HERR, der König freut sich in Deiner Kraft (Psalm 21)

King David, 1962 by Marc Chagall

HERR, der König freut sich in Deiner Kraft, und wie sehr fröhlich ist er über Deine Hilfe! Du erfüllst ihm seines Herzens Wunsch und verweigerst nicht, was sein Mund bittet. Sela. 

Denn Du überschüttest ihn mit gutem Segen, Du setzest eine goldene Krone auf sein Haupt. Er bittet Dich um Leben; Du gibst es ihm, langes Leben immer und ewiglich. Er hat große Herrlichkeit durch Deine Hilfe; Pracht und Hoheit legst Du auf ihn. Denn Du setzest ihn zum Segen ewiglich, Du erfreust ihn mit Freude vor Deinem Antlitz. Denn der König hofft auf den HERRN und wird durch die Güte des Höchsten nicht wanken. 

Deine Hand wird finden alle Deine Feinde, Deine Rechte wird finden, die Dich hassen. Du lässt sie glühen wie einen Feuerofen, wenn Du erscheinst. Der HERR wird sie verschlingen in seinem Zorn; Feuer wird sie fressen. Ihre Nachkommen wirst Du tilgen vom Erdboden und ihre Kinder aus der Zahl der Menschen. Denn sie gedachten, Dir Übles zu tun, und planten Ränke, die sie nicht ausführen konnten. 

Denn Du wirst machen, daß sie den Rücken kehren; mit Deinem Bogen wirst Du auf ihr Antlitz zielen. HERR, erhebe Dich in Deiner Kraft, so wollen wir singen und loben Deine Macht. 

Psalm 21. Ein Psalm Davids, vorzusingen. 

Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. 

Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. 

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)

Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.

Der Menschensohn ist nicht gekommen, daß Er sich dienen lasse, sondern daß Er diene und gebe Sein Leben als Lösegeld für viele

Mt.20,28

Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch

Jesus wußt von keiner Schuld, doch trug er die Strafe, leidt als ein Lamm mit Geduld treu für seine Schafe, nahm sich unser mächtig an, tat um die Sünd eben als hätt er sie selbst getan, es kostet ihn sein Leben.

Jesus hat nun alls vollbracht durch sein teures Opfer, ein’ ewigen Fried gemacht, versöhnt Gott, den Schöpfer, hat die Handschrift weg getan, unser eigen Gewissen, die Schiedmauer abgetan, den Vorhang zerrissen.

Jesus ist das Weizenkorn, das im Tod erstorben und uns, die wir warn verlorn, das Leben erworben; bringt viel Frücht zu Gottes Preis, der´ wir stets genießen, gibt sein’ Leib zu einer Speis, sein Blut zum Trank süße.

Petrus Herbert 1566 (LKG 133, 10-12)

Morgenlese

Denn die Liebe Christi drängt uns, da wir erkannt haben, daß einer für alle gestorben ist und so alle gestorben sind. Und er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben ist und auferweckt wurde. 

Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr. Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. 

Aber das alles ist von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt. Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. 

So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Laßt Euch versöhnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt. 

2.Korinther 5,14-21

Abendlese

Das ist nun die Hauptsache bei dem, wovon wir reden: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel und ist ein Diener am Heiligtum und am wahrhaftigen Zelt, das der Herr aufgerichtet hat und nicht ein Mensch. Denn jeder Hohepriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer darzubringen. Darum muss auch dieser etwas haben, das er opfert. 

Wenn er nun auf Erden wäre, so wäre er nicht Priester, weil da schon solche sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern. Sie dienen aber dem Abbild und Schatten des Himmlischen, wie die göttliche Weisung an Mose erging, als er das Zelt errichten sollte: »Sieh zu«, heißt es, »dass du alles machst nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeigt worden ist.« Nun aber hat er ein höheres Amt empfangen, wie er ja auch der Mittler eines besseren Bundes ist, der auf bessere Verheißungen gegründet ist.

Denn wenn jener erste Bund untadelig gewesen wäre, würde nicht Raum für einen andern gesucht. Denn er tadelt sie und sagt: »Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da will ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern gemacht habe an dem Tage, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen. Denn sie sind nicht geblieben in meinem Bund; darum habe ich auch nicht mehr auf sie geachtet, spricht der Herr. 

Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will meine Gesetze in ihren Sinn geben, und in ihr Herz will ich sie schreiben und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Und es wird niemand seinen Mitbürger lehren noch jemand seinen Bruder und sagen: Erkenne den Herrn! Denn sie alle, Klein und Groß, werden mich erkennen. 

Denn ich will gnädig sein ihren Missetaten, und ihrer Sünden will ich nicht mehr gedenken.« Indem er sagt: »einen neuen Bund«, hat er den ersten zu einem alten gemacht. Was aber alt wird und betagt ist, das ist dem Ende nahe. 

Hebräer 8

Bekenntnislese Schmalkaldische Artikel 3:III:15-26

Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist.

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About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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