitlich Deine Güt erhoben, also wird ewig und ohn Ende loben
Dich, o Du Wächter Deiner armen Herde, Himmel und Erde.

Matthäus Apelles von Löwenstern 1644 (LKG 58)

Predigt

Darum umgürtet eure Lenden und stärkt euren Verstand, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch dargeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi. Als gehorsame Kinder  gebt euch nicht den Begierden hin, in denen ihr früher in eurer Unwissenheit lebtet; sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben (3. Mose 19,2): »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.« Und da ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet nach seinem Werk, so führt euer Leben in Gottesfurcht, solange ihr hier in der Fremde weilt; denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes. Er ist zwar zuvor ausersehen, ehe der Welt Grund gelegt war, aber offenbart am Ende der Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn glaubt an Gott, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, sodass ihr Glauben und Hoffnung zu Gott habt.

1. Petrus 1 (13-17) 18-21

Kirchengebet

Herr Jesus Christus, wir bitten Dich: Erhalte uns durch die Kraft Deines Leidens und Sterbens in Deiner Gemeinschaft. Gib Gnade, daß wir das Geheimnis Deines Kreuzes erkennen und dadurch im Glauben gestärkt, in der Hoffnung getröstet, in der Liebe zu Dir entzündet, zur Geduld und zum Gehorsam ermuntert werden, damit wir unsern Sünden absterben und Dir dienen in Heiligekeit und Gerechtigkeit. Hilf uns, daß wir an unserem Ende aus Deinem Tode Trost empfangen und durch Deine Kraft zur Auferstehung gelangen.

Herr, wir bitten Dich für die ganze Christenheit: erneuere Deine Kirche, heile, was krank ist; belebe, was tot ist. Segne unser Volk und alle, die uns regieren, und erwecke Dir treue Nachfolger in allen Lebensbereichen. Gib Kraft und Gelingen zum täglichen Werk, gib uns Geduld und Treue; hilf, daß wir uns bewähren als Deine Kinder und als Zeugen Deiner unvergänglichen Wahrheit, damit wir Dich mit Freuden preisen und allezeit Deinen Namen bekennen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Agende SELK S.447 und 461.

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich.
Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.
Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden.
4. Mose 6,24-26
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Am Sabbat kommen wir zur Ruh

Lutherstadt am 1. März 2024 – und die Alte Lateinschule mitten drin.

Am Sabbat kommen wir zur Ruh, all Kreuz wird weggenommen, wenn uns jetzt gehn die Augen zu und unser Stund ist kommen. Dann trägt man uns ins Ruhbettlein, darin gar sanft wir schlafen ein, bis uns der Herr aufwecket.

Dann kommt der fröhlich Ostertag, so werden wir all aufstehen. Der Tod dann uns nicht halten mag, entgegen werdn wir gehen Christo und mit ihm in seim Reich leben in Freuden ewiglich. Herr Christ, das hilf uns. Amen.

Nikolaus Herman 1560.

Samstag nach dem 2. Sonntag in den Fasten (Reminiscere: Der Knecht Gottes)

Der Herr hat mir das Ohr geöffnet, daß ich höre wie ein Jünger; ich bin nicht ungehorsam und gehe nicht zurück.

Jesaja 50,4f

Kollekte

Herr Gott, der Du allezeit Lust hast zur Barmherzigkeit und gerne verschonest, nimm an unser bußfertiges Gebet, und mache die Gefangenen der Sünde los und ledig nach Deiner milden Güte, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.126

Fortlaufende Lese

Und sie kamen nach Jericho. Und als er aus Jericho hinausging, er und seine Jünger und eine große Menge, da saß ein blinder Bettler am Wege, Bartimäus, der Sohn des Timäus. 47 Und als er hörte, dass es Jesus von Nazareth war, fing er an zu schreien und zu sagen: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! 48 Und viele fuhren ihn an, er sollte schweigen. Er aber schrie noch viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner! 49 Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her! Und sie riefen den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, steh auf! Er ruft dich! 50 Da warf er seinen Mantel von sich, sprang auf und kam zu Jesus. 51 Und Jesus antwortete ihm und sprach: Was willst du, dass ich für dich tun soll? Der Blinde sprach zu ihm: Rabbuni, dass ich sehend werde. 52 Und Jesus sprach zu ihm: Geh hin, dein Glaube hat dir geholfen. Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm nach auf dem Wege.

Markus 10,46-52

Tageslese

Hört ein anderes Gleichnis: Es war ein Hausherr, der pflanzte einen Weinberg und zog einen Zaun darum und grub eine Kelter darin und baute einen Turm und verpachtete ihn an Weingärtner und ging außer Landes. 34 Als nun die Zeit der Früchte herbeikam, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, damit sie seine Früchte empfingen. 35 Da nahmen die Weingärtner seine Knechte: Den einen schlugen sie, den zweiten töteten sie, den dritten steinigten sie. 36 Abermals sandte er andere Knechte, mehr als die ersten; und sie taten mit ihnen dasselbe.

