Aufsperren sie den Rachen weit, und wollen uns verschlingen.
Lob und Dank sei Gott allezeit, es wird ihn’ nicht gelingen.
Er wird ihr Strick zerreißen gar, und stürzen ihre falsche Lehr.
Sie werden Gott nicht wehren.Ach Herr Gott, wie reich tröstest Du, die gänzlich sind verlassen!
Der Gnaden Tür steht nimmer zu, Vernunft kann das nicht fassen,
sie spricht: “Es ist nun alls verloren”, da doch das Kreuz hat neu geborn,
die Deiner Hülfe warten.Die Feind sind all in Deiner Hand, dazu all ihr Gedanken;
ihr Anschlag ist Dir wohl bekannt; hilf nur, daß wir nicht wanken.
Vernunft wider den Glauben ficht, aufs Künftig will sie trauen nicht,
da Du wirst selber trösten.Den Himmel hast Du und die Erd, Herr unser Gott gegründet;
Justus Jonas 1524 zu Psalm 124.
gib, daß Dein Licht uns helle werd, laß unser Herz entzündet,
in rechter Lieb des Glaubens Dein bis an das End beständig sein.
Die Welt laß immer murren.
20. Sonntag nach Trinitatis: “Das Mahl des Herrn”
Unser Herr Jesus Christus spricht: “Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.”
Offenbarung 3,5
Fortlaufende Lese
Leidet jemand unter euch, der bete; ist jemand guten Mutes, der singe Psalmen. 14 Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn. 15 Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden. 16 Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. 17 Elia war ein schwacher Mensch wie wir; und er betete ein Gebet, dass es nicht regnen sollte, und es regnete nicht auf Erden drei Jahre und sechs Monate. 18 Und er betete abermals, und der Himmel gab den Regen, und die Erde brachte ihre Frucht.
19 Meine Brüder und Schwestern, wenn jemand unter euch abirrt von der Wahrheit und jemand bekehrte ihn, 20 der soll wissen: Wer den Sünder bekehrt hat von seinem Irrweg, der wird seine Seele vom Tode erretten und wird bedecken die Menge der Sünden.
Jakobus 5,13-20
Tageslese
Auch sind es viele, die Priester wurden, weil der Tod sie nicht bleiben ließ; 24 dieser aber hat, weil er ewig bleibt, ein unvergängliches Priestertum. 25 Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen; denn er lebt für immer und bittet für sie. 26 Denn einen solchen Hohenpriester mussten wir auch haben, der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern geschieden und höher ist als die Himmel. 27 Er hat es nicht nötig wie jene Hohenpriester, täglich zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für alle Mal getan, als er sich selbst opferte. 28 Denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern, die Schwachheit an sich haben; dies Wort aber des Eides, der nach dem Gesetz gesagt ist, setzt den Sohn ein, der ewig und vollkommen ist.
Hebräer 7,23-28
Wir beten mit der Kollekte für den 20. Sonntag nach Trinitatis
Herr Jesus Christus, der Du uns für würdig erachtest, Gäste an Deinem Tische zu sein: Laß Deine Gnade Macht über uns gewinnen, daß wir in unserm Leben erneuert, mit allen Vollendeten an Deinem ewigen Freudenmahl teilnehmen mögen, der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S.154
