Introitus
Halleluja! Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen im Rate der Frommen und in der Gemeinde. Groß sind die Werke des HERRN; wer sie erforscht, der hat Freude daran. Was er tut, das ist herrlich und prächtig, und seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich. Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige HERR. Er gibt Speise denen, die ihn fürchten; er gedenkt auf ewig an seinen Bund. Er lässt verkündigen seine gewaltigen Taten seinem Volk, dass er ihnen gebe das Erbe der Völker. Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht; alle seine Ordnungen sind beständig. Sie stehen fest für immer und ewig; sie sind geschaffen wahrhaftig und recht. Er sandte Erlösung seinem Volk und gebot, dass sein Bund ewig bleiben soll. Heilig und hehr ist sein Name. Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. Wahrhaft klug sind alle, die danach tun. Sein Lob bleibet ewiglich.
Psalm 111
Kollekte
Herr Jesus Christus, Du hast uns befohlen, in Deinem wunderbaren Sakrament Deines Leidens zu gedenken und Deinen Tod zu verkündigen: hilf uns, das heilige Geheimnis Deines Leibes und Blutes so zu feiern, daß wir die Kraft Deiner Erlösung täglich in uns empfinden. Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Evangelisch-Lutherische Kirchenagende Bd. 1. hg.v. SELK (Herder: Freiburg u.a., 1957) S.79
Lesung aus dem Alten Testament (Predigttext)
Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland: Dieser Monat soll bei Euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt Ihr die Monate des Jahres zählen. Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am zehnten Tage dieses Monats nehme jeder Hausvater ein Lamm, je ein Lamm für ein Haus. Wenn aber in einem Hause für ein Lamm zu wenige sind, so nehme er’s mit seinem Nachbarn, der seinem Hause am nächsten wohnt, bis es so viele sind, daß sie das Lamm aufessen können.
Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches Tier, ein Jahr alt. Von den Schafen und Ziegen sollt Ihr’s nehmen und sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da soll es die ganze Versammlung der Gemeinde Israel schlachten gegen Abend.
Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und den Türsturz damit bestreichen an den Häusern, in denen sie’s essen, und sollen das Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesäuertes Brot dazu und sollen es mit bitteren Kräutern essen. Ihr sollt es weder roh essen noch mit Wasser gekocht, sondern am Feuer gebraten mit Kopf, Schenkeln und inneren Teilen.
Und Ihr sollt nichts davon übrig lassen bis zum Morgen; wenn aber etwas übrig bleibt bis zum Morgen, sollt Ihr’s mit Feuer verbrennen.
So sollt Ihr’s aber essen: Um Eure Lenden sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an euren Füßen haben und den Stab in der Hand und sollt es in Eile essen; es ist des HERRN Passa.
Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland unter Mensch und Vieh und will Strafgericht halten über alle Götter der Ägypter. Ich bin der HERR. Dann aber soll das Blut Euer Zeichen sein an den Häusern, in denen Ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an Euch vorübergehen, und die Plage soll Euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage.
Ihr sollt diesen Tag als Gedenktag haben und sollt ihn feiern als ein Fest für den HERRN, Ihr und alle Eure Nachkommen, als ewige Ordnung.
2. Mose 12,1-4 (5) 6-8 (9) 10-14
Epistel
Dies aber gebiete ich Euch: Ich kann’s nicht loben, daß Ihr nicht zum Besseren, sondern zum Schlechteren zusammenkommt.
Zum Ersten höre ich: Wenn Ihr in der Gemeinde zusammenkommt, sind Spaltungen unter Euch; und zum Teil glaube ich’s. Denn es müssen ja Spaltungen unter Euch sein, auf daß die unter Euch offenbar werden, die bewährt sind.
Wenn Ihr nun zusammenkommt, so hält man da nicht das Abendmahl des Herrn. Denn ein jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, und der eine ist hungrig, der andere ist betrunken. Habt Ihr denn nicht Häuser, wo Ihr essen und trinken könnt? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschämt die, die nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich Euch loben? Hierin lobe ich Euch nicht.
Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich Euch weitergegeben habe:
Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach’s und sprach: Das ist mein Leib für Euch gegeben; das tut zu meinem Gedächtnis.
Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut; das tut, sooft Ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.
Denn sooft Ihr von diesem Brot esst und von dem Kelch trinkt, verkündigt Ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
Wer also unwürdig von dem Brot ißt oder von dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so esse er von diesem Brot und trinke von diesem Kelch.
Denn wer ißt und trinkt und nicht bedenkt, welcher Leib es ist, der ißt und trinkt sich selber zum Gericht. Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter Euch, und nicht wenige sind entschlafen.