Matthäus 21,33-36

Gebet am Samstag

Herr Gott, himmlischer Vater, wiederum geht eine Woche zu Ende. Wir bitten Dich mit allen Sündern: Siehe nicht an, Herr, unsere Schuld. Wir bitten Dich, vergib, daß wir auch in dieser Woche wieder gesündigt haben mit Gedanken, Worten und Werken, mit innerlicher Blindheit, Unglauben, Zweifel, Kleinmütigkeit, Ungeduld, Hoffart, bösen Lüsten, Geiz, heimlichem Neid, Haß, Mißgunst und anderen Sünden.

Wir bitten Dich, erlöse uns durch Deine Barmherzigkeit. Wir wissen, daß eine einzige Sünde unsere Gemeinschaft mit Dir auf ewig zerstört. Wir wissen, daß wir Deinen Zorn auf ewig verdient haben. Wir wissen, wir sind es nicht wert, Deine Kinder zu heißen; doch wir hoffen auf Deine Gnade, o Gott. Wir bitten Dich, daß Du uns vergeben mögest um Jesu Christi, Deines lieben Sohnes, willen. Durch ihn schenke uns Kraft, unsere Sünde zu hassen, auf daß wir ein Dir wohlgefälliges Leben führen in wahrer Demut und in der Erkenntnis Deines heiligen Willens. O Herr, lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. Amen.

Zuletzt bitte ich Dich, himmlischer Vater, daß Du mir und allen Christen den morgigen Sonntag zu einem Segen gereichen lassen wollest! Wecke in uns allen den Hunger nach Deinem Wort und Sakrament und laß uns hier auf Erden mit bereitetem Herzen in der Gemeinschaft Deiner Heiligen teilhaben an der ewigen Liturgie, die vor dem Throne des Lammes von allen Engeln und Auserwählten gesungen wird.

Erhöre unser Gebet um eben des Lammes, um Deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.148)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
+ Friede sei mit Euch + 
Amen. Amen

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Am Freitag muß ein jeder Christ

“Kreuzesstation” von Vivat

Am Freitag muß ein jeder Christ sein Kreuz mit Christo tragen, bis der Sabbat vorhanden ist, dann ruht er in seim Grabe, bis kommt der fröhlich Ostertag, dann ihn das Grab nicht halten mag, mit Freuden er aufwachet.

Der Freitag währt ein kleine Zeit, weil wir leben auf Erden mit Jammer, Angst und Herzeleid, daran betrübt wir werden. Das macht Adams und unser Schuld. Wohl dem, der sein Kreuz mit Geduld dem Herren Christ nachträget.

Nikolaus Herman 1560 (LKG 132)

Freitag nach dem 2. Sonntag in den Fasten (Reminiscere: Der Knecht Gottes)

Der Herr hat mir das Ohr geöffnet, daß ich höre wie ein Jünger; ich bin nicht ungehorsam und gehe nicht zurück.

Jesaja 50,4f

Kollekte

Herr Gott, der Du allezeit Lust hast zur Barmherzigkeit und gerne verschonest, nimm an unser bußfertiges Gebet, und mache die Gefangenen der Sünde los und ledig nach Deiner milden Güte, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.126

Fortlaufende Lese

Sie waren aber auf dem Wege hinauf nach Jerusalem, und Jesus ging ihnen voran; und sie entsetzten sich; die ihm aber nachfolgten, fürchteten sich. Und er nahm abermals die Zwölf zu sich und fing an, ihnen zu sagen, was ihm widerfahren werde: 33 Siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und der Menschensohn wird überantwortet werden den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten, und sie werden ihn zum Tode verurteilen und den Heiden überantworten, 34 und die werden ihn verspotten und anspeien und geißeln und töten, und nach drei Tagen wird er auferstehen.

35 Da gingen zu ihm Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, und sprachen zu ihm: Meister, wir wollen, dass du für uns tust, was wir dich bitten werden. 36 Er sprach zu ihnen: Was wollt ihr, dass ich für euch tue? 37 Sie sprachen zu ihm: Gib uns, dass wir sitzen einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken in deiner Herrlichkeit. 38 Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr wisst nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder euch taufen lassen mit der Taufe, mit der ich getauft werde? 39 Sie sprachen zu ihm: Ja, das können wir. Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr werdet zwar den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, mit der ich getauft werde; 40 zu sitzen aber zu meiner Rechten oder zu meiner Linken, das zu geben steht mir nicht zu, sondern das wird denen zuteil, für die es bestimmt ist. 41 Und als das die Zehn hörten, wurden sie unwillig über Jakobus und Johannes. 42 Da rief Jesus sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. 43 Aber so ist es unter euch nicht; sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein; 44 und wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein. 45 Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.

