Schmückt das Fest mit Maien, lasset Blumen streuen, zündet Opfer an, denn der Geist der Gnaden hat sich eingeladen, machet ihm die Bahn! Nehmt ihn ein, so wird sein Schein euch mit Licht und Heil erfüllen und den Kummer stillen.
Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat, starker Gottesfinger, Friedensüberbringer, Licht auf unserm Pfad: gib uns Kraft und Lebenssaft, lass uns deine teuren Gaben zur Genüge laben.
Lass die Zungen brennen, wenn wir Jesus nennen, führ den Geist empor; gib uns Kraft zu beten und vor Gott zu treten, sprich du selbst uns vor. Gib uns Mut, du höchstes Gut, tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben.
Güldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf der Kirche Feld; lasse Ströme fließen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt, und verleih, dass es gedeih, hundertfältig Früchte bringe, und ihm stets gelinge.
Schlage Deine Flammen über uns zusammen, wahre Liebesglut; laß Dein sanftes Wehen auch bei uns geschehen, dämpfe Fleisch und Blut; laß uns doch am Sündenjoch nicht mehr wie vor diesem ziehen und das Böse fliehen.
Benjamin Schmolck 1715 (LKG 191,1-5)
Christus spricht zu seinen Jüngern: “Wer Euch höret, der höret mich, und wer Euch verachtet, der verachtet mich.” (Lukas 10,16)
Donnerstag nach dem 1. Sonntag nach Trinitatis (Apostel und Propheten)
Allmächtiger ewiger Gott, der Du uns die Verheißung Deines göttlichen Lebens geschenkt hast, gib uns, wir bitten Dich, Deinen Heiligen Geist, daß wir uns durch Dein Wort aufwecken lassen, durch starken Glauben an Deinen Sohn das ewige Leben ergreifen und in ihm selig werden, um Jesu Christi unseres Herrn willen, der mit Dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S. 139.
Fortlaufende Lesung
Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. Wie in allen Gemeinden der Heiligen 34 sollen die Frauen schweigen in den Gemeindeversammlungen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. 35 Wollen sie aber etwas lernen, so sollen sie daheim ihre Männer fragen. Es steht einer Frau schlecht an, in der Gemeindeversammlung zu reden. 36 Oder ist das Wort Gottes von euch ausgegangen? Oder ist’s allein zu euch gekommen? 37 Wenn einer meint, er sei ein Prophet oder vom Geist erfüllt, der erkenne, dass es des Herrn Gebot ist, was ich euch schreibe. 38 Wer aber das nicht erkennt, wird nicht erkannt. 39 Darum, liebe Brüder, bemüht euch um die prophetische Rede und wehrt nicht der Zungenrede. 40 Lasst aber alles ehrbar und ordentlich zugehen.
1. Korinther 14,33-40
Tageslese
Und er selbst gab den Heiligen die einen als Apostel, andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, 12 damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, 13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Menschen, zum vollen Maß der Fülle Christi, 14 damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch das trügerische Würfeln der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen. 15 Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus. 16 Von ihm aus wird der ganze Leib zusammengefügt und zusammengehalten durch jede Verbindung, die den Leib nährt mit der Kraft, die einem jeden Teil zugemessen ist. So wächst der Leib und erbaut sich selbst in der Liebe.
Epheser 4,11-16
Morgengebet am Donnerstag
Herr, wir bitten dich für unser Volk; gib uns eine Regierung, die dich fürchtet. Mache immer mehr Frauen und Männer bereit, die großen Aufgaben der menschlichen Gesellschaft und das Wohl des Einzelnen in unserer Mitte verantwortlich zu bedenken und aktiv mitzugestalten. Schenke Mut zur Erneuerung überall da, wo die bestehenden Verhältnisse die Menschen versklaven.
Erhalte uns den Frieden. Versöhne, die im Streit leben, führe zusammen, die getrennt sind. Stelle an die Spitze der Völker Menschen, die nicht zuerst nach eigener Macht streben, sondern um das Wohl aller besorgt sind.
Herr Gott, wir bitten dich für die Menschen in aller Welt, für die anderen Völker, die anderen Rassen, für alle, die anders denken. Gib, daß wir sie verstehen lernen, daß wir sie achten und lieben. Herr, laß keinen Haß sein zwischen den Völkern, vergib alles Unrecht. Wehre aller Gewaltherrschaft, beende die Kriege. Herr, sende dein Wort in alle Welt. Herr, schenke uns deinen Frieden. Amen.
Orate fratres S. 53
