HERR, der König freut sich in deiner Kraft, und wie sehr fröhlich ist er über deine Hilfe! 3 Du erfüllst ihm seines Herzens Wunsch und verweigerst nicht, was sein Mund bittet. Sela. 4 Denn du überschüttest ihn mit gutem Segen, du setzest eine goldene Krone auf sein Haupt. 5 Er bittet dich um Leben; du gibst es ihm, langes Leben immer und ewiglich. 6 Er hat große Herrlichkeit durch deine Hilfe; Pracht und Hoheit legst du auf ihn. 7 Denn du setzest ihn zum Segen ewiglich, du erfreust ihn mit Freude vor deinem Antlitz. 8 Denn der König hofft auf den HERRN und wird durch die Güte des Höchsten nicht wanken. 9 Deine Hand wird finden alle deine Feinde, deine Rechte wird finden, die dich hassen. 10 Du lässt sie glühen wie einen Feuerofen, wenn du erscheinst. Der HERR wird sie verschlingen in seinem Zorn; Feuer wird sie fressen. 11 Ihre Nachkommen wirst du tilgen vom Erdboden und ihre Kinder aus der Zahl der Menschen. 12 Denn sie gedachten, dir Übles zu tun, und planten Ränke, die sie nicht ausführen konnten. 13 Denn du wirst machen, dass sie den Rücken kehren; mit deinem Bogen wirst du auf ihr Antlitz zielen. 14 HERR, erhebe dich in deiner Kraft, so wollen wir singen und loben deine Macht.
Psalm 21. Ein Psalm Davids, vorzusingen. Verdeutscht von Dr. Martin Luther (Revision 2017)
Des Morgens, wenn Du aufstehst, kannst Du Dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sagen:
Das walte Gott Vater + Sohn und Heiliger Geist! Amen
Apostolische Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist von dem Heiligen Geist, geboren aus Maria der Jungfrau, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.
Vaterunser
Vater unser im Himmel Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen (Luthers Morgensegen)
Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß Dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Als dann mit Freuden an Dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen oder was Dir Deine Andacht eingibt.
Kollekte an Judika (Der Hohepriester)
Gütiger Gott und Vater, Du hast Deinen Sohn leiden und sterben lassen, um uns zu erretten. Laß uns sein Opfer bedenken und alle Zeit in Deiner Liebe bleiben, die Du in ihm offenbart hast, Deinem Sohn Jesus Christus, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele
Matthäus 20,28
Lied aus dem lutherischen Kirchengesangbuch
Ich grüße Dich am Kreuzesstamm, Du hochgelobtes Gotteslamm, mit andachtsvollem Herzen. Hier hängst Du zwar in lauter Not und bist gehorsam bis zum Tod, vergehst in tausend Schmerzen; doch sieht mein Glaube wohl an Dir, daß Gottes Majestät und Zier in diesem Leibe wohne und daß Du hier so würdig seist, daß man Dich Herr und König heißt als auf dem Ehrenthrone.