Markus 10,32-45

Tageslese

Und niemand nimmt sich selbst diese Würde, sondern er wird von Gott berufen wie auch Aaron. 5 So hat auch Christus sich nicht selbst die Ehre beigelegt, Hoherpriester zu werden, sondern der, der zu ihm gesagt hat: »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.« 6 Wie er auch an anderer Stelle spricht: »Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.« 7 Und er hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen vor den gebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte; und er ist erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt. 8 So hat er, obwohl er der Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt. 9 Und da er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber der ewigen Seligkeit geworden, 10 von Gott genannt ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks.

Hebräer 5,4-10

Gebet am Freitag

Wir danken Dir, HErr JEsu Christe, wahrer GOTT und Mensch, daß Du uns arme Sünder und verdammte Menschen ohn all unsere Werke, Verdienst und Würdigkeit durch Dein heiliges Leiden, Sterben und Blutvergießen erlöset hast.

O HErr JEsu Christe, wie groß ist Dein Leiden, wie schwer ist Deine Pein, wieviel ist Deiner Marter, wie tief sind Deine Wunden, wie bitter und schmerzlich ist Dein Tod. Wie unaussprechlich ist Deine Liebe, damit Du uns Deinem himmlischen Vater versöhnt hast, da Du am Ölberg blutigen Schweiß vor großer Todesangst geschwitzt hast, daß die Blutstropfen auf die Erde gefallen, und Du daselbst, von allen Deinen Jüngern verlassen, in die Hände der schnöden Juden und Gottlosen Schar Dich willig für uns gegeben, welche Dich hart und grausam gebunden, von einem ungerechten Richter zum anderen unbarmherzig geführt haben. Daselbst bist Du fälschlich verklagt und verurteilt, verspeit, verhöhnt und mit Fäusten ins Angesicht geschlagen worden. Du bist um unserer Missetat willen zerschlagen, gegeißelt, mit Dornen gekrönt und jämmerlich zugerichtet, wie ein armer Wurm, der nicht einem Menschen ähnlich gewesen. Denn Du warst der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit, also daß es auch ein heidnisch Herz erbarmt hat zu sagen: “Sehet, welch ein Mensch ist das !” Du bist von wegen unserer Missetat mitten unter zwei Übeltäter gerechnet und als ein Fluch aufgehängt, an Händen und Füßen mit Nägeln durchgraben, dazu in Deinem höchsten Durst mit Essig und Gallen getränkt, und mit großen Schmerzen hast Du Deinen Geist aufgegeben, auf daß Du unsere Schuld bezahltest, und wir durch Deine Wunden geheilt würden.

O HErr JEsu Christe, für diese und alle andere Deine Marter und Pein sagen wir Dir Lob und Dank und bitten Dich, laß Dein heilig bitter Leiden an uns nicht verloren sein, sondern gib, daß wir uns desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch dasselbe also begehen und betrachten, daß alle böse Lust in uns ausgelöscht und gedämpft, dagegen aber alle Tugend eingepflanzt und gemehrt werde, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben, und Deinem uns gelassenen Vorbilde nachfolgen, in Deine Fußtapfen treten, das Übel mit Geduld ertragen und das Unrecht mit gutem Gewissen leiden. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.147)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
+ Friede sei mit Euch + 
Amen. Amen

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“Kreuzesstation” von Vivat

Am Freitag muß ein jeder Christ sein Kreuz mit Christo tragen, bis der Sabbat vorhanden ist, dann ruht er in seim Grabe, bis komt der fröhlich Ostertag, dann ihn das Grab nicht halten mag, mit Freuden er aufwachet.

Der Freitag währt ein kleine Zeit, weil wir leben auf Erden mit Jammer, Angst und Herzeleid, daran betrübt wir werden. Das macht Adams und unser Schuld. Wohl dem, der sein Kreuz mit Geduld dem Herren Christ nachträget.

Nikolaus Herman 1560 (LKG 132)

Freitag nach dem 2. Sonntag in den Fasten (Reminiscere: Der Knecht Gottes)

Der Herr hat mir das Ohr geöffnet, daß ich höre wie ein Jünger; ich bin nicht ungehorsam und gehe nicht zurück.

Jesaja 50,4f

Kollekte

Herr Gott, der Du allezeit Lust hast zur Barmherzigkeit und gerne verschonest, nimm an unser bußfertiges Gebet, und mache die Gefangenen der Sünde los und ledig nach Deiner milden Güte, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.126

Fortlaufende Lese

Sie waren aber auf dem Wege hinauf nach Jerusalem, und Jesus ging ihnen voran; und sie entsetzten sich; die ihm aber nachfolgten, fürchteten sich. Und er nahm abermals die Zwölf zu sich und fing an, ihnen zu sagen, was ihm widerfahren werde: 33 Siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und der Menschensohn wird überantwortet werden den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten, und sie werden ihn zum Tode verurteilen und den Heiden überantworten, 34 und die werden ihn verspotten und anspeien und geißeln und töten, und nach drei Tagen wird er auferstehen.

