Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergänglich Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. (2.Timotheus 1,10. Wochenspruch für den 16. Sonntag nach Trinitatis: “Der starke Trost”)
Schwing Dich auf zu Deinem Gott, Du betrübte Seele! Warum liegst Du Gott zum Spott in der Schwermushöhle? Merkst Du nicht des Satans List? Er will durch sein Kämpfen Deinen Trost, den Jesus Christ Dir erworben, dämpfen.
Schüttle Deinen Kopf und sprich: „Fleuch, Du alte Schlange! Was erneust Du Deinen Stich, machst mir angst und bange? Ist Dir doch der Kopf zerdrückt, und ich bin durchs Leiden meines Heilands Dir entrückt in den Saal der Freuden.“
Wirfst Du mir mein Sündgen für? Wo hat Gott befohlen, daß mein Urteil über mir, ich bei Dir soll holen? / Wer hat Dir die Macht geschenkt, andre zu verdammen, / der Du selbst doch liegst versenkt in der Höllen Flammen?
Hab ich, was nicht recht, getan, ist mirs leid von Herzen; dahingegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen, das ist der bezahlte Lohn meiner Missetaten. Bring ich dies vor Gottes Thron, ist mir wohl geraten.
Christi Unschuld ist mein Ruhm, sein Recht meine Krone, sein Verdienst mein Eigentum, darin frei ich wohne als in einem festen Schloß, das kein Feind kann fällen, brächt er gleich davor Geschoss und Gewalt der Höllen.#
Stürme, Teufel, und Du Tod! Was könnt Ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seiner Gnaden, / der Gott, der mir seinen Sohn selbst verehrt aus Liebe, daß der ewge Spott und Hohn mich nicht dort betrübe.
Paul Gerhardt 1666 (LKG 343,1-6
Fortlaufende Lese
Da wurden Kinder zu ihm gebracht, dass er die Hände auf sie legte und betete. Die Jünger aber fuhren sie an. 14 Aber Jesus sprach: Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solchen gehört das Himmelreich. 15 Und er legte die Hände auf sie und zog von dort weiter.
Matthäus 19:13-15
Tageslese
Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, 23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. 24 Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen. 25 Denn der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt. 26 Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen. 27 Es ist ein köstlich Ding für einen Mann, dass er das Joch in seiner Jugend trage. 28 Er sitze einsam und schweige, wenn Gott es ihm auferlegt, 29 und stecke seinen Mund in den Staub; vielleicht ist noch Hoffnung. 30 Er biete die Backe dar dem, der ihn schlägt, und lasse sich viel Schmach antun. 31 Denn der Herr verstößt nicht ewig; 32 sondern er betrübt wohl und erbarmt sich wieder nach seiner großen Güte. 33 Denn nicht von Herzen plagt und betrübt er die Menschen.
Klagelieder 3:22-33
Wir beten mit der Kollekte für den 16. Sonntag nach Trinitatis
O allmächtiger Gott, Du Trost der Traurigen und Stärke der Schwachen, laß vor Dein Angesicht kommen die Bitte derer, die in Bekümmernis und Anfechtung zu Dir seufzen und schreien, auf daß jedermann in seiner Not Deine göttliche Hilfe empfinden, und Dich ewig loben und preisen möge, durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit Dir und dem Heiligen Geist, lebet und regieret in Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S.151
