Fröhliche soll mein Herze springen dieser Zeit, da vor Freud alle Engel singen.

Schwanenteich in der Lutherstadt Wittenberg 2025

Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch Dir, Mensch, zugute, Gottes Kind, das verbindt sich mit unserm Blute.

Sollt uns Gott nun können hassen, der uns gibt, was er liebt über alle Maßen? Gott gibt, unserm Leid zu wehren, seinen Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren.

Sollte von uns sein gekehrte, der sein Reich und zugleich sich selbst uns verehret? Sollt uns Gottes Sohn nicht lieben, der jetzt kommt , von uns nimmt, was uns will betrüben?

Hätte vor der Menschen Orden unser Heil einen Greul, wär er nicht Mensch worden; hätt er Lust zu unserem Schaden, ei so würd unsere Büro er nicht auf sich laden.

Er nimmt auf sich, was auf Erden wir getan, gibt sich dran, unser Lamm zu werden, unser Lamm, das für uns stirbet und bei Gott für den Tod Gnad und Fried erwirbet.

Nun er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und Dich, spricht mit süßen Lippen: »Lasset fahrn, o liebe Brüder, was Euch quält, was Euch fehlt; ich bring alles wieder.«

Ei so kommt und lasst uns laufen, stellt euch ein, groß und klein, eilt mit großen Haufen! Liebt den, der vor Liebe brennet; schaut den Stern, der Euch gern Licht und Labsal gönnet.

Die Ihr schwebt in großem Leide, sehet, hier ist die Tür zu der wahren Freude; fasst ihn wohl, er wird Euch führen an den Ort, da hinfort Euch kein Kreuz wird rühren.

Wer sich fühlt beschwert im Herzen, wer empfindt seine Sünd und Gewissensschmerzen, sei getrost: hier wird gefunden, der in Eil machet heil die vergift’ten Wunden.

Die Ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei Eures Glaubens Hände. Hier sind alle guten Gaben und das Gold, da Ihr sollt Euer Herz mit laben.

Süßes Heil, lass Dich umfangen, lass mich Dir, meine Zier, unverrückt anhangen. Du bist meines Lebens Leben; nun kann ich mich durch Dich wohl zufrieden geben.

Meine Schuld kann. mich nicht drücken, denn Du hast meine Last all auf Deinem Rücken. Kein Fleck ist an mir zu finden, ich bin gar rein und klar aller meiner Sünden.

Ich bin rein um deinetwillen: Du gibst gnug Ehr und Schmuck, mich darein zu hüllen. Ich will Dich ins Herze schließen, o mein Ruhm! Edle Blum, lass Dich recht genießen.

Ich will Dich mit Fleiß bewahren; ich will Dir leben hier, Dir will ich hinfahren; mit Dir will ich endlich schweben voller Freud ohne Zeit dort im andern Leben.

Text: Paul Gerhardt 1653 Musik: Johann Crüger 1653 LKG 101

Kollekte 

Herr Gott, himmlischer Vater, der Du die Erstlinge der Heiden durch Deinen Stern zur Krippe geleitet und ihnen Deinen Sohn offenbaret hast: verleihe uns, die wir Dich im Glauben erkannt haben, daß wir auch zum Schauen Deiner Majestät und Herrlichkeit geführt werden. Durch unseren Herrn Jesum Christum, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. 

Agende für evangelisch-lutherische Kirchen und Gemeinden. Bd.1. Lutherisches Verlagshaus: Berlin, 1955. S.36

Fortlaufende Lese

Und er machte sich auf aus der Synagoge und kam in Simons Haus. Und Simons Schwiegermutter lag in hohem Fieber, und sie baten ihn für sie.  39 Und er trat zu ihr und bedrohte das Fieber, und es verließ sie. Und sogleich stand sie auf und diente ihnen.  40 Und als die Sonne untergegangen war, brachten alle ihre Kranken mit mancherlei Leiden zu ihm. Und er legte einem jeden die Hände auf und machte sie gesund.  41 Von vielen fuhren auch die Dämonen aus, schrien und sprachen: Du bist der Sohn Gottes! Und er bedrohte sie und ließ sie nicht reden; denn sie wussten, dass er der Christus war.  42 Als es aber Tag wurde, ging er hinaus an eine einsame Stätte; und die Menge suchte ihn, und sie kamen zu ihm und wollten ihn festhalten, damit er nicht von ihnen ginge.  43 Er sprach aber zu ihnen: Ich muss auch den andern Städten das Evangelium predigen vom Reich Gottes; denn dazu bin ich gesandt.  44 Und er predigte in den Synagogen des jüdischen Landes. 

