Ein Berg Gottes ist Baschans Gebirge, ein Gebirge, reich an Gipfeln, ist Baschans Gebirge. Was seht ihr scheel, ihr Berge, Ihr Gipfel, auf den Berg, wo es Gott gefällt zu thronen? Ja, dort bleibt der HERR immerdar. Gottes Wagen sind vieltausendmal tausend; der Herr ist unter ihnen, der vom Sinai ist im Heiligtum.
Du bist aufgefahren zur Höhe und führtest Gefangne gefangen, Du hast Gaben empfangen von Menschen – auch von Abtrünnigen –, auf dass Gott der HERR daselbst wohne. Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. Sela.
Wir haben einen Gott, der da hilft, und den HERRN, einen Herrn, der vom Tode errettet. Ja, Gott wird den Kopf seiner Feinde zerschmettern, den Schädel derer, die da fortfahren in ihrer Sünde. Der Herr hat gesagt: Aus Baschan will ich sie wieder holen, aus der Tiefe des Meeres will ich sie holen, daß Du deinen Fuß im Blut der Feinde badest und Deine Hunde es lecken.
Man sieht, Gott, wie Du einherziehst, wie du, mein Gott und König, einherziehst im Heiligtum. Die Sänger gehen voran, danach die Spielleute inmitten der Mädchen, die da Pauken schlagen. »Lobet Gott in den Versammlungen, den HERRN, Ihr vom Brunnen Israels.« Benjamin, der Jüngste, geht ihnen voran, dann die Fürsten Judas mit ihren Scharen, die Fürsten Sebulons, die Fürsten Naftalis.
Biete auf, Gott, deine Macht, die Macht, Gott, die Du an uns bewiesen hast von Deinem Tempel her; um Jerusalems willen werden dir Könige Geschenke bringen. Bedrohe das Tier im Schilf, die Rotte der Stiere unter den Kälbern, den Völkern, die da zertreten um des Silbers willen. Zerstreue die Völker, die gerne Krieg führen. Aus Ägypten werden Gesandte kommen; Kusch wird seine Hände ausstrecken zu Gott. Ihr Königreiche auf Erden, singet Gott, lobsinget dem Herrn! Sela.
Er fährt einher durch die Himmel, die von Anbeginn sind. Siehe, er lässt seine Stimme erschallen, eine gewaltige Stimme. Gebt Gott die Macht! Seine Herrlichkeit ist über Israel und seine Macht in den Wolken. Zu fürchten bist Du, Gott, in Deinem Heiligtum. Er ist Israels Gott. Er wird dem Volk Macht und Kraft geben. Gelobt sei Gott!
Psalm 68,16-35
Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Apostolische Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.
Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.
Lukas 9,62
Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch
Wir danken Dir, Herr Jesu Christ, daß Du für uns gestorben bist und hast uns durch Dein teures Blut gemacht vor Gott gerecht und gut.
Und bitten Dich, wahr Mensch und Gott, durch Dein heilig fünf Wunden rot: erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not.
Behüt uns auch vor Sünd und Schand, und reich uns Dein allmächtig Hand, daß wir im Kreuz geduldig sein, uns trösten Deiner schweren Pein.
Und schöpfen draus die Zuversicht, daß Du uns werdst verlassen nicht,
sondern ganz treulich bei uns stehn, bis wir durchs Kreuz ins Leben gehn.Christoph Fischer 1589 (LKG 134)
Morgenlese
Und Jesus machte sich auf aus der Synagoge und kam in Simons Haus. Und Simons Schwiegermutter lag in hohem Fieber, und sie baten ihn für sie. Und er trat zu ihr und bedrohte das Fieber, und es verließ sie. Und sogleich stand sie auf und diente ihnen.
Und als die Sonne untergegangen war, brachten alle ihre Kranken mit mancherlei Leiden zu ihm. Und er legte einem jeden die Hände auf und machte sie gesund. Von vielen fuhren auch die Dämonen aus, schrien und sprachen: Du bist der Sohn Gottes! Und er bedrohte sie und ließ sie nicht reden; denn sie wussten, daß er der Christus war.
Als es aber Tag wurde, ging er hinaus an eine einsame Stätte; und die Menge suchte ihn, und sie kamen zu ihm und wollten ihn festhalten, damit er nicht von ihnen ginge. Er sprach aber zu ihnen: Ich muß auch den andern Städten das Evangelium predigen vom Reich Gottes; denn dazu bin ich gesandt. Und er predigte in den Synagogen des jüdischen Landes.
Lukas 4,38-44
Abendlese
Vor dem Passafest aber erkannte Jesus, daß seine Stunde gekommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater. Wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.
Und nach dem Abendessen – als schon der Teufel dem Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, ins Herz gegeben hatte, daß er ihn verriete; Jesus aber wusste, daß ihm der Vater alles in seine Hände gegeben hatte und daß er von Gott gekommen war und zu Gott ging – da stand er vom Mahl auf, legte seine Kleider ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich.
Danach goss er Wasser in ein Becken, fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und zu trocknen mit dem Schurz, mit dem er umgürtet war. Da kam er zu Simon Petrus; der sprach zu ihm: Herr, Du wäschst mir die Füße?Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das verstehst Du jetzt nicht; Du wirst es aber hernach erfahren.
Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst Du mir die Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich Dich nicht wasche, so hast Du kein Teil an mir. Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt! Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, bedarf nichts, als daß ihm die Füße gewaschen werden; er ist vielmehr ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er wusste, wer ihn verraten würde; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein.
Als er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach zu ihnen: Wisst Ihr, was ich Euch getan habe? Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bin’s auch. Wenn nun ich, Euer Herr und Meister, Euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch Ihr Euch untereinander die Füße waschen.
Denn ein Beispiel habe ich Euch gegeben, damit Ihr tut, wie ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr und der Gesandte nicht größer als der, der ihn gesandt hat. Wenn Ihr dies wisst – selig seid Ihr, wenn Ihr’s tut.
Johannes 13,1-17
