J.S. Bach: “Christ lag in Todesbanden” (BWV 4)

Der siegreich auferstandene Herr Jesus Christus (Lucas Cranach d.Ä., 1530) in New York (Privatbesitz)

Komponist Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) komponiert die Kantate: “Christ lag in Todesbanden” (BWV 4) zum ersten Ostertag anhand von Dr. Martin Luthers Osterlied von 1524.

Hier mehr zu der Kantate und der Text im Überblick dank Walter F. Bischof (U Alberta):

Christ lag in Todesbanden
  
1. Sinfonia
Violino I/II, Viola I/II, Continuo
  
2. Coro Versus 1 S A T B
Violino I/II, Viola I/II, Cornetto col Soprano, Trombone I coll’ Alto, Trombone II col Tenore, Trombone III col Basso, Continuo
Christ lag in Todesbanden
Für unsre Sünd gegeben,
Er ist wieder erstanden
Und hat uns bracht das Leben;
Des wir sollen fröhlich sein,
Gott loben und ihm dankbar sein
Und singen halleluja,
Halleluja!
  
3. Versus 2 S A
Cornetto col Soprano, Trombone I coll’ Alto, Continuo
Den Tod niemand zwingen kunnt
Bei allen Menschenkindern,
Das macht’ alles unsre Sünd,
Kein Unschuld war zu finden.
Davon kam der Tod so bald
Und nahm über uns Gewalt,
Hielt uns in seinem Reich gefangen.
Halleluja!
  
4. Versus 3 T
Violino I/II, Continuo
Jesus Christus, Gottes Sohn,
An unser Statt ist kommen
Und hat die Sünde weggetan,
Damit dem Tod genommen
All sein Recht und sein Gewalt,
Da bleibet nichts denn Tods Gestalt,
Den Stach’l hat er verloren.
Halleluja!
  
5. Coro Versus 4 S A T B
Continuo
Es war ein wunderlicher Krieg,
Da Tod und Leben rungen,
Das Leben behielt den Sieg,
Es hat den Tod verschlungen.
Die Schrift hat verkündigt das,
Wie ein Tod den andern fraß,
Ein Spott aus dem Tod ist worden.
Halleluja!
  
6. Versus 5 B
Violino I/II, Viola I/II, Continuo
Hier ist das rechte Osterlamm,
Davon Gott hat geboten,
Das ist hoch an des Kreuzes Stamm
In heißer Lieb gebraten,
Das Blut zeichnet unsre Tür,
Das hält der Glaub dem Tode für,
Der Würger kann uns nicht mehr schaden.
Halleluja!
  
7. Versus 6 S T
Continuo
So feiern wir das hohe Fest
Mit Herzensfreud und Wonne,
Das uns der Herre scheinen lässt,
Er ist selber die Sonne,
Der durch seiner Gnade Glanz
Erleuchtet unsre Herzen ganz,
Der Sünden Nacht ist verschwunden.
Halleluja!
  
8. Versus 7 S A T B
Violino I/II e Cornetto col Soprano, Viola I e Trombone I coll’ Alto, Viola II e Trombone II col Tenore, Trombone III col Basso, Continuo
Wir essen und leben wohl
In rechten Osterfladen,
Der alte Sauerteig nicht soll
Sein bei dem Wort der Gnaden,
Christus will die Koste sein
Und speisen die Seel allein,
Der Glaub will keins andern leben.
Halleluja!

BesetzungSoli: S A T B, Coro: S A T B, Cornetto, Trombone I-III, Violino I/II, Viola I/II, Continuo
Entstehungszeitum 1707/08
TextMartin Luther 1524
Anlass1. Osterfesttag
PartiturMelvin Unger’s kommentierte Partitur
DiskussionAryeh Oron Julian Mincham

Hier eine ältere Aufführung mit Karl Richter (1968)

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About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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