Ich folge Dir durch Tod und Leid, o Herzog meiner Seligkeit, nichts soll mich von Dir trennen. Du gehst den engen Weg voran; Dein Kreuzestod macht offne Bahn den Seelen, die Dich kennen. Ach Jesu, Deine höchste Treu macht, dass mir nichts unmöglich sei, da Du für mich gestorben; ich scheue nicht den bittern Tod und bin gewiss in aller Not: »Wer glaubt, ist unverdorben.«
Valentin Ernst Löscher 1722 (LKG 149)
Fortlaufende Lese
Es kam nun der Tag der Ungesäuerten Brote, an dem man das Passalamm opfern musste. 8 Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Geht hin und bereitet uns das Passalamm, damit wir’s essen. 9 Sie aber fragten ihn: Wo willst du, dass wir’s bereiten? 10 Er sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr hineinkommt in die Stadt, wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Wasserkrug; folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht, 11 und sagt zu dem Hausherrn: Der Meister lässt dir sagen: Wo ist die Herberge, in der ich das Passalamm essen kann mit meinen Jüngern? 12 Und er wird euch einen großen Saal zeigen, schön ausgelegt; dort bereitet das Mahl. 13 Sie gingen hin und fanden’s, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passalamm. 14 Und als die Stunde kam, setzte er sich nieder und die Apostel mit ihm. 15 Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies Passalamm mit euch zu essen, ehe ich leide. 16 Denn ich sage euch, dass ich es nicht mehr essen werde, bis es erfüllt wird im Reich Gottes. 17 Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmt ihn und teilt ihn unter euch; 18 denn ich sage euch: Ich werde von nun an nicht trinken von dem Gewächs des Weinstocks, bis das Reich Gottes kommt. 19 Und er nahm das Brot, dankte und brach’s und gab’s ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. 20 Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird! 21 Doch siehe, die Hand meines Verräters ist mit mir am Tisch. 22 Denn der Menschensohn geht zwar dahin, wie es beschlossen ist; doch weh dem Menschen, durch den er verraten wird! 23 Und sie fingen an, untereinander zu fragen, wer es wohl wäre unter ihnen, der das tun würde.
Lukas 22,7-23
Morgenlese
Denn die Liebe Christi drängt uns, da wir erkannt haben, dass einer für alle gestorben ist und so alle gestorben sind. 15 Und er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben ist und auferweckt wurde. 16 Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr. 17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. 18 Aber das alles ist von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt. 19 Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. 20 So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! 21 Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, auf dass wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.
2. Korinther 5,14-21
Abendlese
Das ist nun die Hauptsache bei dem, wovon wir reden: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel 2 und ist ein Diener am Heiligtum und am wahrhaftigen Zelt[1], das der Herr aufgerichtet hat und nicht ein Mensch. 3 Denn jeder Hohepriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer darzubringen. Darum muss auch dieser etwas haben, das er opfert. 4 Wenn er nun auf Erden wäre, so wäre er nicht Priester, weil da schon solche sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern. 5 Sie dienen aber dem Abbild und Schatten des Himmlischen, wie die göttliche Weisung an Mose erging, als er das Zelt errichten sollte: »Sieh zu«, heißt es, »dass du alles machst nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeigt worden ist.« 6 Nun aber hat er ein höheres Amt empfangen, wie er ja auch der Mittler eines besseren Bundes[2] ist, der auf bessere Verheißungen gegründet ist. 7 Denn wenn jener erste Bund untadelig gewesen wäre, würde nicht Raum für einen andern gesucht. 8 Denn er tadelt sie und sagt: »Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da will ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen, 9 nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern gemacht habe an dem Tage, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen. Denn sie sind nicht geblieben in meinem Bund; darum habe ich auch nicht mehr auf sie geachtet, spricht der Herr. 10 Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will meine Gesetze in ihren Sinn geben, und in ihr Herz will ich sie schreiben und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. 11 Und es wird niemand seinen Mitbürger lehren noch jemand seinen Bruder und sagen: Erkenne den Herrn! Denn sie alle, Klein und Groß, werden mich erkennen. 12 Denn ich will gnädig sein ihren Missetaten, und ihrer Sünden will ich nicht mehr gedenken.« 13 Indem er sagt: »einen neuen Bund«, hat er den ersten zu einem alten gemacht. Was aber alt wird und betagt ist, das ist dem Ende nahe.
Hebräer 8,1-13
Bekenntnislese
I. Der erste Teil der Artikel ist von den hohen Artikeln der göttlichen Majestät, nämlich
1. Dass Vater, Sohn und Heiliger Geist in einem göttlichen Wesen und Natur drei unterschiedliche Personen ein einiger Gott ist, der Himmel und Erde geschaffen hat etc.