35 Da gingen zu ihm Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, und sprachen zu ihm: Meister, wir wollen, dass du für uns tust, was wir dich bitten werden. 36 Er sprach zu ihnen: Was wollt ihr, dass ich für euch tue? 37 Sie sprachen zu ihm: Gib uns, dass wir sitzen einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken in deiner Herrlichkeit. 38 Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr wisst nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder euch taufen lassen mit der Taufe, mit der ich getauft werde? 39 Sie sprachen zu ihm: Ja, das können wir. Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr werdet zwar den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, mit der ich getauft werde; 40 zu sitzen aber zu meiner Rechten oder zu meiner Linken, das zu geben steht mir nicht zu, sondern das wird denen zuteil, für die es bestimmt ist. 41 Und als das die Zehn hörten, wurden sie unwillig über Jakobus und Johannes. 42 Da rief Jesus sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. 43 Aber so ist es unter euch nicht; sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein; 44 und wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein. 45 Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.

Markus 10,32-45

Tageslese

Und niemand nimmt sich selbst diese Würde, sondern er wird von Gott berufen wie auch Aaron. 5 So hat auch Christus sich nicht selbst die Ehre beigelegt, Hoherpriester zu werden, sondern der, der zu ihm gesagt hat: »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.« 6 Wie er auch an anderer Stelle spricht: »Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.« 7 Und er hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen vor den gebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte; und er ist erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt. 8 So hat er, obwohl er der Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt. 9 Und da er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber der ewigen Seligkeit geworden, 10 von Gott genannt ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks.

Hebräer 5,4-10

Gebet am Freitag

Wir danken Dir, HErr JEsu Christe, wahrer GOTT und Mensch, daß Du uns arme Sünder und verdammte Menschen ohn all unsere Werke, Verdienst und Würdigkeit durch Dein heiliges Leiden, Sterben und Blutvergießen erlöset hast.

O HErr JEsu Christe, wie groß ist Dein Leiden, wie schwer ist Deine Pein, wieviel ist Deiner Marter, wie tief sind Deine Wunden, wie bitter und schmerzlich ist Dein Tod. Wie unaussprechlich ist Deine Liebe, damit Du uns Deinem himmlischen Vater versöhnt hast, da Du am Ölberg blutigen Schweiß vor großer Todesangst geschwitzt hast, daß die Blutstropfen auf die Erde gefallen, und Du daselbst, von allen Deinen Jüngern verlassen, in die Hände der schnöden Juden und Gottlosen Schar Dich willig für uns gegeben, welche Dich hart und grausam gebunden, von einem ungerechten Richter zum anderen unbarmherzig geführt haben. Daselbst bist Du fälschlich verklagt und verurteilt, verspeit, verhöhnt und mit Fäusten ins Angesicht geschlagen worden. Du bist um unserer Missetat willen zerschlagen, gegeißelt, mit Dornen gekrönt und jämmerlich zugerichtet, wie ein armer Wurm, der nicht einem Menschen ähnlich gewesen. Denn Du warst der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit, also daß es auch ein heidnisch Herz erbarmt hat zu sagen: “Sehet, welch ein Mensch ist das !” Du bist von wegen unserer Missetat mitten unter zwei Übeltäter gerechnet und als ein Fluch aufgehängt, an Händen und Füßen mit Nägeln durchgraben, dazu in Deinem höchsten Durst mit Essig und Gallen getränkt, und mit großen Schmerzen hast Du Deinen Geist aufgegeben, auf daß Du unsere Schuld bezahltest, und wir durch Deine Wunden geheilt würden.

O HErr JEsu Christe, für diese und alle andere Deine Marter und Pein sagen wir Dir Lob und Dank und bitten Dich, laß Dein heilig bitter Leiden an uns nicht verloren sein, sondern gib, daß wir uns desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch desselben zu jeder Zeit von Herzen trösten und rühmen, auch dasselbe also begehen und betrachten, daß alle böse Lust in uns ausgelöscht und gedämpft, dagegen aber alle Tugend eingepflanzt und gemehrt werde, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben, und Deinem uns gelassenen Vorbilde nachfolgen, in Deine Fußtapfen treten, das Übel mit Geduld ertragen und das Unrecht mit gutem Gewissen leiden. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.147)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
+ Friede sei mit Euch + 
Amen. Amen

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Was der glaub sey, der fur Gott from und gerecht macht (Apologie IV)

St. Augustin in der Nürnberger Chronik von Hartmann Schedel (1440-1514)

Aber Augustinus, der leret klar, das Paulus von dem gantzen gesetz rede, wie er denn nach der lenge solches disputirt “de spiritu et littera”, “von dem Geist und buchstabe”, da er zuletzt sagt: So wir nu dieses stück nach vormügen, das Gott verliehen hat, bewogen und gehandelt haben, so schliessen wir, das kein mensch from wird durch gebot eins gutten lebens, sondern durch den glauben Jhesu Christi. Und das niemands dencken darff, als sey Paulo dieses wort “der mensch wird gerecht allein durch den glauben” entpfaren, so füret er das nach der lenge aus im vierden Capitel zu den Römern und erholet solchs in allen seinen Episteln. Denn also sagt er am vierden Capitel: “Dem, der mit wercken umbgehet, wird der lohn nicht aus gnaden zugerechnet, sondern aus pflicht. Dem aber, der nicht mit wercken umbgehet, gleubet aber an den, der die Gottlosen gerecht macht, dem wird sein glaub gerechnet zur gerechtigkeit.”

