
2. bitten dich auch: Behüt uns heut,
denn wir allhier sind Pilgerleut;
steh uns bei, tu Hilf und bewahr,
dass uns kein Übel widerfahr.
3. Regier du uns mit starker Hand,
auf dass dein Werk in uns erkannt,
dein Name durch glaubreich Gebärd
in uns heilig erweiset werd.
4. Hilf, dass der Geist Zuchtmeister bleib,
das arge Fleisch so zwing und treib,
dass es sich nicht gar ungestüm
erheb und fordre deinen Grimm.
5. Versorg uns auch, o Herre Gott,
auf diesen Tag, wie’s uns ist Not,
teil uns dein’ milden Segen aus,
denn unser Sorg richtet nichts aus.
6. Gib deinen Segen unserm Tun
und unsrer Arbeit deinen Lohn
durch Jesus Christus, deinen Sohn,
unsern Herren vor deinem Thron.
Text: Michael Weiße 1531 (Evangelisches Gesangbuch 438)
Freitag nach dem 24. Sonntag nach Trinitatis “Der Überwinder des Todes”)
Danksaget mit Freuden dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zum Erbteil der Heiligen im Licht.
Kolosser 1,12
Kollekte
Allmächtiger, ewiger Gott, der Du durch hDeinen Sohn Vergebung der Sünden und Rettung vor dem ewigen Tode zugesagt hast, wir bitten Dich, stärke uns durch Deinen Heiligen Geist, daß wir in solchem Vertrauen auf Deine Gnade durch Christus täglich zunehmen und die Hoffnung fest und gewiß behalten, daß wir nicht sterben, sondern einschlafen und am Jüngsten Tage zum ewigen Leben erweckt werden sollen, durch Deinen Sohn, Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres 3.Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1970. S.159
Fortlaufende Lese
Ich bin ein Narr geworden! Dazu habt ihr mich gezwungen. Denn ich sollte von euch empfohlen werden, da ich doch den Überaposteln in nichts nachstand, obwohl ich nichts bin. 12 Denn es sind ja die Zeichen eines Apostels unter euch geschehen in aller Geduld, mit Zeichen und mit Wundern und mit Taten. 13 Was ist’s, worin ihr zu kurz gekommen seid gegenüber den andern Gemeinden, außer dass ich euch nicht zur Last gefallen bin? Vergebt mir dieses Unrecht! 14 Siehe, ich bin jetzt bereit, zum dritten Mal zu euch zu kommen, und will euch nicht zur Last fallen; denn ich suche nicht das Eure, sondern euch. Denn es sollen nicht die Kinder den Eltern Schätze sammeln, sondern die Eltern den Kindern. 15 Ich aber will gern hingeben und hingegeben werden für eure Seelen. Wenn ich euch mehr liebe, soll ich darum weniger geliebt werden? 16 Sei’s drum: Ich bin euch nicht zur Last gefallen. Aber bin ich etwa heimtückisch und habe euch mit Hinterlist gefangen? 17 Habe ich euch etwa übervorteilt durch einen von denen, die ich zu euch gesandt habe? 18 Ich habe Titus zugeredet und den Bruder mit ihm gesandt. Hat euch etwa Titus übervorteilt? Sind wir nicht in demselben Geist gewandelt? Sind wir nicht in denselben Fußstapfen gegangen?
19 Schon lange werdet ihr denken, dass wir uns vor euch verteidigen. Wir reden in Christus vor Gott! Aber das alles geschieht, ihr Lieben, zu eurer Erbauung. 20 Denn ich fürchte, wenn ich komme, finde ich euch nicht, wie ich will, und ihr findet mich auch nicht, wie ihr wollt, sondern es gibt Hader, Neid, Zorn, Zank, üble Nachrede, Verleumdung, Aufgeblasenheit, Aufruhr. 21 Ich fürchte, wenn ich abermals komme, wird mein Gott mich demütigen bei euch, und ich muss Leid tragen über viele, die zuvor gesündigt und nicht Buße getan haben für die Unreinheit und Unzucht und Ausschweifung, die sie getrieben haben.
2. Korinther 12,11-21
Tageslese
Durch den Glauben hat Abraham den Isaak dargebracht, als er versucht wurde, und gab den einzigen Sohn dahin, als er schon die Verheißungen empfangen hatte, 18 von dem gesagt worden war: »Nach Isaak wird dein Geschlecht genannt werden.« 19 Er dachte: Gott kann auch von den Toten erwecken; als ein Gleichnis dafür bekam er ihn auch wieder. 20 Durch den Glauben segnete Isaak den Jakob und den Esau auf die zukünftigen Dinge hin. 21 Durch den Glauben segnete Jakob, als er starb, die beiden Söhne Josefs und neigte sich über die Spitze seines Stabes. 22 Durch den Glauben redete Josef, als er starb, vom Auszug der Israeliten und befahl, was mit seinen Gebeinen geschehen sollte. 23 Durch den Glauben wurde Mose, als er geboren war, drei Monate verborgen von seinen Eltern, weil sie sahen, dass er ein schönes Kind war; und sie fürchteten sich nicht vor des Königs Gebot. 24 Durch den Glauben wollte Mose, als er groß geworden war, nicht mehr Sohn der Tochter Pharaos heißen, 25 sondern wollte viel lieber mit dem Volk Gottes zusammen misshandelt werden, als einen flüchtigen Genuss der Sünde zu haben, 26 und hielt die Schmach Christi für größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens; denn er sah auf die Belohnung. 27 Durch den Glauben verließ er Ägypten und fürchtete nicht den Zorn des Königs; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn. 28 Durch den Glauben vollzog er das Passa und das Besprengen mit Blut, auf dass der Verderber ihre Erstgeburt nicht anrühre. 29 Durch den Glauben gingen sie durchs Rote Meer wie über trockenes Land; das versuchten die Ägypter auch und ertranken. 30 Durch den Glauben fielen die Mauern Jerichos, als Israel sieben Tage um sie herum gezogen war. 31 Durch den Glauben kam die Hure Rahab nicht mit den Ungehorsamen um, weil sie die Kundschafter in Frieden aufgenommen hatte.
Hebräer 11,17-31
Abendgebet am Freitag (Das Kreuz)
Herr, wir bitten Dich: Laß unter dem Kreuz Deines Sohnes die Strauchelnden sich aufrichten und die Verirrten sich finden. Unter dem Kreuz Deines Sohnes erquicke alle Mühseligen und allen, die in Todesnot sind, gib Zuversicht und Kraft zum Überwinden. Gib Deinen hellen Schein in unsere Dunkelheit, Deine Vergebung in unserer Schuld. Sei unsere Burg in allem Grauen der Nacht, bis Dein Tag anbricht und wir Dich schauen von Angesicht zu Angesicht. Durch Jesum Christum, Deinen Sohn. Amen.
Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche (1937): Gebete zum täglichen Gottesdienste. S. 17f