2. Dass der Vater von niemand, der Sohn vom Vater geboren, der Heilige Geist vom Vater und Sohn ausgehend.
3. Dass nicht der Vater noch Heiliger Geist, sondern der Sohn Mensch geworden sei.
4. Dass der Sohn also Mensch geworden sei, dass er vom Heiligen Geist ohne männliches Zutun empfangen und von der reinen, heiligen Jungfrau Maria gebo-ren sei, danach gelitten, gestorben, begraben, zur Hölle gefahren, auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzend zur Rechten Gottes, kommend, zu richten die Lebendigen und die Toten etc., wie der Apostel, ferner das Athana-sianische Symbol und der allgemeine Kinderkatechismus lehrt. Diese Artikel sind in keinem Zank noch Streit, weil wir zu beiden Seiten dieselben bekennen. Da-rum ist es nicht vonnöten, jetzt davon weiter zu handeln.
II. Der andere Teil
ist von den Artikeln, die das Amt und Werk Jesu Christi oder unsere Erlösung be-treffen.
1. Hier ist der erste und Hauptartikel:
Dass Jesus Christus, unser Gott und Herr, „um unserer Sünden willen gestorben und um unserer Gerechtigkeit willen auferstanden“ sei (Röm 4,25), und er allein „das Lamm Gottes ist, welches der Welt Sünde trägt“ (Joh 1,29), und „Gott unser aller Sünde auf ihn gelegt hat“ (Jes 53,6), ferner: „Sie sind allzumal Sünder und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung Jesu Christi in seinem Blut“ etc. (Röm 3,23-25). Dieweil nun solches geglaubt werden muss und sonst mit keinem Werk, Gesetz noch Verdienst erlangt oder gefasst werden kann, so ist es klar und gewiss, dass allein solcher Glaube uns gerecht mache, wie Röm 3,28 St. Paulus spricht: „Wir halten dafür, dass der Mensch gerecht werde, ohne Werke des Gesetzes durch den Glauben“, ferner: „Auf dass er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist des Glaubens an Je-sus“ (Rom 3,26). Von diesem Artikel kann man nicht weichen oder nachgeben, es falle Himmel und Erde oder was nicht bleiben will; denn es „ist kein anderer Name den Menschen gegeben, dadurch wir können selig werden“, spricht St. Petrus (Apg 4,12). „Und durch seine Wunden sind wir geheilt“ (Jes 53,5). Und auf diesem Artikel steht alles, was wir wider den Papst, Teufel und Welt lehren und leben. Darum müssen wir dessen ganz gewiss sein und nicht zweifeln. Sonst ist’s alles verloren und behält Papst und Teufel und alles wider uns Sieg und Recht.
2. Der andere Artikel ( Messe ):
Dass die Messe im Papsttum der größte und schrecklichste Greuel sein muss, der stracks und gewaltig wider diesen Hauptartikel strebt und doch über und vor allen anderen päpstlichen Abgöttereien der höchste und schönste gewesen ist; denn es ist gehalten, dass solch Opfer oder Werk der Messe – auch durch einen bösen Buben getan – den Menschen von Sünden helfe, beides, hier im Leben und dort im Fegefeuer, welches doch allein das Lamm Gottes tun soll und muss, wie droben gesagt etc. Von diesem Artikel ist auch nicht zu weichen oder nach-zulassen; denn der erste Artikel leidet’s nicht. Und wo etwa vernünftige Papisten waren, konnte man dermaßen und freundlicherweise mit ihnen reden, nämlich: Warum sie doch so fest an der Messe hielten?
1. Ist es doch ein lauter Menschenfündlein, von Gott nicht geboten. Und alle Menschenfündlein mögen wir fallen lassen, wie Christus spricht Mt 15,9: „Sie dienen mir vergeblich mit Menschengeboten“.
2. Zum andern ist es ein unnötiges Ding, das man ohne Sünde und Gefahr wohl lassen kann.
Schmalkaldische Artikel I:1-II:1:5
Es segne und behüte Euch Gott, der allmächtige und barmherzige, der Vater, Sohn + Heiliger Geist