So ists nu aus den worten klar, das der glaub das ding und das wesen ist, wilchs er Gottes gerechtigkeit nennet, und setzet dazu: “sie werden aus gnaden zugerechnet” und sagt: Sie könt uns aus gnaden nicht zugerechnet werden, so wercke oder verdienst da weren. Darümb schleust er gewislichen aus allen verdienst und alle wercke, nicht allein Jüdischer Ceremonien, sondern auch alle andere gute wercke. Denn so wir durch dieselben wercke from würden fur Gott, so würde uns der glaube nicht gerechnet zur gerechtigkeit one alle wercke, Wie doch Paulus klar sagt; und hernach spricht er: “Und wir sagen, das Abraham sein glaub ist gerechnet zur gerechtigkeit.”

Item Capite v: “Nu wir denn sich gerecht worden durch den glauben, so haben wir fride mit Gott durch unsern Herrn, Jhesu Christ”, das ist: wir haben fröliche, stille gewissen fur Gott. Rom.x: “So man von hertzen gleubt, so wird man gerecht.” Da nennet er den glauben die gerechtigkeit des hertzen; zu den Galatern am ii: “So gleuben wir auch an Christum Jhesum, auff das wir gerecht werden durch den glauben an Christum und nicht durchs gesetzs wercke.” Ephe ii: “Denn aus gnaden seid ihr selig worden durch den glauben und dasselbig nicht aus euch. Gottes gabe ist es, nicht aus wercken, auff das sich niemand rhüme.” Johannis i.cap: “Den gab er macht, kinder Gottes zu werden, die da an seinen namen gleuben, wilche nicht von dem geblüt noch von dem willen des fleisches, noch von dem willen des mannes, sondern von Gott geborn sein.”

Johannis am dritten: “Wie Moses inn der wüsten ein schlangen erhöhet hat, also mus des menschen son auch erhöhet werden, auff das alle, die an ihnen gleuben, nicht verloren werden.” Item: “Gott hat sein son nicht gesand inn die welt, das er die welt richte, Sondern das die welt durch ihnen selig werde; wer an ihn gleubt, der wird nicht gericht.” Actuum xiii: “So sey es nu euch kund, lieben brüder, das euch verkündigt wird vergebung der sunde und von dem allem, durch wilchs ihr nicht könnet im gesetz Mosi gerecht werden; wer an diesen gleubet, der ist gerecht.” Wie hette er doch klerer reden können von dem reich Christi und von der rechtfertigung? Er sagt, das gesetz habe nicht können jmands gerecht machen, und sagt, darümb sey Christus geben, das wir gleuben, das wir durch ihnen gerecht werden. Mit klaren worten sagt er, das gesetz kan niemands gerecht machen. Darümb wird uns durch Christum gerechtigkeit zugerechnet, wenn wir gleuben, das uns Gott durch ihnen gnedig ist.

Actuum iiii: “Das ist der stein, von euch bauleuten verworffen, der zum eckstein worden ist, und ist inn keinem andern heil, und ist auch kein ander name den menschen geben, darinnen wir sollen selig werden.” An den namen aber Christi kan ich nicht anders gleuben, denn das ich höre predigen den verdienst Christi und solchs fasse. Derhalben durch gleuben an den namen Christi und nicht durch vertrauen auff unser wercke werden wir selig. Denn das wort “name” an dem ort bedeut ursach, dadurch und darümb das heil kömpt. Darümb den namen Christi rhümen odder bekennen, ist als viel als vertrauen auff den, der Christus allein ist, und heist, das der caussa meins heils und schatzs sey, dadurch ich erlöset bin.


Apologia der Confession verdeutscht aus dem Latin durch Justum Jonam: AC IV (Die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche hg.v Dingel u.a. i.A. der EKD (V&R: 2014. S.306-310)
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Dr. Martin Luther predigt über Christi Exorzismus

“Christi Teufelsaustreibung” von Meister Konrad von Friesach (year 1458 A.D.) Fastentuch Gurker Dom, Österreich.

