
Jesus nimmt die Sünder an. Saget doch dies Trostwort allen, welche von der rechten Bahn auf verkehrten Weg verfallen. Hier ist, was sie retten kann: Jesus nimmt die Sünder an.
Keiner Gnade sind wir wert; doch hat er in seinem Worte eidlich sich dazu erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an.
Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergisst, suchet treulich das Verirrte, dass es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an.
Kommet alle, kommet her, kommet, Ihr betrübten Sünder! Jesus rufet Euch, und er macht aus Sündern Gottes Kinder. Glaubet’s doch und denket dran: Jesus nimmt die Sünder an.
Erdmann Neumeister 1718 (LKG 225,1-4)
Freitag nach dem 5. Sonntag nach Trinitatis (Nachfolge)
Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, 9 nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. 10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.
Epheser 2,8-9
Kollekte für den vergangenen Sonntag
Herr Gott, himmlischer Vater: Verleihe uns den Geist der Wahrheit und des Friedens, auf daß wir von ganzem Herzen, was Dir gefällt, erkennen und dem allein mit allen Kräften nachfolgen. Durch unseren Herrn Jesus Christus Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geist ein wahrer Gott lebt und regiert in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S.143
Fortlaufende Lese
Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behüte auf dem Wege und dich bringe an den Ort, den ich bestimmt habe. 21 Hüte dich vor ihm und gehorche seiner Stimme und erbittere ihn nicht, denn er wird euer Übertreten nicht vergeben, weil mein Name in ihm ist. 22 Wirst du aber auf seine Stimme hören und alles tun, was ich dir sage, so will ich deiner Feinde Feind und deiner Widersacher Widersacher sein. 23 Ja, mein Engel wird vor dir hergehen und dich bringen zu den Amoritern, Hetitern, Perisitern, Kanaanitern, Hiwitern und Jebusitern, und ich will sie vertilgen. 24 Du sollst ihre Götter nicht anbeten noch ihnen dienen noch tun, wie sie tun, sondern du sollst sie umreißen und ihre Steinmale zerbrechen. 25 Aber dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich will alle Krankheit von dir wenden. 26 Es soll keine Frau in deinem Lande eine Fehlgeburt haben oder unfruchtbar sein, und ich will dich alt werden lassen. 27 Ich will meinen Schrecken vor dir hersenden und alle Völker verzagt machen, wohin du kommst, und will geben, dass alle deine Feinde vor dir fliehen. 28 Ich will Hornissen vor dir hersenden, die vor dir her vertreiben die Hiwiter, Kanaaniter und Hetiter. 29 Aber ich will sie nicht in einem Jahr ausstoßen vor dir, auf dass nicht das Land wüst werde und sich die wilden Tiere wider dich mehren. 30 Einzeln nacheinander will ich sie vor dir her ausstoßen, bis du zahlreich bist und das Land besitzt. 31 Und ich will deine Grenze festsetzen von dem Schilfmeer bis an das Philistermeer und von der Wüste bis an den Euphratstrom. Denn ich will in eure Hand geben die Bewohner des Landes, dass du sie ausstoßen sollst vor dir her. 32 Du sollst mit ihnen und mit ihren Göttern keinen Bund schließen. 33 Lass sie nicht wohnen in deinem Lande, dass sie dich nicht verführen zur Sünde wider mich; denn wenn du ihren Göttern dienst, wird dir das zum Fallstrick werden.
2. Mose 23:20-33
Tageslese
Darum danken wir auch Gott ohne Unterlass dafür, dass ihr das Wort der göttlichen Predigt, das ihr von uns empfangen habt, nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Wort Gottes, der in euch wirkt, die ihr glaubt. 14 Denn ihr, Brüder und Schwestern, seid Nachfolger geworden der Gemeinden Gottes in Judäa, die in Christus Jesus sind; denn ihr habt dasselbe erlitten von euren Landsleuten, was jene von ihren erlitten haben, den Juden, 15 die den Herrn Jesus getötet haben und die Propheten und die uns verfolgt haben und die Gott nicht gefallen und allen Menschen feind sind, 16 indem sie uns hindern, den Heiden zu predigen zu ihrem Heil, um das Maß ihrer Sünden allenthalben voll zu machen. Aber der Zorn Gottes ist schon bis zum Ende über sie gekommen. 17 Wir aber, Brüder und Schwestern, nachdem wir eine Weile von euch getrennt waren – von Angesicht, nicht im Herzen –, haben wir uns desto mehr bemüht, euch von Angesicht zu sehen mit großem Verlangen. 18 Darum wollten wir zu euch kommen, ich, Paulus, einmal und noch einmal, doch der Satan hat uns gehindert. 19 Denn wer ist unsre Hoffnung oder Freude oder unser Ruhmeskranz – seid nicht auch ihr es vor unserm Herrn Jesus, wenn er kommt? 20 Ihr seid ja unsre Ehre und Freude.
1. Thessalonicher 2,13-20
Mittagsgebet am Freitag
Herr, Jesus Christus, Heiland aller Menschen, du bist in die Welt gekommen als der gute Hirte und hast dein Leben für uns gelassen. Wir danken dir, daß du allen nachgehst mit deiner suchenden und helfenden Liebe. Laß keinen von denen verlorengehen, die du so teuer erkauft hast; löse uns von den Banden der Sünde, und heile nach deiner Verheißung die zerschlagenen Herzen. Mache deine Christenheit tüchtig zu deinem Dienst, daß sie die gute Botschaft allen bringe, die dich nicht kennen; daß sie vergebe, wie ihr selbst vergeben wird; daß sie Barmherzigkeit erweise, wie sie selber Barmherzigkeit erfährt; daß sie dem Elend helfe, wie ihr selbst geholfen ist. Bekenne dich zu allem Dienst der Liebe, die an deinen Brüdern geschieht, und laß uns Gnade finden am Tage des Gerichts. Vergib uns unsere Trägheit und Versäumnis und erfülle unsere Herzen mit dem Feuer deiner Liebe. Erhöre uns um deines Namens willen. Amen.
Orate fratres S.63