Lutherkirche über dem Wittenberger Stadtgraben (2026 AD)
Der HERR ist König, darum zittern die Völker; er sitzt über den Cherubim, darum bebt die Welt. Der HERR ist groß in Zion und erhaben über alle Völker. Preisen sollen sie Deinen großen und wunderbaren Namen; denn er ist heilig.
Die Stärke des Königs ist, daß er das Recht liebt. Du hast bestimmt, was richtig ist, Du schaffest Recht und Gerechtigkeit in Jakob. Erhebet den HERRN, unsern Gott, betet an vor dem Schemel seiner Füße; denn er ist heilig.
Mose und Aaron unter seinen Priestern und Samuel unter denen, die seinen Namen anrufen, die riefen an den HERRN, und er erhörte sie. Er redete mit ihnen aus der Wolkensäule; sie hielten seine Zeugnisse und Gebote, die er ihnen gab.
HERR, Du bist unser Gott, Du erhörtest sie; Du, Gott, vergabst ihnen und straftest ihr Tun. Erhebet den HERRN, unsern Gott, und betet an auf seinem heiligen Berge; denn der HERR, unser Gott, ist heilig.
Psalm 99
Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Apostolische Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Willst Du, so kannst Du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.
Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.
Lukas 13,29
Lied aus dem Lutherischen Kirchengesangbuch
Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten. Es ist doch ja kein anderer nicht, der für uns könnte streiten, denn Du, unser Gott, alleine.
Gib unserm Volke und aller Obrigkeit Fried und gut Regiment, daß wir unter ihnen ein geruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit.
Amen.
Martin Luther, 1529 nach der altkirchlichen Antiphon “Da pacem Domine” (LKG 14) und die 2.Strophe von Johann Walter, 1566.
Fortlaufende Lese
Höre, Israel, Du wirst heute über den Jordan gehen, damit Du hineinkommst, das Land der Völker einzunehmen, die größer und stärker sind als Du, große Städte, ummauert bis an den Himmel, ein großes, hochgewachsenes Volk, die Anakiter, die Du kennst, von denen Du auch hast sagen hören: Wer kann wider die Anakiter bestehen?
So sollst Du nun heute wissen, dass der HERR, Dein Gott, vor Dir hergeht, ein verzehrendes Feuer. Er wird sie vertilgen und wird sie demütigen vor Dir, und Du wirst sie vertreiben und bald vernichten, wie Dir der HERR zugesagt hat.
Wenn nun der HERR, Dein Gott, sie ausgestoßen hat vor Dir her, so sprich nicht in Deinem Herzen: Der HERR hat mich hereingeführt, dies Land einzunehmen, um meiner Gerechtigkeit willen –, da doch der HERR diese Völker vertreibt vor Dir her um ihres gottlosen Treibens willen.
Denn Du kommst nicht herein, ihr Land einzunehmen, um Deiner Gerechtigkeit und Deines aufrichtigen Herzens willen, sondern der HERR, Dein Gott, vertreibt diese Völker um ihres gottlosen Treibens willen, damit er das Wort halte, das er geschworen hat Deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob.
So wisse nun, daß der HERR, Dein Gott, Dir nicht um Deiner Gerechtigkeit willen dies gute Land zum Besitz gibt, da Du doch ein halsstarriges Volk bist.
5. Mose 9,1-6
Morgenlese
Es waren aber einige Griechen unter denen, die heraufgekommen waren, um anzubeten auf dem Fest. Die traten zu Philippus, der aus Betsaida in Galiläa war, und baten ihn und sprachen: Herr, wir wollen Jesus sehen. Philippus kommt und sagt es Andreas, und Andreas und Philippus sagen’s Jesus.
Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Wer sein Leben lieb hat, der verliert es; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird’s bewahren zum ewigen Leben.
Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren. Jetzt ist meine Seele voll Unruhe. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen!
Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn abermals verherrlichen. Da sprach das Volk, das dabeistand und zuhörte: Es hat gedonnert. Andere sprachen: Ein Engel hat mit ihm geredet. Jesus antwortete und sprach: Diese Stimme ist nicht um meinetwillen geschehen, sondern um euretwillen. Jetzt ergeht das Gericht über diese Welt; jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgestoßen werden. Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.
Das sagte er aber, um anzuzeigen, welchen Todes er sterben würde. Da antwortete ihm das Volk: Wir haben aus dem Gesetz gehört, dass der Christus in Ewigkeit bleibt; wieso sagst du dann: Der Menschensohn muss erhöht werden? Wer ist dieser Menschensohn? Da sprach Jesus zu ihnen: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Wandelt, solange ihr das Licht habt, dass euch die Finsternis nicht überfalle. Wer in der Finsternis wandelt, der weiß nicht, wo er hingeht. Glaubt an das Licht, solange ihr’s habt, auf dass ihr des Lichtes Kinder werdet. Das redete Jesus und ging weg und verbarg sich vor ihnen.
Johannes 12,20-36
Abendlese
Und Jesus kam in das Haus des Petrus und sah, daß dessen Schwiegermutter zu Bett lag und hatte das Fieber. Da berührte er ihre Hand und das Fieber verließ sie. Und sie stand auf und diente ihm.
Am Abend aber brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus durch sein Wort und machte alle Kranken gesund, auf daß erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht: »Er hat unsre Schwachheit auf sich genommen, und unsre Krankheiten hat er getragen.«