Am 3. Sonntag in den Fasten (Okuli) predigt Dr. Martin Luther über Christi Teufelsaustreibung durch Wort und Tat im hl. Evangelium des Evangelisten St. Lukas im 11. Kapitel die Verse 14-28 (WA 52 S.182-192):

Und hier zum Hören:

The English translation of Dr. Martin Luther´s sermon held on the third Sunday in Lent (Oculi) on the holy Gospel of St. Luke 11,14-28 – Jesus Christ overcomes the devil in word and deed – taken from “A year in the gospels with Martin Luther” Vol. 1 (CPH, St.Louis: 2018) Pg.372-379:

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Ehre sei Dir, Christe, der Du littest Not

Ehre sei Dir, Christe, der Du littest Not, an dem Stamm des Kreuzes für uns bittern Tod,
herrschest mit dem Vater in der Ewigkeit: hilf uns armen Sündern zu der Seligkeit.
Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.

Nach dem Gesang “Laus tibi Christe” (14. Jhd) 1560

Donnerstag nach dem 2. Sonntag in den Fasten (Reminiscere: Der Knecht Gottes)

Der Herr hat mir das Ohr geöffnet, daß ich höre wie ein Jünger; ich bin nicht ungehorsam und gehe nicht zurück.

Jesaja 50,4f

Kollekte

Herr Gott, der Du allezeit Lust hast zur Barmherzigkeit und gerne verschonest, nimm an unser bußfertiges Gebet, und mache die Gefangenen der Sünde los und ledig nach Deiner milden Güte, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.126

Fortlaufende Lese

Und Mose rief alle Ältesten Israels und sprach zu ihnen: Lest Schafe aus und nehmt sie für euch nach euren Geschlechtern und schlachtet das Passa. 22 Und nehmt ein Büschel Ysop und taucht es in das Blut in dem Becken und bestreicht damit den Türsturz und die beiden Pfosten. Und keiner von euch gehe zu seiner Haustür heraus bis zum Morgen. 23 Denn der HERR wird umhergehen und die Ägypter schlagen. Wenn er aber das Blut sehen wird am Türsturz und an den beiden Pfosten, wird er an der Tür vorübergehen und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen, um euch zu schlagen. 24 Darum so halte diese Ordnung für dich und deine Nachkommen ewiglich. 25 Und wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, wie er gesagt hat, so haltet fest an diesem Brauch. 26 Und wenn eure Kinder zu euch sagen werden: Was habt ihr da für einen Brauch?, 27 sollt ihr sagen: Es ist das Passaopfer des HERRN, der an den Israeliten vorüberging in Ägypten, als er die Ägypter schlug und unsere Häuser errettete. Da neigte sich das Volk und betete an. 28 Und die Israeliten gingen hin und taten, wie der HERR es Mose und Aaron geboten hatte.

29 Und zur Mitternacht schlug der HERR alle Erstgeburt in Ägyptenland vom ersten Sohn des Pharao an, der auf seinem Thron saß, bis zum ersten Sohn des Gefangenen im Gefängnis und alle Erstgeburt des Viehs. 30 Da stand der Pharao auf in derselben Nacht und alle seine Großen und alle Ägypter, und es ward ein großes Geschrei in Ägypten; denn es war kein Haus, in dem nicht ein Toter war. 31 Und er ließ Mose und Aaron rufen in der Nacht und sprach: Macht euch auf und zieht weg aus meinem Volk, ihr und die Israeliten. Geht hin und dient dem HERRN, wie ihr gesagt habt. 32 Nehmt auch mit euch eure Schafe und Rinder, wie ihr gesagt habt. Geht hin und bittet auch um Segen für mich. 33 Und die Ägypter drängten das Volk und trieben es eilends aus dem Lande; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes.  […]  51 An ebendiesem Tage führte der HERR die Israeliten aus Ägyptenland, Schar um Schar.

2. Mose 12,21-51

Tageslese

HERR, du hast mich überredet und ich habe mich überreden lassen. Du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich. 8 Denn sooft ich rede, muss ich schreien; »Frevel und Gewalt!« muss ich rufen. Denn des HERRN Wort ist mir zu Hohn und Spott geworden täglich. 9 Da dachte ich: Ich will seiner nicht mehr gedenken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, verschlossen in meinen Gebeinen. Ich mühte mich, es zu ertragen, aber konnte es nicht. 10 Denn ich höre, wie viele heimlich reden: »Schrecken ist um und um!« »Verklagt ihn!« »Wir wollen ihn verklagen!« Alle meine Freunde und Gesellen lauern, ob ich nicht falle: »Vielleicht lässt er sich überlisten, dass wir ihm beikommen können und uns an ihm rächen.« 11 Aber der HERR ist bei mir wie ein starker Held, darum werden meine Verfolger fallen und nicht gewinnen. Sie müssen ganz zuschanden werden, weil es ihnen nicht gelingt. Ewig wird ihre Schande sein und nie vergessen werden. 12 Und nun, HERR Zebaoth, der du die Gerechten prüfst, Nieren und Herz durchschaust: Lass mich deine Rache an ihnen sehen; denn dir habe ich meine Sache befohlen. 13 Singet dem HERRN, rühmet den HERRN, der des Armen Leben aus den Händen der Boshaften errettet!