Wenn wir uns selber richteten, so würden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber von dem Herrn gerichtet werden, so werden wir gezüchtigt, auf daß wir nicht samt der Welt verdammt werden.
Darum, meine Brüder und Schwestern, wenn Ihr zusammenkommt, um zu essen, so wartet aufeinander. Hat jemand Hunger, so esse er daheim, auf daß Ihr nicht zum Gericht zusammenkommt.
1.Korinther 11,(17-22) 23-26 (27-29.33-34a)
Heiliges Evangelium
Vor dem Passafest aber erkannte Jesus, dass seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt ginge zum Vater. Wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.
Und nach dem Abendessen – als schon der Teufel dem Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, ins Herz gegeben hatte, daß er ihn verriete; Jesus aber wußte, daß ihm der Vater alles in seine Hände gegeben hatte und daß er von Gott gekommen war und zu Gott ging – da stand er vom Mahl auf, legte seine Kleider ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich. Danach goß er Wasser in ein Becken, fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und zu trocknen mit dem Schurz, mit dem er umgürtet war.
Da kam er zu Simon Petrus; der sprach zu ihm: Herr, Du wäschst mir die Füße? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das verstehst Du jetzt nicht; Du wirst es aber hernach erfahren.
Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst Du mir die Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich Dich nicht wasche, so hast Du kein Teil an mir. Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt! Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, bedarf nichts, als daß ihm die Füße gewaschen werden; er ist vielmehr ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er wußte, wer ihn verraten würde; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein.
Als er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach zu ihnen: Wißt ihr, was ich Euch getan habe? Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bin’s auch. Wenn nun ich, Euer Herr und Meister, Euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch Ihr Euch untereinander die Füße waschen. Denn ein Beispiel habe ich Euch gegeben, damit Ihr tut, wie ich Euch getan habe.
Ein neues Gebot gebe ich Euch, daß Ihr Euch untereinander liebt, wie ich Euch geliebt habe, damit auch Ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, daß Ihr meine Jünger seid, wenn Ihr Liebe untereinander habt.
Johannes 13,1-15.34f
Dr. Martin Luthers Erklärung zum 2.Artikel
Ich glaube, daß Jesus Christus, wahrhaftiger Gott vom Vater in Ewigkeit geboren und auch wahrhaftiger Mensch von der Jungfrau Maria geboren, sei mein Herr, der mich verlornen und verdammten Menschen erlöset hat, erworben, gewonnen von allen Sünden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels; nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben; damit ich sein eigen sei und in seinem Reich unter ihm lebe und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit, gleichwie er ist auferstanden vom Tode, lebet und regieret in Ewigkeit. Das ist gewißlich wahr.
Graduallied
Jesus Christus unser Heiland, der von uns den Gotteszorn wandt,
Durch das bitter Leiden sein half er uns aus der Höllen Pein.Daß wir nimmer des vergessen, gab er uns sein´ Leib zu essen,
Verborgen im Brod so klein, und zu trinken sein Blut im Wein.Wer sich will zu dem Tisch machen, der hab wohl acht auf sein Sachen,
Wer unwürdig hinzu geht, für das Leben den Tod empfäht.Du sollt Gott den Vater preisen, daß er Dich so wohl wollt speisen,
Und für Deine Missetat in den Tod sein´ Sohn geben hat.Du sollt glauben und nicht wanken, daß´s ein Speise sei den Kranken,
Den’ ihr Herz von Sünden schwer, und vor Angst ist betrübet sehr.Solch groß Gnad und Barmherzigkeit sucht ein Herz in großer Arbeit.
Ist Dir wohl, so bleib davon, daß du nicht kriegst bösen Lohn.Er spricht selber: “Kommt Ihr Armen, laßt mich über Euch erbarmen;
Kein Arzt ist dem Starken not, sein Kunst wird an ihm gar ein Spott.Hättst Du Dir was konnt erwerben, was dürft ich denn für Dich sterben?
Dieser Tisch auch Dir nicht gilt, so Du selber Dir helfen willt.”Glaubest Du das von Herzengrunde und bekennest mit dem Munde,
So bist Du recht wohl geschickt, und die Speise Dein Seel erquickt.Die Frucht soll auch nicht ausbleiben, Deinen Nächsten sollst Du lieben,
Daß er Dein genießen kann, wie Dein Gott an Dir hat getan.Dr. Martin Luther 1524 (“Das Lied S. Johannis Hus gebessert”) LKG 35
+ Der Herr sei mit Euch +
Der Herr segne und behüte Dich. Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Frieden +
4. Mose 6,24-26