Lukas 4,38-44

Morgenlese

Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen hatten, gefüllt mit den letzten sieben Plagen, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes. 10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, 11 die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Leuchten war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall; 12 sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Israeliten: 13 von Osten drei Tore, von Norden drei Tore, von Süden drei Tore, von Westen drei Tore. 14 Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes. 15 Und der mit mir redete, hatte einen Messstab, ein goldenes Rohr, um die Stadt zu messen und ihre Tore und ihre Mauer. 16 Und die Stadt ist viereckig angelegt und ihre Länge ist so groß wie die Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr: zwölftausend Stadien. Die Länge und die Breite und die Höhe der Stadt sind gleich. 17 Und er maß ihre Mauer: hundertvierundvierzig Ellen nach Menschenmaß, das der Engel gebrauchte. 18 Und der Kern der Mauer war aus Jaspis und die Stadt aus reinem Gold, gleich reinem Glas. 19 Die Grundsteine der Mauer um die Stadt waren geschmückt mit allerlei Edelsteinen. Der erste Grundstein war ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd, 20 der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Sarder, der siebente ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwölfte ein Amethyst. 21 Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, ein jedes Tor war aus einer einzigen Perle, und die Straße der Stadt war aus reinem Gold wie durchscheinendes Glas. 22 Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, er und das Lamm. 23 Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. 24 Und die Völker werden wandeln in ihrem Licht; und die Könige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in sie bringen. 25 Und ihre Tore werden nicht verschlossen am Tage; denn da wird keine Nacht sein. 26 Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Völker in sie bringen. 27 Und nichts Unreines wird hineinkommen und keiner, der Gräuel tut und Lüge, sondern die geschrieben sind in dem Lebensbuch des Lammes. 

Offenbarung 21,9-27

Abendlese

Liebe Kinder, ich schreibe euch, dass euch die Sünden vergeben sind um seines Namens willen. 13 Ich schreibe euch Vätern; denn ihr habt den erkannt, der von Anfang an ist. Ich schreibe euch jungen Männern; denn ihr habt den Bösen überwunden. 14 Ich habe euch Kindern geschrieben; denn ihr habt den Vater erkannt. Ich habe euch Vätern geschrieben; denn ihr habt den erkannt, der von Anfang an ist. Ich habe euch jungen Männern geschrieben; denn ihr seid stark, und das Wort Gottes bleibt in euch, und ihr habt den Bösen überwunden. 15 Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. 16 Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. 17 Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.

1. Johannes 2,12-17

Bekenntnislese

Darum lehren wir die Herzen und Gewissen, daß sie sich trösten durch dieselbe Verheißung Gottes, welche fest steht und bietet Gnade an und Vergebung der Sünden um Christus’ willen, nicht um unserer Werke willen. Danach lehren wir auch von guten Werken und von dem Gesetz, nicht daß wir durch des Gesetz verdienen Vergebung der Sünden, oder daß wir um des Gesetzes willen Gott angenehm seien, sondern daß Gott gute Werke haben will. Denn man muß, wie Paulus sagt, recht schneiden und teilen Gottes Wort, das Gesetz auf einen Ort, die Zusage Gottes auf den andern. Man muß sehen, wie die Schrift von der Verheißung, wie sie von dem Gesetz redet. Denn die Schrift gebietet und lobt also gute Werke, daß sie doch gleichwohl Gottes Verheißung und den rechten Schatz, Christum, noch viel tausendmal höher setzt.

Denn gute Werke soll und muß man tun, denn Gott will sie haben; so sind es Früchte des Glaubens, wie Paulus zu den Ephesern am 2, 10 sagt: „Denn wir sind geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken.“ Darum sollen gute Werke dem Glauben folgen als Danksagungen gegen Gott, item, daß der Glaube dadurch geübt werde, wachse und zunehme, und daß durch unser Bekenntnis und guten Wandel andere auch erinnert werden.

Also sagt Paulus, daß Abraham habe die Beschneidung empfangen, nicht daß er um des Werkes willen wäre gerecht geworden, sondern daß er an seinem Leibe ein Zeichen hätte, dadurch er erinnert würde und immer im Glauben zunähme; item, daß er seinen Glauben bekennete vor andern und durch sein Zeugnis die andern auch zu glauben reizte.

Also hat Abel durch den Glauben Gott ein angenehm Opfer getan. Denn das Opfer hat Gott nicht gefallen ex opere operato sondern Abel hielt’s gewiß dafür, daß er einen gnädigen Gott hätte; das Werk aber tat er, daß er seinen Glauben übte und die andern durch sein Exempel und Bekenntnis zu glauben reizte.