Jeremia 20,7-13

Gebet am Donnerstag

HErr JEsu Christe, Du wahrer König Himmels und der Erden! Du hast Deiner Kirche verheißen, daß die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen sollen, und Du lässest noch immer unter uns Dein Wort verkünden und Deine heiligen Sakramente verwalten. Doch ahc, o HErr, die Sünden der Deinen verdunkeln die Herrlichkeit Deiner Braut. Dein heiliger Weinberg ist zertreten und Dein gebenedeites Opfer steht verlassen. Viele dünken sich stark und verachten die Speise des Lebens, die Du den Deinen verordnet hast zur Vergebung ihrer Sünden.

Daß Du verschonen wollest allen Übermut und nicht herabfahren im Zorn, den Leuchter Deines Wortes vor unseren Augen umzustoßen – o HErr,, wir bitten Dich: Suche dagegen heim den Weinstock, den Du Dir vormals erwählet hast und erneure uns, daß es sei wie vor alters.

Gib einen großen Hunger nach Deiner Speise Deines wahren Leibes und Blutes und laß Deine Gläubigen allezeit erfunden sein in der Apostel Lehre, in der Gemeinschaft, im Brechen Deines Brotes und im Gebet.

Wir bitten Dich, HErr, für unseren Altar, daß er immerdar sei eine Stätte, da die Arzenei des ewigen Lebens uns stärke an Leib und Seele in Vergebung unserer Sünden, daß dagegen Unglaube und Unbußfertigkeit ferne bleiben von allen, die da kommen, auf daß sie nicht essen und trinken sich selbst zum Gericht.

O Du ewiger Hoherpriester, der Du uns immer rufest zum Mahle Deines Opfers, laß in uns wachsen die Frucht Deines Geistes, die da ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut und Keuschheit. Laß uns alle in heiligem Wandel zu Deines Namens Ehre leben hier zeitlich und dort ewiglich. O JEsu Christe, der Du mit dem Vater und eben demselben Heiligen Geist, ein wahrer GOTT, lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.146)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
+ Friede sei mit Euch + 
Amen. Amen

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Des solln wir uns trösten gegen Sünd und Tod

Des solln wir uns trösten gegen Sünd und Tod, und ja nicht verzagen vor der Höllen Glut; denn wir sind errettet aus aller Fährlichkeit durch Christ, unsern Herren, gelobt in Ewigkeit. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.

Darum wolln wir loben, danken allezeit dem Vater und Sohne, und dem Heilgen Geist; bitten, daß sie wollen behüten uns vor Gfahr, und daß wir stets bleiben bei seinem heiligen Wort. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.

Hermann Bonn 1542 nach dem vorreformatorischen Liede “O Du armer Judas” LKG 130,5-6

Mittwoch nach dem 2. Sonntag in den Fasten (Reminiscere: Der Knecht Gottes)

Der Herr hat mir das Ohr geöffnet, daß ich höre wie ein Jünger; ich bin nicht ungehorsam und gehe nicht zurück.

Jesaja 50,4f

Kollekte

Herr Gott, der Du allezeit Lust hast zur Barmherzigkeit und gerne verschonest, nimm an unser bußfertiges Gebet, und mache die Gefangenen der Sünde los und ledig nach Deiner milden Güte, durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Orate fratres S.126

Fortlaufende Lese

Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland: 2 Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen. 3 Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am zehnten Tage dieses Monats nehme jeder Hausvater ein Lamm, je ein Lamm für ein Haus. 4 Wenn aber in einem Hause für ein Lamm zu wenige sind, so nehme er’s mit seinem Nachbarn, der seinem Hause am nächsten wohnt, bis es so viele sind, dass sie das Lamm aufessen können. 5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches Tier, ein Jahr alt. Von den Schafen und Ziegen sollt ihr’s nehmen 6 und sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da soll es die ganze Versammlung der Gemeinde Israel schlachten gegen Abend. 7 Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und den Türsturz damit bestreichen an den Häusern, in denen sie’s essen, 8 und sollen das Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesäuertes Brot dazu und sollen es mit bitteren Kräutern essen. 9 Ihr sollt es weder roh essen noch mit Wasser gekocht, sondern am Feuer gebraten mit Kopf, Schenkeln und inneren Teilen. 10 Und ihr sollt nichts davon übrig lassen bis zum Morgen; wenn aber etwas übrig bleibt bis zum Morgen, sollt ihr’s mit Feuer verbrennen. 11 So sollt ihr’s aber essen: Um eure Lenden sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an euren Füßen haben und den Stab in der Hand und sollt es in Eile essen; es ist des HERRN Passa. 12 Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland unter Mensch und Vieh und will Strafgericht halten über alle Götter der Ägypter. Ich bin der HERR. 13 Dann aber soll das Blut euer Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an euch vorübergehen, und die Plage soll euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage. 14 Ihr sollt diesen Tag als Gedenktag haben und sollt ihn feiern als ein Fest für den HERRN, ihr und alle eure Nachkommen, als ewige Ordnung. 15 Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen. Schon am ersten Tag sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern tun. Wer gesäuertes Brot isst, vom ersten Tag an bis zum siebenten, der soll ausgerottet werden aus Israel. 16 Am ersten Tag soll heilige Versammlung sein und am siebenten soll auch heilige Versammlung sein. Keine Arbeit sollt ihr dann tun; nur was jeder zur Speise braucht, das allein dürft ihr euch zubereiten. 17 Haltet das Gebot der ungesäuerten Brote. Denn eben an diesem Tage habe ich eure Scharen aus Ägyptenland geführt; darum sollt ihr diesen Tag halten, ihr und alle eure Nachkommen, als ewige Ordnung. 18 Am vierzehnten Tage des ersten Monats am Abend sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis zum Abend des einundzwanzigsten Tages des Monats, 19 sodass man sieben Tage lang keinen Sauerteig finde in euren Häusern. Denn wer gesäuertes Brot isst, der soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israel, sei es ein Fremdling oder ein Einheimischer im Lande. 20 Keinerlei gesäuertes Brot sollt ihr essen, sondern nur ungesäuertes Brot, wo immer ihr wohnt.

