Wochenspruch für den 12. Sonntag nach Trinitatis (Die große Krankenheilung):
Das zerstoßene Rohr wird Er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird Er nicht auslöschen.
Matthäus 12,20

Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort, mein Schild, mein Kraft – sagt mir Dein Wort –, mein Hilf, mein Heil, mein Leben, mein starker Gott in aller Not; wer mag mir widerstreben?
Mir hat die Welt trüglich gericht’ mit Lügen und falschem Gdicht viel Netz und heimlich Stricke; Herr, nimm mein wahr in dieser Gfahr, bhüt mich vor falscher Tücke.
Herr, meinen Geist befehl ich Dir; mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir, nimm mich in Deine Hände. O wahrer Gott, aus aller Not hilf mir am letzten Ende.
Gloria, Lob, Ehr und Herrlichkeit sei Gott Vater und Sohn bereit’, dem Heiligen Geist mit Namen. Die göttlich Kraft mach uns sieghaft durch Jesum Christum. Amen.
Adam Reusner 1533 (LKG 333,4-7)
Fortlaufende Lese
Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte; 32 das ist das kleinste unter allen Samenkörnern; wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als alle Kräuter und wird ein Baum, dass die Vögel unter dem Himmel kommen und wohnen in seinen Zweigen. 33 Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: Das Himmelreich gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Scheffel Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war.
Matthäus 13,31-35
34 Das alles redete Jesus in Gleichnissen zu dem Volk, und ohne Gleichnisse redete er nichts zu ihnen, 35 auf dass erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: »Ich will meinen Mund auftun in Gleichnissen und will aussprechen, was verborgen war vom Anfang der Welt an.«
Tageslese
Und Jesus zog umher in alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen. 36 Und als er das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren geängstet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben. 37 Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. 38 Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.
Matthäus 9,35-38
Wir beten mit der Kollekte für den 12. Sonntag nach Trinitatis
Herr Gott, himmlischer Vater, Du hast nicht Lust an der Sünder Tod, sondern willst, daß sie bekehrt werden und leben. Wir bitten Dich herzlich, Du wollest die Strafen unserer Sünde von uns gnädig abwenden und, uns zu bessern, Deinen Geist und Kraft verleihen, um Jesu Christi, unseres Herrn, willen, der mit Dir und dem Heiligen Geist, ein wahrer Gott, lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Orate fratres S.148