So nun also und nicht anders die guten Werke sollten dem Glauben folgen, so tun die viel anderer Meinung ihre Werke, die nicht glauben, daß ihnen ohne Verdienst die Sünden vergeben werden um Christus’ willen, Denn wenn dieselben sehen gute Werke an den Heiligen, richten sie menschlicherweise von den Heiligen, wollen wähnen, die Heiligen haben mit ihren Werken Vergebung der Sünden erlangt oder seien durch Werke vor Gott gerecht geworden. Darum tun sie dergleichen ihnen nach und meinen, sie wollen auch also Vergebung der Sünden erlangen und Gottes Zorn versöhnen. Solchen öffentlichen Irrtum und falsche Lehre von den Werken verdammen wir. Erstlich, daß dadurch Christo, dem rechten Mittler, die Ehre genommen wird und wird den elenden Werken gegeben, wenn wir an Christus’ Statt unsere Werke wollen darstellen für einen Schatz und Versöhnung des göttlichen Zorns und der Sünde. Denn die Ehre gehört allein Christo, nicht unsern elenden Werken. Zum andern, so finden doch die Gewissen auch nicht Frieden in solchen Werken. Denn wenn sie schon der Werke viel tun und zu tun sich befleißigen, so findet sich doch kein Werk, das rein genug sei, das wichtig, köstlich genug sei, einen gnädigen Gott zu machen, das ewige Leben gewiß zu erlangen, in Summa, das Gewissen ruhig und friedlich zu machen. Für das dritte, die auf Werke bauen, die lernen nimmermehr Gott recht kennen noch seinen Willen. Denn ein Gewissen, das an Gottes Gnade zweifelt, das kann nicht glauben, daß es erhört werde. Und dieweil es Gott nicht anrufen kann, wird es auch göttlicher Hilfe nicht inne, kann also Gott nicht kennen lernen. Wenn aber der Glaube da ist, nämlich daß wir durch Christum einen gnädigen Gott haben, der darf fröhlich Gott anrufen, lernt Gott und seinen Willen kennen

Aber der Irrtum von den Werken klebt der Welt gar hart an. Die Heiden haben auch Opfer, welche von den Patriarchen erstlich herkommen; dieselbe Opfer und Werke der Väter haben sie nachgetan. Vom Glauben wußten sie nicht, hielten dafür, daß dieselben Werke ihnen einen gnädigen Gott machten.

Die Israeliten erdichteten ihnen auch Werke und Opfer der Meinung, daß sie dadurch wollten einen gnädigen Gott machen durch ihr opus operatum, daß ist, durch das bloße Werk, welches ohne Glauben geschah. Da sehen wir, wie heftig die Propheten dawider schreien und rufen, als im 50. Psalm: „Deines Opfers halben strafe ich dich nicht“ usw. Item, Jeremias sagt: „Ich habe nicht mit euren Vätern von Brandopfern geredet.“ Da verdammen die Propheten nicht die Opfer an ihnen selbst, denn die hat Gott geboten als äußerliche Übungen in demselben seinem Volk, sondern sie treffen vornehmlich ihr gottlos Herz, da sie die Opfer der Meinung taten, daß sie meinten, dadurch würde Gott ex opere operato versöhnt; dadurch ward der Glaube unterdrückt.

Und so nun kein Werk das Gewissen recht zufriedenstellt, so pflegen die Heuchler auf ein blindes Geratewohl und Wagen dahin gleichwohl ein Werk über das andere, ein Opfer über das andere zu erfinden, und alles ohne Gottes Wort und Befehl mit bösem Gewissen, wie wir im Papsttum gesehen. Und vornehmlich lassen sie sich bewegen durch die Exempel der Heiligen. Denn wenn sie denen also nachfolgen, meinen sie, sie wollen Vergebung der Sünden erlangen, wie die Heiligen erlangt haben usw. Aber die Heiligen glaubten. Das Volk Israel hatte gesehen, daß die Propheten opferten auf den Höhen und Hainen; das Werk taten sie nach, daß sie durch das Werk Gottes Zorn versöhnten. Die Propheten aber hatten da Opfer getan, nicht daß sie durch die Werke Vergebung der Sünden verdienen wollten, sondern daß sie an den Orten predigten und lehrten. Darum taten sie die Opfer zu einem Zeugnis ihres Glaubens.

Apologie IV,195-208/74-87

Apostolische Glaubensbekenntnis 

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist von dem Heiligen Geist, geboren aus Maria der Jungfrau, gelitten unter Ponto Pilato, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel; sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.

LKG S. 13f

Vaterunser 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Matthäusevangelium 6,9-13

Segen

+ Der Herr sei mit Euch +

Der Herr segne und behüte Dich.  Der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.  Der Herr erhebe Sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Seinen Frieden.

4. Mose 6,24-26

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About Wilhelm Weber

Pastor at the Old Latin School in the Lutherstadt Wittenberg
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