2. Mose 12,1-20

Tageslese

Und zu der Zeit, als der Knabe Samuel dem HERRN diente unter Eli, war des HERRN Wort selten, und es gab kaum noch Offenbarung. 2 Und es begab sich zur selben Zeit, dass Eli lag an seinem Ort, und seine Augen fingen an, schwach zu werden, sodass er nicht mehr sehen konnte. 3 Die Lampe Gottes war noch nicht verloschen. Und Samuel hatte sich gelegt im Tempel des HERRN, wo die Lade Gottes war. 4 Und der HERR rief Samuel. Er aber antwortete: Siehe, hier bin ich!, 5 und lief zu Eli und sprach: Siehe, hier bin ich! Du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe nicht gerufen; geh wieder hin und lege dich schlafen. Und er ging hin und legte sich schlafen. 6 Der HERR rief abermals: Samuel! Und Samuel stand auf und ging zu Eli und sprach: Siehe, hier bin ich! Du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe nicht gerufen, mein Sohn; geh wieder hin und lege dich schlafen. 7 Aber Samuel kannte den HERRN noch nicht, und des HERRN Wort war ihm noch nicht offenbart. 8 Und der HERR rief Samuel wieder, zum dritten Mal. Und er stand auf und ging zu Eli und sprach: Siehe, hier bin ich! Du hast mich gerufen. Da merkte Eli, dass der HERR den Knaben rief. 9 Und Eli sprach zu Samuel: Geh wieder hin und lege dich schlafen; und wenn du gerufen wirst, so sprich: Rede, HERR, denn dein Knecht hört. Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort. 10 Da kam der HERR und trat herzu und rief wie vorher: Samuel, Samuel! Und Samuel sprach: Rede, denn dein Knecht hört.

1. Samuel 3,1-10

Gebet am Mittwoch

Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Christe, erhöre uns.

HErr GOTT Vater im Himmel, erbarme Dich. HErr GOTT Sohn der Welt Heiland, erbarme Dich. HErr GOTT Heiliger Geist, erbarme Dich.

HErr sei gnädig, verschone alle sterbenden Menschen vor Deinem Zorn, vor bösem Tod, vor der Höllen Pein, vor des Teufels Macht, vor des Teufels Trug und List, vor allem Übel behüte sie, lieber HErre GOTT.

Durch Deine heilige Menschwerdung und Geburt, durch Deinen Todeskampf und blutigem Schweiß, durch Dein Kreuz und bittern Tod, durch Dein heilig Auferstehn und Himmelfahrt, durch die Gnade des Heiligen Geistes des Trösters in der Stunde des Todes, im Jüngsten Gericht, hilf ihnen, lieber HErre GOTT.

Wir armen Sünder bitten: Du wollst uns erhören, lieber HErre GOTT. Und alle sterbenden Menschen trösten. Ihnen alle Sünden verzeihen. Sie aus diesem Elend einzuführen zum ewigen Leben. Erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O JEsu Christe, GOTTes Sohn, erhöre uns, lieber HErre GOTT.

O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt, erbarme Dich über sie. O Du Gotteslamm, das der Welt Wünde trägt, verleihe ihnen steten Fried.

Christe, erhöre uns. Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison. Amen.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht versinken in des bitteren Todes Not. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrieleison.

Heiliger HErre GOTT, heiliger, starker GOTT, heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOTT: laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrieleison.

Lutherisches Kirchengesangbuch (Lutheraner Verlag, Uelzen: 1956. Anhang: S.144f)

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist 
+ Friede sei mit Euch + 
Amen. Amen

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