Sei mir tausendmal gegrüßet, der mich je und je geliebt, Jesus, der du selbst gebüßet das, womit ich dich betrübt; ach, wie ist mir doch so wohl, wenn ich knien und liegen soll an dem Kreuze, da du stirbest und um meine Seele wirbest. Heile mich, o Heil der Seelen, der ich krank und traurig bin; nimm die Schmerzen, die mich quälen, und den ganzen Schaden hin, den mir Adams Fall gebracht, und ich selber mir gemacht; wird, o Arzt, dein Blut mich netzen, wird sich all mein Jammer setzen. Schreibe deine blutgen Wunden mir, Herr, in das Herz hinein, daß sie mögen alle Stunden bei mir unvergessen sein; du bist doch mein schönstes Gut, da mein ganzes Herze ruht. Laß mich hier zu deinen Füßen deiner Lieb und Gunst genießen. Diese Füße will ich halten, Herr, so fest ich immer kann. Schau, o schau mein Händefalten und mich selber freundlich an von des hohen Kreuzes Baum und gib meiner Bitte Raum, sprich: Laß all dein Trauern schwinden; ich, ich tilg all deine Sünden. (Paul Gerhardt 1607-1676)